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Der Einbruch in das Kubangebiet

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bekannt:

Südlich des unteren Don warfen die deutschen Truppen den zum Teil zäh kämpfenden Feind nach Süden und erzwangen, von der Luftwaffe mit starken Kräften unterstützt, den liebergang über den INanytfch und Sal. Nordwestlich Kalatsch wurde an mehreren Stellen der sowjetische Wider­stand gebrochen und der Feind zum Rückzug ge­zwungen. Der Rachschubverkehr der Sowjets sowie Lisenbahnverblndungen ostwärts der Wolga wur­den bei Luftangriffen schwer getroffen. Bei der Be­kämpfung von Schiffszlelen versenkte die Luftwaffe im Dondelta drei sowjetische Kanonenboote und erzielte Bombentreffer auf zwei weiteren Booten. Außerdem wurden bei Nachtangriffen mehrere Transportschiffe auf der Wolga vernichtet ober be­schädigt.

Bei der Abwehr feindlicher Vorstöße gegen den Brückenkopf Woronesch wurden 29 Panzer db- gefchossen und eine größere Anzahl durch Kampf­fliegerkräfte außer Gefecht gesetzt.

An der Wolchowfront griffen die Sowjets eiben Brückenkopf mit' starken Kräften vergeb­lich an.

Berl i n, 29. Juli. Bei der Erweiterung des Brückenkopfes 9t o ft o ro nach Süden gewannen die deutschen Truppen einen Flußlauf in seiner gan­zen Länge bis zu dessen Einmündung in das Asow- sche Meer. Eine Kanonenbootflottille der Bolschewisten, die in hoher Fahrt aus dem Don- Delta ins offene Meer auszulaufen versuchte, wurde durch deutsche Kampfflugzeuge zersprengt. Drei Kanonenboote wurden durch Bombentreffer ver­senkt, zwei lpeitere schwer beschädigt.

Südlich des unteren Don überwanden Infanterie und motorisierte Verbände die durch eine Damm­sprengung überflutete Manytsch -Niederung und drangen in das Kubangebiet ein. Durch die Luftwaffe unterstützt, stürmten schnelle Truppen eipen stark befestigten Stützpunkt südlich des Ma­nytsch und nahmen einen beherrschenden Höhenzug. Dieser Angriff in glühender Som­merhitze stellte hohe Anforderungen an die deutschen Soldaten, zumal das Angriffsziel gegen starkes Ar- tilleriefeuer aus überhöhten Stellungen erreicht wer­den mußte und dabei die eigenen schweren Waffen über 10 Kilomter weit im Mannschaftszug vorwärts zu bringen waren. Das Ueberschreiten dieses Fluß­abschnittes wurde durch Zerstörerflugzeuge erleich­tert, die in Tiefangriffen das Feuer der feindlichen Batterien niederhielten. Gleichzeitig belegten Kamps­flugzeuge die zurückweichenden feindlichen Kolonnen und den Eisenbahnverkehr in diesem Raum wirksam mit Bomben.

In dem Kampfabschnitt zwischen Don und S a l wurde durch deutsche Panzertruppen ein G e -

Flugplatz westlich Alexandrien und Flugslüh- punkle auf TU al t a wurde von deutschen und ita- lienifchen Kampfflugzeugen angegriffen, wodurch ausgedehnte Brände entstanden.

3m Kanal ist ein deutsches Borpostenboot nach hartem Kampf mit mehreren britischen Zerstörern und Kanonenbooten gesunken.

Einzelne britische Flugzeuge warfen am Tage einige Bomben In Westdeutschland sowie im nord­deutschen Küstengebiet. 3n der letzten Rächt wurde erneut das Stadtgebiet von Hamburg, vorwiegend mit Brandbomben, belegt. Ls entstanden Schäden auch an öffentlichen Gebäuden: u. a. wurde das Lppendorfer Krankenhaus fchwer getroffen. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Nachtjäger. Flak­artillerie und IHarineartltlerie brachten 45 der an­greifenden britischen Bomber zum Absturz.

3n Mittel- und Südengland griffen Kampflugzeuge in der vergangenen Rächt Werke der Rüstungsindustrie, Bahnanlagen und Flugplätze aus geringer höhe mit guter Wirkung an.

