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24.3.1942
 
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Dienstag, 24. März 1942

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(92. Jahrgang Nr. 70 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen *k:sss"":

Der Ll-Boot-Einsah an der LlSA-Küste

einen von Alexandria kommenden britischen Geleitzug an. Einige wenige größere Fracht- dampfer wurden von mehreren Ilotteneinheiten ge­sichert. Aus dem außerordentlich starken Degleit- schuh ließen sich Rückschlüsse aus eine besonders wertvolle und dringende Fracht der

Offensive in Libyen, die wahrhaftig groß genug angelegt worden war, zurückschlagen konnte, beweist, wie empfindlich die langanhaltenden deutsch-ita­lienischen Luftangriffe die Offensivkraft Maltas geschwächt haben.

nicht regelmäßig ein träfen und häufig genug verlorengingen. Das gelte um so mehrmals es für die USA. jetzt kaum mehr eine andere Roh­stoffquelle gebe als Südamerika. Eine pan­amerikanische Autostraße entlaste den vor allen Dingen in der Karibischen See durch U-Boote stark gefährdeten Schiffsverkehr mit Südamerika. Außerdem komme einer solchen Autobahn eine be­sondere strategische Rolle in bezug auf den Panama- Kanal zu. Denn auch die Panama-Garnison müsse bis jetzt noch auf dem Wasserweg ver­pflegt werden, da dichter Dschungel jede Land­verbindung unmöglich mache.

Erfolgreicher Lustangriff aus britischen Geleitzug im Mittelmeer

Transporter ziehen. Die Angriffe der Kampfflug­zeuge richteten sich deshalb besonders gegen die Handelsschiffe. Troß heftigen Flakfeuers der briti­schen Kreuzer und Zerstörer, deren Geschütze eine Sperre über den Geleitzug legten, drangen die Flugzeuge über die Mitte des Geleitzuges vor und trafen die Frachter mit Bomben schwerer Kaliber. Ein Schiff von 6000 BRT. erhielt einen Volltreffer auf das Achterdeck. Rach den Detona­tionen der schweren Bomben wurden drei heftige Explosionen mit starker Rauchentwicklung beob­achtet. bevor der Frachter im Meer versank. Lin weiterer Frachter von 5000 BRT. erhielt durch Bombentreffer so schwere Beschädigungen, daß er unter dunkler Rauchwolke mit Schlagseite liegen blieb. Später wurde beobachtet, daß sich ein Zer­störer dem schwer angeschlagenen Frachtschiff näherte, um ihm Hilfe zu leisten. Ein dritter Frachter gleicher Größe st 0 p p t e nach Bombeneinschlägen unmittel­bar mittschiffs an der Bordwand. Trotz heftigen Abwehrfeuers durch schwere und leichte Flak gelang es den britischen Kreuzern und Zerstörern nicht, die wertvolle Fracht des Handelsdampfers vor der Ver­nichtung zu schützen.

Bomben auf Matta.

Mstoffbewirischastung und industrielle Ferligung

Von Hermann von Hanneken, General-Unterstaatssekretär imReichswirtschaftsministeriurn.

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bei, daß andere Mächte an dieser nördlichen, Uber Schweden führenden Route der westöstlichen Trans- kontinentalveMndung ein nicht geringeres Interesse hatten, des dem des schwedischen Volkes diametral entgegenstand. Diese fremden Interessen nagten rm- wer stärker die schwedische Pfeilerstellung an, wobei man in Schweden allerdings die verborgene Absicht, diesen Pfeiler zum gegebenen Zeitpunkt zum Ein­sturz bringen zu können, nicht sah oder in echter Vogel-Strauß-Politik nicht erkennen wollte. Es i|t jetzt Nicht der Zeitpunkt, eine Diskussion über die tieferen Ursachen dieser Haltung Schwedens zu er­öffnen. Das wird einmal die Geschichtsschreibung tun, die den Ursachen aller Regungen und Bewe­gungen im Völkergeschehen nachspürt.

