Gebielsvergleichskampf im Turnen in Gießen
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Der Reichsstatthaller in Hessen — Landesregie« rung — erläßt eine Polizeiverordnung zum Schutze des Wildes, wonach ab sofort das freie Urnher- laufenlasfen der Hunde bei Geld-oder Haftstrafe verboten ist. Außerhalb eingefriedigter Besitzungen sind Hunde an der Leine zu führen. Dieses Verbot tritt am 1. April 1942 wieder außer Kraft.
Iahresrückschau des VHC. Gießen.
Der DHL. Gießen hielt am Sonntag im Vereinslokal Hotel Hopfeld seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde der Gefallenen und Verstorbenen gedacht. Dem Bericht des Vorstandes war zu entnehmen, daß die Kassenoerhältnisse geordnet sind, die Mitgliederzahl gehalten werden konnte und die Pflege des Heimatgedankens trotz des Krieges nicht zurückgegangen ist. Die Monatsoersammlungen und Wanderungen fanden regelmäßig statt. Die Beteiligung an den Wanderungen war sehr gut, sie zeigte immer wieder, wie sehr es den arbeitenden Menschen nach der Natur zieht, um dort von des Alltags Mühen und Sorgen Erholung und Ausspannung zu finden. Die Wanderkameraden beteiligten sich an der Straßensammlung des NSRL. für das WHW., der Verein überwies wiederum dafür eine Spende. 16 Wanderer wurden für fleißiges Wandern ausgezeichnet, darunter C. Faber
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für 457 Wanderungen. Wanderkamerad Direktor Bergen erhielt die Ehrennadel des Haupt, und Zweigvereins für 25fährige Mitgliedschaft. Mit den zur Wehrmacht einberufenen Mitgliedern steht der Verein in brieflicher Verbindung. Die Wegezeichen von acht Wanderstrecken wurden ausgebessert. Auch für das neue Wanderjahr find alle Vorbereitungen zur ordnungsmäßigen Durchführung der Wanderungen und Erhaltung der Wegezeichen getroffen. Mit dem Dank an den Führer und unsere tapfere Wehrmacht wurde die Hauptversammlung geschlossen.
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Als Volksschädling vor dem Sondergericht.
Lpd. Darmstadt, 23. Februar. Dor dem Sondergericht in Darmstadt hatte sich ein 18jähriges Mädchen aus Darmstadt zu verantworten, weil es, als im vergangenen Sommer das Haus ihres Arbeitgebers 'durch einen Fliegerangriff beschädigt wurde, bei den zuständigen Stellen falsche Angaben über den ihr zugefugten Schaden an Kleidern und Wäsche gemacht hatte. Das
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Unfaßbar und schwer traf uns die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, der gute, treu- sorgende Vater seiner zwei Kinder, unser braver, hoffnungsvoller Sohn, Schwiegersohn, lieber Bruder, Schwager, Onkel und Nelle
Christian Gläfener
Gefreiter in einem Inf.-Regt.
kn soldatischer Pflichterfüllung im Osten verwundet wurde und im 29. Lebensjahre in einem Kriegslazarett den Heldentod ^ür Führer, Volk und Vaterland gestorben ist. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verlieren.
In tiefstem Schmerz:
Emilie Gläßner, geb Burger u. Kinder Gerda u. Helga Christoph Gläßner (Witwer)
Georg Heinrich Burger II. und Ehefrau, geb. Sommer sowie alle Geschwister, Verwandte und Bekannte.
Watzenborn-Steinberg. Weißenbom, Renda* Steinbach und Wißmar, den 23. Februar 42.
Wir betrauern “aufs tiefste den Verlust unseres holTnungsvollen, jungen Mitarbeiters, dem wir stets ein ehrendes Gedenken bewahren werden.
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Für die uns am Tage unserer goldenen Hochzeit erwiesenen sehr geschätzten Aufmerksamkeiten, Glückwünsche u. Blumenspenden danken wir herzlichst
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Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Enkel, unser lieber Bruder, I
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Zugführer in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II, des Sturm-Abzeichens und anderer Auszeichnungen
in vorbildlicher soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneid, am 14. Januar im Alter von 27 Jahren sein Leben für Führer, Volk und Vaterland bei den schweren Kämpfen im Osten hingegeben hat. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.
