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Eine neue Lage im pazifischen Krieg
Seien und Lniwilklung der KrieMirurM
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Bon Oberfeldarzt Professor Dr. Wnchsmnth, Berlin, Beratender Chirurq beim Heeres SanitiUsinspektelir.
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Oer Ginn unseres Kampfes
Alfred Bosenberg sprach in Düsseldorf.
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Tokio, 23. Oft. (Duropapreß.) Dao Herannahen de STrlegßtvhitcre Im Asien krieg nimmt „Nicht Ntchi" |ur Veranlassung, einen Ueberblltf über die gegep- miirilgc Lage Im Pazifik au geben. Während bei Idiegsauohrud) Zapon da» Gebiet zwischen Formosa, Mn Kurilen der Hasel Mlkomi Tolshlma (Markus- ssziseln) mit einem nom Mittelpunkt Tokio aus etma tooo km graften Radius beherrschte, konnten diese jlfintid) ungünstigen strategischen Ppsitionen in den Uslen sechs Monaten des Krieges auf einen .fynlb- Irrig von 5000 km Radius von Burma über Neu- Guinea nod) den Aleutcu ausgedehnt werden. Etra. lkaifch wie wirtschaftlich fei Fopan seftt einem langen möge gewadyfen, da die Rohsiosse der saft drei Millionen Qupdratkilometer graften ostasiatisdzen Kcidete fetzt der wachfenden Produktionskraft Japans zur Verfügung flehen. Noch Meinung des Blatte» jitlt Vie feindliche Strategie nach Japan von drei Punkten aus: 1. bom Norden her von den nord» Wcrlkanifchen Stellungen auf den Altruten I, im Süden von Australien aus, 3. im &ÜD«
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Habren nnr dem seftiaen Kriege bk kriegschirurgisch, Legre sid) ausbauen konnte. So kam
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Düsseldorf, 24. Oktober. (DOT.) Als Auftakt Wm Tag der deutschen Kunst in Düsseldorf schilderte SiidiBlerter metdjominlftfr !>< o | e n b e r fl auf chier [lunbacbunn Her NSD'AfV dl» «roftcn «<-chlchMch"' ßu[ammi-nl)äiifle uom crflcn Drcchlglähngen Krieg nm HDD über brn flintilcn non IßlH bi» 1648 bis tun iefjiflcn Krieg, brr 1914 non brn aller Mf tienbcn IA»ft>eii Straften auegeldft »orten fet üli'lcr Krieg mrrbe nun NOM fiübrer noch einem ipferooUen 14jährlgen Stampf der Bewegung unb kn Siegen brr benlfchen Wehrmacht feit III»» «um Kegen be° benlfchen Balte« "nb ganz Europa, bem Deoreichen Abfchinfi entgegengefithrt (k, gelte, V-» ■übentum au« allen europäischen Maaten auegu- Malten, bomll ei niemals mehr in europäifchr Ptigelegenheifen hinelnreben tönne.
| Die nationalfogiallstf cke Bewegnng fei Vprttmp- ||tr ber Freiheit br« beut|d)rn Boltr. inb br. turopälfArn ÄonHpente flemorbrn. Der Osten bUbe Ilion heule ble ffirunblafle einer drutlchen unb eure »Achen Unabhängigkeit gegen ebe fofontale JJMl lik br« Westen«. Zum erstenmal lei der Kaum st r he brulldjr Bolt gr|cha||en »orten, ben e. |H Km Mfährtgen Krieg oerloten batte_ BeulMj^n» »erbe feinen Plast in (Europa und in ber weit wie w einnehmen, nid)t als Emporkdmml I g, s °l. Erbe feiner «roften gefchichtlichen hergangenbett. Nach ^ihren hin in die Nuftskopsen ^'»er alten Kröft . Hiller führe das grofte Doutfchland feiner gefch ch liichen Vollendung entgegen.
