Ausgabe 
24.2.1942
 
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Aus der Stadt Gießen

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ein Konversationslerikon zu

Ritterkreuzträger Oberst Friedrich Wiese

23 Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

Sortierung folgt)

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Zur 6. Reichsstraßeusammlung des LWHD. 1941/42.

Zehn Vögel sind es, die uns an diesen beiden Tagen bei der Sammlung für das Kriegs-WHW. zusliegen werden: Eichelhäher, Eisvi

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Knegserleichterungen bei der Einkommenstelitt

Oe neuen irichtlinien.

Der feurige Gfen

Roman von Hans von hülsen

laßt wurden. Aufwendungen für den persönlichen Schutz, z. B. Gasmasken, und für den Schutz der eigenen Wohnung, z. B. DerdunkelungseinriHtungen, bleiben dabei aufeer Betracht. Ebenso sind einmalige Zuwendungen an den Reichsluftschutzbund und Mit- glieüsbeiträge nicht abzugsfähig. Aufwendungen für Zwecke des zivilen Sanitätsdienstes in Industrie- und Werkbetrieben können im Ausgabe- jahr voll ab-gesetzt werden.

Einkünfte aus nichtfelbständiger Arbeit, die biß Ehefrau in einem ihrem Ehemann fremden Be­trieb bezogen hat, sind in der Steuererklärung des Ehemanns nicht anzugeben. Die Ehefrau ist ohne besondere Aufforderung durch dos Finanzamt Der« pflichtet, über diese Einkünfte eine Steuererklärung abzugeben, wenn sie zu einem Einkommen von mehr als 8000 RM. im Veranlagungszeitraum ge* führt haben.

Kinderermäßiguna wegen chaushaltszuge- Hörigkeit wird, nach geltendem Recht auch weiter gegeben für Angehörige der Wehrmacht und der Waffen-^ bis zu bestimmten Dienstgraden. In der Reihe dieser Begünstigten sind auch die Arbeitsman-. ner eingeordnet sowie die Arbeitsmaiden die nach Ableistung der Arbeitsdienstpflicht zum Kriegshilfs­dienst verpflichtet wurden. Auch bei der Kinder­ermäßigung wegen Uebernahme der Kosten des Unterhalts und der Erziehung oder Berufsausbil-

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Trotzdem sie in Schwärmen von Millionen etwa 52 angeflogen kommen, werden sie sehr schnell ihre Liebhaber gesunden haben. Denn erstens find sie alle reizend, und zweitens und das ist die Hauptsache bienen sie alle einer großen Sache, dem Wohle und der Stärke der deutschen Heimat, vor allem aber den deutschen Muttern und Kindern.

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können bei Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbe­betrieb, aus Land- unh Forstwirtschaft und aus selbständiger Arbeit bei derkommen- und Kör­perschaftssteuer im Jahr der Ausgabe voll abgesetzt werden. Voraussetzung ist, daß die Aufwendungen

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Hand haben, wohl aber einen Eimer mit Wasier und eine langstielige Schaufel also nicht eine kurzstielige Kohlenschaufel so kann man auch die ausemanderlaufende Brandbombe durch Wasser im Eimer löschen. Man muß dann schnell und ge­schickt den glühenden Brandkuchen auf die Schaufel nehmen und in den Eimer mit Wasser schütten. So gibt es zwar ein wenig Lärm im Eimer, keineswegs aber eine Explosion, w.e gelegentlich befürchtet wurde. In kurzer Zeit sind die glühenden Teile der Brandbombe abgelöscht. Das Verfahren ist bei ge­nügender Vorsicht durchaus möglich. Einfacher und in jedem Falle empfehlenswerter aber bleibt natür­lich die Bekämpfung der Brandbomben mit trocke­nem Sand.

Lichtspielhaus: »Alarmstufe V."

