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NeineOamenstrümpfeaufMSdchenkade

Damenstrümpfe dürfen auf^chenkarte nicht abgegeben werden. Bekanntlich können auf jette Röichskleiderkarte nur die für den Bedarf des Kar­teninhabers bestimmten Waren verkauft werden. Ausnahmen find nur insoweit zulässig, als die Reichskleiderkarte für Mädchen den vom zustän­digen Wirtschaftsamt oder der zuständigen Karten­stelle angebrachten VermerkUebergröße" tragen, weil die Inhaberin dieser Karte infolge überdurch­schnittlicher Körpergröße entsprechender Kleidung bedarf.

Gießener Dochenmarktpreise

* Gießen, 30. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, V, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 47, Wirsing, % kg 22, Spinat 12 bis 17, Spargel 1,25 RM., Salatgurken 69 Rpf., Salat, das Stück 15 bis 20, Oberkohlrabi 18, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf.

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** Dichterlesung Anton Dörfler. Auf Einladung des Goethe-Bundes, der Kulturellen Vereinigung und der Volksbildungsftätte Gießen der RSG.Kraft durch Freude" wird im Rahmen des Gießener Vortragsringes der Dichter Anton Dörfler am Montag, 1. Juni, aus eigenen Wer­ken lesen.

Strafkammer Gießen.

Die A. H. in Gießen hatte sich gestern wegen schwerer Urkundenfälschung, versuchter schwerer Urkundenfälschung, schweren Diebstahls und Dieb­stahls zu verantworten. Sie hatte von Oktober bis Dezember v. I. mittels Nachschlüssel die Tisch­schublade ihres Dienstherrn geöffnet und daraus dessen Sparkassenbuch entwendet, sie fälschte ferner eine Geldempfangsvollmacht, indem sie den Namen ihres Dienstherrn darunter schrieb, und hob auf Grund dieser falschen Urkunde 200 RM. vom Spar­guthaben ihres Dienstherrn ab; ferner fertigte sie eine weitere, mit einer falschen Unterschrift ver­sehene Vollmacht an, die sie aber nicht verwendete, außerdem stahl sie ihrem Dienstherrn einen Hinter- legungsschein und hob darauf 421,74 RM. Zinsen ab. 400 RM. wurden wieder zurückerstattet, ebenso die vorerwähnten 200 RM., bis auf einen kleinen Betrag, so daß nur geringer SchSden entstanden ist. Der Dienstherr war ein inzwischen verstorbener hochbetagter Mann, der der Angeklagten großes Vertrauen entgegenbrachte, das sie aber in der gröblichsten Weise mißbrauchte. Die Angeklagte wurde zu einer Gesamtgefängnis st rafe von einem Jahr, auf die fünf Monate Unter­suchungshaft angerechnet werden-, verurteilt. Die seitherige Unbescholtenheit der Angeklagten und ihr Geständnis wirkten strafmildernd, der grobe 23er» Lrauensmißbrauch dagegen straferschwerend.

Zuchthaus für Feldpostdiebstähle.

Lpd. Frankfurt a. M., 28. Mai. Die als Post- facharbeiterin angestellte 28jährige Anna Maria B e ch t l o f f aus Offenbach a. M. hat unter Aus­nutzung kriegsbedingter Sonderverhältnisse im Herbst und Winter 1941 bis 1942 fortgesetzt bei wiederholten Gelegenheiten Postsendungen, dar­unter auch Briefe und Päckchen der Feldpost, ent­wendet und deren Inhalt für sich verbraucht. Der gewissenlose und ungeachtet dienstlicher Verwar­nungen begangene Amtsmißbrauch war nach den Strafvorschriften für Volksschädlingsverbrechen zu beurteilen. Die Angeklagte erhielt deshalb von dem Sondergericht eine Strafe von 3 Jahren Zucht­haus unter Aberkennung der bürgerlichen Ehren­rechte für die gleiche Dauer.

