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vrühlscheUniverfttStrdrmkerei B. Lange General-Anzeiger siir Oberhessen -iehen^Zchulftrahe 7-9
Das Geheimabkommen Lhurchill-Mololoiv.
Wie England Europa an den Bolschewismus verriet.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Der von Churchill und Molotow in London unterzeichnete britisch - sowjetische Pakt wurde der Oeffentlichkeit als harmloser Beistandspakt serviert, der nichts anderes bezwecke, als nach gewonnenem Krieg den europäischen Völkern eine glückliche Zukunft zu garantieren. Territoriale Veränderungen sollten sich aus diesem Kriege nicht ergeben. Beide, England wie die Sowjetunion, sind ja so harmlos, daß sie jeden nach seiner Fasson selig werden lassen wollen. Die Wölfe sind keine Wölfe, sondern sammetweiche, weiße Unschuldlämmer. „Göteborgs Morgonposten" veröffentlicht nun zu dem veröffentlichten Pakt einen sorgfältig behüteten G e h e i m v e r t r a g. Er ist das eigentliche K e r n st ü ck e der Londoner Abmachungen. Die wichtigsten sind demnach folgende:
1. Ein Anspruch der Sowjetunion auf Sicherheit und strategische Grenzen gegen Finnland, das Baltikum, Polen und Rumänien wird grundsätzlich anerkannt. Heber Iran wird eine besondere Abmachung getroffen.
terstützung von hohen Militär-, Marine- und Luftbehörden in Washington eine Reihe von Besprechungen fort, die am Freitag begannen. Das ihnen da- bei vor schweb ende Ziel ist bie/ Höchstkonzentrierung der verbündeten Kriegsmacht gegen den Feind zum frühesten Termin und die Angleichung und — soweit notwendig — weitere Abstimmung aller Maßnahmen, die seit einiger Zeit getroffen wurden, um die Kriegsanstrengungen der vereinigten Rationen weiter zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. Es ist natürlich unmöglich, einen Bericht über den Verlaus der Verhandlungen zu geben. Nichtamtliche Erklärungen können nur auf Annahmen begründet sein. Zwischen allen Beteiligten herrscht völliges Einverständnis und größte Harmonie bei der Behandlung der umfangreichen und schweren Aufgaben, die vor uns liegen. Eine Anzahl besonders hervortretender Einzelheiten, die nur schwer auf brieflichem Wege beizulegen sind, sind von den entsprechenden technischen Beamten nach Konsultation
mit dem Präsidenten und dem Premierminister geregelt word?n."
Weniger hat wohl noch nie in einer amtlichen Erklärung gestanden. Die Versicherung, daß es unmöglich sei, einen Bericht über die Besprechungen zu geben, war überflüssig. Churchill und Roosevelt brauchen gar nicht ihre Sorgen selbst bekanntzugeben, die Welt kennt sie auch so. Die Frage von der „Höchstkonzentrierung der verbündeten Kriegsmacht zum frühesten Termin"hat sie aber schon so oft gehört und hat schon so oft erfahren, wie es in Wirklichkeit aussieht, daß sie sich mit solcher Schaumschlägerei nicht mehr imponieren läßt.
Erklärungen von Präsident. Roosevelts Sekretär StephanEarly weisen erneut mit Nachdruck darauf hin, daß die Schiffsraumfrage die hauptsächliche Besprechungsgrundlage bildet. Roosevelt und Churchill werden mit den Admiralen King und Robinson, Sir Arthur Salter, Admiral Little, Ad- miral Darlings, den Admiralen Land, Vickery und Douglas sowie Beamten der Marinekommission beraten. Vickery ist stellvertretender Bevollmächtigter für den Schiffsneubau und beaufsichtigt das ganze Schiffsbauprogramm. Douglas ist stellvertretender Bevollmächtigter für die Schiffahrt im Kriege und Robinson Chef des Schiffahrtsbüros im Marine-
I departement.
2. Die meisten Gebiete, welche an die Sowjetunion grenzen, oder aber in ihrer Nähe liegen, darunter Finnland, bestimmte Teile Nord- Skandinaviens, die Tfchecho-Slowa- kei, Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien werden als sowjetische Interessensphäre anerkannt.
