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England will die Macht in Indien behalten

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qung erfahren haben. Im Gegenteil, man glaube in türkischen Militärkreisen, daß die Bulgaren nur sechs Divisionen an der Grenze haben gegen zwölf Divisionen vor sechs Monaten.

Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Bieder, Korn- > vumechef in einem Infanterie-Regiment, und Leut-

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Der Führer verlieh ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänleutnant Mohr, der als Kommandant eines Unterseebootes den bri­tischen KreuzerDunedin" und 16 bewaffnete feind­liche Handelsschiffe mit insgesamt 103 405 BRT. ver­senkt hat.

Kleine politische Nachrichten.

Die japanischen Streitkräfte haben in Burma die jetzt in die vordersten Linien geschobenen chinesischen Truppen Tschiangkaischeks bei Toungoo geschlagen und nördlich über 60 Kilometer zurückgeworfen. Toungoo selbst ist von den Japanern genominen worden.

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Japanische Truppen in Bandung auf Java be­freiten 162 gefangene Deutsche, 24 Italiener sowie 59 andere Europäer und-24 Thailänder.

die Wiederaufbauarbeit berichtete.

Aus dem Reich.

Steuerliche Erfassung

Die Apfelprobe.

Im Rathaus von Bolsward, einem Städtchen in der niederländischen Provinz Friesland, wird ein Messer mit einem viereckigen Heft aus Bein aufbe­wahrt, auf dem die Sinnbilder von Glaube, Hoff­nung, Liebe und Gerechtigkeit, überdeckt von einem Löwen, eingeschnitten sind, während die ganze ver­rostete Klinge am Heft von einem silbernen Ring mit dem Namen3ppe Willems-Soon" umschlossen ist. Das Messer befand sich früher im Vordergiebel des Rathauses und wurde 1894 von dort weggenom-

den Apfel. Daran mußte jeder erkennen, daß man mit einem Kinde zu tun hatte, und es wurde kein Einspruch mehr gegen eine Freisprechung erhoben, Das Messer mit dem Namen des Knaben wurde aum ewigen Gedächtnis am Giebel des Rathauses befestigt.

Diese Geschichte steht, wie in den Monatsheften Germanien" gezeigt wird, nicht vereinzelt da, son­dern wird auch aus anderen Orten berichtet; sie findet sich auch in etwas veränderter Form in der SchicksalstragödieDer vierundzwanzigste Februar" von Zacharias Werner. In Friesland wird das Spiel vom Metzger auch heute noch erwähnt; es ist sehr alt und war weit verbreitet, und hatte immer einen tödlichen Ausgang. Besonders bemer­kenswerte an der beschichte ist die Apfelprobe. In dem Uffenbachschen Codex vom alten Lübischett Recht aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts findet sich eine Bestimmung, daß Kinder unter 12 Jah­ren, wenn sie sich blutig verwunden, von den Eltern mit dem Besen gezüchtigt werden sollen, und dazu wird ein Zusatz gemacht, daß, wenn dabei ein Kind getötet wird, der Richter einen Pfennig in die eine Hand und einen Apfel in die andere nehmen und

Reuter muß dementieren.

Solange der Krieg dauert, ja geraume.Zeit vor­her, hat die englische Presse die Türkei gegen Deutschland scharfzumachen versucht. Im Vorjahr während des Feldzugs in Südslawien und Grie- chenland war es begreiflicherweise besonders schlimnv, was nicht hinderte, daß Deutschland und die Türkei ein besonderes Freundschastsabkom- ' men eingingen. In den letzten Wochen führte der englische Nachrichtendienst wieder einen Papier- und Funkkrieg Deutschlands und Bulgariens gegen die Türkei.Alarmnachrichten in London über Bulgarien!"Truppen auf dem Marsch gegen die türkische Grenze."Bulgarische Divisionen mar­schieren nach Süden. Die Türkei bereitet sich aus alle Möglichkeiten vor und hat starke Armeever- bände an der europäischen Grenze zusammenge­zogen. Es stehen bereits bulgarische Divisionen marschbereit im Maritza-Tal."In Bulgarien fin­den bedeutsame deutsche Truppenansammlungen statt wie durch zahlreiche Berichte erhärtet wird. In gut unterrichteten bulgarischen Kreisen sagt man, daß sämtliche deutsche Truppen, die auf dem Balkan verfügbar sind, in Bulgarien zusammen­gezogen werden."Der Geschäftsträger der bri­tischen Gesandtschaft in Tschungking, Mennon Teblan, der am 22. März aus Ankara hier em-

