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Kleine politische Nachrichten

Die arabische Universität in der marokkanischen

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Sie sieht wieder Johannes an. Sein Blick senkt

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Zur Förderung der außermilitärischen Ausbil- tng für den Winterkrieg oevgnstattet die SA. ab Januar im Bereich aller Standarten Winter-

Die Rnprecht-Karl-Unioersitä zu Heidelberg ver- h dem emeritierten ordentlichen Professor der jrmanischen Philologie, Geh. Regierungsrat Dr. hl. Friedrich Panzer die Würde eines Ehren- lators der Universität.

tPlerre Laval hat Dienstag vormittag Paris ver- sfen, um sich nach Vichy zurückzubegeben. In seiner eglettung befanden sich Wirtschafts, und Finanz- Knister Pierre Catala sowie Polizeipräfekt Bous-

Gülerzug stürzt in einen Fluh.

Auf 80 Meter langen Brücke über den Fluß

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Nehmen Sie es als Antwort, Johannes. Und bitte haben Sie noch etwas Geduld."

t er sich und küßt chre Hand.

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insmittel. Die rumänische Regierung hat außer- im die Ausfuhr von weiteren 300 Waggons Ge-

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Jn Mesbaden starb im 72. Lebensjahr die lang, j Teilhaberin der Firma Henkell, Frau Käte

% enteil, geb. Michel, die Schwiegermutter des ten um kichsaußenministers v. Ribbentrop.

agen Die in Bern amtlich mitgeteilt wird, haben eng. ~- a che Fliegerformationen in der Nacht vom 21. auf

1 M tt Dezember 1942 zweimal den schweizerischen

Und was spricht bei dir aegen Johannes?"

Ich liebe ihn nicht, Helene. Aber ich mag ihn gern. Ich würde mich bei ihm geborgen fühlen. Das sage ich offen. Und fürchte, daß dieses alles zu wenig ist für diesen guten und edlen Menschen."

Du würdest dann den gleichen Namen tragen wie dein Sohn", sagt Helene sinnend.Und wenn Marttn später in die Fabrik eintritt, das ist doch wahrschein, lich, Käte, dann gehörst auch du als Johannes' Frau ganz selbstverständlich in diesen Kreis. Auch das mußt du bedenken, ob es nicht deines Sohnes wegen gut wäre, sich der Liebe und Güte von Jo- Hannes nicht zu verschließen."

-Käte nickt:Martin liebt ihn sehr

Und ihr Sohn ist es dann auch, der an diesem Nachmittag die Entscheidung herbeiführt. Während Helene mit Doktor Marswin und dem Oberförster über landwirtschaftliche Fragen spricht, gehen Jo­hannes und Käte mit dem Jungen durch den Park.

Und da geschieht es, daß der Knabe den Mann fragt:Warum bist du denn nicht alle Tage bei uns, Onkel Johannes?

Der Mann druckt das munter neben ihm schrei- tende Kerlchen zärllich an sich und erwidert:Ich möchte schon, Martin, aber ich habe in Berlin schreck­lich viel zu tun. Doch wie wäre es, wenn du zu mir nach Berlin kämst und alle Tage dort bei mir bleiben würdest?" w x

Das ist nun eint Frage, die das Kmd in arge Bedrängnis bringt Es fragt:Kommt Mutti auch ^Käte geht etwas schneller. Sie hat den blonden Kopf gesenkt. Sie hört, wie Johannes sagt:Ja, da müssen wir die Mutter wohl fragen, ob sie das tun will"

Käte blickt auf und sieht Johannes voll an. In feinem Blick ist ein milder Ernst und die warme und gute Zuneigung, um die Kate schon lange weiß.

Sie sieht, daß er ihr die Hand hinstreckt Da legt sie bezwungen die ihre hinein und streicht nut der anderen ihrem Sohn liebevoll über das Gesichtchen.

3a, Mutti?" drängt Martin.Kommst du auch mit zum Onkel Johannes nach Berlin?"

