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ihm vorher innegehabte und gegenwärtig unbesetzte
(Nachdruck verboten.)
30. Fortsetzung.
zustecken.
(Fortsetzung folgt.)
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Me Vlnkermonake erfolgt auf Grund der Ersah- rungen der letzten Jahre, um besonders die Laer« gie-Sparaft4on zu unterstützen. Ja den dunklen Morgenstunden des Dialers fällt ein verhältnismäßig hoher Strombedarf für die Beleuchtungen der Wohnungen, Betriebe, Läden, Schulen zusammen mit dem verstärkten Einsatz der elektrisch betriebenen Bahnen und überlagert sich daher mit der um diese Zeit bereits voll in Erscheinung tretenden Jaduskriebelaskung. Je kürzer die Tage werden, um so stärker macht sich das Ansteigen des Strombedarfs in den Morgenstunden bemerkbar; in den Kraftwerken müssen zur Befriedigung dieses hohen, aber verhältnismäßig kurzen Spihenbedarfes Maschinen und Kessel eingesetzt werden, die während der übrigen Zeil des Tages nicht mehr in diesem Umfang benötigt werden. Am 2 9. März 1943, vormittags 2 Uhr, wird die Normalzeit wieder durch die Sommerzeit abgelöfl werden.
ziehen. Er habe für ihn Geschichte zum Lieblingsfach gemacht.
Mittwoch eine ik-Kriegsrath ashington ein«
richten.
des Ober, k beauftragt, tWrmeiftet
Der Geschichtslehrer des Führers gestorben.
Kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres starb in seinem Geburtsort St. Andrä in Kärnten der Geschichtslehrer des Führers, Professor Dr. Leopold Pötsch. Er war von 1901 bis 1903 Direktor
Schützt -as Crntegut!
Deine Ernte — unser täglich Brot!
Die Sicherung -es Beweises.
Recht haben allein genügt nicht. Recht muß auch bewiesen werden.
Ein Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
Verteilt das Erntegut! Je dichter es beisammen steht, um so mehr kann vernichtet werden!
Räder rollen für den Sieg! Auch die Räder der Erntewagen und der Mühlen! Wollen wir den Sieg erschweren, indem wir die Ernte gefährden? Lieber hundert Vorsichtsmaßnahmen zu viel, als eine zu wenig! Bauern und Erntehelfer, habt Ehrfurcht vor eurer eigenen Arbeit!
Vermeidet Selbstentzündung durch trockenes Lagern, ständige Wachsamkeit und Wärmemessung!
Wanderer und Dorfbesucher, fügt euch den länglichen Gesetzen!
Habt alle Verständnis für die Notwendigkeit einer gesicherten Ernährung!
Schützt das deutsche Erntegut!
berg bestimmt, von wo er dann als Landrat nach Büdingen versetzt wurde. Im vorigen Jahre wurde er zum Vizepräsidenten der Brandversicherungs- Darmstadt ernannt. Neben diesem Amt
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ftlfdjen Zugaben entschließen. b3 cÄen die unendlich feine und innige xb
W°S°rtsch°n Musik durch Kempfs geMr" - Im dritten Symphomekonzert der Brüssel r Philbarm^ Es, °°n d Berliner StaatekapellmeMr wwbfcti Heger dirigiert wurde erklonn hi» p°n'che Festmusik non Richard Strauß ^eaers überlegene Leitung beS sÄr ü , . ordjefters verbürgte eine fesselnde WiedergaÄ de« anspruchsvollen Äerks. - Nachdem in der F i n° Nischen Staatsoper Mozarts Entfüb. rung °us dem Serail" eine sehr beifällige Ach. nähme gestanden hat, wird di« M i l l ö ck e r -Ope. rette ,/Aasparone vorbereitet. Dann soll Nor. bert Schultzes „Schwarzer Peter" herauskom- ken"if?geplant. auffü,)run9 DOn Wagner,chcn Wer-
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an der Realschule in Linz a. d. D. und hatte als Lehrer für Geographie und Geschichte in den Jahren vorher Wolf Hitler als Schüler. Der Führer selbst würdigte in seinem Buch „Mein Kampf" Professor Pötsch als einen alten Herrn von ebenso gütigem, als aber auch bestimmtem Auftreten, der besonders durch eine blendende Beredsamkeit nicht nur zu fesseln, sondern wahrhaft mitzureißen vermochte. Dieser Lehrer habe es verstanden, aus der Gegenwart Vergangenes zu erleuchten und aus der Ser- 1 gangenheit die Konsequenzen für die Gegenwart zu
| . eine unvermeidliche Nebenerscheinung mei
nes Vorhabens, Malte Brackmann zu helfen und ihn vor größerem Unglück als dem, das er schon durchmachen mußte, zu bewahren. Meine größte Torge besteht nämlich darin, daß er nut Ihnen und Madame Perano die einzigen Zeugen vernichten könnte, die Wesentliches über den Brand aus Buena Esperanza auszusagen haben. Deshalb und deshalb allein habe ich Sie gebeten, Derakruz für einige Zeit zu verlassen., Das ist alles, was ich Ihnen noch sagen wollte."