Was diesen Film Drehbuck) von Fred An­dreas von anderen, stofflich ähnlichen unter­scheidet, ist der Einblick in die segensreiche Tätigkeit Der Feuerschutzpolizei. Dadurch, daß eiü junger Wachtmeister während seiner Dienstobliegenheiten in einer chemischen Fabrik seiner früheren Verlobten wiederbegegnet, mit der er sich vor ein paar Jah­ren überworfen hatte, ergibt sich die spielfilm- mäßige Verknüpfung von zwei einander kreuzenden Liebes- und Eifersuchtsgeschichten mit einem Krimi-

Es ist erstaunlich, wieoiele fremde Vogelarten mir kennen, ja sogar ziemlich genau beschreiben können. Doch, Hand aufs Herz! Kennen wir ebenso genau unsere einheimischen Vögel? Einige von'uns werden sicherlich eine ganze Menge davon Herunter­zählen können, doch wenn wir sie näher beschreiben sollen, dann bleiben wir ziemlich bald stecken.

W e wäre es daher, wenn wir uns einmal naher mit chnen befaßten? Zu diesem Zweck brauchen wir uns nicht gleich ein zoologisches Handbuch oder ein Konversationslerikon zu beschaffen, damit wir die farbigen Bildtafeln studieren können. Es wird uns viel einfacher gemacht. Die Vögel fliegen uns direkt zu, lassen sich sogar ruhig in die Hand neh­men und nach Hause tragen. Allerdings nur an zwei bestimmten Tagen, dem 28. Februar und dem 1. März 1942!

lufrTitHth.

leiter rettet, besiegelt das und gibt dem Ganzen einen freundlichen Abschluß. Alois Johannes Lippl, bekannt durch Pfingstorgel" und denEngel mit dem Si spiel", hatte die Spielleituna und sand im bunten Wirbel des Münchner Oktoberfestes dankbare Mo­tive; das entschieden originellste davon ist der Ele­fant nicht im Porzelumladen, sondern im Lach­kabinett; hingegen hätten die immer wieder gesehe­nen und kaum zur Sache gehörigen Tanzszenen ge­trost etwas beschnitten werden können. Von den Darstellern wären hervorzuheben Ernst von K l i p st e i n , der mit sympathischer Männlichkeit den jungen Wachtmeister spielt, Heli F i n k e n z e l - l e r, anmutig wie immer, zwischen Liebe, Eifer­sucht und Empörung schwankend, Albert Lippert als der verdächtige Herr Wiedemann, Liesl Karl­stadt (leider ohne Valentin) als waschechte münch- nerische Zimmerwirtin, und Charlotte Dalys, eine neue Erscheinung im Film, als Tänzerin Carla. (Bavaria.) Im Beiprogramm laufen die neue Wochenschau und ein guter KulturfilmBergbauern im Stubaital". Hans Thyriot

hatten und nun mir nichts, dir nichts auf den Kehricht geworfen waren; an die Peterbaude. und daß die Tage droben im ganzen nicht gehalten hatten, was er sich von ihnen versprochen (Marion zuerst allzu interessiert für diese Filrnonkels und zuletzt etwas fahrig, flackerig, fast gehetzt, wie?); an Marion In Berlin (sie würde die dreitausend Emm, die er ihr für ihre persönliche Ausstattung gegeben, schon rasch flemfriegen; er mußte ja für alles und jedes aufkommen, da sie arm wie eine Kirchenmaus war und sich mit den Eltern durchaus nicht in Verbindung fetzen wollte; blieb was Aerger- liches habet, obwohl er sie, im Gedanken an Ulla, auch wieder verstand). An Ulla selbst verärgert, tief verstimmt, den plötzlich austauchenden Gedan­ken, daß er einmal zum Schwager Strakonitz fah­ren könnte, sofort verwerfend ...

Mit einem Male er wußte selbst nicht, wie ihm dieser jähe Einfall gekommen war stand er auf, stieg auf einen Stuhl und hängte Ännettes großes Porträt von der Wand; das sollte hinfort nebenan in der Galerie seinen Platz finden, über den Vitrinen mit den Gläsern! Aber als er, den dicken, bestaubten Rahmen zwischen den Händen, auf dem Teppich stand, sah er, daß da, wo das Bild gehangen hatte, die Tapete noch tiefdunkel­grün war, nicht so ausgeblichen wie überall. Hatte er ein ähnliches großes Bild, den scheußlichen Fleck zu verdecken? Rein! Also kletterte er aber­mals auf den Stuhl und hängte den schweren Rahmen keuchend wieder hin.

