Ausgabe 
31.12.1942
 
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Dschungeln der Malaien-Haibinsel, auf den Philip« pinen und auf dem Sunda-Archipel, vorbereitet durch glänzende Siege der japanischen Kriegsmarine und Luftwaffe, die in der Schlacht in der Java- See am 6. März die alliierten Seestreitkräfte der­art dezimierten, daß diese für die nächsten Monate ausgeschaltet und erst nach HeraNholung neuer Flotteneinheiten aus der Heimat wieder aktions­fähig wurden, im schnellen Siegeslauf eines knap­pen halben Jahres die Eroberung eines gewaltigen Reiches. Zur Inselwelt der Südsee mit ihren un­geheuren Rohstoffquellen landwirtschaftlicher wie industrieller Art, die man denke nur an Reis und Hanf, Gummi, Zinn und Erdöl für Japans Wirtschaft lebensnotwendig waren, hatten Briten und Amerikaner dem japanischen Volke den Zu­gang in friedfertigem Wirtschaftsaustausch kurz­sichtig verwehrt. Run hat es sich ihn mit der Ge­walt der Waffen erzwungen. Gleichzeitig zielte eine andere Stoßrichtung der japanischen Offensive nach Norden. Durch den Vormarsch in Burma, der durch das feuchte Tropenklima und den Gebirgs- charakter des Kriegsschauplatzes ungeheure Anfor­derungen an die japanischen Truppen stellte/ wurde das Rumpfchina Tschiangkaischeks seiner letzten brauchbaren Nachschubstraße vom Meere her be­raubt und für seine Verbindung mit dem britischen Bundesgenossen auf den Luftweg oder Saumpfade über das Hochgebirge verwiesen. Seit Anfang Mai stehen die Soldaten des Tenno vor den Toren Indiens.

Die zweite Phase des pazifischen Krieges rft ge­kennzeichnet durch japanische Vorkehrungen gegen eine britisch-amerikanische Aktion zur Rückerobe­rung der verlorenen Gebiete. Anfang Juni landen die Japaner auf den Aleuten und durchschneiden damit auf dem vom amerikanischen zum afiati- schen Kontinent sich spannenden Dogen den nörd­lichen Anmarschweg der Amerikaner. Der Flanken« schütz ist damit gestchert, und das ständige Nieder­halten der von südostchinesischen Flugplätzen ope- rierenden Formationen der amerikanischen Luftwaffe schützt das japanische Mutterland auch von Süden her vor Ueberraschungen, während die japanische Kriegsmarine den zur Gewinnung neuer Ausgangs­stellung heranrückenden britisch-amerikanischen Wob tenverbänden in den australischen Gewässern ent- gegentritt. Schon am 8. Mai erleiden diese im Ko­rallenmeer nordöstlich des australischen Kontinents eine empfindliche Schlappe. Die britisch-arnerika- ntsche Gegenaktion zur Sicherung Australiens, das von den auf Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und. den Salomonen gelandeten Japanern aus weitem Halbkreis heraus bedroht wird, erschöpft sich in der Folge in örtlich begrenzen Kämpfen tm Bereich der Salomonen-Insel Guadalcanar, deren Ausweitung zu raumgreifenden und entschei- denden Operationen den Alliierten nach den schwe­ren Niederlagen in vier Seeschlachten bei den Sa­lomonen bislang nicht gelungen ist. Daß die japa- msche Offensivkraft durch diese Kämpfe keineswegs gehemmt ist, beweist die neue Aktivität, die die ja- jamsche Luftwaffe nach dem Ende der Regenzeit bei Angriffen auf Chittagong und Kalkutta, den bedeutenden indischen Wirtschaftszentren am Golf von Bengalen, entfaltet.

