M Kunst und Wissenschaft.
ann sG Beethovens Neunte im Forum Romanum.
Chor uni) Orchester der Accademia di Santa Ce- Ilia in Rom haben das Wagnis unternommen,
Beethovens neunte Sinfonie in einem nicht ge» hlasienen Raume aufzusühren. Bei den Sommer-
Da in weiten Kreisen der
bendkonzerten in der offenen Halle der Maxentius-
Richtbevorrechteter
Bevorrechteten ni<
ufgabensir
terhafte Auslegung.
Herbert Lorenz.
des Reich» ptamtsleiie ji tbesprechuL ufgoben b? üeinsatz te ! die Volk» i wie frühe rche Arziw rch Deroib
Reisen und Eintragungspflicht.
Ein Lleberblick über die Bestimmungen und ihre Ausnahmen
^gebaute' t beherrsL - nh unb b »ordringlih idfen.
Professor' Dr. Hugo Bauer, Ordinarius für pharmazeutische Chemie an der Universität Leipzig, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Bauer wurde 1874 in Stuttgart geboren. Cr promovierte 1902 in Würzburg, habilitierte sich 1910 an der T. H. Stuttgart und siedelte 1926 als a. o. Professor nach Leipzig über. Sein Hauptarbeitsgebiet ist Pharmazeutische Chemie, Chemie der Fette und Oele sowie der Harzbestandteile.
len sie von mehreren Banditen beschos- jen, wobei Cesar Rodriguez lebensgefährlich verletzt und fein Neffe getötet worden ist.
), daß er ben anbtr
** Beklebezettel sorgfältig aus - füllen! Die Wagenklebezettel müssen deullich und vollständig mit blauem Farbstift ausgefüllt fein. Gute Lesbarkeit erleichtert den Rangierern die Ar«
Unfallftelle verließ, war eine Handvoll Mut aus dem Straßenbelag das einzige'Erinnerungszeichen an den Vorfall. 5m nächsten Augenblick löschte ein Lastwagen der Firma Hoch und Tief Mit seinen Gummireifen auch dieses aus.
2.
„Herr Doktor möchte bitte zum Herrn Professor kommen", sagte die Schwester. IN ihrem asketischen, blassen Gesicht glänzten dunkle Augen.
„Es ist gut, ich komme sofort", erwiderte Dr. Martin Brügger und klappte das Buch über Typhusvakzine zu, in dem er geblättert hatte. Geschmeidig erhob er sich. Er war ein mittelgroßer, schlanker Mann mit etwas Grau an den Schläfen. Er war zweiundvierzig, sah indes jünger aus. Seine weiblichen Pattenten bestätigten ihm dies immer wieder.
„Wir haben Ihnen wieder das alte Zimmer gegeben", bemerkte die Schwester und hielt prüfend Umschau, ob nicht irgendwo Staub läge oder ein Häkeldeckchen verrutscht wäre. Pedantisch rückte sie eine Vase mit künstlichen Blumen zurecht. „Wenn Sie noch irgend etwas benötigen sollten —’?"
„Nein, danke, Schwester. Es ist alles vorhanden. Ich danke Ihnen sehr, daß Sie mir wieder das alte Zimmer zugeteilt haben. Ich gewöhne mich auf diese Weise viel leichter ein."
Die Schwester nickte und ging.
Dr. Brügger kontrollierte sein Haar im Spiegel, zupfte den Rock zurecht und verließ das kleine, aber hohe Zimmer, das ihm nun feit Jahren als Aufenthalt diente, wenn er die eigene Landpraxis im Stich ließ und in Professor Helmreichs Chirurgischer Klinik für einige Wochen volontierte. Ein Arzt — und wäre er der beste — muß stets auf dem laufenden sein, muß sich fortbilden und soll den neuesten Errungenschaften der Medizin wie ein Jagdhund auf der Fährte bleiben. Das war Brüggers Grundsatz. Deshalb fuhr er in jedem Frühjahr nach München zu seinem Freund Professor Helmreich.
Der Professor erwartete ihn bereits, ocin Arbeitszimmer glich an Größe einer Reitschule und mar ein repräfentabler Raum mit tiefen Ledersesseln, mit Bücherstellagen und Schränken voll Präparaten.
Die Zulaffungsmarken für Feldpostpäckchen.
