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wird

der

Verdunkelungszeil

(Nachdruck verboten.)

6. Fortsetzung.

herüber.

Aus aller Wett.

Schachwellmeister auch Europameister?

Aus Gießener Geschäftskreisen wird erneut daran erinnert, wie sehr es nach wie vor erwünscht ist, daß das einkaufende Publikum sich das benötigte Packmaterial selber mitbringt. Je nach Art und Um« fang der Einkaufswünsche kommen Köfferchen, Ein­kaufstaschen oder Körbe dafür in Betracht; beim

fahren, was \, .

gespielt hat. Immer hattest

Zur Erhöhung des Wirkungsgrades der Kessel- anlage müssen Kamin und Rauchfuchs frei von Ruß und Flugasche sein. Undichtigkeiten, wie Risse im Mauerwerk, schlecht schließende oder zerstörte Rei-

36. Ordentlicher Sängertag.

Durch den Tod des Bundesführers des Deutschen Sängerbundes, Oberbürgermeister Albert Meister in Herne, ist die Abhaltung eines Sängertages er­forderlich geworden. Der stellv. Bundesführer, Ober- bürgermeister Memmel, Würzburg, hat daher den 36. Ordentlichen Sängertag einberufen, der am 1. November im Kreishaus zu W e i m a r stattfindet, einem Fuldaer Betrieb fortgesetzt Materialien.

Starker Rückgang der Lahnfischerei.

Im gesamten Lauf der Lahn macht sich in d'ie- t fern Jahre ein sehr starker Rückgang der Fischerei- ergebnisse bemerkbar. Industrielle A b w ä s - I ser im Oberlauf der Lahn haben zu einem erheb­lichen F i s ch st e r b e n geführt. Einzelne Fischarten, die früher häufig in der Lahn vorkamen, so vor allem der Edelbarsch, sind heute überhaupt nicht anzutreffen. Dieser Rückgang ist um so mehr zu bedauern, als es Jahre dauern wird, bis die jetzt entstandenen Lücken wieder aufgefüllt wer­den können. Zu gleicher Zeit wird auch über einen Rückgang der Forellenfischere t tn den kleineren Gewässern berichtet. Dies ist m erster Linie darpuf zurückzuführen, daß der niedrige Mass erst and der Forellenbäche den Tieren nicht mehr genügend Sauerstoff zum Leben bietet.

Zuchthaus für einen Volksschädling.

Der wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafte 41jährige Leo Möller aus Döllbach enwendete in und ein Paar Stiefel vorgefunden wurden. Mit Weiterhin erschlich er sich durch unrichtige und un­vollständige Angaben in den Jahren 1939 bis 1941 Bezugscheine über zwei Paar Arbeitsschuhe, ein Paar Straßenschuhe und ein Paar Stiefel, ob­wohl bei ihm an ungetragenem Schuhwerk drei Paar Herrenhalbschuhe, zwei Paar Schnurschuhe , und ein Paar Stiefel vorgefunden wurden. Mit Rücksicht auf feine Vorstrafen wurde der Ange­klagte vom Amtsgericht Fulda wegen Ruckfall- diebslahls und Vergehens gegen die Verbrauchs- regelungsftrafverordnung zu 2 fahren Gr- Haus und 300 RM. Geldstrafe verurteilt Außer­dem wurde auf Zulässigkeit der Polizeiaufsicht er­kannt.

nutzten Böcke besonders ausgewiesen. Die Hühner sind diesmal besonders genau zu zählen, da die Zahlen der Prämienberechnung bei der Eierabliefe- rung zugrunde gelegt werden sollen. Die vorgesehe­nen stichprobenweisen Nachkontrollen werden sich be­sonders auch auf die Hühner erstrecken. Die (Ergeb* nisse der Schweinezählung sind vorweg zu bearbeiten und spätestens bis 18. Dezember dem Statistischen Reichsamt zu übermitteln. Sollten bis dahin noch nicht sämtliche Ergebnisse eingegangen sein, sind die vorliegenden Teilergebnisse und für den Rest Die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres mtt- zuteilen. Die Gesamtergebnisse der Zählung sind bis 14. Januar 1943 dem Statistischen Reichsamt zu über-, senden.

Gchweineliefernngsverträge.