3. Als Schutz gegen künftige Angriffe durch die Achsenmächte erhält die Sowjetunion das Recht, Stützpunkte zu erwerben und Garnisonen zu errichten. Die Sowjetunion erhält Garantien für die freie Durchfahrt von der Ost - in die Nordsee und vom Schwarzen ins Mitte l m e e r.
4. In einem Zusatz zu Artikel 3b des Paktes, der „besondere" Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung neuer Angriffe vorsieht, erhält die Sowjetunion das Recht, zusammen mit Großbritannien die militärische und politische Kontrolle über Finnland, Deutschland, Ungarn, R u - n ä n i e n und Bulgarien auszuüben.
5. Beide vertragschließende Teile verpflichten sich dafür zu sorgen, daß das nationalsozialistische und das faschistische Regime, sowie die ähnlichen Regierungssysteme in ganz Europa liquidiert werden.
Außerdem wurde in" London ein Geheimabkommen über die militärischen Maßnahmen getroffen, die zur Errichtung einer „zweiten § r o n t" notwendig sind. Einzelheiten des Proto- kolls, das infolge seines rein militärischen Charakters absolut geheim ist, sind außerhalb des engsten Kreises nicht bekannt. In einem Kommentar schreibt „Göteborgs Morgonpost^n": „Wir dürfen darauf Hinweisen, daß die diplomatische,Quelle, von der wir diese Nachricht erhalten haben — sie ist selbstverständlich, wie es auch in dem Stockholmer Telegramm steht, weder deutsch, noch finnisch! — sich bei wiederholten früheren Gelegenheiten, bei denen wir in der Lage waren, die Angaben zu kontrollieren, als zuverlässig erwiesen hat. Wir haben deshalb nicht gezögert, das Telegramm zu veröffent- lichen."
Für ujis ist dieser Geheimvertrag keine Ueber- raschung; denn er bestätigt nur, was Molotow als Ziel Moskaus bereits dem Führer angedeutet hatte. Der Führer hat damals das Stalinfche Ausweitungsprogramm abgelehnt, während Cripps bereits um den Blutpreis Stalins verhandelte. Kaum ein Jahr später kamen Cripps und Stalin zu einer Vereinbarung, die jetzt in dem Geheimabkommen von Churchill und Molotow durch ihre Unterschriften ausdrücklich festgelegt wurde: Für die weiteren Kriegsanstrengungen der Bolschewisten verkauft England seinen Erstanspruch auf Europa. England ist damit einverstanden, daß die Sowjetunion ihre Grenzen so weit nach Westen vorschiebt, um den Balkan mit dem Bosporus, die baltischen Lander und Finnland mit „abgemessenen" Abrundungen sich einverleiben zu können. England ist auch mit der politischen Vorherrschaft der Bolschewisten in Europa einverstanden. ,
Deutschland und seinen Verbündeten kommt diese Enthüllung nicht unvorbereitet. Deutschland hatte diese nicht erst jetzt auf tauchenden Fragen seit langem erkannt. Es kämpft heute mit seinen Verbündeten für die Freiheit Europas. Die neutralen Staaten aber erhalten den handfesten Anschauungsunterricht über Wesen und Segen der „Demokratie , die den Krieg den autoritären Staaten erklärte, um für Europa die Tyrannei einzuhandeln. Dieser Gehelm- vertraq ist ein Gradmesser für die ernste Krise, in der sich England jetzt befindet. Churchill greift nach dem letzten Rettungsring in der Hoffnung, sich durch ihn noch, einige Zeit über Wasser halten ju können. Er liefert nicht nur seine einstigen Verbündeten an den Bolschewismus aus, er verrat ganz Europa an die bolschewistische Tyrannei. Ganz Europa kann aus diesem Geheimabkommen ersehen, was es dem Führer zu verdanken hat. als er Die Wahrung der Rechte der europäischen Volker m die Hand nahm. Seine Erkenntnis, daß ^rBol^chewis- mu5 die Lebensgefahr für alle europäischen Staaten fein würde, haben Churchill und Stalin mit ihrem Geheimabkommen bestätigt. Es wird gottlob nch dazu kommen, daß dieser Gcheimvertrag lemals den Wert eines politischen Dokuments erhalt Die Waffen der Achsenmächte und ihrer Verbündeten werden dafijr sorgen, daß diese Phantasien elnerAu^- äeburt des Wahnsinns und Hasses auf dem Papier bleiben werden. Die Antwort des Schwertes wird diese finsteren Pläne zunichte nlachen.
