Ausgabe 
29.1.1942
 
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vonnerrlag. 29. Januar 1942

General-AnzeigerfürOberhessen

«ietzen.5ch»lftrah, 7-9

Die tätige Kameradschaft

vielen Franzosen möchte man ein ehrliches Forschen alles Fragen, Die D nach den wahren Gründen der heutigen Lage be-jzu beantworten hat.

xn bekannt

Das Mierkreuz

in L Taunus

Kämpfen zurückgeworfen und bis auf kleine Reffe

). Seelisch

1(42

Herein)

Werden die Pariser die Gegenwart zum Anlaß nehmen, um ernsthaft nach den wahren Ursachen ihrer jetzigen Lage zu forschen? Diese Frage muß man immer wieder von neuem aufwerfen. Bei

Druck und Verlag: vrühlfche Univerfitatrdruckerei 8. Lange

vernichtet.

An zahlreichen Stellen der 0 st f r o n t führten die deutschen Truppen erfolgreiche örtliche Angriffe durch. Panzer, Geschütze und anderes Kriegsmaterial wur­den erbeutet oder vernichtet. Dor L e n i ng r a d zerstörten Verbände der IBaffen-ff bei einem öioß- truppunternehmen 5 8 feindliche B unter und Kämpfst ände.

Die Luftwaffe führte wirksame Angriffe gegen Truppenbewegungen, Nachschubkolonnen, Eisenbahn­züge und Flugstützpunkte der Sowjets.

In Nordafrika beiderseitige Aufklarungs. tätigkeit. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten Barackenlager und Kraftfahrzeuganfammlungen der Briten in der nördlichen ^vrenaika.

Tag- und Nachtangriffe deutscher Kampfflieger- kräfte richteten sich gegen Hafenaylagen auf der Insel Malta. Bombenvolltreffer schweren und schwersten Kalibers richteten vor allem in der Smatswerft Schäden an.

Vei der Abwehr eines Angriffs britischer Bom­ber auf das Reichsgebiet in der Nacht zum 27. 3a- nuar erzielte eine Nachtjagdstaffel unter Führung von Hauptmann Lent und Oberleutnant prinj zu Lippe-Welbenfeld ihren 100.21^1*

nicht leben kann. . ...

3u all den Schwierigkeiten der Gegenwart ist es der Gedanke an die Zukunft, der viel Kop,zer­brechen verursacht und oft im Mittelpunkt der De­batte steht. In Frankreich, und vor allen Dingen

lehrt. .

Gesunder Instinkt, gemeinsam mit der voriorg- kicken Aktivität aller unserer Parteioraanisationen haben in den Kriegsjahren bisher schon unendlich viel Nützliches gewirkt; dennoch soll hier einer noch

Land Oberstleutnant. . ... ~

Bei den siegreichen Luftkampfen der deutschen

Das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten für Galland.

DNB. Ans dem Führerhanplquarkler, 28.Januar. Der Führer hat Oberst Galland das Eichenlaub mit Schwertern und Bril­lant e n zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen. In Gegenwart der Generalfeldmarschalle Keitel und Milch überreichte der Führer Henle

lal-Tänger« chres Ortez

heit, daß eine ebenso irrsinnige miß verbrecherische Kriegserklärung auf Englands Befehl den Auftakt zur größten Niederlage Frankreichs bildete und man jetzt an der Seine die Suppe auszuloffeln hat, die man sich einst selbst einbrockte, verschließen sich aber noch immer sehr viele. Wird man endlich eine Lehre aus der Vergangenheit ziehen und einen neuen Weg in eine neue *mm*** fWr

das Ritterkreuz an. _ . (

rin, Kommandeur eines Oberst Seyffardt, Kommandeur eines terie-Regiments, Hauptmann Kn 6 spe I. paniechef in einem Infanterie-Regiment Oberleut, nant Fricke, Kompaniechef m einem Infanterie- Regiment und Oberleutnant von harnack, Kom­panieführer in einem Panzerreginvnt.