Um den Betrieben, die weder Gerste noch Meng­getreide im Jahre 1942 geerntet haben und Schweinemast treiben, die Möglichkeit jur 5Räftung von Schweinen zu geben, werden diesen Beirieden Futtermittel gegen Lieferung von Schweinen zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zwecke schließt die Reichsstelle für Tiere mit den dafür m Frage kom­menden Bauern Schweinelieferungsoertrage in Der bisher üblichen Norm ad. Die Futtermittelzuteilung erfolat ab Mitte Oktober 1942. Die Schweine, Die ein Mindestgewicht von 90 Kilogramm haben müs­sen, sind von Anfang Februar bis Ende April 1943 zu liefern.

Dringt packmaterial mit!

liche Bedürfnis, durch gelegentlichen Kontakt mit anderen Bäuerinnen Erfahrungen auszutaufchen und neue Anregungen aufzunehmen.

Auf den «bisher seitens der Gaufrauenschafts­leitung in den einzelnen Kreisen des Gaugebietes veranstalteten Landfrauentagen überbrachte Gau- frauenschastsleitAüu Frau Erna Weste mache r den Landfrauen den Dank aller Frauen für ihren Einsatz im Kampf um die Sicherung der Ernäh­rung des deutschen Volkes. Sie betonte dabei, daß auch die Stadtfrau die aufopferungsvolle Arbeit der Landfrau wohl zu ermessen vermag und durch Pflichterfüllung am eigenen Arbeitsplatz ihre Dankesschuld abzutragen gewillt ist.

Prüfung für Lehrer der Stenographie.

NSG. Es ist beabsichtigt, im Herbst 1942 in Darmstadt eine Prüfung für Lehrer der Steno­graphie abzuhalten. Meldungen sind umgehend spä­testens bis zum 15. Oktober 1942, bei der Hessischen Landesregierung Abteilung VII Darmstadt, Peter-Gemeinder-Straße 3, einzureichen. Die Be­dingungen, die zur Teilnahme an dieser Prüfung berechtigen, sind bei den Stadt- bzw. Kreisschul­ämtern zu erfahren oder können in dem Amtsblatt des ReichserziehungsministeriumsDeutsche Wissen­schaft, Erziehung und Volksbildung", Heft 15[ vom 5. August 1941, nachgelesen werden.

Allgemeine Viehzählung am 3. OezemSer

Em Mann rechnet ab

Roman von Horst Biemath

Ich bin jetzt einundzwanzig Jahre alt, Jens , unterbrach ihn Karen mit leicht zusammengeknif e- nen Augen; manchmal nannte sie ihren Vater beim Vornamen, zumeist Dann, wenn sie bei ihm einen Wunsch durchsetzen wollte.Niemals habe ich er-

Damals war dieses Gebiet im Süden noch reiner Plantagenboden. Probebohrungen waren er­folglos verlaufen. Die Oellager schienen auf Die Provinz Tampico beschränkt zu sein. Huislander be­kam das Gebiet billig in die Hände. Er nahm es, um hier, wie er angab und auch überall aus- posounte, Zuckerrohr anzubauen. Natürlich sicherte er sich alle auf dem Gebiet womöglich vorkom- menben Minerale und Bodenschätze.

Der Staat gebrauchte eme kleine Vorsichtsmatz- regel, mit der Huislander sich jedoch einverstanden erklärte, da er nicht viel Kapital besaß und ihm alles daran lag, das Land in die Hande zu be­kommen: bei Plantagenwirtschaft sollte das Land ihm und seinen (Erben auf neunundneunzig Jahre gehören; erschloß er jedoch Del, so sollte das Land nach dreiunddreißig Jahren an den Staat zuruck- fallen. Die langen Verträge mit den Amerikanern in Tampico hatten den Staat gewitzigt

Huislander besaß nicht Kind noch Kegel. Ihm konnte die Erbschaftsklausel gleichgültig fern. 2In feine Verwandten, die irgendwo m Holland saßen, wird er wohl kaum gedacht haben. Kurz und gut, er nahm das Land in Besitz. Er mar em alter, ae- rissen er Fuchs, der überall in der Weck nach Del gebohrt batte und eine untrügliche Witterung für fündige Vorkommen besaß.

