28.August wurde ein Landungsversuch auf ägyptischen Küste wurde ein britischer Zer-
der Insel Cerigotto (nordwestlich von Kreta) von
st ö r e r von einem MAS. torpediert und beschädigt.
Die Schlacht um Rschew
Oer Wehrmachtbericht
Wie
aus
Starke Stellungen bei Stalingrad durchbrochen
so beherr
Der Wehrmachtbericht vom Samstag
Wendell Willkie nach Afrika unterwegs
ire
wit worden.
einer kleinen feindlichen Abteilung durchge führt, die durch den sofortigen Einsatz unserer Besatzung in die Flucht geschlagen wurde. Vor der
Unerwartet tt Stemb ;lm verlieret
DRV. 30. Aug. bekannt:
Südlich des unteren Kuban dringen deutsche und rumänische Truppen gegen starken feindlichen Widerstand in schwierigem Gelände weiter vor. 3m Raum von Stalingrad durchstießen Infanteriedivisionen und Schnelle Ver- bände, durch starke Kräfte der Luftwaffe unterstützt, stark ausgebaute Stellungen und brachen in harten Kämpfen tief in das feindliche Befestigungssystem ein.
Südwestlich Kaluga wurden wieder Angriffe starker feindlicher Infanterie- und Panzerverbände abgewiefen. Bei Rschew versuchte der Feind auch gestern unter Einsatz starker Kräfte die Front zu durchbrechen. Anter Mitwirkung der Luftwaffe wurden alle Angriffe, zum Teil im Gegenstoß, abgeschlagen. Rach einmonatiger Dauer der Schlacht um Rschew ist es den. Bolschewisten trotz massierten Einsatzes von Menschen und Material von vier bis fünf Armeen nicht gelungen, die deutsche Front zu durchbrechen. Der Geländegewinn des Gegners steht weder taktisch noch operativ in irgendeinem Verhältnis zu ihm hierbei zugefügten Verlusten an Menschen und Material. Alle Behauptungen der Sowjets über einen gelungenen Durchbruch sind falsch. Die Front
vom Sonntag.
Aus dem Führerhauptquartier, Das Oberkommando der Wehrmacht gibt
Deutsche Infanteriedivisionen und schnelle Verbände durchbrachen im Raum von Stalingrad in schneidigem Angriff seit langem stark aus gebaut e Stellungen und stießen in das befestigte System vor. Das schluchtenreiche Gelände um Stalingrad bot den Bolschewisten an und für sich schon ein von Natur geschaffenes Verteidigungsfeld. Darüber hinaus wurden zum Schutz der/bedeutsamen großen Industriestadt mehrere st a r k befestigte Verteidigungsringe in einer Ausdehnung von mehr als 30 Kilometer Tiefe ausgebaut. Bunkersysteme, die unter Ausnutzung des Naturgeländes geschickt in die Verteidigungsringe eingestreut sind, geben diesem Gebiet das Gepräge einer starken Festung.
In diesem festungsartigen Gelände entwickelten sich harte Kämpfe mit verbissen sich wehrenden feindlichen Gruppen. Zäh verteidigten die Bolschewisten Bunker um Bunker, aber nichts konnte den deutschen Stoß aufhalten. Der Feind wurde vernichtend geschlagen. Wo er sich erneut zum Kampfe stellte, wurde er angegriffen und nufge=
Lissabon, 30. Aug. (Europapreß.) Wendell Willkie ist nach einer Meldung aus Neuyork zu seiner im Auftrage des Präsidenten Roosevelt unter, nommenen Reise nach den Ländern des Nahen Ostens und der Sowjetunion gestartet. Wie aus Rio de Janeiro berichtet wird, ist er mit dem Flugzeug bereits i n N a t a l eingetroffen. Von dort will er quer durch Afrika Weiterreisen.
