von Truppen zwingen, die für den eigenen Angriff bereitgestellt waren. In dieser Hinsicht sind die Unternehmungen Timoschenkos auch erfolgreich verlaufen." In seiner Ueberseesendung verkündete der englische Nachrichtendienst: „Der Rieseneinsatz an Material überwiegt die Menschenkraft. Die sowjetischen^ Truppen leisten jedoch mit höchstem Mut und größter Entschlossenheit zähesten Widerstand." In einer Sendung für die englische Heimat aber hieß es: „Die letzten Berichte von der Charkow- Front lassen vermuten, daß der Vormarsch doch mehr oder weniger (!) zu einem Stillstand gekommen ist."
Ueber die unvergleichliche Tapferkeit unserer Soldaten und über die Einzelheiten des deutschen Sieges wird zu berichten sein, wenn die Einzelbllder die erste stolze Siegesmeldung anschaulich machen. Auf alle Fälle ist die „Phase der Befreiung der Sowjetunion", von der Timoschenko in seinem Armeebefehl vor dem 12. Mai so zuversichtlich gesprochen hatte, sehr schnell beendet worden, sie war es bereits am 17., als die Deutschen von Süden her zu einer Offensive antraten, die planmäßig von Norden her unterstützt wurde, so daß sich am 22. Mai bereits die Heeresgruppen trafen und den Kessel bildeten, in den Timoschenko seine Truppen hineinmanövriert hatte. In knapp fünf Tagen vollendete sich dann das Schicksal der Armeen Stalins. .
Deutsch-finnischer Sieg bei Louhi.
Helsinki, 28. Mai. (DNB.) Ueber die Kämpfe der deutsch-finnischen Truppen im Abschnitt von Louhi hat das finnische Hauptquartier einen zusammenfassenden Bericht ausgegeben. In ihm heißt es: Der Feind hatte an diesem Abschnitt drei Divisionen, vier weitere Brigaden und eine Panzerbrigade zusammengezogen und versuchte immer von neuem, unsere Stellungen selbst unter Anwendung schwerster Panzer zu durchbrechen. Dabei verlegte der Feind den Schwerpunkt seiner Angriffe in die Wildmark außerhalb der eigentlichen Front und begann unsere Stellungen einzukreisen. Die eigenen schwachen Vorhutstellungen mußten anfänglich dem Druck des Feindes weichen, wobei er bis in die Flanke unserer Truppen vordringen konnte. Zu gleicher Zeit wurden hinter der Front unsere Reserven zusammengezogen, die das weitere Vorgehen des Feindes zum Stehen brachten, worauf der eigene Gegenangriff eingeleitet wurde. Die feindlichen Krästegruppen, die unsere Stellungen einzuschließen versuchten, wurden in heftigen Kämpfen dank der erfolgreichen Wirkung aller Waffen und durch die gute Zusammenarbeit der Deutschen und Finnen entscheidend geschlagen und hinter unsere ursprünglichen Dorhutlinien 'zurückgedrängt.
Das schwer passierbare Gelände und der hartnäk- kige Widerstand des Feindes forderten von den finnischen und deutschen Verbänden besonders harte Anstrengungen. Bei den Kämpfen wurden an der vorderen Linie allein über 15 000 gefallene Bolschewisten gezählt. Dazu kommen die hohen Verluste durch Artilleriefeuer und deutsche Sturzkampfbomber im Rücken des Feindes. An Gefangenen wurden mehrere hundert Mann eingebracht. Fünf schwere Panzer wurden vernichtet, acht kampfunfähig gemacht. Die eigenen Verluste waren äußerst gering; die deutsch-finnischen Truppen verloren nur 418 Mann.
Das Eichenlaub für General von Mackensen.
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Der Führer verlieh — wie schon gemeldet — dem General der Kavallerie von Mackensen, Kommandierendem General eines Armeekorps, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. (Atlantic. sSch.j)
Das Ritterkreuz zum Kriegsverbienstkreuz.
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Der Führer verlieh, wie schon gemeldet, dem bisherigen deutschen Geschäftsträger in Washington, Gesandten Dr. Hans Thomsen (links) das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz und dem bisherigen deutschen Militärattache in Washington, General der Artillerie v. Bötticher das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern. (edjerl.)
