|92. Jahrgang Nr. 249
: Eichener Anzeiger
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Donnerstag, 22.©ftoberR2
Der Bluff der „großen Strategie
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Von unserem ««.-Berichterstatter.
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konsequenterer Verfechter dieser Linie als selbst
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bereiste und überall für England geworben
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Ferner gibt das OberfommdnDo der Wehrmacht bekannt:
Am 20. Oktober bei Tage griffen an der norb- afrikanischen Front britische Jagdbomber einen mit dem Roten Kreuz deutlich gekennzeichneten deutschen Hauptverbandplatz an. Das Operationszelt wurde zerstört. Die Verwundeten und das Sanitätspersonal halten Verluste.
Die Briten sehen also ihr völkerrechtswidriges Verhalten bemüht und ohne jede Rücksicht auf die primitivsten Regeln der TNenschlichkeit fort.
Das Oberkommando der Wehrmacht muh daraus die Folgerung ziehen, datz die britische Regierung keinen wert mehr darauf legt» die Genfer Konvention aufrechtzuerhalten.
JmGolfvon Suez versenkten deutsche Kampfflugzeuge in der Rächt zum 20. Oktober einen feindlichen Tanker von 5000 BRT.
Einige britische Flugzeuge flogen gestern nach Rorddeutschland ein. Vereinzelte Bombenabwürfe verursachten Verluste unter der Bevölkerung und Gebäudeschäden. Flakartillerie schoh ein Flugzeug ab.
Rördlich der Shetlands wurde ein feindliches Handelsschiff durch Bombentreffer schwer beschädigt.
In einjährigen schweren Kämpfen südlich des Ilmensees hat sich die ff-Iofenfopf-Di- Vision unter Führung des mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneten /^-Obergruppenführers Licke im Angriff und in der Abwehr besonders bewährt.
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Britische Jagdbomber greifen Hauptverbandsplah an
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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, im Oktober 1942.
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Alaska, in Südamerika und in Australien als der anderen, gibt der wahren Absicht Roosevelts ge- nügend Relief. Er hat als waschechter Yankee nicht verfehlt, rechtzeitig auf die „manifesty destiny“, auf die „offenbare Sendung" des Amerikanertums zum heil der Menschheit bei diesen wahrhaft grenzen« losen Plänen, die den ganzen Erdball umspannen, aufmerksam zu machen. Seine Brückenköpfe an der nordwesteuropäischen Küste (Nordirland—Großbritannien—Island), in den Araberländern zwischen dem östlichen Mittelmeer, dem Roten Meer, dem Kaspischen Meer und dem Persischen Golf, an der Nordostküste Südamerikas und gegenüber an der Westküste Afrikas, in der südöstlichen Flanke des Pazifiks (Australien) — die vor allem nach dem Verlust der Stützpunkte im westlichen Pazifik ausgebaut wurden —, feine Politik in Tschungking- China und sein Versuch, in Indien Einfluß zu gewinnen, sagen hier genug^
Dieser Rooseveltschen Strategie liegt ein sehr kühner Plan zugrunde. Es fragt sich nur, ob er bei den riesigen Entfernungen überhaupt Aussicht hat, schon in den Anfängen verwirklicht zu werden, es fragt sich aber auch, welche Rolle England und das
„Eine schreckliche Zeit -er Prüfungen
Smut« fordert Offensive zur Entlastung der Sowjetunion.
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquarlier, 21. Ott. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die anhaltende Schlechtwetterlage beeinträchtigte am gestrigen Tage die Kampfhandlungen im westlichen Kaukasus. Trotzdem erkämpften die deut- schen Truppen mit Unterstützung der Luftwaffe weiteres Gelände für die Fortsetzung des Angriffs.
In Stalingrad dauern die Kämpfe an. Flakartillerie der Luftwaffe versenkte ein Wolga- Frachtschiff. Die Luftwaffe griff bei Tag und Rächt Transportbewegungen, Bahnanlagen und Flugplätze der Sowjets ostwärts der Wolga an. Zwischen Wolga und Don nahmen die Sowjets mit neu herangeführten starken Infanterie- und Panzerkräften ihre Entlastungsangriffe von Rorden wieder auf. Sie brachen unter hohen Verlusten für den Feind noch vor unserer Front zusammen. Vier- zig Panzerkampfwagen wurden vernichtet und zahlreiche Gefangene eingebracht.
