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Der Reichssporiweiikanipf der Hitler-Ägend

Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thhriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschcin.

Truck und Verlag: Brühlsche Universitätsvruckeret R. Lange K. ®. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

Die Verwertung gebrauchter Rohstoffe ist ein Ka­pitel, das gerade die Hausfrau angeht. Insbeson­dere ist die Verwertung der Spinnstoffabfälle ein Gebiet, das die Hausfrau besonders interessieren dürfte, weil sie sich maßgeblich, sozusagen als Hel­ferin der Kriegswirtschaft, an der Entstehung neuen wertvollen Gutes beteiligen kann. Sie ist maßgeb­lich daran beteiligt, d. h. sie ist diejenige, die über­haupt den ersten Schritt bei dieser Verwertung des Abgelegten und bei der Umwandlung von Alt und Neu tun muß. Dabei hat sie nur die leichte Auf­gabe, alle, auch die kleinsten Spinnstoffabfälle pein­lich zusammenzutragen und der Sammelstelle zuzu­führen. Die von ihr herausgesuchten alten Klei­dungsstücke und Spinnstoffabfälle stellen nämlich einen begehrten Rohstoff dar, und was Rohstoffe bei der geringen Zahl an Arbeitskräften in der Heimat für unsere Wirtschaft bedeuten, das weiß heute jede Hausfrau. Deshalb wird sie ihr mög­lichstes tun, dieses wichtige Gut sichern zu helfen. Sämtliche Abfälle von Web-, Wirk- und Strick­waren aus Halbwolle, Wolle, Baumwolle, Zell­wolle, Seide, Kunstseide, Jute, Leinen und Halb- leinen, also alle Reste von Wäsche, Kleidern, auch Krawatten, Hüten, Vorhängen, Säcken, Gardinen, zerrissenen Teppichen, und zwar auch solcher, die man sonst als Lumpen bezeichnet, zählen zu den Altspinnstoffen. Jedes kleinste Stückchen ist wertvoll,

Universität Gießen gegen Universität Marburg.

Am Samstagnachmittag treffen sich diese Mann­schaften zum Rückspiel auf dem Universitäts-Sport- platz. Das Marburger Treffen ging unter unglück­lichen Umständen 4:2 für unsere Studenten verlo­ren, so daß sie diesmal alles daransetzen werden, um die Niederlage auszugleichen.

Der weitere'Weg, den diese Altklerd'er- und Spinn, staftabfälle gehen, ist recht interessant. Die Altkleider werden, soweit sie noch tragfähig sind, so rasch wie möglich den neu eingesetzten Arbeitern und Arbei­terinnen in den Rüstungsbetrieben, in der Land­wirtschaft und in den für die Sicherung der Le­benserhaltung wichtigen Betrieben zugeleitet, weil diese ^Schaffenden heute in ihren Kriegsstellungen einen viel größeren Kleiüerverbrauch haben, als in ihrer Tätigkeit vor dem Kriege. Die vollkommen zerrissenen Kleidungsstücke, zerrissene Wäsche und andere Altspinnstoffe werden sortiert in Wollum- pen, Baumwolle und Leinen, ferner gemischte Ge­webe, dann werden sie alle entstaubt, karbonisiert, geklopft, gewaschen und gebleicht, getrocknet und desinfiziert und dann gelangen sie in die Zerreiß­maschinen, bis sie endlich wieder als sozusagen neues Material in die verschiedenen Werkstätten und In­dustrien zurückgelangen. Ebensowenig wie wir früher wissen konnten, ob in diesem und jenem Gewebe Zellwolle enthalten war, ebensowenig haben wir durch Jahrzehnte feststellen können, worin Reißwolle enthalten war.

Die deutsch? Frau, die schon oft bewiesen hat, daß sie den Befreiungskampf ihres Volkes mit ihrem ganzen Herzen mitkämpft, wird auch bei der Alt­kleider- und Spinnstoffsammlung 1942 wieder zei­gen, daß dieser Appell an ihre Mithilfe ein offenes Ohr und gebefreudige Hände finden wird. Es ist gerade das Schöne und Erhebende daran, daß diese Sammlung in ihren letzten Auswirkungen wieder dem ganzes Volke und somit auch der deutschen Frau und Mutter zugute kommt.