Gesandter Thomsen trat 1919 im Alter von 28 Jahren als Attache in das Auswärtige Amt ein, nachdem er zuvor Iura studiert und das Referen- dorexamen abgelegt hatte. Zwei Jahre später wurde er Vizekonsul in Mailand, später in Neapel. 1932 wurde er Oberregierungsrat in der Reichskanzlei, im November 1933 Ministerialrat. Drei Jahre später Botschaftsrat an der Botschaft in Washington, wo er seit November 1938 die ständige Vertretung des damals die Vereinigten Staaten verlassenden Botschafters Dieckhoff übernahm. Im Dezember 1940 wurde er Gesandter 1. Klasse.
General v. Bötticher ist 1900 in die Armee eingetreten und war bei Beginn des Weltkrieges Hauptmann im Großen Generalstab. Von 1915 bis
von
Aus dem Reich
Tokio, 28. Mai. (Europapreß.) Einen Bericht des Kapitäns des japanischen U-Bootes, das seinerzeit das nordamerikanische Flugzeugmutterschiff „Langle y" knapp tausend Kilometer südwestlich von Hawaii versenkte, veröffentlicht die japanische Zeitung „Nichi Nichi". In diesem Bericht heißt es, daß zu jener Zeit eine Reihe japanischer U-Boote die See südwestlich von Hawai kontrollierten, um evtl, nordamerikanische Schiffsoorstöße weiter in den Pazifischen Ozean hinein zu verhindern. Dabei gelang es dem japanischen U-Boot, sich dem Flugzeugmutterschiff ,Langley" zu nähern, an dessen Bord sich die USA.-Matrosen mit Musik und Gesang auf Deck unterhielten. „Wir trauten unseren Augen kaum, als wir die „Langley" ohne Bewachung entdeckten und uns daher ungefährdet dem Schiff nähern konnten", berichtet der japanische U-Voot-Kommandant. Mit zwei wohlgezielten Torpedos wurde das überlOOOOi
Kampfflugzeuge am Tage vorher wiederum einen 8000-B NT.-Dampfer versenkt hatten, und drei weitere schwer beladene Schiffe in Brand geworfen waren, Großangriffe deutscher Kampffliegeroerbände zu neuen Erfolgen. Die Ju 88 durchbrachen die von der Bordflakartillerie über den Geleitzug gelegte starke Sperre. Ein Handelsschiff von 6000 BRT. erhielt zwei Bomben auf das Vorschiff. Nach einer heftigen Explosion sank der Frachter über das Heck ab und war innerhalb einer Minute im Meer versunken. Ein weiteres Handelsschiff von 6000 BRT., das Munition geladen hatte, explodierte nach Bombentreffer. Weitere Schiffe wurden schwer beschädigt.
Kurze Zeit später erfolgte ein abermaliger Angriff starker Kampfverbände. Die Fu88 trafen den in drei- bis vierfacher Dwarslinie laufenden Geleitzug immer noch auf nördlichem Kurs an und vernichteten zunächst ein Handelsschiff von 6000 BRT., das einen schweren Bombentreffer achter- decks ■ erhielt. Ein Handelsschiff gleicher Tonnage wurde von zwei Kampfflugzeugen so schwer in der Mitte und achtern beschädigt, daß es nach heftigen Explosionen a u s e i n a n d e r b r a ch und unterging. Bei diesem Angriff erlitten außerdem mehrere Transporter mit über 21000 BRT. schwerste Beschädigungen. Ueber eine Stunde lang dauerte ein weiterer Angriff, wobei vier Handelsschiffe vernichtet wurden, darunter zwei Frachter von je 7000 BRT. Bei diesem Angriff erlitten ferner weitere Schiffe schwerste Schäden. .
