Aus der Stadl Gießen. Theater der Llniversitätsfiadt Gießen
Walter Kollo: »Frauen haben das gern*.
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Als Abschluß dieses erfolgreichen Gießener Wunschkonzertes für das Kriegswinterhilfswerk wurde die Mitteilung gemacht, daß sich der Er« " trag der Veranstaltung auf 3 0072 RM. beläuft. Ein bedeutsamer Beitrag für das Kriegs« WHW., den die Besucher mit Beifall vermerkten.
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„Nein, danke. Wo soll ich Sie absetzen?" „Kommt gar nicht in Betracht. Ich komme so nach Hause. Sie fahren den kürzesten Weg m Ihre Garage. Oder soll ich Sie lieber begleiten?
„Nicht nötig, Hudal."
. Sie verabschiedeten sich. Fender dirigierte seinen Wagen behutsam durch das GroßstaLtgewuhl. Dann stellte er ihn in der Garage ab und schritt stmgiam zu seinem nahegelegenen Atelier. Die fünf Treppen waren heute eine rechte Dual. Fender schlich hinauf, als trüge er einen übervollen Milchtopf. Einmal blieb er auf dem Treppenabsatz stehen und preßte die Faust in den Leib, der noch immer keine Ruhe gab. Droben schlenderte er Hut und Mantel von sich kramte nach Tabletten und schluckte das Zeug gläubig hinunter. Dann warf er sich, wie er war, auf das Bett in dem anstoßenden kleinen Zimmer. Die Tabletten wirkten, er schlief ein. Als er nach einigen Stunden kurz erwachte, zog er Schuhe und Kragen aus und schlief sofort halb benebelt weiter.
©er VHC im-Jahre 1941.
Auf Anordnung des Verbandsführers des Vogels« berger Höhen-Clubs, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, wird die diesjährige (61.) Hauptversammlung des VHC. aus kriegsbedingten Gründen ausfallen. Dem in der Monatsschrift des VHC.
Der Vogelsberg" jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht über das 60. Geschäftsjahr 1941 ist u. a. zu entnehmen, daß der VHC. nach dem Stande vom 1 Januar 1942 in 35 Zweigoeromen 2358 Mitglieder zählte. Die stärksten Zweigvereine mit über hundert Mitgliedern bestehen in Darmstadt mit 280, Gießen mit 205, Lauterbach mit 174, Frankfurt a. M. mit 165, Offenbach a. M. mit 138. Schotten mit 137, Mainz mit 134 und Butzbach mit 113 DHCern. Die Wandertaügkeit der Zweigvereine wurde auch im Jahre 1941 nach besten Kräften aufrechterhalten-, insgesamt mürben von den Zweigvereinen im Jahre 1941 mit 2b« Wanderungen und durchschnittlich 445 Teilnehmern 128160 Personen in die heimatliche Natur geführt. Infolge des eingeschränkten Bahn« und Kraft« wagenverkehrs wurden im ganzen nur 213 521 Pedonenkilometer mit der Reichsbahn und 380
Konzert im Grünen.
Arast durch Freude" brachte in Gießen 30 072 RM. für dos Kriegsminier- hilfswerk zusammen.
nöietf^ ®ebäub(’ Ifen im reifes
„Schmerzen im Leib--9an3 plötzlich.
„Kann ich helfen? Vielleicht kommt bald eine Apotheke."
„Lassen Sie nur. Es geht schon vorüber. Komisch, habe ich noch nie gehabt. Fender wartete ein wenig, bann fuhr er langsam weiter. Als sie durch Pasing hindurch waren, wischte er mit Dem Aermel über die Stirn und meinte verlegen- Seltsam, wie einen so etwas überfallen kann. Ich muß etwas Verdorbenes erwischt haben. Oder ist es das viele Bier?" Der schneidende Schmerz in den -Därmen war weg, es zog wohl noch ein wenig, aber es war auszuhalten. Jedoch hatte Fender das Empfinden, als könnte es jeden Augenblick wieder von vorn anfangen. Er fuhr deshalb vorsichtig wie noch nie in seinem Leben und war froh, als Die
eä* München tarn. Füm Minuten nor Schalterschluß kamen sie vor der Bank an, die Fenders Ziel war.
