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Mittwoch. 26. August M2

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jy2. Jahrgang Nr. 200 A P **H

Gießener Anzeiger

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BaSW «sx. General-Anzeiger für Oberhessenissas? -

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Heraus aus der Raumenge

Mehrere Kaukafuöpäfse bezwungen

hatte.

Erne Reliefkarte vom Kaukasus. (Scherl-Bilde rdienst-M.)

Gebirgsstraße im Kaukasus. (Scherl-Archrv-M.)

von deutschen Vorpostenbooten am Nordausgang

nichtungswillon unserer Gegner die notwendigen Waffen zur Selbstbehauptung geschmiedet werden mußten. Diese Tatsache darf jedoch nicht zu der An­nahme führen, daß der Nationalsozialismus daraus verzichten wollte, die grundsätzlichen agrarpolitischen Probleme anzupacken und revolutionär durchzu-

Oer Wehrmachtbencht.,

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Mündung des Kuban nahmen rumänische verbände nach hartem Häuserkampf die Hafenstadt Temrjuk. Südlich des unteren Kuban wurden mehrere feindliche Gegenangriffe zerschla­gen und die Sowjets im Nachstößen weiter in das Gebirge zurückgeworfen. Deutsche Gebirgs- truppen haben mehrere Pässe des westlichen Laukasusgebirges bezwungen, zum Teil im Angriff genommen. Arn 21. August, 11 Uhr vormittags, hißte eine Hochgebirgsgruppe auf dem Elbrus (5630 m), dem höchsten Gipfel des Kau- kafusgebirges, die Reichskriegs­flagge. Nordwestlich und südlich von Stalingrad gewann der Angriff trotz verzwei­felter bolschewistischer Gegenwehr weiter Raum. 52 Sowjetpanzer wurden vernichtet. An der D o n - front wiesen italienische Truppen mehrere .An­griffe des Feindes zum Teil im Nahkampf ab. heftige Tag- und Nachtangriffe der Luftwaffe gegen das rückwärtige Gebiet des Feindes, insbesondere gegen Stalingrad, riefen in Rüstungswerken und militärischen Anlagen Großbrände und um- fangreiche Zerstörungen hervor. Auf der Wolga wurden zwei Transporter versenkt.

Südwestlich Kaluga und nordwestlich Me­dyn scheiterten starke feindliche Angriffe. Bei Rschew stehen die deutschen Truppen in wechsel- vollen erbitterten Kämpfen mit starken feindlichen

Südostwärts des Ilmensees und vor Leningrad wird nur örtliche Gefechtslätigkeit gemeldet.

Deutsche Kampfflugzeuge griffen ge­stern den wichtigen sowjetrussischen Weihmeerhafen Archangelsk an. Starke Brände wurden beim Abflug beobachtet.

In Nordafrika bekämpften leichte deutsche Kampfflugzeuge in den letzten beiden Nächten einen britischen Flugplatz nordwestlich Kairo. An­lagen und abgestellte Flugzeuge wurden beschädigt.

Bei Tageseinflügen in die befehlen WOstgebiete wurden zwei britische Flugzeuge im Luftkampf ab- geschosfen. Verbände der britischen Luftwaffe grif­fen in der vergangenen Nacht das Rhein-Main-Ge­biet mit Spreng- und Brandbomben an. Die Zivil­bevölkerung Halle Verluste. In mehreren Orten, vor allem in Wohnvierteln der Städte Frankfurt am Main und Mainz entstanden Sach- und Ge­bäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen 16 der angreifenden Bomber ab.

Die Luftwaffe bombardierte bei Tage kriegswichtige Anlagen in Südengland.

Am 24. August griffen deutsche Räum­boote zahlenmäßig überlegene britische Schnell­boote in der K a n a l e n g e an. Ayf nächste Ent­fernung wurden ein Schnellboot und ein größeres Fahrzeug, dessen Typ nicht festgestellt werden konnte, versenkt. Ein weiteres Schnellboot blieb brennend liegen. Unsere Streitkräfte kehrten ohne Beschädigungen in ihren Einfahhafen zurück.