Eine lahme Verlautbarung.
Berlin. 23.3imi. (DNB) Ueber ihre B-lpre- chungen veröffentlichen Churchill und Roosevelt e Kommunique, das folgenden Wortlaut hat. „ Präsident und der Premiermimster setzen mit u
D ritäeberfltr und Faulenzer werden nicht geduldet
Oer Gauleiter sprach auf einem Betnebsappell in Ingelheim a. Rh.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am.Dienstagnachmiftag in Ingelheim a. Rh. vor mehr als 1000 GefolgfchaftsMit'gliedern eines Betriebes über die Bedeutung des Arbeitseinsatzes der Heimat im Freiheitskampf des deutschen Volkes. Jeder einzelne in der Heimat habe zu jeder Stunde daran zu denken, daß zur gleichen Zeit, da er vielleicht glaubt, mit dieser oder jener Unbequemlichkeit nicht fertig werden zu können, Hunderttausende an allen Fronten bereit sind, das Letzte herzugeben. Mit dem Wissen um die Vernichtungsabsicht unserer Gegner und dem Blick auf die opfernde Front müsse jeder heute erkennen, daß es nicht um die Sicherstellung dieser oder jener Bequemlichkeit, sondern um das Leben jedes einzelnen schlechthin gehe. Alle in der Heimat getroffenen organisatorischen Maßnahmen seien daher allein in den Notwendigkeiten unseres Kampfes begründet. Unter dieser Forderung behandelte die Rede den Sinn aller Verteilungsmaßnahmen, der allein in der Sicherstellung des Gerechtigkeitsprinz i p e s zu erblicken ist.
Eingehend befaßte sich der Gauleiter dann mit der Bedeutung des Arbeitseinsatzes. Er sprach an dieser Stelle allen Schaffenden des Gaues die Anerkennung für ihre unermüdliche, sich ständig steigernde Leistung aus und betonte hierbei, daß mit dieser Entwicklung allen vom Nationalsozialismus geschaffenen sozialpolitischen Maßnahmen, und hier vor allem der Gesundheitsbetreuung der Arbeitskraft ein besonders verantwortungsvolles Aufgabengebiet zufalle. Jeder Schaffende habe die Verpflichtung, feine Arbeitskraft zu erhalten und werde dort, wo sie durch Krankheit auszufallen drohe, von der betriebsärztlichen Fürsorge sowie durch das
Reichserholungswcrk der DAF. helfend betreut. Unmißverständlich rechnete der Gauleiter dann jedoch mit jener Minderheit ab, die unter Vorgabe von gesundheitlichen Beschwerden soziale Einrichtungen zu mißbrauchen versuche. Diese Unmoral einer gewissenlosen Drückebergerei, die sich unter Ausnutzung von Einrichtungen der Gemeinschaft der Verpflichtung gegenüber unserer gemeinsamen Aufgabe zu entziehen versuche^. und die oftmals leider auch ärztliche Unterstützung erfuhr, so führte der Gauleiter aus, werde restlos ausgetilgt werden. Als Bevollmächtigter des Arbeitseinsatzes habe er zu diesem Zweck besondere ärztliche Kommissionen aufgestellt, die überall dort, wo es angebracht erscheint, mit unbestechlichem Urteil derartige Mißstände a b st e 11 e n werden.
