Auffassung seiner Leute einzuwirken, Ideale in ihnen zu wecken, die fie von der Notwendigkeit des Krieges zur Erlangung nationaler und kultureller Freiheit überzeugen und den Glauben sowie die Einsatzbereitschaft zu schaffen, die den Waffenträger zum bewußten Kämpfer machen. Von der Fähigkeit des Offiziers, diese Aufgabe zu meistern, hängen Geist und Haltung der Truppe und damit die Ent- s ch e i d u n g im Kampfe ab. Sagte doch schon Friedrich der Große: „Der Geist einer Armee steckt in ihren Offiziers!" Die Schlachten an den Fronten des großdeutschen Freiheitskampfes haben bisher gezeigt, daß nicht die Menge des eingesetzten Materials und die Anzahl der Soldaten, sondern in allererster Linie der kämpferische Geist für den Sieg enschei- dend ist.
Für die Durchführung der Ausbildungs- und Erziehungsaufgaben sind im neiden deutschen Heere vor allem drei Gesichtspunkte wesentlich:
1. Die gesamte wehrfähige Jugend ist auszubilden und geht somit durch die Hand des jungen Offiziers? Die naturgemäß vorhandenen körperlichen und geistigen Verschiedenheiten sind bei der Ausbildung zu berücksichtigen und geben ihr das besondere Gepräge!
2. Der Offizier ist der letzte einer Reihe von Erziehern der jungen Mannschaft. In der HI. und SA. sowie im Reichsarbeitsdienst bereits wehrgeistig und körperlich auf die militärische Ausbildung vorbereitet, kommen die Rekruten mit großer Bereitschaft zu Gehorsam und Unterordnung und zum Einordnen in die Kameradschaft zum Heer. Sie sind von Begeisterung und Stolz erfüllt, den ruhmreichen Rock des deutschen Soldaten anziehen zu dürfen, und haben den Willen, an der Front im Kampfe für das Lebensrecht der Nation als ganze Kerle ihren Mann zu stehen.
3. Der Offizier hat das mitgebrachte weltanschauliche Ideengut seiner Männer zu pflegen und zu vertiefen! Erziehung und Ausbildung in der Wehrmacht sind somit eine Fortsetzung der erzieherischen Arbeit der Partei, die letzte und höchste Schule der nationalsozialistischen, vaterländischen Ausrichtung!
Die schwerste Aufgabe für den jungen Offizier bleibt trotz alledem freilich die, seine Soldaten in des Wortes wahrster Bedeutung zu führen. Wahres Führertum bewährt sich erst im Gefecht! Denn hier gelten nicht nur äußere Rangabzeichen, sondern hier muß sich namentlich der junge Offizier seine Führerstellung durch besondere Tapferkeit, Geistesgegenwart und Entschlußkraft neu verdienen. Er muß seinen Soldaten den nötigen seelischen Rückhalt geben, sie durch sein Beispiel, seinen Wagemut und rücksichtslosen persönlichen Einsatz mitreißen und seine Truppe durch sein Vorleben und Vorsterben zu einer festgefügten Kampfgemeinschaft zusammenschweißen. Nur durch sein Vorbild und seine Leistung gewinnt er sich das Vertrauen, das die Grundlage allen echten Führer- Iums ist und in dem er Lohn und Befriedigung * findet.
Voraussetzung für die Tätigkeit des Offiziers als Ausbilder und Erzieher ebenso wie als Führer ist solides Wissen und sicheres Können. Der Einsatz moderner Waffen erfordert einen taktisch geschulten Blick. Unerwartete und schwierige Gefechtslagen verlangen nicht nur rasche Entschlußkraft und sofortiges Handeln, sondern auch eine überlegene Beherrschung der taktischen Grundsätze aller Waffen. Nur auf der Grundlage militärischen Könnens und harten, folgerichtigen Denkens kann der schnelle und richtige Entschluß entstehen.