Feldpostpäckchen bis zu 250 Gramm sind gebührenfrei; bei Sendungen über 250 bis 1000 Gramm beträgt die Gebühr 20 Rpf. Diese Freimarke zu 20 Rpf. ist neben die Zulassungsmarke zu kleben; beide Marken werden durch den Tagesstempel entwertet. Für Feldpostsendungen dis 100 Gramm sind Zulassungsmarken nicht erforderlich. Gleichfalls ohne Zulassungsmarken werden im Gewicht von mehr als 100 Gramm angenommen: 1. alle Militär, dienstlichen Sendungen; 2. Feldpostsendungen an Mehrmachtangehörige bei Einheiten mit offener Anschrift im Reich sowie in Gebieten, in denen sich Deutsche Dienstposten befinden; 3. Sendungen an die 3um gebührenpflichtigen Postoerkehr „Durch Deutsche Feldpost" zugelassenen deutschen Dienststellen oder Firmen, nicht aber -an deren Angehörige. Die Reichspost erwartet, daß nach Wiederzulassung der Feldpostpäckchen bis zu 1000 Gramm an die Front die Einlieferung von Päckchen ober päckchenartigen Briefen bis zu 100 Gramm Nachlassen wird, da die Bearbeitung dieser kleinen Sen, düngen außerordentlich beschwerlich ist. Wenn sich diese Erwartung erfüllt, ist damit zu^rechnen, daß in Kürze mehr Zulassungsmarken abgegeben und dann mehr Feldpostpäckchen bis 1000 Gramm an die Front geschickt werden können. Unter Umgehung des Verbotes eingelieferte Sendungen gehen an die Absender zurück.
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Dr. Brüggers Patientin
Roman von Walter Klöpffer
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„Servus, Brügger! Willkommen im Isarbabel! Wir können dich nötig brauchen. Lederer, mein zweiter Assistent, will nämlich in Urlaub. Du kannst gleich seine Station übernehmen", so begrüßte der Professor den Eintretenden im breitesten Dialekt Er war ein großer, schwerer Mann mit einem purpurn aufleuchtenden Durchzieher im behäbigen Gesicht.
„Zigarre gefällig? Na, jetzt tu nur nicht so —"
Er zog ein Kistchen Brastlzigarren unter einem Stapel Fachzeitschriften hervor, bann schob er einen Sessel zurecht.
„Zieht das Ding? Dann ist's recht. Du siehst überarbeitet aus, Brügger, mein lieber Freund."
„Du weißt ja selbst, wie es in Trettau ist", lächelte Brügger. „Das reißt nie ab; vier Hände unb zwei Köpfe müßte man haben."
„Ja, ja, die Wurmfortsätze sterben nicht aus. Und die Kröpfe auch nicht. Ich selber bin gerade über meine Abhandlung Milztumoren' ... Interessiert sie dich? Dann gebe ich dir die Korrekturfahnen." Der Professor sah den Freund forschend an. „Uebri- gens, Brügger, ich möchte dir noch einmal meine Teilnahme zum Hinscheiden deiner Frau aussprechen. Wie ist das nur so schnell gekommen?"
„Das Mutbild war nicht in Ordnung." Brügger senkte den Kopf.
Professor Helmreich legte sein breites Gesicht in teilnahmsvolle Falten. War ein bißchen schwierig, die Frau — dachte er. — Hysterisch und schwer zu bel)andeln. Nicht ganz das Richtige für den guten Brügger. Schöne Person, aber immer etwas oben hinaus und voll Launen.
„Hm. Wie lange wart ihr verheiratete
„Zehn Jahre."
„Allerhand Zeit. Wird jetzt gerade ein Jahr fein, baß sie unter der Erde ist"?
Brügger nickte. Seiner Miene konnte man nichts entnehmen. Immer, wenn die Rede auf feine verstorbene Frau kam, wurde er schweigsam.
„Entschuldige, wenn ich taktlos frage, aber es interessiert mich als Freund: gedenkst du dich wieder zu verheiraten? Schließlich hast du ei.len großen Betrieb unb einen Haushalt dazu, nicht wahr?"
^eschuldtz »icklunA fr lngen jchü
Kapellmeister Oberhoffer f.