Jetzt geht das nicht, mein Liebling. Jetzt dürfen wir doch die Tante Helene nicht in der ganzen Arbeit allein lassen. Später im Winter"

ehrkärnpfe. Es beteiligen sich außer der SA.. Willi Mannschaften der Wehrmacht, des Reichsarbeits' instes und der Polizei sowie die Betriebssport-

dnungli

vagen'v nach Griechenland freigegebem rftreit & *

A t werben. Johannes verdient es, I qd; Hef'in' den'ihren. ®r fragt:Ist bas ein Aus-

iflU-ft m begegnet. Bebente auch, Martin tragt fefctben Säte, ober ober ist es eine Antwort?

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M lgueda, sechs Kilometer vorCiudL ^drigo"in der lestspanischen Provinz Salamanca, entgleiste ein k?Pu. Merzug, wobei zwei Lokomotiven und 29 Güter- Ü & M0Ln inWer stürzten. Drei Eisenbahner »erben vermißt, fünf wurden schwer, einer leicht II5Pla|| 5 erletzt geborgen. 1

»irfiij Kl ine politische Nachrichten.

dessen MlsN von Fred Raymond stammt. Diese gs:nÄbSÄ' ar-"

Ein neues heftiges Erdbeben, das schwerste der atzten Zest, ereignete sich am 21. Dezeinber in h n n Äinh* X__ctx-.-r < ° 111

Schwerer Unfall in einer Schweizer Braunkohlengrube.

In der Braunkohlengrube in Ufhusen (Kanton lturzten an ber Abbaustelle große Erbmchstn im. Sieben Arbeiter wurden verschüttet Sisher konnte nur einer der Verschütteten als Leiche ctborgen werden. 1

)ahneinD3n Kopenhagen ist das deutsch-dänische Abkom- i^tguta en über den Warenverkehr für 1943 verlängert mgen ß ^den.

Aus Ver Giavi Gießen.

Gew.nn auf beiden Seiten.

Mit weniger Spannung und Erwartung als in !auren $a^rcrt sehen wir diesmal das Fest des Gebens und Nehmens herankommen und füh- Ien uns reicher beschenkt als je. Gestehen wir es ein: es war uns von Jahr zu Jahr bequemer gemacht worden, wir gingen einfach in die Geschäfte und erstandem was Wirtschaft und Technik uns zu bieten ^tten. Wir brauchten nur auszuwählen. Man ließ den Preis von der Ware entfernen, und am Pack- tisch wurde das Geschenk gleich in ein weihnachtliches Kästchen und buntes Papier getan.

Unb heule? Da sind wir durch die Läden gelaufen, mit genügend Geld in der Tasche. Aber da war keine Fülle, in die wir nur hineinzugreifen brauchten. Die Fronten draußen, die unsere Heimat schützen, haben mit Recht auf Arbeitskräfte und Material Beschlag gelegt. Was blieb uns übrig? Uns redlich Zu bemühen und uns eingehend m.t den stillen Mei­nungen und verborgenen Wünschen unserer Lieben und Freunde zu beschäftigen. Denn weil wir nun weniger vorzuweisen hatten, mußten wir den mate­riellen Ausfall durch ideelle Werte ausgleichen. Das Schwergewicht unserer Geschmke verlagerte sich, sie wurden wirklich persönliche Gaben.

Niemals zuvor ist soviel gebastelt worden. Nicht nur der Vater schnitzte für den Sohn allerhand Spielzeug, auch die großen Leute bedachten sich mit Geschenken, die aus gründlichem Nachdenken geboren waren. Manche Arbeitsstunde, oft zu nächtlicher Seit geleistet, nach einem Tag voll harter Anspan­nung, liegt_ in diesen Gaben beschlossen. Doch mit berzl cher Freude sind wir an dieses Erfinden und Entdecken gegangen und dem Beschenkten dadurch innerlich so nahe gekommen. Und mit Rührung werden wir selber vor den Dingen stehen, die aus dem gleichen Wollen, aus derselben sorglichen Mühe für uns gefunden und geschaffen wurden. Kann es schönere, bessere, wertvollere Geschenke geben?

Also Gewinn auf beiden Seiten. Der Krieg hat uns auch hier in eine heilsame Schule genommen. Was vielfach schon zu kurz kam in unserem weih­nachtlichen Schenken und auch dem Ausgestalten des Festes, zeigt sich strahlend im Lichterglanz des grünen Nadelbaumes: unser unausschöpfbares, deut­sches Gemüt. G. K.-H-

Fichte, Tanne und Deihnachtsbaum.