Sie drehte sich um ging zur Tür. Gonzales starrte ihr nach. Er duckte sich leicht, als habe er die Absicht, zu einem Sprung anzusetzen. Sem Gesicht brannte.
Sehr interessant, Senorita Orgassa!" stieß er höhnisch hervor. „Aber war es auch sehr klug von tonen?" . .
Staren warf di- Tür hinter «ich ZU. Aus der Veranda stand der Diener und erwartet- sie. Er begleitete sie wortlos bis zum Tor. Die Taschen lampe in seiner war überflüssig, d° der Mond iiuiDifdien doch über die Kronen der Palmen ge- stiegen war. Karen hörte das scharfe Einschnappen des Schlosses hinter sich und bemerkte, nne der Diener wi^er über den knirschenden Kiesweg zum Haus zurückging. Vor ihr brannten die- Lichter von ftnrefter« Waaen und da war er selbst, feine ip to hob sich scharf gegen die Lich^rk-tte des Kor- los ab. Er kam ihr entgegen. Und plötzlich, oyne recht zu wissen, warum sie es tat, begann sie z laufen wie auf einer Flucht. «
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Stelle des Landrats des Landkreises Büdingen. Dem Jubilar, der sich durch fein Wirken als Dermal tungsbeamter wie auch durch sein jederzeit entgegenkommendes und freundliches Wesen in Stadt uni) Kreis Gießen große Sympathien erworben hat, gellen auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem heutigen Geburtstage.
Wieder Normalzeit.
Auf Borschlag des Reichsrnlnislers Speer als Generalinfpekior für Master und (Energie Hal der Ministerral für die Reichsverleidigung die Diedereinführung der Normalzeit im Dinker 1942/43 beschlossen. Der Uebergang vollzieht sich in Deutschland am Montag, 2. November, früh um 3 Uhr, um diese Zeit werden die Zeiger aller Uhren um eine Stunde znrückgestellt. Auch die übrigen europäischen Länder werden sich dem Ueber- ganz zur Normalzeit anschließen; dadurch werden Schwierigkeiten im Eisenbahnverkehr verhindert werden. Die Diedereinführung der Normalzeit für
3n vielen Fällen hängt der glückliche Aus- gang eines Rechtsstreites davon ab, daß alle Behauptungen bewiesen werden können. Es ist ganz gleich, um welche Ansprüche es sich im einzelnen handelt. In oermögensrechllichen Streitigkeiten muß der Beweis ebenso angetreten werden wie in familien- oder erbrechtlichen. Oft steht und fällt ein Anspruch mit der Aussage eines Zeugen. Kann der angegebene Zeuge die Behauptung einer Partei durch Eid bekräftigen, dann ist der Prozeß gewonnen. Gelingt dem Behauptenden nicht der Beweis, dann wird er mit seinem Anspruch abgewiesen und hat ban Prozeß verloren.