Die eben noch einmal kurz in das Gedächtnis zu- rückgerufenen wahrhaft bewunderungswürdigen Er­folge der japanischen Waffen haben mit der Zer­trümmerung der britisch-amerikanischen Machtposi­tronen im ganzen Bereich der Gi'rdsee der japani­schen Führungsmacht die Möglichkeit gegeben, die Neuordnung des ost asiatischen Rau­mes, die mit der Errichtung Mandschutuos 1931 begann, die mit der Autonomie-Erklärung der Inne­ren Mongolei 1933 weitergeführt wurde und die seit 1937 auch China einbezog, mm in gewaltig gesteigertem Umfang fortzusetzen. Eine ostäfiatische Großraumwirtschaft nahm im Laufe des Jahres bereits deutlich sichtbare Formen an. Die Errichtung eines eigenen Großoftasten'-Ministeriums in Tokio beweist, wie zielbewußt Japan schon während des Krieges die Organisierung seines neugewonnenen Lebensraumes in Angriff nimmt. Aber durch alle Reden seiner leitenden Staatsmänner klingt das Bewußtsein, daß die endgültige Sicherung' dieses Lebensraums vom japanischen Volke noch große Anstrengungen und harte Kämpfe fordern wird. Die ungeheure Ausweitung seiner wirffchaftlichen Basis durch den Anfall so reicher Gebiete wie die Philippinen, den SundaMrchipel, Malaya und Burma hat Japan jedoch gegen die Hauptwaffe seiner Feinde, die wirffchaftliche Blockade und Aus­hungerung, gänzlich unempfindlich gemacht. Es kann mit stolzer Siegeszuversicht in das neue Jahr hrn- übertreten.

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Das Heber greifen des Krieges auf den paziftfchen Raum hat ihn zu einem neuen Weltkrieg gemacht in einem noch viel ausgesprochenerem Sinne, als es der erste war. Denn nicht nur, daß auch das ferne Australien als unmittelbarer Nachbar der Südsee Kriegsschauplatz wurde und eine Reihe südamerikanischer Republiken sich unter dem Druck des Dollarimperialismus in den Krieg hineinziehen ließ, es war auch selbstverständlich, daß die beiden europäischen Führungsmächte, Deutschland und J.t ali e n seit dem 27. September 1940 mit Ja- San aufs engste verbunden mit Japans aktiver bwehr der amerikanischen Provokationen den Bündnisfall für gegeben erachteten. Und dies um so mehr, als Roosevelt seit Jahren schon im­mer deutlicher zu erkennen gegeben hatte, daß der Vernichtungskrieg gegen Europa das letzte Ziel seiner Politik war. Als Exponent der jüdisch-pluto- kratischen Welt, der er trotz seiner an ihrer eigenen widerspruchslosen Halbheit gescheiterten sozialrefor­merischen Experimente immer geblieben ist, haßt er die zu einer wahren sozialistischen Ordnung sich durchringenden Völker vom Grunde seines Herzens her. Als Imperialist reinsten Masters gönnt er den jungen, aus de.m Zwang des Mißverhältnisses zwi­schen Raum und Volkszahl nach Sicherung der ihnen von Natur und Geschichte bestimmten Lebensräume strebenden Nationen nicht einen ihrer Wirtschafts­kraft und ihrer kolonisatorischen Begabung ent­sprechenden Anteil an den reichen Rohstoffschatzen der Erde. Aber für sein eigenes an Raum und Roh­stoffen überreiches Land sieht er in dem zweiten Weltkrieg die ersehnte Möglichkeit, das jetzt auch machtpolitisch zu vollenden, was auf finanziellem Gebiet bereits der erste gebracht hatte: die Welt­herrschaft des Amerikanismus.

Diesem für alle sich ihrer eigenen geschichtlich ge­wordenen und National begründeten Lebens- und Wirtschaftsformen bewußten freien Völker tödlichen Anspruch entgegenzutreten, bekräftigten die Mächte des Dreierpaktes in der Mlitärkonventton vom 18. Januar 1942. Sie wissen, daß es in dem ihnen .aufgezwungenen Kampf um die Existenz ihrer Völ- ker geht. Wie Japan nicht leben könnte, wenn seine 120 Millionen auf den schmalen Jnselramn des japanischen Mutterlandes zusammengepfercht wür­den, io wissen Deutschland und Italien, daß sie in den Grenzen ersticken müßten, die ihnen nach dem ersten Weltkrieg gesetzt wurden. Aber wort bariföer

Das deutsche Heer 1942.