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Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Neffe, mein lieber Bräutigam
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am 15. Januar 1942 im blühenden Alter von 19 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten gefallen ist.
In tiefer Trauer:
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Heinrich Robert, z.Z. im Felde, und Familie Karl Heeg, z.Z. im Felde, und Braut Familie Friedrich Kohl
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Die Gebiete Hessen-Nassau, Baden und Thüringen । der Hitler-Jugend trugen am Sonntag 1
ihren Mannschaftskamps im Turnen in Gießen aus.
Nach dem Vorspruch: „Wer leben will, der kämpfe also, und wer nicht streiten will auf dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht," eröffnete K.-Bannführer Wolf die Veranstaltung mit der Begrüßung der Ehrengäste und Wetttämp- fer. Besonders jetzt im Freiheitstampf der Nation sei es Aufgabe der HI., die Jugend hart und zah zu erziehen. Ein Mittel dazu sei der Leistungssport der in Zusammenarbeit mit dem NS.-Reichsbund für Leibesübungen einen gewaltigen Aufschwung gekommen habe, jeden Sonntag zu Wettkämpfen führe und seine Krönung in den Jugendmeister- chaften in Breslau finde. Er sprach die Erwartung aus, daß der Kampf im nationalsozialistischen Geist und in nationalsozialistischer Haltung durchgeführt werde.
Gebietsfachwart Seitz stellte dann die Mannschaften und die Kampfrichter vor, erläuterte den Wettkampf und gab die Ergebnisse des Dorkampfes am Samstag bekannt. Als Kampfrichter wirkten mit: G e n g, Mannheim, G r e g 0 r i, Gera, Bet- tin und Sauer, Gießen. Geturnt wurde em Mannschaftsfünfkampf, bestehend aus je einer Kürübung am Reck, Barren, Pferdsprung, an den Ringen und im Bodenturnen. Die Mannschaften bestanden aus sieben Hitlerjungen, von denen sechs gewertet wurden. Die Wertung der vier Kampfrichter war öffentlich, die beste und die schlechteste Wertung schieden aus, die Punkte der beiden mittleren Wertungen wurden zusammengezählt.
Am Samstag wurde der Kampf in der Turnhalle der alten Pcstalozzischule mit dem Lied „Nur der Freiheit gehört unser Leben" durch Gebietsfachwart Seitz eröffnet. Am ersten Gerät, dem Pferdsprung, erreichte das Gebiet Thüringen 111,5 Punkte vor Baden mit 101,6 und Hessen-Nassau mit 99,6 Punkten. Zum Teil wurden gute und. ausgeprägte Sprünae gezeigt. Auch an den Jungen sah man sehr schöne Leistungen, nur fehlte bei den zum Teil recht schwierigen Abgängen noch bte gute Haltung. Günther -Thüringen zeigte die mit 19,6 Punkten bewertete schönste Leistung vor H u n d - Hessen-Nassau und Kaiser-Thüringen, die beide 19 R'mkte erhielten, während die beste Wertung am Pferd Heseler (Thüringen) mit 18,7 Punkten
kamps beschlosien.
Das Ergebnis.
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erreichte. Die Mannfcha ftsle i stungen an den Rmgen waren ausgeglichener, Hessen-Nassau erhielt 111,1, Thüringen 116,6 und Baden 117 Punkte.
Der Wettkampf am Sonntag im Glonapalast begann mit dem Varrenturnen, bei dem sehr schöne Leistungen zu sehen waren und Günther (Thüringen) wieder mit 19,5 Punkten die höchste Wertung für sich buchen konnte. Mit 109,7 Punkten für Hessen-Nassau, 107,3 Punkten für Baden und 110,6 Punkten für Thüringen lautete nun der Gesamt- stand: Hessen-Nassau 320,4 Punkte, Baden 325,9 Punkte, Thüringen 338,7 Punkte.