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DieTimes" erinnert daran, daß die Sowjets jetzt wichtige Zentren ihrer Lebensmittelversorgung verloren hätten. Außerdem sei das sowjetrus^ische Verkehrsnetz so sehr bedroht, daß man hn Falle weiterer Rückzüge der sowjetrussischen Armeen mit einem Ausfall der Offensivkraft Goro- jetrußlands rechnen müsse. Demgemäß müßten die angelsächsischen Mächte ihrerseits das Aeußerste leisten, und zwar wirklich das Aeußerste. Das Blatt erklärt:Das Ergebnis der Molotowschen Bespre­chungen in London und Washington gab Moskau den Glauben, daß eine britische und amerikanische Militäraktion vor Jahresschluß geplant sei. Es be­steht kein Zweifel, daß das Volk nach einer zweiten Front ruft. Es ist wahr, daß Strategie nicht mit Massenversammlungen gemacht werden kann und daß eine allgemeine Diskussion unvereinbar mit der Herstellung eines klugen Planes für einen Feld­zug ift Aber die Männer, die auf unserer Seite die

Lappland-Romantik.

Von unseren: HEM.-Sonderberichterstatter.

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l»2. Jahrgang Nr. IN tericbemt lagnch, außer n um»,, Sonntags und feiertags

Lissabon. 30. Juli. (Europapreß.) Alle eng­lischen Blätter weisen auf den Ernst der militäri­schen Lage hin.Wir haben jetzt den dunkelsten Punkt des Krieges auf dem europäischen Kontinent erreicht, der selbst die Zeit vom November des letzten Jahres noch übertrifft, als die Deutschen zu ihrem großen Umfassungsmanöver gegen Moskau aushol­ten , fo schreibt der Koresondent des Daily Telegraph aus Moskau, und-der Kommentator Montgomery erklärte im Londoner Nachrichtendienst:Die Sache, für die mir kämpfen, befindet sich i n e i n e r a k u ° t e n Gefahr, die nicht geringer ist als 19M, als die Franzosen uns verließen. Wie wir uns damals um so energischer für den Krieg einsetzen mußten, muß dies auch heute geschehen. Die Deutschen läh­men immer mehr die kämpfenden Kräfte der Sow­jetunion und schneiden sie obendrein von ihren we­sentlichen Produktions- und Ernährungszentren ab, ohne die sie nicht kämpfen und leben kann.

setts der Grenze liegt diese Murmanbahn, gegen die heute zur Unterbindung der USA.« und England- Hilfe an die Sowjets Angriff auf Angriff deutscher und finnischer Verbände rollt.

Schon längst gehen die Lappen nicht mehr ihrer altgewohnten Beschäftigung nach, sie stehen als tapfere Soldaten und noch bessere Pfadfinder in den Reihen des finnischen Heeres. Ihre Frauen und die Alten aber sieht man mit Schippe und hacke beim Ausbessern der Eismeerstraßen, über die die Mo­toren der vetbündeten Heere des neuen Europas nord- und südwärts ziehen, dem Siege entgegen. Kein Lappe, der heute mehr als Fallensteller und Jäger dem Weidwerk nachgeht, kein Fellmarkt Heuer in Rovaniemi, Motoren zu Wasser, Motoren zu Lande, Motoren in der Luft; und dazwischen die grauen Marschkolonnen unserer tapferen deutsch- finnischen Verbände, die unaufhaltsam vorwärts- dringen und' eine zwar ziffernmäßig verschwindend kleine lappländische Bevölkerung, die diesen Heeren nachrückt und ihnen Glück zu allen Unternehmungen wünscht, da die ewige Gefahr, Moskau würde sich auch dieses Landstriches bemächtigen, um den Weg nach Schweden und Norwegen frei zu bekommen, ein für allemal gebannt worden ist. So wird bei Kämp" in Helsinki wohl zum erstenmal in der Weihnachtszeit als köfllichste Vorspeise Renntter- schinken fehlen; ein Genuß, den man gern ver­schmerzt, seitdem Finnland wieder frei wurde!

Der dunkle Punkt."

Sorgenvolle Betrachtungen der englischen presse.