Von unserem militärischen Mitarbeiter.

Ein Jahr schwerster Kämpfe und größter Siege liegt hinter uns; ein neues Kampfjahr steht vor der Front. Dies Jahr 1942 hat dem deutschen Heer wiederum Siege gebracht, die in der Kriegsgeschichte niemals verblassen werden. Es haben sich in diesem schicksalsschweren Kriege nun bereits neue Kämpfer­typen herausgebildet, die denen des ersten Welt­krieges würdig an der Seite stehen. Damals war es der Frontsoldat des Westens, der die schwersten Anstrengungen zu überwinden hatte, der einer Uebermacht standhalten mußte und der den­noch niemals wich. Jetzt ist es der Mann, der mit dem roten Band der Ostmedaille von den anderen Kriegsauszeichnungen abgesehen den Typus des Ostkämpfers charakterisieren. Dieser Typ ent­stand nicht von heute auf morgen. Es brauchte dazu ost Monate schwersten Einlebens und letzter Pflichterfüllung. Dann aber ist der deutsche Ost­kämpfer ein Mann und ein Soldat geworden, den auch die größte Uebermacht nicht schreckt, ein Mann, der sein Maschinengewehr gegen die anstürmenden Bolschewisten richtet, ein Mann, der mit seinem Pakgeschütz zielsicher einen sowjetischen Riesenpan­zerwagen ngch dem andern abschießt.

Der Kampf hat sich in diesem Jahre gewandelt, und die Kämpfer haben das auch getan. Leichte Siege werden im Osten nicht erfochten. Der Kom­mandeur eines norddeutschen Sturmregiments hat nach den Kämpfen von Sewastopol eindringlich darauf hingewiesen, daß die jungen Rekruten, die zum ersten Male nach dem Osten kommen,' noch viel lernen müssen, um es ihren erfahrenen Same» roden gle-ichtun zu können. Sie haben es aber alle gelernt, wenngleich ost unter Opfern, die nicht leicht wiegen. So muß man die Ostkämpfer sehen, wenn man ihre Siege sieht. So hielten sie stand, noch ehe der Schnee von den Feldern verschwunden war, als Timoschenko bei Charkow seine Panzerwagen und seine Massen gegen die deutsche Front in Be­wegung setzte. Nach schweren Kämpfen winkte ein großer Sieg und große Teile der sowjetischen An­griffsarmee wurden eingekestelt und vernichtet.

Die deutschen Kämpfe auf der Halbinsel Kertsch leiteten die Vorbereitungen zur großen Offensive 1942 ein. Es folgte der Angriff auf S e w a st o p o l, der an Härte in diesem Kriege bis jetzt noch nicht übertroffen worden ist. Die Sowjets wußten, was der Verlust dieser Festung zu bedeuten hatte, und sie haben sich deshalb bis zum letzten gewehrt, ohne das Schicksal aufhalten zu können. Nun war der Weg frei für die weiteren Pläne der deutschen Füh- ung, und so begann der Angriff an der Don- Front, der Sturm gegen Woronesch, der Ansturm gegen Stalingrad, der Marsch i n s Kubangebiet. Die wichtigen Oelquellen von Maikop wurden genommen, die von Grosni schwer beschädigt. Unermüdlich drangen unsere Gebirgs- truppen im Kaukasus vor, und bald flatterte auf

dem Elbrus die deutsche Kriegsflagge. Unglaubliches an Marschleistungen wurde vollbracht, und wie ein Wunder schien es beinahe, daß der Nachschub die so schnell vorrückende kämpfende Truppe immer wieder erreichte.