Was aber jetzt 'schon sachlich festgestellt werden kann, ist die Tatsache, daß die Arbeit an der Unter­minierung Schwedens bereits soweit fortgeschritten ist, daß man im Lande selbst entgegen der bisheri­gen Gewohnheit immer lauter und offener davon zu sprechen beginnt. Jetzt erheben jene warnend ihre Stimme, die bisher auf Warnungen von außen nur taube Ohren hatten. Plötzlich sieht man mt Lande eine bolschewistische Gefahr, die nicht etwa erst an einem fernen Horizont aussteigt, sondern sich auf den verschiedensten Gebieten schon recht drastisch bemerkbar macht. Wenn man ernst geglaubt hatte, diese Gefahr mit äußerlichen Ver­botsmaßnahmen dannen zu können, so hatte man dabei nicht mit jenen Methoden der Komintern ge­rechnet, die die unterirdische Zersetzung einem öffent­lichen Auftreten immer und überall vorziehen und auch in Schweden von Anfang an diesen Weg be­schritten haben. Man sah in den in der Arbeiter­schaft und in den Reihen der sozialdemokratischen Partei auftretenden kommunistischen Agitatoren nur Hitzköpfe und Einzelgänger und glaubte, daß die schwedischen Traditionen ein genügender Schutzwall gegen ste sein würden. Aber diese Agitatoren waren in Wirklichkeit Agenten, die ihre Weisungen aus Moskau bekamen und noch einem ganz bestimmten Plan arbeiteten. Die Früchte dieser jahrelangen Ar­beit werden nun sichtbar und jetzt auf einmal geht ein Gruseln über die haut der schwedischen Burger, wenn ste sehen, daß der Bolschewismus immer mehr und immer wichtigere Positionen erobert, die die Plattform für die weitere, nunmehr aber bereits an die Oeffenttichkeit tretende Arbeit bilden.

Als in der jüngsten Zeit in einer Reihe von Fabrikklubs" die Wahl von Vorständen stattfand, wurde hierbei eine große Zahl von ausgesprochenen Kommunisten gewählt, die damit plötzlich die Macht über die Fabrikbelegschaften in die Hände bekamen.

Ernster für die Oeffenttichkeit sind schon die Stimmen, die in der bürgerlichen Presse immer lauter und häufiger werden und aus denen eine große Besorgnis über die kommende Entwicklung spricht.Aftönbladet",Rya Dagligt Allehanda", Dagens Ryheter" brachten wiederholt Enthüllungen über die Tätiokeit der bolschewistischen Agenten und ihre bisherigen Erfolge. Die Oeffenttichkeit kann an diesen Dingen nun nicht mehr mit jener traum­wandlerischen Selbstsicherheit vorübergehen, mit der man so lange der bedrohlichen Entwicklung zuge­sehen hat. Man sieht jetzt deutlich, wie sich das kom­munistische Geschwür immer weiter ausbreitet, wie es den schwedischen Volkskörper anfrißt und eine erfolgreiche und rechtzeitige Gegenwehr immer schwieriger macht.

Trotz dieser immer lauter werdenden Warnungen fehlt der Mut zu entscheidenden Operationen. So bleibt es bei den Feststellungen, daß die Bolsche­wisten heute in Schweden bereits über zwölf Tages­zeitungen und eine ganze Anzahl von Zeitschriften verfügen. Es bleibt bei den Enthüllungen, daß die schwedischen Kommunisten unter der Leitung von Agenten, die in Moskau ausgebildet wurden, regel­recht zum Heckenschützenkrieg erzogen werden und das Organ des kommunistischen Iugendverbandes, Stormklockar", diese Heckenschützentätigkeit ganz öffenttich verherrlicht. Es bleibt auch bei den beson­ders bedenklichen Hinweisen, daß die kommunistische Wühlarbeit auch innerhalb des schwedischen Militär­verteidigungswesens gerade in der jüngsten Zelt wesentliche Fortschritte macht.

Diese ganze, in der längsten Zeit besonders lebhaft gewordene Erörterung der bolschewistischen Zer­setzungsarbeit in Schweden ist ein Zeichen der Zelt. Das große weltanschauliche Ringen, die Umwertung aller politischen und ethischen Werte in Europa macht an den Grenzen Schwedens nicht mehr Halt. Allerdings sind es erst die zersetzenden und negat,. Den Elemente des gigantischen Schicksalsringens, die sich zeigen. Eine Gegenfront, die kräftig genug wäre zum Gegenstoß, ist in Schweden nicht vor- banden. Wird der Pfeiler, auf den man so fest uno sicher vertraute, auch in der Zukunft halten? Dies ist die große Frage, vor die das schwedische Volk in dieser Zeit gestellt wird und mit der es sich wird beschäftigen müssen, auch wenn man sonst gegen­über der zwangsläufigen Entwicklung im übrigen Europa noch so gerne die verhängnisvolle Vogel« Strauß-Polittt weiter betreiben möchte.