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Verantwortung für den wichtigen Beschluß tragen, sind dieselben, die für die Kriegführung der letzten zwei Jahre verantwortlich waren. Die Wirksamkeit oder der Mangel an Wirksamkeit in der Hilfe für die Sowjetunion, die ihr in diesem gefahrvollen An- genblick zuteil wird, stellt den wirklichen Prüfstein für die Geschicklichkeit und die Voraussicht dar, mit der der Krieg geplant und entwickelt wurde. Vor ein paar Tagen sagte Lyttelton, daß wir, um die Sowjetunion zu halten, unsere eigene Bedrohung in den Hintergrund stellen müßten. Dies muß jetzt auch geschehen. Der Verlust der beiden letzten Tage an englischen Flugzeugen bei den Angriffen auf Deutschland zeigt, wie groß das Risiko dieser An­griffe ist."

Auch der Militärkritiker vonJllustrated London News", Cyrill Falls, weist auf den Ernst der Lage für die Sowjets hin und betont, daß für sie nun, nachdem sie fo weit zurückgegangen sind, jeder Fußbreit Boden außerordentlich wertvoll ift. Das zwischen Kursk, Woronesch und Charkow ver­lorene Gebiet stelle das beste Kornlcmd der Sowjet­union dar. Auch das Gebiet südlich des Don bis zur Wolga sei von diesem Standpunkt aus gesehen, wertvoll. Außerdem werde hier Kohle und Eisen ge- fördert, die eine Vorbedingung für die sowjetische Industrie seien.

Oie Tonnagekrisis.

Genf, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) DerDaily Expreß" erklärt:Der Ern st unserer Schiffs- ra Umlage läßt sich nicht länger verheimlichen. Der Unterschied zwischen den Versenkungen und den Neubauten stellt uns unmittelbar vor die 'ernsteste Krise, der mir jemals während des Krieges ins Auge schauen mußten. Wir sind nicht nur in unse­rer Angriffskraft bedroht, sondern auch in unserer Fähigkeit zur Kriegführung überhaupt. Wir bcnöti« gen dringend eine beträchtliche Steigerung unserer Schiffserzeugung." DerDaily Sketch" stellt Er- mägungen über die zweckmäßigsten Schiffsarten bei Neubauten an. Das Blatt meint, die 10000-t- Ueberseefrachter feien zwar am wirtschaft­lichsten. Da sie jedoch nur mit einer Geschwindigkeit von neun Knoten fahren, würden sie sehr leicht eine Beute der U-Boote. Für Kriegszwecke müßte ein Frachter mit 15 Knoten Geschwindigkeit bevorzugt werden, obwohl er beträchtlich mehr Kosten verursache und weit geringeren Laderaum aufweise. Er habe jedoch den Vorteil, daß er für U-Boote schwerer zu fassen fei, wenn er auch gegen­über Flugzeugangriffen ebenso wehrlos fei wie das langsamere Schiff.

Roosevelt fehlt es an Rohmaterial.

Lissabon, 29. Juli. (Europapreß.) Auf der Pressekonferenz am Dienstag im Weißen Haufe ent­schlüpfte Roosevelt das bemerkenswerte Eingeständ­nis, daß der Mangel an Rohmaterialien die Kriegs­produktion der Vereinigten Staaten an vielen Stel­len hindere. Er wandte sich mit der Bitte an die Pressevertteter, in ihren Zeitungen immer wieder auf die Bevölkerung der USA. einzuwirken, jede Art von Abfall zu sammeln. Gleichzeitig stellte er von Amts wegen eine Aktion zur Samm­lung und Verwertung aller in den Vereinigten Staaten anfallenden Reste und Abfälle in Aussicht. Auch die G u m m i b e s ch a f f u n g ist für Roose­velt zu einem ernsten Problem geworden: er beab­sichtigt, wie er sich ausdrückte, bereits bald einen neuen Schritt zu unternehmen, um das Gununk Problem in seiner Gesamtheit zu

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Waffen- oder Wirtschaftshilfe.