In der Nacht zum 25. August wurden außerdem

Ablösung in Kairo

Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.

Berlin, 25.Aug. (DNB.) Wie das Oberkom­mando der Wehrmacht mttteilt, warfen die im Raum nordwestlich Krymskaja vordrmgenden rumänischen Truppen, die vor einigen Tagen Kurtschanskaja genommen hatten, die zähen Widerstand leistenden bolschewistischen Truppen weiter zurück und drangen in die an der Kuban- Mündung gelegene Hafenstadt Temriuk am Asowschen Meer ein, wo sich heftige Straßenkampfe entwickelten. Seit dem 24. August rst die Stadt fest in ihrer Hand. Die Bedeutung von Temrzuk ergibt sich einerseits aus seiner beherrschenden Lage auf der einzigen passierbaren Land'brucke, die das Ku- bangebiet mit der Taman-Halbinsel verbindet, und andererseits aus seiner wirtschaftlichen Bedeutung als Umschlagplatz für Holz und landwirtschaftliche Produkte, unter denen die Baumwolle, die ostwärts der Stadt in großem Umfange angebaut wird, eine besondere Rolle spielt. . .u ~ f(<c_

Im Kaukasusgebiet führten die Bol.che- wisten heftige, wenn auch vergebliche Gegenangrrffe, um das Vordringen der deutschen und verbüße- ten Truppen aufzuhalten. Trotz des vom Femd mit Minenfeldern, Feldsperren und Auftang,te"ungen terestiaten Berggeländes kämpften die deutschen Truppen mehrere Paß ft ratz en frei und drangen weiter vor. Line von ihren Verdmdungen edgeschnittene feindliche Gruppe wurde*;'=ben/ Ein schweres Gefecht entstand um einen Bahnhof, dessen Lagerschuppen, Holzstapel und M-is°nlag- zu Widerstandsnestern ausgebaut waren. Zwei durch Felssprengungen blockierte Pauzerzuge führten den letzten Verzwerflungskampf. B-Ionderen Erfolg er­rangen bayerisch- Gebirgslage r. kne seit Mai 1-500 Kilometer durch Staub uni _W, iurdj schattenlose, wasserarme Steppe kämpfend zuruck- aeleat hatten und nun die Relchsknegsflagge out LmS Elbrus, dem gewaltigen 'm

Zentralkaukafus, hißten. Auch ste hatten bei ihrnn Vordringen im Kaukasus ( ch w e re Kampfe M bestehen So vernichteten sie bereits ber Elntrltt m das Gebirge zwei Kavallene-RegENitt, ein In - fanteri-regrm-nt und z°hn.P--nz°r B°, ihrem weiteren Vordringen nach Süden war jeder Tag m

Dis nationalsozialistische Agrarpolitik konnte sich bisher aus dem Zwang der Verhältnisse heraus nur der Aufgabe widmen, die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes sicherzustellen. Alle sonstigen grundsätzlichen Probleme der gesunden volksmäßi- gen und wirtschaftlichen Neubildung mußten zurück-

führen.

Am Anfang dieser revolutionären Neuordnung der deutschen Agrarpolitik durch den Nation alsozia- lismus stand das Reichserbhofg»esetz.Die zwingenden ernährungswirtschaftlichen Forderun­gen", so stellte Staatssekretär Backe kürzlich fest, verhinderten zunächst die folgerichtige Weiterent» wecklung der im Reichserbhofgesetz niedergelegten Grundsätze. Die Neuordnung der bäuer­lichen Struktur im Sinne der Schaffung gesunder Höfe ist mit dem Erbhofgesetz be­gonnen worden, wenn auch die letzte Verwirklichung dieser Grundgesetze an der Tatsache der Enge des deutschen L e'b ensraumes scheiterte. In dem durch Versailles verstümmelten Deutschland war es praktisch unmöglich, den Erbhofgedanken zum vollen Durchbruch zu bringen. Eine großzügige Neubil­dung deutschen Bauerntums, die unentbehrliche Er­gänzung des Erbhofgesetzes, war nicht durchzufüh­ren. Es schien ja auch zunächst widersinnig zu sein, in einem Lande von einem Erbhofgesetz und von Neubildung deutschen Bauerntums zu sprechen, das noch Millionen Arbeitslose unterzubringen, hatte. Sah man doch in den trostlosen Stadtrandsiedlun­gen jener Zeit und in den kümmerlichen Kleinsied­lungen der marxistischen Pera ein Mittel zur Linde­rung der Arbeit-- und Wirtschaftsnot. Nicht Zu­sammenlegung und Vergrößerung der Höfe schienen einen Ausweg zu schaffen, sondern Auf­teilung, Klein- und Kleinstbetriebe. Man muß sich schon diese Entwicklung ins Gedächtnis zurück­