Gerade in Kriegszeiten wird es oft schwer halten, einen bestimmten Beweis zu führen. Der Hauptzeuge ist zur Wehrmacht einberufen und leistet Frontdienst. Oder Urkunden, die ein behauptetes Recht beweisen könnten, sind im luftgefährdeten Gebiet durch Bombenwurf zerstört worden. Ost kommt es auch darauf an zu verhindern, daß ein Beweis in der Zukunft unmöglich wird. Beispiel: Freund Albert ist auf einer Apfelschale ausgerutscht und hat ein Bein gebrochen. In seiner Begleitung befand sich sein Neffe, der in den nächsten Tagen zum Wehrdienst einrückt. Die Aussagen des Neffen sind für einen künftigen Schadensersatzprozeß wichtig und unerläßlich. Ehe Freund Albert dazu kommt, den Prozeß anzustrengen, ist sein Neffe bei der Truppe. Die Beweismöglichkeit ist dadurch in Frage gestellt.
Um zu verhindern, daß derartige Beweisschwierigkeiten auftreten, hat der Gesetzgeber ein sogenanntes Beweissicherungsverfahren geschaffen. Dieses Verfahren gab es schon in Frieden szeiten. Aber im Kriege hat es an erhöhter Bedeutung gewonnen.
Die Sicherung des Beweises ist eine gerichtliche Beweisaufnahme, die der Sicherstellung eines voraussichtlich Klüftig erforderlichen Beweises dient. Die Beweissicherung erfolgt unabhängig vom eigentlichen Prozeß, sie kann also insbesondere schon vor Beginn eines Prozesses erfolgen.
Es ist natürlich nicht angängig, daß jeder zum Richter läuft und einen Beweis sichern will. Es müssen beftimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die eine Beweissicherunq rechtfertigen. So können vor allem nur gewisse Beweise im Wege der Beweissicherung erhoben werden, und zwar die Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen und der
Atem ging stoßweise und gehetzt, sie zitterte am ganzen Körper.
„Was ist geschehen?" rief er bestürzt und drohend bereit, Gonzales zur Rechenschaft zu ziehen.
„Ach Frank, ich habe eine furchtbare Dummheit begangen. Gonzales war so unverschämt, so widerwärtig, daß ich mich da hinreißen ließ, ihm Dinge zu sagen, die ich nie hätte aussprechenn dürfen!"
Er legte den Arm um ihre Schuller und führte sie behutsam zum Wagen. Es war wunderbar, sie so führen zu dürfen und so nah zu wissen.
„Erzählen Sie", bat er und setzte sich neben sie. Ihre Finger zerrten an einem Spitzentüchelchen. Er nahm ihre Hände und hielt sie fest in den seinen. Allmählich beruhigte sie sich und konnte ihm von ihrer Unterredung mit Gonzales berichten.
„... er bedankte sich bei mir für die Warnung, und er bedauerte nur, daß mein entzückender Besuch aus solch einem unerfreulichen Anlaß erfolge ..."
„Das wußte dieser Kerl Ihnen zu sagen!" stieß Forester wütend hervor.
„Und da erklärte ich ihm, daß ich durchaus nicht gekommen wäre, weil ich um fein Leben und Wohlergehen bange, sondern weil ich nur eine einzige Sorge hätte. Malte Brackmann werde mit ihm und Ciquita Perano auch die einzigen Zeugen für seine Schuldlosigkeit aus der Welt schaffen ..."
„Bravo!" rief Forester laut und begeistert. „Das war deutlich! Daran wird der Kerl eine Weile zu schlucken haben."
„Ich möchte mir dafür die Zunge abbeißen!" unterbrach sie ihn.
„Weshalb denn? Das war die einzig richtige Antwort. Ich hätte dem Schurken noch ganz andere Sachen erzählt, und ich bedauere nur, daß ich nicht dabei war!"