Darum hatten sich zum Goldenen Jubiläum seiner Blutserum-Therapie am 4. Dezember 1890 die Ver­treter von Deutschland und von 23 Nationen aus drei Erdteilen in Marburg zusammengefunden, um an der Stätte seines langjährigen Wirkens Äs For­scher und Lehrer dem Genius Behrings zu huldigen. Darum sind damals aus gleichem Anlaß ähnlich feierliche Ehrungen zu feinem Gedenken drüben in Ostasien von Japan und China, hier in Europa von Bulgarien, Finnland, Griechenland, Italien, Rü­

den. Aber:Es mag fein, daß diesmal der sichtbare Erfolg geringer ist, allein der Mut, mit wel­chem dieser Angriff durchgeführt wurde, wird allge­mein befriedigen. Der Angri f hat vor allem den Zweck erreicht, daß die Deutschen befürchten müssen, daß ihre Küstenlinie von Norwegen bis zur spani­schen Küste angegriffen wird."

Hier also endlich hat der englische Nachrichten­dienst Laut geben müssen. Zwar sagt er auch jetzt noch nichts genaues über den Hergang des Lan­dungsversuches. Aber er gibt zu, daß die britische Flotte 1942 in St. Nazaire nicht einmal das erreicht hat, was ihr 1918 in Zeebrügge gelang. Wir wie­derholen: Der Versuch 1918, die Hafeneinfahrt von Zeebrügge durch ein mit Zement beladenes Schiff zu sperren, mißglückte, es blieb Fahrwasser für die U-Boote zum Ein- und Auslaufen genug übrig. Vor St. Nazaire ist der Versuch, einen Munitions- Brander zur Zerstörung der Hafenanlagen einzu­setzen, vollkommen danebengegangen; der Zerstörer wurde rechtzeitig getroffen und gmg weit außerhalb des Hafens in die Luft. Der Tat­bestand ist London muß das zugeben! für Churchill betrüblich genug. Wie sagte doch der Lon­doner Sender in seinem Ueberseebericht?Der An­griff könnte mit dem Angriff der britischen Flotte im Jahr 1918 verglichm werden; es mag sein, daß diesmal der sichtbare Erfolg geringer ist." Allein darauf kommt es an, daß die britische Flotte gegen­über der europäischen Westküste 1942 schwächer ge­wesen ist als 1918 und in Wahrheit überhaupt nicht Mm Zug gekommen ist! , .

Vom Nordkap bis zum Golf von Biskaya be­herrscht Deutschland 10 000 Kilometer der europä­ischen Westküste. Diese lange, sehr lange und in ihrer geologischen Struktur sehr verschiedenartige Küste ist die mehr ober minder nahe Gegenküste Englands. Es ist der Schmerz Englands, daß die e Gegenküste im Besitz Deutschlands, der stark- sten europäischen Landmacht ist! Die Sowjets prä­sentieren in London die an sich schon langfristigen Wechsel, die die Engländer auf ihre eigene Hilfe­leistung ausgestellt haben. Wie es bei den Mosko­witern üblich ist, setzen sie hinter ihre diplomatischen Forderungen den innenpolitischen Druck ihrer kom­munistischen Bundesgenossen in England selbst. Es ist eine bezeichnende Einzelheit, daß zum Palmsonn­tag auf den Trafalgar Square eine kommunistische Massendemonstration zugunsten einer englischen Maisky-Offensive" einberufen war. Welch eme Ironie: Trafalgar Square und kommunistische Kundgebung! Nelson und Maisky begegnen sich hier bizarr genug. #

