Ausgabe 
1.6.1940
 
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treten. Die Fliegergef. 1/116, MHI. und Nachrichte PIH HI. machen Sonderdienst nach Gefolgschaftsbefehl.

BOM., Untergau 116, Wetterau.

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Tleubrsehung des Kreises Usingen.

Gauamtsleiler Heyse als Landrat eingesetzt.

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Die Kartoffel Versorgung der Großstädte hat eine grundlegende Aenderung dadurch erfahren, daß bedeutende Zufuhren aus Bayern, Mitteldeutschland und Mecklenburg an die Verbraucherplätze des Rhein-Main-Gebietes geschleust wurden. Die Folge davon ist überall eine nahezu vollkommene Versor­gung der Verbraucher mit dem laufenden Bedarf. Diese günstige Entwicklung verspricht auch in den nächsten Wochen anzuhalten.

Bei Gemüse ist der Kopfsalat in den Vordergrund getreten, während Spinat nicht mehr so stark wie in den Vorwochen, aber durchaus genügend zum Markt kommt. Nach Spargeln besteht lebhafte Nachfrage, so daß die Ankünfte rasch ausgenommen werden? Kohlrabi, Gurken, Rettich und Radieschen sind ebenso wie Zwiebeln reichlich angeboten. Auch italienische Erbsen kamen wieder herein. Das Obst muß weiter durch Rhabarber, der ausreichend vor­handen ist, ersetzt werden; die ersten Freilanderd­beeren sind für die Versorgung größerer Volks­schichten noch zu hoch im Preis.

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und sechs Monaten verurteilt. Wegen seines hartnäckigen Leugnens wurde die Untersuchungshast nicht angerechnet. Strafmildernd wurde das Alter Des Angeklagten berücksichtigt.

Zucker oder Süßstoff?

Wenn mir auch in Deutschland genügend Zucker rrzeugen, |o befreit uns das aus den verfchiedenften Gründen nicht von der Verpflichtung, mit ihm spar- uam umzugeyen. Dor allem ist Zucker im Haushalt möglichst nicht als Süßstoff zu verwenden, sondern n erster Linie als Nahrungsmittel zu betrachten. Zum Süßen von Kaffee und Tee, aber auch m vielen anderen Fällen, läßt sich der Zucker ohne weiteres durch Süßstoff ersetzen. Zum mindesten aber wird man durch teilweisen Zusatz von touß- tofs die bisher verbrauchte Menge Zucker wesent- ich verringern können. . m

Leider findet man noch heute vielfach em Vor­urteil gegen die Verwendung von Suhstoss. ,,Wir Daben schlechte.Erfahrungen nut Süßstoff gemacht , Ieißt es dann vielsagend. Das liegt aber lediglich Daran, daß der Süßstoff fa l s ch v erm e«' Del wurde. Zucker muß, wie gesagt, heute m erster Linie als Nahrungsmittel angesehen und daher im : ä glich en Speiseplan hauptsächlich nurdo rtverw en­det werden, wo neben dem süßen Geschmack^der^

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Wechsel der Planeten

Oer Sternenhimmel im Juni.

Don Dr. Erwin Kossmna.

Die Versorgimgslage im Rhein-Min-Gebiel

Oer landwirtschaftliche Marktbeobachter.

Gießener Wochenmarktpreise.

Gießen, 1. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,80 RM., Matte 30 Rps., Käse, das Stück 6 bis 10 Rf., deutsche Kühlhauseier 12 bis 13 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 4,05 RM., Wirsing, N kg 25 Rpf., gelbe Rüben, das Bund 50, Spinat 10 bis 15, Spargel 30 bis 64, Erbsen 25, Zwiebeln 14 bis 17, Meerrettich 70, Aepfel 45, Blumenkohl, das Stück 90 Rpf., Salat 10 bis 18, Salatgurken 60 bis 80, Oberkohlrabi 20 bis 25, Lauch' 5 bis 10, Rettich, das Bund 20 bis 25, Radieschen 10 bis 15 Rpf.