Unter dem zustimmenden Beifall der Versammelten zeigte der (Bauleiter an diesem und weiteren Beispielen die ganze Verächtlichkeit jener Unverbesserlichen, deren Egoismus nur durch strenge Gesetze und noch strengere Strafen zu brechen ist. In einem Kampf, in dem die deutsche Volksgemeinschaft um ihr Leben ringt, werde sie nicht zulassen, daß einzelne Außenseiter faulenzen oder aber durch schmutzige Geschäfte an der Rot dieser Zeit verdienen. Auf die ordentliche Haltung und saubere Gesinnung der überwältigenden Mehrheit unseres Volkes hinweisend, behandelte der (Bauleiter zum Schluß nochmals die intakte deutsche Volksgemeinschaft als die wesentliche Voraussetzung unseres Sieges. Dieser Sieg werde durch bessere Moral, den größeren Fleiß und die überlegene Tapferkeit der jungen Völker gewonnen, fallen aber werde alles, was auf ihre Kosten und durch ihren Schweiß ein Schmarotzerdasein aufbauen wollte.
Kurze Rast vor -em Sturm auf Tobruk.
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Eine der erfterf Ausnahmen von den Kämpfen um die Festung Tobruk zeigt vorgehende Infanterie, die bis zur Niederkämpfung feindlichen Widerstandes durch die schweren Waffen einen kurzen Hast eingelegt hat. — (PK.-Kr ie gsberichter Moosmuller. fSch.j)
Aiilee zum Fall von Tobruk.
Stockholm, 23. Juni. (Europapreß.) Die heutigen Erklärungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten Attlee vor dem Unterhaus hatten offenbar nur den einen Zweck, die durch die schwere britische Niederlage in Tobruk ausgelöste heftige Erregung der öffentlichen Meinung zu beschwichtigen. Attlee bezeichnete den Verlust von £obrut als einen schweren und unerwarteten Schlag; die Situation sei schwierig. Die Operationen der deutschen und italienischen Truppen hätten am Samstagmorgen mit einem heftigen Luftangriff.begonnen. Die Infanterie habe die erste Bresche in das Verteidigungswerk geschlagen, der die feindlichen Tanks gefolgt feien. In den darauffolgenden Kämpfen hätten die britischen Truppen sehr schwere Panzerverluste gehabt. Die große Parlamentsdebatte über die Ursachen der Niederlage in Libyen findet in beiden Häusern des Parlaments in der nächsten Woche statt.
Warum Rommel siegte.
Zürich, 23. Juni. (Europapreß.) Der znilitä- rische Mitarbeiter der „Baseler Nationalzeitung" schreibt: Rommel habe gesiegt, weil Lr nie ein Risiko scheue, stets angreife, um) wenn Teile seiner Streitkräfte eine Schlappe erlitten, erst recht mit dem Rest angreife. Er werde unterstützt von
einer Truppe, welche —individuell ausgebildet —, jeden Vorteil des Geländes, jede Möglichkett einer kleinen Umfassung, eines kleinen Vorteils über den Gegner auszunützen versteht. Eine so gewonnene Schlacht zeige, daß die Sieger soldatisch den Besiegten überlegen gewesen sei, und zwar sowohl in der Führung, als auch in der Ausführung.
In Afrika wurden jetzt auch schwerste amerikanische Kampfwagen der hier gezeigten Art erbeutet. (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Zwilling. fSchj)
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Oie technische Ausrüstung.
An dem Erfolg von Tobruk ist auch die Heimat« front, die Gesamtheit aller Arbeiter der Stirn und Faust beteiligt, die ein schlagkräftiges Kriegsgerät hergestellt haben. Es wäre undankbar, das nicht zu sagen, wenn der Feind selbst den Vorrang der deutschen. Werkarbeit, wenn auch widerwillig, anerkennen muß. Die argentinische Zeitung „Nacion" bringt eine Vielzahl von Meldungen aus Washington, in denen es heißt: „Der deutsche Tank M. 4 ist gegenüber dem nordamerikanischen Tank 'vom Muster..General Grant" weit moderner und besser. Auch die englischen Panzerwagen konnten den deutschen 88-Milluneter-Paks nicht standhaften." Die Londoner „Sunday Times" hebt die zahlenmäßige Unterlegenheit an amerikanischen Panzern vom Typ „General Grant" hervor, vor allem aber die Unterlegenheit an Panzerabwehrgeschützen und spricht ausdrücklich von der unterlegenen Qualität der englischen Sturzkampfflugzeuge und dem Mangel an einer wirksamen Flakartillerie. Das Londoner Blatt führt die Katastrophe des Generals Ritchie geradezu auf die materielle Unterlegenheit zurück: „Ritchie als Kenner dieser schlechten Kampfbedingungen, hat sich zurückgezogen und bewiesen, daß er gewußt habe, was zu tun sei."