weniger strategische oder taktische Begabung, als sein persönlicher Mut, der die Einschiffung vieler Sol­daten ermöglichte. Kameraden von ihm erzählen, daß er mit frisch gewichsten Stiefeln und tgdellos gebügelter Hose am Strand von Dünkirchen durch das Ehaos des britischen Rückzuges schritt. Auf die Bemerkung eines Stabsoffiziers, daß die Lage kata­strophal sei, erwiderte er, so lange Worte verstehe er leider nicht.

Beim Wiederaufbau der britischen Armee nach der Katastrophe von Dünkirchen fiel General Alexander eine wichtige Rolle zu. Als Komman­dierender General im südlichen Armeebezirk war seine Aufgabe die Ausbildung von Panzertruppen und die Zusammenarbeit zwischen Panzern und Luffftreitkräften. Eineinhalb Jahre übte er uner­müdlich mit der Truppe und predigte ihr von ftüh bis spät das Motto ein:Angriff! Angriff! Angriff! Selbst in der Verteidigung!" Es erscheint als ein schlechter Scherz des Schicksals oder des brittschen Kriegsministeriums, daß diesem Manne, der in dem Rufe stand, ein hoherpriester der Offensive zu sein, im März d. I. der Befehl über die Truppen i n Burma übertragen wurde. Die Alternative hieß dort nicht Angriff oder Verteidigung, sondern Rück­zug oder Vernichtung. Es war seit Beginn des Krieges die undankbarste Aufgabe, vor die ein bri- tischer General gestellt wurde. Das Beispiel von Dünkirchen nützte hier wenig. Trotzdem machte Alexander es diesmal ähnlich und brachte die mei­sten Truppen unter Zurücklassung allen schweren Materials über die indische Grenze.

Dieser Offensiv-General, dessen Name mit zweien der merkwürdigsten Rückzüge in der Kriegsgeschichte verbunden ist, steht nun vor seiner dritten großen Aufgabe. Er soll Aegypten retten und außerdem dort Erfolg haben, wo Wavell und Auchinleck ver­sagten: er soll Rommel schlagen! Die Hoffnun­gen nicht nur der Engländer, sondern des ganzen Empires begleiten ihn. Da Rommel in England als der bedeutendste Heerführer dieses Krieges auf beiden Seiten gilt, dürfte sich Alexander keinen Illusionen hingeben. Daß er das nicht tut, beweisen die Männer, die er sich als unmittelbare Mitarbei­ter ausgesucht hat: Generalmajor Montgo­mery, der Nachfolger Ritchies im Kommando der 8. Armee, hat zwar keine besonders glänzende Kar­riere hinter sich er ist vier Jahre älter als der ihm vorgesetzte Alexander, gilt aber als ener­gischer Frontgeneral und erfahren im Panzerkrieg. Sein Abscheu gilt aller Schreibtischarbeit. Als Divi­sionskommandeur in England ließ er jeden Morgen seinen ganzen Stab neben den weiblichen Schreib - Hilfen eine Viertelstunde Gymnasttk treiben.