„Mein Gott, Frank, verstehen Sie denn nicht, was ich damit angerichtet habe?" fragte Karen verzweifelt. „Die Warnung hatte doch nur dann einen Sinn, wenn es mir gelang, Gonzales zu überreden, Verakruz für einige Zett zu verlassen. Wenn er
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diele Jahre Assistent am Berliner Pharmazeutischen Institut. 1907 habilitierte er sich in Berlin und Übernahm 1911 das Extraordinariat der Pharma- zeutischen Chemie in Göttingen, von wo er später nach Frankfurt übersiedelte und dort 1920 0. Professor wurde. In Berlin ist er seit 1927. Der Deutsche Apothekerverein ernannte ihn 1929 zum Ehrenmitglied. Er ist der Erfinder des bekannten Herzmittels Antikal. — In diesen Tagen beging der emeritierte Ordinarius für Philosophie, Ge-
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hochschulnachrichlen.
Der ordentliche Professor an der Universität Berlin, Dr. Karl Mannich, ist auf seinen Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Mannich wurde 1877 in Breslau geboren. Er absolvierte zunächst die praktische Apothekerlaufbahn, studierte in Marburg und Berlin, promovierte in Basel zum Dr. phil. unb war dann
Beweis durch Augenschein. Augenschein ist die sinnliche Wahrnehmung des Richters von dem Zustand einer Person ober einer Sache (z. B. die Verletzungen einer Person ober bie Beschädigungen einer Sache; es fallen darunter aber auch Kostproben von Speisen und Getränken ober bie Feststellung von Geräuschen usw.).
Weitere Voraussetzung für das Beweissicherungsverfahren ist das Vorliegen bestimmter Gründe, die die Sicherung des Beweises rechtfertigen. So ist das Verfahren möglich, wenn der Gegner zustimmt ober wenn zu besorgen ist, daß bas Beweismittel verlorengeht ober seine Benutzung erschwert wirb, ober wenn der gegenwärtige Zustand einer Sache fest- gestellt werben soll und der Antragsteller ein rechtliches Interesse an dieser Feststellung hat.
Die Durchführung des Beweissicherungsverfah. rens ist abhängig von einem Gesuch. Das Gesuch muß enthalten: die Bezeichnung des Gegners, die Bezeichnung der Tatsachen, die bewiesen werden sollen, unter gleichzeitiger Angabe des Beweismittels (Zeuge, Sachverständiger, Augenschein) und die Darlegung des Grundes, der die Besorgnis rechtfertigt, daß durch späteren Beweisanttitt der Beweis erschwert und unmöglich gemacht wird usw. Das Gesuch kann schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle eingereicht werden. Es besteht kein Anwaltszwang, so daß der Betreffende selbst das Gesuch einreichen kann. Wenn es nicht möglich fein sollte, den Gegner schon im Antrag zu bezeichnen, dann ist im Gesuch auf diese Unmöglichkeit hinzuweisen.
Beispiel: Der A wird von einem Kraftwagen überfahren. Der Zeuge B hat nur den Unfall bemerkt, kann aber nicht angeben, welche Nummer das Auto hatte. In solchen Fällen braucht also der Prozeßgegner nicht angegeben zu werden.
Nach Eingang des Antrags wird die Beweissiche- rung durch Beschluß des Gerichts angeordnet. Welches Gericht zuständig ist, richtet sich danach, ob schon ein Prozeß anhängig ist oder nicht. Bei anhängigen Verfahren beschließt das Gericht des Prozesses über die Beweissicherung. Liegt allerdings dringende Gefahr vor, dann entscheidet das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Zeuge wohnt oder der Augenschein wahrgenommen werden soll. Dorthin ist auch das Gesuch zu richten, wenn noch kein Prozeß anhängig ist.
Die Beweissicherung hat die gleiche Wirkung wie
Aus -er Stadt Gießen.
Oie hölzerne »SMIIma*.
„Unser Herrgott hat einen großen Tiergarten", ist ein bekannter Ausspruch, der sich meist den Lippen eines harmlos Beschuldigten entringt, wenn er angegriffen wird und sich die Verteidigung nicht lohnt. Auf dem kürzlichen Grünberger Gallus- markt waren auch Tiere aller Art vertteten, vom kleinsten Kläffer im Hundezirkus bis zum Voll- bluthengst. Die Pferde haben es mir immer angetan. Da es nicht anging, die edlen Rösser auf dem Pferdemarkt zu besteigen, schwang ich mich auf die hölzerne „Allma". („Allma^ mit zwei l geschrieben!)
