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i Derrote Winkel" im personenkrastverkehr.

Die Einführung des bekanntenroten Win­kels" im Personenkraftverkehr ging von der Er­wägung aus, daß die seit dem 28. August 1939 ein­geführte Bezugscheinpflicht f ü r flüssige K r a f t st o f f e zur Lenkung des Kriegseinsatzes von Kraftfahrzeugen allein nicht ausgereicht haben würde. Durch Stillegung der meisten Personenkraft­fahrzeuge wurde dem Schleichhandel mit Kraftstoffen von vornherein der wesentlichste Bereich entzogen. Der für die Zuteilung verfügbare Kraftstoff konnte denjenigen Fahrzeugen gesichert werden, die unter kriegswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt undbewmkelt" worden waren.

Als Grundlage für diese Maßnahme diente die nunmehr seit über drei Jahren in Kraft befindliche Verordnung des Reichsverkehrsministers über die Weiterbenutzung von Kraftfahrzeugen vom 6. Sep­tember 1939, die an die Voraussetzung geknüpft wurde, daß sie im öffentlichen Interesse liegt. Die damit eingeleitete staatliche Lenkung des privaten Personenkraftverkehrs stellt ein neues Problem dar. Die erwähnte Verordnung wurde deshalb durch Ausführungsbestimmungen und Erlasse des Reichsverkehrsministers unter Auswer­tung praktischer Erfahrungen laufend ergänzt. In Anpassung an die Rohstoffoersorgungslage und die erweiterten militärischen Aufgaben des Reichs wurde der bei Zubilligung des roten Winkels anzulegende Maßstab im Laufe der Zeit wesentlich verschärft, insbesondere durch die Anordnung des Führers vom Januar 1942 über die Benutzung von Personenkraft­wagen.

Gleichzeitig ermöglichten die in der Praxis ge­wonnenen Einblicke den mit der Bewinkelung be­faßten behördlichen Organen eine zunehmende An­passung ihrer Maßnahmen an den erstrebten Zweck in d^m Sinne, daß einerseits unbillige Härten in

manchen Fällen ausgeglichen und anderseits der Gesamtbestand an erteilten roten Winkeln berei­nigt und wesentlich vermindert werden konnte. Der Austausch mittlerer Personenkraftfahrzeuge gegen solche mit geringem Hubraum bzw. die Bevor­zugung der letzteren bei der Bewinkelung führte zu einer wirtschaftlicheren Ausnutzung des noch eingesetzten Fahrzeugbestandes; die seit dem 1. April 1942 eingeführte räütnliche und zeitliche Beschrän­kung der Fahrzeugbenutzung bewirkte unter E r - schw erung mißbräuchlicher Fahrten eine noch straffere Ausrichtung des Personenkraft­verkehrs; die bloße Einschränkung wurde in weitem Umfang zur positiven Derkehrslenkung.

Das Verständnis für die notwendigen Maß­nahmen zur Einschränkung des Personenkraftver­kehrs hat sich im Volke vertieft. In der Kraftfahrt ist der Gedanke Allgemeingut geworden, daß dem Endsieg jedes Opfer an Bequemlich­keit gebracht werden muß. Wenn aber der Krieg eine straffe Lenkung des Personenkrastverkehrs not­wendig macht, so wird dadurch eine Bedeutung für die kommende Friedenszeit nicht geschmälert. Viel­mehr hat die eingehende und individuelle Prüfung des Verkehrsbedürfnisses in der Praxis der Be­winkelung den Verkehrsbehörden weitere aufschluß­reiche Einblicke in die wirtschaftlichen Funktionen des Personenkraftverkehrs gebracht, welche einer positiven Kraftverkehrspolitik nach Kriegsende zu­gute kommen werden.

