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sammlung wollen wir Erwachsenen uns durch recht viele Struwwelpeterfiguren wieder einmal gern

net. Der Doktor und der Schornsteinfeger sind bei Müttern und Pflegerinnen zwei Popanze, um un­folgsame Sprößlinge zu schrecken und zu bändigen. ,Wenn du zu viel issest, so kommt der Doktor und gibt dir bittere Arznei oder setzt dir Blutegel an', oder: Menn du unartig bist, so kommt der schwarze Schlotfeger und nimmt dich mit'. Was folgt dann? Sowie der Doktor an das Bett des kleinen Patien­ten tritt, weint, schreit, brüllt dieser mörderlich. Wie soll man da die Temperatur prüfen, wie den Puls fühlen, wie den Leib betasten! Stundenlang dasitzen und abwarten, bis der Tumult sich gelegt hat und der Ermüdung gewichen ist, kann man auch nicht!

Da nahm ich rasch das Notizbuch aus der Tasche, ein Blatt wird herausgerissen, ein kleiner Bube mit dem Bleistift schnell hingezeichnet und nun. er­zählt, wie der Schlingel sich nicht die Haare, sich nicht die Nägel schneiden läßt ... Das frappiert den kleinen Desperaten derart, daß er schweigt, zu­schaut, und mittlerweile weiß ich, wie es mit dem Pulse steht, wie seine Temperatur sich verhält, ob der Leib oder die Atmung schmerzhaft ist, und der Zweck ist erreicht.

Als mein Buch fertig war, bis auf das letzte Blatt, da war aber auch mein Bilderschatz zu Ende. Was sollte ich nun auf dieses letzte leere Blatt

Danksagung.

Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Katharine Rinn, geb. Harimann sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir al­len auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen.

Heuchelheim, im Januar 1942.

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Frau Marie Weller, geb. Kolb

ist heute früh nach langem, mit großer Ge­duld ertragenem Leiden im Alter von 71 Jahren in Frieden heimgegangen.

In stiller Trauer:

Heinrich Weller XIV.

Familie Friedrich Kreiling Familie Otto Weller.

Gießen-Wieseck, den 29. Januar 1942.

Die Beerdigung findet Samstag, den 31. Jan., nachmittags 15 Uhr, vom Sterbehaus Alice- straße 24 aus statt.

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24. Dezember 1941

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Go entstand

derStruwwelpeter".

Die Geburt des berühmten Bilderbuches.

Mit zu den beglückendsten Begegnungen unserer frühesten Kindhritstage gehört derS t r u w w e 1- peter", jene lustigen Geschichten und drolliaen Bilder des Frankfurter Arztes Dr. Heinrich H oft« mann, die nunmehr bald, nämlich im Jahre 1945, ihren 100. Geburtstag feiern können. Freilich, wenn wir einmal auf die ersten Auflagen dieses schier un­sterblichen Buches zurückgreifen, dann mag uns vielleicht beim kritischen Betrachten der Zeichnungen das Wortetwas primitiv" entschlüpfen. Aber wir denken dabei wohl gar nicht daran, daß es gerade der einfache Strich dieser Zeichnungen war, der da­mals dieses Bilderbuch im Sturm die Herzen der drei- bis sechsjährigen Buben und Mädel erobern ließ. Alle die Zutaten aber, denen die spateren Auflagen ausgesetzt waren, haben das Ursprüngliche dieses Werkes und die Absicht des Illustrators ver­zerrt. Künstlerisch gelungener mögen zwar die letz­ten Auflagen sein. Aber die unmittelbare Sprache des Buches zum Kleinkind, für das dieses Bildwerk ja einst gedacht war, ging verloren, ist nicht mehr in der einstigen Klarheit gewahrt geblieben.

Der einzigartige Erfolg des Buches ist übrigens ein Zufallstreffer. Sein Verfasser, der praktische

forderte das Buch einfach: ,Jch will den Strmvrvrl, peter!' Nun rückte das Blatt auf den Ehrenplatz vorn, und der frühere Titel machte dem jetziger: Platz."