Don der Börse.

Stagnierende Aktienmärkte.

FWD. Frankfurt a. M., 29. Mai. In der verflossenen Woche standen die Aktienmärkte im Zeichen einer Stagnation. Die Umsatztätigkeit war auf das äußerste beschränkt, und die Kursaus­setzungen überwogen an den einzelnen Tagen bei weitem. Selbst kleinste Nachfrage konnte nicht be­friedigt werden, da keinerlei Material verfügbar war. Wenn jedoch etwas herauskam, gaben die No­tierungen nur um Prozentbruchteile nach, da die Ware glatt ausgenommen wird. Für eine Reihe von Werten kam es zu Kursaussetzungen, so weiterhin für Siemensaktien, ferner für IG. Farbenind. und an einigen Tagen auch für Südd. Zucker und AEG. Etwas schwankend lagen Autoaktien, im Wochen- durchschnitt jedoch kaum verändert, eine leichte, doch stetige Aufwärtsbewegung zeigten Dt. Gold- und Silberscheideanstalt, die zuletzt mit 399,75 nahe an 400 herankamen, sowie auch Feldmühle Papier bis 163,5.

Am Rentenmarkt waren Reichsaltbesitz schwankend zwischen 167 und 167,75, Steuergut­scheine I 102,65 bis 102,75, Kommunalumschuldung 104. Jndustrieobligationen ruhig und kaum verän­dert. Pfandbriefe, Stadtanleihen ohne nennenswer­tes Geschäft.

Auch der A k t i e n f r e i o e r k e h r lag sehr ruhig und kursrnäßig kaum verändert. Tagesgeld uno. 1,75 v. H.

S.Jl.-'fpOTt

Tschammer-pokalspiel.

Wahenborn-Slelnberg Eintracht Frankfurt.

Wie bereits angekündigt, kommt am Wochenende dieses Spiel auf dem Waldsportplatz des DsB.-R. in Gießen zum Austrag. Nach dem Gastspiel von Rot-Weiß, Frankfurt, ist den Gießener Sportfreun­den wiederum Gelegenheit geboten, eine Mann­schaft zu sehen, die mit zu den Besten unseres Gaues zählt. Jrn Spiel um den Kriegserinnerungspreis der Stadt Frankfurt mußte auch Rot-Weiß am ver­gangenen Sonntag die Ueberlegenheit der Nieder­wälder anerkennen und eine 2:1-Niederlage hin­nehmen. In ihren Reihen stehen bekannte Spieler,- wie Stubb, Heilig, Ganzmann, A. Schmitt, Lindner und Kraus, welche schon öfters in der Gaumann­schaft standen. Wenn auch kaum an einem Sieg der Eintracht zu zweifeln ist, so hoffen wir doch von unserem letzten Vertreter der Staffel Gießen- Wetzlar, daß er alles Können aufbietet und den Gegner zum restlosen Einsatz zwingt. Dies sollte schon möglich sein, da die Teutonen auf einige Ur­lauber zurückgreifen können. Wie verlautet, tritt die Eintracht in derselben Besetzung wie im Spiel gegen Rot-Weiß an. Die Leitung des Spieles liegt in Hän­den von Schiedsrichterobmann Post, Gießen-

handball der HI.

Im Rahmen der örtlichen Reichsjugendwettkämpfe finden in (9rüningen zwei Handballspiele statt. Da diese auf die weitere Tabellengestaltung großen Ein- fluß haben, ist mit spannenden Spielen zu rechnen.

DJ.-Klasse.

Grüningen M t v. Gießen.

Obwohl im Vorspiel Grüningen einen Punkt in Gießen lassen mußte, führt die Platzmannschaft die Tabelle an. In überlegener Weise wurden auf hei­mischem Boden die letzten Spiele gewonnen. Grü­ningen wird nun versuchen, auch das letzte Treffen zu seinen Gunsten zu entscheiden, um den Sieger in dieser Klasse zu stellen. Die Gäste haben eine lange Ruhepause hinter sich und müssen sich schon sehr anstrengen, um ein achtbares Resultat zu er­zielen.