Wahrend dieser ganzen Wochen des Vormarsches aber tobten an der mittleren Ostfront die Ent- lastungsangriffe der Sowjets. Wenn man von den deutschen Siegen des Jahres 1942 spricht, dann darf man die Männer nicht vergessen, die im Raume von Rschew immer wieder den sowjetischen Angriffen Trotz boten und die da­mit den vormarschierenden deutschen Truppen den Rücken schützten. Tag um Tag und Nacht für Nacht dauerten die Angriffe in unverminderter Stärke fort. Es wurde Unglaubliches von unseren Truppen verlangt, aber es wurde vollbracht.

In diesem Jahre ist nun auch ein zweiter Kämp­fertypus entstanden, der bei unserem Volk auf größte Anerkennung rechnen darf, das ist der Afrikakämpfer Rommels. Was im Osten Kälte, Eis und Schnee war, das ist in Afrika Hitze, Wüste und Durst gewesen. Staunenswert bleibt immer, wie schnell sich unsere Truppen akklimati­siert hoben, denn deutsche Soldaten hatten bis dahin noch keine Gelegenheit gehabt, in tropischen Gebieten zu kämpfen. Heute ist es aber schon so, daß unsere Soldaten Spezialisten des Wüstenkrieges geworden sind unb daß sie sich von keinem britischen Kolonial­offizier etwas vormachen lassen. Es bleibt für alle Zeiten unvergessen, wie die Engländer bis in die Nähe von Alexandria zurückgeworfen wurden. Ge­neralfeldmarschall Rommel erfocht diesen deutschen Sieg in Afrika gegen eine Uebermacht, und wenn er jetzt sich vor einer britischen Uebermacht plan­mäßig vom Feind absetzen muß, so verzichten wir darauf, britische Methoden anzuwenden und aus einer Absetzung vom Feind einen Sieg zu machen. Aber selbst diese Absetzung bereitet den Engländern ungeahnte Schwierigkeiten, und sie wissen heute noch nicht, was Rommel nun eigentlich vorhat.

Das Heer darf mit den Erfolgen des Jahres 1942 zufrieden sein. Das Heer bat geleistet, was es leisten konnte. Pioniere, Nachrichtenmänner und Panzer­männer, sie alle haben ihren Anteil am Ruhm, am Gelingen des Ganzen. Den größten Ruhm aber dürfen die für sich beanspruchen, die oft unter den schwersten Umständen ihre Pflicht bis zum letzten tun müssen, die Männer der Infanterie. Es zeigt das tiefe Verständnis des Führers für feine Sol­daten, daß er in feinen Reden immer wieder gerade auf die Königin der Waffen, die Infanterie hin- roeift Hat er doch einst selbst in ihren Reihen ge­standen und weiß, wie unendlich mühevoll ihr Leben und ihr Kampf ist. Diese Männer aber sind es, die uns im Verein mit unserer Führung die Gewähr geben, daß im kommenden Jahre der Weg zum Siege unaufhalffam fortgesetzt wird.