Die Lleberlegenheii ber deutschen Kriegführung. Senf, 24. Ott. (DNB. Funt|pruch)Bei-Erärte. hing bet Notwenblgtelt eine» einhetlUchen Ober
ginn des jetzigen Krieges die deutichi» AerAtefchafi da» nolmmolg, krlegsd-irurgifche Nüftzeug mit* I • r < i cf > f r 5)iii ',ii h ul hn . mn I ■ fit
,i zwl । i" - gangen en fahr z chnt« h neu g« Ich fen hotte und mn» mm zum ersten Mole Im Kriege seine ’B,Währung finden sollte
Stärkst, Einflüsse gehen zunächst einmal auf bl, Krleg»chirurgk au» non der Art der (H,(amtfrl,g* fllhruna lebet 8e",tgung trleg ........zt
hi i 'In 11''1111 " "II ?, 'Hu muh fein gesamte» Okrät bei sich führen. Diese Tatsache bedingt Beschränkung In der Menge unb zwerkmäftige Zusammenstellung, um gräftte B,- meglichkelt zu erreichen, In sorasältiger Vorarbeit mnftte eine Kusommenstettung her aesamten chir- uraischen Instrument, erreicht werden, die dem um Inm scht Inhi Arbeiten ermügl <bt und doch den äuszeren Bedingungen gerecht wird Man kann sogen, daft diese» ^iel in vollein Maft, erreicht wurde.
dlbfritrlrrbfi ilr Vvllilt unb Ofliu Tlfijtipi; *luin|rt)flit. !• Voiiflf ff. Ql. t: tfliu M
desehl» für die Alliierten kommt „New Stotesmon and Nation" auf dl, deutsd), Kriegführung zu sprechen. Die Deutschen besänden sich wilder einmal in einem iinschaftdoren Vorteil: ihre inllltärl* sd)en Operationen stützten sich nld>t nur auf ein N e ft innerer Verdindungvmege, sondern hätten auch ein Oberkommando, an dessen Spifte allein der Führer stehe. Er trage die leftte und envftültiae Verantwortung für die lttesamtkriegsührung Di, Anordnungen, die er tresse, müwen ouglmbllcklich, ohne bah e» iraenb- einen Wiberspruch gebe, erfüllt. Auf Seiten feiner sZZegner gebe e» nicht», wo» einer derart gefchlofse- nen Kriegführung wie der drutfchen auch nur am nähernd ebenbürtig wäre. Auch nicht einmal hi bk. fern Kriege fei ,» ihnen gelungen, ihre Kräfte an einem entfcheldenden Punkte zostommenzubollen. 51, hätten im,Gegenteil alle drei Jahre hindurch .s)itler die Initiative überloffen müffen. Er Hobe ihnen dadurch seinen Willen aufzwingen können.
Admiral Darlan in Dakar.
Algier, 23. Oft. (Europapreft) Die in Dakar stationierten fran-östschkn Truvpen hielten am Freitag zusammen mit der Lu-stwaffe ein grofte» Monbver ab. Der zur ,'seit In Dakar mellende Ober- befehlebober der französischen Wehrmacht Admiral Darlan beobachtete bi, Hebungen unb besuchte do» 35 OOO'Tonnen-rrchlochtschikf „Nichelleu" sowie die anderen im Hafen liegenden Schiff,. Darlan verlos über den Rundfunk eine vom Staotschef Marfcstoll Pötain an die Bevölkerung Westofri- ko, gerichtete Botschoft, in der ,» helft!: Eure Anhänglichkeit an da» französische Weltreich hobt Ihr In herrlicher Weis« Im September 1940 l"" al» Ihr dem mtbegründeten Angriff erfolgreichen Widerstand leistetet. Heute schweben neu« Efffcchren
iU'er euch, oder ihr werdet leben Angriff in d-r- selben Weise beantworten, wir ihr e» im Eeptern« der 1940 getan habt. — Marschall Bötoin verlangte von dem t^esd)äft»träger der Bereinigten Staaten In Vichy Aufklärung über den Zweck der nord- amerikanisdzeu Truppenlandung in U I b , r I n , ba nach fronzosistcher Atrsfaisung die Konzentration von ilSA..Truppen und Kriegsmaterial in Liberia wohl kaum für den Nahen Osten bestimmt sein könne. Der IlSA.-tKeschäststräger erklärt« darauf, die Diplomatie der Bereinigten Staaten beabsichtige keinen Anartff auf franzchisdfe Beslftnngen Mar- sdzall P4fain entgegnete, baft bei derartigen Plänen gewöhnlich bk M i 111 ä r » ein entscheidende» Wort 3ii lbred)en hätten, hieraus erwib«rte Roosevelt» Eieschästoträger, Über die Pläne de» ilSA -Eleneml-
I' I .1) t II 11 le I i I il) I • f \II fein 1'- hin soll dem EZesddiflslräger erklärt haben, die französische '.Hi'gkrimg sei fest entschlossen, stranzösisd)-Wesl- asriko mit allen Mitteln zu verteidigen.