Diese umfangreichen und gewaltigen Abwehrmaß­nahmen erklären die Dauer der pausenlosen An­griffe die die deutsche und italienische Luftwaffe aus Malta unternehmen. Der große Erfolg ist doppelter Art. Einmal wird der Nachschub für das deutsche A f r i k a k 0 r p s und bte ttallemfchen Truppen in Libyen gesichert und außerdem ist es den Engländern feit dem vorigen Spätherbst sehr erschwert, Geleitzüge durch das Mittelmeer nach Aegypten und Vordersten 5U bringen. Bei verschiedenen solcher Versuche haben sie sich kräftige Schläge geholt. Einige Entfernungsangaben mögen veranschaulichen, was diese Entmachtung Maltas bedeutet: Die Jnselfestung liegt knappe 120 Kilo­meter von Sizilien, 350 Kilometer von Tripolis und 700 Kilometer von Bengasi entfernt. In dieser Nordsüdrichtung wirkt sie a l s S p e r r e gegen di Achse In der Westostrichtung, wo sie a l s Eta p p e für die Engländer fungierte, ist sie von Gibraltar 1900 von Alexandrien 1600 und vom Suezkanal etwa 1800 Kilometer entfernt. Ur- n°-

Oie Störung

-es LtGA.-Schiffsverkehrs.

Stockholm, 24. März. (DNB.) Die deutschen Unterseebootsangriffe auf die amerikanische Schiff­fahrt in der Karibischen See, so schreibtNew Bork World Telegram", hätte in ganz Amerika das Bewußtsein erweckt, daß eine panamerika­nische Autostraße, die sämtliche amerika­nischen Staaten miteinander verbinde, sehr wichtig fein würde. Denn in den USA. spüre man es all­mählich, was es für einen Kriegsapparat bedeute, wenn Rohstoffe und sonstige kriegswichttge Dinge

I.

Der siegreiche Ausgang unserer bisherigen Feld- , züge hat im Laufe zweier Kriegsjahre auf dem europäischen Kontinent einen Großwirtfchafts- raum entstehen lassen, der sich von dem Innern Rußlands bis an den Atlantischen Ozean, vom Nörd­lichen Eismeer bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Bei der starken wirtschaftlichen Verflechtung, die die Länder Europas vor dem Krieg mit England und den Wirtschaftsgebieten in Uebersee verband, und bei dem Tempo, mit dem die Lösung dieser Be­ziehungen erfolgen mußte, bedeutet dieser Groß­wirtschaftsraum einerseits für die meisten dieser Länder eine Revolutionierung ihres gesamten wirt- chaftlichen Lebens, anderseits für das Reich als Zentralgebiet des neuen Wirtschaftsraumes eine organisatorischeAufgabe ungeheuren Aus­maßes, wie sie in der neueren Wirtschaftsgeschichte bisher noch' nicht gestellt worden ist. handelt es sich doch um nicht weniger als eine völlig neue Ein­ordnung aller wirtschaftlichen Kräfte und Leistun­gen dieser Länder im Sinne einer neuen europäischen Arbeitsteilung und Zusammenarbeit.

Es ist verständlich, wenn durch J?iefe Ausweitung unseres Wirtschaftsraumes der Gedanke der weit­ausholenden Wirtschaftsplanung überall lebhaft er­örtert wird und dabei die vielfältigen Perspektiven, die sich aus der europäischen Zusammenarbeit er­geben, manchmal auf sehr weite Sicht verfolgt wer­den. Es ist aber notwendig, über diesen Betrach­tungen auf lange Sicht nicht den Ernst der Aufgabe zu vernachlässigen, die dem europäischen Wirtschafts­raum vom Augenblick seiner Entstehung an als drin­gendste und nächstliegende gestellt ist: die Schaffung der wirtschaftlichen Voraussetzungen für die siegreiche Beendigung des Krieges. Ausgangspunkt aller Verlegungen und Planungen muß also immer wieder der Kriegsbedarf unserer und der verbünde­ten Wehrmacht sein. Von hier aus werden Ausmaß, Tempo und Dringlichkeitserfolge all der Umstel­lungsmaßnahmen bestimmt, die im europäischen Raum erforderlich geworden sind und noch werden. Will man aber den Blick über dieses oberste Ziel hinausschweifen lassen, so steht eins fest: ein Wirt­schaftsraum, der den harten Notwendigkeiten einer mehrjährigen Kriegführung gerecht geworden ist und damit gleich zu Anfang seines Bestehens seine höchste Bewährungsprobe abgelegt hat, bietet auch alle Voraussetzungen für die Bewältigung der künf­tigen großen Aufgaben, wie immer diese Aufgaben geartet sein mögen.

