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Samstag, 25. /Sonntag, 26. Juli 194(2

92. Jahrgang Nr. l?3 jw G Samstag, 25.

-s Gießener Anzeiger

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Rostow im Sturm genommen

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Oberleutnant Clausen, der 1911

Wie Rostow erstürmt wurde

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Zndnstrie- und Verkehrszentrum am unteren Don

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Die Bolschewisten drängen

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grab brachen erneute feindliche Angriffe zusam­men. Truppenbereitstellungen wurden durch Artil- ltriefeuer zersprengt.

An der Eismeerfront bekämpfte die Cuff-

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zum Ritterkreuz des Eisernen Hitler.-

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Der Wehrmachtbericht.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, rt. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt ßekannt:

Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Zruppen des deutschen Heeres, der Waffen-^ und slowakische Verbände, von der Luftwaffe hervor- vgend unterstützt, die stark befestigten und tiefge­gliederten Verteidigungsstellungen von R 0 st 0 w auf der gesamten Front durchbrochen und nach har-

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5000 Arbeiter. Außerdem besaß Rostow zahlreiche leistungsfähige Lokornotiowerkstätten und Automon- tage-Werke sowie eine Rüstungsindustrie, die Spreng­stoffe und Geschosse aller Art herstellte.

Die fruchtbare Umgebung hatte zur Folge, daß ebenso wichtig wie die Schwerindustrie die Nah - rungsmittelinbuftrie Rostows gewesen ist: Mühlen: und Fleischkombinate, Oelrnühlen, Marga­rinefabriken, Konservenfabriken, welche die Ernte der großen Fruchtgärten der Umgebung verarbei­teten. In der Umgebung Rostows gibt es Fleisch- und Milchfarmen, Käsereien, Molkereien und zwei große Sowchosen, in denen die Zucht von Merino­schafen betrieben wird.

Der Umsatz des Hafens von Rostow, der mo­dern au ©gebaut ist, steht an dritter Stelle unter den Häfen der Sowietunion. lieber Rostow gina ein großer Teil des Exports von Weizen, Hafer, Gerste und Rohwolle. Mit Rostow haben die Bolschewisten die Brücke zwischen Kaukasus und Do« nezbecken verloren, die Schlüsselstellung, über die die Rohstoffe des Kaukasus den Industriegebieten der Ukraine und Zentralrußlands zugeführt wurden.

m der Rolle des weißen Sahib in Indien auf tre­ten können.

Das Empire ist aufgebaut auf SeeHerr­schaft, und so bedeutsam die materiellen Schätze Indiens für den britischen handel und Wohlstand sein mögen, sind doch nicht sie die wesentlichste Grundlage britischer Herrschaft, sondern der In­dische Ozean. Man hat Indien wohl das kost­barste Juwel der britischen Krone genannt, das Herzstück des Empire ist jedoch der Indische Ozean. Port Darwin, Singapur, Ceylon, Aden und bte ostafrikanischen Häfen von Berbera bis Durban und Port Elizabeth schließen das Gebiet ein, dessen Be­herrschung für England eine Lebensfrage ist. Der Einbruch Japans in den Indischen Ozean stellt da­her auch eine der ernstesten Bedrohungen britischer Macht in diesem Kriege dar.

Die wachsende Aufmerksamkeit, welche man in London heute dem afrikanischen Teil des Em­pires widmet, ist eine unmittelbare Folge der Er­eignisse weiter östlich. Die Erkenntnis, daß die Stel­lung in Ostasien unwiderbringlich verloren ist, und die Befürchtung, daß auch Indien nur noch in sehr verringertem Maße als Hauptbestandteil des Em­pires betrachtet werden kann, läßt den dunklen Kontinent als letzte Möglichkeit imperialer Betä­tigung im neuen und vielleicht durchdringenderen Licht erscheinen. Man gesteht sich ein, daß Afrika während der letzten Jahrzehnte vielfach stiefmütter­lich behandelt worden ist und versucht jetzt. Ver­säumtes nachzuholen.