Wenn der Satz richtig ist, daß der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist, so befinden sich unsere Gegner auf dem direkten Weg zur Hölle. Bereits im Oktober vorigen Jahres spraä/en sie davon, daß man die Sowjets entlasten müsse, und daß dies nur dadurch geschehen könne, daß man die gegen den Bolschewismus angetretenen euro­päischen Völker auf einem zweiten Kriegsschauplatz engagiere. Di'e Pläne traten in den Hintergrund, als Japan vor mehr als sieben Monaten den Fehdehandschuh Washingtons aufhob und die anglo­amerikanischen Mächte zwang, sich auf dem Festland und den Inseln Südostasiens verteidigen. Auch die hohen Erwartungen, die man in London und Washington an die Winterschlacht im Osten ge­knüpft hatte, drängten den Plan einer zweiten Front zeitweilig in den Hintergrund. Als es sich dann aber herausstellte, daß der Winter ein treu», loser Verbündeter der alliierten Mächte gewesen war, und erst recht, als die verbündeten europäischen Armeen erfolgreich auf der Krim, im Raume von Charkow und schließlich auf dem gesamten Süd- abschnitt der Front antraten, wurde die Frag« >er zweiten Front geradezu das Problem, an d-K. sich die Geister schieden. Jetzt haben die Briten, für bte eine zweite Front erhebliche Blutopfer bedeuten würde, die erlösende Formel gefunden, sie erklären: entweder Waffenhilfe (durch eine zweite Front) oder aber Wirtschaftshilfe (durch Lieferung von Kriegsmaterial und Lebensrnittel). Beides zugleich durchzuführen fei angesichts des beschränkten Schiffsraumes nicht möglich.

Das Seltsame bei dieser Alternative, die den Stempel der Drückebergerei an der Stirn tragt, ist, daß sie sachlich weitgehend richtig ist. Die Er­folge der Achsenstreitkräfte zur See und in her Luft gegen die alliierte Versorgungsschiffahrt sind der­artig überwältigend, daß selbst der derzeitige Ton­nageaufwand nicht mehr gedeckt werden kann. Die Tatssache, daß ein großer Geleitzug der Alliierten nach den Sowjethäfen wie der aus 38 Fahr­zeugen bestehende Eismeerkonvoi um die Wende Juni/Juli 200 000 bis 250 000 BRT. umfaßt, laßt den Schluß zu, daß insgesamt % bis 1 Mil­lion BRT. für die Rüstungs- und Wirtschaftshilfe zugunsten her Sowjetunion engagiert sind. Wollten die Alliierten auch nur 200 000 Mann auf dem zweiten Kriegsschauplatz" einsetzen, so würden sie nach einer von amerikanischer Seite angestellten

genstoß feindlicher Panzer abgewehrt und dabei zehn bolschewistische Panzerkampfwagen ab« geschossen. Im weiteren Vordringen nahmen die deutschen Kampfgruppen zwei zäh verteidigte Ort­schaften und brachten außer zahlreichen Gefangenen sechs schwere Langrohr-Gefchütze mit ihren Zug­maschinen als Beitte ein. Bei diesen Kämpfen be­währte sich besonders eine mit den deutschen Trup­pen Schulter an Schulter kämpfende rumänische I n s a n t e r i e - D i v i s i o n. Kampfsti eg erverbände unterstützten-den Kampf des Heeres durch wirksame Luftangriffe auf feindliche Feld- und Artilleriestel­lungen

Im großen Donbogen brachen die deutschen Truppen den feindlichen Widerstand und stießen, zum Teil flankierend, in die rürfläufigen Bewegun­gen des Feindes hinein. Kampf- und Schlachtflug­zeuge bombardierten in mehreren Wellen die bol­schewistischen Verteidigungsanlagen in dem Höhen­gelände nördlich Kalatsch, wodurch den deut­schen Truppen das Eindringen in die feindlichen Kampfstellungen erleichtert wurde. Weitere Luft­angriffe richteten sich gegen die Eifenbahn- st reck en zwischen Don und Wolga und gegen den Schiffsverkehr auf her unteren Wol- g a. Ein beladener Transporter von 1500 BRT. sowie brei größere Stromkähne wurden versenkt. Drei weitere Schleppkähne gerieten in Brand. Au­ßerdem wurden vier Frachtschiffe von je 1500 BRT. schwer beschädigt. Jäger schössen über dem südlichen Abschnitt her Ostfront 24 Flugzeuge ab.