HI.-Klasse.

Grüningen Mtv. Gießen.

Für beide Mannschaften ist das Spiel von gro­ßer Bedeutung. Ein Sieg sichert Gießen den Titel eines Bannmeisters, während bei einem Unent­schieden oder gar einer Niederlage die Entscheidung auf spätere Spieltage verschoben wird. Ob dann Gießen noch Aussichten besitzt, werden die Gegner beantworten. Im Vorspiel blieben die Gießener nach hartem Kampf mit 8:5 Toren Sieger. Grüningen wird unter allen Umständen versuchen, den Gästen den Sieg streitig zu machen, da man bei einem Siege selbst noch Aussichten besitzt, sich den Titel zu sichern. Auf eignem Boden hat die Mannschaft in dieser Runde noch keinen Punkt abgegeben. Die Gäste werden sich daher schon sehr anftrengen müs­sen, um keine Ueberraschung zu erleben. Da beide Mannschaften in stärkster Aufstellung antreten wer­den, ist mit einem harten Kampfe zu rechnen. Die Frage nach dem Sieger muß man offen lassen.

Neues für den Büchertisch.

Ludwig Tieck: Franz Sternbalds Wanderungen. Preis geb. 5 RM. Verlag Rütten & Loening in Potsdam. Es ist ein er­freuliches Unterfangen, wenn der rührige Verlag, der sich auch durch die mancherlei Schwierigkeiten der Kriegszeit nicht an der Durchführung eines weit» gesteckten Programms irremachen läßt, in seiner neuen RomanreiheDer Zauberspiegel" auch Werke zu neuem Lebssn zu wecken sucht, die kaum noch dem Titel nach außerhalb der Fachwissenschaft be­kannt sind, obwohl sie einst bei ihrem Erscheinen das Tagesgespräch in allen geistig interessierten Kreisen Deutschlands gewesen sind. So ist es jeden­falls Ludwig Tiecks Künstlerroman ,Zranz Stern­balds Wanderungen" ergangen, den fein Autor eine altdeutsche Geschichte" genannt hat. Tieck, der König der Romantik", als großer Anreger, lieber» setzer und Nachdichter von Volksmärchen und Sagen fruchtbarer als durch eigene Schöpfungen, hat die Idee zu diesem Roman wohl von seinem Freund Wackenroder empfangen und dem Helden seines Romans, einem Maler aus der Werkstatt Dürers, den er auf die Wanderschaft durch Franken, den Rhein hinunter nach den Niederlanden begleitet, etwas von der Sanftheit des eben verstorbenen Freundes mitgegeben. Das Bild, das Tieck vom deutschen Mittelalter entwirft, ist das Idealbild, wie es die Phantasie der Romantik sich ausgemalt hat. Die eigentliche Handlung zerfließt bald durch Reflexionen über alle möglichen Probleme der Kunst und in allen Stimmungen schwelgende Naturschilde­rungen. So ist der Roman für die Romantik unge­mein charakteristisch und es ist ein Verdienst des Verlages, daß er uns das interessante Buch in einem so schönen Gewände wieder in die Hand gibt.

Fr. W. Lange.

Gustav Schröder: Fernweh und Heimweh. 237 Seiten mit 16 Lichtbildern. Rütten & Loening Verlag, Potsdam 1941. Der Verfasser erzählt in frischer, unliterarischer, oft humorvoller Form von seinen mancherlei Erlebnissen als See­mann in der deutschen Handelsmarine; fein Weg führte in nahezu vier Jahrzehnten vom Schiffs­jungen, der noch die gute, alte Segelschiffszeit erlebt hat, zum Schnelldampferkapitän der Hapag. Beson­ders fesselnd und zeitnah wirken die Schilderungen von den KdF.-Fahrten mit derDceana" und vom Durchbruch durch die Blockade mit dem Hapag- DampserSt. Louis" im ersten J-hre dieses Krieges. Die Bildbeigaben beleben den Text erfreulich; die Mehrzahl der binnenländischen Leser wird vermut­lich eine kurze Erklärung der wichtigsten nautischen Spezialausdrücke nicht überflüssig finden.