Portugal wird dir Azoren verteidigen.
dankens Iben. Ihnen ;t zurechtge benommen, iibt, durch enssremdes (fall wird
1 SBerfügum chte im Uri in erkennen
Kuns
rssinnig au von dener .er ist der jenen, Ml
DRV. Aus dem F ü h rerh a u pl qu arti er. 29. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Kaukasus durchbrachen deutsche und verbündete Truppen in mehreren Kampfabschnitten zäh verteidigte feindliche Stellungen. Im Gebirge versprengte Kampftruppen des Feindes wurden vernichtet. Im Raum von Stalingrad sind die deutschen Truppen in fortschreitendem Angriff gegen zum Teil stark ausgebaute feindliche Befestigungen. Sie wiesen dabei mehrfache Gegenangriffe ab. Bei Tag- und Rachtangriffen der Luftwaffe auch gegen die rückwärtigen Bahnlinien erlitten die Sowjets wieder schwere Verluste. Auf der Wolga wurden zwei Tanker in Brand geworfen und zwölf Frachtschiffe beschädigt.
Südwestlich Kaluga griff der Feind mit starken, von Schlachtfliegern unterstützten Infqn- terie- und Panzerkräften an. Die Angriffe wurden von Verbänden des Heeres und ter Luftwaffe in
Roosevelt hatte Besprechungen mit den Ober» befehlshabern der USA.-Wehrmacht. An der Konferenz nahmen ferner der Generalstabschef Admiral L e a h y, der Chef des Produktionsamtes Donald Nelson, sowie der persönliche Berater des Prä- fibenten Harry Hopkins teil.
Oie LlGA.-Kriegsbürokraüe funktioniert nicht.
ist geschlossen, Angriffskraft des Feindes mehr und mehr erlahmt. Seit dem 3D. Juli wurden in diesen Kämpfen 1572 Sowjetpanzer abgeschossen, teils von Flieger- und Flakverbänden der Luftwaffe zerstört oder im Rahkampf vernichtet, 547 Flugzeuge bei 25 eigenen Verlusten zum Absturz gebracht und zahlloses Rlalerial durch dos deutsche Abwehrfeuer und die Angriffe der deutschen Luftwaffe zerstört. Die blutigen Verluste des Feindes find außerordentlich hoch. Südlich ter Ladogasees verlor der Gegner bei weiteren vergeblichen Angriffen 21 Panzer. In der vergangenen Rächt führten Sowjetbomber, zum Teil in großer höhe, Störflüge über Rordoft- deutschland durch. Durch planlose Bombenabwürfe entstanden an einigen Stellen geringe Schäden.
In Rordafrika wurden durch deutsche und italienische Jagdflugzeuge und durch Flakartillerie zwölf britische Flugzeuge abgeschofsen. Im Seegebiet von El Daba wurde ein britischer Zerstörer durch Bombentreffer beschädigt. Deutsche Kampf- flugzeuge versenkten südlich Korfu ein britisches Unterseeboot.
Bei Einflügen britischer Verbände in die besetzten Westgebiete wurden gestern in Luftkämpfen fünf feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste zum Absturz gebracht. Im Kampf gegen Großbritannien griffen deutsche Flugzeuge bei Tage Industrie- und Versorgungsanlagen in Süd- und Ostengland sowie Schifssziele an der englischen Kanalküste an. Ein britisches Handelsschiff von 5000 BRT. und ein Ge- leitboot wurden durch Volltreffer versenkt. Ein weiteres Geleitboot blieb schwer beschädigt liegen.
Kairo gemeldet wird, besteht die Aufgabe des zum zweiten britischen Minister für den Nahen Osten mit dem Dienstsitz in Kairo ernannten Lock, Moyne vornehmlich darin, die Hilfsquellen bet Nahostländer unter britischer Kontrolle intensiver als bisher für bi e britische Kriegführung zu erschließen. In diesem Sinne hatte be>, reite Minister Casey ein Rundschreiben an dic britschen Zivil- und Militärdienststellen erlassen, worin darauf hingewiesen wurde, daß angesichts der zunehmenden Tonnageschwierigkeiten die 23er« sorgungsbedürfnisse der Nah-Ost-Armee stärker all bisher aus dem kontrollierten Raum gedeckt werden müßten.
abgestellten Flugzeugen entslanten ausgedehnt! Brände. Bei wiederholten feindlichen Luftangriffei auf deutsches Geleit im INittelmeer wurden durch Bordwaffen sieben von 24 angreifenden britischer Bombenflugzeugen abgeschofsen. Der Geleitzug er reichte unbeschädigt seinen Bestimmungshafen.