Die Dreiheit der Aufgabenstellung i-n Ausbildung, Erziehung und Führung der gesamten wehrfähigen deutschen Jugend in Krieg und Frieden gibt dem Offizierberuf seinen Sinn und feine Bedeutung im Leben unseres Volkes. Die Wichtigkeit der Aufgaben des aktiven Offiziers verlangt es, daß sich immer wieder die tüchtigsten Jungen diesem Berufe zuwenden. Grundsätzlich steht im nationalsozialistischen Staat jedem jungen Deutschen der Weg zur soldatischen Führerlaufbahn offen, wie die starke Zunahme von Nichtabiturienten als Offizierbewerber aus der Truppe beweist. Neben der selbstverständlichen Voraussetzung deutschblütiger Herkunft und nationalsozialistischer Gesinnung werden vom Offizierbewerber vor allem die männlich-kämpferischen Eigenschaften des Mutes und der Tapferkeit gefordert. Freilich wird der junge Offizierbewerber zunächst noch nicht allen Anforderungen gerecht werden können, vieles ist nur in der Anlage vorhanden und muß erst durch Erziehung in der Truppe, im Kameradenkreise, auf der Waffen schule und auch
durch bewußtes Arbeiten an sich selbst entwickelt und gefördert werden; manches Entgegenstehende läßt sich unterdrücken. Eines muß der aktive Offizierbewerber ebenso wie jeder Offizier besitzen: Liebe zum Soldaten beruf und den Willen, durch Selbstzucht, Pflichterfüllung und Leistung dem Idealbild des deutschen Offiziers gleich zu kommen.
Das Wettecho.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Das Weltgewissen war immer eine sehr ungewisse Angelegenheit. Aber man darf mit ruhiger Bestimmtheit feststellen, daß die Idee, alle deutschen Kinder zwischen zwei und sechs Jahren zu „internationalisiere n", sie von ihren Eltern zu trennen und ins Ausland zu deportieren, allgemeine Ablehnung gefunden hat, die viele Schattierungen hat: von dem Erstaunen über die klare Ablehnung bis zum schärfsten Widerspruch. Den Engländern selbst ist es unwohl in ihrer frommen Haut. Sie wollen es nicht gewesen sein. Sie wissen von nichts. Aber das schlägt nicht durch.
Die argentinische Presse etwa, die alles andere als deutschfreundlich ist und das eigene Land lieber heute als morgen in den Krieg führen möchte, üb ergeht das Entschuldigungsgestammel Londons mit der einzigen Ausnahme eines deutschgeschriebenen Emigrantenblattes, das die englischen Abschwächungsoersuche registriert.
Alle Welt weiß, was es bedeutet, wenn Reuter mit seinem auch heute noch weltumspannenden Nachrichtendienst eine Nachricht aufgreift und weitergibt. Wir haben im ersten Weltkrieg die Macht des Reuterbüros kennengelernt. In diesem zweiten Weltkrieg sind wir sehr viel besser gerüstet. Aber Reuter ist noch immer eine Macht. Wir anerkennen diese Macht, auch wenn wir sie bekämpfen. Aber eben daraum beharren wir darauf, daß Reuter der Idee des neuen, größeren bethlemitischen Kindermordes den großen Widerhall in der Welt gegeben hat. Die Internationalisierung der deutschen Kinder zwischen zwei und sechs Jahren ist in wenigen Tagen ein geflügeltes Wort geworden. Es ist damit noch schneller gegangen wie mit Clemenceaus berüchtigtem Ausspruch, daß 20 Millionen Deutsche in der Welt zu viel seien. An diese Vorstellung und 'an diese Redeweiso mußte sich erst die Welt gewöhnen, bevor sie 6egriff, welche Ungeheuerlichkeit gemeint sei. Aber der Mensch ist dazu da, immer dazu zu lernen. Und so hat die Welt den Sinn des Wortes von der Internationalisierung" der deutschen Kinder sehr schn/ll verstanden!
Wachsende Verstimmung bei den Sowjets.
Stockholm, 24. Sept. (Europapreß.) Der Londoner „Daily Herold" berichtet aus Moskau, in dem gleichen Maße, wie der Kanwf um Stalingrad an Heftigkeit zunehme, sei die Verstimmung bei den Sowjets über die Untätigkeit der Engländer im Wachsen begriffen. Es werde ganz offen ausgesprochen, daß Moskau England nicht als wirklichen Alliierten betrachten könne, solange nicht eine zweite Front errichtet worden fei. Der „Daily Herold" fügt hinzu, daß eine gefährliche Verschlechterung in den sowjetrussisch-englischen Beziehungen zu erwarten wäre, wenn nicht „im Lause des n ä ch st e n Jahres" die zweite Front errichtet würde. Aehnlich berichtet auch „News Chronicle" aus Moskau. Stalin empfing am Mittwoch den Sonderbeauftragten des Präsidenten Roosevelt, Wendell Willkie, in Gegenwart des Außenkommissars Molotow.