Mit jedem dieser neuen Angriffe steigerte sich die Unordnung in dem restlichen Geleitzug, so daß die Schiffe nur noch langsam von der Stelle kamen. Gegen 19 Uhr faßten die deutschen Kampfflugzeuge
deutsche Druchbruch dem sowjetischen Kommando sofort jede Kontrolle über die Entwicklung der Dinge genommen habe, hätten die Sowjettruppen sich Kilometer für Kilometer verteidigt. „Wir sahen auf den hügeligen Feldern am Meer", fährt der Journalist fort, „die Spuren, die der Kampf in der fruchtbaren schwarzen Erde hinterlassen hat. Die Hügel hinauf lagen, mit wenigen Metern Zwischenraum, Lastkraftwagen, .Geschütze, Tanks, hunderte von Maschinengewehren, tausende von Gewehren, dick wie die Fliegen auf dem Leim, und über allem Leichen und wieder Leichen und Pferdekadaver."
Ebensowenig wie an irgendeinem anderen Küstenabschnitt sei es hier den Sowjetrussen gelungen, auch nur ein einziges Geschütz oder auch nur einen einzigen Tank über die Straße von Kertsch zu retten. Die Bolschewisten hätten nur Fischerfahrzeuge und kleinere Motorboote zur Verfügung gehabt, selbst diese Fahrzeuge hätten nur in ein paar kurzen Nachtstunden die rettende Küste zu erreichen vermocht. Tagsüber sei die Luft voll gewesen von deutschen Stukas. Kriegsgefangene erzählten, daß nur einige Stäbe rechtzeitig entkommen seien.
„Der letzte Eindruck, den wir von der Küstenstrecke im Norden von Kertsch Mitnahmen", schließt Dr. Jensen seinen Bericht, „war das Dröhnen der schweren deutschen Küstensicherungsgeschützc, die Schiffswracks in der Mitte der Straße von Kertsch beschossen. Die Geschütze waren, noch während der Kampf in der Stadt Kertsch tobte, unter der Steil« käste in Stellung gebracht worden, auf deren oberen Rand die Sowjets in Zwischenräumen von nur einem Meter Maschinengewehrstellungen eingegraben hatten."
die abstürzten. Auch in der Umgebung von Catania und Syrakus wurden einige Bomben abgeworfen.
Tonnen große Flugzeugmutterschiff so schwer beschädigt, daß es in kurzer Zeit sank.
3n einem weiteren Bericht schildert „Tokio Nichi Nichi" den Angriff eines japanischen U-Bootes auf die norüamerikanischen Oeltanks von S a n t a Barbara an der kalifornischen Küste 100 Kilometer nördlich von Los Angeles in der Nacht zum 24. Februar. Das U-Boot, das sich der Küste bei Nacht näherte, fand die ganze Stadt strahlend hell erleuchtet, so daß Häuser, Straßen und auch die großen Oeltanks und Bohranlagen deutlich zu erkennen waren. Der Kommandant hatte genügend Zeit, sich seine Ziele in Ruhe auszusuchen. Als der erste Schuß gefallen war, brach an Land eine wahre Panik aus. Sirenen ertönten und Scheinwerfer suchten den Himmel ab. Die folgenden Schüsse setzten dann eine Reihe von Oeltanks in Brand.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 28. Mai. Das Oberkommando der Mehrmacht gibt bekannt:
Der in den Gewässern des hohen Nordens von Aufklärern fesigeftellte feindliche Geleitzug ist seit dem 25. Mai das Ziel vernichtender Schläge von Luflwaffenverbänden des Generalobersten Stumpfs, die gemeinsam mit Streitkräften der Kriegsmarine operieren. Schon am Abentr dieses Tages versenkte die Luftwaffe, über Hunderte von Kilometern anfliegend, ein Handelsschiff von 8000 BRX. und beschädigte fünf weitere Schiffe durch Bombentreffer. Am folgenden Tage gelang es abermals, ein Handelsschiff von 8000 BRT. zu vernichten und drei weitere schwer beladene Frachter in Brand zu werfen.
Ein besonders schwerer Schlag wurde am 27. Mai gegen den von eigenen Unterseebooten dauernd verfolgten Geleilzug geführt. Ungeachtet der starken Abwehr feindlicher Sicherungsstreitkräfte versenkten Kampffliegerverbände an diesem Tage 11 Schiffe mit zusammen 72 000 BRT. und trafen zwei weitere Schiffe sowie einen Zerstörer vernichtend. Außerdem wurden 16 Schiffe durch Bombenwurf beschädigt.
