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Eichener Anzeiger

Die Einnahme Marsa Matruks

Panzerschlacht in der Wüste

Marschall Mannerheim beim Führer

üstensand

Infanterist im

Von Kriegsberichter Fritz Treffa-Eich Höfer

Ein Bild aus der S chl a ch t v o n A c r o m a, westlich von Tobruk, bei der den Briten der Rückzug nach Osten verlegt wurde. Ueberall im Gelände schlagen die Geschosse der Artillerie ein. Rauch­schwaden brennender Panzer sind Zeugen der gewaltiger Kämpfe. (PK.-Kriegsberichter Moosmüller.)

losigkeit da, wo sie Menschen und Pflanzen das Leben verwehrt. Er erlebt für Stunden die Oasen mit Wasser und schleppenden Ochsen, hört das Rau­schen der mächtigen Palmen, kennt den Eselsschrei und den der Kamele. Der monotone Klang der Arabertrommel klingt in ihm noch nach, wenn er wieder auf dem Marsche ist. Er scherzt mit den Araberjungen, die Backschisch (Trinkgew) betteln, die Eier gegen Brot und Zigaretten tauschen wollen oder ihrCamerato tedesco, caramelle! rufend hinter ihm herlaufen. Hat er noch Bonbons aus seinem Verpflegungsoorrat, so gibt er. Er ist gut­mütig und hat immer Humor, der alte, junge In­fanterist.

Komnit er dann tiefer hinein ins Deserto, ins Land ohne Leben, so grüßt ihn der Krieg, der Krieg, der mit ihm und, vor ihm hier Ernte ge­halten, den er vertrieben, weit, weit vor an die heutige Front. Er sieht die vielen tief eingegrabenen Spuren der Geschützräder und Tanks links und rechts im harten Sande und kombiniert: Artillerie­stellungen, Ausgangsstellungen, Kampfgebiet wäh­rend der Schlacht bei Agedabia. Er sieht Kreuze, die vereinzelt am Wege stehen, Ruhestätten deut­scher und italienischer Soldaten. Wo der Sandsturm diese Kreuze umgeweht hat, richtet er sie auf, stülpt den Tropenhelm mit der schwarzweißroten oder grünweißroten Kokarde darauf, grüßt noch einmal stumm seine Kameraden. Sieht die zerfetzten, ver­brannten, umgeworfenen' Wagen und Tanks, sieht die Wegweiser mit ihren rätselhaften Aufschriften: LVL., ADS., SNA., RAT. Sieht die Stacheldrabt- verhaue und Tankgräben, berechnet ihre Breite und mißt sie amMark II", dem britischen Tank, seinem alten, klobigen Feind. Und er denkt zurück an die Wochen und Monate der Kämpfe auf diesem Wege in seine Stellung, auf diesem Marsche zu seinen vorn liegenden Kameraden.

Oft spielt erAnhalter Bahnhof". Dann stellt er sich an die Straße und hebt den Arm hoch, wenn ein Wagen aus der Staubwolke kommt. Hält der an, so hat er Glück und kann Hunderte von Kilo­metern auf einem LKW. hocken, pennen, dösen, mit anderen Kameraden singen. Oft hat er dieses Glück. Wenn er dann wieder abspringt, um weiterzulaufen, sieht er aus wie ein Müllergeselle, verstaubt bis in die Ohren.

Und dann geht er wieder weiter nach vorn. Die lange asphaltierte Straße entlang, immer weiter nach vorn an die Front. Bis er abbiegt in eine

eines italienisck)en Infanterie-Korps wurde der Ring ui)i Marsa Matruk geschlossen und immer weiter verengt. In der Nacht zum 28. 6. un­ternahm der Feind mehrere verzweifelte Aus­bruchsversuche aus der belagerten Festung, wobei die Briten außer hohen blutigen Verlusten über 1000 Gefangene und zahlreiches Kriegsmaterial verloren. In den frühen Morgenstunden des 29.6. wurde dann die Festung erstürmt, obwohl die Bri­ten die Stadt durch zahlreiche Verteidigungswerke, tiefe Minenfelder und Artilleriestellungen zu einer starken Festung ausgebaut hatten. Die flache Küsten­ebene und der südlich der Stadt in Terrassen ab­fallende Nordhang der ein Hochplateau bildenden Wüste gaben die besten Möglichkeiten zur Anlage zahlreicher Befestigungen, mit denen die älteren An­lagen zu einem tief gestaffelten Verteidigungssystem erweitert worden waren.