Inzwischen muß der Bestand an unbenutzten Kraftfahrzeugen nach Möglichkeit vor Schäden be­wahrt bleiben. Die sorgsame Pflege des still­gelegten Fahrzeuges dient nicht nur dem Interesse seiyes Inhabers, sie dient auch zum Nutzen des Reiches der Erhaltung großer volkswirtschaft­licher Werte. - '

Hausbrand muß auch am Sonntag abgenommen werden.

Der Reichswirtschaftsminister hat zur Beschleuni­gung des Güterwagen- und Binnenschiffsumlaufs durch einen Erlaß vom 26. August auch die Kohlen­händler verpflichtet, für sie eintreffende Brennstoff- fendungen auch an Sonn - und Feiertagen zu entloben. Da nun nicht nur der Umlauf der Transportmittel beschleunigt werden soll, sondern auch Arbeitskräfte eingespart werden müssen, so ist durch den gleichen Erlaß dem Händlern verboten worden, die Brennstoffe erst in ihre Keller oder Lagerplätze zu fahren, um sie dann später den Ver­brauchern zuzuführen. Vielmehr sind die Kohlen­händler verpflichtet, ohneZwischenlagerung diese Sendungen sofort an die Verbraucher zu ver­teilen. Die Verbraucher, d. h. auch die Haushalte, müssen jetzt also die Brennstoffe zu dem Zeitpunkt, in denen sie ihnen vom Händler angeboten werden, d. h. auch an Sonn- und^Feiertaaen, annehmen, so­fern sie eine Lagermöglichkeit dafür haben, andern­falls sie den Anspruch auf Lieferung verlieren. Nur in den seltensten Fällen wird ein Haushalt keine Lagermöglichkeit haben und verlangen können, daß ihm die Brennstoffe zentnerweise, je nach der Ver­brauchsmöglichkeit, vom Händler angeliefert.werden. Die Tatsache, daß ein Mieter seinen Keller für den Bau des Hausluftschutzkellers hat abgeben müssen, wird in der Regel kein Entschuldigungsgrund sein, denn die Mieter sind verpflichtet, die noch vorhande­nen Keller für die Lagerung der Brennstoffe unter­einander zu teilen.

Holunderbeeren.

Der schwarze Holunder, dessen Beeren jetzt zu sammeln an der Zeit ist, wächst in den Laub­wäldern, Ufergebüschen, Flußauen, in Gäkten, an Hecken und Wegen fast ganz Europas, Kleinasiens und Westsibiriens. Mehr begehrt als sein oft ge­masertes, jedoch wenig dauerhaftes Holz, das zu Schnitzarbeiten Verwendung findet, sind seine Blü­ten, die als Flieder- oder Holundertee als schweiß­treibendes Mittel, zum Inhalieren, als Gurgel- und Mundwasser und endlich auch als Wundmittel ge­braucht werden. Indessen sind die eigentlichen Beeren des Holunderstrauches doch am meisten ge­sucht. Daß gerade sie seit vielen Jahrtausenden als Nahrungs- und Genußmittel, sowie als Farbstoff in Anspruch genommen werden, geht daraus hervor, daß sich ihre Samenkerne in den Ueberresten der steinzeitlichen Pfahlbauten und anderer vorgeschicht­licher Wohnstätten befinden. Die süßsäuerlich schmeckenden Früchte dienen zur Bereitung von dunkelrotbraunem Fliedermus oder Holunder­sirup, auch eine köstliche Suppe wird von den schwarzen Beeren bereitet; ferner gewinnt man aus ihnen den mit Ingwer und Nelken gewürzten roten bis schwarzen Holunderbeerwein, und end­lich dient der blutrote Saft auch zum Färben von Traubenweinen, Limonaden und Speisen. Außer dem schwarzen Holunder wachsen in Deutschland der Traubenholunder, der rote Holunder, der Ko­rallenholunder und der wilde Holunder. Wie kaum eine andere Beere hat also die Holunderbeere eine überaus vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Des­halb ist auch das Sammeln der Holunderbeere dringend geboten, um sie restlos dem Gebrauch zu- zuführen. In diesen Tagen hat die Holunderbeeren­ernte begonnen; die Beeren werden von Zentral­stellen gesammelt und von hier aus der Verarbei­tung zugeführt.