Karussellfahren ist auch eine Leidenschaft von mir, ich meine bas alte biedere, schon fast aus der Mode gekommene Pferbekarussell, benn ich habe kein Talent zum Stuka-Anwärter, um auf der Schiffschaukel oder auf dem Kettenkarussell mein Vergnügen zu finden. Wie gesagt, diesmal hatte es mir die „Allma" mit den zwei ls angetan. Ganze Generationen mag sie schon auf ihrem weißen, rundlich modellierten Rücken getragen haben. Von ifjr aus konnte man den ganzen Gallusmarkt überschauen: man konnte bas Gedränge an der Eisbube beobachten, man konnte zu den silber- beschuhten Mädels, die vor dem Vorhang mit ihren Röckchen wippten, hinübersehen und sich an ihrer Grazie erfreuen, rundenlang —, stundenlang. Nur hie und da wird man sachte ange- schubst, well wieder ein Groschen fällig ist.
Aber es kann der Beste nicht in Frieden Karussell fahren, wenn es ... Während das Karussell hält, tönt neben mir eine Stimme: „Wollen Sie nicht mal absteigen?" Eine Dame ift’s, die ihren Sprößling auf dem Arm hält. Einen Moment durchzuckt mich die Idee, ob ich mich an der Volksgemeinschaft versündige, wenn ich sitzen bleibe. Nein, sie sindet bestimmt noch ein freies Pferdchen für ihr Kind, denn bie Kinder sind durchaus nicht so seßhaft, daß sie Dauerrunden fahren. Indessen läßt bie Frau nicht locker. ,Hch meine, das Karussell ist nur für Kinder!" „Ach, ich finde es himmlisch hier oben, wollen Sie nicht auch. ein bißchen kommen?" — Es geht weiter, immer rundum. Sie ist der Antwort enthoben, und ich freue mich wieder an der bunten Welt, bie des Jahrmarktrummels, die aus ber Perspektive meines Pegasus gesehen um vieles reizvoller ist, wie wenn ich mitten drin stünde. Die Frau steht noch immer da, böse blitzt es in ihren Augen. Nun spielt sie ihren letzten Trumpf aus: „So eine alte Frau!", sagt sie voller Enttüstung.
War ich bamit gemeint? Ich mache freundlich winke, winke.. Jeder ist so alt oder so jung wie er sich fühlt. Warum mißgönnt man mir meinen Ritt? Ich habe weder mit den Beinen geschlenkert, obgleich ich kein Loch im Strumpf hatte, noch habe ich mit dem Röckchen gewippt. Ernsthafter und würdevoller mag Don Quichotte nicht auf feiner Rosi- nante gesessen haben. Bot nicht Richard III. einst ein Königreich für ein Pferd?
Wenn ich mal Fünfzig bin, werde ich vermullich immer noch auf Karussellpferden sitzen. Es lebe die hözerne Allma! M.D.
Vizepräsident Or. Braun 60 Lahre att.
Der Vizepräsident ber Hess. Brandversicherungskammer in Darmstadt Dr. jur. Henn. Braun, ber durch seine langjährige Tätigkell am Kreisamt in Gießen sich um die Entwicklung der Stadt und des Landkreises Gießen verdient gemacht hat, wird am heutigen 22. Oktober 60 Jahre alt. Vizepräsi'dent Dr. Braun wurde am 22. Oktober 1882 in Korner (Thüringen) als Sohn eines Arztes geboren, ber später in Herbstein wirkte. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Büdingen studierte Hermann Braun an den Universitäten Gießen und Leipzig Rechtswissenschaft. Im Dezember 1903 bestand er in Gießen die Fakultätsprüfung, im Frühjahr 1907 bie Staatsprüfung. Von Oktober 1907 bis August 1914 war er als Regierungsassessor juristischer Hilfsarbeiter bei der Landwirtschastskammer und beim Oberoersicherungsamt Darmstadt, hierauf bis Januar 1916 Regierungsassesfor in Groß-Gerau. Dort wirkte er bann bis zum September 1919, wo er als Landamtmann nach Bad Salzhausen versetzt wurde. Im Oktober 1921 kam er als Reaierungs- rat an bas damalige Kreisamt, jetzige Landratsamt Gießen, von wo er im Mai 1932 als Kreisdirektor nach Erbach im Odenwald versetzt wurde. Im September 1937 wurde er zum Kreisdirektor in Fried-
hier bleibt, so kann er doch damit nur einen einzigen' Zweck verfolgen, nämlich, Brackmann zuvorzukommen.