Bemerkenswerter als Montgomery rft vielleicht der neue Generalstabschef in Kairo, Generalmajor Mac Creery. Er war schon in Frarrkreich der Stabschef Alexanders. Er gilt als einer der er­fahrensten Panzerspezialisten der britischen Armee und war bisher als Berater für die Panzerkrieg­führung dem Oberkommando in, Kairo beigegeben. Man sieht also, daß die Engländer nichts versäumt haben, um die Verteidigung Aegyptens den Män­nern anzuvertrauen, die sie für ihre besten Gene­rale halten. Es fällt auf, daß die Aufmerksamkeit der Engländer und Amerikaner sich in den letzten Monaten mehr und mehr dem Mittelmsergebiet wieder zuwendet, welches vor Zwei Jähren bereits als Schauplatz einer britischen Offensive vorgesehen war. Die Zukunft wird erweisen, ob die jüngste Ablösung in Kairo mehr ist als nur ein neuer Rollemvechfel.

harten Kämpfen gegen die Bolschewisten, die jede Straße, jede Kuppe zäh verteidigten, erfüllt. So stellt die während eines Schneesturms erfolgte Flag- genhissung auf dem Elbrus durch eine Hochgebirgs­gruppe unter Führung von Hauptmann Groth eine ebenso hervorragende Waffentat wie alpine Leistung dar.

Britische Gorge um Stalingrad.

Stockholm, 24. Aug. (DNB.) Die englischen Zeitungen bekunden zunehmende Besorgnis über das Schicksal der Stadt Stalingrad.Westlich Stalingrad fluten deutsche Panzer und motorisierte Infanterie über den Don", heißt es in einer UP.° Meldung.Die deutschen Panzerspitzen nähern sich immer bedrohlicher Stalingrad. Die Schlacht hat ein Stadium erreicht, in dem jede Meile von un­geheurer sttategischer Bedeutung fft, und die Sow­jets sind nicht mehr im Besitz vieler Meilen des wertvollen Geländes."Daily Expreß" läßt sich mel­den, schnelle deutsche Verbände hätten mit starken Panzerunterstützungen eine ausgebaute sowjetische Verteidigungsstellung südlich Stalingrad durch­brochen. Don der Härte der Kämpfe sagt ein eng­lischer Bericht aus Moskau:Unter Ausnutzung der Steppenbrände, die sich mehr und mehr in den sowjetischen Verteidigungslinien ausdehnen, folgen deutsche Panzerformationen der ostwärts treibenden Rauchwand. Die Felder stehen in Brand, dazwischen sind Stellen mit brennendem Holz und ©ras. Die Flammen züngeln über die Gräben der Sowjets."

Verstärkter Druck auf Iran.

Sofia, 25. August. (Europapreß.) Nach einer Meldung aus Teheran forderten England und die Sowjetunion von der iranischen Regierung im Hinblick a u f d i e militärische Lage im Kaukasus bestimmte Verteidigungsmaßnahmen. Ferner wurde auf die iranische Regierung ein Druck dahin ausgeübt, den Achsenmächten den Krieg zu erklären. Im Zusammenhang mit diesem Erpreß

sungsoersuch rechnet man in Teheran mit einer abermaligen Regierungskrise. Bisher fand sich keine iranische Persönlichkeit, die bereit wäre, das Amt des Kriegsministers zu übernehmen. In den an der türkischen Grenze gelegenen iranischen Provinzen, wo sowjetische Besatzungsttuppen liegen, ereignen sich weitere Unruhen. Der der zum Befehlshaber der in Iran und im Irak befindlichen alliierten UHV --------------

Streitkräfte ernannte General Wilson begab sich stellt werden, weil zunächst gegenüber dem Der- nach kurzem Aufenthalt in Bagdad nach Iran, roo * - r rrx v:-4---

er eine Besprechung mit dem Befehlshaber der Sowjettruppen in West-Iran, General N o v a k o w,

Infanterie- und Panzerkräften. 63 Sowjetpanzer .... ....

wurden vernichtet, 40 allein im Abschnitt einer des Kanals zwei britische Schnellboote versenkt.