hinaus gehen heute die Kriegsziele der Roosevelt, Churchill und ihrer jüdisch-plutvkrattschen Hinter­männer: die Zerstückelung des Reiches und ein Helotendasein für unser Volk soll uns für ewige Zeiten die Kraft nehmen, um aufzubegehren gegen das Schicksal, in der Mitte des europäischen Kon­tinents immer nur Amboß zu fein, statt der Ham­mer, der Europa zu seiner natürlichen Einheit um den stählernen Kern des Reiches schmiedet. Hatten Briten und Amerikaner nach dem ersten Welt­kriege Frankreich und seine östlichen Trabanten zu Gendarmen eines in Kleinstaaterei und wirtschaft­licher Ohnmacht gehaltenen europäischen Kontinents eingefem, so soll nach dem Willen Roosevelts und Churchills in der von ihnen ersonnenen Weltord­nung der Bolschewismus diese Rolle über­nehmen. Was es bedeuten würde, Europa, die Wiege der abendländischen Gesittung und Kultur, dem völkerzerstörenden Boschewismus auszuliefern, mag selbst diesem oder jenem besonnenen Briten dämmern, wenn er unter Churchills Duldung die Früchte der bolschewistischen Agitation heute schon im eigenen Lande bedrohlich schnell heranwachsen sieht. Aber England ist langst nicht mehr Herr seines Geschickes. « Während Roosevelt, als Stützpunkt- polttik zur Sicherung der westlichen Hemisphäre und der Verbindungswege zu den Alliierten getarnt, einen gigantischen Raub zu g begonnen hat, der über­all in der Welt auf Kosten des brittschen.Empire geht, muß Churchill, fest am Seil des Pacht- und Leihaesetzes, zu allem schweigen, was ihm von Washington zugemutet wird, und dazu noch den bolschewistischen Verbündeten, dessen Schrei nach einerzweiten Front" das ganze veraangene Jahr erfüllte, mit allen Mitteln bei erträglicher Laune halten, auch auf die Gefahr hin, daß selbst ein sieg­reicher Ausgana des Krieges England als Welt­macht zwischen Bolschewismus und Amerikanismus zerrieben sehen würde.

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Deutschland hat an der Spitze aller euroväischen Völker^ die der wahren Dedeutuna dieses Kamvfes auch für ihre eigene nationale Existenz inne gewor­den sind, die Wacht übernommen gegen den dos ge­samte Abendland mit Vernichtung bedrohenden Bolschewismus. Wos die deutsche Wehrmacht als Kern dieser Wacht im Osten auch in diesem Jahre wieder an Uebermenschlichem aeleistet hat in den harten Abwehrschlachten der eisig kalten Winter­monate zu Jahresbeginn, die in dem Kamps ne gen die Naturgewalten wie gegen den mit verbissener Wut immer wieder anrennenden Feind von Füh­rung und Truppe das Höchste forderten, was deut­sches Soldatentum zu geben vermochte, dann in der Sommeroffenfive, die mit gewaltigem Schwung über den Don zur Wolga unb in den Kaukasus hineinführte, gleichzeitig in dem entsnaungsnollen Einsatz zur Flankensicherung der deutschen Stoß- armee unb schließlich in dem erbitterten Ringen der neuen, mit größtem Aufgebot non Menschen und Material begonnenen bolschewistischen Winteroffen- sive, von diesem Heldmtum des deuttcben Soldaten und feiner treuen Waffengefahrten wird an anders Stelle von berufener Seite aesvrochen werden. Wir wollen hier nur auf das Erreichte schauen und dür­fen dabei mit Genugtuung feststellen, daß die deut­schen Waffen in Forffebuna der Erfolge der beiden ersten Ost-Feldmge 1939 und 1941 in diesem Jahre nun endgültig die Enge gesprengt haben, in die uns das Versailler Diktat zusammengepreßt batte und fn der uns der Wille unserer Feinde auch weiter halten wollte. Dom Allantik bis 3u den Steppen an den Ufern von Don und Wolga und bis zum Kaukasus dehnt sich ein ganzer Kontinent, der es an Raumgroße und wirtschaftlicher Vielge­staltigkeit mit dem amerikanischen wohl auszuneh­men vermag. Ein Krieg, in dem Weltmächte von kontinentalen Ausmoßen miteinander rinnen, kann nur gewonnen werden, wenn wir selbst eine solche Weltmacht sind. Wir sind es geworden und ver-

[ mögen heute wie die andern die Produkttoneckrast | eines ganzen Kontinents in den Dienst unserer Kriegführung zu stellen.

Eine der wesentlichsten Bürgschaften für den Sieg ist damit in unserer Hand. Wie unser japanischer Bundesgenosse sich, wie wir oben schon sahen, den Raum erkämpft hat, dessen Wirtschaft ihn blockade- fest macht, so haben auch wir das Gespenst der Aus­hungerung und der Absperrung von den rüftungs- technisch wichtigen Rohstoffen, das tm ersten Welt­krieg noch dazu verholfen hatte, uns auf die Knie zu zwingen, für immer gebannt.