„Ich möchte Sie um einen Gefallen bitten, Herr
Als er zum zweitenmal erwachte, hatte er ein merkwürdiges Leerqefühl im Magen, aber die Schmerzen waren weg. Er blinzelte trage in das Gitterwerk, das die hochstehende Sonne durch die Jalousie auf die Bettdecke malte Er hatte ein an- ~ " • Schwerelosigkeit. Nach einer
, Der Verheiratete verhält sich zum Junggesellen wie ein gebundenes Buch zu einem gehefteten. Dieser sinnvolle Vergleich stammt, wie die meisten Aus- , fprüdic über die Unbeweibten, von einem Verheirateten und spricht eine Anschauung aus, der schon das Altertum in seinen Gesetzen beipflichtete. Plato zum Beispiel hielt die Verheirateten sur bessere Menschen, ass er eine „Bestrafung . der Ledigen vorschlug. Tatsächlich bestand damals m Athen em Gesetz, nach dem jeder über 35 Jahre alte lebige Mann die Unterhaltskosten einer Frau lewes Standes als Steuer in die Staatskasse zahlen mußte. Die Spartaner waren fast drakonisch, als l^e Junggesellen von einem gewissen Atter ab das 8ur9e™^ aberkannten und ihnen verboten, an den großen öffentlichen Festspielen teilzunehmen: wenn der Staat in Geldnöten war, durften die Ledigen besondere Abgaben entrichten. Im alten Rom bestanden damals ähnlich scharfe Gesetze „zur Dezimierung de Ehelosen", und Kaiser Augustus soll den Unvn- beirateten sogar hohe Aemter oder Posten mit hohen Einkünften verweigert haben.
Der Kampf gegen das Junggesellentum ist m den letzten Jahrzehnten in vielen Landern wieder aufgelebt, nicht feiten in der Form einer schon im Altertum bekannten Besteuerung. So gibt es in Argentinien schon sott fast drei Jahrzehnten ein Ledigensteuer, die bei den Zwanzig,ahrigen beginnt und'bis zum 75.Lebensjahre ansteigt, dann aber endet- falls der Betreffende wenig bemittelt ist.
Italien führte als erster europäischer Staat im Jahre 1926 eine Kopfsteuer für Ledige em, die bald in anderen Ländern Nachahmung fand. In Deutsch- ■ [onb ift die Zahl der Junggesellen, die man vor - Dem Kriege auf rund 5% Millionen schätzte, dank ' Der Maßnahmen unserer Regierung stark znsam- ' mengeschmolzen. Die meisten Ledigen hat heute
Holland- es übertrifft mit 11,9 v.H. nicht nur Deutschland um fast das Doppelte, sondern hat den höchsten Hundertsatz aller europäischen Lander.
Daß das Volk ganz im Sinne unserer Regie- rungsmaßnahmen denkt und feit ,eher gedacht hat, geht aus vielen alten Worten und Brauchen hervor So glaubt man in einigen Gegenden, der Unbeweibte fei kein vollwertiger Mann, ,a, er werfe nicht einmal einen Schatten. den „tugendhaf ten Junggesellen spricht dos rhcimsche Spruchl«m: „I- lonqer Iungcsell. je langer m der SjoU ! 3n <imS™ schlesischen Gegenden verweigerie man früher den Ledigen die Anrede ..Ihr", die man tatsächlich nur den - Verheirateten zukommen ließ. Im Hessischen riefen die jungen Mädchen, wenn em als "hartge- sott-ner Hagestolz" bekannter Mann daher 'am. scherzend: „Seht den alten Junggesell'. Schließt Tur und Fenster schnell!"
Ein Statistiker hat berechnet, daß em mit Zwan- zm Jahren Heiratender eine um 50 v. H. größere Lebenserwartung" habe als der Ledige gleichen Alters Auch hier hat der Dolksmund recht mit Der Behauptung: „Jung gefreit, hat nie s-reut und bringt dir längere Lebenszeit!
Hudal."
„Gern, was soll ich tun?