Nichts liegt uns ferner, als in dem Streit der Engländer über die Ursachen ihrer, Katastrophe Stellung zu nehmen. Die einen sagen, Ritchie sei unfähig gewesen, die anderen behaupten, seine Ausrüstung sei zahlen- und gütemäßig unterlegen gewesen. Vorher fangen sie in allen Tonarten das Lob der großen englischen und amerikanischen Lieferungen.
Uns kann es recht sein. Wir wollen'nie vergessen, daß jetzt im Krieg die Grundlagen für die Geltung der deutschen Werkarbeit im kommenden Frieden gelegt werden. Der gewaltige Aufschwung Deutschlands, die ungeheure Entfesselung seiner werktätigen Kräfte nach dem Krieg von 1870/71 ist kein Zufall, sondern die Frucht dieses Krieges gewesen' Darum ist es so wichtig, daß sich die Engländer jetzt auf der Flucht vor der militärischen Blamage das Armutszeugnis einer schlechten technischen Leistungsfähigkeit sowohl dem Umfang wie der Güte nach ausstellen. Die Amerikaner haben dafür eine feine- Nase. Sie wissen, was es bedeutet, daß ihr alter industrieller Wettbewerber die Blamage der mangelnden industriellen Leistungsfähigkeit zuaidt, um die militärisch-politische Blamage zu entschuldigen. Der englische Nachrichtendienst sagt in einer Sendung für die Vereinigten Staaten: „Unsere Panzer und Geschütze sind denen des Feindes nicht gleichwertig. Wir wollen durch diese klare Darstellung den amerikanischen Hörern klarmachen, daß die englische Oeffentlichkeit nicht im geringsten selbstzufrieden oder behaglich die Niederlage in Libyen aufgenommen hat. England hat so große Verpflichtungen gegenüber der Sowjetunion, in Indien, China, durch die Schlacht auf dem Atlantik und durch die Bombenangriffe auf Deutschland, daß unser Volk von 40 Millionen einfach nicht in der Lage gewesen ist, genügend Material für die Verteidigung Tobruks zur Verfügung zu stellen."
Hier beweist der englische-Nachrichtendienst mehr, als zu beweisen war. Schon die verunglückte britische Libyen-Offensive vom November bis Januar war dadurch gespeist, daß die amerikanische Rüstungsindustrie zwei Drittel ihrer Erzeugung nach Aegypten lieferte. Kairo wimmelt auch jetzt von technischen Kommissionen aus den USA., die in Libyen die Wirkung und Leistung chres Kriegsmaterials am lebenden Objekt studieren wollten. Zu diesem Studium sind sie ja nun gekommen! Aber auch die Kriegstechniker des deutschen Afrikakorps hatten auf dem Wüstenweg von Bir Hacheim über Tobruk bis zur ägyptischen Grenze an der Fülle des Beute- Materials, das den Engländern — angeblich — gefehlt hat, eine Gelegenheit für Studien. Dr. Ho.
Erwin Kraus Korpsführer des NGKK.
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Berlin, 23. 3uni. (DNB.) Der Führer hat den bisherigen NSKK.-Obergruppenführer Erwin Kraus als Nachfolger des verstorbenen Korps- führers Hühnlein zum Korpsführer des NSKK. ernannt — (Bild: Preffe-Hoff mann- Sch.)
Korpsführer Erwin Kraus, geboren am 26. Mai 1894 in Karlsruhe, studierte nach dem Besuch des dortigen Realgymnasiums an der Technischen Hochschule Maschinenbau. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges trat er als Freiwilliger bei der Infanterie ein und nahm an den Kämpfen bei Lange- marck und Ppern teil. Als Leutnant d. R. schwer verwundet, meldete er sich — kaum genesen — zur