Der mit Lichtern und Kugeln geschmückte Tannen­baum, der als Weihnachtsbaum so sehr mit dem deutschen Gemüt und dem schönsten aller Feste ver­bunden ist, ist, um es vorweg zu sagen, überhaupt keine Tanne, sondern eine Fichte. Nur selten sieht man eine Tanne als Weihnachtsbaum, und zwar deshalb, weil Tannen bei uns in Deutschland sehr selten sind sie finden sich als Wälder nur in wenigen deutschen Gebirgen, und zum andern, weil die bei uns heimische Art der Tanne ihrem Wesen nach nicht unseren Vorstellungen von einem richtigen Weihnachtsbaum entspricht. Der wesent­liche Unterschob zwischen unseren Fichten (gemeine Fichte oder Rottanne, Schlangenfichte und Trauer­fichte) und der Edel- oder Weißtanne besteht darin, daß die ersteren stets einen rötlichbraunen Stamm, spitze, im Rundbesatz angeordnete Nadeln besitzen, während der Stamm der Edeltanne, wie überhaupt aller Tannenarten, schwärzlichgrau ist und ihre Na­deln nach zwei Seiten flach gestellt und stumpf sind. An diesen' Unterschieden lassen sie sich unterscheiden, wobei die Art der Farbe des Stammes wohl das beste Kennzeichen ist, da der Nadelbesatz, je nach der Fichten- ober Tannenkreuzung, die wir vor uns haben, stark variiert. So gibt es Fichten, deren Nadeln trotz des Rundbesatzes so stark seitlich zu­sammengedrückt erscheinen, daß man sie leicht mit Weißtannen verwechseln kann. Auch haben manche von ihnen den gewissen blaugrünen Schimmer und die größeren, allerdings stets spitzen Nabeln, bie sonst nur für bie Tannen typisch sind. Immerhin bleibt auch bei ihnen der Nadelbesatz in seiner Art unregelmäßiger als bei den Tannen. Anderseits haben auch bei uns gezogene fremdländische Weiß- tannen, wie z. B. die spanische Edeltanne, ringsum stehende, zugespitzte, an der Unterseite bläulichweiße Nadeln. Aehnliches gilt auch von der amerikanischen Edeltanne oder Blautanne, die auch bei uns vor-

Die rumänische Regierung schenkte der Stadt then 100 Wagenladungen (Betreibe zur Linderung tr Not der griechischen Bevölkerung. Der Stadt aloniki wurden 10 Waggonladunaen (Betreibe ge­endet. Rumänische Schulen in Griechenland er- eiten 100 Tonnen Mais, 62 Tonnen andere Le-

0« große Irrtum.

Roman von Meta vrik.

Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Später, nach Tisch, sitzen Helene und Käte lußen auf der Terrasse. Der Kaffeetisch ist gedeckt, b sie erwarten nun ihre Gäste.

Helene schaut indes noch einmal in dve Zeitung, in dazu ist sie heute vormittag noch nicht ge­tanen. Käte hat bie Hänbe in den Schoß gelegt b sieht sinnend in den goldgrünen Park.

Mene sieht über ihre Zeitung wiederholt zu der igen Frau hin. Schließlich fragt fie:Du machst h heute so ein bedrücktes Gesicht, Kate. Was ^mt denn nicht?" . ...

Du hast schon recht, Helene, ich bin heute mcht |z unbefangen. Es wäre mir fast lieber, Johan-

te erridit Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. ;U unb a iheimem Regierungsrat Dr. Ulrich W i l ck e n in Vohnha rlin aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebens- >lt wofa ires m Würdigung seiner Verdienste um die Sliter» Msstlk nswissenschast, insbesondere um die Papyrus- ehrten c ade, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissen»

leben m arabi che Umversitat in der marokkanischen i befbiftn tobt Fez ist geschlossen worden, weil die Studenten ie geJ Umgebungen gegen die nordümerikanischen Be- eine L ^ungsbehorden veranstaltet hatten. 24 angesehene ® von Fez wurden als Geiseln ver-

N käme nicht." ,

»Es ist ihm doch eine Freude, dich und den Jun» zu sehen. Du lehnst Johannes ab?