„Lösen Sie diesen Scheck ein Noch nie gemad)L Nun, das ist ganz einfach. Sie begeben sich an den Schalter für Auszahlungen, legen das Ding vor, quittieren mit Ihrem Namen und bekommen das Geld. Wenn ich jetzt aussteige geht es v'.e1>-rcht wieder mit Den «chm erzen los. Dos mochte ich vermeiden. Offen gestanden, mir ist noch immer recht mies in den unteren Bezirken." Es war ihm tat« sächlich übet zumute, er war Ziemlich grün im ®e- sickst, und das ließ ihn alle Manöver der Vorsicht vergessen. Er brauchte das Geld dringend. Der G ban^e, daß er den unschuldigen Hudal brnemreiten könnte, kam ihm gar nicht. .
„Aber natürlich, geben Sie nur her", rwf Hudal dienstbereit und verschwand ins 3untre der Bant. Nach kurzer Zeit kam er mit dem Geld Zuruck und fagie lachend: „So, nun habe ich auch «einmal Krösus gespielt. Das ist ,o ein 1 Känn ich sonst noch etwas für Sie tun?
4 defimert. Portugal werde soin^^tät auch -den Azoren zu wahren wissen^ übcr leSfrift feien in jedem Monat nßrc Iruppeiv M Kriegsmaterlaltransporte nach Azoren ab- Lngen. In Portugal würden die ein
M des Mutterlandes angesehe^- würden
Men, möge der USA.-Mmiral arD - Die Besetzung Der Azoren für Düiierte Krieg- ung als unbedingt erforderlich,eickinete — mit oder ohne brasilianische ^itung kom-
Por Zren-Hinrichtungen Belfast.
Das Konzert brachte eine Fülle schönster und ■ frohgestimmter Unterhaltungsmusik und -tteder. Un- i endlich viele Wünsche waren gegen Zahlung eines - entsprechenden Betrags für das Krregswmterhil s- wsrk angemeldet worden: fte alle fanden durch gute Musik oder prächtige Gesangsdarbietungen volle Erfüllung. Max Jahr von Frankfurt a.M. hatte die Ansage und die Leitung der melfeidigen Vortragsfolge übernommen; er erfüllte seine Auf- aabe in so schmissiger und humorgewürzter Art, daß die Besucher von Anbeginn an gern mrt- qingen und ihre Helle Freude an dem netten kunst- lersschen Geleit hatten. Em kombiniertes Mu >k- korps der Luftwaffe und das Orchester der Meister solisten im seldgrauen Rock stellten die beiden ausgezeichneten Klangkörper dar, d,e den Mstrumen- talen Darbietungen hervorragende Interpreten waren, außerdem die Sängerinnen und Sanger mit feinem künstlerischen (Empfinben begleiteten. Mit der bekannten Rundfunk- und SckMplatten. fängerin Betty Sedlmayer. (Berlin), der Sopranistin Erna Maria Müller vom Deutschen Theater in Wiesbaden, dem Tenor Theo Herrmann vom Opernhaus m Frankfurt aSTO. unb dem Bariton Ewald Böhmer vom Deutschen Theater in Wiesbaden standen beste künstlerische Kräfte mit Operettenmelodien unb anderen Schla- . cern im Dienste der guten Sache, die mit ihrem prächtigen Stimmaterial und ihrer reifen -ßor- ■ tragskunst Den Hörern reiche ^eude bereiteten. I Diele gute alte Bekannte aus dem Reiche der flm- i genben^ingenDen Musik wurden durch das erle|ene I Schaffen der Künstler und der Musiker m Erful^
Die Inszenierung besorgte Herr Pa y er . er l eß die wohlgeölte Mechanik Der Drei Akte flüssig fielen und schwelgte in krassen Situationswirkungen. Die turbulente Handlung ist mit einer Reihe von Schla- gern durchsetzt, welche Walter Kollo in einer an- pruchslos netten, für feine Kompositionen typischen Form gesetzt hat. Herr Egon Bo-sch, der neue Operettenkapellmeister, begleitete mit kleinem Orchester spritzig und taktsicher. Inge Berg hatte: die zugehörigen Tänze einstudiert, welche die Affäre rhythmisch auflockerten, Herr Löffler das durch drei Akte unveränderte Bühnenbild entworfen, das Zweckentsprechend geräumig, aber reichlich bunt geraten war. Herr Bosny spielte den unglückselig- unschuldigen Kompagnon Stieglitz mit der abenteuerlichen Vergangenheit als einen ^chtemihl im lüsternen Büroröckchen und mit grotesken Ver- zweiflungsausbrüchen. Ein raffiniert auf gemachter Filmstar: "Annemarie Schwind, gcsanauch, darstellerisch und rhythmisch sehr animiert beider Lache. Valeska Lange fang und spielte gefällig und verständnisvoll die zwischen heftig widerstreitenden Gefühlen hin und her geriffenc Tochter des Hauses:. Herr Witter Villmann, der unverdrossen er- finderische Fabrikant, und Lia Zimmer machten das Elternpaar, Herr C. B. Schmidt den blutdürstig eifersüchtigen Bräutigam des Filmstars, Herr Payep den windigen Bewerber mit Tennis und • er—- . (£jn volles Haus bereitete der Neu«
Hans Thyriot.