Die große Bedeutung von Marsa Matruk ergibt sich neben seiner günstigen Loge an einem geräumi­gen natürlichen Hafen auch daraus, daß hier d i e erste große Station der Küstenbahn nach Alexandria legt und die Stadt zugleich der Ausgangspunkt für die große Wüstenstraße zur O a s a S i w a sowie von weiteren Karawanenwegen nach Südosten ist. Die Briten verloren mit Marsa Matruk ihren bedeutendsten Nachschubhafen zwischen Sollum und Alexandria. Während bei Marsa Ma­truk größere Teilkräfte des Feindes eingekesselt und aufgerieben wurden, wurden die nach Osten aus­weichenden britischen Truppen von den nachstoßen­den Panzerkräften -zum weiteren Rückzug ge­zwungen.

Etappen des Sieges«

Die deutschen Wehrmachtberichte halten uns mitten in einer Glücksserie von großen Erfolgen knapp in den Einzelheiten. Die anderen, die an den Niederlagen ersticken, leben von Ueberschwenglich- keiten; bei uns gibt es keineFarbengebung", ein harter Bleistift umreißt die Konturen des Geschehens und bleibt ... hinter dem Geschehen zurück!

Die Einnahme von Marfa Matruk ist ein Sieg, der seine einzige Parallele, sein vergleichbares Ge­genstück allein ... in der Einnahme von Tobruk findet. Am 21. Juni wurde die Eroberung von To­bruk, am 25. Juni die Einnahme der Festungen Sollum, Capuzzo und Halfaya und am 29. Juni der glückliche Sturm auf Marsa Matruk gemeldet. Marsa Matruk liegt von Tobruk rund 340, von Sollum 210 Kilometer entfernt In acht Tagen haben die Angriffstruppen von Tobruk die 34Ö Kilometer mit ihrer ganzen Ausrüstung durcheilt. Auf den Tag kommen im Durchschnitt 35 Kilometer, wobei von den Kämpfen um Sollum, Capuzzo, den Halfaya- Paß und Sidi el Barani ganz abgesehen wird.

Das Bild der Schlacht von Marsa Mattuk, ins­besondere ifjre Ausdehnung nach Süden ist noch nicht völlig klar. Der italienische Wehrmachtbericht vom 28. Juni meldete bereits, daßam gestrigen Tag das war Samstag, der 27. Juni die Truppen der Achsenmächte südöstlich von Marsa Matruk weitere Fortschritte machten und die Küsten­straße etwa 30 Kilometer östlich von Marsa Ma­truk erreichten". Der deuffche Wehrmachtbericht vom Montag, dem 29. Juni, hellt die italienischen An­gaben vom Vortag auf. Es wird gesagt, daß bri­tische Kräfteim Raum südlich Marsa Matruk erneut geschlagen" und zum weiteren Rückzug nach Osten gezwungen wurden. Dann folgt der Satz: Dabei hatte der Feind schwere Verluste an Pan­zern. Das stark befestigte Marsa Matruk wurde eingeschlossen, die Verfolgung des Feindes fortge­setzt."-