An demselben Samstag, an dem der englische Nachrichtendienst Einzelheiten von St. Nazaire an- . kündigte, ohne aber diese zu veröffentlichen, hielt der englische Marineminister A l e x a n d e r in der Hafenstadt Plymouth eine Rede, in der ganz andere Töne vorwalteten. Selbstverständlich. Denn in dem Kriegshafen Plymouth kann man keine Märchen erzählen. So erklärte der britische Marinemmlster, daßdie königliche Marine eine Zeit großer Schwie­rigkeiten, großer Belastungen und ungeheurer An­spannungen durchmacht". Er fuhr fort:Ich bin noch nicht einmal sicher, daß sich die große Öffentlichkeit, trotz der Berichte, ganz über die große Gefahr klar ist, in der wir zur Zeit schweben." Die Rede Alexanders wurde zwar nach St. Nazaire ge­halten; aber in ihr ist von St. Nazaire bezeichn nenderweise nicht die Rede! Dr. Ho.

oatterie. Hauptmann Biecker ist es als Komman­dant eines Stützpunkes im Raum von Cholm ge­lungen- vorübergehend eingebrochene Bolschewisten im schneidigen Gegenstoß zu vernichten. Leutnant Dtddens zeichnete sich bei den schweren Abwehr- kämpfen südlich des Ladogasees besonders aus. Als Zugführer in einer Sturmgeschützbatterie schoß er bis­her im Ostfeldzug 57 Feind Panzer ab. Allein vom 29. Februar bis 11. März vernichtete er zwölf 52- Tonnen-Panzer, vier 32-Tonnen-Pcmzer, vier Pak und einen schweren Panzer-Spähwagen.

men. Es soll die Erinnerung an einen traurigen Vorfall bewahren, der sich um die Wende des 16. Jahrhunderts abspielte und bei dem ein Knabe bei einemSchweineschlachten" genannten friesischen Kinderspiel mit diesem Messer getötet wurde. Zwei Knaben, die auf den Friedhof liefen und spielten, so wird berichtet, verabredeten, Metzger zu spielen. Der junge Metzger hatte zufällig ein recht gutes Messer bei sich und verwundete seinen Freund so schwer, daß dieser den Geist aufgab. Die_ Eltern Des getöteten Knaben forderten für den Jäter die Todesstrafe. Der Richter urteilte, daß man es hier mit einer Tat kindlicher Unzurechnungsfähigkeit zu tun habe, und als die Kläger damit nicht zufrieden waren, schlug er vor, eine Probe zu machen. Er beschled den Knaben vor sich und hielt ihm mit der einen Hand ein schönes ~

Schanghai, 30. März. (Europapreß.) Heber den Inhalt der britischen Jndienvorschläge teilte Cripps am Sonntag auf einer Pressekonferenz mit, daß die britischen Vorschläge als Ganzes ange­nommen oder abgelehnt werden müßten. Es sei nicht möglich, nur einem Teil der Vorschläge zuzu- ftimmen und den anderen Teil abzuleynen. Nach )em Kriege soll durch eine gewählte Körperschaft eineIndische Union" mit dem Status eines freien Dominions geschaffen werden. Dieses Dominion soll mit den anderen Dominien gleich­berechtigt sein, mit einer wichtigen Ausnahme: die Verteidigung Indiens wird nämlich, auch wenn alle Teile der indischen Union es wünschen oUten, nicht Indien selbst überlassen. Als Grund hierfür gab Cripps an, Indiens Selbstverteidigung würde das gesamte Verteidigungssystemin fataler Weise desorganisieren". Jede einzelne Provinz Bn° tisch-Jndiens soll das Recht haben, die neue Ver- assung abzulehnen und statt dessen ihren gegen- roärtigen Status staatsrechtlicher Natur beibehalten zu dürfen. Die verfassunggebende Körperschaft soll durch einen Ausschuß der indischen Provinzialparlamente gewählt werden, zu denen nach dem Krieg Neu­wahlen stattfinden würden. Für den Wahlausschuß ollen die indischen Staaten im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl Vertreter stellen. Ferner soll In­dien zur Teilnahme an den Körperschaften Eng-, lands, des Empires und der alliierten Mächte ein- qeladen werden. ,, M r,.