Frauen haben das gern: wenn die Manner eine Vergangenheit" haben. Das macht sie so interessant, auch wenn sie gar nicht nach Vergangenheit aus« eben. Dies ist der mit Vergnügen zur Kenntnis genommene Lehrsatz der dreiaktigen Schwank-Operette von Walter Kollo. Der Fabrikant Seibold möchte seine Tochter Ilse mit seinem Kompagnon Stieglitz verheiraten. Papa ist nämlich für das Solide, und um einem windigen Bewerber ZU vorzukommen, Der bloß Tennis spielt und das Geld seines Vaters ausgibt, djchtet Papa dem Herrn Stieglitz, der ein trockener Büromensch ist, eine prima Vergangenheit an: mit Hilfe einer galanten Widmung auf dem getauften Postkartenbilde einer beliebten Filmschauspielerin. Die Aufnahme laßt Herr Sieglitz dann im Familienkreise „zufällig aus der Tasche fallen, das macht Herrn Stieglitz 6rau Tochter und Freundinnen unheimlich interessant, und schon ist die Verlobung fertig. Das Wei ere geschieht nach altbewährten, me versagenden Rezepten der Schwankdramaturgie. Die Filmdiva gibt ein persönliches Gastspiel im Kino der Stadt. Natürlich ist sie verlobt, und ihr gutgewachsener Der- lotter folgt ihr eifersüchtig auf dem Fuße. Klar daß sie das Bild mit der Widmung sieht; klar, daß Der Verlobte es auch zu fassen kriegt — kann man sich eine Vorstellung davon machen, was daraufhin im trauten Heim der Familie passiert? Wer schon ... r < 1 i ... r. -m a t* n a rh r 0 ITT 0 tl
re'ymen?" n e5 Ihnen keine
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beutel, dem heute wahry s l > ^^r $eInv Uslossen. „Ick) wuß bierhergefahren bin."
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lung Der Publikumswünsche hervorgeholt und zur Freude aller in ausgezeichneter Weife vor gestellt. Daß die Hörer dadurch in beste Stimmung versetzt wurden, bedarf keiner weiteren Ausführungen. Frohsinn und Humor herrschten vollkommen und bekundeten sich oft durch deutliche Aeußerungen Der heiter-aufgeräumten Gemüter; so z. B. — um nur c i n Moment für viele andere hervorzuheben — als der Ansager bekanntgab, daß das Lied, der langsame Walzer »Hörst du mein heimliches Rusen gegen Zahlung einer beachtlichen Sammelspende bc- sonders vom — Finanzamt gewünscht worden war, und dann das Luftwaffen-Musikkorps bat, also nun „das Lied vom Finanzamt" zu spielen, eine Ausforderung, die das Publikum mit lebhafter Heiter- feit begleitete. In so aufgeräumter Stimmung ver- gingen’ die fast 3% Stunden dieses genußreichen Nachmittagskonzerts zu oller Freude. Und immer wieder konnten die Künstler und die Musiker an dem außerordentlich starken Beifall feststellen, daß ihre schönen Gaben bei Den Hörern wohlverdiente dankbare Aufnahme fanden.
her Rh-inprvvinz, Heinz ,7n IM
ilt lind im ersten Jahre seines Bestehens von iou Intoren rund 300 Handschriften zur Derhrgung gehellt worben. Das Archiv befindet sich im Land . laus zu Düsseldorf.