Der zweite Kapellmeister amStagtstHeater n Kassel, Felix Oberhoffer, ist einer schweren Rankheit erlegen. Oberhoffer hatte am Frcmkreich- tzeldzug als Hauptmann teilgenommen und war seit 1941 wieder als Kapellmeister in Kassel tätig, wo tr 1932/33 unb bann 1939 schon gewirkt hatte.
hochschulnachrichten.
Der Dozent Dr. rer. nat. habil. Florian Heller in Heidelberg ist zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Heller wurde 1905 in Nürnbera geboren. Er studierte in Erlangen, München unb Heidelberg, promovierte 1929 in Erlangen, habilitierte sich 1935 in Gießen unb wurde 1936 in Heidelberg Dozent für Geologie und Paläontologie.
Errichtung -er Hauptschule in Hessen
Friedberg und Dad-Nauheim machen den Anfang.
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-jeder unb schliefen ein. In der Frühe des nächsten Tages wanderten die Kleinen Hand in Hand weiter imb wurden in Hahn im Taunus von der inzwischen usgesandten Streife gefunden. Der Bürgermeister hres Heimatortes hatte, als am Vorabend nur vier Knber angekommen waren, Feuerwehr und Einwohner zu Streifen aufgerufen, die bei einbrechen, er Nacht abgebrochen unb am nächsten Morgen ortgesetzt worden waren. Der angeklagte Gastwirt alte auch in der Verhandlung noch kein richtiges Verständnis für fein unverantwortliches Verhalten. )as Gericht verurteilte den betagten Mann wegen richthilfeleistung zu 100 RM. Geldstrafe. Nicht in leben bestehe bte nationalsozialistische Dalksgemein- Haft, sondern in Gefahr und Not müsse jeder mit lat und Tat dem Nächsten zur Seite stehen. Das abe der Angeklagte nicht getan, sondern die Kinder i die Dunkelheit yineingeschickt und sie hilflos ihrem Hicksal überlassen.
Ueberfall auf einen spanischen Millionär.
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draußen, heute dienen.
„Viel Arbett", — bas ist heute eine Ehre für jeden. Es ist nicht wichtig, daß man bei dem Gruß, den man mit seinen Bekannten tauscht, versichert, es ginge einem gut, ober man habe sich wieder erkältet. Aber es ist wichtig, daß man vor sich selbst versichern kann, man habe mehr Arbeit und man würde sich schämen, wenn es nicht so wäre, wenn man in dieser Zeit der Hochspannung nur bas Maß des Alltags erfüllen wollte, bas früher genügte. Da unb dort ist ein Arbeitsplatz leer geworden, der Berufskamerad steht im Felde, unb die Arbeit verteilt sich an die letzten besetzten Plätze. Aber es würbe keinem anständigen Menschen einfallen, sich nur unter Bedingungen dieser Mehrbelastung zu unterziehen. Im Gegenteil, er ist stolz, daß auch er eine größere Verantwortung trägt, daß auch er die Pflichten hat, die dieser Zeit entsprechen, daß er an dieser Zeit tätigen Anteil nehmen darf. G. S.
Unzustellbare Feldpostpäckchen werden verteilt.
Nach einer Mitteilung des Reichspostministeriums werden, um dem Verderb von Lebensrnitteln vorzubeugen, unzustellbare Feldpostpäckchen aus dem Operationsgebiet nur noch bann an den Absender zurückgeleitet, wenn dies auf dem Päckchen durch den Vermerk „Beä Unzuftellbarkeit zurück an Absender" ausdrücklich verlangt ist. Andernfalls, verteilt der Einheitsführer ober Dienststellenleiter den verberblichen Inhalt des Päckchens an die Kameraden der Einheit, während er etwa beiliegende Nachrichten sowie die rein persönlichen Gegenstände mit einem. Vermerk über den verteilten Inhalt an den Absender zurückschickt. Unzustellbare Sendungen mit Zeitungen unb Zeitschriften werden grundsätzlich nicht zurückgesandt, sondern in der Einheit verteilt- Schafgarbe - ein Genuß-und Heilkraut
NSG. Meist unbeachtet steht an Wegrändern, Rainen und Böschungen ein „Unkraut", das gleichwohl als magenanregendes Bittermittel, als Blutreinigungsmittel und als krampflinderndes Mittel volkstümliche.unb ärztliche Anwendung findet. Es ist die Schafgarbe (Achillear millefolium). Nebenbei fei erwähnt, daß ihre jungen, zarten Mütter im Vorftühling als herbaromatische Beimischung zu Wildgemüse und Salaten dienen können. Pon Mai ab bis Ende September kann dieses Bitterstoff und ätherisches Del führende Kraut fast überall geerntet werden. Vielfach wird das ganze blühende Kraut durch Abschneiden der oberirdischen Teile mit nicht zu langem Stil geerntet. Besonders wichtig ist aber, daß die Blüten auch für sich allein geerntet werden. Dabei kann man bann die ebenso geschützten Blätter von den Stengeln abstreifen und ebenfalls für sich einbringen unb abliefern. Selbstverständlich sammelt man nicht str aßen bestaubte Schafgarbe. Die Trocknung der Krautdroge kann in Sträußen erfolgen, indem man sie in Abständen an Schnüren oder am Gebälk des Dachbodens aufhängt. Die Blätter und Blüten werden in ganz dünner Schicht getrocknet. Verpackung und Versand erfolgen in Säcken. Der Bedarf an Blättern unb Blüten ist zur Zeit besonders groß. Man befrage die Kreissachbearbeiter RfH., deren Anschriften bei den Kreisleitungen der NSDAP, zu erfragen sind.