Italienische und rumänischeTruppen schlugen mehrere feindliche Uebersetzversuche am Don unter hohen Verlusten des Gegners zurück.
Heber der ägyptischen Front fand eine heftige Luftschlacht mit starken feindlichen Fliegerverbänden statt. Deutsche und italienische Jäger und Flakartillerie erzielten dabei unter geringen eigenen Verlusten einen großen Erfolg. Die genauen Ergebnisse liegen noch nicht vor. Deutsche Jagdbomber setzten ihre Angriffe gegen Flugplätze von Malta fort.
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ihnen der ehrlich erworbene Ruhm Rommels Kopf- schmerzen bereitet und weil sich vor allem Waoell und Alexander die Qualifikationen für solche Elogen längst verscherzt Haden. Es ist selbst in ernschaften Zeitungen, wie der „Times", die Rede von „kom-
mit allen Haßgefühlen, die solche Abtrünniaen aus- zeichnet — vor allem ein Dorn im Auge fein, daß die Aankees ihre Stiitzpunttgier in Afrika auch nicht im geringsten mehr zu tarnen für notwendig halten, daß sie vielmehr immer unverschämter und im Ärgeren Gefühl der britischen Ohnmacht sich an den Brennpunkten des Britischen Empires im Nahen Olten und in Afrika festsetzen. Der vielbesprochene ,Ife"-Artikel hat diese Lage von einer anderen Seite her beleuchtet, der Smuts-Besuch so kurz nach der Besetzung der Bahrein-Inseln durch nordameri- konische Truppen gibt weniger offen, aber immerhin
S SM" Ueto bie Huhrung heute b-. L weitgehend °°n den Yankeee b°stimn« m b llukerdem will Stalin von einem solchen gemein L Obertommando nichts wissen, sondern wM die Zweite Front", und zwar möglichst m Europas und außerdem somelKriegsma^- A .wie möglich. Stalin will keine Rechte an Die 1621. oder England abtreten, sondern verlang selbst von den beiden Partnern etwas.
hier kommen wir bereits zu dem p . * :em aller Erörterungen um die „gro^e Strategie .
Mieren Berl'tandnw daraus .»gewiesen, daß bereits Ham, l t°n der 1787 --j-ntlich zur Schassung d-r neuen V-rMimg der !<r-inigten Staaten beitrug, die Bemerkung ma^e ,We are the empryo of an empire. Und iehrzehnte später, als das Schlagwort vom „wm Es of the west“ die Runde machte rief Cai lou n aus- Wir find groß und in schnellem, fast Dklckiio irh ' s'aaen furchtbarem Wachstum begrif- Jnzwischen"ist sehr viel Wasser'den Patomm imnter^ aeilossen und der Durchbruch zum go- L JmpÄLu- ist längst erfolgt, ^°°se°el'- Utzpunktstrategie ist IÄand, jn
)pen und in Afrika als der emen Komponente, m
hat, im „Daily Telegraph" fest. Kanada, das sich jetzt schon mit dem Problem einer wachsenden französischen Minderheit herumschlagen müsse, werde vielleicht Anschluß bei den USA. suchen, und Australien werde s e l b st ä n d i g werden. Auch die britischen Kolonien konnten nicht mehr lange bei England bleiben, vor allem nicht diejenigen, die in der n o r d a m e ri k a n i s ch e n Einfluß z o n e lägen. England, das dann nicht mehr Die Kapital-Einfuhr aus dem Empire besitze und auch die finanziellen und Schifffahrtsverbindungen der Vorkriegszeit nicht mehr habe, werde zu einer übervölkerten kleinen Insel, zu einer nicht gerade sehr günstigen Bastion der neuen Welt in der alten. „Heute, da sich die amerikanischen Bundesgenossen noch kein endgültiges Bild von der künftigen Welt geschaffen haben, lassen sie sich noch umsUmmen. Eines Tages wird es viel- leicyt zu spät fein."