Mit der Einnahme von Marsa Matruk ist die afrikanische Wavell-Linie gefallen. Englische Blätter beschrieben sie auf folgende Weife: Eine neue deutsche Umfassungsbewegung gegen Marsa Matruk sei bisher wenigstens!durch diestarke Panzerbarriere" verhindert worden. Der Kampf finde in einem Halbkreis westlich und südwestlich von Marsa Matruk statt. Das Sumpfgelände süd­lich der Stadt bilde wichtige natürliche Befestigungs­werke, deren Ausnutzung die Verteidiger mcht ver­säumt hätten. Die wenigen, durch das schlechte Ge­lände laufenden Wege feien sorgfältig miniert Die heftigen Sandstürme hinderten augenblicklich die An- greiser daran, überraschende Blitzvorstöße zu ma­chen. Die Blätter gaben der Vermutung Ausdruck, daß die Kämpfe bei Marsa Matruk sich in Kürze Zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen der britischen Küsten- und Flottenartillerie und ben weit­reichenden Kanonen und Stukas Rommels entmit-

192. Jahrgang ttr.150

Kttcheinr täglich, außer Sonntags und feiertags

Oie Sondermeldung.

DAB. AusdemFührerhauplquariier, 29. Juni. (DJ123. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt-bekannt:

In Nordafrika wurde in den heutigen Vor­mittagsstunden die durch tiefe Verteidigungsanlagen und zahlreiche Minenfelder verstärkte Festung Marfa Matruk gegen zähen feindlichen Wider­stand gestürmt. Ueber 6000 Briten wurden ge­fangengenommen, 36 Panzer abgeschofsen und zahlreiche Batterien vernichtet. Umfangreiches Kriegsmaterial fiel in die Hand der deutschen und italienischen Truppen. Bei dem Sturm auf M a r s a Matruk hat sich die deutsche 90. Leichte Division besonders ausgezeichnet.

Unser Bild zeigt den Führer im Gespräch mit Marschall Mannerheim. (Presse-Hoffmann) fSch.j.

Barbarische Behandlung Deutscher in Brasilien.

vlenttag,30.Zunk1942

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PK. Der Krieg in Libyen lebt und stirbt mit dem Hämmern der Motoren. Sie prägen ihm ihren Stempel auf, verleihen ihm ihren Rhythmus, ja, sie geben ihm ihren Namen: mot-Krieg. In der Heimat spricht man vyn ihm und denkt an Rommels Pan­zer, in Italien denkt man an die DivisionenArte­te", dieTrieste", dieTrento", wenn man von die­sem Krieg in Libyen spricht. Und die Soldaten selbst singen es tagtäglich: ... Panzer rollen in Afrika vor...

Auf der unendlich langen asphaltierten Straße marschiert dieses mot-Heer Tag und Nacht, kleine und große Wagen, Raupenschlepper, Motorräder, LKWs, mit einem, zwei und drei Anhängern, ^>päh- und Panzerwagen, Flakgeschütze und -Scheinwerfer, Funkstellen und Nachschub von A bis Z moto- rtfiert Und so scheint es saft, als sei der Fußsoldat entthront, als habe er der Macht der Maschinen das Feld räumen müssen.

Aber die Motoren fingen nicht allem das Lied dieses Krieges: der Infanterist singt es mir, wie in Polen, wie in Frankreich, wie in «owjet- rußland. Denn in diesem Kampfgebiet Libyen lebt und k ä m p f t a u ch e r. Er ist überall wo es um Entscheidungen geht. Die tausend mächtigen ^Ma­schinen sind für ihn nur Mittel zum Zweck. Er i|t und bleibt, was er immer war: der Bäte r a is (e r Dinge im Kriege. Ueberall, wo unsere Das­sen sprachen, ist er marschiert. Wo er seinen tvuß hinsetzte, war das Schicksal des Feindes besiegelt.