Gießener Dochenmarktpreise
♦ Gießen, 30. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, neue, 5 kg 1 RM., Wirsing, Yi kg 12 bis 14 Rpf., Weißkraut 9 bis 12, Rotkraut 25, gelbe Rüben 10 bis 12, Römischkohl 12, Bohnen, grün, 30, Tomaten 45, Salatgurken 25, Blumenkohl, das Stück 40 bis 50, Salat 8, Oberkohlrabi 10, Radieschen, das Bund 8 Rpf.
Derbunkelungszeit
30. Juli von 22.19 bis 5.09 Uhr.
Klarheit über die Eintragungspflicht und anderen Aufenthalten außerhalb des Wohnortes in die dritte Reichskleiderkarte herrscht, seien die Bestimmungen im folgenden noch einmal auf-
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Aus der Siadi Gießen.
Diel Arbeit.
Trifft man heutzutage einen Bekannte» auf der Straße, bann fällt meist schon bei der Frage nach bem Ergehen bas Wort „Diel Arbeit." Aber es ist nicht so, daß ber, ber es ausspricht, nun babei seufzen würde, oder daß er es voll Prahlerei ausspräche, um darin die Wichtigkeit seiner Persönlichkeit darzutun. Es ist ein neuer Klang in dieses Wort gekommen. Man bestätigt sich damit nur, daß man seine selbstverständliche Pflicht erfiUlt, man entschuldigt sich ein bißchen darin, daß man noch in ber Heimat ist unb versichert in biesem Wort, daß man ber Männer würdig ist, die draußen Deutschlands Grenzen schützen. Ein wenig Stolz klingt mit, wenn es ausgesprochen wirb, ein wenig Demut vor bem Großen, dem wir alle, drinnen und
Professor Dr. phil. Wilhelm Nico 1 aisen hat einen Ruf als Nachfolger des Professors Mitscherlich nach Königsberg angenommen. Er wird dort den Lehrstuhl für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung vertretungsweise wahrnehmen. -Nicolaisen ist seit 1935 an ber Kieler Universität tätig als Direktor des Instituts für Futterbau ber Preußischen Versuchs- und Forschungsanstalt für Milchwirtschaft. 1901 in Flensburg geboren, habilitierte er sich 1933 in Halle unb wurde dort Leiter der Pflanzenzuchtstation und der Versuchswirtschaft.
*
Dem Professor Dr. Karl Mayr ist an der Universität Wien ber Lehrstuhl für analytische Chemie übertragen worden Mayr wurde 1881 geboren. Von 1909—1912 war er Assistent an der TH. Zürich, von 1912—1914 am Chemischen Univ.-Laboratorium in Men, während des 'Weltkrieges Leiter bes Berghutten-Laboratoriums des Kriegsministeriums in Wen, bann in ber Industrie, seit 1925 Abteilungs-^ leiter am zweiten Chemischen Universitätslaborato- mim in Wien.
2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Umsonst. Sie hatte sich vergeblich gebemütigt. Es war endgültig aus. Sie kam sich wie besudelt vor unb hätte am liebsten geschrien vor Dual und vor Zorn darüber, daß sie sich an einen Unwürdigen fortgeworfen hatte.