Am 21. Juni um 15 Uhr 37 Min. Sommerzeit durchläuft die Sonne den nördlichsten Punkt ihrer Himmelsbahn im Sternbild der Zwillinge, womit astromifch der Sommer beginnt. Um diese Zelt erreicht unser Tagesgestirn im mittleren Deutsch­land eine Mittagshöhe von mehr als 60 Grad, während es um Mitternacht (Ortszeit) kaum 15 Grad unter den Horizont sinkt. Wir können daher die Wanderung des hellen Dämmerungsschems während einer klaren Juninacht vom Untergangs­punkt der Sonne im Nordwesten bis zum Auf- aanaspunkt im Nordosten in Nord- und Mittel­deutschland gut verfolgen. Die Abenddämmerung geht unmerklich in die Morgendämmerung über. Nur in den südlichsten Gauen des Großdeutschen Reiches sinkt die Sonne auch im Juni so tief unter den Horizont, daß für kurze Zeit der Dämmerungs­schein verschwindet.

In Norddeutschland beginnen die hellen Nachte bereits Ende Mai und dauern bis Mitte Juli. Ob­wohl dadurch die Betrachtungen des Sternenhim­mels stark beeinträchtigt wird, bietet auch der Ium dem Sternfreund eine Fülle von Beobachtungs- Möglichkeiten. , _ , r , . .

Im Juni vollzieht sich ein großer Wechsel m der Stellung der Planeten. Venus und Mars ver­schwinden bald nach der Mitte des Monats vom Abendhimmel. Dafür tauchen Jupiter, Sa­turn und Uranus aus der Morgendämmerung am Osthimmel auf und erscheinen immer zeitiger über dem Horizont, Ende des Monats bereits gegen 2 Uhr Sommerzeit.

Bevor jedoch der strahlend schone Abendstern mit dem recht unscheinbar gewordenen Mars unseren Blicken im Nordwesten entschwindet, haben wir noch Gelegenheit, eine seltene Konstellation zu be­obachten. Zu den beiden erwähnten Planeten gesellt sich nämlich in den Tagen vom 8. bis 15. Juni der Merkur, dieser meist so schwierig zu beobach­tende Wandelstern. Wir finden ihn am Abend des 11 Juni unmittelbar nördlich der hellen Venus, die uns bei der Suche nach Merkur als Leitstern dienen kann. Am 8. Juni steht außerdem die Mond- sichel unweit links von den drei Planeten. Da Merkur und Mars sich nur wenig vom hellen Hnn- melsarunde tieT am nordwestlichen Horizont ab­heben, wird man zur Beobachtung dieser Konstel­lation mit Vorteil einen Feldstecher zur Hilfe neh­men Im Feldstecher erkennt man auch, daß Venus keine runde Scheibe bildet, sondern Sichelge­stalt angenommen hat. Der erleuchtete Teil der Vlanetenscheibe wird mit der (scheinbaren) An­näherung an die Sonne immer schmaler. Die Sichelbreite beträgt am 4. Juni 7, am 9. Ium 5, am 14. Juni nur noch 3 'Bogensekunden. Ende des Monats wandert Venus vorüber sie befin­det sich dabei zwischen Sonne und Erde und wechselt somit vom Abendhimmel zum Morgen­himmel. __________ __

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Sonntag, 2. Juni, Antreten der 16- bis 18sährigen ~ir K.-Ausbildung um 8 Uhr an der Volkshalle. Es haben die Ja. der Gef. 1/116, Motorgefolgschaft 3/116, SRD.-Gef. 1/116 und der Feldschergef. anzu­treten. Die Fliegergef. 1/116, MHI. und Nachrichten-