Ich wollte das Beste und habe genau das Gegenteil erreicht! Gonzales und die Perano sind nicht davor zurückgeschreckt. Malte Brackmann ins Gefängnis zu bringen. Wahrscheinlich haben Sie dabei darauf gerechnet, daß er den Anstrengungen der Gefangenschaft nicht gewachsen sein würde. Glauben Sie, daß die beiden auch nur eine Sekunde zögern werden, nun, da sie genau wissen, daß es um ihr Leben geht, Brackmann mit allen Mitteln und unter allen Umständen endgültig zur Strecke zu bringen?"
„Teufel ja ..stieß Forester erschrocken hervor, „baran habe ich allerdings nicht gedacht. Das ist eine böse Geschichte. Es wäre mir lieber, ich könnte Sie beruhigen, aber ich fürchte leider, daß Sie mit Ihrer Vermutung recht haben ..
„Ach, Frank, es wäre furchtbar, wenn Brack- mann durch meine Schuld etwas zustieße ..." Sie verbarg das Gesicht verzweifelt in den Händen. Forester beugte sich über sie, feine Lippen berührten für einen Augenblick ihre Schütter.
„Wir werden ihn finden, Karen, verlassen Sie sich darauf!" Er ließ den Motor anspringen und wandte den Wagen in scharfem Bogen.
Gonzales' Diener ging ins Haus zurück. Da er annahm, daß fein Herr den Salon bereits verlassen habe, trat er ohne Anmeldung ein. Gonzales stand wie erstarrt noch an derselben Stelle und fast in der gleichen Haltung da, in der er Karen Orgassa verabschiedet hatte. Der Eintritt des Negers riß ihn aus feiner Versunkenheit auf. Er fuhr zusammen und starrte den Schwarzen verstört an.
„Pedro —!" keuchte er und tastete nach seinem Herzen.
„Ich wollte fragen, ob Sie noch auszufahren wünschen, Senor Gonzales?"
Die Farbe strömte in Gonzales' Gesicht zurück. „Geh zum Teufel!" schrie er wütend und sah sich
Vie Preise der Stabt München.
Zum Abschluß der Kulturwoche der Hauptstadt der Bewegung gab Oberbürgermeister Fiedler d'° Ehrenpreise sur Musik, Literatur und bildende Kunst bekannt Es erhielten den Lenbach-Preis für das beste Portrat des Jahres Wolf Thaler den Ltteraturpreis 1941 Dr. Ludwig Friedrich Bar- thel den Literaturpreis 1942 der Dramatiker AZ°/d Blllinger für sein im Auftrag der Stadt geschaffenes Münchener Heimatfestspiel, den Mustkprets sur 1941 der Komponist Cesar B res. g", den Musikpreis für 1942 der Komponist Prof. Richard Trunk, dte Hausegger-Plaketie der Präsi- denk der Reichsmufikkammer Dr. Peter Raabe. 5örberungspreife wurden verliehen an die Komponisten Kurt Strom und Ernst Schiff mann die Pianisten Gerhard Münch und Hedwig Mößbauer, die Geiger Walter Dorr und Karoline Kraus. Die Stadt hat fünf neue Preise gestiftet: leinen Lebscher-Preis (5000 RM.) für das beste Münchner Architektur- und Sippenbilb, einen Cornelius-Preis (5000 RM.) für die beste Kompositionsleistung (Wandbild, Figurenbild usw.), einen Hildebrand-Preis (5000 RM.) fürtie beste plastische Arbeit, einen Schega-Preis (2500 RM.) für die beste Medaille, einen Peter- Halm-Preis (2500 RM.) für die beste gra- phische Leistung.
nach einem Wurfgeschoß um. „Ich werde dich lehren, unangemeldet ins Zimmer zu kommen!"