Zwei britische Flugzeuge, die am 28.8. nach West deukschland über die Deutsche Bucht einflogeu, wurden im Luftkampf zum Absturz gebracht, fünf wei tere bei Einflügen in die besetzten Westgebiete ab geschossen. In der. vergangenen Rächt führten Verbände der britischen Luftwaffe Stürangriffe auf füb- und füdwestdeutsches Gebiet durch. Die Zi vilbevölkerung hatte Verluste. In Wohnvierteln einiger Städte entstanden Sach- und Gebäude schäten. Rachtjäger und Flakartillerie schossen nati den bisherigen Meldungen 32 der angreisenden Bomber ab. Im Kampf gegen Großbritannien griffen deutsche Flugzeuge bei Tag und Rächt kriegswichtige Anlagen in Südwest- und Rordostenglan^ mit beobachteter guter Wirkung an.
unserer Stellungen durch. Flakartillerie zerstörte' vier angreifenbe Flugzeuge. 2üi)t weitere wurden von Jägern abgeschossen. In der Nacht zum
vorbildlichem Zusammenwirken in harten Kämpfen abgeschlagen. Eingebrochener Feind wurde im Gegenstoß unter hohen blutigen Verlusten auf seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. In diesen Kämpfen wurden 111 Panzerwagen vernichtet, davon 91 allein im Abschnitt einer Panzerdivision. Auch bei R s ch e w brachen erneute Angriffe starker feindlicher Kräfte im Gegenstoß deutscher Truppen und im zusammengefaßten Angriff von Kampf- und Slurzkampfgeschwadern zusammen. Südlich des Ladogasees wurden wiederholte Durchbruchs- versuche des Feindes im Gegenangriff zum Stehen gebracht. Im Finnischen Meerbusen belegten Kampflugzeuge einen Jnfelflugplah mit Bomben und beschädigten fünf feindliche Bewacher.
In Rordafrika und über ter Insel Malta wurden in Luftkämpfen drei britische Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen in der Rächt britische
Oie Auspressung des Rahen Ostens
Ankara, 29. Aug. (Europapreß.)
es Recht es Recht benwahr
Marschleistungen jedes Tages minimal, ja an manchen Tagen überhaupt gleich Null, weil beharrliche Südwinde die geringen Fortschritte vernichteten, die das Menschenhäuflein im Kampfe gegen das Els errang. Nach zwei Monaten hatte man nicht mehr als 15 Kilometer zurückgelegt. Ab und zu konnten schmale Risse zwischen den Eisschollen mit den Booten überquert werben, aber auch bas nur unter großer Mühsal, und dafür machte an anderen Tagen das Schmelzwaffer auf dem Eise jede Fortbewegung unmöglich und zwang die Männer, still im Boot liegen zu bleiben und besseres Wetter abzuwarten.
Mitte Juli trat endlich günstiger Norbostwind ein, die Risse und Kanäle im.Eise wurden länger und breiter, so daß man regelmäßiger die Boote benutzen konnte, ohn.e fürchten zp müssen, daß sie zwischen den Eisschollen zerquetscht würden, und am 15. August erreichte die tapfere Schar das so lang ersehnte offene Meer. Dieses galt es nun zu überqueren, um die nächste, 90 Kilometer entfernte Küste von Novoja Semlja zu erreichen, was mit den schwer beladenen offenen Booten nur bei günstigem Wetter möglich war. Vorher aber mußte ein schmerzlicher Abschied genommen werden: die Hunde, die treuen Kameraden und Helfer in der Not, mußte man zurücklassen und erschießen. Bei günstigem Nordwind kam schon am 16. August die von Brandung umtoste Küste in Sicht, aber erst am 19. fand sich eine günstige Stelle zum Landen. Die imt üppiger Vegetation bedeckte Küste schien den Erschöpften wie die lachende Flur Italiens. Aus gesammeltem Treibholz wurde ein mächtiges ijreutenfeuer angezündet, und nach einer dürftigen Wäsche in einem kleinen See und einer etwas besseren Mahlzeit eine kurze Rast gepflegt.