Infanteriedivision. I

Bayerische Gebirgsjäger erzwingen den Elbrus

Die Hafenstadt Temrjuk in der Hand der rumänischen Verbündeten.

II.

General Sir horold Alexander, der Nach- olger General Auchinlecks im Armeeoberkommando in Kairo, ist keine Neuerscheinung auf der Dreh­bühne der britischen Generalität. Gleichwohl ist er dem breiteren Publikum sogar in England selbst noch ein ziemlich Unbekannter, uiü) erst nach seiner Beförderung auf einen der wichtigsten militärischen Posten des Empire bringen, einige Nachrichten über ihn in die Oeffentlichkeit.

Im Gegensatz zu Wavell und Auchinleck, die beide aus Offiziersfamilien der Upper middle-class stam­men, ist Alexander ein Abkömmling der Aristokratie. Sein Vater war der vierte Earl of Caledon, In­haber einer irischen Peerage, die vor 150 Jahren einem Vorfahr für Verdienste bei der Kolonisation und Verwaltung in Indien verliehen worden war. Die Nachfahren dieses tüchtigen Mannes scheinen ich seither nicht besonders ausgezeichnet zu hüben. Als dritter Sohn war Harold Alexander gezwun- gen, sich selbst sein Brot zu verdienen. Er wählte von den drei Wegen, die jungen Männern aus gutem Hause um die Jahrhundertwende für den Broterwerb offenstanden, den des Offiziers. Für den Beruf des Juristen oder des Geistlichen fehlte ihm vor allem die Ruhe. Sein Temperament ertrug fein langes Stillsitzen in Studiensälen, und so ver­ließ er Eton, um sich aus die Offiziersschule in Pancrace zu begeben. Als 23jähriger Leutnant bei der irischen Garde rückte er 1914 ins Feld. Nach vierjährigem Frontdienst in Frankreich kehrte er mit hohen Auszeichnungen des eigenen Landes und als Ritter der Ehrenlegion in die Heimat zurück.

Während der nächsten 15 Jahre hört man nur wenig von ihm. Der Beruf des Armee-Offiziers war in England niemals sehr angesehen, so daß auch die überraschend schnelle Karriere Alexanders nicht als etwas besonders Bemerkenswertes betrachtet wurde. Als Siebenunddreißigjähriger stand der Oberstleutnant Alexander schon an der Spitze seines Regiments. Der heimatliche Frontdienst lockte ihn aber nicht mehr, und es gelang ihm, ein Kom­mando an d i e indische Nordwest grenze zu erhalten. Mit 43 Jahren wurde er Brigade- general. Endlich wurde man auch im Kriegsministe­rium aufmerksam. Der jüngste Generalmajor der brittschen Armee wurde 1936 Flügeladjutant des Königs, und zwei Jahre später folgte das Kom­mando über die erste britische Division. An der Spitze seiner Division zog General Alexander 1939 nach Frankreich. Schon nach kurzer Zeit wurde er Kommandierender General des I. Armeekorps.

Das Herumliegen hinter der als unüberwindlich geltenden Maginot-Linie muß dem temperament­vollen General besonders schwer geworden sein, und er mag den 10. Mai 1940 als eine Erlösung bearüßt haben, ohne allerdings zu ahnen, daß seine Ausgabe nicht der Vormarsch sein würde, sondern der unauf­hörliche Rückzug. Wenn die Engländer, wie man aus den amtlichen britischen Erklärungen im Ver­lauf dieses Krieges fast schließen möchte, besonders stolz sind auf ihre Fähigkeit, Rückzüge unter schwie­rigsten Bedingungen auszuführen, so gebührt dem General Alexander allerdings die Palme.2hm fiel in den letzten Tagen der Schlacht bei Dünkirchen, . als General Gort bereits nach England ab gereift war, die Führung der Reste des britischen Expedi­tionskorps zu. Wenn es den Engländern damals gelang, einem Teil ihrer Soldaten wenigstens das nackte Leben zu retten, so gebührt das Verdienst dafür wohl General Alexander. Allerdings war es

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