Bei Dem Terrain, Das er hoffnungsvoll JBuena Esperanza genannt hatte, schien ihn zum erstenmal die gute Nase im Stich gelassen zu haben. Er steckte eine Menge Geld in die Bohrversuche aber Die Ergebnisse waren so schlecht, daß er nabe an Den Ruin geriet. Immerhin, sein Beispiel fanD Nach­ahmung, und obwohl seine Konkurrenz mit nicht mehr Erfolg bohrte, witterten auch em paar norD- arnerikanische Gesellschaften die in Tampico ihre Camps besaßen, hier im Süden em Zukunftsge­schäft. Sie stützten Die zahllosen, halbverkrachten, kleinen Unternehmer eine Zeitlang mit Krediten, um sie Dann plötzlich abzuziehen und Das. was schon im Fallen war, noch zu stoßen. Die Konkurs­masse war für einen Pappenstiel zu haben.

Vremistoffersparnis bei der Zentralheizung

Richtlinien für zweckmäßige Maßnahmen.

sich damals eigentlich mit Malte ab- stipieriar. Immer hattest du Ausflüchte und °er- trastetest mich auf fpäter, wenn rch alter fei. Oder du tatest das unbequeme Thema mit halben Er- . flärungen ab, die die Sache nach mehr °-rw'rr °n l unö verdunkelten. Machtest du mir letzt endlich sagen, was das für ein .Unglück- war, das sich vor sechs Jahren mit Malte zugetragen hat?

Orgassa preßte die Fingerspitzen gegencinanber. Ach, KinD", murmelte er, "das ist eme lange G schichte ..." Er schien wenig Lust zu verspüren, mit Der langen Geschichte heute noch zu beginnen

Wir haben Zeit unD ich will endlich alles wissen!" Drängte Karen hartnäckig "?5^uldi^ Ich bin nichtmüde, unD Dir wirD der Schlaf Durch Maltes Erscheinen auch vergangen M « ;

zähle' Was ist Damals geschahen. ®ß5$aIb schwand er damals so plötzlich aus Buena Espe­ranza? Und wo hat er sich m Den vergangen er sich einem stärkeren WillenWo er sich ! gehalten hat?" wiederholte er eise.Ich will es. d sagen, wenn du es durchaus wissen w llst^ im Ker er Das heißt irgendwo auf Zwangsarbeit m Öen|al fpinnereien von Yukatan oder in den Quecksilber

Ihr Gesicht schimmerte weiß und blutleer z 0

Im allgemeinen finD Zentralheizungsanlagen erst i Dann zu betreiben, wenn an minDestens Drei auf« ] einanderfolgenDen Tagen Die Außentemperatur um ' 21 Uhr unter 4-12 Grad liegt. Sinkt Die Außen- i temperatur jedoch plötzlich unter + 5 Grad, so Darf ohne weiteres geheizt werDen. Dabei soll Die Innen- : temperatur für Wohn- und Büroräume 18 Grad nicht überschreiten. Arbeitsräume, in denen körper­liche Arbeit geleistet wird, sind entsprechend niebrt- ger, nicht aber über 16 Grad, zu erwärmen.

Zur Vrennstof fersparnis ist eine Kon­trolle des baulichen Zustandes des Hauses ange­bracht. Insbesondere müssen Fenster und Türen Dicht schließen. Fugen finD zu dichten, in unbenutzten Räumen Die Fenster geschlossen zu halten, Die Roll­läden herunterzulassen und Die Vorhänge zuzu­ziehen. Dachfenster, Dachluken, Kellerfenster, Keller­und Speichertüren und Durchfahrten halte man möglichst geschlossen und schließe Oberlichte und Ab­luftklappen während der Heizperiode, öffne Wrasen- klappen nur während Des Kochens. Es empfiehlt sich ferner Die Verwendung von Fenstermän- kein und -polstern. Zum Wohnen benutze man möglichst keine Eckräume, sondern eingebaute, nach Süden oder Westen gelegene Räume, in denen man Heizkörperummantelungen entferne, Da diese die Wärmeabgabe der Heizkörper beträchtlich hem­men. Dagegen verursachen ungeschützte, wärme- führende Rohrleitungen in unbeheizten Raumen große Wärmeverluste; solche Leitungen müssen Dd= her gut isoliert werden.