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Der Aug. W. aus Rainrod war angeklagt, in den : Jahren 1939 bis 1940 mit Personen unter 14 Jahren : unzüchtige Handlungen vorgenommen bzw. zur Dul- ' Dung unzüchtiger Handlungen verleitet zu haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgefangms- fträfe von zwei Jahren und sechs Monaten. Der Angeklagte wurde des Sittlichkeitsverbrechens m Drei Fällen für schuldig erkannt und zu emer G e- ; amtgefängnisftrafe von d rei Jahren

NSG. Der bisherige Leiter des Gaupersonal­amtes, Gauamtsleiter Walter Heyfe, übernimmt mit Wirkung vom 1. Juni 1940 für den ins Feld einrückenden Kreisleiter Schöne die Kreislei­tung Oberlahn-Usingen. Zugleich wurde er als Landrat mit der verwaltungsmäßigen Lei­tung des Kreises Usingen beauftragt. Landrat Heyfe, der bisher als Leutnant in einem Infanterie- Regiment an der Westfront stand, wird nun auf Anordnung des Gauleiters zunächst feine Kraft für Partei und Staat m der Heimat einsetzen.

Parteigenosse H e y s e ist mit dem Kampf der nationalsozialistischen Bewegung im Rhein-Main- Gebiet auf das engste verbunden. Seit 1923 ge­hört er der NSDAP, an. Als SA.-Mann in der (52L Frankfurt am Main und als Hochschulgrup­penführer des NSDStB. Frankfurt am Main er­wies er sich als unerschrockener Vorkämpfer des Führers. Seit 1929 ist er als Gauaefchäftsführer der Gaue Hessen-Darmstadt und Hessen-Süd tätig. Der Gauleiter berief ihn nach der Zusammenlegung der beiden Gaue zum heutigen Gau Hessen-Nassau zu seinem Adjutanten. Als Gauinspekteur und Gau­personalamtsleiter im Gau Hessen-Nassau bearbei­tete er dann ein umfangreiches Aufgabengebiet der Partei. Bekannt ist auch sein Einsatz als Reichs­redner, in dessen Verlauf er im Auftrage der Aus- landsorganisation der NSDAP, vielfach Reisen ins Ausland unternahm, um den dort befindlichen Reichsdeutschen Einblicke in die Erfolge des Auf­baues unseres Reiches zu geben. Parteigenosse Heyse ist Mitglied des Reichstages feit 1933. Auf dem ihm nunmehr vom Gauleiter zugewiesenen

Dornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Eine kleine Nacht­musik"; 14.45 Uhr: Wochenschau-Sondervorstellung Das deutsche Schwert schreibt Geschichte". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Meine Tante, deine Tante". Artilleristen-Kameradschaft 1895: 20.30 Uhr imHessischen Hof" Monatsappell mit Vortrag. Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894: 20 Uhr im Burghof", Jahreshauptversammlung.

Tageskalender für Sonntag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Eine kleine Nacht­musik"; 11 Uhr: Wochenschau-Sondervorstellung Das deutsche Schwert schreibt Geschichte". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Meine Tante, deine Tante".

Notizen für den L JunL

Sonnenaufgang 5.09 Uhr, Sonnenuntergang 21.37 Uhr. Mondaufgang 3.09 Uhr, Monduntergang 16.29 Uhr.

Notizen für den 2. JunL

Sonnenaufgang 5.08 Uhr, Sonnenuntergang 21.38 Uhr. Mondaufgang 3.32 Uhr, Monduntertzang 17.33 Uhr.

Hitler-Jugend Bann 116.

Standort Gießen.

Die reichlichen S ch w e i n e zufuhren, die eine jahreszeitlich bedingte Erscheinung darstellen, mach­ten eine Einschränkung der Rindvieh Zulassung zu den Märkten erforderlich. Es werden mehr Schweine und Kälber zugeteilt werden; der Ver­brauch muß sich hierauf einstellen. Die Qualitäten waren durchweg mittel bis gut. Die Erzeugung von Milch und Butter ist infolge der jetzt überall vorgenommenen Grünfütterung weiter gestiegen, ebenso der Anfall von Quark. Auch bei den übri­gen Milcherzeugnissen, Deien und Fetten wurde der Bedarf nach den Kartensätzen reibungslos gedeckt. Durch die neuerliche Zuteilung von zwei Eiern hat sich die Zahl der im jetzt zu Ende gehenden Ver­sorgungsabschnitt ausgegebenen Eier auf elf erhöht.