Dr.Bruggers Patientin !
Roman von Walter Klöpffer
29. Fnrts-tzung. ' (Nachdruck °orb°ten.)
Es gibt Lebenslagen, die auch> Men,«-». - fc-Äs: e äs
। ra ,”Ä. w.-* »»"*•*■* Ich nach München zuruckgemuht.
r- ~ «\xAs-- fnn Der Maler und griff oas „So ist es auch log Mensch denkt und Lhema gewandt auf. Aber der Wagen.
Agolo lenkt. Gigolo st nmnltq m mQd)k-bie 3is Sonthofen gmg alles g r^. manch-
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Ml wie em Schwein. Run ste ; Qn Wei-
«ller Frühe komme ich m diesem Nest .
brsahren ist nicht zu denken. Ersuchen Ml mit ein^r ^gepumpten tzjjstnd und
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Wchend in meiner starre ge^ zappeln. Dann
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N-n"'h°si°mög- sich 7n'die"nächste Dolstellung -rscheinung einen glatten Ersnlg. bemühen. —
Für unsere Verwundeten.
Die NS.-Gemeinschaft. „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche 'm Auf- traae des Oberkommandos der Wehrmacht und m Zusammenarbeit mit dem.Sonderreferat „Truppen- betreuung" im Reichsministerium für Dolksaufkla- runq und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende SeranfÄgen durch: In zwei Lazaretten unterhielten die Mitwirkenden m abwechslungsreicher Dortragsfolge unter dem Motto ^Heute wird gelacht" die Verwundeten in froher Weise. Max Baum als Kunstpfeifer und Harry Malten als Humorist waren vortrefflich Die ^anzerm Dagmar Viola zeigte Spitzentanz, Csardas und Pantomime. Echt wienerisch sang und sprach die ^orträgstunjb lenn Maria Josma Wiener Lieder Kapitän Sieg fried und Partnerin leisteten Erstaunlichesi als Kunst- und Scharfschützen. Der Tenor Willy Eichel sang beliebte Melodien. Eine besonders
war die musikalische Clownerie durch Paul Galley. Die musikalische Untermalung und Begleitung hatte Der Pianist Paul Iäpel übernommen. Die Darbie= 1 ungen fanden reichen Beifall. Ueber Den „Blockadekrieg und seine Waffen" sprach Pg. Dr. i, Klein in einem Lazarett in einem interessanten, . Leichen Vortrag. - Die Musikäbteilunaen verschiedener Wehrmachtteile besuchten Die Lazarette und gaben bei reichem Beifall-Konzerte. — Zn ber = BDM.-Leistungswoche kamen Gruppen der ^ung , madel in alle Lazarette, um die Verwundeten mit frohem Gesang und Blumen zu erfreuen. Zum Beuch des Zirküs Althoff hatte die Kreisamtsleltung der NSV. an vier Nachmittagen je 100 Verwundete eingeladen, die für diese Veranstaltung größtes Interesse zeigten.