Die Grundlage wurde schon vor dem Kriege von einem der meitestschauenden britischen Kolonialpoli­tiker gelegt. Lord Hailey hat einen großen Teil seines Lebens als Beamter und Gouverneur in In- dien verbracht. Vielleicht haben die dort gewonnenen Erkenntnisse ihn bestimmt, die Erforschung des afri­kanischen Kolonialreichs zu seiner letzten großen Le. bensausgabe zu machen. 1938 legte er nach drei­jähriger Arbeit seinen großenAfrikanischen Ueber­blick" vor, welcher heute und wahrscheinlich auch für die Zukunft die Grundlage 'britischer Kolonial­politik in Afrika geworden ist. Die Ernennung eines residierenden Kabinettsministers in Afrika vor eini­gen Wochen war auch eine Folge des Hailey-Be­richts und eines der vielen Anzeichen für die Kon- zenttatton des imperialen Interesses auf Afrika.

Der vorläufige Charakter dieser Zwischenbilanz wird aber durch nichts so stark betont wie durch die Ungewißheit, welche heute in England hinsicht­lich der Nachkriegspolitik der Vereinigten Staaten herrscht. Selbst wenn es England ge­lingen sollte, größere Teile seines Empires zu be­wahren, so wird doch die Zukunft auch dieses Tei­les nicht mehr ausschließlich in London bestimmt. England hat es bisher schon mehrfach erleben müs- sen, daß nicht nur die sogenannten kleinen Ver­bündeten, sondern auch die eigenen Tochterstaaten aufmerksamer .nach Washington blickten als nach London. Dieses Beispiel 'kann auch auf die heute noch halb oder völlig unselbständigen Glieder des Empires seine Wirkung nicht verfehlen. So schließt eine imperiale Zwischenbilanz mit starkem lieber» gewicht auf der Debetseite, und ein nüchterner Aus­blick auf die Zukunft läßt das Auftauchen anderer als der hier angedeuteten Tendenzen sehr zweifele haft erscheinen.

Forderung der Sow'etunion nach Errichtungrn-ri$r ... r rcY_ Seiten Front in Westeuropa Nachdruck verliehen wendigkeit einer En

Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 83 Flugzeuge; sieben eigene Flugzeuge werden ver­mißt.

Jn Aegypten dauern die heftigen Kämpfe in der Ll-Alamein-Stellung an. Die Oase S i ro a wurde von italienischen Truppen beseht. Verbände der deutschen und der italienischen Luft­waffe griffen erneut mit besonderem Erfolg in die Kampfhandlungen ein. Jn Luftkämpfen über der Wüste, durch Flakartillerie und bei Angriffen auf die Jnset Malta wurden 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Jm Kampf gegen Großbritannien erzielte die Luftwaffe bei Tag- und Nachtangriffen Bomben- Volltreffer in Werken der Flugrüstungsindustrie, auf Flugplätzen und in anderen kriegswichtigen An­lagen Mittel- und Ostenglands. An der Küste der besetzten De st gebiete verlor der Feind am gestrigen Tage neun Flugzeuge.

Ein britischer Tagesangriff auf einen Ort im we st deutschen Grenzgebiet und Angriffe des Feindes in der vergangenen Nacht, vor allem auf die Stadt Duisburg, verursachte Verluste unter der Zivilbevölkerung. Es entstanden Brände und Zerstörungen hauptsächlich in Wohnvierteln und in öffentlichen Gebäuden. Nachtjäger und Flak­artillerie brachten sechs der angreifenden Bomber zum Absturz.

Einige sowjetische Bombenflugzeuge unternahmen um Mitternach wirkungslose Störangriffe gegen ost preußisches Gebiet, hierbei verlor der Feind ein Flugzeug.