Landkreis Gießen.

* Lich, 29. Mai. Am morgigen Samstag, dem 30. Mai, begeht Frau Witwe Margarete Sommer, hier, Seelenhofgasse 4 wohnhaft, ihren 8 2. Ge­burtstag. Die Jubilarin kann auf ein arbeits­reiches Leben zurückblicken. Der alten Dame gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu ihrem Geburts­tage und für einen schönen Lebensabend.

Verdunkelungszeit:

29. Mai von 22.31 bis 4.38 Uhr.

ihre Verbundenheit mit der deutschen Jugend zu bekunden.

Tschammer-Pokalspiel in Gießen.

Das Tschammer-Pokalspiel zwischen F. C. Teuto­nia Watzenborn-Steinberg undEintracht" Frank­furt findet mit Einverständnis von Watzenborn- Steinberg am, kommenden Sonntag auf dem Wald­sportplatz des VfB.-R. in Gießen statt.

wie jeder unbrauchbar gewordene Wasch- und Wisch­lappen, ja die kleinen Garn- und Wollfädenreste aus dem Flick- und Strickkorb, also man kann bei­nahe sagen, jedes. Fusselchen.

Bis jetzt haben wir diejenigen Lumpen aufge­hoben, die wir gelegentlich wieder verwenden konn­ten, und haben dazu einen Lumpensack gehalten. Jetzt soll nichts mehr in den Haushaltungen aufge­hoben werden, was nicht in der nächsten Zeit noch gebraucht werden kann. Für die Rüstungsarbeiter, Front- und Landarbeiter und -arbeiterinnen wird dieses Rohmaterial zur Sicherung der Arbeits­leistung und der Schlagkraft der Front dringend ge­braucht.

Die Hausfrau soll auch auf ihre interessierte Frage:Was geschieht denn mit den von mir ge­sammelten Spinnstoffabfällen?" die Antwort haben. In der Zeit vom 1. Juni bis 15. Juni 1942 wird vom Reichsbeauftragten der NSDAP, für Altma­terialerfassung eine Reichsspinnstoffsammlung durch­geführt. Wie bei der Wollsammlung erhält jeder, der seine nicht mehr tragfähigen Altkleider und Spinnstoffabfälle abgibt, eine Bescheinigung mit Namen des Spenders, genauer Angabe der abge­gebenen Männer- und Frauen-Oberkleidung und Gewichtsangabe der Menge auf der Annahmestelle ausgehändigt. Dieser Scheck stellt für den Spender eine schöne Erinnerung für alle Zeiten dar.

Altspinnstoffe als Rohstoff

3ur Altkleider- und Epinnstoffsammlung 1942.

Wieder tritt am kommenden Samstag und Sonn­tag die deutsche Jugend im ganzen Reich zu ihrer aroßen und umfassenden Leistungsprüfung, dem Reichssportwettkampf 1942, an. Sie will damit vor der ganzen Nation Zeugnis darüber ablegen, daß sie .nach dem Willen des Führers an sich gearbeitet, ihre Körper geübt, ihre Gesundheit gestärkt und ihren Willen gestählt hat, um den Aufgaben der kommenden Zeiten gewachsen zu sein.

Zum erstenmal wird der Reichssportkampf, an dem die in der Gemeinschaft der Hitler-Jugend zu- sammengefaßte deutsche Jugend von 10 bis 17 Jah­ren teilnimmt und der durch diese Millionenbeteili­gung zur größten sportlichen Leistungsprüfung der Welt geworden ist, alsFest der Gemeinschaft" durchgeführt. Der Anteilnahme, die das ganze deut­sche Volk an dieser Bewährungsprobe der Jugend nimmt, wird so auch äußerlich sichtbar Ausdruck verliehen.