|bem neuen Reichsjustizminister ist m Führer - M Aufgabe gestellt woredn, eine fto national« ' lljalistische Rechtspflege aufzubauenzn seinem , Mrittserlaß führt Dr. Thierack ai her Krieg !os|' nicht alles sofort durchführen, abea5 Kriegs- 1 an bi „ihtige müsse sofort durchgeführt rDen. Die crMfi Hinter würden in Zukunft als tra-he Säule im Gebäude Der deutschen' echtspflege V ftejen. „Rechtsprechen", so heißt es in?m Erlaß, "rker obCbfoeutet keine Uebung eines geschul Verstan- -^aur tzcr, sondern Das Ordnen von ßebemrgängen
D Volke. Ich will keine Richter sehenden Kunst ^ittschv W darin erschöpft, Das gesetzte Recht atzen ihnen üakisch, htflerbretteten Sachverhalt mehr od> weniger n aus idjorffinnig auszulegen. Das mögen Rtsgelehrte üt eini^ m, von denen Das Volk kein Urteil oimgt. Der ’uge, jt Puister ist Der beste und kann allein Arkennung .brttisch, loetbienen, dessen Urteile das vom Vol^etragene Üc fbu ^echtsgefühl verkörpern. Das gesetzte Re soll den
Achtern hierbei Helsen, nicht aber soll e»en Richter so beherrschen, daß er darüber d Verbin- iMmg mit Dem Rechtsgefühl seines Volk verliert. D°s Recht ist Leben, nicht die ftce Form Mes Rechtsgedankens. RechtSgestalig ist lebenwahre Anwendung des echts- gtdankens, nicht Die Auslegung ttr Buchstaben. Ihnen zuliebe Darf Das wirktt Leben Jmt zurechtgebogen werden. Jedem Nickr ist es unbenommen, sich an mich zu wenden,alls er 'gioubt, durch das Gesetz gezwungen zu-in, ein stbrnsfremdes Urteil zu fällen. In eine solchen Wtfall wird es meine Aufgabe sein, d Gesetz zur Verfügung zu stellen, das erforderlioist. Ich !möchte im Urteil des Richters Den deutsch Men- Ifdjtn erkennen. Der mit seinem Volke lebt
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zum Waschtisch, Dann kleidete er sich mit Sorgfalt an und lachte über das Kunterbunt Der auf Den Boden gestreuten Dinge. Als er zum Essen ging, war cs Mittag. Als er die Zeche beglichen Hatte, rief er feinen besten Freund Carlo Punz an und trug ihm auf, für heute abend ein paar Bekannte mfammenzuttommeln. „Kleine Feier bei Steimcke. Ein blhchen W-in, ein bißchen Sekt, für die Mn- hels Rumobst, du verstehst dich doch auf dergleichen Alles wie üblich. Frag nicht soviel, Carlo. Du kannst einen totfragen. Warum ich Das nicht selbst mache 5 lU) uuu, .......Weil ich keine Zeit habe, Du Grasaffe! Schluß!"
»r Wtn \ (FMetzung folgt.
tockholm, 30. Aug. (Europa^ Ju ganz erwartet man mit Spannung, cie britischen । örden Nordirlands es wagen wetl hie kürz- gefäUten Todesurteile gegen se Mitglieder 1 „irischen republikanischen 2lrmee"ra) ooll- Hen. Sie wurden von dem obei^ britischen ... au JIiü)t in Ulster wegen Tötung eine£oli3eiroa(t)t; il frieac ^lfast verurteilt. JDr^inrid)tung
slcnoig'i |o>l am 3. September erfolgen. !ßiert her Gou- 9 toeur offenbar mit Rücksicht auf öffentliche Jij.nuna in Eire zu lebenslänglick ^a|t be- fntbigt'. Wie verlautet, soll Die Strafe nur al Thomas Williams vollstreckt :ben, wäh- bei3 man sich bei Dem verurteilten P x S i m p - mit 15 Jahren Zwangsarbeit ßügen will.
Unerwartet starb der Schauspiele Wal« ter Steinbock. Die Berliner Bühne md der verlieren mit ihm einen Darsteller>on sehr ™ener Charakteristerungskunst. Der Fm sttztt | ita gern für die Herausarbeitung betoep Cya- 8'terchargen ein, die er in sicherer unb-iberlege« rt Art gestattete und mit witzigen oder umonfn« i&n Pointen verband. Seine letzte Frlnolle wo
Des Theaterdirektors in dem rcize^n Vor- l even-Film der Tobis „Die Nacht m Beliebig . Ä Berlin ein im Publikum beliebter S?auspielcr b ter Schule, vielfach verwendbar, so Jit er pcy <5 Bühne und Film einen nicht leicht zu rsetzenden