Es ergibt sich also, daß die britischen Vorschläge lediglich Versprechungen sind, die man erst nach dem Kriege einlösen will, das Programm hat ferner ultimativenCharakter, wie aus der Bemerkung von Cripps heroorgeht, daß seine Vorschläge als Ganzes angenomm en oder ab gelehnt werden müßten, und schließ­lich will England die militärische Gewalt in Indien behalten, seine tasächllche Macht­position also nicht aufgeben. Die Frage eines Jour- naliften, wann das brit.sche Jndienprogramm in Kraft treten solle, beantwortete Cripps mit den Worten, unmittelbar mit dem Aufhören der Feind­seligkeiten und nicht erst mit dem formellen Ende

getroffeh ist, deutete tags darauf an, daß die Türkei mit einer Invasion rechne." So und ähnlich lauteten die Meldungen britischer Agenturen, Zei- hingen und Sender, um der Türkei die angebliche Gefahr eines' deutschen Angriffs recht drastisch an die Wand zu malen. Aber der Rummel scheint den Türken selbst auf die Nerven gegangen zu fein, sie haben jetzt Reuter veranlaßt, aus Ankara zu melden, daß die Informationen, wonach deutsche und bulgarische Truppen an der türkischen Grenze

risten im Handstreich in Besitz zu nehmen und gegen alle Gegenangriffe so lange zu verteidigen, bis Ver­stärkungen den endgültigen Besitz sicherten. Oberleut­nant Reineck wurde bei einem späteren Einsatz im Nah kämpf schwer verwundet und ist feinen Ver­letzungen erlegen.

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Als Chef einer Einsatzgrupve der Sicherheits« Polizei und des SD. wurde ^-Brigadechhrer und Generalmajor der Polizei, Dr. Walter S t a hl- ecker, im Kampf gegen den Bolschewismus wäh­rend eines Gefechtes mit Heckenschützen schwer ver­wundet und ist auf dem Transport in ein Heimab­lazarett seinen Verletzungen erlegen.

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Der neuernannte deutsche Gesandte in Thailand Dr. Wendler, traf am Samstag zur Heber- nähme seines Amtes in Bangkok ein.

Anläßlich des dritten Jahrestages der Niederschla­gung der roten Herrschaft fanden in ganz Spanien Kundgebungen statt. In Madrid würden die mit einem Aufwand von 7 Millionen Peseten im Ar­beiterviertel Cuytto-Caminos erbauten Markthallen emgeweiht. General Franco empfing in Pardo eine Abordnung des Stadtraies von Madrid, die ihm

außergewöhnlicherS'ewm steigerungen

Staatssekretär Reinhardt gab eine Neurege­lung auf dem Gebiet der Gew in n ab s ch ö p f u n g bekannt. Die Finanzämter werden die außergewöhn­lichen Gewinnsteigerungen im Zuge der Ver­anlagung zur Einkommen st euer oder Körperschafts st euer feststellen. Bei den­jenigen Einzelgewerbetreibenden, Personalgesellschaf­ten und Körperschaften, deren gewerbliche Einkünfte im Wirtschaftsjahr 1941 mehr a l s 3 0 00 0 R M. betragen haben, werden die gewerblichen Einkünfte, die im Wirtschaftsjahr 1941 erzielt worden sind, ver­glichen mit dem Eineinhalb fachen der gewerblichen Einkünfte, die im Wirtschaftsjahr 1938 erzielt wor­den find. Der Unterschieds!)etrag ist die außerge­wöhnliche Gewinnsteigerung. Von diesem Betrag haben Einzelgewerbetreibende und Personengeseli«- schaften 25 v. H. und die Körperschaften 30 v. H. M entrichten. Dieser Gewinnabführungsbetrag ist weder bei der Ermittlung des steuerlichen Einkom­mens abzugsfähig noch auf die Einkommensteuer oder Körperschaftssteuer anrechnungsfähig. Die Ge« famtbelastung, die auf den außergewöhnlichen Ge- minnfteigerungen ruht, wird also in den meisten Fällen 80, 85 oder 90 v. H. betragen. Die Kör­per schafts st euer einschließlich Kriegszuschlag beträgt für das Jahr 1941 45 v. H. Dazu kommen, soweit die außergewöhnliche Gewinnsteigerung in Betracht kommt, 30 v.H. Die Gesamtbelastung be­trägt hier also 75 v. H. Die Körperschaftssteuer einschließlich Kriegszuschlag wird ab 1942 50 v. ch. betragen. Dieser Satz ist durch die Gewinnabfüh- rungsoerordnung für Körperschaften, deren Einkom­men mehr als 500 000 RM. beträgt, auf 55 v.H. erhöht worden. Die außergewöhnlichen Gewinn­steigerungen der großen Körperschaften werden also ab 1942 mit 55 v. H. Körperschaftssteuer einschließ­lich Kriegszuschlag und 30 v. H. Gewinnabführung, also zusammen 85 v.H. belastet sein. Die Gewinn­abführungsbeträge werden einem Gewinnabsüh- rungskvnto zugeführt, über dessen Verwendung der Reichsminister der Finanzen nach Beendigung des Krieges bestimmen wird. Der Gewinnabführungs- betrag kann dem gewerblichen Unternehmer für eine bestimmte Zeit bis zur Hälfte belassen (gestundet) oder aus dem Gewinnabführungskonto überlassen werden, wenn er glaubhaft macht, daß er den Betrag aus wehrwirtschaftlichen Grün­den oder infolge einer besonderen wirtschaftlichen Notlage braucht.