Bei Getreideerzeugnissen haben die Sonderzuwei­sungen von Konserven, Büchsenmilch usw. auf die Nährmittelkarte dazu beigetragen, die Anforderun­gen auf Kaffee-Ersatz und Teigwaren geringer wer­den zu lassen und damit eine Entlastung der stark angespannten Produktionsstätten herbeizuführen.

das früher unentbehrlich war, wollte man irgend« wie zinsbringend anlegen. Ein Teil davon wurde in kurzfristigen Titeln des Geld- und Kapitalmark­tes angelegt, der größte Teil dürfte von den Ban- len zu nutzbringender vorübergehender Verwendung zugeführt worden fein. Darüber hinaus kaufte man in großem Maßstab Rentenwerte, und ebenso sind beträchtliche Aktienpakete aus der öffentlichen Re- ervestellung im Publikum untergebracht worden. Sicher ist aber, daß es sich zumeist nur um eine vorübergehende Geldanlage handelte, da es ja Be­triebskapital ist, das bei Wiedereinsetzen der auf­bauenden Tätigkeit der Wirtschaft notwendig ge­braucht wird. Es läßt sich vorstellen, daß in dem Augenblick, wo der Friedensschluß nahegerückt ist, jeder Betrieb sich so schnell wie möglich flüssig zu machen sucht, indem er vorübergehend gekaufte Wertpapiere wieder abstößt, zumal darin in vielen

** Sieh ft jubiläum. Am heutigen Samstag kann der Kreiskasseoberfekretär Wilhelm Weber das Jubiläum seiner 25jährigen Tätigkeit bei der Kreiskasse des Landkreises Gießen begehen.

**GvldeneHochzeit. Das Fest der goldenen Hochzeit feiern heute am Samstag die Eheleute Oberpostschaffner a. D. Konrad Biedenkopf, Landmannstrahe 19. Das Ehepaar erfreut sich noch bester geistiger und körperlicher Frische, es bearbeitet noch seinen Schrebergarten. Den Jubilaren unseren herzlichen Glückwunsch.

Strafkammer Gießen.

Es handelte sich bei dem Zweck der Fahrt um eine Umschau in beispielgebenden Musterbetrieben, also in Spitzenwirtschaften ausgeprägtester Art. Wenn auch nicht jeder einzelne bäuerliche oder landwirt­schaftliche Betrieb in unserer engeren Heimat den gleichen Rang erreichen kann, so sollte aber doch jeder Bauer und Landwirt bestrebt sein, sich den Stand eines Musterbetriebes als erstrebenswerten Erfolg feiner Arbeit immer vor Augen zu halten und auf diese Weise zu einer weiteren Steigerung der Erzeugungsschlacht beizutragen. Der Reichsnähr­stand wird ihm bei diesem Bemühen durch die Lan­desbauernschaften alle Förderung zuteil

Mädelgruppe Süd 1/116.

Die Gruppe tritt am Montag, 3. 6., nm 19.30 Uhr am Mtv.-Sportplatz zum Sport an. An diesem Abend werden auch die Reichssportwettkämpfe wie-

J punkten von Spitzenleistungen kn der Landwirt-

l| schäft gearbeitet wird.

Den Abschluß der Besichtigungsfahrt bildete ein Besuch der Grohmolkerei der Starken­burger Milchliefervereinigung in Darmstadt, bei dem man einen weitreichenden Einblick in eine moderne und mustergültige Milch- oerarbeUung gewinnen konnte.