Hans Thyriot.

Friedrike. Das Sesenheimer Idyll in Worten Goethes. Ausgewählt und herausgegeben von Joachim v. Delbrück. 127 Seiten. Rütten 8r Loening Verlag, Potsdam. Die Darstellung der Liebesgeschichte des jungen Goethe und der Pfarrerstochter Friederike Brion im Pfarrhause zu Sesenheim im Elsaß war ursprünglich in Gestalt einer literar-historischen Studie unter Zugrundelegung einer strengen wissenschaftlichen Methode und An­wendung eines umfänglichen gelehrten Apparates gedacht; indessen fand der Herausgeber am Ende, daß das stärkste und ursprünglichste Bild doch wohl mit Goethes eigenen Worten zu geben fei: er löste also die Geschichte des Sesenheimers Idylls aus

Dichtung und Wahrheit" und verband sie mit Briefstellen und Gedichten aus der Straßburger Zeit zu einer so anmutigen wie zuverlässigen Schilderung aus erster Hand. Man wird sie als das bewegende Zeugnis jener lange nachhallenden, frühen und tiefen Erschütterung eines großen Lebens mit herz­licher Anteilnahme lesen. Hans Thyriot.

Fritz Fechner: Panzer am Feind. Kampferlebnisse eines Regiments im Westen. 298 Seiten. Mit 61 Photos und 3 Karten. Preis geb. 4,40 RM. Verlag C. Bertelsmann Gütersloh. Der Panzerdurchbruch durch die Maginotlinie zur Ka- nalküste steht in der Kriegsgeschichte einzig da. Mit unheimlicher Schnelligkeit ziehen deutsche Panzer­korps den stählernen Vorhang zwischen die Alli­ierten, immer Hefer frißt sich der jeden Widerstand niederwalzende Panzerkeil ins Herz Frankreichs. Oft weit im Rücken des Feindes, allein auf sich ge­stellt, kämpfen deutsche Panzermänner. Oberleut­nant Mhner hat im Verbände seines Regiments, das die ruhmreiche Traditton der Gardedukorps hält, jeden Angriff durch Holland und Belgien bis Dünkirchen mitgefahren; durch die Weygandlinie nach Dijon und weiter, bis am Fuß der Alpen vor den Mündungen der Kanonen französischer Ge­birgstruppen die Sturmfahrt ihr Ende findet! Ein Buch soldatisch knapp, ein Stück Geschichte seines stolzen Regiments.

Aus aller Wett.

Wilhelm Busch als Puppenspieler.

Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover beab­sichtigt den Erwerb einer besonders originellen Ar­beit Buschs, eines Kasperle-Theaters, das Wilhelm Busch mit seinem Freunde Kaulbach zusammen den Kindern eines Münchener Architek­ten schenkte. Es handelt sich um eine hervorragende künstlerische Arbeit mit reichen Malereien. Wilhelm Busch hat die Bühne gemalt und die Seitenteile, die von besonderem Interesse sind. In wundervoller Pinfelzeichnung hat er hier eine Schar merkwür­diger Gestalten aufmarschieren lassen. Ein Wickel­kind ist mit einem Pfeil an einen Baum gepflockt, und daneben hängt ein Pfäfflein am Galgen, wäh­rend darunter der grinsende Teufel, auf der Gabel ein weibliches Wesen aufspießt, zusammen mit dem Kasperle und mit des Teufels Urgroßmutter ver­gnügt herumspringt. Auf dem zweiten Seitenteil sind Die Malereien leider schon stark verwischt. Sie zei­gen verschiedene Märchengestalten. Die Wilhelm- Bufch-Gesellschaft hat ihre Mitglieder aufgerufen, durch Sonderspenden ihr beim Ankauf behilflich zu sein. Zugleich sollen noch etwa 40 Oelgemälde des Meisters aus dem Ausland erworben wer­den.