Dennoch war die Gefahr noch keineswegs vorüber Die zwingende Notwendigkeit, irgend ein Schiff ZU erreichen, ließ die kleine Schar bald wieder öje Boote besteigen und an der Küste entlang weiter fahren. Nun aber trat der gefürchtete Wetterumfchlag ein, ein frischer Ostwind erhob sich, die eee wurde bewegt, die Boote füllten sich mit Wasser. Der Proviant reichte nur noch für zehn
»t würbet im ?
ulet keine sondern ।
Lotte. 3d) ; Darin erschl «•breiteten
Die irakische Regierung hat von der britischen Regierung die Zusage erhalten, baß die irakische Armee -aus englischen Beständen ausgerüstet wird. Die irakische Armee erhält einige hundert Tanks, Bomber und Jagdflugzeuge, so« wie Transportwagen. Ferner soll eine britische -.....
Kommission die irakische Armee schulen. Die Kom« Wfüpl ?' Mission wird aus fünf Offizieren unter Führung stiem Yiervc eines Generals bestehen. * | f* ‘',,horr
JltiN“
m neuen
8*be i1
erlaß V nicht alles iae musst
rieben. Viele Gefangene wurden eingebracht. Immer wieder mußten zäh verteidigte Widerstandsnester genommen werden. Trotzdem gewann der kühne Angriff rasch an Boden. Mit welchem Schneid und Schwung der Angriff durchgeführt wurde, beweist die Gefangennahme des Stabes einer Sowjet- Schützendivision, der vollkommen überrascht, feinen Ausweg mehr finden konnte. Die Verluste des Gegners find schwer, die Beute an Kriegsmaterial aller 2{rt ist hoch, die Zahlen der eingebrachten Gefangenen steigt fast stündlich.
Beim Aufbrechen dieser Riegelstellung wurden die Truppen des Heeres von der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerschmetterten die befestigten Bunkerringe. Besonders Artilleriestellungen des Feindes wurden schwer getroffen. 32 Geschütze stellten ihr Feuer ein. Von Aufklärern frühzeitig erkannte Panzerbereitstellungen waren vernichtenden Bombenangriffen ausgesetzt. Der Feind büßte 13 Panzer schwerer Bauart ein.
fungen wieder in Angriff genommen, die während der Polarnacht fast ganz hatten ruhen müssen; außerdem wurde nach Kräften an dem Schiff gearbeitet, um es für den Augenblick feiner Befreiung aus dem Eise tauglich zu machen — einen Augenblick, der allerdirihs nie eintreten sollte.
Als die Gefangenen bereits resigniert dem zweiten Winter entgegensahen, erblickten sie am 10. August 1873 plötzlich im Nord osten ein völlig unerwartetes Alpen- und Gletscherland, die erste große Entdeckung, die seit 270 Jahren im europäischen Polargebiet gemacht worden war. Man gab dem neuen Lande den Namen Franz-Josephs-Land, mußte mit seiner Erforschung aber bis zum nächsten Frühjahr warten, nachdem der „Tegetthoff" dicht unterhalb der unbekannten Küste den zweiten Winter im Eise verbracht hatte. Am 10. März brach bann Payer mit sechs Begleitern unb bem mit brei Hunden bespannten Schlitten in bas Innere des Landes auf. Auf dieser und . zwei weiteren Schlittenexpeditionen drang er unter unsäglichen Strapazen und Gefahren zu der bis dahin unerreichten nördlichen Breite vpn 82 Grab 5 Minuten vor unb konnte feftfteüen, baß Franz-Josephs-Land ein von zahlreichen Fjorden durchsetzter Archipel war, der mit seinen Bergformen unb feiner Vergletscherung an Spitzbergen erinnerte, aber viel pflanzenärmer war als Spitzbergen, Grönlanb unb Novaja Semlja.