Berlin, 28. Ian. (DNB.) Deutsche Truppen Meßen am 26. Januar im Nordteil der Ostfront trotz starken Ostwindes und einer Kalte von 30 Grad entlang einer Eisenbahnlinie und einer wichtigen Straße vor. Artillerie bereitete den Angriff wir­kungsvoll vor. Nach hartnäckigen Kämpfen gelang es, die Verbindung mit der Besatzung eines vor­geschobenen Stützpunktes wieder herzustellen. Die durch einen feindlichen Vorstoß unterbrochen war. Die Kämpfe dauern an. Kampfflugzeuge hielten Die sowjetischen Kräfte nieder und bahnten der angrei­fenden Infanterie in kühnen Tiefflugen durch Bord­waffeneinsatz Den Weg. .

Deutsche Truppen, die zwischen dem 22. und 24.1. in der Mitte der Ostfront in erfolgreichem Vor­stoß neue Stellungen erkämpft hatten, wiesen hier am 26.1. wiederholte bolschewistische Angriffe ob. Auch im Nachbarabschnitt griff der Feind m meh­reren Wellen die neuen deutschen Stellungen an. Hauptziel seines Angriffs war eine Ortschaft gegen die er eine Abteilung von 300 Mann wiederholt anfetzte. In Dem deutschen Sperrfeuer und der Ab­wehr der Infanterie kamen diese Angriffe zum Stehen, bevor sie den Ort erreicht hatten An einer anderen Stelle des Kampfgebietes wurde Der 2in- oriff zweier bolschewistischer Bataillone sogar von feindlichen Kampfflugzeugen im Tiefflug begleitet. Ein bolschewistischer Kavallerieverband, dessen Trup­pen zum Angriff abgesessen waren, wurde m heft

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fahr verbunden! Er überwindet sie nur durch das Zaubermittel der K a m e r ad s cha ft. Die Anstren­gungen werden aufgeteilt, Die Hilfe des einen pr Den anderen setzt wortlos ein, wo immer sie ge­braucht wird. Und wenn er noch so weit vorne m Stellung liegt, irgendwann tauchen aus Dem Dun­kel die Essenträger auf; wenn er schlechtes Quar- I Her gefunden hat schon sieht er dieSpeziallsten am Werk, die es wohnlich machen, wenn er schwach wird, immer ist einer da, der ihm hilft, sich wieder

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in, Ils W' I ^cqes.

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| in unserer n ainmiiin.

ü't die Ortskommandantur von Groß- Laris vor der die Streifenwagen der Feld- lenbarmerie parken. Auf Den Champs Elyfees, Dem Boulevard Hausmann und Der Avenue de U JHe= MbliP und vielen anderen Straßen und Platzen buchten di- großen Schilder der deutschen Soldo- len t in 05 und W - h r mach t l o k o l e An allen Anschlagsäulen und an zahlreichen Ecken kleben He zweisprachigen Bekanntmachungen Der Wehr­macht für Die Bevölkerung.

Einzeln oder in kleinen Gruppen steht man un­sere Landser bei der Besichtigung historischer Bau­en und geschichtlicher Gedenkstätten. Ihr Verhalten ist überall bestimmt und sicher, aber in jeder Hinsicht ürückhaltend und Diszipliniert.^ Die deutsche Wehrmacht beschämt in Pans durch ihr vorbildliches Auftreten jene französischen Kreise, Die rinft im besetzten Gebiet reitpeitschenschwingend mit brutaler Gewalt Die Bürgersteige beherrschten und die deutsche Bevölkerung auf Die Straße trieben. Set in sech, Wochen ein- Militärmacht wi- Frank- reich zu Boden zwang, Dc;r hat es wahrhaftig nicht nötig, sich heute Die Exzesse haßerfüllter französischer Thauvististen von damals als Vorbild dienen zu

zweifeln. Man gibt sich nur recht selten Die Muhe, ernsthaft Den Dingen nachzugehen, sondern ver- schanzt sich hinter Der so bequemen, mit Achselzucken und Stoßseufzern vorgetragenen Redewendung depuis loccupation", dem Stein der Weisen für die Ursache aller gegenwärtigen Schwierigkeiten. Diese Bequemlichkeit des Denkens trifft man in allen Alters- und Gesellschaftsklassen. Gewiß sind die mei­sten Unbequemlichkeiten und Einsparungen seit Der Besetzung von Paris entstanden. Der Binsenweis-

