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dreht, und das Geplänkel endet genau so, wie es der Zuschauer erwartet, und wie es schon unzählige Male geendet hat. Georg Jacoby, von den ge­wiegten Kameramännern Konstantin Jrmen- Tschet und Alexander Lagorio ausgezeichnet unterstützt, führt mit einem großen, stellenweise raffiniert eingesetzten Aufwand Regie. Die Spiel­bank, die Reiter, die Hunde und vor allem das große spanische Ballett sind die dankbarsten und wirksamstes Motive. Marika Rökk ist die diplo­matische und sehr kokette Marie-Luise; sie macht es reizend, mit ausgesprochenem Scharm und Sinn für Humor; sie kann auch tänzerisch und gefänglich ihre ganze liebenswürdige Begabung temperament­voll entfalten und ausspielen. Willy Fritsch gibt mit guter Haltung den darstellerisch viel weniger ergiebigen Rittmeister, Karl Kuhlmann den feisten, geschäftstüchtigen Kasinodirektor. Rudolf Carl spielt mit bewährten Mitteln einen Offiziers­burschen. So ausgezeichnete Darsteller wie Aribert Wäscher (Landgraf), Georg Alexander (Sugorsky), Hans Leibelt (Berger) und Herbert Hübner (Dr. Schuster) haben hier kaum mehr zu leisten als dabei zu sein und gut auszusehen. Die Musik von Franz Grothe bringt ein.paar hübsche, durch den Rundfunk schon recht bekannt gewordene Melodien.*

Im Vorprogramm läuft die neue Wochenschau mit besonders interessanten und aktuellen Bildbe­richten vom Kampf in Nordafrika und vom Angriff auf Sewastopol. Hans Thyriot.

prächtige Ausblicke auf dle reizvoll gelegene Ms- senftadt genießen. Marschzeit 3 Stunden.

Landkreis Gießen.

* Groß en-Lind en, 26.Juni. Das Gefolg­schaftsmitglied Heinrich Bopf der Firma Pirr & Co., Likörfabrik, gehörte am 15. 4. 2 5 Jahre dem Betrieb an. Der Jubilar wurde an diesem Tage durch die Firma würdig geehrt. Dieser Tage wurde ihm durch den Ortsobmann Pg. Höpfel die ent­sprechende Ehrenurkunde der Deutschen Arbeits­front überreicht.

Krauen sind doch bessere Diplomaten." Oer erste deutsche Farbfilm im Gloria-Palast.

Ob der Schritt vom helldunklen zum naturfar­bigen Film in der Gesamtentwicklung, die ja schon bald nach der Jahrhundertwende einsetzt, von der gleichen umstürzenden Bedeutung sein wird wie seinerzeit der Uebergang vom stummen zum tönen­den Film, das läßt sich wohl heute noch nicht ab­schätzen. Prophezeien ist gerade auf diesem Gebiete, wie man sich aus den Anfängen des Tonfilms ent­sinnen wird, ein undankbares Geschäft. Auch hier stehen wir wieder an einem Anfang: dies ist der erste deutsche tönende Spielfilm in natürlichen Far­ben. Der normale Kinobesucher wird kaum zu über­setzen vermögen, wieviele Probleme hier zu lösen, wieoiele Schwierigkeiten aus dem Wege zu räu­men, wieviele Ueberlegungen anzustellen waren. Wenn man die Gesamtwirkung betrachtet, wird man finden, daß dieser erste Versuch, an den die Ufa mehr als ein volles Jahr Drehzeit gewendet hat, überraschend geglückt ist. Selbstverständlich muß sich das Auge erst an die neue Form gewöhnen; einzelne Tonwerte erscheinen noch etwas hart und erinnern an kolorierte Postkarten, besonders in den Außenaufnahmen. Dagegen sind fast sämtliche Innen- und Detailaufnahmen von einer sehr har­monischen und geschmackvollen Farbwirkung. Ab- gesehen davon, daß das neue Verfahren vorerst aus die Bevorzugung gewisser koloristischer Werte ange­wiesen ist, wird man zugeben müssen, daß die Pro­duktion seit den Erfahrungen mit den Anfängen des Tonfilms gelernt hat und sich in der ersten Be­geisterung nicht * gleich in einen Farbenrausch ge­stürzt hat. *

Für die Fabel Idee und Drehbuch: K. G. Külb und Gustav Kampendonk hat man zweckmäßigerweise ein historisches Kostüm gewählt, das von Natur aus koloristisch ergiebiger ist als ein moderner Stoff. (Eine Ueberlegung, die möglicher­weise die weitere Entwicklung des Farbfilms nach­drücklich beeinflussen wird.) Es ist eine zwischen Lustspiel und Operette schwankende Biedermeier- Episode, in deren Mittelpunkt der Kampf um die Schließung der Homburger Spielbank steht. Ein Sturm im Wasserglase, heiter, fern und unbedeu­tend, eigentlich nur ein Anlaß für Regie, Kamera und Darstellung, die sich auf das galante Geplänkel der Tänzerin Marie-Luise Pally, der diplomatischen Nichte des Kasinodirektors und hübschen Parlamen­tärin der Homburger, mit dem Rittmeister von Karstein als dem Anführer der die Spielbank mar­tialisch bedrohenden bewaffneten Macht konzen­triert. Die Ufa hat FUme dieser Art schon oft ge-