I Sie biß die Zähne zusamen unb riß sich von dem Schaufenster los. Das beste märe, nicht mehr leben ju müssen, dachte sie und bewegte mechanisch die Leine in den zarten, hellen Strümpfen. In ihren lugen stand ein bißchen Wasser. Am Wtttelsbacher ij Platz blieb sie -ine Weile stehen. Von drei Seiten her schossen die Fahrzeuge in dichter Kette. Aus bem Cafe Luitpold drang ein Schwall Musik, so oft die Drehtür geöffnet wurde. Ein dünner Regen, mit Schneeflöckchen untermischt, riefelte hernieder.
Anna erspähte eine Lücke und überquerte die « Straße Plötzlich glitt etwas funkelnd Schwarzes mit Schnelligkeit ajif sie zu, kurz bevor sie den ien- fettigen Kantstein erreicht hatte. Sie wurde unsicher unb schrie auf. Dann eine aufheulende Bremse, ein Stofe in die Seite, ein Fall und ein jäh emfaufenber Schmerz im Hinterkopf, der alles ringsum auslöschte.
Um die Stelle, wo Anna Hudal unter das Auto HS 1886 gekommen war, sammelten sich die Men- slhen. Es wurde geredet, geschimpft und gestikuliert. Menschen, die sich nie im Leben gesehen hatten begannen zu streiten. Manche maßen der Mrungluck- ttn die Schuld zu, manche dem Lenker des Wagens, btr sich mit Schweißtropfen auf ber Stirn nertei» bigte. Eine Arbeiterfrau schob ihre Markttasche unter Annas Kopf und versuchte ungeschickt, das emsig Quellende Blut zu stillen. Ein älterer Herr m Trauern Sakko eilte hilft» er eit in einen nahen Fn- leurlaben, um nach der Rettungswache zu telepho- reren. Bald erschien ein Schupo, zog sein Rottz- i>rch und nahm den Tatbestand auf.
Als das Sanitätsauto zehn Minuten spater Die
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kifttita im Forum Romanum dirigierte Bernardino Rolinari bas anspruchsvolle Werk mit tiefstem infühlungsvermögen. Unbeeinträchtigt von der reiluiftatuftit gestaltete er besonders die Entwick- mig des an die Grenze des Irdischen streifenden ritten Satzes zum Lösung und Erlösung bringen» en Schlußsatz überaus klar und zwingend. Der von Bonaventura S o m m a geleitete Chor ging freudig üt. Die Stimmen der Solisten wuchsen organisch uch dem Orchester hervor und gaben den Schiller- chen Worten in Beethovens Tönsprache eine mei«
„Nein. Daran habe ich eigentlich noch nicht gedacht. Helmreich. Man wird schwerfällig mit den Jahren. Und skeptisch. Es läuft einem auch nicht immer das Passende über den Weg. Ich behelfe mich mit einer Hausdame und bin ganz zufrieden damit."
„Was macht dein Stiefsohn?"
„Boy? Du kennst ihn ja. Der läßt es sich schon nicht schlecht gehen. Was der Gelb verputzt, eine ganze Familie könnte davon leben. Gestern war ich bei ihm auf der Bude unb habe ihm den Standpunkt klqrgemacht. Und nicht zu knapp." Brügger blickte unmutig vor sich hin.
„Na, mach es nur nicht gar zu arg. Wir waren damals auch keine Heiligen", begütigte Helmreich.
„Zugegeben. Aber Boy treibt es zu toll. Mit seinen Dämchen und der ewigen Faulenzerei. Ich muß nächstens mal mit seinen Professoren reden. Alles mit Maß und Ziel!"