Qberft Graf von Schwerin hat es vermocht, an der Ssitomlja vom 1. bis 13. Dezember 1941 in sehr schwieriger Lage gegenüber überlegenen feind­lichen Angriffen standzuhalten bis zur Erfüllung fehles Auftrages, die einzige Nachschubstrahe für Drei hart ringende Divisionen offenzuhalten. Oberst Seyffardt hat sich m den Kämpfen im Wotrija-Abschnitt und in den Abwehrkampfen im D-z-mb-r 1941 hervorragend bewahrt. Er hat am 15° Dezember 1941 eine Aufnahme-Stellung trotz heftiger, mit großer zahlenmäßiger Uebermacht ge­führter Angriffe der Bolschewisten gehalten und da- durch das geordnete Loslöfen feiner Divchon, das sich durch schwierige Wegeverhaltnisse sehr ver­zögerte ermöglicht. Hauptmann Knospe! gelang es9 am 1. Januar 1942 als Stützpunktkommandaiit in' dem Stützpunkt Jegarewka in sehr schwieriger Lage Die Abwehrkraft des Stützpunktes durch straffe Organisation der Verteidigung so zu starken, daß die ni"hrere Tage dauernden heftigen Angriffe der Sowjets zusammenbi-achen Arn 10. .Dezember 1941 war es Dem Regiment einer Sowietdiviston Gelungen, Den Nachschubweg eines Regiments Durch einen9 starken Stützpunkt zu sperren. Oberleutnant Fricke überrannte mit feinen zusgmmengerafften Männern im Gegenstoß Drei feindliche Stellungen und erbeutete zehn Granatwerfer. Dieser Erfolg ermöglichte es dem Regiment, die Schlüsselstellung für die Bewegungen des A.-K. .1" halten - 6ber« I-utnant von Warnock zeige beim. Angriff au di« stark b-festigte Lufha-Stellung, bei der Em-

^°Der Soldat beispielsweise leistet im Fewzug unendlich viel mehr, als jemals im schärfsten Fne- 1Q19 idendienst von ihm verlangt worden ist; man muß Oberst Galland wurde am 19. Marz I912. L. Fragezeichen kennen, mit dem für

Westerholt, Kreis Recklinghausen als Sohn eines L n- Soldaten im Felde manches versehen ist, man Rentmeisters geboren. Er beachte das Humanistische gissen, wie unendlich mühselig für ihn auch

Gymnasium in Buer in Westfalen, bestand dort ^^es ist was nur wenige Kilometer hinter Der 1932 die Reifeprüfung und trat 1934 als Schutze Mn sßrob(em mehr darstellt. Ob es

in das Infanterie-Regiment 10 em. 1934 wurde er " um5 en£nfaffen, um die Nachtruhe, um Warme Fähnrich und trat 1935 zu Der jungen deutschen Sauberkeit handelt all das schon ist für

Luftwaffe über. Als Leutnant wurde er _ m-t eiiner Fülle von Mühsal und auch Ge­lehrer bei Der Jagdsliegerschule Schleißheim. 195/1* bo«,

wurde er Staffelkapitän einer Jagdstaffel. 1938 er­hielt er in Anerkennung besonderer Leistungen em vorgerücktes Rangdienstalter, und am l.iDftober 1939 wurde er Hauptmann. Nach Dem Polenfeldzug wurde er außer Der Reihe Major und in Den ersten Septembertagen 1940 mit Dem Ritterkreuz aus­gezeichnet. Aus Anlaß seines 40. Luftsieges verlieh ihm Der Führer am 25. September 1940 Das Eichen­laub. Nach Abschuß seines 50. Gegners wurde Gal-

Wiedersehen mit Paris

Von unserem W. M.-Korrespondenten.

Wenn heute etwas Dem grau und nüchtern ge­gebenen Gesicht von Paris das Gepräge gibt, Dann Hs Die Deutsche Wehrmacht. Auf vielen lentlichen Gebäuden und Ministerien flattert im tnterfturm sich weit über Das Dächermeer empor- i^eckend Das Hakenkreuzbanner Des Großdeutschen sMes Vor dem Marineministerium an Dem Jtoce de la Concorde knallen Die Hacken Der Wache Vierer Kriegsmarine zusammen. Nicht weit davon räfentiert Der Posten vor einem Schilderhaus am 'ortal eines Hotels Das Gewehr. An Den großen Straßenkreuzungen weisen zahlreiche Richtungs- Geiger zu Tankstellen, Beutelagern, Kommandan- Diren Befehlsstäben, Lazaretten, Reparaturwerk- ütten und Nachschubstellen. Der Oper schräg gegen-

emporzureißen!. Kr, .. .