Gauleiter Sauckel Generalbevoll­mächtigter für den Arbeitseinsatz.

Berlin, 28. März. (DNB.) Der Führer hat den Reichsstatthalter und Gauleiter Sauckel zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz im Rahmen des Vierjahresplanes ernannt. In dieser Eigenschaft ist Neichsstatthalter Sauckel dem Reichsmarschall des Großdeutfchen Reiches unmittelbar unterstellt und hat von ihm zur Durch­führung feiner Aufgaben umfassende Vollmachten erhalten. Sein Auftrag erstreckt sich auf die Rege­lung des Einsatzes sämtlicher verfügbaren Arbeits­kräfte, einschließlich der angeworbenen Ausländer und der Kriegsgefangenen, im besonderen in der Kriegs- und Ernährungswirtschaft sowie auf die Mobilisierung aller noch u n a u s g e t nutzten Arbeitskräfte. Er wird mit allen Wirtschaftsressorts, namentlich mit dem Reichs­minister für Bewaffnung und Munition, aufs engft« zusammenarbeiten. Ihm stehen die für den Arbeits­einsatz zuständigen Abteilungen 3 (Lohn) und 5 (Arbeitseinsatz) des Reichsarbeitsministeriums und die Landesarbeitsämter und Arbeitsämter

Alles für die Forschung!

Zum 25. Todestage Emil von Behrings.

Alles für die Forschung!", so lautete der Wahl­spruch eines Arztes und medizinischen Forschers, oer durch die Befolgung seiner Devise einen Welt­ruhm seltenen Ausmaßes errungen hat. Als er vor 25 Jahren während des großen Krieges am 31. Marz 1917 starb, betrauerte Die Wissenschaft beiderseits der kämpfenden Fronten mit ehrlicher Teilnahme einen schweren Verlust. Denn sie wußte, daß der Mann über politische und sprachliche Grenzen hin­weg allen Kulturvölkern der Erde nie versagende Waffen gegen heimtückische Todfeinde der mensch­lichen Gesundheit geschenkt hatte. Sie betrauerte den Heimgang Emil von Behrings.

Sein märchenhafter Aufstieg war in der ganzen damaligen Weltöffentlichkeit bekannt. In kleinbür­gerlicher Enge als fünftes von zwölf Kindern eines westpreußischen Dorfschullehrers ausgewachsen, hatte es der am 15. März 1854 geborene Emil Adolf Beh­ring seiner ungewöhnlichen Begabung zu Verdanken, daß ihm der Weg zur Ausbildung als Militärarzt auf Staatskosten geebnet werden konnte. Gerade mit dem Jahr 1878, in welchem er durch feine Dok- tor-Promotion > die unterste Stufe dieser Laufbahn erreicht hatte, brach durch Robert Kochs und Louis Pasteurs Entdeckungen das Zeitalter der Bak­teriologie herein. Der junge Militärarzt wurde von den neuen, damit eröffneten wissenschaftlichen Per­spektiven auf das lebhafteste gefesselt. Bald spürte er seine Berufung zum Forscher, gepackt von der Aufgabe, ein Mittel finden gu wollen, das die Men­schen vor dem Angriff krankmachender Bazillen schützen sollte.

des Krieges. Er bestätigte damit, daß es sich ledig­lich um einen Wechselaufdie Zukunft han­delt, dessen Einlösung im übrigen sehr zweifel­haft ist.