Gießener Wochenmarktpreise.

* G i e ß e n, 24. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Wirsing, kg 10 bis 12 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 10, gelbe, Rüben 10, rote Rüben 10,Spinat 14, Römischkohl 10, Erbsen 30, Tomaten 25, Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 8 bis 10, Birnen 20 bis 30, Salatgurken 28, Blumenkohl, das Stück 20 bis 40, Salat 10, Endivien 10 bis 15, Rettich 8 bis 10 Rpf.

** Einkellerungsscheine für Speise­kart o f f e l n. Die Haushaltungen, die ihre Speise­kartoffeln zur Einkellerung unmittelbar vom Er­zeuger beziehen wollen, müssen Einkettungsscheine beantragen. Alles Nähere hierüber sagt eine Be­kanntmachung des Ernährungsamtes im heutigen Anzeigenteil.

** Speisekartoffelversorgung. Eine Bekanntmachung des Landrats des Kreises Gießen im heutigen Anzeigenteil betrifft die Speisekartoffel­versorgung. Die Inhaber von Speisekartoffel-Be­zugsausweisen, die keine Kartoffeln einkellern, seien besonders darauf hingewiesen.

** Anbauerhebung für G«emüse. Auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft führt das Statistische Reichsamt unter Mitwirkung der zuständigen Stellen des Reichsnähr-1 standes vom 25. September bis 2. Oktober eine Er­hebung über den diesjährigen Anbau von Gemüse1

durch. Durch die Erhebung werden alle Betriebe er­faßt, die Gemüse zum Verkauf auf dem Ackerland und in Erwerbsgartenbaubetrieben anbauen. Die Ergebnisse dieser Erhebung werden für die Maß­nahmen zur Sicherung der Volksernährung ge­braucht und dienen damit wichtigen kriegswirtschaft­lichen Zwecken. Jeder Gemüseanbauer ist gesetzlich verpflichtet, seiner Gemeindebehörde auf Befragen wahrheitsgemäß Auskunft zu erteilen. Falsche An­gaben werden gegebenenfalls bestraft. Die Angaben der Betriebsinhaber werden stichprobeweise nach­geprüft.

Einbrüche in Metzgereien.

Lpd. Frankfurt a. M., -23. Sept. Unter Aus­nutzung der Verdunkelung brach der vorbestrafte 37jährige Josef Steibel in eine Metzgerei in Wiesbaden ein und stahl einen Tops Schmalz und vier Würste. In einer Weingkoßhandlung entwen­dete er zwei Korbflaschen mit Spirituosen und Wein, den er aus Fässern abfüllte. Da der Faß­inhalt litermäßig stimmte, ist zu vermuten, daß er die gestohlene Menge durch Wasserzuguß ersetzte. Das Sondergericht Frankfurt a. M. verurteilte Stei­bel zu 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust.

Der 26jährige unbestrafte Holländer Simon van der P l a a t war mit Landsleuten bekannt gewor­den, die in einer Frankfurter Metzgerei arbeiteten. Als er sie dort besuchte, sah er die Schlüssel zur

Wurstküche. Er fertigte sich einen passenden Schlüsse! an und drang nachts ein, um aus dem Kühlraum vier Pfund Speck und Wurst zu stehlen. In der nächsten Zeit war er dann noch fünfmal teils mit, teils ohne Erfolg am Tatort. Beim letzten Einbruch hatte er zwei Koffer mitgebracht und schleppte Speck und Würste im Gewicht von fast einem Zentner davon. Die Waren verkaufte er fast restlos. Einer 78jährigen Witwe, bei der er wohnte, stahl er ihre Ersparnisse von 700 RM. aus einer Kommode. Das Sondergericht Frankfurt a. M. erkannte gegen ihn auf VA Jahre Zuchthaus.

tanbfrei* Gieße«.