Man halte sich vor Augen, daß die deutsche Ost­grenze des Versailler Diktates nur 190 Kilometer vor den Toren der Reichshaupfftadt lag, wahrend heute jenseits der zurückgewonnenen Reichsgebiete "nd des in sie unmittelbar einbezogenen Land- streifens um Grodno unb Bialystok das General­gouvernement, ein Nebenland des Reiches wie das Vrotektorat Böhmen und Mähren, sich bis an die Karpaten dehnt, das Reichskommlsiariat Ostland die drei baltischen Länder mit dem we-ißrufhenischen Gebiet um Minsk umfaßt und das Reichskommis­sariat Ukraine etwa an den Dniepr stößt, während noch weiter südöstlich die Ost-Ukraine mit Char­kow, Rostow und dem Donezbecken vorerst noch unter Militärverwaltung steht.

Ein gewaltiges Areal, das in planvoller Er­schließung seiner Wirtschaftskraft entweder heute schon bettächtlicbe Ueberschüsse hervorbringt oder doch in naher Zukunft zu leisten verspricht. Und wenn dieser Wirtschaftsraum heute in erster Linie tm Dienste der deutschen Kriegführung steht, so wird er nach dem Siege den europäischen Kontinent in feiner Wehrkraft sichern helfen gegen jeden neuen» Anschlag. Die deutschen Waffen haben die Grenzen der europäischen Kultur wieder weit vorgetraaen nach Osten. Der deuffche Bauer, der deuffche Der- waltungsbeamte, Techniker und Kaufmann sind dem Soldaten auf dem Fuße gefolgt unb setzen in ver- ständnisvoller Zusammenarbeit mit b»r einheimi­schen Bevölkerung ihr Bestes daran, dieses Hinter­land Mitteleurovas, eine (Betreibe* * und Rohstoff- kämmer ersten Ranges, für immer dem europäischen G"banken zurückzugewinnsn.

Auch diese große Aufgabe, die unserem Volke im Osten harrt, hilft uns beute an der Jahreswende mit Zuversicht und Hoffnunastreude über nerfön- liches Leib und alltägliche Mühsal hinwegschauen auf eine Zukunft, i~ der wir mit Faust sagen kön­nen:Solch ein Gewimmel mvcht ich sehn, auf freiem Grund mit freiem Volke stehn." Aber auch das andere Faust-Wort ist die Forderung des Tages:Nur der oerbient sich Freiheit wie das Leben, der tägtkh sie erobern muß." Das Helden­tum der Front ist der einzige Maßstab, an dem mir in der Heimat unsere eigene Kamvfentschlossen- beit aus richten dürfen. Vor der kämpfenden Front haben wir uns täglich erneut zu bewähren, idre Haltung verpflichtet uns zur gleichen inneren Härte "egen uns selbst. Ihr leuchtendes Beispiel vor Augen, schreiten wir getroft in ein neues Jahr des Kampfes für eine große deuffche Zukunft im starken Reich. Dr. Fr. W. Lange.

Vas Nundsunkproaramm Siir 3<*6n*«tornbe.

Der Rundfunk bringt ein besonders feierliches Silvester-Programm. Um 19.30 Uhr bereitet ein musikalischer Auftakt mit Werken von Wagner, Liszt und Richard Sttauß auf die Ansprache von Reichsmini st er Dr. Goebbels an das deutsche Volk zur Jahreswende vor. die von allen deuffchen Sendern um 20.00 Uhr übertragen wird. Mit den Nationalhymnen und demFest­lichen Präludium" von Richard Sttauß klingt die Feierstunde aus. Es schließt sich von 21.00 bis 2.00 Uhr das unterhaltende Rrmdftmk-Prvgramm imkö dem Motto, «MnGfunk-Melodie 1942" an

Die Musen schweigen nicht.