Late sieht auf.Ablehnen ... nein. Ich habe ihn « gern. Er ist wohl mein allerbester Freund. Ich Wanke ihm viel. Nun aber scheint es, als glaube Joannes bie Zeit gekommen, da er von seinen ' ®cnidl8tnen Wünschen sprechen darf." .. ~

^s^M?elene denkt an das Gespräch, das sie mit Jo- zeM'ZWnes in Dahlem geführt hat. Und sie sagt. deten.^knnst du ihn nicht verstehen, Kate? Er wurde k ein anderes Glück geben können, als das, was 1 'verloren hast."

»ie junge Frau blickt auf.Du magst recht haben, lene ... ein Menschenherz empfindet immer wie t neu. Du hast das an dir selbst erfahren. Du er hast ein reiches und kraftvolles therz. 3d) 6m 1; anders ...ich bin unsicher . >ch habe Furcht, «ai »arauf erwidert chelene nicht.gleich-

eher die leise Wehmut, tue sie letzt fo oft IlefaUt.

6 weiß denn Käte? Dieses.reiche und kraftvolle ge r" __ es bat Bergenroth m jenen Mappen ur-

' Lsstunden nicht zu einem liebenden Wort zwm- titij 1 ihm nicht den tiefen, seligen Glauben an engste n itbunbenheit geben können.

iS. Hjiß Helene führt das Gespräch ^Her. .. .

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Schützt die Kartoffelvorräte vor Verderb

Die Zahl der Haushaltungen, die in diesem Jahre Wintervorräte an Kartoffeln eingelagert haben, ist überaus zahlreich. Die ungeheure Leistung, die die Reichsbahn im Oktober vollbrachte sie fuhr in diesem einen Monat soviel Kartoffeln in die Groß­städte wie im ganzen lebten Friedensjahr hat diese Bevorratung möglich gemacht. Das Umlagern der Kartoffeln hat aber nur einen Sinn, wenn diese Kartoffeln auch wirklich der menschlichen Er­nährung zugute kommen und nicht nach einigen Monaten in den Müllkasten wandern, weil sie im Keller verfault sind. Kartoffeln sind eben keine Braunkohlenbriketts. Die letzteren kann man ja hinschütten, wohin man will, mit Kartoffeln darf man dies nicht tun. Auch die Städter müssen öfter einen Blick auf ihre Kartoffeln werfen und sollten sich nicht allzuviel darauf oerlaffen, daß bie Kar- ro;feln bei dem guten Herbst trocken in die Keller aekommen sind, womit an sich sonst eine gute Vor­bedingung für die Haltbarkeit während der Winter­lagerung gegeben wäre.

Die warme Witterung der letzten Wochen hat aber auch ihre Nachteile gerabe bei den Winter» kartoffeln gehabt, da diese vor dem Einlagern nicht ausreichend auskühlen konnten. Es kommt also darauf an, in den noch froftfreien Wochen möglichst

viel frische Luft an die im Keller lagernden Kar­toffeln herankommen zu lassen, wobei aufgepaßt werden muß, daß die Kellerfenster an Abenden, an denen mit hereinbrechendem Nachtfrost zu rech nen ist, geschlossen werden. Da der Städter auch keine Fühlung mit dem Wetter mehr au haben pflegt, ist es besser, vorsichtiger als nachlässiger zu |ein, insbesondere bei sternklaren Nächten.