* Laub-ach, 23. Sept. Die seit 1938 geplante Herrichtung des Bahnhofsplatzes, an der die Stadt mit 5000 RM beteiligt ist, wird nun endlich in Angriff genommen. Das reichlich un­schöne Gelände, auf dem Schutt und Unkraut neben= einander gediehen, wird eingeebnet und gepflastert. Mit dem Umbau desSolmfer Hofes" war der Fortbestand des Laubacher Kinos in Frage ge­stellt. Gegenwärtig wird in derTraube" der große Saal für das Kino hergerichtet. Entsprechend den baupolizeilichen Vorscyristen wird ein geschlossener Vorführraum geschaffen, und nach Beendigung die­ser Arbeiten kann mit der Wiederaufnahme der Kinovorstellungen gerechnet werden.

Schweinemarkt in Friedberg.

Friedberg, 24. Sept. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 266 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 10 bis 12 RM., bis 8 Wochen alte Tiere 12 bis 16 RM., 8 bis 12 Wochen alte 20 bis 25 RM. pro Stück. Markt­verlauf rege, es verblieb geringer Ueberftartb.

Haegg übertrifft Ilurmi.

Ohne Zweifel ist der erfolgreichste Mann, den die internationale Leichtathletik im Jahre 1942 hervor- ,gebracht hat, der Schwede Gunder Haegg. Der Nordländer hält augenblicklich in sieben international registrierten Disziplinen der Mittel- und Langstreckler die Spitze. Von 1500 bis 5000 m übertraf er in einem einzigen Sommer alle bisherigen Weltbest­zeiten. Da er einige Rekorde mehrmals verbesserte, hat er es in vier Monaten auf insgesamt 10 Welt­rekorde gebracht, eine Leistung, die in der Ge­schichte der Leichtathletik einmalig ist und nur ein Gegenstück in der Glanzzeit des großen Finnen Paavo Nurmi l)a£ Es fei erinnert, daß Nurmi in feiner elfjährigen Laufbahn von 1921 bis 1931 etwa 22 Weltbestleistungen aufstellte, von denen einige allerdings nicht anerkannt werden konnten. Haegg ist auf dem besten Weg, selbst Nurmi in den Schatten zu stellen. Die Krönung seiner Weltrekorde bedeutet der am letzten Sonntag aufgestellte Rekord über 5000 m. Als erster Mensch blieb er in einem 5000-m- Lauf mit 13:58,2 unter 14 Minuten. Die Finnen verloren an ihn damit eine weitere wichtige Posi­tion, die sie seit den Olympischen Spielen von 1912 in Stockholm innehatten, als Kolehmainen dem zwei Tage vorher aufgestellten Rekord des Franzosen Jean Bouin (15:05,0) das Lebenslicht ausblfes und als erster Mensch mit 14:36,6 die 5000 m in weniger als einer Viertelstunde durchlief.

Haupychriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftletters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politü und Bilder: Dr. Fr.W.Lange; für das Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beuti.), t.B.: Dr.Hans Thyriot.

Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitStsdmckeret R. Lange ft. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Eüch Hamann; Anzeigenletter: HanS Beck.

Anzeigenvreisliste Nr. 6.

WF Unerwartet traf uns die schmerzliche und unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, treuer und über alles geliebter, braver Sohn, Bruder, Neffe und Pate

Willi Erich Paul

Obergefreiter in einer Aufklärungsabteilung Inh. des E. K. II, des Panzersturmabzeichens und des Westwall-Ehrenzeichens

am 6. August, im 22. Lebensjahr, bei den schweren Kämpfen um Rschew den Helden­tod gestorben ist.

In tiefem Schmerz:

Gastwirt Wilhelm Paul und Frau Anna, geb. Luh Erna Paul; Hugo Paul und alle Angehörigen.

Bieber, den 24. September 1942.