Weiß her Stämme glänzend weit durch Lappland leuchtet. Bald verdichten sich die Stämme, an Ur­wald mahnende Flächen bedecken die Gegend, hier da wellt sich der Boden und gibt dem Pano­rama zuerst den Anblick eines Hügelgeländes. Dann Hüpfen sich Berge und bilden Massive, Steppen bifiten sich dazwischen, und weite Moorflächen er­innern an die Jungfräulichkeit des Bodens, der hier mir ganz spärlich' besiedelt ist. Die Eismeerstraße suwmt dazwischen in ihrer einmaligen Länge ein ANnotones Lied, es scheint, als ob die Erde hier tigeftorben wäre und der Ewigkeit ihren Platz engeräumt hätte. Wenn dann noch die Mitter- rchtssonne im Gezeit steht, Polarlichter am him- ml geistern und schwere Bir keuscheste in offenen Arminen warmer Blockhäuser und Hütteck knistern und raunen, könnte man glauben, in eine Nord- landsage versetzt zu sein, hier-flüchtet der Elch und lauert her Wolf, hier trottet der Bär und weidet

- Lappen sind die Herren der Gründe, neun? «Hickel Nomaden und der Rest Hirten, deren Zelte freute hier und morgen dort stehen, immer bei ihren IHerden, die hier Renntiere heißen. Es gibt Statt- [tifrn, hie sich mit diesem Dölklein befassen und Ziffern, die den Umfang und die Kopfzahl ihrer nenutierherden berechnen. Das alles sind Zahlen, trotte ne Daten, in denen fo rein gar nichts von Vieler Romantik liegt, hie Lappen, Renntieren und I ihrer Landschaft an haftet. Und diese Romantik, diese Urwüchsigkeit, ja Einmaligkeit beginnt schon bei her ^Hauptstadt dieser Provinz, die zum Staate Suomi gehört und von Helsinki aus gesteuert wird.

! Schon die BezeichnungHauptstadt Rova- Niemi" ist ein kultureller Irrtum, denn trotz fei- wr Ausdehnung und Lage in diesen Breitengraden binett am Polarkreis beachtenswerten Einwohner- i Mr ist Rovaniemi eigenttich immer noch ein regel» Rlßchtes Dorf. In Finnland werden an die Der- Irijung durch Stadtrechte Doraussetzutigen geknüpft, Inti es nun Kanalisation, Wasserleitung, Gasversor- »(hing usw., Dinge, an denen es ausnahmslos in Kiplanh mangelt. Dennoch wird eifern am Ausbau tajer lappländischen Metropole gearbeitet: moderne kkrwaltungspaläfte entstehen, große Kasernen, tthranwberne Hotels, luftige Krankenhäüfer, die in ktraffftem Gegensatz stehen zu einer elenden holz- borarfc, die sichHauptbahnhof" nennt, ober zu den Holzhäusern und Holzhäuslein, aus denen sich ganze Ikfraßenzüge und Stadtteile zusammensetzen.

Trotzdem dieses Rovaniemi dennoch Hauptstadt Don Lappland im wahrsten Sinne des Wortes ckrch seine Zentral- und Verwaltungsbehörden Diri de, ift von denechten" Lappen auf den Ikrstcn Bli,

zwischen liegt, passiert in (Bebauten Revue: brau- tlCtt. felibe, floßbeladene Ströme ziehen durch dies Land M Ml der Lappen, Moor und Heide sind die Ufer, Renn- ;u eincmI ttf, Elch und Bär geben diesem Panorama mit tadel aus I ihren Urbewohnern diese so ureigenste Note.

Mitwir. I Finnen reden hört, denkt unweigerlich an r wurden ; Warn, und wer Lappen sieht, mehr oder weniger eis-Turn. 1 n1 Mongolen. Von Kenn am Bottnischen Meer- orfübrun. Wen, diesem riesigen Holz- und Zellulose-Flecken, eübt. Da. 1 M die Bahn gen Osten am Kemijärv entlcmg s für ben Rovaniemi, der 5>aupfftadt der Provinz Vereinen 2appLant>z um in Kemijärvi in ihrer alten »es Wett- : Zu endigen und ihr Erbe hier an die Sal-

r öfteren labahn abzugeben, von her in den deutschen und rleickteck finnischen Heeresberichten immer wieher hie Rede '- mor. Zur Spätsommerzeit weite, blühende Heide, Zwischen die ewigen Birken, deren Laub schon ins wi; 1 langsam anfängt, sich zu verfärben, während das hmlteln. 1 r