Damit sind aus diesem für die Sowjetunion bestimmten Transport von der Luftwaffe dreizehn Schiffe mit einer Tonnage von rund 88 000 BRT. versenkt worden. Zusammen mit dem heute im Wehrmachtbericht.gemeldeten Erfolg eines Unterseebootes gegen einen Dampfer von 8000 BRT. beträgt der Gesamtverlust des Gegners nunmehr 96 000 BRT.
Der Rest des Geleitzuges versucht in die nord- lichsten, noch eisfreien Gewässer auszuweichen. Seine Verfolgung wird fortgesetzt.
Stockholm, 28. Mai. (Europapreß.) „Es war weit schlimmer als Dünkirchen" schreibt der Berliner Vertreter des Skandinavisk Tele- gramm-Büro, Dr. Viggo Jensen, der auf Einladung des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht zusammen mit anderen neutralen Auslandsjournalisten nach der Schlacht von Kertsch eine Besichtigungsreise auf die Halbinsel Kertsch machte. „Was wir in diesen 24 Stunden auf Kertsch gesehen haben, war ein solches Panorama der Zerstörung und des Todes, daß selbst die Kriegserfahrensten unter uns Journalisten niemals bisher dem Krieg und der Vernichtung in einer so totalen und alles überwältigenden Form begegnet sind. Auf dem Strand von Kertsch standen allein in den Gassen eines Fischerdörfchens unter anderem Material 3000 sowjetische Lastkraftwagen, jeder einzelne von ihnen war ein ausgebranntes Wrack. Zwischen den Autos waren bespannte Fahrzeuge eingeklemmt, verbrannte Menschen- und Tierleichen lagen in grotesken Stellungen über die Autos verstreut. Neben oder unter den zerstörten Kraftfahrzeugen lagen Haufen von verkohlten Menschenleibern. In diesem gigantischen Gewirr von all dem, was einmal ein Teil der modernen Ausrüstung von drei sowjetischen Armeen war, standen hier und da ein paar schwere Geschütze, die die Sowjets während ihrer panischen Flucht bis zum Strand hatten mitschlepppen können. Hier waren sie in der allgemeinen Panik festgefahren und alles, was an ihnen brennbar war, war verbrannt."
Die neutralen Journalisten besuchten die Gegend von Yenikale, etwas nördlich der Stadt Kertsch. Hier hatte ein einziges deutsches Regiment einer vielfachen sowjetischen Uebermacht gegenübergestanden. Dessen Kommandeur schilderte die Schlacht als eine der härtesten, die sein Regiment seit Kriegs-
„Unbewacht und strahlend erleuchtet." Wie die „Langley" torpediert und Ganta Barbara beschossen wurde.
die jedoch keine Opfer forderten.
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Reichsleiter Rosenberg hatte die Reichsarbeitsgemeinschaft für die Schulung der gesamten Bewegung und die Mitarbeiter in den Gauen zu einer Arbeitsbesprechung nach Berlin geladen, auf der er nach einer Reihe von Referaten die bedeut- samen Aufgaben der Schulung und Erziehung der deutschen Nation umriß.
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Auf einer Schulungstagung für die Führer der NSFK.-Gruppen sprach Reichsleiter Rosenberg über die Ostfragen. Nach Referaten über alle hauptsächlichen weltanschaulichen Gebiete durch politisch und wissenschaftlich führende Persönlichkeiten fand ein Empfang bei Reichsminister Dr. Goebbels statt, der den NSFK.-Führern Einblick in die Propa- gandaarbeit während des Krieges vermittelte.
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An Stelle des mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des und Polizeiführers in Radom im Generalgouvernement beauftragten Polizeipräsidenten von Kassel, Dr. Böttcher, ist ^-Oberführer von Proeck, bisher Polizeiprästdent in Bromberg, zum Polizeipräsidenten von Kassel ernannt worden.
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Präsident Roosevelt hat dem Kongreß eine neue Marinevorlage zugehen lassen, die weitere 614 Millionen Dollar erfordert.