Walgern, gehen durch Wenkbach mlt einem hüb­schen alten Ziehbrunnen, überschreiten bei der Neh- brücke, wo wir auf blaue Kreuze stoßen, die Lahn und kommen hinter dem Dörfchen Ronhausen in stattlichen Buchenhochwald, der uns bei mäßiger Steigung bis nahe an den Gipfel des Frauenbergs begleitet. Von dort genießt man einen herrlichen Rundblick, so vor allem auf den Ebsdorfer Grund, auf Amöneburg, das Lahntal und das malerische Marburg mit seinem hochragenden Schloß und der schönen Elisabethkirche. Das Wegezeichen führt dann weiter über den Lichte Küppel und die Hanse­häuser nach Marburg; unterwegs kann man immer

G. A.-Eport.

Das Weidig-Bergfest.

Starke Beteiligung auch aus Gießen.

Auf dem Schrenzer bei Butzbach wird am Sonn­tag das für die Sportgaue Hessen-Nassau und Kur­hessen offene Weidig-Bergfest zum 6. Male durch­geführt. Rund 800 Wettkämpfer werden an den volkstümlichen Dreikämpfen teilnehmen, 29 Mann­schaften sind zu den Staffeln um die wertvollen Wanderpreise gemeldet. Die vorjährigen Sieger in den Staffelwettbewerben waren VfB.-Reichsbahn Gießen (Weidig-Wanderpreis), To. Heuchelheim (Moritz-Kuhl-Wcmderpreis), Tuspo. Butzbach (Al- bert-Wamser-Wanderpreis).

Sehr stark mit Meldungen vertreten sind auch wieder die NSRL.-Gemeinschaften aus Gießen

Die Hausschiachiungen.

Das Wichtigste für die Hausschlachtungsperiode 1942/43.

Die beiden Erlasse, die die Bestimmungen über die Hausschlachtungen enthalten, sind in diesem Jahre vom Reichsernährungsminister ungefähr drei Monate früher herausgeüracht worden als in den Vorjahren. Dadurch ist es allen Beteiligten möglich, bereits frühzeitig Klarheit über die Angelegenheiten zu gewinnen, die mit den Hausschlachtungen auf dem Lande und in den Städten zusammenhängen. Hausschlachtungen sind bekanntlich alle Schlachtun­gen von Schweinen, Rindern, Kalbern und Scha­fen, die nicht gewerblich erfolgen. Das Schwein spielt dabei die Hauptrolle. Der Personenkreis, der Hausschlachtungen vornimmt, ist in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe A, landwirtschaftliche Selbstver­sorger, Gruppe B, nichtlandwirtschaftliche Selbstver­sorger, und Gruppe C, Krankenhäuser, Kantinen usw.

Im Hausschlachtungsjahr 1942/43 dürfen diese Selbstversorger mit Fleisch und tierischem Fett (außer Butter) eine Ration von 750 Gramm je Person und Woche in Anspruch nehmen. Für Kin­der unter sechs Jahren werden nur noch die halben Sätze, also 375 Gramm wöchentlich gewährt. Hier­durch sind die Rationssätze der Selbstversorger der Versorgung angepaht, die durch die Senkung der Fleischrationen Mr die übrigen Verbraucher einge­führt worden ist. Es war aber bereits für das lau­sende Jahr insofern eine Kürzung der Selbstver­sorgerrationen eingetreten, als mit der Neuregelung für die übrigen Verbraucher bei den Selbstversor­gern eine Verlängerung der Anrechnungszeit ver­fügt worden war. Für landwirtschaftliche Selbst­versorger wird die neue Ration deshalb erst bei der Anlegung der Schlachtkarten für das Haushalts­jahr 1942/43 berücksichtigt. Für die Selbstversorger der Gruppe B gilt dieser Satz für alle yach dem l.Juni 1942 durchgeführten Hausschlachtungen. Die unterschiedliche Behandlung ergibt sich aus den ver­schiedenartigen Anrechnungsverfahren der beiden Gruppen.

Gegenüber dem Vorjahr tritt insofern noch eine Aenderung ein, als auch der Frischfleischbezug der Selbstversorger eine Einengung erfährt. Das Frisch­fleisch soll in erster Linie den Nichtselbstversorgern

zur Verfügung stehen. Selbstversorgern steht Frisch­fleisch an und für sich in allen Fällen zur Ver­fügung, in denen nicht alle Fleischkarten des Haus­haltes aufgerechnet zu werden brauchten. Das ist besonders bei größeren Familien der Fall, bei denen drei oder vier Fleischkarten durch die Schlachtung eines Schweines für etwa ein Jahr aufgerechnet werden, während zwei bis drei Fleischkarten für Frischfleisch zur Verfügung stehen. Landwirtschaft­liche Selbstversorger erhalten auf Antrag Fleisch­berechtigungsscheine, die ab 29. Juni 1942 aus ge­geben werden. Diesmal wird nur ein Schein für je zwei Zuteilungsperioden ausgegeben; während bis­her für eine bis fünf Personen ein Schein aus­gegeben wurde, werden nunmehr für eine bis drei Personen ein Schein und für vier bis sechs Per- synen zwei Scheine usw. ausgegeben, falls die zu- ft eh ende Gesamtmenge noch nicht ausgenutzt ist. Der Fleischberechtigungsschein lautet insgesamt auf 2,6 kg Fleischwaren und Schlachtfette. Die allen Scheine treten mit dem 29. Juni 1942 außer Kraft.