Schwere Einbußen der LtGA.-Kriegsmarine.
Tokio, 23. September. (Europapreß.) Der USA.- Kreuzer „N o r t h a m p t o n" (9050 t) wurde schwer beschädigt, als ein japanisches Unterseeboot einen Ueberraschungsangriff auf die Nazan-Bucht der Insel Atka (Aleuten) durchführte. Mitte September wurden in den gleichen Gewässern zwei nordamerikanische Unterseeboote von japanischen Zerstörern versenkt.
Damit sind seit Kriegsausbruch 63 nordamerikanische Kriegsschiffe versenkt oder beschädigt worden. Versenkt wurden 6 Schlachtschiffe, 7 Flugzeugträger, 14 Kreuzer, 8 Zerstörer und zwei Spezial-
Morgengymnastik der Zoo-Löwen.
Von Paul Eipper.
Mancher Tierfreund wird vielleicht ärgerlich werden auf mich; aber ich muß es dennoch laut und deutlich sagen: der „König der Tiere" liebt vor allem die Ruhe; er faulenzt gern und schläft viel, nicht nur im Zoo, sondern auch in der Freiheit. Es ist allein dichterische Erfindung, die ihn immerzu mit donnerndem Gebrüll durch die Wüste rasen läßt; wenn der Löwe Hunger hat, geht er natürlich auf Jagd, rudelweise meist, aber sobald sein Magen befriedigt wurde, legt er sich unter einen schattigen Busch, ober in eine Felshöhle und denkt nicht Daran, in der Wildnis spazieren zu gehen. Die Tiergärtner kennen längst diese Eigenart des Löwen; sie hören ja oft genug aus der Besuchermenge Kundgebungen des Enttäuschtseins: „Cäsar pennt den ganzen Tag! Steh mal endlich auf, oller Wüstenkönig!"
Seit die Raubtierfreianlagen in deutschen Zoos üblich geworden sind, die Löwen also aus der Enge des Gitterkäfigs hinauskamen in den weiten Aus lauf, ist uns ihre beschauliche Lebensart noch deutlicher geworden. Der Zoo-Löwe braucht sich ja nicht um die Beschaffung der für ihn nötigen Mahlzeiten zu kümmern; er bekommt sie — mit Ausnahme des gesundheitswichtigen Fasttages — pünktlich und in genügender Menge vorgesetzt. Daher macht er es sich auch auf der schönsten und größten Freiterrasse immerzu bequem. Ich stand manchesmal dabei, wenn am frühen Morgen die Löwen herausgelassen wurden, die während der Nacht ober bei schlechtem Wetter oft auch den ganzen Tag im engen Jnnen- stall lagen. „Nun werden sie tollen und stundenlang auf und ab rennen!" In Wirklichkeit trabten sie bedächtig durch die Falltür, gähnten und blinzelten in der Morgensonne und suchten sich einen schattigen Lagerplatz. Nicht allein die hier gezüchteten, sondern auch die Wildlinge; sie lernen überraschend schnell die. Ruhe schätzen; das hat mit Entartung nichts zu tun.
Der Berliner und auch einige andere deutsche Zoos griffen nun hier — mit Recht und zum Vorteil der Löwen — ein; sie bewegen die großen gelben Katzentiere. Ein guter Löwenpfleger kann sich auch mit erwachsenen Löwen so anfreunden, daß er ihren AufenthaltLraum ohne Gefahr betreten
darf, wenn nur genügend Platz ist zum gegenseitigen Ausweichen. Hat der Pfleger die Löwen aber gar selbst aufgezogen, liebevoll ihre Kindheit betreut, so bleiben sie allezeit anhänglich und gehorsam. Er wird gerade im modernen Freigehege ihr Erzieher sein, sie spielerisch umhertreiben und ihrer Gesundheit ebenso nützen, wie die Tatsache des vertrauten Zusammenseins von Mensch und Raubtier den Zuschauer erfreut
Das beste Beispiel hierfür ist Alfred Kaden, der in aller Welt bekannte Tierlehrer aus Hagen- beckscher Schule. Kaden nützte die Eigenschaften dieser machtvollen Katzentiere aus, lehrte sie bas Hochstehen auf den Hinterfüßen, bie straff schreitende Gangart, den Gleichklang schöner Stellungen. Kadens Tierverstand und seine Tierliebe erreichten sogar, daß der kräftigste dieser Löwen wie ein geduldiges Reitpferd den Menschen über die weite Sandfläche trägt; zärtlich schmiegt sich der be= mähnte Kopf an Kadens Hand, sobald der abgestiegene Reiter den braven Kameraden lobt.