Franz^sauste ab. Der Professor nahm feine Entschuldigung mit innigem Vergnügen zur Kenntnis Denn es war für einen alten Herrn immerhin em < Opfer, einem sparsamen jungen Mann juhebe Dritter zu fahren. i
Der Wagen Gigolo entpuppte sich als Bohemien < reinsten Wassers. Er war schnittig, besaß aber Der« beulte Kotflügel. Er verübte mehr Lärm als üblich, und machte seiner schlechten Laune in behlzundun- gen ßuft Franz ließ sich ungeschickt in Die Polsterung fallen, Die einmal roter Saffian gewesen mar. Aus einem Gefühl Der Verpflichtung heraus ocp suchte er, ein Gespräch zustandezubrmgern das nach einigen Redensarten jedoch einfchliest Die beiden Partner waren zu ver,chieden geartet und hatten sich nichts Nennenswertes mehr zu sagen Es wurde eine ftumme Fahrt. Gigolo benahm sich entgegen den düsteren Prophezeiungen Fenders als Kavalier 80 90, 110 Kilometer. Hudm hielt sich am Türgriff fest und geriet in eine Art permanenten Starrkrampf, der nur von erleichterten Seufzern unterbrochen wurde, so oft eine Kurve mit Ach und Krack genommen wurde. Franz kam zu keinem rechten Genuß Der lieblichen Gegeist) und wurde weder von Dem bewaldeten Bergmastw Des @run- ttn noch von der Anmut des Niederwnthostner Sees stärker beeindruckt. Fender mor Fein ichlechter, aber ein verwegener Fahrer, mas jelnem sonstigen Charakter durchaus entsprach. Sanft '^neigte grüne : känae flitzten vorüber, schmucke Bauernhäuser, , uraue Kühe und entgegenkommende Gefährte. = Kempten. Verwinkelte alte Gassen, em üstuß, drei hochgeschwumgene Brücken. Kaufbeuren, Landsberg.
Kur^ vor München, dicht hinter Neuaubing, ge« f(4.nh han Fender plötzlich Den Gashebel losließ Äe'Ä“ er'marf sich verkrümmt über Das Lenkrad und stöhnte. Feme Perlen standen aus r • iVrani Der sich an Den tobenden yiUu, iuij« o
, - 1Dä ^u. , Rbn^ES dieser Fahrt allmählich gewöhnt hatte, sagte ladjenD:
L Eck°- S-lEich tonn ich narnlich N" e,°rgt nach Nnks und tat dir Frage: Sröius aeiP.d
«U. Tft mem Wagen zu los? Ist Ihnen schlecht?
Das war ein prächtiger Sonntagnachmittag, den die NSG. „Kraft durch Freude" gestern mit dem großen Wunschkonzert zng unten HD es Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 etwa 2000 Besuchern bereitete. Und daß zwei nüchterne Schulhöfe (die nebeneinandergelegenen der Lange« marck- und der Justus-von-Liebig-Schule m Der Bismarckstraße), Die sonst Tummelplatz der auf- und springfrohen Jugend sind, Die Statte diests Konzerts waren, gehört auch nicht zu Den Alltäglichkeiten. Eine andere Möglichkeit Der Unterbringung so vieler Besucher bestand aber nicht und so ergab sich außerdem noch die Gel-g-nh-'t. unter den schönen Bäumen der beiden Schulhofe ein ston« lert im Grünen zu geben, dessen man sich voa; lange gern erinnern wird. Denn — um es vorweg 3U sagen — das Konzert war auf der ganzen Lime ein voller Erfolg: künstlerisch, stimmungsnmßig, progpagandistisch und auch lsvanziell. Die Kreis Dienststelle Gießen der NSG. „Kraft durch Freude die für Die Veranstaltung verantwortlich zeichnete, hat also allen Grund, auf dieses Ergebnis ihres Mühens mit Befriedigung zurückzubl-icken.
Lk.Goebbels auf Der Internationalen Fitrnkistfchau.
. Reichsminister Dr. Goebbels traf zur Fcsehung b?r regelmäßig stattfindenden Arbeitsbespryungen mit dem italienischen Minister für Vcskultur lessandro Pav o lini in Venedig em. A Nach- iftag würbe die 10. Internationale Filmkistschau dem italienischen Fliegerfilm „Drei hfle Jab- er" vor verwundeten Soldaten eröffnet. Ai Abend ß iiöurbe der Deutsche Film „Der große Kör; auf5
Walter Steinbeck f.
Äatz geschaffen.
Handschriften-Archiv der rheinischen
VV1VV. Dem Handschriften-Archiv Der rheimchrn Dich- i'LiS !ter",?as"im Juni 1941 von Dem ^nDestauptmann