Nach dem prall Singapur» wird bk Kritik ber australischen Wochenschrift natürlich noch schärfer. „Ehurchill mag bei Welt grösster Rattenfänger fein", heiftt e» ba in einem Leitartikel de» Blatte», „er hat aber gleichzeitig bewlefen, bah er der schlechteste oeiöAug,planer der Welt ist Die strategische Teilung und die Beifügung über Truppen und Kriegsmaterial muh ein für allemal feinen unfähigen und fchuldigen fänden entzogen werden, denn kein Rkich könnte Ehnrchillv Kriegsmethoden überleben, wenn es ihn bl» zum Ende den militärischen Diktator spielen ließe."
Reben Ehurchill selbst finden and) die engsten Mitarlreiter des ,nglisd)en Preniierminister» keine 01 nab« vor den Augen der australischen Zeitung: vor allem mh*b Anthony Oben al» der „unglücklichste, wenn nicht schlechteste Aufzenminister' be» zeichnet, den England semal» gehabt habe. Auch aus anderen australischen Presseorganen Heften sich eine ganze Anzahl ähnlicher Zitate ansühren. Richt zuleftt bat die Diskussion über die zweite Front ber australischen Presse Anlaß zu Aouße« rungeu des Unmuts gegeben Man hat geradezu erklärt, Ehurd)ill „würde wahnsinnig fein, wenn er Truppen nad> dem euroväisdien Kontinent ent- senden würde." Weld>en niederschmetternden Eindruck bann Ehurchill» Dleppe-'Rieberloge In Austra- lie-n Hervorrufen mußte, kann man sich vorstellen.
Die Erbitteruno über Ehurchill» Unfähigkeit und feine v«rstänbtii,losigt«u im Mufti alten i Belange Hot das „Bulletin" zu dem Borwurf getrieben, Ehurchill selbst fei barast schukd minn stch in Australien und befondei" in ■ ydney puren elnei e n g l a n df«i n d I i d)« n Agitation erkennen ließen und wenn diese Agitation nicht Immer aus die Ablehnung stoße, die sie verdiene. Diese Klage konnte fid> daraus berufen, daß bk Krlegobegeiste« rung der austrollfdzen Bevölkerung All gewissen Zeiten nur sehr gering gewesen ist: stellte bnd) der Sichneyer ^Morning .sterold" seinerzeit fest, daft die bl» zum 25 März 11)42 lälllge Arbeits-Melde- erklärung zum Zweck der Erfassung sämtlicher Ar- beitskroste in NeU'Südwole» bis zum 31. März nur von einem Drittel ber Meldepslichtigen abgegeben worden war.
Seitdem ist ein Halde» Jahr vergangen. Das Kabinett Ehurchill, do» vom „Bulletin" „bk größte Kalamität" genannt wirb, regiert aber immer noch in London und hat es auch nicht vnterlafseit, seine Liste von Riederlogen zu verlängern. Die -*lii«tnlr- klingen dieser Sachlage auf ble „Herzlichkeit" ber australisch-britischen Beziehungen und die „Empire- Freudigkeit" Australiens läßt sich unfdpver ermessen.