Das Liebesorakel.
Von Georg von der Bring.
Die Studenten Drnemann und Went, die aus unserem Dorfe stammten und seit ihrer Kindheit Freunde waren, verliebten sich einmal gleichzeitig in dieselbe Frau. Das geschah in einem Winter, als die beiden bei ihren Eltern auf Ferien weilten. Es tauchte bamls eine Verwandte der Frau Pastor, eine Generalstochter bei uns auf. Sie war schön, schlank, sehr lebendig, rücksichtslos lebendig und spielte auf dem Flügel in der Pastorei den ganzen Tag Brahms — man hörte es über die Dorfstraße dröhnen. Auf dem Neujahrsball waren Drnemann und Went mit ihr bekannt geworden, sie hatten eifrig mit ihr getanzt, und Fräulein Alberta, bie Generalstochter, befand sich in herrlicher Stimmung — kurzum, bie Herzen der beiben Studenten waren wie im Flug ihr zugefallen.
Bereits zwei Tage nach Neujahr wurden sie in die Pastorei eingeladen, hörten Musik von Brahms und Liszt und wurden von Fräulein Alberta ausgezeichnet behandelt, beide. Am Morgen des folgenden Tages, auf einem Weg über die beschneiten Felder, gestanden sie einander, daß fie die Generalstochter liebten und Darauf brannten, bald wieder mit ihr zusammenzukommen. Sie schüttelten
schiffe. Schwer beschädigt wurden 5 Schlachtschiffe, 2 Flugzeugträger, 10 Kreuzer, 6 Zerstörer und drei Spezialschiffe. Die Vereinigten Staaten haben also nahezudieHälfte ihrer Vorkriegs- stärke an Kriegsschiffen verloren, während man die Zahl der ums Leben gekommenen Offiziere und Mannschaften auf etwa 14 000 schätzt. Seit Kriegsbeginn wurden 64 britische, nordamerikanische oder niederländische Unterseeboote versenkt und mindestens 38 schwer beschädigt.
Diese schweren amerikanischen Kriegsschiffsverluste, die mit dem 8. Dezember 1941 bei Pearl Harbour begannen, haben die strategische Lage im Pazifik wesentlich verändert. Sämtliche amerikanischen Stützpunkte westlich Der Datumsgrenze, Darunter Die Philippinen, Guam unD Die Wake-Inseln, finD in japanische Hände gefallen und die Amerikaner auf der ganzen, mehr als 8000 km langen Front von Den Aleuten bis in Die australischen Gewässer, m Die Verteidigung gedrängt worden.
Trostlose Lage der Australier auf Neu-Guinea.
Lissabon, 24. Sept. (Europapreß.) Die Zustände an Der Front in Neu-Guinea beleuchtet em „Times"-Korrespondent nach Aussagen eines jungen australischen Arztes, Der mehrere Wochen Dort an Der Front war. Seine Batterie ging erstmals drei Meilen südlich von Kokoda ins Feuer. Die Truppe hatte keine Zelte, Die Kleider waren naß, und Die Nahrung bestand aus Zwieback, Dosenfleisch und Wasser. Man hatte Tee, konnte ihn aber nicht kochen, weil jedes Feuer Die' Stellung verraten hätte. Die Soldaten waren immer hungrig, Denn Die Vorräte reichten niemals aus. Sie mußten mit Hilfe von Trägern in tagelangem Marsch herbeigeschafft werben. Beim Nachschub stand Die Munition jedoch an erster Stelle, Dann kam Die Nahrung und schließlich die Medizin, Die noch knapper als Die Nahrungsmittel war. Auf Dem Verbandplatz, Den Der junge Arzt leitete, stand anfangs nicht einmal ein Zelt zur Verfügung. Der Krieg auf Neu-Guinea werde auf beiden Seiten mit größter Erbitterung geführt.