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®n zeitgemäßer Mschküchenkmff: gründlich mit ßtnko einmrichen! Das nimmt dm gröbsten Schmutz vorweg. And die ßmipMt: mo [patt fflaldtpulntL

hohe Nährwert des Zuckers (hoher Brennwert, teil­weiser Ersatz für Fett) wichtig ist. Wo es bageaen nur darauf ankommt, Speisen zu süßen, leistet der Süßstoff meist den gleichen Dienst. Will man das Gericht geschmacklich verbessern und auch an Nähr­wert bereichern, so setzt man neben dem Süßstoff eine kleine Zuckermenge zu. Süßstoff ist übrigens außerordentlich billig; eine kleine Packung in Tablettenform kostet nur 20 Rpf.

Da Süßstoff überaus kräftig süßt eine kleine Packung reicht also sehr lange, muß man mit ihm vorsichtig umgehen. Schon ganz geringe Men­gen genügen, um die meisten Speisen ausreichend zu süßen. Gerade die oben erwähntenschlechten Erfahrungen" beruhen fast ausnahmslos darauf, daß den Speisen zuviel Süßstoff zugesetzt wurde. Man bedenke: ein einziges Gramm Süßstoff ge­nügt, um 70 Litern Wasser einen süßlichen Ge­schmack zu geben. Sacharin süßt 280- bis 300maI mehr als Zucker. Schon eine kleine Tablette ersetzt 3 Teelöffel Zucker, das sind 25 Gramm.

Will man Süßstoff richtig verwenden, so verfährt man wie folgt: Der Süßstoff wird vor dem Ge­brauch in etwas Wasser aufgelöst. Es ist ratsam, sich eine etwas größere Menge Süßstoff herzustel­len und diese in einer kleinen Flasche auszubewah- ren. Dadurch wird Arbeit im Haushalt erspart. Auch ist es auf diese Weise möglich, den Süßstoff auch in kleinsten Mengen zu verwerten.' Süßstoff wird dem Gericht nach dem Kochen zugesetzt, um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen. Im übrigen eignet sich Süßstoff nicht nur~ für den täglichen Gebrauch. Er kann, mit der nötigen Vorsicht ver­wendet, Getränken und allen süß abzuschmeckenden Gerichten, auch Backwaren, zugesetzt werden. Süß­stoff hat jedoch keine konservierende -...........------ . ~ f

Wirkung- er kann also zum Einmachen^ nicht neuen Aufgabengebiet wird er die m den Kampf­verwendet werden. Um so wichtiger ist er darum und Aufbaujahren erworbenen Erfahrungen und als ein Mittel, Zucker für das Einmachen zu Kenntnisse in einer praktischen Führungsarbeit er- fparenj 'folgreich zur Anwendung bringen können.

Fällen beträchtliche Kursgewinne enthalten sind. Wer soll dieses an den Markt kommende Material dann übernehmen? Das ist ein Problem, mit wel­chem sich jeder Wertpapierbesitzer dauernd beschäf­tigen muß. Schon deshalb ist es jetzt nicht der rich­tige Zeitpunkt, um erneut flüssitze Gelder in Aktien­werten festzulegen. Die verschiedenen Warnungen wurden daher stark beachtet und lösten bei dem Publikum Abgaben aus, so daß ein ansehnlicher Prozentsatz der vorangegangenen Steigerungen ein- gebüßt wurde, zumal auch der Berufshandel zu Positionslösungen schritt.