Verdienen, aber nicht kämpfen.
Die USA. sollen die „Produktionsfront" halten.
Lissabon, 21. Okt. (Europapreß.) Die Ankündigung des nordamerikanischen Oberkommandos über erhöhte Einziehungen zum Wehrdienst hat in einem großen Teil der nordamerikanischen Presse heftigen Protest ausgelöst. Man ist der Auffassung, das USA.°Oberkommando wolle sich plötzlich zu stark an der aktiven Kriegführung beteiligen anstatt sie auf andere Völker zu verteilen, die ebenso leistungsfähig seien. Statt umfangreicher Einberufungen solle man lieber einen Teil der Arbeiter in den Rüstungsfabriken arbeiten und sie Kriegsmaterial herstellen lassen. Die Aufgabe der USA. sei nicht so sehr die Kampffront wie die Produktionsfront, was für einen Sieg viel wichtiger fei, behauptet die nordamerikanische Presse. Besonders die nordamerikanische Luftwaffe scheine, wie z. B. der Leitartikler K. Lindley meint, plötzlich vom Ehrgeiz befallen zu sein. Man sollte doch lieber den Derbünde- t e n den Gefallen tun, ihnen Flugzeuge zu liefern und ihren kampferprobten Piloten den Vortritt lassen anstatt selbst in diesem Maße zu kämpfen.
Der südafrikanische Premierminister hat damit dem englischen Volk nichts Neues gesagt, denn auch Churchill hatte schon vor Jahren ihm „viel Blut und Tränen" vorausgesagt. Wenn der neugebackene Feldmarschall sich auch für eine offensive Kriegführung einsetzte, so wird damit der Druck, der von der britischen Oeffentlichkeit her, durch den Sowjetbotschafter Maisky geschürt, auf das britische Kabinett in Richtung auf eine größere Aktivität verstärkt, freilich ohne daß die Voraussetzungen dazu irgendwie anders würden. Denn wie der Tonnagemangel behoben werden könne, hat anscheinend auch Herr Smuts dem britischen Volke nicht verraten können.
Was wird aus England?
Lissabon, 21. Okt. (Europapreß) Die allgemeine nordamerikanische Auffassung sei es, daß das britische Empire in nicht so ferner Zukunft aus - einanberfallen werde, stellt der britische Agitator Walter M o n c t o n, der die USA. längere
menben gewaltigen Entscheidungen" und von Plä- |iitn, die in sehr naher Zukunft ihrer Verwirklichung tntgegenreiften. Man tut allerdiengs gut, bei so fatoßen Worten auch ein wenig die Situation zu berücksichtigen, in der sich England sowohl feinen sowjetischen wie dem nordamerikanischen Bundes- genossen gegenüber befindet. Stalins Unterredung mit einem nordamerikanischen Korrenspondenten über die zweite Front und Willkies unbedenkliche Äußerungen sind an der Themse noch nicht Der- oessen. Der Eifer, mit dem man von anderen Themen spricht und dem eigenen Dilemma eine positive Note zu geben versucht, verraten hier genug. Außerdem tut man aber gut, den Besuch von Smuts nicht nur unter dem Blickwinkel der englischen Blätter zu sehen, die heute vor Tatendurst förmlich bersten, weil das auf dem Papier ja ungefährlich und verhältnismäßig einfach ist.
Smuts ist vor allem einer der treuesten Anhänger des Ettip ire-Gedankens; heute sicherlich ein viel
Der Englandbesuch des 72jährigen südafrikanischen Smuts gibt der offiziellen Agitation die gewünschte Gelegenheit, mit M eg, ben allem Nachdruck die Fanfaren der „Offensivstrategie" p Ermitte. I blasen und der Weltöffentlichkeit oorzutäuschen, tolm Gangk, | als habe man im Empire noch genügend Spielraum, ^uern unb M sich den Schauplatz der „großen Wende" dieses ^Dorsch Krieges auszusuchen. Die Londoner Zeitungen nen- ir strengsten n(n Smuts einen „Quell der Kraft" und ein „mili- en Eisch-strategisches Genie", wahrscheinlich, weil
L um'da- K^mLria. äber befferj B« n Moskau, aber auch in Tschungkmg und ini Son m ziemlich abweichende Meinungen bestehen, l-herdem ist da nach die Srage bcs ,,D b e r t o m „andos der Alliierten, gegen das die
Oer Europäische Post- und Fernmeldeverein.