I.
Wenn von Krieg»d)irurgle gesprochen wird, so verbindet sid) ziinäd)st mit diesem Worte die Vorstellung einer eigenen ärztlichen Wlssensdzost. Beschäftigt man sid) aber eingehender mit ihr, |ä wirb einem klar, daß sie do» nicht ist Der Krieg drückt federn Oiefdielzen feinen Stempel auf und gibt Ihm durch Einfluss« vielfadzer Art eine neue Form. So Ist e» auf ledern Wcblete menschlicher Tätigkeit. Unter dem Zwange äußerer Berhältnisse und Rot- Wendigkeiten entwickeln sid) ständig neue Probleme, die ihre Lösung finden müssen. Ebenso wie etwa die Krlegvwirlsd-oft nur eine durch bk Belonder- Helten des ................ unb zweckbesllmmte
Form ber Wirtschaftsführung barflellt, ebenso Ist ble Krlegochlriirgie nur eine burch den Krieg be- blngtc Abwandlung ber Friebensdstrurgie
Es i|i notw ।' "i. 11<i) im', tlai ','1 machtn, um zu verstehen, bah die allgemeinen (Krundsäfte in ber Kriegschirurgie nie brr Frlebensdzirurgle bleiben, daft ble Kriegschirurgie also nur eine (ri)lrurgie unter veränderten Verhältnissen barff rill. Während die Friedenvd)Irurgie sid) in gleichmäßigem Fortschreiten Sie äußeren Bedingungen, die sie braucht, Ichasst, wird ble Kriegschirurgie in stürmischer Entwicklung durch die aufzeren Bedingungen ständig neu geformt.
Die leftte große Ausbeute kriegschirurgischer Erfahrungen fand in Deutfchlond nachdem Weltkriege statt, Ön sorgfältigster Kleinarbeit wurden bk kriegschiriirgischen Ergebnisse miegemerfet unb mit den Ergebnissen ber onberen Länder verglichen. Durd) diese sahkelange Forsd-erorbeit wurde dos
.. _ Tokio, Oktober 1942
i **"rfe oiiflraUfdK Zensur ermöglicht e» hem L«liinblfd)cn Beobachter )cll Beginn de« Ofiafie" lege« nur sedr feiten einen Bii.r hinter die Küpen de« polftifchen Mcfchelien» in «itstroiien au Iffftn. Um so wertvollere Auffchstifs, erdäl, man, Denn einem bad) einmal austra11sch « B lütter l«f den 6d)relbti|d) flattern, nachdem sie alle Sver- kn de» Zensors glücklich passiert haben.
Man erhält bei Ihrer Lektüre den zwingenden i.ndruck, daß über Australien im ersten halben t'br nach Auobrud) be» Ostasienkriege» eine |«Ut erbitterter Ärlttf am englHeben lutterlanb gegangen ist. Fn erster Linie hat »4 diese Kritik affenbar gegen EhurchUl» ftra- i^ifdjen Dilettantismus unb feine selbstherrliche ß-chtachtung ber Dorninien-Fnteressen gerichtet.
Man weiß ja seit langem, daß während der Monatelang einander obläsenden britischen Rieder- »gen in Malaya, y)üllänblfd)-3nblen und Burma Kiftftimmungen zwischen London und Canberra f(tauben hoben, unb daß aud) Churchills eigen- |äd)tige Ernennung des australischen Gesandten in Washington, Tafel), zum Mitglied de» britischen kahinett» seinerzeit in Australien Verstimmung her- 1‘rgcrufen Hot. Die australische Zensur wußte e» Wer zu verhindern, daß die Außenwelt ein klares ®ilb von ber grenzenlosen Verbitterung patriotisch mlnnter Australier über bk chinopferuno von Biftraltene besten Söhnen auf ben Schlochtielbern Wrika» unb Asien» durd) Churchills laienhafte Sira- b'ik erhielt.