Im Bodenturnen wurden Schwierigkeiten mit erstaunlicher Sicherheit gemeistert und von allen Mannschaften die höchste Punktzahl erreicht: Hessen- Nassau 119,2, Baden 120,9, Thüringen 117,8 Punkte.
Beim Reckturnen gab es noch manchen Versager, und auch die Mannschaftswertung mit 100,1 Punkten für Hessen-Nassau, 101,1 Punkten für Baden und 103,5 Punkten für Thüringen zeigte, daß das Turnen an diesem Gerät große Schwierigkeiten birgt. Um so mehr sind die Leistungen von Ioggerst (Baden) mit 19,6 und Günther (Thüringen) mit 18,9 Punkten zu beachten.
In die Vorführungsfolge waren noch Rollschuh- Einer-Kunstlauf (IM.), Sprünge mit dem Federbrett (HI.) und gymnastische Vorführungen der BDM.-Leistungssportgruppe des Mtv. eingebaut, das Ganze durch Darbietungen des Fanfaren- und Musikzuges der HI. umrahmt.
Zum Abschluß gab K.-Bannführer Wolf das Ergebnis des Wettkampfes bekannt, in dem Gebiet Thüringen mit 488,6 Punkten vor Gebiet Baden mit 483,0 und Gebiet Hessen-Nassau mit 475,8 Punkten Sieger wurde. Beste Einzelkämpfer waren Günther (Thüringen) mit 94.7 Punkten, En g- t (Hessen-Nassau) mit 88,7 Punkten und Jogge rst (Baden) mit 86,6 Punkten. Allen Wett- kämpfern wurde eine Erinnerungsgabe der Stadt Gießen überreicht und mit dem Gruß an den Füh- rer und den Liedern der Nation der schöne Wett'
Samstag früh entschlief sanft meine liebe Schwester, unsere Patin, Tante und Großtante
FräuleinMarieBreitstadt
im 73. Lebensjahre.
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der trauernden Hinterbliebenen: Frieda Pfeifer
Gießen (Wetzsteinstraße 46), 23. Febr. 1942.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 14 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt.
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Mädchen verwickelte sich auf der Bezugsscheinstelle in Widersprüche und gab dann zu, falsche Angaben gemacht zu haben. Das Sondergericht kam zu der Auffassung, daß die Angeklagte unter die Volks, schädl'ingsverordnung zu fallen habe. Die besondere Hartnäckigkeit, mit der die Angeklagte auf ihrem Vorhaben bestanden habe, mache es notwendig, gegen sie auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und drei Monaten zu er. kennen. Ihre bisherige einwandfreie Führung und ihre Jugend kamen strafmildernd in Betracht. Auch wurde die Untersuchungshaft von zwei Monaten und einer Woche der Angeklagten, well sie gestän» big war, ungerechnet.
Landkreis Gießen.
* Beuern, 23. Febr. Am 17. Februar feierte der Kriegervater Philipp Arnold in Beuern seinen 8 0. Geburtstag. Der Reichskriegsopfer-
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sichrer, SA.-Obergruppenführer Oberlindober, hatte mit seinen Glückwünschen eine Ehrengabe übersandt. Die Gauamtsleitung und die Kameradschaft der NSKOV. hatten zu dem Festtage ebenfalls Glückwünsche geschickt.
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Am 19. Februar 1942 ist der am 19. Dezember 1879 geborene Carl Sa u t man n aus Mayschoß (Kreis Ahrweiler) hingerichtet worden, den das Sondergericht in Koblenz wegen fortgesetzten Verbrechens gegen die Kriegswirtjchaftsverordnung zum Tode verurteilt. Sautmann hat als Amtsbürgermeister umfangreiche Schiebungen der chm unterstellten Leiterin des Wirtschaftsamts geduldet und gefördert und sich dabei selbst große Mengen ?wangsbewirtschafteter Waren ohne Marken oder Bezugschein verschafft. ___________________
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