Churchill fordert rascheren Schiffsbau.
Stockholm, 23. Sept. (DNB.) Die Tonnagenot ist für die Briten so brennend geworden, daß Churchill selbst sich genötigt sah, persönlich auf einer Konferenz an tausend Vertreter Der
Aus der
Oie Aufgaben der Preffe im vierten Kriegsjahr.
Reichsminifter Dr. Goebbels sprach vor den Hauptschriftleitern Der Berliner sowie Den Berliner Vertretern Der übrigen deutschen Presse über Die Grundlagen ihrer Arbeit im vierten Kriegsjahr. Dr. Goebbels gab einen Einblick in Die Nachrichtenpolitik des Reiches und legte Dar, Daß Die vornehmste Aufgabe Des Schriftleiters Die akttve Teilnahme an Der geistigen Führung Der Öffentlichkeit im Sinne einer totalen Kriegführung sein müsse.
Oer Reichsgeschästsfiihrer des NS.-Lehrerbundes gefallen.
In treuer Pflichterfüllung starb Der Reichsge- schästsführer des NS.-Lehrerbundes, Heinrich Friedmann, Träger Des Goldenen Ehrenzeichens Der NSDAP., in Den schweren Kämpfen vor Stalingrad am 24. August 1942 Den HelDentoD. Sohn eines Hauptfehrers und selbst Lehrer, nahm er im Freikorps Epp an Den Kämpfen in München zur Niederringung Des Sparta- tiftenaufftanDes teil, lieber Den Deutsch-Völkischen Schutz- und Trutzbund kam er schon 1923 zur NSDAP, und war einer Der ersten Mitarbeiter Hans Schemms, Der ihm Den organisatorischen Aufbau Des NS.-Lehrerbundes übertrug. Gauleiter Wächtler beauftragte ihn mit Der Reichsführung des NS.-Lehrerbundes. Seine Berufung als Standartenführer in das Erziehungshauptamt Der obersten SA -Führung und seine Tätigkeit als Ratsherr Der Stadt Bayreuth lassen Die Wertschätzung feiner Persönlichkeit auch außerhalb des NS.- Lehrerbundes erkennen. Friedmann, Träger des Goldenen Ehrenzeichens Der Partei und ihrer bron-
Schiffsbaurndustrie einen bringenden Appell zum Bau neuer Schiffe zu richten. „Ohne Schiffe können wir nicht leben", sagte Churchill. „Wie benötigen DringenD jedes Schiff, das gebaut werden kann. Ich bitte Sie, Ihr Aeußerftes zu tun." Wie sehr Dieses Problem Den EnglänDern auf Den Nägeln brennt, geht Daraus hervor, daß auf Dieser Konferenz auch Arbeitsminister Bevin und Der Erste LorD Der Admiralität Alexander spra- chen und höhere Marineoffiziere anwesend waren.
Spaniens Außenpolitik.
Madrid, 23. Sept. (DNB.) Die spanische Presse erklärt zu der Regierungserklärung, daß Die Kon» tinuität Der Außenpolitik Die logische Verfolgung Der Ideale sei, für die Spanien 1936 in Den Bürgerkrieg ging unD für Die es auch weiterhin einzustehen bereit sei. „Jnformaciones" stellt fest, daß Spanien 1936 über kein ausreichenDes Heer verfügte und es daher mitten in Den Schlachten Des Bürgerkrieges erst ein Heer auf- bauen mußte. Diese teuer bezahlte Lehre zwinge zu einer Verbesserung und Intensivierung Der militärischen Vorbereitung. Die bittere Erfahrung des Bürgerkrieges, in Dem Spanien sich gegen Die Invasion des Kommunismus zvr Wehr fetzen mußte, habe eindeutig genug Den Wert eines starken nationalen Heeres unterstrichen. Die Zeitung „Madrid" stellt fest, Daß die Aufrechterhaltung der bisherigen außenpolitischen Linie und Die Intensivierung Der Kriegsvorbereitungen voneinander untrennbar seien, weil Das eine Das andere gewährleiste. „Alcazar" schreibt, man müsse bereit sein. Den Triumph eines Lebensprinzips zu vereiteln, das Der spanischen Lebensauffassung fundamental entgegengesetzt fei.