In diesem Augenblick, ohne jede erkennbare Ver­bindung, stand in ihm der Entschluß auf, morgen Fersengeld zu geben, nach Berlin zu Marion zu fahren (ihre Einkäufe ein bißchen zu kontrollieren? ja auch das!) und dies verödete Haus erst mit ihr wieder zu betreten.

Das war Sonntag absnd. Arn Montpgnormittag brachte ihn Fabian wirklich zur Bahn. Sc in Auf­bruch war, dachte er lächelnd, saft wie eine Flucht gewesen...

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Im Retchssteuertttatt Nr. 13 vom 18. F-bruar 1942 sind die Ein kommensteuer-RickMnien für 1941, zu­gleich mit den geltenden Bestimmungen des Cm- kommensteuergesetzes und seiner Durchführungsver- orbnung amtlich veröffentlicht worden. Rur einige allgemeine Bestimmungen können aus dem um­fangreichen Text hier erwähnt werden.

Die Steuerbefreiung für den Familien­unterhalt und die Beihilfen für Angehörige von Einberufenen ist im wesentlichen unverändert beibehalten worden. Sie kommt auch den dm Sol­daten Gleichgestellten zugute.

Die Abführung von Uebergerotnnen ist wie eine Gewinnverwendung zu behandeln. Es sind daher auch Rückstellungen für die Abführungsbe­träge steuerlich nicht zulässig. Aber es braucht nur der Teil des Uebergewinns abgefuhrt zu werden, der nach Kürzung um die Einkommen- ober Kör­perschaftssteuer verbleibt, die auf den Uedergewinn entfällt.

Aufwendungen für Zwecke des Luftschutzes

Mit Ausnahme von Herrenzimmer und Galerie, die er selber bei der Abreise, rote immer verschlossen, gab es Im Erdgeschoß keinen bewohnbaren Raum mehr; und im Oberstock waren nur sein Scklaf- kadinett und Ullas zugesperrtes- Zimmer verschont geblieben. Tischler und Töpfer, Maurer und Maler arbeiteten durcheinander denn er hatte größte Beschleunigung angeordnet, als er den Auftrag ver­gab. Im ausgeräumten Wintergarten stand der Blaser auf hoher Trittleiter und kittete die seit langem undichten Scheiben, an deren Reparatur lllla immer vergeblich gemahnt hatte. Die Diele war einfach ein vollgepfropftes Möbelmagazin. Den großen schwarzen Flügel im Musikzimmer hatte man mit Decken. Säcken und Brettern zuaedeckt, auf schwankendem Gerüst darüber klopften Maurer die altväterlich - verschnörkelten Stuckornamente vom Plafond. Im ganzen Hause hallte es von Hammer­schlägen, roch es nach Staub und Mörtel, Leim und Farbe.

Fehr mußte feine einsamen Mahlzeiten am run­den Tischchen des Herrenzimmers einnehmen, in einem Klubsessel sitzend, unter dem großen Bilde Annettas. Es wollte ihm nicht schmecken.

Er hatte lange Besprechungen mit dem Archi­tekten aus her Kreisstadt, dem er den Umbau über­tragen hatte; es war nicht ganz leicht, dem Manne klar zu machen, rote alles werden sollte-

Am Samstagnachmittag erschien Forstmeister Koch, um über Die Geschäfte Bericht zu erstatten. Holzvertäufe, Holzschlag. Miserable Preise! Durch ihn hörte Fehr auch von den Vorgängen in der »Sophienau, an die er nicht mit besonders gutem Gewissen dachte. Dort sah es nicht viel anders aus

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RSG. Unter den neuen Ritterkreuzträgern des Heeres befindet sich Oberst Friedrich Wiese aus Gießen, dem der Führer für fein entschlossenes Handeln und feinen hervorragenden persönlichen Einsatz beim Beziehen der Winterstellungen durch eine Insanterie-Divi'sion diese hohe Auszeichnung verlieh.