Jetzt marschiert er in der Wüste. Aus der längen asphaltierten Straße geht er, in Sand, Staub unö Hitze; geht mit all seinen Sorgen und Wangen, Mit ast seinen Idealen, die ihm starken Mut geben, aber auch mit seinem Hunger und seinem Durst mi seiner Sehnsucht, seiner Romantik, seinem Sang und seinem Frohsinn. Die Füße schmerzen^lhmi nach langem Morsch, und an ihm vorüber roI?e Fahrzeuge. Wie gerne würde auch er da oben HBen, würde auch er fahren auf zwei, drei, auf vier'Ra­dern. Aber er kann nicht, kann mcht, dieser ewige Infanterist, er muß gehen, immer weiter mit seiner Müdigkeit, in dem Pulverstaub, in der Hitze, in dem Sandsturm. , < nfr

Und da lernt er die Straße kennen, besser als all die anderen im 60-Kilorneter-Ternpo sie lernals ge­sehen. Er erlebt sie im Schritt. Er erlebt bue y üfte am Wegrand mit ihren eigenartigen Weise K. wo sie Menschen und Pflanzen das Leben ge­währt, mit ihrer OHe und ihrer endlosen Trost-

Dem Sturm auf die Festung gingen heftige, für die Briten verlustreiche Kämpfe voraus. Nachdem die bnttschen Nachhuten vor scharfem Angriff zurück- gewichen waren, durchbrach die deutsch-italienische Panzerarmee die feindlichen Hauptstellungen im ' Raum südostwärts Marfa Matruk und stieß bis zur großen Küstenstraße vor. In diesen harten Ge­fechten erlitten die britischen Verbände schwere Ver­luste an Menschen, - Panzern und Geschützen. Der schwer angeschlagene Feind wurde in mehrere Teil- gruppen aufgespalten, die teils südostwärts Marsa Matruk eingekesselt und auf gerieben wurden, teils auf Marsa Matruk zurückgeworfen wurden. Durch Angriffe der deutschen 90. leichten Division und

Piste. Eine Piste ist ein Wüstenstreifen, den schon vor ihm einige gegangen öder gefahren sind. Wenn nicht gerade ein Sandsturm darüber hingegangen ist und die Fährten verwischt hat, kann man ihn gut erkennen. Sonst braucht man Instinkt und Geschick dazu. Wo die Piste anfängt, hört der Asphalt auf, beginnen die Füße den Kampf mit dem Sand, dem rutschenden, ewig weichenden, stau­bigen Sand, beginnt der Kampf mit den Kameldorn­büschen, die die Haut aufritzen, die in der Hitze schlecht heilende Wunden reißen.

Schließlich langt er in seiner Stellung an. Aber die ist nicht mehr da, wo sie war, als er ging. Sie wechselt dauernd. Hundemüde und durstig haut er sich hin, trinkt ein paar Schluck von dem Liter Wasser, der ihm zufteht, ißt etwas und schläft einem neuen Morgen entgegAi. Sein Heim ist ein Erdloch, das er mit zwei Kameraden in den Sand gegraben, hat. Darüber ist eine Zeltbahn gespannt, Balken, Sandsäcke. Nichts ragt über den ^Horizont hinaus, der ist hier überall gleich und eintönig, und Feind- einficht ist immer da. An den Wänden kleben Bilder von Mädchen in Badekostümen oder noch mehr de­kolletiert. Die Karabiner stehen da, die Handgrana­ten find griffbereit, die. Tornister mit ihren armen, trauten Habseligkeiten, die ihn so lange begleiten wie die Fotos seiner Lieben, die er auf dem Herzen trägt