Da es keine Hoffnung mehr gab, jemals noch ber Umklammerung bes Eises zu entrinnen, so mußte man sich im Frühjahr 1874 enblich dazu entschließen, die Rückkehr in Hundeschlitten unb Booten zu wagen. Am 20. Mai versammelte sich die Mannschaft an den auf Schleifen gestellten unb daburch in Schlitten verwandelten Booten, die die Instrumente, Gerätschaften, Proviant usw. trugen. Bei Fackelbeleuchtung machte Payer noch eine letzte Aufnahme bes Schiffes, bas ihnen fast zwei Jahre lang Heimat gewesen war, unb bas sie nun verließen, um ben unsicheren unb gefahrvollen Rückmarsch anzutreten. Dieser erwies sich als schlimmer, als selbst die düstersten Ahnungen befürchtet hatten. Trotz übermenschlicher Anstrengungen waren die
Roo Mortfefcuni I5 SiLt Lei Ct «nein ? bie Lipp f und der
M verstrick hier, < ff ^efoat * "°ch < Mistes 2 9etö»r feg
Kr
**
Mel
feil il kbjgV ein
Tage, unb man mußte sich darüber klar werden: wenn sich mcht innerhalb 24 Stunden ein Boot Zeigte, so galt es, die Fahrt quer über das offene Meer nach Lappland zu wagen. Da endlich, am gb^b tes 24. 2^!!^, stieß man auf eine kleine Flfcherstottllle, die die Nordpolfahrer aufnahm und sie auf dem schnellsten Wege nach Norwegen brachte
Gemalte Reise«.
3uliu5 Ritter von Payer, der als deut- lcher Offizier an der Erschließung und Erforschung awie Kartographierung der Alpen wesentlichen Anteil hatte, auf dessen Anregung vor allem die Gronlond-Expedition 1869/70 unter Kapitän Kol- 0 e w e y unternommen wurde, der sich ehren in wissenschaftlichen Kreisen bekannten Namen durch die von ihm geleitete Polarexpedition in den Iah' reri 1872/74 erwerb, in denen er ein „neues Land" entdeckte, wurde am 1. September vor hundert Jahren geboren. An der Entwicklung Payers ist nicht so sehr die Tatsache interessant, daß er in I pater en Jahren, als er den Heeresdienst quittiert unb auch die Forschertätigkeit infolge gesunbheü- sicher Schwächung aufgegeben hatte, sich der Malerei zuwandte, als vielmehr die Wahl feiner Themen. Er schuf — heute zu Unrecht vergessene - Gemälde nach seinen Skizzen, die er während der Forschungsreisen entwarf, damals allerdings nicht mit ber Absicht, Kunstwerke zu schaffen ober auch nur vorzubereiten, sondern um der Wissenschaft zu dienen. Pgyer bewies zeitlebens eine ungeheure Energie, die auch in den letzten Schaffensjahren nicht verloren ging: er erblindete auf einem Augc, auch die Sehkraft des anderen ließ nach — trotzdem malte er. Ein Zeitgenosse des Offiziers, Alpinisten, Polarforschers und Malers wandte das Epigramm Theodor Fontanes, das dieser Adolf Menzel gewidmet hat, auf Julius von Payer an: „Gaben — wer hätte sie nicht? Talente — Spielzeug für Kinderk Erft der Ernst macht den Mann! Erst ter Fleiß das Genie!" Werner Lenz.
Lissabon, 30. Aug. (Europapreß.) „Portugal wird die Azoren oerteibiaen", stellt man in Lissabon noch einmal zu den im Auslände wieder aufgelegten E^rörterunden des Themas der Besetzung der Azoren
Haltung
Julius von Payer.
Zum 100. Geburtstage des deutschen Polarforschers.
Der Name Julius von Payer ist mit goldenen Buchstaben in die Geschichte der deutschen Polar- sorschung eingegraben. Auf einer über zwei Jahre lang dauernden Expedition im stündlichen Kampf gegen fast übermenschliche Schwierigkeiten hat dieser kühne Forscher mit den Seinen dem ewigen Eise viele seiner Geheimnisse abgerungen und endlich, nachdem sie oft genug den sicheren Tod vor Augen sahen, seine kleine Mannschaft wohlbehalten heimgebracht.