Was las Friedrich Nietzsche?

Die Gesellschaft der Freunde des Nietzsche- Archivs in Weimar hat ein Verzeichnis der Biblio­thek des Philosophen als 14. Jahresgabe für feine Mitglieder herausgegeben. Die Bibliothek, die sich im Besitz des Archivs befindet, ist zwar nicht mehr vollständig erhalten. Manches wurde nach den An­gaben von Nietzsches Schwester verkauft, manches verschenkt, besonders belletristische Literatur. Doch ist der Bestand noch so umfangreich, daß das Verzeich­nis, welches hauptsächlich klassisches Altertum, neuere Philosophie, Religion, Naturwissenschaften, Kunst,

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Wie viele längst vergessene Arzncivackunyen kommen da manchmal wieder zum Vorschein. Vesser als man weih, ist oft für den Krankheitsfall gesorgt.

Nun aber künftig erst die angebrochenen Packungen aus- brauchen, bevor eine neue gekauft wird!

Denn heute müssen Heilmittel restlos verwertet werden, auch

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Wenn alle dies ernstlich bedenken, bekommt jeder Sllphos- ralin, der es braucht.

Carl Bühler, Konstanz. Fabrik der pharm. Präpa­rate Silphoscalin und Thylial.

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Giefeener Vortragsring

Goethe-Bund Kulturelle Vereinigung / Volksbildungsstätte Gießen der NSG.Kraft durch Freude

Montag, den 1. Juni 1942, abends 7.15 Uhr

Neue Aula der Universität

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empfiehlt er ein richtiges Wundpflaster. Also Traumaplast mit dem luftdurchlässigen Mullkissen, das ein weiches Polster bildet und die Wunde bzw. Blase sowohl vor Verunreinigung als auch vor neuerlicher Reibung schützt.

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Musik und Literatur aufführt, 44 Seiten umfaßt. Da es Nietzsches Eigenart war, Bücher mit dem Bleistift in der Hand zu lesen und mit Randbemer­kungen zu versehen, ist es heute noch Nachzuprüfen, welche Schriftsteller ihn stark beschäftigt haben. Be­sonders ausführliche Anmerkungen weifen auf einige griechische Dichter und Philosophen, dann Schopen­hauer vor allem und der Philosoph des Unbewuß­ten Eduard von Hartmann, der Positivist Dühring und Otto Liebmann, der dänische Psychologe Höff- Äing und andere Ausländer wie Taine, Emerson und John Stuart Mill.

Ehrung Heinrich Sohnreys.

Zum Ehrenmitglied des Gauheimatwerkes Süd» Hannover-Braunschweig in Hannover wurde der Dichter Heinrich Sohnrey ernannt. Er hat in seinen Schöpfungen Menschen seiner Heimat zum Mittelpunkt des Schaffens werden lassen und wur­zelt fest verwachsen in der schönen Landschaft dieses Gaues. Sohnrey hat auch vor vielen Jahren schon gegen die Landflucht aufgerufen, deren Gefahren er klar erkannt hat. Sohnrey, 1859 in Jühnde bei Dransfeld geboren, war ursprünglich Dolksschul« lehrer, dann Journalist und kam 1894 nach Berlin, wo er sich um die ländliche Wohlfahrtspflege sehr verdient machte. Neben sozialpolitischen und volks­kundlichen Arbeiten sind vor allem seine Romane und Erzählungen (Die Leute aus der Lindenhütte", Die hinter'den Bergen",Der Bruderhof",Drau­ßen im Grünen") bekannt geworden. Sein Bauern­dramaDüwels" (1909) wurde vor Jahren unter Steingoetter in Gießen gespielt. Sohnrey hat auch dieDeutsche Dorfzeitung" und denDorskalender" begründet und geleitet.