„Lassen wir das Thema. Er wird sich schon noch die Hörner abstoßen. In jedem steckt ein guter Kern. Und nun zum Allgäu. Was machen die Forellen? Wie geht's unferm Fischwasser? Gut — sagst du? Das ist fein. Wenn ich im Herbst nach Trettau komme, fischen wir zu zweit, in ganz großem Stil, verstehst du? Du, ich habe eine neue Angel, der letzte Schrei, mit allen Schikanen! Und Fliegen, direkt aus Oslo. Es gibt doch nichts Schöneres, als so am Wasser zu sitzen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Und rundherum nichts als Himmel und Wiesen und Berge und Stille. Dafür verkaufe ich dir den ganzen Klimbim hier. Ach ja. Berge unb Stille, das müßte man öfter haben. Stattdessen hockt man jahraus, jahrein in diesem Kaninchenbau, schluckt Aether und Bazillen unb nen tut seine paar kurzen Jährchen. Wir sind große Römer vor dem Herrn, wir Stadtfräcke. Mensch, weißt du, was.man sein müßte? Bauer, Fischer, Jager, irgend etwas, was mit der Scholle zu tun hat — alles andere ist Bruch, sage ich dir." Helmreichs Stimme war immer lauter geworden, immer begeisterter. Don Zeit zu Zeit entlud sich fein Gemüt in solchen Detonationen. Dabei war er mit Leib unb Seele Arzt, ein beliebter Dozent und ein erstklassiger Chirurg, * (Fortsetzung folgt.)
abgelehnt werden ober daß nicht bevorrechteten Personen die Zusage nicht früher als vierzehn Tage vor dem ersten Aufenthaltstag gegeben wurde. Auch soll die Kontrolle auf die Bescheinigung zur Zugehörig» feit einer der bevorrechteten Gruppen sowie auf die ärztlichen Atteste (bei Heilbädern, und heilklima- tischen Kurorten) erstreckt werden. Sie sind vom Wohnungsgeber ordnungsgemäß einzuhalten und aufzubewahren. Selbst auf Gefälligkeitsatteste muß geachtet werden. Anzeichen für Gefälligkeitsatteste liegen nach den Ausführungen des Reichsfremdenverkehrsverbandes vor, wenn in Heilbädern die orts» gebundenen natürlichen Kurmittel nicht gebraucht werden. Und schließlich hat die Kontrollkommission darauf zu achten, daß Volksgenossen mit einem ärztlichen Attest in Heilbädern und heilklimatischen Kurorten auch bevorzugt behandelt werden. Daß die Aufenthaltsdauer nicht überschritten wird, gehört zu den selbstverständlichsten Pflichten der Überwachung und Lenkung des Fremdenverkehrs durch die Ö&V desfremdenoerkehrsverbänbe. Dr. H.
Auf den in Havanna auf Kuba ansässigen panischen Millionär Cesar Rodriguez unb dessen fteffen wurde ein Ueberfall verübt. Als Robriguez inb sein Neffe sich von ber Villa Rodriguez im 1 iraftmagen nach der Stadt begeben wollten, tour-
Zurückhaltung mit der Errichtung der Hauptschule gebieten, ist es auch erklärlich, daß diese neue Schulform, die Pflicht schule im Sinne des Re ichsschul« Pflichtgesetzes fein wird, diesen Charakter zunächst noch nicht hat. Daher ist der § 7a des genannten Gesetzes zunächst außer Kraft gesetzt worden. Im übrigen hat der Moichserziehungsminister beftimmt, daß die in diesem Jahre in die bestehenden Mittelschulen aufzunehmenden Kinder nach dem Lehrplan der Hauptschule unterrichtet werden, so daß danach die Mittelschulen ebenfalls als Hauptschulen im Ent. stehen zu werten sind.
Es ist damit zu rechnen, daß für das Schuljahr 1943/44 an der einen oder anderen Stelle des Landes weitere Hauptschulen eingerichtet werden können. Die Abteilung VII der Landesregierung wird dabei ihr Augenmerk auf Möglichkeiten richten, diese neue ©djulform auch auf dem Lande erstehen zu lassen.
Da unter den gegebenen Verhältnissen die Haupt, schule zunächst nicht Pflichtschule sein wird, ist der liebergang von der Volksschule in die Oberschule noch nicht an die vorgesehenen Auslesebestimmungen gebunden. Er kann demnach weiterhin nach den seit- her geltenden Bestimmungen erfolgen.
Die Abteilung VII (Bildungswefen, Kultus, Kunst und Volkstum) ber Hessischen Landesregierung gibt u. a. bekannt:
Ursprünglich hat die Absicht bestanden, die Hauptschule mit Beginn des neuen Schuljahres in Heft fen allgemein einzuführen. Besondere Umstände jedoch, die durch den Krieg bedingt sind, haben Veranlassung gegeben, zunächst mit der schrittweisen Verwirklichung dieses Planes im Herbst d. I. den Anfang zu machen. Für die lleberlegung, wo begonnen werden kann, war wesentlich die Klärung der Frage nach dem hierfür zur Verfügung stehenden geeigneten Raum. Nur dort, wo die räumlichen Vor. aussetzungen einwandftei gegeben sind, darf mit der Errichtung dieser neuen Schulform begonnen werden. Nach eingehender Prüfung durch die in Frage kommenden Stellen gestatten es die Verhältnisse lediglich in den Städten Friedberg und Bad- Nauheim, jetzt die Hauptschule zu errichten. Dort wird demnach mit Beginn des neuen Schuljahres ber Anfang gemacht werden durch Aufnahme von geeigneten Schülern unb Schülerinnen in die 1. Hauptschulklasse.