-uci r.. v. . Dem Soldaten ist die Kameradschaft eine Selbst.

Ja-gdflieger, besonders gegenl die- englische Luftwasse, Verständlichkeit, weil er weiß, daß er 0 h n e f \ e hatte das Geschwader Des Oberstleutnants Galland l bestehen könnte, sie ist ihm em Bedurft ..... hrm*fe nts eine Notwendigkeit, sie wird von ihm täglich unzählige Male gegeben wie angenommen

Der Vergleich mit Der Heimat Drangt

Annahme von Anzeinen für die Mittagsnummcr bis 8' Ubr desVormittags

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WieDerholungMalftasiell Abfchlün'eMengenstanelir Plavvorfchrift l vorherige Vereinbarung) 25%meyr

Von Helmut Gundermann, Stabsleiter des Rerchspressechefs.

Im Deutschlsand des Krieges gibt es keine Insel, die von Den Ereignissen unberührt bliebe, und re - nen Volksgenossen, in dessen Leben Die Forderun­gen Des Kampfes nicht einen bedeutungsvollen Ein­griff täten. Ja, es ist sogar ein Grundsatz unserer inneren Ordnung, daß Die La st/.n auf all s verteilt werden und ein möglichst gieiap mäßiger Maßstab des Opfers im ganzen Volk Geltung hat. .,. . .

Wir haben uns von vornherein nicht auf einen bequemen Krieg" eingerichtet, oon Dem Die Briten n«. 'S 0 Wl »"ffiÄ'Ä

legen, um auf -twas te im K^-g- durch g--

nicht einmal genau zu definieren vermag^Das f 0' g q aUe Volksgenossen zur

all-- Fragen die d-r Franzose ganz allem selbst V ®ete?Iten Verpflichtung gemacht w-rdeu ... fwAntrnnrh» hnt. kann - SIN g-waltig-r Unterschied tut slch dennoeg

auf zwischen Denen, Die sich nur dem Notwendigen fügen, und jenen, Die mit aller Entschloffenheit an der Front wie auch an vielen Stellen der Hei­mat Die Hauptlast Des Kampfes für Den Sieg

stets einen besonderen Anteil. Unter seiner Drauf« gängerischen Führung errang es Sieg cms Sieg. .Besonders eindrucksvoll war das AbAuhe^ebnis ------------------ -

seines Geschaders in der großen LuftMacht am .. Auch hier gibt es manche, wenn auch 21. Juni 1941 bei einem Angnffsverfuch starker ßd)(m ber Soldaten nicht vergleichbare

britischer Jagd- und Karnpfverbande an der Kanal- bie eine Hilfe von Volksgenosse zu

küste, wobei sich Oberstleutnant Galland durch große Volksgenosse nötig macht. Das Leben im Kriege Umsicht in Der Führung seines Geschwaders un° I ' erung nach nützlicher Verwendung jeder

besonderen Heldenmut auszeichnete. Er schoß per- -^nden- Hand' und gleichzeitig Die unumgang-

sönlich drei britische Jagdflugzeuge ab. Am 18 Juli ' Erschwerung von Dutzend kleinen Einzel-

1941 verlieh Der Führer Dem siegreichen deutschen ^^^en die doch Die Lebensführung des Volksge- Jagdflieger das Eichenlaub mit^ Schwertern Arn n0^n' beeinflussen wie sollte sich dies alles 8. Dezember wurde er wegen.besonderer .^apserkeltl vollziehen, wenn nickt Die Mschwei-

vor dem Feinde zum Oberst befördert. Mit der nun Selbstverständlichkeit einer t a 11« erfolgten Verleihung des Eichenlaubs mit Schwer- n Kameradschaft mit eingreifen wurde!

tem und Brillanten die hohe^^szeichnunaer 9 Sem begriff dieser Kameradschaft steht Heutes hielt als erster deutscher Oftzzier Oberst Molders, __ n^t mehr Der Wust von Vor-

mit Dem Oberst Galland eine tiefe Freundschaft ver- irrtei(cn 6e5 Standes, bet Klassen und anderer band hat Der Führer Dem Dank und Der TrCnnungen gegenüber wie einst; doch Der Schritt

erkennung des deutschen Volkes für den bewen-1 ^er lieberseuaung, daß wir eine Gemeinschaft *-£A-n Einsatz Dieses tapferen deutfchen ^toiers praktischen Verwirklichung dieser Aus-

