Ausgabe 
31.12.1942
 
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192. Jahrgang Nr. 307 giiAwni idfliictf auke, eonntrme imh Feiertag# Hetln^en:

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General-Anzeiger für Oberhefsen l**«*rr«*elWre?tlM

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Gießener Anzeiger

Der deutsche Weg in ein neues Jahr.

Von Franz Schauwecker.

Es verlohnt wohl, am 1. Januar, wo die Erde wieder auf den gleichen Punkt zurückgekehrt ist, den sie vor einem Jahr innegehabt hat, einen Blick zuruckzuwersen und einen Blick voraus zu tun Denn lrt)er Wendepunkt des Lebens birgt im Abschluß seines Kreislaufes Ende und Beginn, und auf jedem solcher Marksteine der Geschichte pflegt die Auf­forderung zur Rechenschaft verzeichnet zu sein, da- mit man aus den gewonnenen Erfahrungen lerne und sich zu neuer Tat rüste. Vergangenheit, Gegen- wart und Zukunft schmelzen hier in einem Tiegel zusammen, dem etwas «mm Prophetie und Ahnung Mnewohnt.

an Führung und also das Irre- und Jns-Leere- Gehen des Gehorsams. Denn der letzte Gehorsam, der immer freiwillig ist, wenn die tiefste Rot kommt, der war da. Er fand nur nichts, an das er sich halten konnte.

Das wissen wir heute, wenn wir dem kommenden Jahr entgegensehen: die Führung ist da, und die Zuversicht ist gleichfalls da. Der große Augenblick des zweiten Weltkrieges wird wieder ein großes Geschlecht finden, richtig geleitet durch die richtige Führung am richtigen Platz. Niemals und unter

feinen Umständen hat der Deutsche eine Sache ver­loren gegeben. Mag ihm auch mancher Plan zer­brochen und manche Hoffnung verringert worden fein, niemals gab der Deutsche den Kampf auf, und mit immer erneuter Kraft trieb er feine Keile durch jeden Widerstand an das Ziel und zum Siege.

Die fraglose Pflicht aus innerer Notwendigkeit, die auf Glanz und Entgelt verzichtet und mit guten Posten nicht zu ködern ist, ist eine der deutschen Vor­aussetzungen für die Erneuerung. Der Deutsche ist fein Wesen, das stetig in sich selber beharrt, sondern es verlangt ihn danach, sich immer wieder aus sich selbst neu zu gestalten. Das geschieht nicht aus der Sucht nach Neuerung, sondern es entspringt unserem Drang zum Wandel und dem Reichtum der uns gegebenen Möglichkeiten. Es ist die Fülle, welche die Kraft sichtbar bestätigt.

Die Formen des Lebens zerfallen, jedoch der Sinn bleibt und schafft sich in der großen Ueberlieferung >er Geschlechter, im Erbe des Blutes neue eigene Jarmen. Gleich dem Vogel Phönix der alten Sage teigt die Erscheinung dieses Sinnes unseres Blutes und unseres Volkes aus der Asche der Vergangen­heit.

Und wenn wir an diesem ersten Tage des neuen Jahres, so nahe dem Weihnachtsfest und der läng­ten und dunkelsten Nacht des alten Jahres zurück- -licken auf dieses vergangene und weiter noch, viel weiter in die Jahresläufe unserer Geschichte, die den Jahresringen eines mächtigen Baumes gleichen, dann, ja dann sehen wir immer wieder, daß das Leben unseres Volkes ein beständigerKampf gewesen ist, jener Kampf, der allein imstande ist, das Errungene sich dadurch zu erhalten, daß er es neu formt, daß er es unaufhörlich verwandelt, Ge-

taltenwandel des Deutschen im großen Fluß des Verdens, der sich zuletzt im urkundenlosen Dämmer ler Geschichte verliert.

Ueberall und immer werden wir gewahr, wie dieses deutsche Volk wohl Rückschläge erlitt, aber wie ts sie immer von neuem überwand und wie es selbst aus dem scheinbar Giftigen neue Nahrung sog. Ständig zeigt uns der Rückblick, der vieles klarer und durchdringender schaut, daß dieses deutsche Volk in Schicksalsschlägen sich härtete, und daß es sich unter dem Druck straffte, denn es ist der Druck, welcher die Welle hebt. Der Sturm löscht die kleinen flammen, aber die großen Feuer schürt er, daß das panal ihres Glanzes, von den Wolken zurückgewor- jen, weithin sichtbar sein wegweisendes Licht ver­kündet.