Der alljährlich und trotz vielseitigen und immer stärkeren Einsatzes der Hitler-Jugend im Kriege durchgeführte Reichssportwettkampf der HI. besteht aus den einfachen Hebungen der Grundschule aller Leibesübungen, dem Lauf, Sprung und Wurf. Wenn auch die beste Einzelleistung in allen Alters­stufen durch die Verleihung der Siegernadel aner­kannt wird, so steht doch wie immer der Mann­schaftskampf der kleinsten Einheiten' der Hitler-Ju­gend im Vordergrund, bei dem die besten zehn Jungen und Mädel die höchste Anerkennung, eine vom Führer unterschriebene Mannschaftsurkunde, erhalten. Die beste Mannschaft jeder Einheit setzt den Reichssportkampf dann in gleicher Form bei den Bann- und Gebietsmeisterschaften fort. Den Höhepunkt stellt der Reichsentschetd um den Wan­derpreis des Reichsjugendführers im Rahmen der Sommerkampfspiele dar.

Bei der Bedeutung dieses schönsten und größten Wettbewerbs unserer Jugend darf erwartet werden, daß nicht nur Eltern und Angehörige, sondern alle Freunde unserer Jugend und der Leibesübungen dem Sportfest am Sonntag, das mit einem feier­lichen Gedenkakt für die Gefallenen und der Ehrung der Sieger abgeschlossen wird, beiwohnen, um so

02527

1750 V

Gemeinnützige

1747 D

Am Mittwochabend entschlief sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, der treu­sorgende Vater seiner beiden Kinder

Friedrich Stroh

Weißbindermcistcr

im Alter, von 47 Jahren. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren haben.

In tiefem Schmerz:

Lina Stroh, geb. Valentin Hilde und Friedel Stroh und alle Angehörigen.

Wißmar, den 29. Mai 1942.

Die Beerdigung findet Samstag, den 30. Mai, nachmittags 3/2 Uhr statt.

fcjWcgi Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil- ä nähme, sowie für Kranz- und Blumen­spenden beim Heldentode meines geliebten, einzigen Kindes, Reichsbankinspektor Rudolf Götz, Uffz. in einer Panzer-Jäger-Abteilung, Offiziers-Anwärter u.^-Unterscharführer 1/83, sage ich hierdurch meinen herzlichsten Dank. Er st arb für Deutschlands Größe wie sein Vater imWeltkrieg.

In tiefer Trauer und Schmerz:

Frau Marie 6ötz Wwe., geb. Sudheimer

Gießen, im Mai 1942.

Unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Toni Sparmann, geb. Müller

ist am Freitagabend nach kurzem Leiden im Alter von 65 Jahren von uns gegangen.

In tiefer .Trauer:

Lotti Wilhelm und Angehörige.

Gießen (Schwarzlachweg 45), Frankfurt a. M., Alsfeld, den 29. Mai 1942.

Die Beisetzung fand in der Stille statt.

Gleichzeitig spreche ich im Namen aller An­gehörigen für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die Kranz- und Blumen­spenden meinen tiefgefühlten Dank aus.

___________________________________________________________02523

BaiiMenfchaft 1894

Wir verweisen unsere Mitglieder hiermit nochmals auf die morgen Samstag, abends 8 Uhr, in der Gast­wirtschaft znrGermania, Kaiserallee, stattfindende latirgs-HanDlnersaminloni Besondere Einladungen ergehen nicht.

4m 1. Pfingstfeiertag erhielten wir die MAM schmerzliche,unfaßbareNachricht,daß unser einziges Kind,unser braver Junge

Erich Schulte

Soldat in einem Inf.-Regt.

im kaum vollendeten 20. Lebensjahre nach schwerer Krankheit in einem Feldlazarett von uns gegangen ist.

In tiefer Trauer: Hubert Schulte u. Frau Ida, geb. Kreß

Gießen (Bahnhof-Hotel Lenz), 28. Mai 1942.

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Mit der Familie trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden

Betriebsfllhrung und Gefolgschaft der Firma Schunk & Ebe

______________________________________________1748 P

RffRhen alle,

Verschwunden sind die

nm. ........... WSIOff-------------

-------MW»------

ALTKLEIDER-und SPINNSTOFF

SAMMLUNG 1942

1.-15. JUNI

Die Tante Oha Hat ein Kleid, Mas paßt nicht in die heufge Zeh, Gerafft, gepufft, gerüscht, garniert, es war schon lange ausrangiert.