In mehrstöckigen Häusern sollen zu beheizende Räume zweckmäßigerweise übereinander liegen. Un­benutzte, von der Heizleitung nicht abgeschaltete Heizkörper müssen mit starkem Papier ummantelt werden, um die Wärmeabgabe zu verringern. Die Beheizung von Korridoren, Treppen usw. ist stark einzuschränken. Wo durchführbar, sind Teile einer Anlage stillzulegen, von der Gesamtheizung abzu- schalten und bei Warmwasserheizungsanlagen zu entleeren. Die Lüftung der Räume ist während > Der HeizperioDe auf kurze Zeit zu beschränken. Aus zentralen Warmwasser - Bereitungsanlagen Dar . Warmwasser nur an zwei Wochentagen abgegeben werden. Der Kaltwasser-Absperrhahn am Warm- ' wasser-Bereiter soll dabei erst Dann geöffnet wer- ' den, wenn Das Wasser Im Boiler 60 Grad erreicht

nigungsschieber, müssen ausgebessert meSeii. Die jeweilig gewünschte Kesselleistung ist bet kleinster Rauchschieberstellung zu erreichen. Die Kesselburs e ist der beste Brennstoffsparer! Wahrend ver Heiz­periode ist Die Reinigung alle mer Wochen vorzunehmen; Reinigungsdeckel Der Rauchzuge und des Kessels sind nach Der Reinigung Dicht zu schlie- ;en. In Heizungsanlagen dürfen nur solche Brenn- tofffparer eingebaut werden, deren Eignung seitens Der Reichsarbeitsgemeinschaft für Wärmewirtschaft durch Erteilung eines Gütezeichens ausgesprochen ist. Im übrigen sei auf Die Bedienungsvorschriften für Zentralheizungsanlagen Der Reichsarbeitsge­meinschaft für Wärmewirtschaft, Der 'Arbeitsgemein­schaft für Heizungs- unD Skrstungstechnik und der Fachgruppe Zentralheizungs- und Lüftungsbau, Berlin, hingewiesen.

Jedenfalls soll Die Verfeuerung von nassem unD verunreinigtem Brennstoff, Da verlustbringend, un­terbleiben. Auch ist aus dem gleichen Grund nur Die für den Kessel vorgeschriebene Brennstoff-Kor- nung zu verfeuern. Vor Dem Anheizen sind die Fen­ster im Kesselraum zu öffnen und während des Heizbetriebes geöffnet zu lassen. Beim Anheizen darf nur wenig Holz oder Feuerungsanzunder und bei Koks als Brennstoff außerdem Braunkohlen­briketts als Zwischenfeuerungsmaterial verwendet werden. Während des Anfeuerns Feuertür fest ver­schließen und Luftdrosselklappe ganz öffnen! Der Rauchschieber wird später allmählich weiter geschlos­sen (Grobregulierung); anschließend ist die Lust- Drosselklappe mit Dem Verbrennungsregler zu ver- binden (Feineinstellung. Nur wenn die Außen­temperatur bleibend unter 4- 5 Grad sinkt, müssen Warmwasserheizungsanlagen auch während der Nacht in Betrieb bleiben; desgleichen Niederdruck- Dampf-Heizungsanlagen, wenn die Außentempera­tur bleibend unter + 5 Grad sinkt.

Die zentrale Regulierung Der Zentralheizungs - anlagen hat je nach Der Außentemperatur nach Den maßgebenden Tabellen zu erfolgen. Das Brenn- ; ftoffbett muß mehrmals am Tag ebengezogen wer- r Den; ebenso ist der Rost des öfteren am Tage zu i reinigen. Schlacken müssen vor dem Auf geben - neuen Brennstoffes entfernt werden. Uebrigens ent- . halten Schlacken und Asche oft unoerbrannten Brennstoff; dieser ist forgfältig auszulesen und wie- Derzuoerwenden. Kohle als Gemeingut des Volkes muß sparsam verbraucht werden: Einsparung an Kohle im ^Hausbrand stärkt Die Rüstung und kommt einer vermehrten Kohlenförderung gleich.

Orgassa nickte schwerfällig:Ja er wurde ur­sprünglich zum Tode durch Erschießen verurteilt und dann zu zehn Jahren Zwangsarbeit begnadigt Ich weiß nicht, was ich vorziehen wurde. Man hat ihm vier Jahre seiner Strafe erlassen. Aber auch Dann bleibt es ein Wunder, daß er Die fejs 3al)re überstanden hat. Ich habe nicht an ferne Wiederkehr ^Jlnt^roesljalb wurde er verurteilt?" fragte Karen ^Orgassa starrte mit rundem Rücken auf das schwarz-weiße Schachbrettmuster der Stern stesen. Er wurde unschuldig verurteilt - das ist das Furchtbare Dabei. Er war schuldlos, so wahr ich hier sitze. Es war ein Schurkenstreich, dem er zum Ovier fiel Aber es gab keine Rettung für ihn. er zappelte in den Maschen wie ein Fisch im Netz, unentrinnbar verloren." ....