Oie Hauptstadt Madagaskars von britischen Truppen besetzt.
Stockholm, 24. Sept. (Europapreß.) Die britt- schen Truppen haben, 'wie in LonDon amtlich mitgeteilt wurDe, Die Hauptstadt von MaDagaskar, Tananarivo, besetzt. Die Ankunft Der britischen Truppen in Der Hauptstadt wurde von einem englischen Offizier über die Rundfunkstation Tananarivo bekanntgegeben. Tananarivo, Der Sitz Der französischen Kolonialverwaltung, liegt etwa 1400 m über Dem Meere unD 180« km von Der Hafenstadt Tamataoe entfernt im Innern Madagaskars. Sie ist mit 120 000 Einwohnern die bei weitem größte Siedelung der Insel.
»Reich.
denen, silbernen und goldenen Dienstauszeichnung sowie des Goldenen Ehrenzeichens 1923, Des Kriegs- verdienstkreuzes II. Klaffe 1914/18 und Der Sudeten- meDaille, nahm nach seinem Einsatz in Polen und Dem Westfsldzug zuletzt am OstfelDzug als Oberleutnant unD Bataillonsadjutant und ältester Offizier seines Regiments teil, erhielt nach tapferem Fronteinsatz Das E. K. II und wurde zum In- fanteriesturmabzeichen vorgeschlagen.
Kunst und Wissenschast.
„kohlhiesels Tochter" in Kärnten.
Am Ossiacher See in Kärnten begannen die Außen» aufnahmen zu Dem T o b i s - Fi l m „Kohlhiesels Töchter" unter Der Regie von Kurt Hoffmann. Die Hauptrolle, Die zur Stummfilmzeit von Henny Porten mit großem Erfolg gespielt wurDe, übernahm Heli Fink en zell er.
Edmund von Bords „Jlapoleon“-Opcr.
In Gera kam Die Oper /Napoleon" von Edmund von Borck zur Uraufführung. Dem Komponisten, Der 1906 geboren wurDe unD bisher vor' allem mit wuchtigen, stilistisch sehr fortschrittlichen Orchesterwerken Beachtung gefunDen hat, ist mit seinem ersten Bühnenwerk ein einDrucksvoller Wurf gelungen. Den Text schrieb er selbst nach Dem Drama von Grabbe, das vor allem die staatsmännisch-politische Sendung des Kaisers während der „hundert Tage" gestaltet. Diesen vorwiegend politischen Stoff hat Borck nach der Seite des Menschlichen hin erweitert, indem er einer Liebesgeschichte zwischen Hortense, der Stieftochter Napoleons und dem Grafen von Flahautt, Dem ADjutanten Des Kaisers, breiten Raum gibt. Auf Diese Weise ist aus Dem Grabbeschen Drama ein Opernbuch geworden, Das Gelegenheit zu großen Arien Des zentralen Charakter-Baritons, weiter zu einer Rache
einanDer die HänDe unD priesen sich glücklich, jeDer Den anDern, weil ihm Dieses hohe Erlebnis zuteil geworben war. Als sie nun mitten im lebhaften Gespräch eine Hügelschwelle überschritten, erscholl plötzlich über ihnen im klaren Morgenhimmel ein seltsames Knistern, und im gleichen Augenblick senkte sich ein silbern leuchtender Stern, fast so groß wie Der volle Mond, ziemlich rasch zur Erde nieder und war gefallen. Der Meteor hinterließ eine weißliche Rauchspur, die im windlosen Himmelsraum stehenblieb und ihn in zwei Hälften teilte.
urnemann fand zuerst die Sprache wieder. Er erklärte erregt: Wenn ich, Drnemann, Dieses Natur- schauspiel allein erlebt hätte, so würbe ich Das als einen Fingerzeig bes Himmels aufgefaßt haben, der mir sagte: Dir ist sie zugesprochen, geh unD erkläre Dich ihr, sie wirD dich nicht abweifen — Da wir es aber beide gleichzeitig erblickten, ist wieder alles im unklaren.
Went, Dem bei Diesen Worten des Freundes bewußt wurde, Daß ja, Donnerwetter, wirklich nur einer von ihnen diese Alberta bekommen werde (wenn überhaupt jemand sie bekam), erschrak und antwortete nicht. Sie standen eine Weile schweigend und betrachteten Die Rauchspur am Himmel, die sich zu verbreitern und zu krümmen begann. Als sie nach einiger Zeit ganz verschwunden war, fuhr Drnemann fort: Um zu entscheiden, wer sie haben soll, bleibt jetzt nur eine Möglichkeit.