Am 19. Oktober wurde in Wien die Gründung-« akte des Europäischen Post- und Fernmeldevereins unterzeichnet. Mitglieder sind in alphabetischer Reihenfolge: Albanien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Rumämien, San Marino, die Slowakei und Ungarn.
Die Post ist ein getreuer Spiegel der politisch- wirtschaftlich-sozial-kulturellen Entwicklungsstufe. Sie hat in den letzten hundert Jahren im inneren Verkehr der einzelnen Staaten einen vorher ungeahnten Aufschwung genommen: mit Der Bildung großer Staaten in Europa, mir der Entwicklung der allgemeinen Derkehrstechnik, mit der Verbilligung der Tarife, mit der unglaublich erhöhten Bequemlichkeit der Postabfertigung. Wenn wir vor einem Postschalter anstehen müssen, so ist das fataL Aber in dem kleinsten Dorfe befindet sich wenigstens eine Postagentur und ein öffentlicher Fernsprecher. Das war nicht immer so. Das ist eine Errungenschaft der letzten hundert, ja, der letzten fünfzig Jahre.
Die Post ist dabei gut gefahren. Sie betreibt ein Massengeschäft, das zugleich ein Pfenniggeschäft ist. Im Ortsverkehr beträgt das Porto einer Postkarte — die Postkarte wurde zuerst 1869 in Oesterreich, am 1. Juli 1870 im Deutschen Reiche eingeführt? — 5 Pfennig, eines Briefes 8 Pfennig; im Ferndienst sind die entsprechenden Porti 6 und 12 Pfennig. Stellen wir uns einmal vor, daß wir einem kleinen Jungen regelmäßig den Bestellgang anverttauen müßten! Nehmen wir an, daß- er unbedingt zuverlässig ist! Würden 5 Pfennig als „Trinkgeld^ auch nur in Dem bescheidenen dörflichen Umkreis genügen? Oder 6 Pfennig, um in das Nachbardorf zu laufen? Schon in mittleren Städten — von Groß-
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Stockholm, 21. Okt. (Europapreß.) Der gegenwärtig in London weilende südafrikanifche Ministerpräsident Smuts hielt am Mittwoch in einet gemeinsamen Sitzung beider Häuser des britischen Parlaments eine Rede. Er forderte eine Offensive der „Alliierten" zur Entlastung der Sowjetunion und meinte, es wäre töricht, die Gelegenheit zur offensiven Kriegführung unausgenutzt vorübergehen zu lassen. Man dürfe dem Gegner nicht gestatten, seine Vorbereitungen zur Abwehr der alliierten Offensive noch' weiter auszubauen. Unangebracht wäre es jedoch, im gegenwärtigen Zeitpunkt mehr über eine Offensive zu sagen, weil dadurch nutzlose vielleicht schädliche Spekulationen hervorgerufen würden. Man müsse alles tun, um den Sowjetrussen bei ihren „kolossalen" Kriegsanstrengungen zu helfen, und zwar so schnell wie möglich. Smuts äußerte weiter, die Sowjetunion habe mehr als den ihr zukommenden Anteil an den gemeinsamen Kriegslasten Der Alliierten zu tragen. Schließlich sagte er prophetisch, vor den Alliierten liege noch eine schreckliche Zeit Der Prüfungen.