Die wichttgste Arbeit ist das Durchlesen der Kar­toffeln innerhalb kürzerer Zeiträume. Es ist engu- nehmen, daß in den meisten Kellern die Kartoffeln unsachgemäß gelagert sind, daß keine Kartoffelhor- ten vorhanden sind, ja, daß nicht einmal eine Holz- unterläge vorhanden ist, auf die die Kartoffeln ge­schüttet wurden. Die Kartoffeln müssen also darauf« hin durchgesehen werben, ob sie noch fest und trocken sind. Wir wissen, baß dies eine sehr mühe­volle Arbeit ist, insbesondere, wenn größere Vor­räte vorhanden sind. Das kann aber auf keinen Fall von der Pflicht entbinden, dies zu tun, und es ist in heutiger Zeit nicht zuviel verlangt, wenn bie ganze Familie sich an dieser Arbeit beteiligt, denn es wollen ja schließlich auch alle effen. Ver­braucher, die ihre Kartoffeln verderben lassen, kön­nen mit einer Nachlieferung nicht rechnen. Darum Kampf dem Verderb bei den Kartoffeln"!

kommt und wegen ihrer Fichtenähnlichkeit, aber weit größeren Schönheit gern als Weihnachtsbaum ge­wählt wird, wenn man ihrer habhaft werden kann. Das ist natürlich nur sehr selten der Fall. Wenn man einen solchen Baum erwischt, handelt es ft meist um Kreuzungen aus der amerikanischen Edel­tanne. Unser eigentlicher Weihnachtsbaum ist aber kein Tannenbaum, sondern seit jeher eine Fichte und wird es wohl auch immer bleiben.

Keine Sprechstunde des Äreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisletters am Donnerstag, 20. 4.1943.

Aufnahme in die 7IGOAP.

Jahrgang 1925 der Hitler-Jugend ist äntragsberechttgt.

MSG. Zur Aufnahme in die NSDAP, werden die Angehörigen der Hitter-Jugend und des Bundes Deutscher Mädel des Jahrganges 1925 aufgerufen. Antragsberechtigt sind alle Jugendlichen, die eine ununterbrochene Dienstzeit in der Hiller-Jugend bzw. dem BDM. seit dem 1.5.1939 nachweisen können. Entsprechender Antrag zur Aufnahme ist unter Aus­fertigung eines eigenhändig unterschriebenen Auf­nahmescheines bei der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP, zu stellen. Der Aufnahmetag ist der 20. 4.1943s

Infolge der kurzen Bearbeitungszeit werden alle Angehörigen der Hitler-Jugend und des BDM. des Jahrganges 1925 aufgerufen, sich sofort mit ihren zuständigen Ortsgruppen in Verbindung zu setzen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiefen, daß die öffentlichen Ueberführungsfeierlichkeiten nur sym­bolische Handlungen darstellen, und eine Aufnahme in die NSDAP, nur rechtswirksam wird, wenn hierzu ein entsprechender Antrag bei der zustän­digen Ortsgruppe gestellt und der Aufnahmeantrags­schein der NSDAP, eigenhändig von dem Aufzu- nehmenden unterschrieben wurde.

Oer^ernsprechdienst an den Seterfüqen

Die Reichspost Libt bekannt, daß private Fern­gespräche am Weihnachtsabend und in der Neu­jahrsnacht von 19 Uhr an auf die Dauer von drei Minuten beschränkt werden müssen. In Anbetracht des Umstandes, daß der Femsptechverkehr in diesem Jahre ohnehin stärker ist als sonst und durch kriegs­wichtige Gespräche der verschiedensten Art in An­spruch genommen wird, sollte das Publikum auf jedes nicht unbedingt notwendige Ferngespräch an den Feiertagen verzichten, in wirklich außergewöhn­lich dringenden Fällen aber zur Entlastung der Lei­tungen und der an Weihnachten und Neujahr dienst­tuenden Beamten sich so kurz wie möglich fassen und sich auf die unumgänglich notwendigen Mitteilungen beschränken.

Als Helene und ihre Gäste beim Abendessen sitzen, kommt das Mädchen und sagt, daß Frau Bergen­roch am Telephon gewünscht wird. Man will ein Telegramm durchgeben.

Ein Telegramm aus Freiburg an Helene Bergen­roth.

Inhalt:Wieder in Deutschland. Weitere Nach» richt folgt. Grüße dich herzlichst." Unterschrift: Bergenroth."

3a danke", sagt Helene unb wiederholt den Inhalt des Telegramms.

Nun werden sie sich bald wiedersehen, werden sich sprechen und nicht nur eine einzige Stunde. Alles Quälende, alle Zweifel wird man auslöschen können. Der Herzschlag der Frau wird ruhiger.