Welche Das fei, fragte Went.
. Drnemann weiter: Derjenige von uns, welcher den Meteorstein findet, soll Das Glück haben, sich Alberta zu erklären; und er wird sie, bas gebe ber Himmel, auch erhalten.
Went mußte lachen. Er sagte: Dieser Meteorstein mar gewiß so groß wie ein Haus ober boch wie ein Zimmer, außerbem mag er in eine anbere Gemeinde ober Proviyz gefallen sein, unb man wirb ihn Dort längst gefunDen haben.
Drnemann, Der ein wenig Astronomie studiert hatte, bestritt das. Er behauptete, daß Der Meteor- stein nicht größer als eine Faust gewesen sei und demnach in unmittelbarer Nähe zur Erde gekommen sein müsse.
Went schüttelte den Kops unb konnte es nicht glauben. Dennoch erklärte er sich einverstanden, als Drnemann vorschlug, sie wollten Den Stein suchen. Sie hatten ja Ferien unD viel Zeit. Auch war der BoDen hart gefroren und mit frisch gefallenem Schnee beDetft, so Daß man ihn unbedingt auffinDen mußte, wenn er wirklich in Der Nähe
lag. Die Richtung hatten sich beiDe genau gemerkt. So machten sie sich auf unb streiften nach Dem Meteorstein übers Land. Went war darauf gefaßt, einen hohen, vom Himmel gefallenen Felsen zu entdecken. Drnemann blieb manchmal zurück und grub mit Den Stiefeln in Schneewehen. Sie kamen weit herum. Als es Dunkelte, kehrten sie ohne Ergebnis zwar, aber angeregt zum Dorf zurück.
Sie hatten verabreDet, von morgen ab sollte jeder auf eigene Faust suchen. Went wunderte sich von Tag zu Tag mehr. Daß er-Drnemann auf feiner Streife nie begegnete, vielleicht suchte er Doch in einer anDeren Gemeinde, Dachte er manchmal mit Herzklopfen upd sah in Die RunDe.
Am sechsten Tage fanD Went Den Stein am Rand eines Teiches, etwa zwei Kilometer von der Stelle entfernt, wo sie sein Fallen beobachtet hätten. Ganz offen lag er da. Went Durchfuhr es wie em Schlag, als er ihn erblickte. Er hob ihn auf. Der Stein war schwer, obwohl er nicht großer war als zwei Fäuste. Die Farbe dunkel, blau und violett. Natürlich war er längst abgekühlt, eiskalt.
Went spähte lange aus, um Drnemann zu entdecken.. Aber die Felder waren von Menschen leer. So, so, dachte er, nun habe ich den Glücksstein gefunden. Er eilte mit ihm dem Dorfe zu. Drnemann traf er nicht zu Hause. Die Angehörigen des Freun- z Des bestaunten Den Meteorstein und stritten über seine Herkunft.
Als Went ihn heimtrug, kam er an Der Pastorei vorüber. Drinnen tobte Die Musik. Einen Augenblick stanD er unschlüssig unD lauschte. Dann trat er ein. Er kam ins Musikzimmer, verbeugte sich und hielt den Stein hinterm Rücken. Alberta nickte ihm mitten im Spiel zu und hämmerte töeiter. Drnemann saß im Lehnstuhl und sog an einer Zigarette.
So ist das also, dachte Went und begann rot zu werden ...so ist Das, mein lieber Drnemann, du sitzst hier, und ich Esel suche sechs läge lang nach dem Stein.
Plötzlich brach Alberta mitten in der Musik mit einem milden Feuerschlag ab unb stand auf. Ihr Gesicht begann zu strahlen. Sie kam zu Went unb rief: „Endlich kommen Sie! Die ganze Woche sitzt ihr Freund bei mir unb kann mir nicht Auskunft geben, wo Sie stecken." „Ich habe für Sie einen Meteorstein gesucht", sagte Went leise. Er zeigte ihn jetzt vor. Sie nahm ihn in ihre Hände. Auch Drnemann kam gegangen. Du hast ihn gefunden?, sagte er und wurde blaß.