Mit Adolf Hitler für Freiheit und Brot

Der Aufruf des Gauleiters zum Jahreswechsel.

Nattonalsozlalislen In Hessen-Nassau!

Männer in der Front der Wehrmacht!

Männer und Frauen in der Front der Heimat!

Ein Jahr sieghafter IDaffenerfolge der Front und erfolgreichster Arbeitsanstrengung der Heimat liegt hinter uns. Es brachte uns zu unserem ideellen Dorrang die endgültige Sicherung unserer materiellen liebe rl egen beit. Der hunger und die Rohstosffnappheit, zwei Faktoren, auf die der ftriegsplan unserer Feinde vor allem aufbaute, find durch die raumerweiternden Schläge unserer Wehrmacht für immer überwunden. Die Zelt aber wurde damit zu einem verbündeten der Achsenmächte und wird ihr Eager nicht mehr wechseln.

Aus dem festen Fundament dieser Erfolge treten Front und Heimat in das Kriegsjahr 1943. Es wird uns an Opfer und Härten gewiß nichts er­sparen, es wird in verstärktem Maße Mut und Treue, ein starkes Herz und gläubiges Vertrauen

erfordern, es wird mehr als einmal von uns ver­langen, die Ohren steif zu hallen.

wir aber wissen, daß dieser Kampf um die Existenz unseres Volkes, um das Eeben jedes einzelnen schlechthin, geführt wird, wir brauchen daher weder Vesehl noch Aufmunterung zu einer Haltung, die über die nationale und so­ziale Zukunst oder die Vernichtung des Reiches entscheidet, wir kennen das Gebot der Stunde und werden es mit den altbewährten nationalsozialisti­schen Tugenden erfüllen.

In fester Kameradschaft vereint sieht bas deutsche Volk dem Jahre 1943 mit voller Siegeszuversicht entgegen. Mögen seine Kämpfe noch fo hart fein, immer werden sie die Niederlage des Feindes vergrößern, uns aber dem Endsieg näherbringen.

Der Gau Hessen-Nassau grüßt somit das neue Jahr unseres Freiheitskampfes mit dem allen Kampfruf der Bewegung:

Mit Adolf Hitler für Freiheit und Brot!

Sprenger.

Dem Schicksal ins Auge sehen.

Geist und Blut find es, die sich den Körper bauen, nicht nur den Körper, sondern auch das Reich und die Herrschaft.

Es war in Deutschland immer so, daß sich die ge­schichtliche Entwicklung nicht gleichmäßig und rei­bungslos vollzog, wo Frankreich und England dem­gegenüber ein weit größeres Beharrungsvermögen Und eine viel festere Stetigkeit zeigten. Auf wie vielen Marksteinen und an wie zahlreichen Schlag- bäumen gefährdeter Grenzen Deutschlands aber stand, ehern vom Griffel der Geschichte eingegraben, das Wort: Beginnt von vorn! Immer wieder gehorchte der Deutsche diesem Schicksalsrufe seines Volkes. Die Besiedlung der Ostmark im Mittelalter, die Freiheitskriege, die Gestalten Friedrichs des Großen und des Prinzen Eugen, der zugleich ein Retter Deutschlands vor dem verheerenden Ansturm des orientalischen Ostens und ein Bewahrer vor dem unnatürlichen Machtanspruch des französischen We- stens wurde, die Ueberwindung des verlorenen ersten Weltkrieges und all dessen, das danach hereinbrach, all dies kündet davon.