Der Winter war schon lange mit grimmiger Kälte und großen Schneemassen hereingebrochen, als die Division, der Oberst Wiese mit seinem Infanterie- Regiment angehört, Befehl erhielt, sich vom Feind zu lösen und eine vorbereitete Winterstellung zu beziehen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Division im schweren Äbwehrkampf gegen den immer wieder neu anrennenden Gegner. Oberst Wiese erhielt die schwierige Aufgabe, das Absetzen der Division vom Feind mit seinem Regiment als Nachhut zu decken. Er bekam Befehl, die alten Stellungen so lange zu verteidigen, bis die schwierigen Marschbewegüngen durchgeführt waren. Dann sollte sich sein Regiment auch vom Feind absetzen und danach in die neuen Stellungen ausweichen. Trotz starker Feindeinwir­kung verliefen alle Bewegungen der Division plan­mäßig. Oberst Wiese hatte mit seinen Infanteristen bereits am Vormittag mehrere frontale Feind an- grlffe abgewehrt, als sein Regiment ganz plötzlich am Nachmittag auch in den Flanken und im Rucken von überlegenen Feindkräften angegriffen wurde. Sowjetischen Kavallerie- und Schneeschuhtruppen gelang es, durch das für die deutschen Kräfte un­gangbare Wald- und Sumpfgelände vorzustoßen

Wenn wir diese Frühlingsboten an den beiden Tagen an unserem Mantel tragen, dann werden sie nicht nur ein Symbol, eine Vorankündigung für Den kommenden Frühling, sondern auch der sichtbare Beweis unserer Opferbereitschaft und unserer Einig­keit mit der kämpfenden Front sein.

Kür Tapferke t vor öem Kemüe.

Oberleutnant Heinrich I ö ck e l, Gießen, Licher Straße 61, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausge­zeichnet.

Hans Friedrich Reck von Großen-Lmden, Leut­nant in einem Artillerie-Regiment, wurde für Tap- [erteil vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.

Oie Offizierlaufbahnen der Kriegsmarine.

Wer 1942 als Offizieranwärter in die Kriegs­marine eintreten will, muß seine Bewerbung bald­möglichst bei der Inspektion des Bildungswesens der Marine in Kiel einreichen. Auskünfte über die nötigen Bewerbungsunterlagen erteilen alle Wehr­ersatzdienststellen. Es werden Anwärter für die Seeoffizier-, Ingenieuroffizier-, Sanitätsoffizier-, Waffenoffizier-, Derwaltungsoffizier- und die neu eingerichtete Marineartillerleo'fizierlaufbahn einge­stellt. Voraussetzung ist der Besitz ober die vorzeitige Zuerkennung der Reife einer höheren Lehranstalt. Schüler der Klasse VII werden nach einer Verein­barung mit dem Reichserziehungsministerium bis zur etwa im Sommer 1942 stattfindenden Einstel­lung die Möglichkeit jur Erfüllung dieser Bedingung erhalten, wenn sie durch gute Führung und ihre Schulleistungen in den nächsten Monaten rechtzeitig die Eignung zur Versetzung nach Klasse VIII erwer­ben. Der Beruf des Marineoffiziers führt frühzeitig zur Selbständigkeit und Verantwortung. Er setzt die entsprechende Veranlagung des Charakters und volle Einsatzbereitschaft für den Gedanken deutscher See- geltung voraus.

Sand ist das beste Löschmittel.

Vrandbombe geht aber auch Im (Eimer aus.

Gelegentlich einer Anfrage w'rd In derSirene" des Reichslustschutzbundes Stellung zu der Frage genommen, wie man eine sprühende Brandbombe, die schonau5eitianberläuftw löschen kann. Solche Fälle können vor allem dann entstehen, wenn man