Insel der Salomon-Grupye besetzt.

Tokio 24 März. (DNB.) Japanische Soldaten landeten aus der Insel Buka, der nördlichsten Insel der Salomon-Gruppe. Die Insel rouröe voll- ständig besetzt. Es handelt sich um eine klemere Insel, die Bougainville, der chauptinsel der Salo mon>Jns-ln, nördlich vorgelagert ist. Di- Salomon- Gruppe liegt östlich von Neuguinea und zahlt etwa 90 000 Einwohner aus 30 000 Quadratkilometer I°- doch nur etwa 500 Weihe. Der Ä-uptort ist Tulagi.

Schweden reibt sich die Augen

Von unserem St.-Berichterstatter.

arbeiter jetzt ein Rundschreiben herausgibt, in dem die Uebertragung von Vertrauensposten an Kom­munisten in dieser Gewerkschaft verboten wird. Es wirkt auch nicht überzeugend, wenn das Hauptblatt der schwedischen Sozialdemokratie nun auf einmal gegen diese sichtbar werdende Bolschewisierung der Arbeiterschaft Sturm läuft; da man darin doch nur die Angst vor dem Verlust von weiteren Machtposi­tionen innerhalb der Arbeiterschaft erblickt.

Berlin, 23. IHfitj. (DNB.) wie dos vkw. mil-l geheurer Flug ze ugtrage rund als Stützpunkt

Das war nicht ganz leicht, denn Malta bietet un­gemein günstige Schutzgelegenheiten für Augzeuge und U-Boote. Die Insel ist zwar nur klein. Ihre Oberfläche macht nur ein reichliches Viertel der Fläche unserer bekannten Ostseeinsel Rügen aus. Aber Malta hat eine vielgeglieberte Steilküste, die im Verein mit den sehr ausgedehnten künstlichen Befestigungen ausgezeichnete Schl u P f - winkel für U-Boote bildet. Das Kalkgeftem, aus dem die Insel im wesentlichen besteht, hat die Neigung aller Kalkgebirge zur hohlenbil- dung. Diese natürlichen höhlen waren schon dem alten Homer wohlbekannt. Die Engländer ver­suchen, sie jetzt als Lagerräume oder als/unter­irdische Flugzeughallen auszunützen. Außerdem haben sie unter scharfer Einschränkung der Nutzfläche alle halbwegs ebenen Gebiete auf der Insel tn Flugplätze umgewaiidelt, die untereinanber durch ein Schmalspurbahnnetz oerbunben sind.

Der Rüstungs- unb Ausstattungsbebarf eines Millionenheeres ist nicht nur auf Grund feines Volumens unb seiner ungeheuren Vielfältigkeit, son- bern auch auf Grund seiner stets wechselnden Zu- ammensetzung der unbedingte Diktator seines wirt- chaftlichen Hinterlundes. Die Fertigungsprogramme müssen sich ständig der Eigenart des Gegners, des Geländes, der Jahreszeit anpaffen, und zwar schnell anpassen, weil von dem rechtzeitigen Vorhandensein der nötigen Waffen die Schlagkraft der bewaffneten Macht in hohem Maße abhängt. So nimmt der Rüstungs- und Ausstattungsbebarf naturgemäß zu­nächst den Sektor der industriellen Ferti­gung in Anspruch, um bann durch das kompli­zierte Gefüge der Vor- und Unterlieferungen feine Forderungen an den R o h st o f f s e k t o r zu rich­ten. Rohstoffversorgung unb industrielle Fertigung bilden somit die wichtigsten wirtschaftlichen Grund­lagen der modernen Kriegführung, unb es ist eine der ersten Aufgaben der Wirtschaftsführung, beide Sektoren leistungsmäßia in Einklang zu halten und ihren Ausbau in wohlabgestimmten Proportionen vorzunehmen. Der europäische Wirtschaftsraum hat also in erster Linie die Ausgabe, alle wirtschaftlichen Kräfte, Leistungen und Kapazitäten dieses Raumes so zu entwickeln, daß der durch die Kriegführung bedingte Rüstungs- und Ausstattungsbebarf rohstoff- und fertigungsmäßig erfüllt werden kann.