Vorgänge wie die Flucht und Verzweiflung Lu- thers, die Haltung Friedrichs des Großen nach Kolin und dem Ueberfall von Hochkirch, die Verbannung des Freiherrn vom Stein, die furchtbare Verein- samung Nietzsches, Taubheit und Unglück Beethovens beleuchten blitzartig diese deutsche Situation der Krisen und drohender Katastrophen. Und die Tat Luthers, der Sieg Friedrichs II., das Werk Steins und Nietzsches, die Musik Beethovens unmittelbar danach und mitten darin setzen den Gegenstand in das hellste Licht. Es war immer ein Trotzdem, ein Trotzalledem, in dessen Zeichen diese Siege er- jochten, diese Arbeit geleistet und dieses Werk ge­schaffen wurde. .,. ,

Und wir?! haben wir das nicht am eigenen Leibe erlebt? Als damals im ersten Weltkrieg alles zu­grunde zu gehen schien, da wirkte im besten T fe Volkes die Kraft von Blut und Erde 'n der trost­losesten Verlassenheit zum erbittertsten Wder tand trotzalledem. Und dabei fehlte es an bet cr^elh den Führung! Das gab damals den Ausschlag für den Verlust des Krieges. Nur dieses: der M a n g e l

Von Jürgen Hahn-Butry.

Zwei grundsätzlich verschiedene Auffassungen hat es schon immer gegeben, mit denen die Menschen in ein neues Jahr gehen: die einen vertrauen blind ihrem Schicksal und sind von vornherein davon überzeugt, daß das neue Jahr als ein gutmütiger Freund zu ihnen tritt, dem sie nur die Hand zu geben brauchen, damit er sie zu allem führt, was sie sich erwünscht« und erträumen. Sie haben auch nichts vom verflossenen Jahre gelernt, sie haben Enttäusckunaen und harte Lehren vergessen und meinen, daß ihr blinder Optimismus eine Stärke ihres Charakters fei.

Die anderen nehmen das Leben oerantroortungs- ernster und schwerer. Sie prüfen am eigenen Ich die Fehler und Schicksalsschläge des vergangenen Jahres. Sie wissen, daß jeder noch so gute und starke Wille, jedes Streben und Begehren nicht nur von ihnen selbst, sondern auch von Dingen abhängt, die außerhalb der eigenen Person liegen. Sie sind dankbar, daß sie die Kraft fanden, ihre Aufgaben zu meistern und alles Schwere des alten Jahres au überwinden, und sie wappnen sich innerlich, um bereit zu sein, noch Schwereres zu tragen, wenn das Schicksal es von ihnen verlangt.

Die Stunden der Jahreswende im vierten Kriegs- winter unseres Freiheitskrieges sind wohl dazu an­getan, zu prüfen, mit welcher der beiden Auf­fassungen wir mehr und besser uns selbst und un­serer Gemeinschaft dienen. Wer das deutsche Volk für eine Gemeinschaft in den Tag lebender Menschen hielte, der müßte wohl sagen, daß ein sorgloser Optimismus eine rechte Parole für das Jahr 1943 fei. Und es gibt gewisse Hohlköpfe, die der lieber- zeugung sind, der Krieg ließe sich am leichtesten er­tragen, wenn man fest daran glaubte, er sei be­stimmt in einem halben Jahre zu Ende. Wie klein und arm stehen doch diese Menschen vor der Größe des deutschen Schicksals? Ihr kleines bedauernswer­tesIch" wird zum Nichts vor jedem Soldaten an der Front.

Wieviel stärker und sicherer stehen da die anderen, die das kommende Jahr ernst und verantwortungs­

bewußt nehmen vor der Gemeinschaft ihres Volkes und vor sich selbst! Sie brauchen keine Krücken des blinden Optimismus, auf denen sie ihren Aufgaben entgegenhumpeln. Sie wünschen natürlich, wie jeder Mensch, ein Ende dieses Krieges, aber sie brauchen keinen Termin und fragen auch nicht danach. Sie wissen auch, daß es im Kampf auch für den Tüch­tigsten und Tapfersten Rückschläge geben kann, und darum fürchten sie auch keine Rückschläge des Krie­ges, wenn solche kommen sollten. Sie wissen, daß es für uns im Kampf auf Leben und Tod das Wort Unmöglich" nicht geben darf und daß auf die Dauer nur dem das Schicksal einen bleibenden Er­folg gönnt, der ihn sich schwer erkauft und ihn stän­dig behaupten kann. Sie wollen keinen Rosenschleier vor ihnen Augen tragen, sie wissen um die Not­wendigkeit des Opfers und wappnen sich als Kämp­fer mit harter Zähigkeit, die kein Ermüden und kein Nachgeben duldet. Sie können verzichten und können Entbehrungen gelassen hinnehmen, weil sie glasklar sehen, daß dieser Krieg für das ganze Volk auf Leben und Sterben geht.