Helene geht zu ihren Gästen zurück. Ihre Augen strahlen, als sie ihnen den Inhalt des Telegramms erzählt. Sie sprechen nun von Bergenroch und von seinen Arbeiten unb vom Krieg draußen.

Dann teilt sich bas Gespräch. Marswin und Rau­tenberg sind in einer wichtigen Erörterung, und Käte hört ihnen zuf

Der Oberförster beugt sich zu Helene vor. Der alte Herr legt seine Hand väterlich auf die der jungen Frau:Sie haben einen vortrefflichen, einen gediegenen Mann, liebe Frau Bergenroth. Manch­mal zwar ein bißchen sonderlich, wie?"

Finden Sie?" fragt Helene lächelnd und denkt immer noch an die Botschaft, die sie bekommen hat. Wieder in Deutschland ... Unb hört bann doch auf das, was der Oberförster erzählt hört jetzt sogar sehr aufmerksam zu

Ist Ihr Mann eigentlich musikalisch, Frau Ber­genroch?"

Er liebt die Musik sehr", erwidert Helene.Unb er spielt auch selbst."

Nun, bann möchte ich doch wissen, weshalb er an jenem Abend so eilig bavonlief. Es war im November. Ich hatte in Berlin zu tun, unb am Abend ging ich in die Philharmonie. Da treffe ich Ihren Mann Er sieht mich nicht. In der Pause will ich ihm natürlich guten Abend sagen. Da sehe ich wie er in die Garderobe stürzt. Nanu, denke ich. weshalb rennt denn der Bergenroth schon weg? Aber erwischen und fragen konnte ich ihn nicht mehr. Hat er Ihnen davon erzählt?"

Helene muß sich zusammen nehmen. Nur jetzt nichts merken lassen von der großen Spannung, bie sie erfüllt. Ein Begreifen steigt langsam auf.

Sie antwortet:Nun, vielleicht hatte mein Mann noch eine Verabredung an jenem Abend. Was wurde denn gespielt?"

..fturfriängler dirigierte, öaydn unb Brahms. Da läuft doch gewöhnlich kein Mensch davon!"

Preistreiber cm Pranger.

NSG. Gelegentlich her Ueberprüfung des Preis­gebarens des Landwirts und Zieaenhändlers Paul Kittelmann in Alsfeld wurde fcstgestellt, daß Kit' telmann beim Verkauf von Ziegen die gültigen Stop- preise unb Stopfpannen überschritten unb seine Zahlungs- unb ßieferungsbebingungen durch Uebergang zur Vorauskasse zum Nachteil seiner Abnehmer verschlechtert hat. Kittelmann hat Nutzziegen unter der Bezeichnung Zuchtziegen zu Preisen bis zu 150, 160 unb sogar 180 RM. je Tier an Verbraucher abgegeben, obwohl die Stoppreise ganz erheblich niedriger gewesen sind. Aber auch für von ihm verkaufte Ziegenlämmer hat er über­setzte Preise von 55 RM. und aufwärts je Tier gefordert und bezahlt erhalten. Kittelmann hat auch beim Verkauf von Häsinnen unzulässig hohe Preise, und zwar bis zu 35 RM. je Tier verlangt und genommen. Kittelmann hat aber nicht nur seine Ver­kaufspreise im Widerspruch mit der Preisstop-Ver- orbnung gebildet, sondern auch schon beim (Eintauf unzulässig hohe Preise bezahlt. Darüber hinaus hat er Verdienstspannen berechnet, die nicht in Ein­klang mit den Bestimmungen der Kriegswirtschafts- oerorbnung zu bringen sind.

Ein derartiges Verhalten kann im Interesse der Allgemeinheit und ganz besonders im Kriege nicht geduldet werden. Wer in seinem Geschäftsbetrieb bie an ihn zu fteüenben Anforderungen vermissen läßt und jetzt die Gelegenheit gegeben sieht, seine selbstsüchtigen, verantwortungslosen Ziele zu er­reichen, darf sich nicht wundern, wenn gegen ihn vor­gegangen wird. Wegen der festgestellten Verfeh­lungen hat bie Preisbildungsstelle bei der Hessischen Landesregierung dem Landwirt unb Ziegenhändler Paul Kittelmann mit sofortiger Wirkung jegliche Betätigung im Handel mit Ziegen und Kleinvieh untersagt und ihn in eine Ordnungsstrafe von 2000 RM. genommen. ,

Verhütet Weibnachtsbaumbrände!