Aus den angeführten Gründen, die eine gewisse
geführt.
Danach ftnfr nicht eintragungspflichtig der Aufenthalt von Müttern mit Kindern bis zu drei Jahren, ferner der Aufenthalt von werdenden Müttern und alten und gebrechlichen Personen aus Gebieten, auf die sich die erweiterte Kinderlandverschickung erstreckt. Erforderlich ist jedoch eine Bescheinigung der zuständigen NSV.-Dienststelle. Auch der Aufenthalt von Bombengeschädigten ist nicht eintragungspflichtig, wenn eine parteiamtliche ober behördliche Bescheinigung vorliegt, insbesondere im Falle der Heiloerschickung durch die NSV.; ferner der Aufenthalt von Kindern und solchen, die von der erweiterten Kinderlandverschickung und der Aktion „Mutter und Kind" verschickt werden. Sodann sind frei von der Eintragungspflicht: vorübergehende Aufenthalte aus beruflichen Gründen ober solche aus Anlaß wissensckjaftlicher ober künstlerischer Studien bei einer Bescheinigung der zuständigen Berufsorganisation, Wochenendaufenthalte im Nahverkehr sowie kurzfristige Aufenthalte von Mitgliedern des Deutschen Alpenvereins und der Gebirgs- und Wanderoereine und ähnlicher Vereine im Rahmen von Fuß-, Rad- und sonstigen Wanderungen. Als kurzfristig gelten Aufenthalte bis zu drei Tagen an jedem Aufenthaltsort, wobei der Ankunfts- unb ber Abreisetag als je ein Tag gelten.
Dagegen sind e i n t r a g u n tz s p f l i ch t i g die Aufenthalte im Rahmen des Sozialerholungswerkes ber DAF., der Reichsoersicherungsanstalt, der Lan- desoersicherungsanstalten unb des Gemeinschaftswerkes der DAF.; auch müssen die Aufenthalte im Rahmen der Heilverschickung der NSV. (Ausnahmen bei Bombengeschädigten s. o.) sowie der Träger der öffentlichen Fürsorge eingetragen werden. Selbstverständlich ist, daß der Aufenthalt in öffentlichen oder privaten Erholungsheimen in die dritte Reichskleiderkarte einaejragen werden muß, auch dann, wenn mehrere Aufenthalte, die zugelassen sein müssen, innerhalb eines Jahres genommen werden. Das gleiche gilt für Pflegepersonen, sofern sie nicht zu hilfsbedürftigen ober gebrechlichen Kranken gehören. Auch der Aufenthalt von Lazarettbesuchern gehört hierzu, wenn er die vom Chefarzt bes Lazaretts bescheinigte Dauer von wenigen Tagen über* ftei-gt, und schließlich der Aufenthalt von Angehörigenbesuchern, wenn er die zur Erledigung geschäftlicher ober familiärer Angelegenheiten erforderliche Zeit von drei Tagen überschreitet.
Zur lleberprüfung der Ausführung dieser Bestimmungen, die am "20. März dieses Jahres erlassen wurden, sind die Landesfremdenverkehrsverbänbe angewiesen, laufend und unerwartet Kontrollen auszuüben, ja, wenn es sich als notwendig erweist, etwa bei aroben Verstößen gegen die Anordnungen, auch Sonoerkontrollen vorzunehmen. Den Kontrollen soll ein Vertreter des Beherbergungsgewerbes angehören. Bei diesen Kontrollen soll besonders
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Bevölkerung noch keine I darauf geachtet werden, daß die Personen bevor- mgspflicht von Ferien- rechteter Gruppen auch bevorzugt untergebracht außerhalb des Wohn- werden, wozu auch gehört, daß Bestellungen von icht zugunsten 7" 7'