) vorbildlichen Jagdfliegers sichtbaren Ausdruck fang kleinen Bereich des täglichen verliehen. IL e b e n s, also dort, wo sich DieDinge im Raums

I stoßen" dieser Schritt ist es. Den uns der Krieg

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r-n7du7ch Panz« unttrstW-n Angriff- d-r üb-r-1 ©CF WehrMachiheNcht. leg-n-n sowjetischen Kräfte abzum-lsen Im b-^son- $;nB rlusdcmFuhrerhauptquartier, Ä- öÄ-, *"

I gibt bekannt:

zerschlagen. ' Eine an der Südküsle der Krim gelandete

Avlveyrrämpfe. feindliche Kräftegruppe wurde in mehrtägigen

' _ I finmnloti itiriirfrtPmntfPtl und bis flllf kleine Reste

in Paris, blieben schon seit Jahrzehnten die G e - burtenzifsern stets hinter Der Anzahl Der Toten zurück. Noch nie hat sich aber ein so großer .................-,r

Abstand zwischen beiden Ziffern gezeigt wie seit Besetzung von Paris entstanden. Der Beginn dieses Krieges. In Der Zeit vom 1. bis - - - - - --- ----r

15. Dezember 1941 zum Beispiel betrug in Paris die Zahl der Todesfälle 1921, die Zahl Der Ge­burten aber nur 1393. Also innerhalb von 14 Tagen ein Ausfall von 528 Menschen, mehr als ein Viertel Der Neugeborenen. Eine Bilanz Des Werbens und Vergehens, bie schon manchen Franzosen sehr nach­denklich gestimmt hat.

in seinem Hauptquartier dem verdienten Jagdflieger als zweitem Offizier der deutschen Wehrmacht per- fönlich die höchste deutfche lapfetfeils- auszetchnung. Obers, Galland schaß in uner­müdlichem heldenhaften Einsatz 94 Gegner im Lustkamps ab. Die Maste dieser Lusstiege errang er im Kamps gegen England. Oberst Galland cllcnll,u ut= ------ . .

wurde nach' tem Tode von Oberst Mölders als ^sten Emfatz dieses tapferen deutschen vfßziers destm Nachfolger zum Znspekleur der Jagd- U Ausdruck

[Heget im Lustwasfenführungsstab ernannt verliehen.

fatten.

In Den blau-weiß-roten Schleifen der Kränze a m Grabmal Des unbekannten Solvaten unter Dem 49 Meter hohen Triumphbogen spielt Der Wind. Fahl flackert Die unruhig Mende ewige Flamme am Kopfende Des Grabes aus Der mut Schwertern und Lorbeerkränzen verzierten Bronze- urne. Deutsche Soldaten gehen voruder. Es tsi. me- tn.artb unter ihnen. Der nicht Die Hand zum Gruß erbebt, um Den toten Kämpfer Des Weltkrieges zu -hren. Ein französischer Zivilist bleckt stehen und entblößt stumm das Haupt. Eine graue Haar- fträbne fällt über eine schon langst vernarbte schwere Stirnverletzung. Das OrDensband im Knopfloch zeigt den Weltkriegsteilnehmer. Sein Gesicht ist unDurch- j dringlich und verschlossen. In der Ferne klingt Deut- sch- Marschmusik auf. Von der Place d° la Con- corbe her marschiert über die Champs Elys6es bem Triumphbogen entgegen Die Wachkompanie. Der Zi* | rilift hebt jäh ben Kops, als sei er aus tiefem Nach- ( denken aufgescheucht worden. Was mag letzt m Mn ; vorgehen? Wir wissen es nicht. Sem Gesicht bleibt unoeränbert. Es ist, als würde er feine Lippen noch fester aufeinander pressen. Vielleicht ist er beim Anblick des Triumphbogens mit Dem Grabmal, sei­nes unbekannten Kameraden aus dem Weltkrieg und Der sich im festen Gleichschritt nabernDen beut=. schon Truppe, Dem Symbol Des französischen Nieder­bruchs, mehr Denn je von Dem Irrsinn und Der verbrecherischen Leichtfertigkeit des frauzosischen Kriegseintritts überzeugt. Er wendet sich langsam ab, mit müdem, schleppendem Gang verlieren sick in Der Ferne seine Schritte.