Mit den Angehörigen trauern auch wir um den Verlust eines lieben vorbildlichen Arbeits­kameraden. BetriebsfUhrung und Gefolgschaft

M. Abermann K.-G., Baugeschäft, Gießen.

j 2866 D

Danksagung.

Für die Beweise aufrichtiger Teil­nahme, die mir bei dem Heldentod' meines lieben Sohnes Arthur Freitag, Unter­offizier in einem Infanterie-Regiment, ent­gegengebracht wurden, danke ich hiermit auch im Namen meiner Kinder herzlich.

Frau Henriette Freitag Wwe,

Gießen, im September 1942.

______________________________________________________04728

4

Danksagung.

Für die liebevolle Teilnahme bei dem Heldentod meines lieben Mannes

Friedrich Panz,5 Unteroffizier in einem In­fanterie-Regiment, sage ich allen, auch im Namen der Mutter, herzlichen Dank.

Frau Käthi Panz, geb. Schrott.

Rodheim a. d. Bieber.

Gießen (Ebelstraße 22), den 24. Sept. 1942.

Die Beerdigung findet auf Wunsch der Ent­schlafenen in der Stille statt.

Mündlich können Sie eSmirwenlgen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie e§ Nlleu

Mädchen oder Frau wöchentlich dreimal 2 Stunden, evtl, nachmittags gesucht.

FrI. Schreiber, Asterweg 40II

Nach langem, schwerem Leiden ist meine liebe Frau, die treusorgende Mutter ihres geliebten Sohnes

Frau Katharina Urbach, geb. Becker

im 79.Lebensjahre in dem Herrn entschlafen.

In tiefem Schmerz: Karl Urbach.

An den Folgen eines schweren Unfalles starb am 22. September plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, unser lieber, treuer Bruder, Schwager, Onkel und Pate Friedrich Kröck IV., Reichsbahnladeschaffner im 61. Lebensjahre. Sein Leben war Arbeit und Pflichterfüllung.

In tiefer Trauer: Elisabeth Kröck, geb. Bepler Friedrich Ernst Kröck, z. Z. im Felde, und Familie Hermann Bodln und Frau Else, geb. Kröck und alle Angehörigen.

Heuchelheim, z. Z. im Felde, Vogelsberg, Dülken und Hamburg, den 22. Sept. 1942.

DieBeerdigung findetFreitag, 25.Sept., 14Uhr, vom Trauerhause, Kirchstr. 5, aus statt.

04730

Von Kranz- und Blumenspenden, sowie Bei­leidsbesuchen bitte ich abzusehen.

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Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen.

Betr.: Speisekartoffelversorgnng.

Die Inhaber von Speisekartoffel-Bezugsaus- weisen, die keine Kartoffeln einkellern, werden hier- imt aufgefordert, den Bestellschein 42 ihres Bezugs­ausweises innerhalb der Woche vom 21. bis 26. 9. 1942 bei ihrem Kleinverteiler abtrennen zu lassen. Bis zum Beginn der mit dem 28. 9.1942 beginnen­den. Woche haben die Kleinverteiler die Bestell­scheine zur Bezugsscheinausstellung einzureichen und diesen sofort nach Empfang an ihren Emvfangs- verteiler weiterzugeben.

Da Kartoffeln reichlich angeliefert werden, ist den Inhabern von Kartoffelbezugsausweisen ge- ttattet, Svetsekartofseln im Vorgriff bis zum 18.10. 1942 zu beziehen. Ab sofort können daher auf sämt­liche Wochenabschnrtte 41 unter Zugrundelegung emes.Wochensatzes von 4 Kilogramm ohne Rücksicht auf die unter den Abschnitten aufgedruckten Fristen Kartoffel abgegeben werden. [2862V

Gießen, den 19. September 1942.

Für die Landräte dtzr Landkreise Alsfeld, Büdingen, Frredberg, Greben und Lauterbach, sowie den Ober­bürgermeister der Stadt Greben.

Der Landrat des Landkreises Gießen.