Cripps empfing am Samstag den Führer der indischen Moslem-Liga, Djinnah, zum zweiten Mal. Auch dcr Führer des indischen Kongresses, Azhad, besuchte Cripps wiederum. Cripps er­klärte der Presse, er hoffe auch, den Mahatma Gandhi in Kürze erneut zu sprechen. Was sei­nen Abfenthalt in Indien betr'.fft, so erklärte Cripps, in ungefähr zehn Tagen Bescheid zu wissen, ob die Inder die Vorschläge der britischen Regie­rung annehmen. Cripps verfolgt offenbar bei sei­nen Verhandlungen die Taktik, die verschiedenen Gruppen und Kasten des indischen Volkes zu s p a l- ten, insbesondere den Gegensatz zwischen HindusundMohammedanernzu fördern. Offenbar geht Cripps darauf aus, zwei Domi­nions aus Indien zu machen, wenn der von ihm mitgebrachte Vorschlag nicht von allen Gruppen gemeinsam angenommen wird.

Großes Interesse in den UTA.

Stockholm, 29. März. (Europapreß.) Größtes In­teresse findet die Jndienfrage gegenwärtig auch in Nordamerika. Es ist kaum soviel in nordamerikcmischen Zeitungen über Indien geschrieben worden, wie im Augenblick. Die besten amerikanischen Korresponden­ten wurden nach Neu-Delhi geschickt, um über die weitere Entwicklung zu berichten. DieNew Park Herald Tribüne" meint, man müsse den Vormarsch der Japaner in Burma aufhalten, und zwar bis zum Mai, bevor heftige Regengüsse die Gegend um den Jrawadi-Fluß in ein Moor verwandeln. Der Korre­spondent dieses Blattes bezeichnet die Stimmung in Indien als Ruhe vor dem Sturm. Die Inder seien noch dabei, darüber nachzudenken, was dieser Krieg eigentlich bedeute. Für die umfangreichen Ab- wehrvorbereitungen im Hinblick auf einen japa­nischen Angriff zeige die Bevölkerung nur wenig Interesse.

Bulgariens Weg.

S o f i a, 28. März. (Europapreß.) Der bulgarische Ministerpräsident Filofs erklärte in der Sobranje, das bulgarische Schicksal sei unlösbar mit dem bei? großen Verbündeten verknüpft. Die erste Bedingung für die Neuordnung Europas sei die Vernichtung des Bolschewismus. Die bulgarische Armee habe bisher alle Pflichten erfüllt, die ihr die internatio­nale Lage auferlegt habe. Bulgarien führe zwar nicht Krieg, befinde sich aber im Kreigszustand. Die heutige Zeit könne jeden Augenblick Heber- rafchungen bringen, mit denen das bulgarische Volk rechnen müsse. Deshalb müffe ein jeder auf feinem Posten sein. Die Zukunft werde noch größere und schwierigere Aufgaben bringen.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 28. März. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst von Erdmannsdorff, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, und Oberleutnant R e i n e ck, Kompanieführer in einem Schützenregiment. Oberst von ErdMannsdorff hat Ende Januar im südlichen Abschnitt der Ostfront mit nur schwachen Kräften den Durchbruch durch eine starke bolschewistische Stellung erzwungen trotz starker Kälte unüf großer Ermüdung der Truppe. Alle bolschewistischen Gegen­stöße scheiterten unter schweren Verlusten für den Gegner. Oberleutnant R e i n e ck gelang es im mitt­leren Abschnitt der Ostfront, eine 75 Meter lange Brücke und einige Kampftage später eine große Eisenbahnbrücke mit nur wenigen seiner Infante- ment, in zahllosen Tierexperimenten unter Mit­hilfe des javanischen Arztes Dr.Shibasaburo Kita- sato seine bahnbrechende EntdeckungHeber das Zustandekommen der Diphtherie-Jmmunttät und der Tetanus-Immunität bei Tieren." (Veröffentlicht am 4. Dezember 1890 in Nr. 49 der DMW.) Er hat entdeckt, daß zellenfreies Blutwasser, Blutserum, von Tieren, welche eine Infektion mit Diphtherie oder Tetanus überhanden haben, das Gift dieser Bazillen unschädlich macht.