Murmansk-Geleitzug zerschlagen
96 000 BRT. durch Luftwaffe und !l-Boote versenkt.
„Cs war schlimmer als Dünkirchen
Ausländische Journalisten sahen das Schlachtfeld von Kertsch.
Staatssekretär Dr.-Jng. Ganzenmüller, der bisherige Leiter der Haupteisenbahndirektion Ost in Poltawa wurde — wie schon gemeldet — zum Nachfolger des zurückgetretenen Staatssekretärs Dr.-Jng. e. h. Kleinmann zum Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium ernannt.
(Atlantic. sSch.j)
Reichsveremigmig Bastfaser.
In Berlin fand die Eröffnungssitzung der Reichsvereinigung Bastfaser statt. Der Vorsitzende Dr. Wilhelm Gruber gab einen histo- rischen Ueberblick über die Entwicklung der Bastfaserwirtschaft. Mit der Anwendung non bäuerlichen Wirtschaftsformen und der Ausrichtung auf überseeische Produkte, wie Baumwolle, sei' die Flachsanbaufläche Deutschlands von 200 000 Hektar in den 70er Jahren bis auf 17 000 Hektar vor dem letzten Weltkrieg zurückgegangen. Daher war es eine bedeutende Leistung der Landwittschaft, den Faseranbau im vorigen Weltkrieg auf 42 000 Hektar heraufzuführen. Dann ging-die Flachsanbaufläche bis 1932 wieder auf 40000 Hektar zurück. Von 340 000 Leinenspindeln wurden unter dem Druck des regellosen Hereinströmens der Baumwolle 200 000 arbeitslos, 100 000 Spindeln mußten verschrottet werden. Seit 1933 konnte die Flachs- anbaufläche auf 100 000 Hektar und die Hanfanbaufläche auf 30 000 Hektar erhöht werden.
Staatssekretär Backe betonte, daß im Gegensatz zu Sowjetrußland, das die öden Wege des Kollektivismus, des bürokratischen Staatskapitalismus und der Regiebetriebe beging und dabei den Menschen verkümmern ließ, die Stärke unseres Volkes im einzelnen Menschen, seiner Initiative, seinem Können und in dem Streben liege, immer wieder eine höhere Aufgabe um ihrer selbst willen am zupacken. In der Gründung der Reichsoereinigung Bastfaser als des schöpferischen Zusammenschlusses vom Erzeuger zum Verteiler sei der Anfang einer
ausbruch mitgemacht hatte. Den ganzen Weg ... der Parpatschlinie, jenem alten 30 Kilometer westlich Kertsch gelegenen Tatarenwalle, wo der erste
1917 gehörte er dem sächsischen Kriegsministerium an und nahm an den Verhandlungen der Waffenstillstandskommission teil, 1920 an der Konferenz in Spa und 1921 an der in London. 1926 wurde er ins Reichswehrministerium versetzt und nahm an den internationalen Konferenzen teil. Als Oberst wurde er 1929 Kommandeur der Artillerieschule. Am 1. April 1933 wurde er Militärattache an der deutschen Botschaft in Washington, von wo aus er auch als Militärattache an der deutschen Gesandtschaft in Mexiko fungierte.
Kleine politische Nachrichten.
Der Befehlshaber der deutschen Truppen an der Nordfront, General Dietl, traf in Helsinki ein, wo er dem Kriegsminister General Walden und Ministerpräsident Rangell, Besuche abstattete und von Staatspräsident Ryti empfangen wurde. Auch der Kommandeur des Verbindungsstabes Nord, General d. I. (Erfurt!), ist in Helsinki eingetroffen.
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Feindliche Truppen und Materialansammlungen, die von den Luftstreitkräften der Achsenmächte i n N o r d a f r i k a bombardiert wurden, erlitten beträchtliche Verluste. Die Festung Tobruk, Flugplätze und Eisenbahnanlagen wurden ebenfalls mit sichtbarem Erfolg angegriffen. Italienische und deutsche Jäger schossen im Luftkampf 13 Flugzeuge ab.
In der Nacht zum Donnerstag unternahmen britische Flugzeuge in mehreren Wellen einen neuen Angriff auf Messina und beschädigten einige Wohnhäuser. Opfer unter der Zivilbevölkerung sind
Weitere japanische Erfolge in Tschekiang.