Mein Gott!" murmelte Karen heiser. S'e ruckte näher zu Orgassa heran.Erzähl mir alles , bat sie erschüttert.

Orgassa stützte den Kopf in die Hände.

Ich muß weit ausholen", sagte er schließlich, Denn es spielen in Maltes Geschichte viele Dinge hinein Die Du wissen mußt, um alles zu verstehen. Erinnerst Du Dich noch an den Namen Huislander oder an Huislander persönlich?" .

Ja, ich besinne mich noch sehr gut auf ihn, auf sein rotes Gesicht mit den weißen Augenbrauen. Er war doch Der Mann, Dem Dieses ganze Gebiet von Buena Esperanza ursprünglich gehörte, nicht wahr.

Orgassa nickte:Ja, so war es. Huislander, em Holländer, der lange in den Staaten erfolgreich nach Oel gebohrt hatte, erwarb vor etwa zwanzig Jahren Dieses Gelände und einen schmalen (Streifen bis zur Küste nach Tepluan hinunter vom Staat. Es lag f0 weit von den damals erschlossenen Oelvorkommen entfernt und wies in seiner Oberschicht eine so anders geartete geologische Struktur auf daß man Huislander nicht allzuviele Chancen gab, hier er­giebige Quellen zu erschließe^

Die Frage: Wird der Schachweltmeister auch Europameister? möchte man drei Runden vor Schluß des Großdeutschen Schachturniers in Mün­chen um die Europameisterschaft beinahe bejahen. Die achte Runde war für die Spitzenleute beider Turniere kritisch. Im Titelturnier legte Keres eine Bremer Partie gegen Richter unglücklich an und Iverlor ein Turmspiel. Auch Aljechin hatte es gegen Foltys schwierig, der Weltmeister erreichte jedoch noch Remis, so daß er nun mit einem halben Punkt führt. Bogoljubow ist durch einen Sieg über Radar nähergekommen. Re11stad verlor gegen Stoltz, Der Aljechins Verteidigung spielte. Die Partien B a r c z a gegen Junge und Roha- cef gegen Napolitano endeten unentschieden. Der Stand ist nun: Aljechin (Frankreich) 6 Punkte, Fottys (Protektorat) und Keres (Ostgebiete, Estland) je 5% Punkte, Bogoljubow (Generalgouvernement) 5 Punkte und eine Hängepartie, Richter (Deutsch­land) VA Punkte und eine Hängepartie, Junge und .Rellstad (beide Deutschland) je 3% Punkte, Napoli­tano (Italien), Rohacek (Slowakei) und Stoltz (Schweden) je 3 Punkte, Barcza (Ungarn) 2A Punkte, Rabar (Kroatien) 2 Punkte.

Aus der Siadi Gießen.

Herbst.

Ank» 23. September hat kalendarisch der Herbst begonnen. Tag und Nacht haben Die gleiche Dauer. Die Sonne tritt in Das Zeichen Der Waage ein. Von ! nun ab geht sie täglich einige Minuten später auf < unD begibt sich ebenso einige Minuten früher zur : Ruhe. Um eine StunDe 42 Minuten nimmt im ' September Der Tag ab. Wir schreiten mit Dem Herbst in Den Abstieg Der Jahreszeit hinein. Doch tünDet Der KalenDer auch Diese unangenehme Wahr­heit, wir halten es noch immer mit Der Sonne und glauben noch an viele schöne heitere läge, Die im Schoße Dieses Herbstes für uns bestimmt fein wer­den, die uns mit ihrem milden Glanz erfreuen wollen und in deren Leuchten Die farbige Pracht herbstlicher Wälder wie eine herrliche Symphonie des Lebens klingt.