HaydnsSchöpfung" in Tokio.

Vor 3000 Hörern wurde in Tokio unter Leitung des deutschen Dirigenten Helmuth Fellmer Haydns OratoriumDie Schöpfung" aufge­führt. Der- 300 Personen umfassende Chor der Staatlichen Musikak»demie fang in deutscher Sprache. Wesentlich zum Erfolg trug auch die deutsche Sopranistin Ria v. H e s s e r t bei.

Der Familiensinn bei den Tieren.

Auch im Tierreich findet man gute und schlechte Familienväter. Unter den Säugetieren besitzen bei­spielsweise der Affe, Löwe und Tiger einen ausge­sprochenen Familiersiinn und sind jederzeit bereit, ihre Jungen zu verteidigen im Gegensatz zum Leo­parden, Wolf und Bär. Auch der Elefant und das Flußpferd sind keine sonderlich guten Familien­väter, während das Nashorn günstiger beurteilt werden muß. In der Vogelwelt sind die Väter auf der ganzen Linie gutartig. Ausnahmen findet man lediglich bei den Kolibris, Auerhähnen, Fasanen und Enten. Bemerkenswert ist, daß der Habicht, der zu den kühnsten aller Tiere gehört, von solcher Vaterliebe beseelt ist, daß er sich auf Grund dieser Eigenschaft fangen läßt. Uebrigens besitzen auch die Raben gute Elterneigenschaften, so daß das herab­setzende WerturteilRabenmutter" sachlich keines­wegs begründet ist. Mit Recht verrufen dagegen ist der Kuckuck.

Die Aufsichtspflicht als Mutter vernachlässigt.

Durch Fahrlässigkeit der eigenen Mutter war die zweijährige Renate Frendel in Löwenberg (Mark) in d r Nacht zum 12. Januar d. I. ums Leben ge- f . nen. Die Mutter hatte, um ins Kino gehen zu können, das Kind allein im Schlafzimmer zurück- gelassen; vorher war der Ofen noch einmal auf» geschüttet worden. Ein versehentlich unweit des Ofens hängengelassener Wäschebeutel fing Feuer, das sich auch auf das Bett des Kindes ausbreitete. Als die Mutter in der ersten Nachtstunde heim­kehrte, fand sie ihr Kind so stark rauchvergiftet vor, daß es bald verstarb. Wegen fahrlässiger Tötung wurde Frau F. zu vier Monaten Gefängnis verur­teilt, weil sie als Mutter ihre Aufsichtspflicht ver­nachlässigt habe.

BesondererDr. agr. in Posen.

Zur Erlangung des Doctor Agriculturae an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Reichsuniverstlät Posen hat der Reichserziehungsminister jetzt die Promotionsordnung bestätigt, die auf rasse- und Nation al politischen Grundsätzen aufgebaut ist und als Neuerung die Möglichkeit vorsieht, daß Studen­ten der Landwirtschaft ihre Doktorarbeit auch an einem Institut einer anderen Fakultät anfertigen können.

CUi Marleen" in der Feldausgabe.

Hans Leip hat Lieder und' Gedichte unter dem GesamttitelDie Laterne" gesammelt und bei Cotta als Feldausgabe erscheinen lassen. Die Sammlung beginnt mitLili Marleen" und bringt Lieder aus derKleinen Hafenorgel" und demSchiff zu Paradeis", Sachen, die unsere Sol­daten gerne lesen werden, heitere und besinnliche Stücke, wie wir sie von Hans Leip kennen.

Zum Verbessern anderer Soßen

Backwunder

Reese-Gesellschaft Hameln |