und Oberst Wiese mit feinen Infanteristen von allen Seiten einzuschließen. Die Lage schien infolge der großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit hoffnungs­los, zumal auch infolge der ftarfen Kälte alle Nach­richtenmittel zur Division ausfielen. Trotzdem ent­schloß sich Oberst Wiese, an einer Stelle mit fernen zusammengefaßten Kräften die feindliche Umklam­merung zu durchbrechen und sein Regiment sowie die ihm unterstellten Hilfswaffen aus der Umflam» merung zu befreien. An der Spitze feines vorder- ten Bataillons stieß er mit großem Angriffs- chwung in den Feind, und es gelang ihm, die von )en andauernden Kämpfen und der starken Kälte ermüdeten Infanteristen zu höchstem Kampfesmut anzufpornen. Nach heftigem Ringen wurde eine Bresche durch den feindlichen Einfchließungsrmg ge­schlagen, und es glückte ihm, mit seinem Regiment zu der neuen Derteidigungsstellung der Division durchzustoßen.

Durch seinen selbständigen Entschluß und feinen vorbildlichen, persönlichen Einsatz hat Oberst Wiese in fast hoffnungsloser Lage nicht nur sein Regi­ment gegen eine erhebliche Uebermacht aus der feindlichen Umklammerung herausgeschlagen, son­dern auch wesentlich dazu beigetragen, daß die Di­vision alle weiteren bolschevEschen Angriffe gegen den neuen Verteidigungsabschnitt abwehren konnte. Sein Angriffsschwung und sein Draufgängertum haben sich in sckMerigsten Lagen hervorragend be­währt.

als im Schloß. Pünktlich mit Jahresbeginn waren die Handwerker eingerückt, um das Oberste zu unterft zu kehren, der Betrieb lag völlig still, ein Direktor aus Dresden war gekommen und hatte, als erste Maßnahme, der gesamten Belegschaft ge­kündigt ... Fehr ballte die Fäuste auf den Knien.

Am Abend dieses Tages sandte er Ulla einen Scheck über die Summe, die ihr mütterliches Erbe ausmachte. Er fügte nur eine sachliche Zeile hinzu, kein versöhnliches Wort, so sehr grollte er ihr: sie sie allein war schuld, daß er die Sophienau ver­kaufen mußte, daß so viele alte treue Arbeiter auf der Straße lagen!

Dom Forstmeister erfuhr er am Sonntag, daß Dr. Wulstam tags zuvor nach Dresden gereift war. Er spitzte die Ohren bei dieser Nachricht, sagte ober nichts, sondern fragte, auswe chrnd, ob Koch irgend­eine Notstandsarbeit für die auf der Sophienau Entlassenen schaffen könne. Ein Achselzucken: höch­stens Arbeit im Holz; aber das komme ja nur für die jüngeren Leute in Betracht ... Er ordnete an, daß jeder Familienvater, der länger als fünf Jahre auf der Hütte beschäftigt gewesen war, einen vollen Monatslohn aus der Rentamtskaffe erhalten solle. Forstmeister Koch sagte:Jawohl", aber er fand das im Grunde übertrieben.

Am Abend, als er allein, in der Tiefe des leder­nen Klubsessels saß, und nur Annettens großes Bild stumm auf Ihn herniedersah, fiel ihm noch ein, daß vielleicht Demblin auf Nieder-Lappersdorf hel­fen könnte, er rappelte sich auf und rief trotz der späten Stunde an. Aber Demblin mußte ablehnen, es waren schon ein paar Leute mit demselben An­liegen bei ihm gewesen, er konnte jetzt, in der toten Zeit, mitten im Januar, niemand einstellen.

Christian Fehr versank mißmutig wieder im Sessel. Das Zimmer mar voller Schatten. Auf dem Schreibtisch tickte leise die Uhr. Er dachte vieles durcheinander: an die alten Meister Löffler, Seidel, ©lumm Vater und Sohn, die (mit Ausnahme von Emanuel ©lumm) schon dem allen Herrn gedient

. imlung für das Kriegs-WHW.

