Ausgabe 
1.6.1940
 
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Kamerad Schwester.

Das Erleben der Schwellern im Kriege ist in vielen Büchern von Kriegsfchwestern selbst geschil­dert worden. Auch die Schwestern hatten zunächst <yu lernen, was im Leben des Soldaten das War­ten bedeutet. Dafür fetzten, sobald ein Kriegs- oder Etapvenlazarett zu übernehmen war, meist Zeiten ungeheuerer Arbeitsanspannung ein. Galt es doch, meist mit wenigen Schwestern, irgendein riesiges Gebäude leer, aber schmutzig, zu über­nehmen, um es innerhalb von Stunden in ein La­zarett mit bunderten von Betten zu verwandeln, und das mitten im Feindesland, ohne die Hilfs- qchellen, mit denen in der Heimat Reserve- oder Vereinslazarette aus dem Boden gestampft werden konnten, än weiteren Stunden häufte sich Arbeit über Arbeit an Hunderten von Verwundeten und Sterbenden, Operationsdienst, Verbinden, Visiten der Aerzte, Spritzen, Essen verteilen aus improvi­sierter Küche, bei versagender Beleuchtung.

Noch schwieriger als im Westen war oft die Ar­beit im Osten, mit Ungeziefer, Eiseskälte oder Glut- Hitze, ohne Licht, ohne Heizung, oft ohne brauch- bares Trinkwaffer, mit mühsam requirierten Nah­rungsmitteln. Schwerste Prüfung bedeutete die Pflege in Seuchenlazaretten. Die Schwestern ahnten nicht, daß ihr Einfatz Heer und Volk und Heimat mit einem Erfolg vor der Ausbreitung der Seuchen schützte, der beispiellos in der Geschichte der Medi­zin ist. Daß die Verwundeten mit Einsatz aller Kräfte zu pflegen seien, war selbstverständlich. Daß diese Pflege und das Ringen um das Leben der Soldaten dazu half, auch noch die letzte Kraft auf­

zubieten, das hat wohl jede Kriegsschwester erlebt.

Bis in ferne Erdteile hinein reichen die Taten deutscher Kriegsschwestern, ob sie mit Lettow-Vor- deck monatelang durch afrikanischen Busch zogen, im Urwald Kameruns, in Deutsch-Südwest oder auch in Samoa Lazarette einrichteten, in Tsingtau Verwundete pflegten, in Aleppo, Damaskus, Jeru­salem, Bagdad und Konstantinopel zusammen mit deutschen und türkischen Aerzten wirkten, überall zeigten sie sich der strahlenden Anerkennung wür­dig, mit der der Soldat aufKamerad Schwester" blickte. Viele Hunderttausende sagen ihnen heute noch im Stillen Dank, die erlebt haben, was dem verwundeten Soldaten schon der erste Anblick der Schwester ist.

Auch heute leisten unsere Rotkreuz-Schwestern wieder zu Hunderttausenden ihren schwersten Dienst am deutschen Soldaten und damit für das deutsche Volk. Ihr Wirken verlangt nicht weniger Mut und Selbstverleugnung, als sie vom Frontsoldaten ge­fordert werden. Diese Arbeit mit allen Mitteln zu unterstützen, ist die Aufgabe der Heimat. Die Haus- sammluntz des Deutschen Roten Kreuzes am kom­menden Samstag und Sonntag bietet erneut Ge­legenheit dazu.

Ab Frühjahr 1941 wieder Semester.

Das Trimester war von vornherein nur als vorübergehende Zwischenlösung gedacht. Der Reichserziehungsminister hat jetzt verfugt, daß im Frühjahr 1941 wieder zum Semesterbetrieb übergegangen wird. Es bleibt vorbehalten, nach Beendigung des Krieges Zwischensemester für Kriegsteilnehmer einzuschalten. Nähere Bestiln-

mungen über den genauen Zeitpunkt des Seme­sters 1941 werden noch erlassen.

Ausländische Studierende in Deutschland.

Wie das Reickserziehungsminjsterium festgestellt hat, studierten im e r st e n T r i m e st e r 1940 insgesamt 3303 Ausländer an den Hochschulen des Großdeutschen Reiches. 806 waren davon deutschen Volkstums und 2497 fremder Volkszugehörigkeit. Als stärkste Nation unter den ausländischen Stu- dierenden weist die Statistik mit 825 Köpfen die Bulgaren aus; es folgen Rumänien, Türkei, Norwegen, Jugoslawien, Ungarn, Slowakei, dann China, Griechenland, die Schweiz, Italien, Estland, Iran, Niederlande, Dänemark, USA., Peru, Lett­land, Schweden, Japan. Auch Angehörige der mit Deutschland in Krieg befindlichen Länder waren im vergangenen Trimester als Studierende zuge- lassen.

Die Berliner Hochschulen haben (mit 922) natürlich den weitaus größten Anteil an Auslän- dern. Es folgen München, Wien, Brünn, Prag, Dresden, Breslau, Graz, Leipzig, Darmstadt, Hannover, Stuttgart, Freiberg, Hamburg. Die Uni­versitäten Jena, Heidelberg und Göttingen haben je 25 Ausländer: Köln, Bonn, Königsberg und Halle je 12. Der hohe Anteil der Technischen Hoch­schule Brünn an ausländischen Studierenden er­klärt sich daraus, daß Brünn der Vorort der Bul­garen ist. Die Niederländer gehen besonders gern nach Bonn und Köln bei den Dänen ist Rostock besonders beliebt. Für die Jugoslawen steht Wien

an erster Stelle und auch den Italienern behageil München und Wien besser als Berlin, die Schweizer aehen zuerst nach München. Die Norweger waren stark in Dresden und Darmstadt vertreten (wegen

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Zellulose-Chemie). Berlin steht an erster Stelle für die Studierenden aus Uebersee und aus Ruß­land.

Oie Rheinschiffahrt in Holland wieder flott.

Amsterdam, 31. Mai. (DNB.) Wie dasAll. gemeen Handelsblad" meldet, ist der Schiffsverkehr von Rotterdam zum Rhein wieder aus­genommen worden. In erster Linie verkehren Schiffe mit eigener Antriebskraft. Sie befördern Heringe, Gemüse, Kartoffeln, Käse und andere Molkereiprodukte. Andere Schlepper seien unterwegs, um aus Deutschland Koh- len nach Holland zu bringen. Auch die Schiff, fahrt nach Amsterdam und anderen holländi­schen Orten könne über Rhein, Lek und Merwede- Kanal wieder ausgenommen werden. Bei Arn­heim werde mit aller Kraft daran gearbeitet, die Neste der zerstörten Brücken fortzuräumen, um die Schiffahrt wieder flottzumachen.

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