Äas alles ist sein Reich hier, seit Monaten schon, hier lebt und wacht er. Der Feind kann jeden Mo­ment auftauchen. Von vorn kann er kommen, von hinten. Mit Tanks kann er kommen ober ohne Tanks. Zwei Männer können es fein oder zehn Mann. Immer muß er bereit fein und wach. Denn diese Wüste birgt Haß. Da kommt plötzlich der Ghibli heiß und sengend über, ihn und nimmt ihm ben Atem, überfällt ihn der Sandstaub. ihn und seine Waffe. Er reinigt sie, immer wieder, immer wieder. Wenn es Abend wird, fröstelt ihn, wenn es Nacht ist, wird es kalt. Nur die Sterne stehen klar und hell am Firmament. Sie find feine Freunde. Er kennt schon viele, weiß, wie sie wandern, und kann längst Zeit und Richtung aus ihnen lesen. Sie geben ihm eine wohltuende Ruhe zur Andacht, schenken ihm Muße, Zwiesprache zu halten unter ihrem weiten Zelt, Zwiesprache mit seiner Heimat, mit seinem Mädel, dessen Briefe er alle paar Wochen erhält, Zwiesprache mit seiner Mutter, mit seiner Welt daheim, für die er hier steht, abseits aller Zivilisation/ in dauernden Gefahren.

Man muß ihn gern haben, diesen Infanteristen, man muß ihm gut sein, diesem bescheidenen, an­spruchslosen Soldaten, diesem braungebrannten Jungen in gebleichter, verwaschener Uniform mit der breitrandigen, schiefen Mütze, mit dem blonden Vart, mit der Pfeife im Mund, mit seinen rauhen Worten, seinen ernsten Augen, seinem offenen Sinn, seinem lachenden Herzen, das hier in der Wüste für Deutschland schlägt. Und darum: die Motoren singen nicht allein das Lied dieses Krieges, der In­fanterist singt es mit...

nord am eri konische Botschaft in Rio eine Namenlifte derjenigen vorlegte, deren Verhaftung erwünscht erschiene. Die Verhafteten wurden im Po­lizeigefängnis in Rio in kleinen stinkenden, von Schmutz starrenden Räumen zusammengedrängt. Die Verhöre gingen unter Quälereien, Verprüge- Iungen durch Neger und ständiges Wachhalten der Gefangenen vor sich. Der Staatskommissar von Rio hat sich vor der Preste damit gebrüstet, daß dem Volksdeutschen Engels Geständnisse abgepreßt wor­den seien, nachdem man ihn fünf Tage, und Nächte hindurch im Verhör hielt, ohne ihn schlafen zu lassen.

Dieses Verhalten d?r verantwortlichen brasiliani- schen Stellen ist um um so skandalöser, als es sich gegen die Angehörigen eines Volkes richtet, das feit mehr als hundert Jahren an dem wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau Brasiliens den größten An­teil hat. Die Reichsregierung hat deshalb durch die Schutzmacht die brasilianische Regierung wissen lassen, daß sie nun Gegenmaßnahmen gegen brasilianische Staatsangehörige ergreifen wird.

Beilagen:

Gießener g-amilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis:

Monatlich.....RM.1.80

3ufteg0cbübr -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt

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Berlin, 29. Juni. (DNB.) In Brasilien haben seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland die Agenten Roosevelts den Pöbel zu wüsten Ausschreitungen gegen Deutsche und deut­sches Eigentum aufgestachelt. Auch in amtlichen bra- ilianischen Stellen haben sich willige Werkzeuge ge­funden, die im Dienste Washingtons die Verfolgung der Deutschen in Brasilien mitmachen. An ihrer Spitze steht der frühere brasilianische Botschafter, in Washington und jetzige Außenminister Aranha. Als Roosevelts Handlanger trägt er in erster Linie die Verantwortung für das barbarische Vorgehen gegen die Deutschen. So wurde der deutsche Dize- konsul Brand in Paramagua wie ein Schwer­verbrecher ins Polizeigefängnis gebracht, vollständig ausgeraubt und ins Zuchthaus gebracht, wo er meh­rere Monate hindurch wie ein Verbrecher behandelt wurde.

Ferner sind ttotz der von Präsident Vargas dem deutschen Botschafter ausdrücklich gegebenen Zusage, daß ben Deutschen kein Leid zugefugt werde, Reichs­deutsche und eine große Zahl Volksdeutscher ver­haftet worben, 2lls Anlaß hierzu genügte, daß die

General-Anzeiger für Oberhessen Gießen, 5chulstrahe 7-9

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