In einem fünfjährigen heroischen Kampf gegen Nörgler, unsaubere Konkurrenten, Besserwisser und Gleichgültige formt er seine große Idee, die Mensch­heit von Seuchen befreien zu müssen, zu jener tech­nisch brauchbaren Heilmethode und setzt sie durch, die heute alsBlutserum-Therapie" eine ärztliche Selbstverständlichkeit geworden ist. Dann wird sein ehernes Festhalten an dem Grundsatz Alles für die Forschung" großartig belohnt. Er wird 1895 Ordentlicher Professor an der Unioerfi« töt Marburg; er wird 1901 in den erblichen Adels­stand erhoben; er wird Exzellenz; er wird im Laufe der Jahre Ehrenmitglied von 35 wissenschaft­lichen Körperschaften diesseits und jenseits der Ozeane. Er wird zu einem geistigen Begriff, dieser Emil von Behring, alsRetter der Kinder und S o l d a t e n", als Baumeister eines neuen Weges, auch andere Infektionskrankheiten mit Se­rum entweder zu heilen oder vorbeugend zu ver­hüten, als ein Verlängerer für das Durchschnitts­lebensalter der Generationen, die ihm folgten.

Die Pariser Presse veröffentlicht die Auszeichnung von sieben Mitgliedern der französischen Freiwilli­genlegion mit dem Eisernen Kreuz, das ihnen für Tapferkeit im Kampf gegen den Bolschewismus ver­liehen wurde. Es handelt sich um einen Major, zwei Leutnants und vier Legionäre.

Überseeischen Ausland bereits ein runjes Dutzend Institute. für experimentelle Therapie, die seinen NamenEmil von Behring" tragen, eine Zahl, deren Vermehrung nahe beoorstent. Darum hat jüngst die Marburger Philipps-Universität den Emil-von-V ehr ing-Preis" für beson­dere Leistungen in der Jmmunbiologie und Seuchen­bekämpfung geschaffen. Und darum sckließlich hat eine ehrfürchtig denkende Nachwelt an historisch ge­weihtem PlatzDem großen Arzt und Forscher" das Denkmal gesetzt, ein Sinnbild für die Unsterblichkeit durch sein Schaffen:Alles für die Forstung!"

Einige Jahre arbeitete er auf eigene Faust an der Losung des Problems. Darüber wird er zum Stabsarzt befördert, wird zwecks Erweiterung seiner Kenntnisse 1887 zum Pharmakologischen Institut .... DOn Geheimrat Carl Binz nach Bonn komman- mänicn, Spanien und Ungarn, und wiederum dru- biert, wird im August 1889 Assistent an dem von den nach der anderen Seite von einer Reihe süd- Robert Koch begründeten Hygienischen Institut der amerikanischer Republiken abgehalten worden. Universität Berlin und macht hier im Tierexperi-1 Darum gibt es im Reich wie im europäischen und

beides dem lebenden Kinde vorhalten soll; wenn es nach dem Apfel greift, so soll es als Kind ange­sehen werden, wenn es aber den Pfennig nimmt, so muß es zur Verantwortung gezogen werden. Schon in griechischen Quellen wird von einer Probe erzählt, bei der die Richter einem Kinde, bas ein aus dem Kranz der Artemis gefallenes goldenes Blatt weggenommen hatte, Kinderklapper und Würfel zusammen mit dem Blatt vorlegten und als einen Heiligtumsschänder töteten, als es wieder nach dem Gold langte. In allen Fällen wird dem Kinde etwas Kindliches und etwas den Erwachsenen Zukommendes voraehalten. Man kann vielleicht auf indogermanischen Ursprung dieser Probe schließen. In der Lübischen Fassung wird sie auch einmal belnt Tode eines Kindes im Metzgerspiel angewendet fein, und da Lübeck als große Handelsstadt viele Ver- vutuv ......... binbungen mit der ganzen Hansewelt hatte, wird

einen Hand ein schönes Dreiguldenstück vor und mit von hier aus der Recktsvorgang bei der Apses- ber anderen einen prächtigen großen Apfel. Der probe weithin verbreitet und so auch nach FneS« Knabe sollte zwischen beiden wählen, und er wählte i lrmd gekommen sein. C. L,