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Tischlermeisters in Berlin geboren einem Eintritt in die Wehrmacht eines Vaters tätig. 1931 bis 1935 gehörte er der Kriegsmarine an und nahm an Fahrten des Li­nienschiffesHessen" und des Segelschulschiffes Gorch Fock" teil. 1935 meldete er sich zur Luft­waffe und wurde als Jagdflieger ausgebildet. Nach den Feldzügen gegen Polen und Frankreich zeich­nete er sich vor allem an den Brennpunkten der Kämpfe im Süden der Ostfront aus. Ost brachte er an einem Tage drei und mehr bolsche­wistische Flugzeuge zum Absturz. Insgesamt hat er 101 Gegner abgeschossen.

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Hessen- lm Kämpfen die als Verkehrs- und Hafenzentrum Sarin, gichtige Stadt im Sturm genommen. Die Säube-

werden In den Londoner Untergrundbahnen for­dern große Plakate zum Besuch dieser Versamm­lung auf. Jn Neuyork hat im Madison Square Garden bereits eine öffentliche Kundgebung statt­gefunden, auf der die Errichtung der zweiten Front in Europa zur Entlastung der Sowjets gefordert wurde WeUdell Wilkie hat der Versammlung tele­graphiert, in USA. gäbe es keinen Platz für Zau­derer oder schwache Seelen. Die Versammlung möge Sowjettußland die Versicherung geben, daß die USA. die feste Absicht hätten, ihre Worte durch Taten zu

ist aller 1 »affe Unterseebootliegeptähe und militärische An- wbleme,I iigen des Kriegshafens P oljarnoje mit guter der B-.» |itflmg.

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Zwischenbilanz des Empire

Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.

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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biZZ'/aUhrdesBormittags Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Nvf. für Familienan­zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen

14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen

Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25%mehr

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Stockholm, im IM 1942.

Daß das britiföe Empire nicht in der Form aus dem Kriege hervorgehen wird, in welcher es ihn vor fast drei Jahren begonnen hat, wird heute nicht einmal mehr in England bestritten. Dagegen ist es immöglich vorauszusagen, in welcher Form das Empire den Krieg überstehen und vielleicht in der Nachkriegswelt eine Rolle spielen wird. Immerhin läßt sich am Ende des dritten Kriegsfahres eine Zwischenbilanz ausstellen, aus welcher sich ein Aus­blick auf die Zukunft eröffnet.

Eine Zwischenbilanz aufstellen heißt, positive und negative Faktoren zueinander in Beziehung bringen. Nun fällt es allerdings schwer, positive Folgen des Krieges für das Empire und insbesondere für die Stellung Englands als Mutterland zu entdecken. Die Engländer selbst zählen dazu die Tatsache, daß sie durch die Notwendigkeit des Krieges noch ein­mal aus dem Zustand befriedigten Genießens her­ausgerissen und zu neuem politischen Willen beseelt worden seien. Selbst wenn das richtig fein sollte, wäre es doch ein allzu leichtes Gegengewicht gegen die schwerwiegenden materiellen Einbußen und den damit verbundenen Verlust an Prestige, hinsichtlich der interimperialen Beziehungen könnte England vielleicht als Gewinn verbuchen, daß dieser Krieg bewiesen hat, daß alle Dominien immer nur besten­falls G l i e d st a a t e n und zu einem völlig selb­ständigen Dasein noch auf Generationen hinaus nicht imstande sind. Insofern sind die Erfahrungen des vorigen Krieges korrigiert worden.

Nach den negativen Posten dieser Bilanz braucht man nicht lange zu suchen. Der bisher wichtigste ist der vollständige Verlust derbritischen Position in Ostasien. Der Fall der Festun­gen Hongkong und Singapur bedeutet für England unendlich viel mehr als der Verlust zweier Stütz­punkte. Mit ihnen ging das britisch e Pre­stige in Ostasien verloren und zugleich die Möglich­keit, die wirtschaftlichen Positionen dort zu schützen. Die Macht des drittschen Weltreichs gründete sich aber zu einensschr wesentlichen Teil auf das Kapital, welches in den letzten 150 Jahren in China angelegt worden war. Die reichen Zinsen dieser Anlagen ermöglichten zudem der englischen Oberschicht die Aufrechterhaltung eines Lebensstiles, den es im Abendlande sonst seit Jahrhunderten nicht mehr gab. Insofern hat der brittsche Rückzug aus Ostasien nicht nur politische, sondern auch soziale Wirkungen, deren Bedeutung schwer abzu- schätzen^ aber kaum zu übertreiben ist. Daß es sich dabei um einen endgültigen Rückzug handelt, ist vereinzelt auch schön in England ausgesprochen worden.