Dr. Lotz.

3 Fässer ca. 100-200 Lit. fassend, z. kaufen gesucht. [2864V Werkküchenver- walt. der Firma Heyligen- staedt LComv.

G. m. b. H., Gießen.

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Am 25. 9. 1942, ab 10 Uhr: Pferdefleisch.

Am 26. 9. 1942: 8-9 101-150

9-10 151-200 10-11 201-250 Städl, Schlachthof

1 Paar braune kMensWe Gröbe 28, zu tauschen gegen Gr. 30-31J04723 Trewes, Tannenweg 29,

Brauner Langhaar- Dackel auf den Namen Seppel" hör., entlaufen.

Wiederbr. erhält Belohn. [04732

Boller, Bahnhofstr. 55.

Statt Karten!

Für die Glückwünsche und Auf­merksamkeiten anläßlich unsrer Verlobung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlich

Marie Wagner / Oswald Jung

Ruppertsburg Lieh

im September 1942

________ 04713/

Paul Kemp Margrlt Debar Ursula Herking, Elsa Wagner Lina Carstens, H. Troxbömker Spielleitung: Walter Felsenstein

Die Deutsche Wochenschau

Heute Donnerstag Erstaufführung

Lichtspielhaus

Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntag 2.00, 4.30, 7.30 Uhr

Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt!

2863C

Bekanntmachung.

Betr.r Emkellerimgsscheiue für Speisekar­toffeln.

I. Diejenigen Haushaltungen, die Speisekartoffeln zur Einkellerung unmrttetbar vom Erzeuger beziehen wollen, beantragen bei ihrer zu­ständigen Bezirksgeschäftsstelle Einkellerungs- scheine unter Vorlage der Bezugsausweise für Sveisekartoffeln. Die Antragstellung kann täglich zwischen 8 und 12 Uhr erfolgen. Der Personalausweis ist vorzulegen.

II. Die Höchstmenge, die je Kovf der Versorgungs­berechtigten bet Volleinkellerung für die Seit vom 19. Oktober 1942 bis 25. Juli 1943 (also für 10 Versorgungsabschnitte) bezogen werden kann, ist reichseinheitlich auf 200 Kilogramm ( = 4 Zentner) festgesetzt.

Wird diese Höchstmenge bezogen, so ent­wertet das Ernährungsamt dte Bezugsaus« weise für die Versorgungsabschnitte 42 bis 51.

Wünscht der Versorgungsbercchtigte nur eine Teileinkellerung, so werden für je 50 Kilo­gramm zehn Wochen-Abschpitte entwertet.

Der Verbraucher bat die entwerteten Be« zugsausweise sorgfältig aufzubewahren.

III. Die Einkellerungsscheine müssen dem Erzeuger bei der Bestellung oder bei der Lieferung übet» geben werden. Die Gültigkeit der Emkelle- rungsscheine ist bis zum 30. Mai 1943 begrenzt. Nach diesem Termin dürfen sie nicht mehr be­liefert werden.

IV. Erfolgt der Kartoffelbezug bei einem Klein» oder Grobverteiler, so sind keine Einkellerungs« scheine erforderlich. In diesem Fall erfolgt die Lieferung gegen Vorlage und Abstempelung der gelben Bezugsausweise, die auch bei SBoH* einkellerung vom Verbraucher sorgfältig auf­zubewahren sind. [2867D

Gieben, den 22. September 1942.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Grnährungsamt Abt. B.

KNORR I

Suppen ' (trecken />(

Haben Sie noch einen Gemüserest,

der zu einer vollen Mahlzeit nicht

mehr ganz reicht, so können Sie mit einem KNORR - Suppenwürfel, der 2Teller gute Suppe ergibt, 3-4Teller kochen. Sie brauchen nur den Ge­

müserest mit etwas Wasser zu ver­dünnen, zur fertig gekochten Sup­pe zu geben und dann beides noch­

mals gut durchkochen zu lassenl

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