. : Amsel, Bachstelze, Buchfink,

Eichelhäher, Eisvogel, Gimpel, Kohlmeise, P rol, Rotkehlchen und Stieglitz. Wir sind überzeugt, daß nach dem 28. Februar und 1. März 1942 alle Volksgenossen diese Vögel genau kennen. Dafür werden die sammelnden Formationen, die SA., ff, NSKK., das NS.-Flieyerkorps, die Ehrenabteilun- aen der NSKOV. und in einzelnen Kreisen auch die Politischen Leiter, tüchtig sorgen. Sie werden mit feinem Spürsinn diejenigen Vogelfreunde ausfindig machen, die den Wunsch haben, gleich eine ganze Serie dieser geflügelten Kriegs-WHW.-Boten zu erwerben.

n aff alt Die anfanaNch etwas umständliche und gfr legentlich abschwelfenoe Handlung erfahrt aeaen Ende eine erfreuliche Konzentration und fenfatio« nette Steigerungen mit wilder Verbrecherjagd, Ex« vlosion uno Großfeuer. Das entschlossene Einareifen Des jungen Beamten, der den fliehenden Verbrecher zur Strecke bringt und zuguterletzt auch noch sein Mädchen aus Qualm und Flammen über die Feuer- -luck der Wiedervereinten

In Görlitz hatte der Schnellzug acht Minuten Aufenthalt. Während dieser'acht Minuten lief der Schnellzug DresdenBreslau auf dem Nachbar- aleife ein. Fehr ahnte nicht, daß Ulla darin saß. Aber hätte er's geahnt, er wäre trotzdem sitzenge­blieben und weitergefahren.

Mit einem Entschluß, nicht minder plötzlich als der des Vaters, war Ulla am Montag gegen Mittag von Dresden abgereift. Warum? Fehrs Brief mit dem Scheck und der einen lakonischen Zeile war schuld. Er hatte sie plötzlich Zusammenhänge er­nennen lassen, gegen die sie bis zur Stunde blind Gewesen war: die Zusammenhänge zwischen der luszahlung ihres Muttererbes und dem Verkauf der Sophienau. Bestürzung war die Folge, gewal­tiger als alle Ueberlegung der Drang, nach Lap­persdorf zu eilen, zum Vater zu eilen und zu sehen, ob sie noch etwas retten könne und wär's mit dem Verzicht auf alle Zukunftspläne!

Sie hatte Dr. Wulflam, der sich gerade anschickte, zum Morgenzug auf den Bahnhof zu gehen, noch telephonisch im Hotel erreicht und ihn bestimmt, seine Abreise zu verschieben, sie zu erroartem Und nun fuhren sie miteinander durch das schneeüberzuckerts sächsische Land und setzten ihr Gespräch da fort, wo sie es gestern abend, nach derRosenkavalier^-Auf- sührung, abgebrochen hatten ...

Ja, sie waren zusammen am Sonntagabend im Theater gewesen, auf Strakonitz' Vorschlag, der ihnen sogar selber die Kartenfeierlichst dediziert"' hatte! Seite an Seite hatten sie im Ersten Rang des Opernhauses gesessen wenige Schritte vom Hotel Bellevue, in dem vierundzwanzig Stunden vorher jenes Gespräch zwischen Marion und Abbeg ffattqefunben; und Ulla hatte nur wenig auf die Musik, desto mehr aber auf das gelauscht, was ihr Herz, viel süßer als die ©eigen des Orchesters, zu ihr sprach, da sie hier neben dem heimlich Geliebten saß ...

Japans Dorstoß gegen Zava.

Tokio, 23. Februar. (Eurovapreß.) Sowohl von Westen wie von Osten verstärkt sich der j a p a n i ich e Druck gegen Java. Von Palembang aus stoßen die japanischen Truppen mit überraschender Schnelligkeit nach Südosten vor und bedrohen durch die Besetzung von T a n d j o n g bereits Karang und den strategisch höchst wichtigen Hafen T e I o c t Detong an Der Lampoeng-Bucht.

Im Verlauf von Säuberungsatttonen gegen die im Sudwestteil der Insel Sumatra verspreng­ten niederländisch-indischen Streitkräfte haben japa­nische Truppen am Montagabend die Stadt L a h a t besetzt. Sie beherrschen damit die für den Aufmarsch zum Großangriff gegen Java bedeutende Bahnlinie Palembang Layat. Lahat liegt 180 Kilometer füd. westlich von Palembang.