Kaum weniger folgenreich ist der Krieg bisher für die Stellung Englands in Indien gewesen. Es geht feit dem Scheitern der Cripps-Mission nicht mehr um die Frage, ob und wann Indien den Sta­tus eines Dominions erhält, sondern darum, ob es überhaupt möglich sein wird, Indien im Verband des Empires zu halten. Prophezechungen sind hier nicht möglich. Wer eines Tages von innen her die Geschicke Indiens in die Hand nehmen wird, ist für die Aufstellung der imperialen Zwischenbilanz gleich­gültig. hier fällt nur die Tatsache ins Gewicht, daß die Engländer am Ende dieses Krieges nicht mehr

Oie Schlacht am Don.

Die vor etwa drei Wochen mit der Durchbruchs­schlacht zwischen Charkow und Kursk begonnene Operation der deutschen und verbündeten Armeen ist in ihrer Fortführung zu einer der weitausgrei­fendsten und folgenreichsten des ganzen bisherigen Feldzuges im Osten geworden. Das Ziel aller Umfassungsstrategie waren seit den Tagen Alexanders des Großen und hannibals die Flanken und der Rücken des Feindes. Aber während damals der Feldherr ein Schlachtfeld in einer Ausdehnung von nur wenigen Kilometern zu übersehen -und kaum mehr als einige zehntausend Mann zu lenken hatte, bewegen sich heute Millionenarmeen in un­geheuren Räumen unter einheitlicher Leitung nach einem wohldurchdachten Plan, der freilich heute wie damals dem einen Ziel dient, der Vernichtung des Feindes. Und wenn Schwierigkeiten des Geländes und Widrigkeiten des Wetters an dieser oder jener Stelle des sich über mehrere hundert Kilometer dehnenden Schlachtfeldes zu unvorhergesehenen Zwischenfällen führen, wenn hier besonders zäher Widerstand des Feindes die eigenen Truppen länger beschäftigt, als es geplant war, ober dort die Gunst des Augenblicks die angreifenden Verbände schneller vorankommen läßt, als man hatte hoffen können, so ist es die Aufgabe des Feldherrn, alle diese Mo­mente immer wieder seinem Operationsplan einzu­ordnen, in einer oft von Stunde zu Stunde wechseln­den Situation neue Entschlüsse zu fassen, seinen Truppenführern hinreichende Bewegungsfreiheit zu lassen ohne sich selbst der Freiheit des Handelns zu begeben, und schließlich bei allen Abweichungen im einzelnen das Ziel der Gesamtoperatio« unbeirrbar im Auge zu behalten.

Wenn also auch die Grundsätze der Kriegskunst seit Alexander unb Hannibal die gleichen geblieben sind, so haben doch das Massenaufgebot der moder­nen Heere, die ungeheure Ausweitung des Schlacht­feldes und nicht zuletzt in unmittelbarem Zusammen­hang damit die Entwicklung der Technik mit all ihren Auswirkungen auf Waffen, Truppenbewegung und Nachschub dem Feldherrn einerseits ungeahnte Möglichkeiten eröffnet, andererseits an ihn Anfor­derungen gestellt, die er nur mit Hilfe eines her­vorragend geschulten unb eingespielten Führungs- stab es und eines sorgfältig durchorganisierten unb mit allen Mitteln der modernen Technik ausge­rüsteten Nachrichtenwesens bewälttgen kann. Das Feldherrntum Adolf Hitlers und das wundervolle Instrument seines Feldherrnwillens, die deutsche Wehrmacht mit ihren tapferen Verbündeten, er­bringen in dem Feldzug am Don, der eben in einer

In diese flüchtenden Kolonnen, die von der Luft­waffe immer wieder durch Bombenangriffe zermürbt wurden, stießen schnell vorbringende Jnfanteriever- bänbe hinein. So gelang es, in rastloser Verfolgung stärkere Teile bes Feindes im Raum Nowo- t f ch e r k a s k zum Kampf zu stellen und sie zu ver­nichten. Der Widerstand der Bolschewisten wurde überall gebrochen.