Der Diener rettete sich mit einem raschen Sprung hinter die Tür, keine Sekunde zu früh, denn der Aschenbecher sauste durch die Luft und zerschellte am Türpfosten in einem Scherbenregen.
„Vergebung, Don Fernando, ich dachte, bas Zimmer wäre leer", jammerte der Neger durch den Türspalt.
„Scher dich in den Wagen und warte, bis ich komme!"
Pedro verschwand eiligst. Gonzales verließ das Zimmer. Das Klirren der Scherben schien sein inneres Gleichgewicht wiederhergestellt zu haben. Er trat in eine kühle Diele, die mit ihren rings an der Wand aufgereihten Stühlen an die Salons der Senoritas in der Calle Mina erinnerte. Auf einem hochbeinigen Tischchen stand das Telephon. Gonzales nannte eine Nummer und wartete auf die Verbindung. Sie erfolgte in wenigen Sekunden. ,Hallo — Ciquita?"
„Fernando? Ja, ich bin am Apparat."
„Ich muß dich sofort sprechen! Komm zu mir oder warte auf mich?"
„Unmöglich, ich kann im Augenblick nicht kommen, und ich kann dich auch nicht empfangen. Ich habe hier eine sehr wichtige geschäftliche Besprechung. Aber gut, daß du anläutest, ich wollte dich ohnehin bitten, heute noch zu mir zu kommen, aber erst in einer Stunde."
Immer noch derselbe Abschluß: Zigaretten und Whisky?" fragte er mit hintergründiger Betonung, als stünden die beiden Worte in Gänsefüßchen. „Ich habe dir schon einmal gesagt, daß ich das Geschäft für unvorteilhaft Halle. Du wirst habet hereinfallen. Wenn es deine Absicht ist, deswegen heute mit mir au sprechen, so wiederhole ich dir, was ich dir schon einmal gesagt habe, daß ich nicht gewillt bin, auch nur einen Centavo in die Geschichte hinein»
NSG. Die Ernte bedeutet Brot für rund hundert Millionen Menschen. Und überall, wo dieses Brot in den Scheunen liegt, gilt es, für feinen Schutz und feine Unversehrtheit besorgt zu sein. Merke daher:
Ein einziger Funke aus der schlecht geschützten oder dem betreibe zu nahe stehenden Maschine, ein fahrlässiger Raucher, durchlässige Aschenkästen, undichte Schornsteine, beschädigte Schalter oder andere elektrische Anlagen, eine durchgescheuerte, transportable Zuleitimgsfchnur, all diese kleinen Nachlässibkeiten können die Mühe eines Jahres, die Arbeit von tausend HäiUren, das Brot für unzählige Menschen zunichte machen!
Schober urro Mieten ohne genügenden Mstand erhöhen bie Brandgefahr!
Heimer Regierungsrat Dr. phil. Adolf Diroff, sein goldenes Doktorjubiläum. Dyroff steht im 76. Lebensjahr. — Am 23. Oktober vollendet der Ordinarius für Anatomie an der Universität Innsbruck, Professor Dr. Felix Sieglbauer, sein 85. Lebensjahr. Sieglbauer wurde in Wien geboren, studierte in seiner Vaterstadt und habilitierte sich 1911 in Leipzig, 1918 wurde er in Innsbruck Or- binarius. — Professor Dr. meck. Bernhard Langend eck, Leipzig, ist zum o. Pro-fessor an der Universität Bonn sur Hals-, Nasen- und Ohrenhell- tiirtbe ernannt worden. Langenbeck wurde 1895 in Osterode geboren. Er studierte in Göttingen und Marburg und promovierte 1923 in Göttingen, fammer m 1931 habilitierte er sich in Leipzig, wurde 1937 versieht er zur ,-eit vertretung-wei,- nach ine non n.b. <1. 0. Professor und 1941 a.Q- Profesior, ch" «nh.l.h*»