stCs Ist bezeid)nenberweise ein angesehenes Organ Wsgesprochen englanbfreunblid) gesinnter kon- & r n a 11 d e r australischer Kreise, in bem sid) [je bittersten Töne gegen Churchill« Politik finden. Be in Snbnei) erscheinende, in ganz Australien ner- ■cltetc Wochenzeitung „Bulletin". Sd)on vor dem Kall Singapur» nahm Sao Blatt verschiedene (Be- Weichei len wahr, um sid) heftig gegen den Versuch Mi wenden, die Verantwortung Ehurd)ills für die Hehler in Ser Kriegführung zu vertuschen und statt Miner andere damit zu belasten. So schrieb ev z. B.: Wille Feldzüge Churchill» von (Kallipoli bl» zur Begemnart tragen die Merkmale ihres Urhebers: Mzulänglldze Einschäftung wichtigster Lied^anßdrer Ha Horen, mangelhafte Erkenntnis ber Starke des Heinde», infofgebeffen ungenüfltnbe eigene trup hnflärfc unb Ausrüstung, die schwerste Opfer zur frlgc hat, weiterhin aber eigensinniges Slch-Cm- Pi scheu und eine tönende Rhetorik, die durch die Meigniss« auf tragi|d)c Weise läd)crlid) gemocht tolrb."
Adinirol Darlan verließ am U. Oktober Dakar, um sich nach Rabat zu begeben. Er erklärte, die vorziiglid)e .Haltung der Truppen habe einen stör- sten Qlnbrurf auf chn gentadyt Sie seien da» Spiegelbild einer soliden Zuversldst und der Ausdruck sntschlosssn« Kraft 8n emei km wn ktnfpi acbi wie« ci mi| die Bedeutung bet Mn|g ihr hin I . gerade In der feftlgen flelt (Keneralgouoernenr BolssoN gestellt worden lei, deut „da» Schicksal Wostasrika» airvertraiit würbe",
Ein Engländer gibt Englands Kriegsschuld zu.
3m allgemeinen wagen es die Engländer heute nld)t einmal mehr, osten zu behaupten, daß sie an diesem Kriege nid»! schuldig feien. Sie gleitest in brr Regel über diese» sinsiere Kapitel Ihrer Gk- fchichte sdmmhaft Hinweg und vermeiden es, sid) mit ber Frage der Kviegslchuld zu befassen. Do» b«beutet, baß bc sich ihre» chull an blesem Kriege in vollem Umfange bewußt sind. Aber ab und zu postiert e» dem einen ober oitberett der englisdzen Politiker, daß tr do» and) ousfpricht, wo» er glaubt. Feftt hoben mir wieder ein außerordentlich drastisches Schuldbekenntnis für die englisdte Kriegs- Verantwortung. Der es ausspricht, ist der befannte Bubstzlsl Vernon B a r 11 e 11. Er entfesselte dieser Tage eine heftige Polemik gegen |ene amerikanische Zeitschrift „Life", die England vorgeworsen hatte, „Krieg'zu führen um da» britifche Empire zu- iammenzuholten". Dabei entfuhr Ihm die snndamen- iale Feststellung. „England- Ist der einzige Staat unter den vereinigten Nationen, der zu den Wafsen griff, o I) n c zu erst a n g e g r I f f e n worb e n hi fein" Diese» lapidare Eingestäi'dn>is, daß England den Krieg von sid; au» ohne zwingen- b«n CBi und begonnen hat Ist wi > t, festgenagelt zu werden. 3nobesonb«re wird ha» englisd)e Volk Jute, üefe 'Fefistelluug haben
westen von den Luftbasen ynbieno und Ischnng- kings aus. Aber an allen Fronten könne ble jopa- nIsche Wehrmacht, gestüfzt aus neue, feit ausgebaute Positionen, nicht nur feinblichen Angriffen begegnen, sondern and) jederzeit ihrerseits ben Angriff vortragen.