Gleichzeitig entwickelten sich heftige Kämpfe w e st- li ch Rostow an einer starken Panzergraben­stellung im Raum Tschaltyr-Tuslosf. In diese Stellung drangen deutsche Panzerverbände in der Nacht zum 22. Juli ein. Im Laufe bes 22. Juli erzwangen die deutschen Truppen, von der Luft­waffe wirksam unterstützt, einen Dur chd ru ch durch das tiefgestaffelte Derteidigungssystem der Bolschewisten entlang der Straße KylbyschewoRo­stow, während bei Ssultan-Ssaly Verbünde des Heeres und der Waffen--^ in die zweite Panzer- gr ab enftelhmg eindrangen. In Ausnutzung dieser Erfolge stießen schnelle Truppen noch am Abend des 22.Juli bis zum Stad tr and vor. Im Ver­lauf des 23. Juli wurde der größte Teil der Stadt Rostow im zähen Nahkampf Mann gegen Mann und Haus um Haus genommen. Reste des Feindes hielten sich noch in einzelnen Widerstandsnestern der Stadt. In der Nacht zum 24. Juli wurde der m Rostow zeitweilig auf flackernde Widerstand der Bol­schewisten endgültig gebrochen und das Donufer jen­seits des Stadtkerns erreicht. Die Versuche der Bol­schewisten, Truppenteile auf das Südufer zu retten, scheiterten an den pausenlosen Angriffen der deut­schen Kampfflugzeuge.

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fähiaMI I Rostow war wegen seiner hohen wehrwirtschaft- ine äbn« I Bedeutung von den Bolschewisten nach Osten, len Ao l Norden unb Westen durch einen vierfachen, mit tia Da; 1 bleiten Panzergräben verstärkten Befestigungs- ^ackienl gurte l geschützt. Im Süben wurde der Derterdi- I breiter 8 «ngsring durch stark ausgebaute Feldstellungen ge= b schiebt W Massen. Der konzentrische Angriff der deutschen und

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Stockholm, 25.IM. (Eurovapreß.) Der sow­jetrussische Druck auf England zur Schaffung einer zweiten Front ist nach schwedischen Meldungen aus .London ständig im Wachsen.Soenska Dago lab et schreibt, der sowjetrufsische Botschafter M a i s k 1 ent- t>i.-f[e eine fieberhafte Tätigkeit, er konferiere mcht nur ständig mit Churchill und den verschiedenen Achrministem, sondern habe auch , alte anderen \» Mitglieder des Kriegskabinetts aufgesucht. Aber 11 laj) Erteilung der polizeilichen Genehmigung ent- * j falten jetzt auch kommunistische Kreise eiitf auher- I > ordentlich rege Agitation für eine zweite Front. In 1 en er am Sonntag auf dem Londoner Irafalgar Square stattfindenden Massenversammlung soll der ?' farberung der Sowjetunion nach f^rrirbtimg cmc-'

^Auch^in der englischen Presse wird der Oeffent- lichkeit eindringlich die ernste Lage auf dem östlichen - und die daraus erwachsende Not-

fuhrt. In einem Bericht aus Moskau betont die Times, daß die Ungeduld der sowjetischen Oeffent- lichkeit angesichts der Tatsache, daß nunmehr acht Wochen vergangen seien, seitdem zwischen London, Moskau und Washington eine Vereinbarung über die Notwendigkeit der Schaffung einer zweiten Front getroffen wurde, stark gestiegen sei. Die Sow­jets kämen immer mehr zu der Auffassung, daß das Problem der zweiten Front in England zu einer politischen Streitfrage geworden sei.