Für nichllandwirtschaftliche Selbstversorger sind die Bedingungen für die Erteilungen von Haus­schlachtgenehmigungen verschärft worden. Bisher wurde die Genehmigung erteilt, wenn der nicht- landwirtschaftliche Selbstversorger seit dem Jahrs 1938/39 im gleichen Umfang eine Hausschlachtung vorgenommen hatte. Von jetzt ab muß er zusätzlich noch nachweisen, daß die Mästung nicht mll zuge­kauften Futtermitteln durchgeführt wurde. Dadurch sott erreicht werden, daß eine echte Erzeugungs­steigerung durch die nichtlandwirtschdstliche Haus­schlachtung eintritt. Alle diejenigen, die also im kom­menden Äahr wieder eine Hausschlachtung vorneh­men wollen, müssen die Abfälle aus Küche und Garten für diesen Zweck sammeln und bereit haben. Im übrigen muß das Schwein mindestens drei Monate von dem Haushalt gehalten werden, der die Schlachtung vornehmen will. Landwirtschaft­liche Selbstversorger, die bis zum 3.'Januar 1943 versorgt sind, dürfen vor diesem Zeitpunkt feine Hausschlachtung vornehmen, während für nichtland­wirtschaftliche Selbstversorger nach dem 15. Oktober 1942 Hausschlachtungen zulässig sind.

und Umgebung. So hat der M t p. Gießen 31 Nennungen für die Einzelkämpfe und vier für die Staffeln abgegeben. Der Postsportverein G i e ß en ist mit 15 Einzelkämpfern und einer Staffelmannschaft zur Stelle, der Tv. Heuchel­heim mit 28 Einzelkämpfern und einer Staffel­mannschaft. Auch der Tv. 1 8 4 6 Gießen und der VfB.-Reichs bahn Gießen haben Mel­dungen abgegeben.

Kurze Sportnotlze«.

Lt. Gustav Wegner (Halle), mehrmals deut­scher Meister und Rekordhalter im Stabhochsprung, blieb als Kompanieführer im Osten auf dem Felde der Ehre. Fünfmal hintereinander erkämpfte er in den Jahren 1929 bis 1934 die deutsche Meisterschaft im Stabhochsprung, und sein am 28. Juni 1931 mit 4,12 m in Amsterdam aufgestellter deutscher Rekord bestand noch lange Zeit. In zehn Länderkämpfen vertrat er mit bestem Erfolg die deutschen Farben,

u. a. zählte er auch zu der deutschen Mannschaft, die im Jahre 1929 in Tokio den ersten Länderkampf gegen Japan bestritt.

*

-Zu den Leichtathletik-Titelkämpfen des Sportgaues Hessen-Nassau, die am Sonntag in Mainz stattfinden, wurden von 28 Gemeinschaften 130 Teilnehmer gemeldet. Be­sonders stark find Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Gießen und Limburg vertreten.

verdunkelungszeit:

26. Juni von 22.49 bis 4.30 Uhr.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhxlm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans ThyrtotZ für Stadt Gießen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Un'.veriitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenletter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

rGaL 2, V. 20. Heute entschlief sanft im 86. Lebensjahre nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden unsere treue, liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester ü.Tante

Frau Maria Schonebohm, geb. Engel Witwe des Pfarrers Hugo Schonebohm zu Lützellinden. Ihr Leben war Liebe und Aufopferung für ihre Kinder und Enkel.

Im Namen der Hinterbliebenen: Elisabeth Schonebohm.

Gießen (Johannesstraße 9), den 24. Juni 1942. Die Trauerfeier findet statt Samstag, 27. Juni, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Alten Friedhofs, die Beerdigung am gleichen Tag in Lützellinden, um 15 Uhr.

2009 D

IGott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Schwester, unsere gute Gote und Tante

Frau Elisabethe Reinhard Wwe.

geb. Albach

nach einem arbeitsreichen Leben, im Alter von 71 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

Im Namen aller Trauernden: Elise Peter.

Reiskirchen, Steinheim, Burkhardsfelden, den 25. Juni 1942.

Die Beerdigung findet am Samstag, 27. Juni, 14.15 Uhr, in Reiskirchen statt.

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Allen denen, die inir beim Tode meines lieben Mannes ihre Anteilnahme an meinem schweren Verlust bekundeten, sage ich, zu­gleich im Namen aller Angehörigen, meinen tiefempfundenen Dank.

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