18 feindliche Flugzeuge wurden bei einem japa­nischen Luftangriff gegen den Flugplatz von But­ten z o r g am 22. Februar am Boden zerstört. Die Flugplatzanlage wurde in Brand gesetzt. Bei den Angriffen auf die Flugplätze von Kalidjatic und B a n d ö n g wurden sieben Flugzeuge am Boden zerstört. Außerdem wurde ein Blenheim- Flugzeug über der Südküste östlich von Tandjöng Karang in Flammen abgeschossen.

1 Einer Verlautbarung des kaiserlichen Hauptquar­tiers zufolge haben japanische Armee- und Marine- Jtreitträfte in enger Zusammenarbeit am 19. Fe­bruar den wichtigen Stützpunkt Ben Pafar am Eudostzipsel der Insel Bali vollständig besetzt.

3urma<Refl:eru!ifl verließ Jtanqun.

Lissabon, 24. Febr. (Europapreß.) Die Re­gierung von Burma hat, wieExchange Tele­graph^ meldet, die Hauptstadt Rangun ver­lassen und irgendwo im Norden des Landes ihren Sitz aufgeschlagen. In dem englischen Bericht wird angegeben, daß diese Maßnahme durch den wach­senden japanifchen Druck notwendig ge­worben ist.

5 tt !) Bombay soll evakuiert werden.

Bangkok, 23. Febr. (DNB.) Nachdem bereits Maßnahmen zur Eva kuier un g der Städte Städte Kalkutta, Colombo, Madras und Kar ar sch ie getroffen wurden, hat nun, wie aus einer Meldung des Nachrichtendienstes aus Delhi hervorgeht, auch der Gouverneur der Provinz Bom­bay die über zwei Millionen zahlende Bevölkerung Bombays aufgefordert, die Stadt nach Mögttch- teli zu verlassen.

Zn den Vorstellungen der Vergangenheit.

Lissabon, 24. Febr. (Europapreß.) In Groß­britannien wurden, wieTimes" berichtet, die Be­zeichnungen Thailand und Iran offiziell ab- geschafft. Dafür wurden die alten Namen der Län­der S i a m und P e r s i e n wieder eingeführt. Die Aenderung der Namen dieser Staaten erfolgte seinerzeit durch diese Staatenfelbft im Rah­men ihrer Unabhängigkeitsbestrebungen. England versucht nun durch diese rein äußerlichen Maßnah­men den Wunsch der jungen Völker Asiens nach Neuordnung als nickt vorhanden einfach aus der Welt zu fchaf'en. Thailand und Iran werden sich zu trösten wissen.

England schickt Aegypten keine Lebensmittel. Saloniki, 23. Febr. (DNB.) Die seit längerer Zeit zwischen der ägyptischen Regierung und der britischen Botschaft in Kairo geführten Verhandlun­gen über dringende Lebensmitteleinfuh­ren nach Aegypten haben zu keinem befriedi­genden Ergebnis geführt. Von britischer Seite wurde betont, daß im Höchstfall durch britische Einfuhren der Bedarf der britischen Armee sichergestellt werden könne, daß aber von diesen Einfuhren nichts für die ägyptische Zivilbevölkerung frei- gegeben würde.

Oer Generalstabschef Uruguays zurückqetreten.

Buenos Aires, 23.Febr. (Europapreß.) Ge­neral Pedro Sicco, der Chef des urugayischen Generalstabes, ist im Zusammenhang mit der Staatsumwälzung in Uruguay von seinem Posten zurückgetreten.

Aus aller Wett.

Goethe Medaille für Dr. Otto Leege.

Der Führer hat dem Naturforscher Dr. phil. h. c. Otto Leegs in Norden (Ostsriesland) aus Anlaß der Dottenduna seines 80. Lebensjahres in Würdigung feiner wissenschaftlichen Untersuchungen auf dem Gebiete der Vogel- und Pflanzenwelt die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

nicht kurz nach dem Aufschlag an die Brandbombe i , v v , ,

herankommt, sondern erst einige Minuten später, ous^cklleßlich und unmittelbar durch Zwecke des Sollte man bann im Augenblick keinen Sand zur I Luftschutzes, nicht durch betriebliche Zwecke veran-