Der R e n t e n m a r f t behauptete dagegen im Grunde eine feste Haltung. Die Nachfrage hat sich allerdings in den letzten Tagen gleichfalls vermin­dert, so daß die einzelnen Marktgebiete etwas ausgeglichener waren. Leichte Kursrückgänge er­fuhren nur hochstehende Industrie-Obligationen. Un- verändert sehr lebhaft blieb das Interesse für Pfandbriefe und Kommunal-Schuldverschreibungen, in denen es nach wie vor erheblich an Angebot mangelt. Die Notierungen waren daher durchweg nominell, d. h. ohne Umsatz. Eine Sonderbewegung hatten erneut Reichsanleihe-Altbesitz, die vorüber­gehend bis 4 v. H. angezogen hatten, schließlich aber rund 3 v. H. zurückgingen, und im Augenblick wenige Tage vor der Ziehung bei 151 v. H. (in der Vorwoche 150 v. H,) stehen. E.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Notiert wurden je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44,50 bis 46,50 (gegen 44 bis 46,50 am 17. 5.), b) 41 bis 42,50 (41,50 bis 42,50), c) 34 bis 37,50 (36 bis 37), d) 18 bi. 29 (). Dullen a) 42 bis 44,50 (44 bis 44,50), b) 36.50 bis 40.50 (39 bis 40), c) 27,50 bis 35,50 (34,50 bis 35,50). Kühe a) 42 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 36,50 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 30 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 13 bis 25 (20 bis 25). Färsen a) 44,50 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 39,50 bis 41,50 (41 bis 41,50), c) 34 bis 36,50 (34,50 bis 36,50), d) 26 bis 28 (23 bis 28). Kälber andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (53 bis 59), c) 44 bis 50 (42 bis 50), d) 25 bis 40 (30 bis 40). Lämmer a2) 50 bis 51 (51), Hämmel b2) 48 bis 49 (48), c) 30 bis 44 (37 bis 40) d) 28 (20 bis 25). Schafe a) 42 bis 44 (44), b) 34 bis 40 (38), c) 20 bis 32 (20 bis 28). Schweine a) 56 (55,50), bl) 56 (55,50), b2) 56 (55,50), c) 55 (54,50), d) 52 (51,50), e) 50 (49,50), Sauen gl) 56 (55,50). Marktverlauf: Großvieh, Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt.

G.A.-E>pott.

Oie Jugend als Aktive im Sport.

Sechzehn- bis Achtzehnjährige in der Altersklasse.

In der Erkenntnis, daß auch unter den erschweren» den Umständen der Kriegszeit die Fortsetzung des Sportbetriebes in vollem Umfange gewährleist werden muß, sind von der Reichsjugendführung und dem NSRL. Richtlinien über die Durchführung des Leistungssports während des Krieges aufgestellt worden, nach denen für die Zukunft 16- bis 18jüh» rigen Hitlerjungen die Teilnahme an Wettkämpfen der Seniorenklassen erlaubt ist. Dies trifft auf Grund der Sonderbestimmungen sowohl auf die noch nicht aus der Hitler-Jugend Entlassenen des Jahrganges 1921 als auch auf die veranlagten Sechzehn- bis Achtzehnjährigen zu. K . r.

Die Führung des Leistungssports und die selb- ständige Durchführung der Jugendwettkämpfe blei­ben im Zuständigkeitsbereich der HI. Im Sinne der bisher uneingeschränkten Fortführung des gesamten deutschen Sports auch in schwerer Kriegszeit liegt der HI. die Bereitstellung des Nachwuchses mehr denn je am Herzen. Es wurde aus diesem Grunde u. a. festgelegt, daß die Jugendlichen des ältesten Jahrganges, die zwischen dem 1. 9.1920 und 30. 8. 1921 geboren und noch nicht aus der HI. entlassen sind, mit sofortiger Wirkung an Jugendwettkämpfen nicht mehr teilnehmen und ihren Leistungssport am zweiten und vierten Sonntag in den Erwachsenen- Gruppen ausüben, ohne daß eine Befreiung vom übrigen HJ.-Dienst, der vormilitärischen Ausbildung und der weltanschaulichen Schulung eintritt.

Die Hitlerjungen, die grundsätzlich für die Runden- spiele der ersten Vereinsmannschaften des NSRL. freigegeben sind, können nicht mehr an Runden­spielen der HI. teilnehmen. Diejenigen Hitlerjungen, die bisher an Rundenspielen in der HI. teilnahmen, müssen sich bis zum I.Juni entscheiden, ob sie bei den Rundenspielen des NSRL. ober der HI. teil- nehmen wollen. Eine gelegentliche Freigabe für Rundenspiele des NSRL. hat keinen Ausschluß von den Rundenspielen der HI. zur Folge.