Wenn der Herbst feinen Einzug hält, vollzieht sich alljährlich Das großartige Schauspiel, daß sich Die Blätter verfärben zum satten Rot ober grellen Gelb ober rötlichen Braun, baß unsere Wälber wie brennend stehen und in herrlichen Farben auf­lodern. Auch im Volksspruch spielt der Herbst eine Rolle. Vor allem interessiert es Den Bauersmann, aus dem Wetter des Herbstes das Des Winters zu erkennen.Ist im Herbst das Wetter hell bringt er Wind und Winter schnell", heißt es im Bauern­reim, und von einem warmen Herbst schließt man auf einen längeren Winter, wie auch, nach bäuer­licher Auffassung, Donner im Herbst einen zeitigen Winter mit viel Schnee verkünden soll. Auch manche Tiere sollen durch ihr Verhalten in dieser Zeit auf winterliches Werden schließen lassen:Je größer der Ameisenhügel je straffer Des Winters Zügel", unDWenn viele Spinnen im Herbst kriechen sie schon Den Winter riechen".

Aufnahmefeier der jungen Parteianwärter.

Die Ausnahmefeicr bet jungen Par- feianroätfer und -anroärferinnen Der HI. und des BD7N. in Die NSDAP, für sämtliche Gießener Ortsgruppen findet Sonntag, 27. Septem­ber, 11 Ahr, in der Aula der Universität statt. Die Litern sowie die Angehörigen gefallener partei- 1 und Volksgenossen sind besonders herzlich eingeladen. desgleichen die Vertreter von Wehrmacht. Staat und ; Behörden. An die verwundeten der hiesigen Reserve- , lazarette sind besondere Einladungen ergangen.

Gemesterbeginu am 1. Dezember.

lrie des Tenors und zu einem großen Liebes- Duett zwischen Tenor und Sopran bietet. Auch iehll die turbulente Volksszene mit Chor ebenso­wenig wie eine ausgedehnte instrumentale Schlach- 'enmusik, eine typischeBattaglia". Borck hält sich also fern von den dramaturgischen Neuerungen, die _'lwa von Werner Egk oder Carl Drff für Das moderne Musiktheater erstrebt wurden. Anderseits iber stößt er rein musikalisch betrachtet zu Ausdrucksmitteln vor, die mit einer oft geradezu mheimlichen rhythmischen Vehemenz, mit lapidarer klanglicher Härte die dramatischen Konflikte zu eidenschaftlicher Explosivität steigern. Aber auch Zartes und Lyrisches ist ihm gelungen. Unter Der musikalischen Leitung von Karl Fischer unD Der jtegte von RuDolf Scheel wurde Das Werk mit liBerftänbnis interpretiert. Walter Steinhaue^.

50 Jahre Berliner Metropolthealer.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing aus Anlaß Des 50jährigen Jubiläums Des Berliner Me­tropoltheaters Den Leiter der Bühne, Heinz y e n t s ch k e, sowie eine Abordnung Der Bühnen- '«haffenden und Des technischen Personals. Dr. Goebbels würdigte Die VerDienst des Metropol- iheaters um Die frische und gehaltvolle Unterhaltung seiner Besucherscharen unter der Leitung Heinz yentschkes unD zeichnete Diesen Durch Verleihung des Titels Generaldirektor aus.

Der Reichserziehungsminister hat Den Beginn Des Wintersemesters 1942/43 an Den Uni­versitäten und sonstigen wissenschaftlichen Hoch- chulen auf Den 1. Dezember 1942. festgesetzt. Das Semester endet am 31. März 1943.

Fernsprechdienst in den Abendstunden.

Der ständig sich steigernde Fernsprechverkehr führt in den Abendstunden von 19 bis 24 Uhr zu einer außergewöhnlichen Belastung Des Ferndienstes. Aus betriebstechnischen Gründen muß eine 23 oro er- lequng der Anmeldezeit für verbil- ligteNachtgespräche ein geführt werden. Dom 21. September ab sind deshalb Ferngespräche, Die in Der Zeit zwischen 19 und 24 Uhr zu ermäßig­ten Gebühren geführt werDen sollen, bereits tagsüber bis spätestens 19 Uhr mit dem Hinweis zurück 19 Uhr" anzumelden. Da die Gespräche zu ermäßigten Ge'bühren in Der Reihenfolge ihrer Anmeldung ausgeführt werden, empfiehlt es sich, diese entsprechend oorzunehmen. Für Gespräche, die zwischen 19 bis 24 Uhr angemeldet und bis 24 Uhr ausgeführt werden, wird die volle Gebühr berech­net. Diese Gespräche werden unter Berücksichtigung Der Rangordnung nach Erledigung der tagsüber zu ermäßigten Gebühren rechtzeitig angemelbeten Fern­gespräche abgewickelt. Für Gespräche in der Zett von 0 bis 8 Uhr verbleibt es bei der bisherigen Regelung. Das gleiche gilt für Gespräche im Selbst­wählferndienst, im Schnelldienst sowie für Monats­und Wochentagsgespräche. Vom 21. September 1942 an werden zur schnelleren Abwicklung Des Fern- Dlenftes ferner bis auf weiteres Feftzettgesprache, Stundenverbindungen und Ferntagungsgefprache nicht mehr hergestellt sowie Anfragen nach der Aus­führungszeit eines angemeldeten QMpraajs m \oer Zeit von 19 bis 24 Uhr nicht mehr erledigt. \ Landfrauentage im Gau Hessen-Nassaü.