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8ritei? sich sehr sträuben, weil sie natürlich genau eicksu^tzkv riifo" bnü Ao facto die Kriegführung heute be-
britischc Empire in dieser globalen Strategie zu spielen hat. Bestenfalls doch nur die, von den Nordamerikanern in Die Rolle des stillen Teilhabers gedrängt zu werden, niemals aber Die, entscheidend und zur Erhaltung des brittschen Empires mitbe- stimmen zu können.
Hier liegt der Kernpunkt aller (Erörterungen, hier werden auch gleichzeitig die Schwierigkeiten klar, vor Denen Die „oerbünDeten Nationen" stehen. Denn in dieser „großen Strategie" spielt die S o w- j e tu n i o n natürlich nur Die Rolle, möglichst lange aushalten zu Dürfen, um Die Vorbereitungen Der Amerikaner bis zu jenem Punkt gedeihen zu lassen, an dem Roosevelt glaubt, losschlagen zu können. Und die Briten haben sich selbstverständl-ich ebenfalls diesen Washingtoner Plänen zu fügen, wobei ihnen klar sein Dürfte, daß inzwischen ihr Empire resttos vor die Hunde gegangen ist. Denn das Dumme ist, daß weder Die Achse noch Japan so lange warten werden, bis es Roosevelt gefällt, die ganze Erde als reife Frucht einzuheimsen, sondern 'Da6 die Dreierpaktmächte diesen Plänen bisher immer noch militärische Tatsachen entgegengestellt haben, die alle „großen strategischen Pläne" der Gegenseite restlos über den Haufen warfen. Auch das weiß man in London, und darum ist das Dilemma so groß, und Darum werden so viele Worte verschwendet ...
Zusammengebrochene Entlastungsangriffe.
Berlin, 21. Okt. (DNB.) Zwischen Wolga und Don erkämpften die deutschen Truppen neue Erfolge gegen die mit aller Wucht wieder einsetzenden bolschewistischen Entlastungsangriffe. Da die Lage der Verteidiger in Den Trümmerfeldern Des nördlichen Stadtteils von Stalingrad nach dem Fall der Werke ..Dsershinskij" und „Rote Barrikade" immer bedrohlicher wurde, versuchten die' Bolschewisten unsere Stellungen nördlich Der Stadt zu durchbrechen, um dadurch die deutsche Führung zum Abzug von Angrisfstruppen aus Dem Stadtgebiet zu zwingen. Nachdem durch Zivilisten und Sträflingskompanien Knüppeldämme durch das verschlammte Kampfaelände gelegt worden waren, stellte Der Feind drei frisch herangebrachte Schützen-Divisionen und etwa 12 0 Panzer zum Vorstoß bereit, Der am Morgen des 20. Oktober nach heftiger Feuervorbereitung durch Artillerie und Salvengeschütze begann. In harten Kämpfen wurden alle Angriffe unter schweren Verlusten für Den Feind abgeschlagen und dabei 40 Panzerkampfwagen vernichtet. Während die schlammbedeckten deutschen Infanteristen und Kanoniere im Norden Der Stadt diesen Abwehrerfolg errangen, nahmen unsere Truppen in Stalingrad selbst in erbitterten Nahkämpfen mehrere zu Stützpunkten ausgebaute Gebäude und drangen tiefer in die nördlichen Ruinenfelder ein. Die Luftwaffe setzte weitere Angriffe gegen das Hüttenwerk „Roter Oktober" an. Das wachsende Feuermeer erschwerte dem Feind den erneuten Aufbau feiner Verteidigung.
Wettersturz im Kaukasus.
Berlin, 21.Okt. (DNB.) Im Kaukasus- gebiet machten Regen und Schnee größere Angriffshandlungen unmöglich. Die Bäche in den engen Schluchten führen reißendes Hochwasser. Der Wettersturz hat die Anforderungen, die dieser Gebirgskrieg schon bisher an unsere Soldaten stellte, noch vervielfacht. Ueber große Strecken muß der Nachschub von Trägerkolonnen herange- schafst werden, da Die unbefestigten Waldwege auch für bespannte Fahrzeuge kaum benutzbar sind. Walddickichte und schnell gezimmerte Holzhütten sind in diesem kaum bewohnten Bergland Der einzige Schutz gegen Sturm und Regen. Trotz all dieser Erschwernisse stürmten deutsche Infanteristen nördlich Tuapse stark ausgebaute Höhenstellungen, die von Den Bolschewisten hartnäckig verteidigt wurden. Bolschewistiscke Schützen, Die sich im dichten Unterholz unmittelbar vor Den deutsche» Stellungen eingenistet hatten, wurden vertrieben. Sturzkampfflugzeuge belegten die in Felsennischen und Schluchten eingebauten Batterien mit Bomben.