Vie USA.-Befehlsbereiche im Pazifik.
Lissabon, 23. Oktober. (Curopapreft.) Kriegsminister Stimson gab ble „ein für allemal festgeleg- ten" Befehlsbereiche Im Pazifik bekannt. Danach Ist dem Admiral R I e m l ft als Oberbesehlshaber der gesamte Pazlslkliereld) mit Ausnahme ber Westküste ber IlSA. und Alaskas unterstellt. Oleneral M a c Arthur« Befehlsbereich erstreckt sid) auf Austra- Ikn unb ble Inseln Im Norden von Australien Der Oberbefehl ber Pazisikslott« unter Admiral Riemift fdstieftt die ^owoiinsel unb die Akuten, die Fidschi- Inseln, die neuen Hebriden, die Salomonen, Neukaledonien unb Neuseeland ein.
Oie Stellung Englands zum Koniineni.
Bou Professor Dr. Walter Platzstnsf, Rektor der ttuiversttät Frankfurt a. M.
Während ber ersten Jahrhunderte de» Mittel- attwi omi ba deutsch« Reich unkkstrittin unb allgemein anerkannt der Träger der eiirovälschen Droiumg gewesen. Evst der beginnende Zerfall de« Reid)«« bot den Weftmäditen überbaiipt die Möglichkeit, bk dvutfche Führung hi Frage zu stellen. Zum ersten Male haben H« sich nach bem allzu frühen Tode Kaiser .Felnrich» \ I in die innerdeutschen Angelegenheiten ein^mikchti her stousifch- welfische IhrmiJIrelt wurde 1214 durch den <'leg Fmnkreid)» über England bei Bonoine» zugunsten Friedrichc, II. eutsdüeden Während Ne srainosischen Mänlge seitdem mit Immer steigendem 0 iso Io ole völlige Ohnmacht de» Reiche» und ha mit die eigene 'Borherijdmlt In Mitteleuropa erstrebten und diese» Ziel ui dem Westfälischen Friesen van 1648 in reichben, Haven sich bk ÖnniäiMt in kiw kaum um heu Kontinent gehJinmei l 'Rach hem un-
ii 'in gniiig bi ■ s)undeitjäbtlg<n Kriea«i unb her Entdeckung her Reuen Welt zogen sie ,ld> zanz aus ihre Insel zurück und wandten ihre Poll- ik den Meeren zu. Erst seit dem Sponlsihen Orb- olgekrkg zu Beginn he« Fahl hundert» hailw ।e ron|ei|iieu( m hie fefilvn 'Ifdu n >1 ngelegenheltßN ebny griff fen.
Der auysdüaggebonide Eirund dazu lag nicht In her Rücksicht aus heu KonUnent, sondern In Ihren .Fanbeloluteressen. Denn von der damals biichenden 'Verbindung Frankreich» unb Svaniens befürchteten st« ihre Auvschaltuna ans dem Welthandel. Dcobalb multe N । Unfain "i i gesamten svanstchsn Man- ardste an Ne Bourboneii verhiudert utTO da» Orb» der lpanisch«n .^ab«bürger aiisgetellt werden. Beide« hat hie englische Politik im Utrechter Friehen' von 1713 hiirchgeseftt. Damit sollte, wk e» im Friehen«oertrag Helfzt, ein „gerechtes EUeichgewicht bei '1)1 ad)t" ausgerichtet sein, uich Ne Königin Anno, erklärte halb Satiad) In einer Thron reibe, sie habe sich den ülruindsaft ihrer ruhmreichen Vorfahren zu eiaen gemacht, mW bil Macht E naland i'n OHrldygvwIdd Mischen den Staaten Europa» zu erholtem Dlermll war der Anspruch mrf eine Einmischung in bk kontinenialen Fragen in alle« Form erhoben, muh die EkgensäNe zwisd)en den • europäischen Mächten, zumal zwisdnu Frankreld) unb Oesterreich Iouh« zwischen vesterveich uns Preußen, boten Ihnen dafür willkommene Fand« haben. ,
Der britische Qlnflnft wurde und) verstärkt unb wetd। "ii io.....ui um j, bi« s'।h'-u' if if n bei« i*u6
lullonäre Fr an kreid) und Napoleon I., die ha» Fnselreich enger al« bl»her mit hem Festlanbo verknüpfen. War eo bad) her zäheste Oleguer Frankreich», und die fonllncnlulen Mächte hatten den ..........——......