Von Robert Hohlbaum.

Der ostmärkische Dichter, bem wir hier bas Wort geben, ist nach mehrjähriger Tätig, kett als Leiter der Duisburger Büchereien zum Direktor der Thüringischen ßanbes- bibliothek nach Weimar berufen worden.

Im Kriege schweigen angeblich die Musen. Das reiche" Amerika hat also die Folgerungen aus diesem allen Spruch gezogen unb schon nach vier Monaten Krieg das vornehmste Kulturinstitut des Wilden Westens, die Metropolitanoper in Neuyork, aus materiellen Gründen geschlossen. Wir alle wis­sen, daß Deutschland bas nicht getan hak UeberaH im Reiche herrscht voller Kunstbetrieb, auch in jenen Städten, die es, bei Gott, nicht leicht haben, in den Städten des sozusagen klassischen Alarmgebietes, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Duisburg, um nur einige zu nennen. Vielleicht machen die Theater dieser Städte eben der breiten Masse, dem leichte­ren Geschmack ein wenig Zugeständnisse, vielleicht florieren Schwank und Operette? Ein Blick auf die Spielpläne belehrt uns eines anderen. Der eiserne Bestand, Mozart, Beethoven, Weber, Wag- ner, Verdi, Strauß, ist um nichts gekürzt worden. Neues ist hinzugekommen, wie im tiefsten Frieden. Die Stadt Duisburg, z. B., hat in einer Glanzauf- führung die schwer zu lösende Aufgabe einer Auf­führung von PfitznersHerz" in vorbildlicher Weise gemeistert. Der nicht leichteColumbus" Egks geht über viele Bühnen, die neue Oper von Gerstner erwirbt sich Stadt um Stadt. Ein Blick in das Duisburger Konzertleben zeigt dasselbe Bild. Wohl aber blüht neben dem Heroischen das Stille, Stillste, Feinste und Lieblichste auf, mit derselben Liebe ge­pflegt, von derselben Liebe genoßen.

Ich habe hier absichtlich das Beispiel ei^er Stadt gebracht, die schon des öfteren als Ziel feindlicher Luftangriffe genannt wurde. Wenn ich auf dis Schwierigkeiten hnroeife, denen hier die Kunstpflegs unterliegt, die Mehrleistung an Nerven- und 2fr» beitsfraft der Künstler, so bin ich mir wohl bewußt, daß dies an den Taten der Front gemeßen, sehr wenig ist. 2lber mit den Augen eines friedlichen Betrachters gesehen, ist es recht respektabel, daß ein Künstler, der den für aufreibende Nervenarbeit so notwendigen Schlaf entbehrt, seine Pflicht nicht nur mit derselben Gewissenhaftigkeit, sondern mit der­selben künstlerischen Höhe erfüllt, wie zu einer Zeit, da ihn alles ob dieser ungestörten Leistung be­wundert. Und es ist ganz beträchtlich, daß die Künst­ler, obwohl vielleicht schon naher Alarm droht ohne jede Unruhe fingen und gestalten, musizieren und dirigieren, wenn sie auch mehr als andere Berufs ein gewisses Recht auf Nervosität besitzen, und daß das Publikum, darunter Frauen, die manche Nacht ihre kleinen Kinder in den Keller führen, inmitten dieses grauen und gefährdeten Alltags die nötige Andacht zum Ueberirdifchen, Außeralltäglichen aus­bringen um in aller Sammlung sich der ewigen Schätze des deutschen Geistes zu erfreuen. Es ist das sei nicht vergeßen nicht zuletzt eine ganz unge­wöhnliche ßeiftungs eines Staates, der unz seins Existenz einen Kampf führt, wie ihn die Jahrtau­sende nicht gesehen haben, daß er in diesem größten Ringen sich dieser ewigen Werte immer bewußt ist und Zeit, Mittel und Muße findet, sie zu schützen und zu pflegen wie in friedlichsten Tagen.