Wenn wir unter diesem Gesichtspunkt die bis­herige Entwicklung der europäischen Zusammen­arbeit betrachten, so ist es erstaunlich, was im Laufe von zwei Jahren geleistet worden ist. Wenn auch die einzelnen Glieder des europäischen Wirt- schastsraums, die ja nicht gleichzeitig, sondern nach und nach Teile der neuen Wirtschaftseinheit gewor­den sind, entsprechend dieser zeitlichen Reihenfolge und den natürlichen Gegebenheiten ihres Landes in verschiedenem Ausmaß an der Losung der großen Aufgabe beteiligt find man denke etwa an Nor­wegen, das seit dem Frühjahr 1940 wirtschaftlich mit uns verbunden ist, und im Gegensatz hierzu an die besetzten russischen Gebiete, in denen vielfach die Erschließungsarbeiten jetzt erst anlaufen, so kön­nen wir doch heute mit Stolz die Tatsache verzeich­nen, daß die wirtschaftliche Kraft saft des gan­zen europäischen Kontinents mit einer Bevölkerung von rund 350 Millionen in planmäßi­ger Zusammenarbeit unb sinnvoller Arbeitsteilung die Waffen schmiedet, die unsere Front braucht. Wenn im Kampf gegen den Bolschewismus heute italienische, finnische, ungarische, rumänische, spa­nische, kroatische, französische, niederländische, nor»

Schweden nannte sich einmal stolz Pen tragenden nördlichen Pfeiler der Kontinentalbrücke, die den Osten Europas mit dem Westen verbindet. Man glaubte im Lande, eigener Herr über diesen Pfeiler zu fein und den Weg über diesen Brückenteil stets so regulieren zu können, wie es den eigenen Inter- besten nützte. Allerdings übersah man da -

Seit einer erklecklichen Zahl von Wochen lesen wir im Wehrmachtbericht immer Sätze wie:Bei wirk­samen Tagesangriffen deutscher Kampf Wrtrafte auf feindliche Schiffe und militärische Anlagen des Hafens Valetta auf der Insel Malta wurden zwei britische U-Boote beschädigt." (6. Februar.) Oder^ Die bei Tag unb Nacht fortgesetzte Bombardierung von Flugplätzen ber Insel Malta verursachte hefttge Bränbe unb Explosionen." (19. März.)

Dieser fast pausenlose, oft rollende Zusatz ber deutschen Luftwaffe hat ein klares Ziel: Die O s f e n- fiü traft ber Jnselfestung Malta überhaupt aus- zuheben unb ihre D e s e n s i v k r a f t weitgehend zu schwächen. Unter Offensivkraft bte Fähig­keit zu verstehen, mit Flugzeugen, U^aoten unb auch großen Ueberfeeftreitträften b e n N a ch sch u v nach Libyen zu stören. Malta hat einen Funk- tionswandel seiner Offensivbebeutung erfahren, -ois in ben Frühling 1941 hinein mar es vor allem Stützpunkt unb Ausrüstungszentrum für «rohe K a m p f f ch i f f e ber englischen Manne. Das hat ganz aufgehört. Großkampfschiffe fmbr,.!ne Malta im Höchstmaße luftgefährdet. Um Jo starker ent- wickelte sich seine Bebeutüng als ein einziger, un*

Unsere Unterseeboote haben innerhalb von 58 Tagen an der norbamerikanischen, der kanadischen und mittelamerikanischen Küste, im Karibischen Meer unb an ber mittelafrikanischen Küste sowie im JJtittel» atlantik 151 feindliche Handelsschiffe, Darunter 58 Tanker, mit insgesamt 1,029 Millionen BRT. ver­senkt. Die Versenkung dieser Schisse ist in unserer Karte anschaulich bargestellt. (Scherl-Bilberbienst-M.)