Die Spitze Der Wachkompame hat Die D5 Triumphbogens erreicht unD schwenkt auf Die Place de l'Etoile ein. Wuchtig knallen Die Stiefel auf Das Pflaster. Von Den Wänden des Ehrenmals hallen die Klänge des Deutschlandliedes zurück. Die Men- - scheu bleiben am Rande Der Bürgersteige stehen, um Dem militärischen Schauspiel zuzusehen. -Die meisten versuchen ihre Gleichgültigkeit betont zur Schau zu stellen. Sie selbst empfinden anscheinend nicht, wie gezwungen dieses wirkt. Unverkennbar ist ein grenzenloses Erstaunen, das noch immer auf fast allen Gesichtern liegt. Man merkt es ihnen an, daß sie es noch heute nicht fassen können, daß der totale Niederbruch Frankreichs schon langst zur unverrückbaren Realität geworden ist. Eine Frage i scheint noch immer auf allen Lippen zu liegen:

Wie konnte es nur so weit kommen? Die Kompanie ist mit klingendem Spiel vorübergezogen. In Der Ferne verhallt Der feste Marschtritt der Saldaten. Aus den Bürgersteigen ftuM Der Verkehr weiter.

An Den meisten Anschlagsäulen kleben riesige An­kündigungen desCasino De Paris", die bas Auf­treten ber Mistinguette bekanntgeben. Man bleckt unwillkürlich stehen und betrachtet das Plakat, Das eine schlanke, elegante, rothaarige Frau Darstellt, die graziös zwischen den Fingern eine lange Zi­garettenspitze hält. Man kann sich eines leichten Kopfschüttelns oder eines ironischen Lächelns nicht erwehren, wenn man Das Bild studiert. Um Die Jahrhundertwende war die Mistinguette die ge­feiertste Revuetänzerin von Paris und setzt nach 42 Jahren ist sie noch immer ein Zugstück Der Pa- rifer Bühnen. Dieses Plakat ist bezeichnend für das Paris von heute. Man lebt von und in Der Vergangenheit. Man berauscht sich an Dingen längst vergangener Tage und vergißt Darüber Die jetzige Zeit. Diese Flucht aus der Gegenwart m Die Vergangenheit ist zu einem Wesenszug von Pans geworden. Man fürchtet geradezu schreckhaft Die Gegenwart, man will all ihre Realitäten nicht wahr haben, obwohl man immer wieder einsehen mutz, daß man von ber Vergangenheit zwar zehren, aber

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Gietzener Anzeiger

- ~ ** ZchriftleitungundGeschaftrstelle:

-,ri »2. Jahrgang Nr. 24

J tbrJ 2i(hemt täglich, außer

1 ')lö4 Bmtafl« und feiertags

-Beilagen:

iiphenet Familienblätter !r ^mat imBild DieScboUe Bezugsvreis:

-VM». Monatlich.. RM.1.8O

mj. fislellgebühr. ,, -.25

^i Nichterscheinen einzelnen Nummern jfrlge boberer Gewalt ^qsvrechanschluß 2251 wbtonfebrift McheckllüggFrankf.'M.

für fünf vorbildliche Offiziere des Heeres

_tvx(YtX e,...nhme unD Verteidigung des Stützpunktes Buri-I tigen Kämpfen bei kaltem und stürmischem Wetter Berlin, 28. Jan. (DNB.) Der Führer verlieh nah h^im Durchbruch durch die^Nara-Stellung zurückgeworfen. Zerstörerflugzeuge legten beit das Ritterkreuz an: Oberst G r a f 0 Y Sch w e - mitreißende Enftchlofsenheit und hervorragende Schwerpunkt Des Angriffes auf eine ^skschaft ws Infanterie-Regiments, «ne mttreitz^noe Rufa-Stellung die Kavalleristen ihre Pferde zuruckgelafsen hatten.

K°m- im Abschnitt -iu-r 3^. getan« -- ihm, b« MebrMacktbeNcki.

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i bis ?ie! Itt 'beftnDet'sich'?wie' aüf"einem Riefentransparent, Weihina bis sich über Die ganze Hausfront zieht, zu lesen )ie Gruppe ' Die Ortskommandantur von Groß­es lieferte *5 Nr örtsgemem« «besgoben.

hier d'chch 15t ^orftanbs.