Kriegsdichtung, Soldatendichtung hat es in allen Zeiten gegeben. Don Tyrtäus bis auf uns; von der Zeit, da man nur mit Schwert und Lanze in den Kampf zog bis zur Entwicklung der furchtbarsten und technisch kompliziertesten Kampfmittel; von der Epoche der homerischen Einzelkämpfe bis zur Ma­terialschlacht des größten aller Krieg« hat es die Kämpfer gedrängt, wie jedes andere Gefühl auch das Ungeheuerste dieses Erlebens und Erleidens

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Zur Stunde der Jahreswende Horen wir den letz­ten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beet­hoven mit dem großen Schlußchor. Anschließend wird dasBekenntnis" von Clausewitz verlesen. Um 24.00 Uhr ertönt mit dem Stundenschlag dis Deutsche Glocke am Rhein. Der Rundfunk über­trägt am 1. Januar, von 11 bis 12 Uhr, die tradi­tionelle Neujohrssendung der Hitler- Jugend. Im ersten Teil der Sendung fingen die besten deutschen Jugendchöre das neue Jahr ein, unter ihnen der. Dresdner Kreuzchor, der Tho­manerchor, die Regensburger Domspatzen, die Wie­ner Sängerknaben, die Rundfunkspielfcharen Wien, Berlin und München. Dann wird die Neujahrs^ boffchaft des Reichsjugendführers übertragen

Gedämpfte Stimmung in Washington.

Schwierigkeiten Pes Nordafrika-Feldzuges»

Lissabon, 30. Dez. (Europapreß.) Die nord» amerikanische Presse unterstreicht immer wieder, daß der Krieg in Nordafrika noch längst nicht ge» wonnen sei und wahrscheinlich mehr Opfer und Anstrengungen erfordern werde, als viele anfangs geglaubt hätten. Hüll habe am Montag auch Vertreter derkämpfenden Franzosen" empfangen und ihnen den amerikanischen Standpunkt klarste- macht, wonach die Einigkeit unter den verschie­denen Truppen nur auf dem Schlachtfeld erziel? werden könnte und augenblicklich keine onbereit Fragen als rein militärische zur Debatte ständen. Die Schwierigkeiten, die die Bewaffnung und Versorgung der Truppen in Nordaftika bereiten, wurden im Weißen Hause mit den Ge­neralen Bethouart und Dubreuil, der französisch- nordafrikanischen Mission, besprochen. Roose­velt erklärte der Preße, es wurden alle erdenk­lichen Ansttengungen gemacht, um Material für alle in Nordafrika kämpfenden Männer heranzu- schaffen. Bei den Franzosen gebe es da aber Schwierigkeiten, da sie Gewehre von einem von dem der Nordamerikaner und Brtten verschiedenen Kaliber benutzen.

Auch der militärische Mitarbeiter der Londoner Times", Cyrill Falls, schreibt in der Zeitschrift Jllustrated London News", diejenigen, die gehofft Hätten, daß ,zum Jahreswechsel nicht ein einziger feindlicher Soldat in Tunis stehen werde, seien »tief enttäuscht worden. Nach allem, was man höre und lese, seien die englisch-arnerikantschen Ope- rationen durchaus nicht so planmäßig verlaufen, wie man dies gerne annehmen würde. Ebenso irreführend wäre es, von einer Ent­lastung für die Sowjets durch die Operationen in Nordafrika zu sprechen. Die sowjetischen An- ariffe solle man nicht überschätzen. Es sei den Sowjets nicht gelungen, auch nur eine einzige Schlüsselstellung einzunehmen. Man sehe in Eng­land zu leicht darüber hinweg, daß die Sowjets außerordentlich große materielle ' Verluste zu den bereits früheren erlitten hätten. Außerdem sei ihrs Dersorgungslage in diesem Winter erheblich schM^ tiger Äs in dem vorherigen^

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