Tokio, 28. Mai. (Europapreß.) Das japanische Hauptquartier teilt mit, daß die stark befestigte und feit Tagen heißurnkämpfte strategisch bedeutsame Stadt Kinhwa in der mittelchinesischen Küstenprovinz Tschekiang von japanischen Streitkräften besetzt worden ist. Gleichzeitig drangen die japanischen Truppen auch in das 12 Kilometer nordwestlich von Kinhwa liegende L a n ch i ein, nachdem sie die Feldstellungen und Widerstandsnester der tschung- kingchinesischen Truppen in erbitterten Kämpfen genommen hatten. Durch die Einnahme von Lanchi, das am Chientangkiang, dem Hauptfluß von Tsche- kiana, gelegen ist, wird der Hauptmasse der eingeschlossenen Tschungkingtruppen der Rückzug abgeschnitten. Wie der Sprecher der japanischen Truppen in China erklärte, bedeutet die Einnahme von Kinhwa, dem Hauptverkehrszentrum von Oft» Tschekiang, den militärischen Zusammenbruch der dritten Kriegszone Tschung- k i n g s. Kinhwa zählt etwa 100 000 Einwohner und war einer der bedeutendsten Stützpunkte Tschiangkaischeks in Tschekiang. In den Kämpfen der letzten 14 Tage, in deren Verlauf die japanischen Truppen über 300 Kilometer zurücklegten, konnten sie eine Reihe wichtiger feindlicher Stützpunkte wie Tungyang, Iwu, Chuki, Wui besetzen, wodurch auch der Nachschubverkehr mit Kriegsmaterial zwischen der Tschekiang-Küste und Tschung- fing unterbunden wurde.
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Im Südosten der nordchinesischen Provinz S ch a n s i sind etwa 10 000 Mann chinesischer kommuni st isch er Streitkräfte von japanischen Truppen eingeschlossen und gehen ihrer Vernichtung entgegen. In systematischem Vorgehen nehmen die Japaner eine feindliche Stellung nach der anderen und ziehen so den Ring um die eingeschlossenen Tschungking-Chinesen immer enger. Weiter Meldungen berichten, daß am 24. Mai japanische Einheiten die neuaufgestellte 6. Brigade der Tschungking-Truppen vernichtend geschlagen haben.
In den Mittagsstunden des Pfingstmontag trafen sich zwei unter außerordentlicher Sicherung durch Kriegsschiffe laufende Geleitzüge im Nordmeer zwischen JanMayen unddem Nordkap. Deutsche Aufklärer nahmen sofort Fühlung mit dem Geleitzug auf. Schon kurze Zeit später erfolgten die ersten Angriffe deutscher Kampfflugzeuge vom Muster Ju 88 im Zusammenwirken mit Streitkräften der Kriegsmarine. Sie führten zur Versenkung eines 8000-BRT. - Frachters und zu schweren Beschädigungen weiterer Schiffe durch Bomben- treffer.
Der Geleitzug versuchte, sich den heftigen Luftangriffen durch eilige Flucht in nördliche Z o n e n zu entziehen. Die Schiffe mußten jedoch in mäßiger Fahrt laufen, da sich mehrere ältere Frachtdampfer in dem Geleitzug befanden. Außerdem hatten die Briten den Aktionsradius der deutschen Luftwaffe erheblich unterschätzt. In den Mittagsstunden des Mittwoch führten, nachdem deutsche
nicht zu beklagen. Die Flak traf vier Flugzeuge, ] den bereits schwer mitgenommenen Geleitzug noch- *■’ - - u " < mals. Ein Schiff von 8000 BRT. wurde getroffen
und sank in kurzer Zeit. Einer der begleitenden Zerstörer erhielt um 19.35 Uhr zwei Bombentreffer, die hefttge Explosionen auslösten. Drei weitere Frachter wurden schwer beschädigt. Die Helle Nacht des Nordens ermöglichte einen fünften Angriff. Hierbei wurde ein 10 000-BRT.-Frachter versenkt und drei größere Dampfer beschädigt.