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K* l .-rfrfifl

nun trägt die Anna es im Stalle, //\ UCA

sie melkt die Kuh, man schaut voll Neid, U

Das ist ein schönes Arbeitskleid !u

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der REICHS BEAUFTRAGTE DER NSDAP. FDR ÄtTMATERlMERFASSUWC 2

1749 D

Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20 und 1.80.

Vorverkauf: Karten -Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Fernsprecher 2141.

Niemand braucht an Fußflechte zu leiden. Jeder Mensch kann einmal an der peinlichen, oft schmerzhaften Dermatomykose leiden, die an feuchten Stellen, roten Flecken oder gar wunden Hautrissen zwischen den Zehen oder an den Fußballen erkennbar ist. Der Pilz, der sie hervorruft, entwickelt sich besonders bei Wärme und Schweißabsonderung. Dank seiner typischen Zusammensetzung dringt Ovis, das erprobte Desinfektionsmittel für Füße, tief in die Oberhaut ein und tötet das Pilzgeflecht ab. Wenige Tage hindurch morgens und abends angewandt, bringt Ovis Hilfe und Erleichterung. Wenn Sie Fuß jucken befällt und andere Symtome auftreten, beugen Sie mit ein wenig Ovis auf verdächtige Stellen vor. £

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Rolf Hansen, der Mann mit den mysteriösen Händen (vom Deutschen Theater München).

2 Sarunskis, Meister-Ikarier (vom Wintergarten Berlin).

Rui &Eaax, die tollsten Kaskadeure (vom Wintergarten Berlin).

Grit Kalbitz, die charmante Solotänzerin.

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Dazu ein großes Ballett.

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Gemeinsame Bekanntmachung der Landkreise Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stabt

Gießen.

Betr.: Eierverteilung.

Mit Zustimmung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft werden auf den vom 4. Mai bis 31. Mai 1942 gültigen Bestell­schein Nr. 36 der Reichseierkarte außer den auf die Abschnitts a bis c bereits aufgerufenen 5 Eiern noch weitere

2 Eier

auf den Abschnitt d für jeden Versorgungsberech­tigten ausgegeben. Weiter werden auf den vom 1. Juni bis 28. Juni 1942 gültigen Bestellschein Nr. 37 der Reichseierkarte

3 Lier

für jeden Devforgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf den Abschnitt a = 2 Eier, auf den Ab­schnitt b - 1 Ei.

Falls die oben aufgerufenen fünf Eier bei den Verteilungsstellen noch nicht überall zur Verfügung stehen sollten, so erfolgt deren Belieferung in der 37. Zuteilungsperiode. ' 1751D

Gießen, den 28. Mai 1942.

Für die Landräte der Landkreise Büdingen, Fried­berg, Gießen, Lauterbach sowie den Oberbürger­meister der Stadt Gießen.

Der Landrat des Landkreises Gießen.

Dr. Lotz.

MeewweHgae

Ir Danksagung.

1 i,r dic vielen Beweise herzlichster An- I teilnahme, anläßlich des Heldentodes I meines lieben Mannes u. guten Vaters, unseres I lieben Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes und I Schwagers, Heinrich Schmidt, Soldat in ein. Panzer-Division, danken wir tiefbewegt allen, 1 die in Treue seiner und unser gedachten.

In t iefem Schmerz: Fr.Lina Schmidt,geb.Hahn.u.Sohn I Horst; Familie Kaspar Schmidt; Familie Karl Schmidt; Familie Adolf Hahn, Schmiedemeister; Otto Hahn u.Frau;

u. alle Angehörigen. Rödgen. 28. Mai 1942. I

__________________________ 02513

Für alle Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meiner innigstgeliebten Frau, unserer treusorgenden Mutter sprechen wir hiermit unseren tiefempfundenen Dank aus.

In stiller Trauer:

Phil. Hillenbrand, Justizoberinspektor und Kinder.

Gießen (Feuerbachstraße 6), den 28. Mai 1942.

-- 02525

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Für die dargebrachten Glück­wünsche, Geschenke u. Blumen­spenden zu unserer goldenen Hochzeit danken wir herzlichst

Theodor Zutt und Frau, geb. Heim

Gießen, im Mai 1942.