Australische Kritik an Churchill
Bon unterem abs.-Korrespondenten.
beulet and) für bk Krleg»d)lrurgen einen außer» nrbenllldjen 2wrlell Fadzablellungen fllr Kiefer» duißverleNte, hie an bk Krlegslozarette äuge« fl)loffen sind, können Infolge bleser 'Beweglilchkelk lei» In erreichbarer Nähe ber Front bleiben, bei Bebarf nachgezogen werden und gewährleisten auf diele Weise die notwendige srühzeitige 9kr|nrguiifl dieser Schwerverleftten.
Bon größtem 0 Influsse auf da« Gesicht her Kriegvd-irurgie ist and) ble leweilige taktisch« Lage. Der Entschlaft zur Operation faiin hn Frieden unabhängig von den äußeren BebingllllgeK " faßt -.....Mti D«i statlent dietdt nackt । \ IptJ
। atlon i" bo4............ sorgsamen 16bui st Int i
Arzte». Die ersolgreichste Operallon alleht führt nicht zur Genesung, wenn nid,l and) hk Nachb « «
i u ii fl fotgfälHfl im" (mnatmöß uDifl Chirurg Im Felde ist Saljer In seinem handeln stark rin 0 vstchluß wirb anher« ausfalleu, wenn er den Berwnnbeten in sein«! Aanb oitelbn kann, al« wenn «In i"- forflgrr Ablransport notwendig Ist And; die Dauer
* 11 bi Ubti'm poit« 11■ ।<len I"' 'hn eine große Rolle So sind es zahlreidie E'rwägnn* S-" wlchtlat und schelnbak unwichtige Umstand«, le ihn beeinflussen und bestimmen müssen, wenn er Im Interesse he» ’/krmunbefen rlchllg hanheln inIL V» Ist bk gesamttaktlsd)» Lage, hk auf« engste verflochten Ist mit her k» iegsd)lrurgl|chen Arbeit. Da fb sid, täglich, |a lllinblld) änbern kann, wird von dem angl al mß ei ""' ein guter Chirurg Ist. Er muh mit größter dk* wlssenhasllgkeil und Anpassnugssählgkelt selbslhnhig bi« r iii|(iiiniir fassen, fi"' da Leden ' '>1'" anvertrauten 7krmunbeten enlschelbend find. <
Bon großem Einfluß sind zu seder Zeit auf hie Nrieg»d)irurale die Wirkungen neuartiger Kampfmittel gewefen Wenn and) Im kftigen Kriege neue Waffen angemrnhef mutten, so kann man doch nickst sagt", ihi1 ill Ufung i">i den im Weltkriege bekannten me,enllld) unterscheidet. Vielleicht sind hk nie! fad) en Vkrrounhun- Si.....i, i" "hi aUtui
n r ch Minen und .Handgranaten, ober auch durch Maschinengewehre öorfnnw men, häufiger geworden Zn ben krlegschlrnralsckM Maßnahmen Hot sid) hkrdnrdi |ehnd) nicht« geändert. Die ln«be|nnbere hurd) nie Weltkrkgsersnl)« tätigen erworbenen wi|fen,d)nfllld)en unb profil- ichen (Hrunblagen her llrkgychlrurgk sind auch In Dlrfem Kriege unerschlittert geblieben.
(Schluß folgt)
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