Dies aber allein ift die Auftastung der Starken an der Front und in der Heimat, ist die innere Haltung, die wir brauchen, um den Krieg zu ge­winnen. Wer nur einmal mit sehenden Augen in das Antlitz des Bolschewismus geschaut bat, für den ift die Frage nach der Punktzahl der Äleiderkarte ebenso unwichtig wie die, ob er noch mehr und noch länger zu arbeiten hat. Dem ift es lieber, daß der Krieg noch zehn Jahre dauert, als daß je ein sow­jetischer Soldat seinen Fuß auf den heiligen Boden des Reiches setzte. Diese tiefe innere Ueberzeugung und die Erkenntnis der eisernen Notwendigkeit der höchsten Bewährung jedes einzelnen in diesem Krieg, den man unserem Volk aufzwang, bestimmt feine Haltung in allen Dingen. Aus ihr wächst die Quelle feiner Kraft, die einfach nicht erschöpfen kann, so­lange er lebt.

Wie die Güte des Erzes sich erst im Feuer er­weist, so ist dieser Krieg die große Prüfung der Charaktere. Die Starken und Wertvollen halten als

Deutschland an der Jahreswende 1939/40 und 1942/43.

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Jahreswende.

Ein Jahr harter Arbeit, schweren opferoollen Ringens versinkt für unser deutsches Volk ins Meer der Vergangenheit, ein neues zieht herauf, von dem wir nur das eine wissen, daß es uns nichts geben kann, was nicht durch Arbeit und Kampf verdient wäre. Im Augenblick der Scheidung und Ver­knüpfung der Jahre halten wir, so wenig sie im dramatischen Ablauf des l^riegsgeschehens eine Zäsur bedeuten, den Atem an, nicht um dem Verrinnen der Zeit müßig zu Faunen, sondern um uns auf das zu besinnen, was die Stunde von uns fordert. Sie fordert Dank einem gnädigen Gott, der unsere Waffen segnete und unser Volk stark machte, daß es an der Front und in der Heimat die Proben der Bewährung bestand und vor neuen Aufgaben den Mut nicht sinken ließ, sondern sie mit Ernst und Zuversicht anpackte in dem unbeugsamen Wil­len, unser Schicksal zu meistern und mit dem Sieg unserer Waffen und unserer Hände Arbeit das Reich zu bauen, das uns und unseren Kindern Raum und gesicherte Lebensmöglichkeit in einer glückverheißenden Zukunft bieten soll.

Und Dank fordert diese Stunde den toten Helden^ die an allen weit gespannten Fronten dieses Krieges in stiller Pflichterfüllung mit beschämender Selbst­verständlichkeit ihr Leben gaben, auf daß wir leben dürfen. Aus ihrem Opfer quellen immer neue Ströme innerer Kraft in unser Volk. Ihr Beispiel selbstloser Hingabe ist ein steter Aufruf für uns, es ihnen gleich zu tun in gläubiger Zuversicht und phrasenloser Pflichttreue, ihrer würdig zu werden in steter Einsatzbereitschaft für Volk und Reich. Ihr Vorleben und Vorsterben schärfe uns den Sinn für den Ernst und die Größe der Zeit, in die wir ge­stellt sind. Ihre Tapferkeit des Herzens mache uns stark und geduldig, zu tragen, was uns auferlegt wird. Ihr Vertrauen in den Sieg unserer guten Sache verpflichte uns zu letzter Anspannung und äußerster Härte gegen uns selbst. So werden wir mit dem Blick auf sie auch die schwersten Anfor­derungen zwingen, die dieser Krieg an uns steilem sollte, denn wir alle sind Bürgen dafür, daß aus ihrem Tod ein tausendfacher Segen werbe für unser Volk und sich auf ihrem Opfer das Reich er­hebe, für das sie stritten und fielen.