Mit seinem Kameraden W e y p r e ch t teilte sich ber damals fast dreißigjährige Oberleutnant Payer, 1 ber am 1. September 1842 in Schönau bei Teplitz geboren rourbe, in bie Führung ber österreichischen Expedition, die mit 24 Mann Besatzung auf bem eigens bafür erbauten Dampfer „Tegetthoff" am 13. JuUi 1872 von Bremerhaven aus in See ging. Schon der Anfang der Reise schien bedrohlich: viel ftüher, als man es erwartet hatte, zeigte sich das Eis, und schon im August, nach zehn- mädriger Fahrt, wurde nahe der Ostküste von Novoja Semlja der „Tegetthoff" von ihm eingeschlossen, um nie mehr frei zu kommen. Alle Versuche, durch Sprengung oder Durchsägung der Eisschollen den Dampfer aus feiner Umklammerung zu befreien, waren vergeblich; hilflos, nicht mehr als Entdecker, sondern als unfreiwillige Passagiere des Eises trieb die Besatzung nordwärts. Jagd auf Robben und Eisbären bildeten die einzige Abwechslung in diesem ersten Polarwinter, der durch Kälte und Dunkelheit und die Unbequemlichkeiten auf dem engen feuchten Schiff schwer auf den Gemütern der Leute lastete. Man kann sich daher denken, mit welchem Jubel die Sonne begrüßt wurde, als sie sich am 16. Februar zum erstenmal wieder über dem Horizont zeigte! Es wurden nun eifrig die wissenschaftlichen Arbeiten und Mes-
sicht, die beispielsweise noch zahlreiche (Befangene aus ber Schlacht um Tobruk zur Schau trugen. Dafür stellten uns einzelne Kanabier Fragen von erstaunlicher Naivität. Einer meinte: „Wir sind doch jetzt in Frankreich. Da muß boch irgenbroo auch Paris liegen. Ich möchte die Stadt gern sehen. Könnten Sie mich nicht bei passender Gelegenheit hinführen?" Ein anderer fragte, ob er nun, da er einmal in Europa fei, nicht auch gleich eine Rundreise über Berlin—Wien—Rom—Madrid zurück ins Lager machen könne, wenn er bem Lagerkommandanten einen Scheck auf feine Bank in Kanada 3ur Finanzierung ber Fahrt übergebe. Andere Gefangene find nur ernüchtert. Sie sahen, wie auf einem schmalen Küstenstreifen von hundert Metern Länge 600 ihrer Kameraden gegen die deutschen Befestigungen vorzugehen suchten und in wenigen Minuten vom Abwehrfeuer hingemäht wurden. Sie sahen, wie schwere 31-Tonnen-Tanks zwar an Land gesetzt werden konnten, bann aber wie bei einer Hasentreibjagb einer nach dem anderen abgeknallt wurde, ohne daß es ihnen gelungen wäre, auch nur in die Stabt einzudringen. Sie sahen, wie deutsche Sanitätssoldaten mitten im Feuer, trotz Tiefangriffen englischer Flugzeuge, Kanadier genau so wie Deutsche bargen unb verbanden.
Was ihnen bei ihren Jnvasionsübungen erzählt worden war, stimmte also nicht. Außerdem lag fast alles, was sie sich für ihren „Trip to Europe“ mitgenommen hatten, sinnlos auf bem Strand von Dieppe verstreut. Wir waren dabei, wie ein junger Student aus ben USA. mit einem wehmütigen Blick fein Notizbuch bei der Leibesvisitation abgab. Wir fanden, daß in ihm außer Adressen nur englische Redewendungen mit ihren französischen lleber- setzungen vermerkt waren, die von der gründlichen Vorbereitung ber Amerikaner für eine Invasion Frankreichs Zeugnis ablegen. Rund 25 Seiten bes Notizbuches sind nämlich Redewendungen folgender Art gewidmet: „Du siehst heute wundervoll aus." — „Willst du einen Spaziergang mit mir machen?" — „Sagst du auch' die Wahrheit?" — Liebst du mich?" — Bleibst du heute nacht bei mir?"
Als wir das Notizbuch zurückgaben, fielen mehrere Adreßfchilder aus hellbraunem Karton heraus. Auf ihnen stand gedruckt: Name des (Befangenen _____?
Wo gefangengenommen ....? Von wem gefangengenommen ...? — Es waren Adreßschilder, die sich der junge Amerikaner für die Gefangennahme deutscher Soldaten und die Erlangung der dafür ausgesetzten Prämien bereitgelegt hatte.