In Bekannten- und Verwandtenkreisen fand das Originalexemplar solche Beachtung, daß Dr. Hem» rich Hoffmann au? Drängen der ihm gut be­kannten Buchhändler Dr. Loening und I. Rütten, die damals soeben dieLiterarische Anstalt" ge­gründet hatten, beschloß, das bunte Bilderwerk in Druck zu geben.

Hoffmannsfrohgemutes Abspiegeln alltäglicher Erscheinungen" er trug stets ein kleines Skizzen- buch bei sich hat seinem Struwwelpeter die rechte Volkstümlichkeit gegeben, und jeder dieser zwar nur kurzen, aber für jedes Kind so einpräg­samen Bildberichte, sei es. die Geschichte vom bösen Friederich oder die traurige vom Paulinchen mit dem Feuerzeug oder die des Daumenlutschers, oder denken wir an die Geschichte vom Suppen-Kaspar oder an die vom Hans-Guck-in-die-Luft, spricht durch das Bild unmittelbar zum Kinde. Dem Text ist hier nur eine bescheidene, schmückende, erklärende Auf­gabe zugedacht.

Wenn nun auch der Struwwelpeter samt seinen Brüdern und Schwestern für unsere Kleinsten be* stimmt ist, am Tage der nächsten Reichsstraßen-

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Arzt und spätere Leiter der Frankfurter Städtischen Irrenanstalt (185188), Dr. Heinrich Hoff­mann, hatte an alles andere, nur nicht daran gedacht, daß diese am Krankenbett kleiner Kinder ersonnenen Zeichnungen einst eine Millionenauflage erreichen und gleichRobinson Crusoe" und Wil­helm Buschs Werken sich bald bei allen Kulturvöl­kern der Erde heimisch fühlen würden.

Es war im Jahre 1844, das Weihnachtsfest nahte", so erzählt Dr. Heinrich Hoffmann, der sich bei der Herausgabe der ersten Auflage noch schüch­tern hinter dem Namen Reimerich Kinderlieb ver­barg.Ich hatte damals zwei Kinder, einen Sohn Carl von dreieinhalb Jahren und ein Töchterchen Lina von ein paar Tagen. Nun suchte ich für jenen ein Bilderbuch, wie es für einen solchen kleinen Weltbürger sich schicken mochte; aber alles, was ich da zu sehen bekam, sagte mir wenig zu. Endlich kam ich heim und brachte ein Heft mit, welches ich meiner Frau mit den Worten überreichte:Hier habe ich, was wir brauchen!" Verwundert öffnete sie die Blätter und sagte:Das ist ja ein leeres Schreibheft!", worauf sie die Antwort erhielt: ja­wohl! Aber da will ich dem Jungen schon selbst ein Bilderbuch Herstellen!"

.. So ganz aus der Luft gegriffen", fährt Hoff­mann fort,war übrigens die Geschichte doch nicht, ein und das andere war doch auf praktischem Boden ausgewachsen, so namentlich der Hauptheld. Ich bin Arzt und als solcher oft einem störenden Hindernis bei der Behandlung kranker kleiner Kinder begeg­

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bringen? Ei nun, da setzen wir den Struwwelpeter

hin! So geschah es, und deshalb stand dieser Bursche --------r-.-o --; --------- o-

in der ersten Auflage des Buches auf der letzten an unsere frohen und hellen Kindheitstage erinnern Seite. Aber die Kinderwelt traf das Rechte und' lassen. B. E.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen

Herrn Georg Volk III.

sowie für die vielen Kranzspenden und die letzte Ehrung des GesangvereinsHarmonie sagen wir allen unseren innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Großen-Linden, den 30. Januar 1942.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben unvergeß­lichen Sohnes Werner

sowie für die vielen Kranz-. und Blumen­spenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel am Grabe sagen wir allen un­seren innigsten Dank.

In tiefer Trauer:

Ernst Müller, Schuhmachermeister und Frau Minna, geb. Weber.

Heuchelheim, den 27. Januar 1942.

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