*

Das Jahr 1942, dessen Tore wir mit diesem Oe- löbnis verlassen, begann mit klaren Fronten in der weltpolitischen Konstellation der Mächte. Wenigö Wochen vor Jahresbeginn hatte Japan mit seinem Eintritt in den Krieg einer Kette unerhörtester Provokationen ein Ende gemacht, die die Ber­einigten Staaten, in völliger Verkennung des Kraftgefühls und Selbsthewußtseins sowohl wie der tatsächlichen militärischen und wirtschaftlichen Stärke des japanischen Volkes, gemeint hatten, die­sem ungestraft bieten zu können. Die Bereinigten Staaten haben diese leichtfertige und überhebliche Mißachtung der gerechten Ansprüche einer bis zur äußersten Grenze des Möglichen friedfertigen und geduldigen, bann aber kraftvoll und zielbewußt han­delnden Nation in wenigen Monaten mit dem völligen Verlust ihrer Stellung im pazifischen Raum bezahlen müssen. Und mit den Bereinigten Staaten hat auch England, das sich in feiner Politik gegenüber Japan trotz manchen Zögerns schließlich doch ganz von Roosevelt ins Schlepptau hatte nehmen lassen, mit feinen wichtigsten strate­gischen Positionen in Ostasien auch Länder ein- gebüßt, deren märchenhafter Reichtum einst das wirtschaftliche Rückgrat des Empire gewesen waren. Nachdem noch am Weihnachtstage des Jahres 1941 die britische Festung Hongkong vor der süd- chinesischen Küste von japanischen Truppen gestürmt worden war, brachten die Feldzüge in den

nationalsozialistische Kämpfer die Zukunft des Rei­ches fest in ihren Händen, daß die wenigen Schwan­kenden und Zagenden, die über die ßeiterfproffen ihres blinden Optimismus von Halbjahr zu Halbjahr mitstolpern und über die Dauer des Krieges debat­tieren, nichts zu bedeuten haben. Da aber der totale Krieg auch die totale seelische Mobilisierung unseres Volkes verlangt, fordert die Gemeihschaft auch von ihnen die endliche Erkenntnis. Gerade ihnen aber wird die Lehre von der unabwendbaren Schwere dieses Krieges den Weg zur Einsicht öffnen. Die völlige Mobilmachung der Menschen als Soldaten und Arbeiter ist heute ebenso durchgeführt wie die Inanspruchnahme aller unserer wirtschaftlichen Werte für den Krieg. Das Jahr 1943 verlangt von uns die totale Mobilmachung der deutschen Seele, die Inanspruchnahme ihrer inner st en und edelsten Kräfte. Das gute Gewissen gilt es im letzten Volksgenossen immer von neuem auf- zurütteln, damit nicht einer fehle in der großen Front der Hingabe an die Nation. Ist da nicht manch einer, der sich bei ernster, innerer Besinnung sagen muß, daß er noch mehr, noch Besseres leisten konnte? Auch die beste Organisation der Nation kann die Kräfte eines Volkes nur dann total mobili­sieren, wenn die tiefe innere Ueberzeugung, daß es um Leben und Sterben geht, in jedes einzelnen Herzen Raum gefunden hat.

Wir werden diesen Krieg zu dem uns vom Schick­ai gegebenen Zeitpunkt gewinnen. Nicht, weil wir die todesmutigsten Soldaten und die besten Waffen, onbern vor allem weil wir die stärksten Her­zen und den größten Glauben haben. Die Stärke der Herzen und die Kraft des Glaubens an die Nation find die Bürgen unseres Sieges. Sie schaffen den nicht nur todesmutigsten, sondern auch den überlegenen Soldaten, und sie führen die Hand des Rüftunasarbeiters im schweren Schaffen.

Wir glauben mit höchster Zuversicht an den Sieg, weil wir bereit sind, alles für ihn einzusetzen und zu wagen. Nie verlöschbar sehen wir ihn vor unseren Augen leuchten und strahlen. Und so fassen wir uns noch fester an den Händen. Und marschieren. Mar- schieren durch neue Tage, Wochen und Monde. Marschieren ohne Frage nach allem Schweren des Weges oder nach seiner Länge. Denn das Licht un­serer Zukunft und Freiheit leuchtet uns, und mir Deutschen glauben an das Licht, und daß wir sein» -Kinder (inbl