Elf Briten an der Alamein-Front abgeschoffen.
Berlin, 21. Okt. (DNB.) Ueber der nordafrikanischen Front flogen etwa 22 britische Bomber im Sck)utze von 150 Jagdflugzeugen in mehreren Wellen gegen die Alamein-Front an. „Messerschmitt"-Staf- feln stellten die zahlenmäßige Uebermacht noch vor Erreichen der deutschen Linien. Die britischen Jagdflugzeuge wurden von Den Bombern getrennt, so daß Diese nicht imstande waren, ihre Bombenangriffe Durchzuführen. Während die deutschen Jäger die britischen Curtiß und Hurricanes bekämpften, setzte die Flakartillerie Der vorderen Frontlinie mit starkem Abwehrfeuer ein. Das den britischen Bomberverband zum Abdrehen zwang. Zwei britische Bom° der wurden abgeschossen. Hart am Rand Des Sperrgürtels versuchten die britischen Jäger sich zu sammeln, unsere Jäger aber schlugen sie zurück. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden neun britische Jagdflugzeuge bei nur einem einzigen deutschen Verlust abgeschossen. Die Briten drehten darauf nach Osten ab. Nachdrängende Deutsche Jaadflieger konnten beobachten. Daß einige britische Flugzeuge mit schweren Treffern zur Notlandung in Der Wüste anfegten.
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charakteristisch genug für die Zerrunaen und Span- nun gen zwischen Den Alliierten Aufschluß Darüber, bi welcher Zwangslage sich Die Briten befinhen, wenn sie heute von „kommenden großen Enffchei- düngen" und von Plänen sprechen, Die unmittelbar die „große Strategie" Der Alliierten zum Aus- pngspunkt hätten.
Es ist viel Davon in letzter Zett gesprochen worben, Daß die „zweite Front" vielleicht in Nord- afri fa errichtet werden würde. Roosevelts Herabsetzung Des Dienstalters von 20 auf 18 Jahre, fein Hinweis, daß nur sehr junge Männer die Strapazen eines Krieges „in Ueberfee" aushalten konn- ten, mögen solchen Gedanken neue Nahrung zusuh- ren, obgleich sich so etwas leichter ausspricht, als es dulchaeführt werden kann. Da ist zunächst einmal die Reise Des USA--Botschafters in Der Sowjetunion, Admiral Stanley, zur Berichterstattung noch Washington. Stanley selbst sagte, daß er über die Verhältnisse in Den USA. „nicht mehr genügend orientiert sei, mit anderen Worten: Stalin hat ihm (o gehörig eingeheizt wegen des ausbleibenden Kriegsmaterials, datz Stanley es vorzog, Roosevelt- ptrsönlich Den Standpunkt Moskaus vorzutragen, va sind auf Der anderen Seite aber die USA.- Senerale, die möglichst bald eine 10-Millionen- tirmee aus dem Boden stampfen mochten, was wiederum heitzen würde, datz Nicht eine Kanone mehr Nordamerika verlassen konnte. Hier ftch H n
M bereits die Geister, denn eine so che Annee braucht Jahre, und die Gegner dieser Militärs argiL «entieren — sicher nicht ganz mit Unrecht datz Bezug des Hitler nicht warten würde bis ein^ solches^ Riesen- "iA"s 1 beer völlig ausgerüstet und ausgebildet fertig je.
Ilnb dann ist da weiter noch Donald Nelson der Leiter Des USA.-Kriegsprc^uk wnsamtes Der ^on Einzel« ange nach LonDon reisen wollte, Den aberwich
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