NSG Zu einer beliebten Einrichtung sind /feto . Den Landfrauen des Gaues Hessen-Nassau/ ßanDfrauentage geworden. Gerade tue Land­srau die wie keine andere Frau an ihre Häuslichkeit . qebunt)en und durch einen ständigen, weitgezogenen Pflichtenkreis stark angespannt ist, hat das begreiz-

24. September von 20.17 bis 6.42 Uhr.

Huislander erhielt natürlich auch solche gefähr- lichen Kreditangebote. Als er sich nicht Darauf ein- ließ machte man ihm von verschiedenen weiten Den Vorschlag, sein Gebiet gegen eine Abfindung ab- zutreten. Soviel ich weiß, waren die Angebote, die man ihm vorlegte, nicht einmal niedrig. Einige Camps weiter landeinwärts forderten schon einiger­maßen rentabel, und damals tauchte der Plan auf, den Hafen von Tepluan schiffbar zu machen und von den Feldern eine Delleitung dorthin zu legen. Huislander als einziger besaß den für Die Leitung nötigen Landstreifen, und sein Gebiet riegelte den Weg zur Küste sozusagen ab.

Ob er von dem Hafenprojekt Wind bekommen hatte, vermag ich nicht zu sagen; jedenfalls lehnte er alle Angebote ab, ließ alles liegen, rote es lag, und verschwand aus Mexiko. Was er in der Zwi­schenzeit getrieben hat. weiß ich nicht. Auf leben Fall kehrte er eines Tages, unD Das mögen letzt etwa zehn Jahre her sein, als reicher Mann nach Buena Esperanza zurück und nahm Die unter­brochenen Bohrungen roieDer auf.

Damals hatte ich einen Krach mit Der englischen Gesellschaft, bei der ich als Ingenieur arbeitete. Cs war eine Patentstreitigkeit um ein Seilbohr- versahren. Die Schufte wollten mir weismachen, die Erfindungen ihrer Ingenieure wären in dem Ge­haltsvertrag miteingeschlossen. Kurzum, ich schmitz ihnen den Vertrag vor die Füße und ging zu Huislander, der mir schon wiederholt günstige An­gebote gemacht hatte und mich mit offenen Armen unter sehr günstigen Bedingungen aufnahm.

Karen nickte. Diese persönlichen Dinge waren ihr, wenn auch dunkel, noch in Erinnerung, ete entsann sich der endlosen Fahrt von Tampico nach Verakruz und der Barackenwohnungen, in Denen HuislanDers Ingenieure in Den ersten Jahren mehr schlecht als recht gehaust hatten, wahrend die Hai^ (er oben auf dem Hügel, wo sie jetzt wohnten, noch im Bau waren.

(Fortsetzung folgt.)

Aus Grund des Gesetzes über Viehzählungen |om 31. 10. 1938 findet gemäß Runderlaß des Reichs- ministers für Ernährung und Landwirtschaft pm 3. Dezember 1942 Die übliche allgemeine V id tz- zäh lu n g statt. Die Erhebung, Die Durch Das ta= g e f a m t e n^ ©ebVe t*1 b es*r® ro ßD e u t fefjen Reiches Die Metz gerast eine passende Schüssel am Platze. Fragestellung entspricht im wesentlichen der des Dor- - - --------"

labres. Zusätzlich werden die Kaninchen gezahlt Bei den Schafen und Ziegen werden die zur Zucht be-