Den stärksten Eindruck machte auf die Gefangenen das während ihres Landungsversuches plötzlich ein- ,setzende starke deutsche Abwehrfeuer. Die Landungstruppen fühlten sich hilflos, so erklären die Gefangenen übereinstimmend, da sie dem deutschen Feuer, von dessen Stärke und Intensität sie völlig überrascht waren, nichts Gleichwertiges entgegensetzen konnten. Ein kanadischer Offizier sagte: Die Lage sei vom ersten Augenblick an, als sie versuchten, den Strand zu betreten, „höllisch" gewesen. Auch die Wiedereinschiffung habe zu einem völligen Durcheinander geführt. Manche Boote wagten infolge des heftigen deutschen Abwehrfeuers nicht zu landen, während die kanadischen Soldaten an Land im Bombenhagel der deutschen Luftwaffe auf die Einschiffung warteten. Mehrfach mußten, die Landungstruppen, wenn sie glücklich ihre Boote erreicht hatten, sie wieder verlassen, da sie ebenfalls versenkt wurden, Ein Gefangener erklärte: „Die Kämpfe waren heiß und erbittert. Ich wurde in der Hölle von Dieppe gefangengenommen. Es war furchtbar, schlimmer als in Dünkirchen. Das Meer war ganz von Blut gerötet. Von 6000 Mann sind 2000 Mann gefangen genommen worden. Der Rest ist nicht mehr auf dieser Welt. Das war gewiß fein Fest für uns. Neun Stunden lang durchlebten wir eine Hölle. Eher wollte ich in die Hölle, als nochmals eine solche Schlacht mitmachen." Ein anderer erklärte: „Nach drei Jahren Ausbildung ging alles in neun Stunden zum Teufel. Es war furchtbar. Don meinem Zuge von 40 Mann sind noch drei übriggeblieben. Die Deutschen hatten verteufelt gute Scharfschützen." Ader nicht nur die Gefangenenaussagey sind für uns von Interesse. Noch wichtiger sind die W a f f e n t y p e n aller Art, die die Briten, Kanadier usw. bei ihrer überstürzten Flucht auf dem Festland zurückgelafsen haben. Sie haben damit der deutschen Führung einen Einblick in hie neueste britisch-amerikanische Waffenproduktion gewährt, darunter befinden sich alle drei Typen des in England mit den größten Hoffnungen gebauten neuesten Panzerkampfwagens Marke „C h u r ch i 11".
Der italienische Bericht.
Rom, 30. Aug. (DNB.) Der italienifche Wehrmachtbericht vom Sonntag gibt u. a. bekannt: An der Aegypten-Front führte die britische Luftwaffe erneut Bombenangriffe besonders im Südabschnitt
Handschuh Dem „Han! « .das im ; k Winproi 5 Md im ei ^oren rund
-L y. •“w
' Mr Char n gern für «Margen r Art gestal fcn Pointen * des Theo
- j»ven.Film i J Berlin eir M Schule, I jjüfjne unt
N geschasst
Lissabon, 29. Aug. (Europapreß.) Nachdem Roosevelt erst kürzlich die Departements zu einer planvolleren Arbeit aufgefordert hatte, um den in der maßlos aufgebauschten Kriegsbürotratie Herr« sehenden Wirrwarr einzudämmen, hat jetzt her USA.-Produktionsdiktator Nelson ebenfalls seine Unzufriedenheit ausgesprochen. Er richtete einen Appell an sämtliche Abteilungsleiter, endlich voran zu kommen. Es fei nötig, die nordamerikanjsche Industrie, die für den zivilen Bedarf arbeitet, auf ein Minimum herabzuschrauben, soweit das mit der Moral des Volkes vereinbar sei. Nelson, dessen Absetzung wegen des enttäuschenden Zurückblei* bens der nordamerikanischen Kriegsproduktion hin» ter den angekündigten Ergebnissen in einflußreichen Kreisen Washingtons gefordert wird, will äugen* scheinlich mit diesem Appell die Schuld auf seine Untergegebenen abwälzen.
!i. Goebbels a Reichsminisi r regelmähi it dem ifa Alessandro Pi rag wurde
dem italh Ak" vor verwi ' «rde der dei
T 'en Kalibers an. In FtugplaßanlaM und zwischen MMiell-
■ ‘.....PL
[jpeC$
w