Die Haltuna der britischen Regierung gegenüber diesem sowjetischen Drängen zeigt sich in den Aeuße- rungen von Cripps, mit denen er die Behandlung dieses Themas selbst in einer Geheimsitzung des Parlaments ablehnte. Der Labour-Abgeordnete Be­nin hatte erklärt, die Oeffentlichkeit müsse auf irgendeine Art beruhigt werden, da es überall zu Demonstrationen komme und die Arbeiterschaft im ganzen Lande in großer Erregung sei. Hierauf er­klärte , Cripps, daß die Regierung, was sie auch planen würde, ihre Pläne nicht einmal in einer Geheimdebatte preisgeben könne. In einer Frage von so lebenswichtiger Bedeutung könnten den 600 Unterhausmitgliedern keinerlei Geheimnisse anver- traut werden.

Das Eichenlaub für Oberleutnant Elausen.

Berlin, 24. Juli. (DJIB.) Der Führer Hal dem Oberleutnant (K t auf en, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt:Jn dankbarer Würdigung Jhres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Jhnen als 106. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub

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slowakischen Truppen auf Rostow begann nach der Einnahme von Woroschilowgrad zunächst von Norden und Osten her. Dann schlossen sich «ich die im Raum von Taganrog stehenden i Truppen dem Angriff von Westen her an. Durch starke Angriffe wurden beträchtliche Teile der zurück- oeichenden bolschewistischen Kräfte' in mehrere Truppen aufgespalten und im Zusammenwirken mit der Luftwaffe vernichtet. Die Reste der zerschlagenen feindlichen Truppen zogen sich auf Rostow zurück.

Noch zur zaristischen Zeit betrug die Einwohner- t jlhl Rostows nicht mehr als 200 OOO. Im Jahre 1928, also 10 Jahre nach dem bolschewistischen Um- süirz, war sie auf knapp 250 000 angewachsen. Heute ist Rostow die zehntgrößte Stadt der Sorojetunion. Es hat 520 000 Einwohner, größtenteils Jndustrieproletariat, das sich unter den unwürdigsten Verhältnissen in Kellerwohnungen und hvlzbaracken zusammendrängt. Rostow, früher eine her bestgebauten Städte der Ukraine, gleicht heute I cher schmutzigen, von Menschen wimmelnden An- l.feMun'g, in der Holzbauten eine dominierende Rolle 5 spielen.

Die Anhäufung der Menschen in Rostow ist eine L: ftolge der ungeheuren Jnd»strialisterung und seiner I Loge als Verkehrsknotenpunkt und Umschlageplatz. I Sie LandmaschinenfabrikRostelmasch" mit einer klegschaft von 20 000 Arbeitern und eine andere I. Lcndrnaschinenfabrik mit 7000 Arbeitern stellten I Ustungsmaterial her. Ein Monopol besaß die Fa- h bvk .Oktoberrevolution", die Zinkweiß und verzmn- - tes Metallgeschirr herstellte, ebenso eine Scharnier- || sabrik, die einzige dieser Art in der Sowietunion. die TabakfabrikRosa Luxemburg beschäftigte

onberg, ymg der Stabt von den Resten des Feindes ist noch 'urchge- in Gange.

Jm großen Donbogen brachen Jnfanteriedivl- ftmen und Schnelle Verbände den Widerstand neu u *2 jerangeführler sowjetischer Truppen. 69 Panzer nd non Md 29 Geschütze wurden hierbei vernichtet, wenden Nordwestlich Woronesch wurden stärkere feind- morben, Khe Angriffe im Gegenangriff zerschlagen, karnpf- A md Sturzkampffliegerverbände griffen in die Erd- zwischen ! kimpfe ein und fügten den Sowjets schwere ver- m uni bste zu.

111116 An der Wolchowsronk und vor Lenin-