NSG. Die Reichsarboitsgemoinfchaft Schabenver­hütung t)at folgende vorbeugenden Brandver- Hütungsregeln für die Weihnachtsfeiertage zusam­mengestellt: Schraube den Bcvum in einen massiven Ständer fest ein, und befestige den Ständer sorg­fältig, damit der Baum nicht durch spielende Kin­der umgerissen werden kann. Stelle den Baum nicht ans Fenster in die Nähe leicht entflammbarer Gardinen und Vorhänge, sondern in eine geschützte Ecke. Ordne die Kerzen nicht dicht unter Zweigen und Papierschmuck an! Die Flamme eines einzigen Lichtes kann einen gefährlichen Brand verursachen. Beginne beim Anzünden der Kerzen mit oen obersten unb beim Ablöschen umgekehrt, damit deine Kleidung nicht in Gefahr gerät, Feuer zu fangen! Laßt eure Kinder nicht unbeaufsichtigt am bren-

Ja, ich erinnere mich jetzt ..." Helene nickt. Mein Mann sprach davon. Unb er bebauerte sehr, nicht auch den zweiten Teil gehört zu haben."

In dieser Nacht findet sie lange keinen Schlaf. Der freudigen Erregung, die bas Telegramm Per­genroths ihr brachte, ist die tiefe Erschütterung einer an diesem gleichen Tage gewonnenen Er­kenntnis gefolgt. Jetzt begreift sie auch bie seltsame Veränderung in Bergenroths Wesen. Begreift seine kühle, unpersönliche Haltung in der letzten Zeit.

Richard war nach Berlin gekommen, hatte sie im Konzert wohl mit feiner Anwesenheit.überraschen wollen unb sah sie bann mit Rautenberg. Daraus zog er dann gänzlich falsche Schlüsse.

Zugleich aber steigt ein Zorn in Helene auf. Weshalb mußte Bergenroth so verschlossen sein! Konnte er sie nicht fragen konnte er denn nicht seine Zweifel aussprechen ...? Gleich wäre alles klar geworden.

Nem, er konnte das wohl nicht. Er mußte sich sagen, daß er kein Recht dazu besaß. Sie haben ja ihren Pakt so geschlossen, daß einer dem anderen völlige Freiheit zubilligt. In Helene ist ein Hin unb Her der Gebauten. Und es bleibt zuletzt doch ein Vorwurf für Bergenroth. Richard mußte wissen, daß Helene niemals etwas tun würde, das einen Schatten auf bie Ehre feines Namens werfen konnte. Muß man sich nicht wundern, daß der Ober­förster nicht auch sie und Rautenberg sah?

Jn Freiburg hatte der Lazarettzug nur kurzen Aufenthalt. Sanitäter und Schwestern kommen. Helle, fröhliche Frauenstimmen klingen auf.

Bergenroth kann fein Telegramm an Helene be­sorgen lassen, dann ruckt der Zug wieder an. Der Bahnhof, die Häuser bleiben zurück weiter die Fahrt immer näher der Heimat zu

Neben Bergenroth sagt ein junger Soldgt, daß er sich noch auf keinen Urlaub so gefreut hat wie dieses Mal.Zum erstenmal werde ich meinen Sohn sehen. Fünf Monate ist er alt." Und bann fragt er Ber­genroth: ,4)aft du auch Kinder, Kamerad?"

Nein", erwidert Bergenroth. Unb er denkt: Nein, noch habe ich keine Kinder ... Er sitzt still zurück­gelehnt. Seine Gedanken gehen zu Helene. Kinder

Da ist eine Frau, bie seinen Namen trägt, aber sie gehört ihm nicht. Dach nun wird der Solbat Bergenroth Klarheit schaffen. Er weiß, daß Helene zu seinem Leben gehört, in ihrer Hanb liegt die Zukunst.

(Schluß folgt.)