Fußball der Iuaend im DfB.-7i.

VfB. 1. Jugend Klein-Linden 1. Jugend: Ein : fälliges Rückspiel. Das Vorspiel gewannen die Klein- ; Lindener. Die Grün-Weißen treten mit verstärkter Mannschaft an. Der Ausgang des Kampfes ist nicht i vorauszufagen.

r VfB. 2. Jugend Großen-Linden 2. Jugend: Die t 2. Jugend bestreitet erst ihr zweites Spiel. Trotzdem , erhofft man einen Sieg gegen die Großen-Lindener.

Als erste Fixsterne erscheinen in der abendlichen Dämmerung Wega im Osten und Arkturus hoch am Südhimmel. Wenig später bemerken wir unter dem gelb leuchtenden Arktur die weiße Spika, während östlich der Wega das Kreuz des Schwans aus dem hellen Grund der Milchstraße auftaucht. Die Achse des langgestreckten Kreuzes verläuft in den frühen Abendstunden annähernd waagerecht; am linken Ende funkelt D e n e b , am rechten der Doppelstern A l b e r e o , der für kleine Fernrohre ein besonders dankbares Objekt bildet. Man erkennt, daß Albereo aus zwei dicht neben­einander stehenden Sonnen besteht, von denen die eine orangefarben, die andere blauweiß strahlt, lieber dem östlichen Horizont ist gegen 23 Uhr Sommerzeit auch der Adler heraufgekommen, der ebenfalls im Bereich der Milchstraße sich befindet, Sein Hauptstern A t ai r bildet mit Deneb und der hellen Wega ein auffälliges, gleichfchenkliches Drei­eck, das während des ganzen Sommers unfern Himmel schmückt und daher auch Sommerdreieck genannt wird. .

Zwischen Wega und Arktyr erkennen wir das große Sternbild des Herkules und die halbkreis­förmige Nördliche Krone, in der Gemma als hell­ster Edelstein funkelt. Von besonderem Interesse ist ferner der tief am Südhorizont stehende Skor­pion durch den Gegensatz zwischen dem roten Riesenstern Antares und den ihn strahlenför­mig umgebenden blauweißen Sternen. Rechts über dem Skorpion leuchten die beiden hellen Sterne der Waage. _

Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: Neu­mond am 6., erstes Viertel am 13., Vollmond am 20. und letztes Viertel am 27. Juni.

Wirtschaft.

Schwächere Aktien, behauptete 2Ren(enmärfk.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Die Kursentwick­lung an den Aktienmärkten stand im abge­laufenen Berichtsabschnitt im Zeichen eines aus­geprägten Stimmungsumschwunges, der durch Momente verschiedener Art ausgelöst wurde. Wenn in den letzten Wochen das Bankenpublikum svon- tan unter dem Eindruck der stolzen militärischen Erfolge im Westen deutsche Aktienwerte kaufte, so ill dies psychologisch wohl verständlich, aber'es müssen doch sobald wie möglich kaufmännische Uebertegungen in Wirkung treten, die den Wert­papiermarkt auf etwas weitere Entfernung hin be­trachten. Dor allem muß man sich immer wieder darüber klar werden, auf welche Weise das hohe Kursniveau zustande gekommen ist. Durch Den Krieg sind beträchtliche Gelder bet Wirtschaft freigesetzt worden. Dieses beschäftigungslose Betriebskapital,

derholt.

ptahkonzert vor dem Liebigbau.

Am morgigen Sonntag veranstaltet ein Musik- 1 korps der Wehrmacht abermals ein Platzkonzert vor benv Liebigllau (Alte Klinik). Das Konzert findet in der Zeit von 11 bis 12 Uhr statt. Die Bevölkerung ,j ist herzlich dazu eingeladen.

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