^Vergleich stand. DerPelzmarkt des Fleckens hat Blrternationalen Ruf, und wenn die Jäger, Fallen- Mer und Händler sich hier an bestimmten, taten» Vmäßig lange vorher genau festgelegten Terminen Mial im Jahre ein Stelldichein geben, rollt nicht nur das Gold und der Dollar in baren Münzen, lockern auch her Branntwein in rauhen Mengen birtf) die durstigen Kehlen, um meistens das Signal Prügeleien und Messerstechereien zu geben. (e Pelzmärkte sind wahre Volksfeste, auf denen fih Lappland ein Stelldichein gibt in seinerSjaupp firdi". Die Lappen eilen von nah und fern herbei, Um dann wieder nach Wochenfrist auseinanderzu- und sich dann wiederum ein Jahr nicht zu jkten bis zum nächsten fellernen Jahrmarkt. I prm ziehen die Sippen und Familien die Eismeer- 'i iftrrze wieder hinauf, zuerst gen Norden. ein» I IWr Stelle steht inmitten junger Fichten em Pfahl N einer blechbefchlagenen weißen Tafel, die m

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Mambos 8 atos (ihl \ .

«Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Wanb II Helsinki, im Juli 1942.

)er ifli.l LeiKämp" in Helsinki, diesem nordischen Fein- ri) 3^. I schnecker-Lokal, prangt alljährlich auf der Speise- ier) 3-i< tote zur Weihnachtszeit als köstlichste . Vorspeise llchlonck scki geräucherter Renntierschinken mit Knäckebrot arn (ffi. ® uist frischer Butter. Zuerst schüttelt der Fremdling schland - ungläubig den Kopf, dann wagt er nach einigem ' Anreden die Wahl, am Ende aber schüttelt er neuer-

*$>»« I 3n Megnpfen wiederholte der Aeind feine

VvV Angriffe nicht. 3n der Rächt ZUM 28. 3uti wurde

DJttJ. Mus dem Aührerh-Up« quartier, das h°fengebiel von Sue; mit Bomben be- 29.3uli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt.'egt und Treffer in Kaianlagen, Treibstofflagern

Pfve, ist von denechten Zappen aus oen bcVn Blick nur wenig zu sehen. Denn nur an

J&tl Eorm und» Feiertagen sieht man Angehörige des f .Lappenvölkchens paarweise oder in kleineren Grup- |hn in ihren eigenartigen Trachten. Sie erinnern iv, Indianer in einer Goldgräberstadt im wilden

iießen sm mg-GönS ibel,W en inböt Linden

stag bei» 1 ungläubig den Kopf über soviel Aroma und 1) jor Schmack, Würze und Feinheit in diesen bauch- fes biiin geschnittenen Scheiden geräucherten Fleisches,

n Kamvi V ^ nac^ außen hin im Aussehen sehr viel gemein 'n qkidh 3 M mit westfälischem Bauernschinken. Noch während I im Im I öef weiteren Essens und noch lange nach dem auser Sarnaus grübelt man nach über dieses markante als Stör I uid fo delikate Vorgericht. Die Gegenwart mit ihrer )ren 'I Uiigebuag, die Zivilisation heißt, verschiebt sich nach belieben I weiteren Tundren und Einöden,^Sümpfen und legen milli®

einzelten Fällen sogar schon Land- und Forstwirt­schaft treiben. Wieder liegt die Ruhe des Nordens und der Frieden Lapplands über den Landen: Petsamo erscheint als das Ende der Welt, und nur der Kemijärv poltert reißend zu Tal und trägt nach wie vor auf seinem Wettenrucken aber Tausende von Stämmen, die in den Wäldern Lapplands ge­schlagen undim Süden" zu Bau- und Zellulose- Holz verarbeitet werden.

Aber eines Tages gingen deutsche Panzer in Kemi an Land, und deutsche Alpenjäger marschierten den Weg der brcioiertel tausend Kilo­meter Eismeerstraße nordwärts zum Eismeer. So ist heute Lappland eine der Hauptoperationsbasen deutscher Verbände im Kampf gegen die Bolsche­wisten geworden, besonders seitdem die Murngan- bahn, die Stadt Murmansk, der Kolakanal und die Fischerhalbinsel unter hem vernichtenden Bom­benhagel deutscher Kampf- und Bombenflugzeuge liegen. Rovaniemi und Petsamo haben gewaltig an Bedeutung zugenommen, und die Sallabahn, die, kaum fertiggestellt, m die Murmanbahn übergeht, liegt im Mittelpunkt strategischer Maßnahmen. Jen-

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Gießener Anzeiger

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d r Sprachen das WortPolarkreis" ai | Weist, um sich dann östlich oder westwärts wieder !H* ji Gründen zu begeben, in denen sie der Jago 1 exx ..'i: .-1___s.... nhnt* in YtPTe