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Dienstag, 22. September 1942

Eichener Anzeiger

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

B u k a r e st, September 1942.

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Berlin, 22. Sept. (DNB.) Dör Chef des- Ober­kommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Keitel vollendet am 22. September 1942 sein 60. Lebensjahr. Er entstammt einem alten nieder- sächsischen, der Scholle eng verbundenen Geschlecht,

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führte er im Winter 1914/15 eine Batterie. Im Frühjahr 1915 wurde er in den Generalstab des X. Reservekorps versetzt, das in den Vogesen, in Galizien und in Serbien und 1916 vor Verdun kämpfte. Dom Sommer 1916 an war er General-

ber Erdölerzeugung Europas an zweiter Stelle steht.

i^ine derartige Aufbauwirtschaft, wie sie in Ru­mänien auf den Gebieten des Ackerbaues und der Erdölgewinnung betrieben wird, kann natürlich nur dann von dauernden Erfolgen für die Zukunft des Landes wie des neuen Europa fein, wenn sie von der großen Mehrzahl des Volkes getragen wird. Hier, liegen verständlicherweise noch große Hinder­nisse.. Die Regierenden von gestern lassen sich bei einem organischen Aufbau naturgemäß nicht gleich mundtot machen. Die Macht der Gewohnheit fordert auch hier ihr Recht. Sie ist zwar sichtbar im Schwin­den, aber sie ist noch nicht verschwunden. Allein auch hier wirkt der Krieg als unerbittlicher Erzieher. Der Frontgeist ergreift ständig mehr die gesamte Be­völkerung. Sogar die sonst tonangebende Hauptstadt B u k a r e st erlebt jetzt das Gegenteil ihrer früheren Bestimmung: von der Front her weht ihr ein Geist zu, der sie die Vergangenheit vergessen läßt und auch sie einreiht in die hingebende Einsatzbereitschaft der Nation. Mögen deshalb immer noch schöne Frauen in de,r Calea Victoriei lustwandeln, mögen Luxus- geschafte noch in Europa schon selten gewordene Waren zu Phantasiepreisen ausstellen, es ist auch in Bukarest nur zum Abgewöhnen, das wahre Rumänien weiß sich eingereiht in den festen Marsch- I tritt der jungen Nationen.

seinem Anschluß an die Achsenmächte befindet.

Die halt- und ziellose Politik König Karls II. steht noch in zu lebhafter Erinnerung, als daß sie erst noch einmal gezeichnet werden müßte. Das Land kam unter ihm nicht aus den Erschütterungen her­aus: der politische'und wirtschaftliche Verfall wurde täglich sichtbarer, und das in einem Land, dessen Boden gesegnet ist mit einer beispiellosen Fruchtbar­keit, wenigstens in seinen Hauptlandschaften, und in dem sich dazu noch in dem Erdöl eine Energiequelle öffnet, um deren Besitz viele Länder Rumänien be­neiden. Wenn mau also hier von einer Wand­lung sprechen will, dann muß man sehen, wie weit sich eine solche in den beiden Hauptzweigen des rumä­nischen Wirtschaftslebens bemerkbar gemacht hat.

Von alterher gelten die Tiefländer der Walachei und Moldau an der unteren Donau als die Korn-

stabsoffizier zuerst einer Division an der West­front, seit Dezember 1917 des Marinekorps in Flan­dern unter Admiral von Schroeder. 1916 wurde Hauptmann Keitel mit dem Hausorden von Hohen- zollern ausgezeichnet. Nach der Teilnahme an Frei­heitskämpfen gegen die Polen in der Provinz Posen in das Reichs Heer übernommen, fand er zunächst als Lehrer an der Kavallerieschule Hannover Ver­wendung und führte dann anderthalb Jahre als Batteriechef die Traditionseinheit seines alten Re­giments. 1925 wurde er in das Reichswehrministe­rium . versetzt. Von 1927 bis 1933 stand er als Oberst an der Spitze der Organisationsabteilung, im Truppenamt, wie der Generalstab des Heeres da­mals hieß. In dieser Stellung leitete er den Auf­bau des Grenzschutzes in den östlichen Provinzen des Reiches und die ersten Vorarbeiten für die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrflicht. Nach der Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit durch den Führer' stellte Generalmajor Keitel 1934/35 die 22. Division m Bremen auf. 1935 über­nahm er als Chef des Wehrmachtamtes im da­maligen Reichskriegsministerium die verantwort­liche Leitung aller Fragen, die sich mit der Gesamt­kriegführung und dem Zusammenwirken der drei Wehrmachtteile befassen. Diese Probleme sind auch fein Hauptarbeitsgebiet geblieben, als der Führer am 4. Februar 1938 die Führung der Wehrmacht in feiner Hand vereinigte und General Keitel die Leitung seines unmittelbaren militärischen Füh­rungsstabes des Oberkommandos der Wehrmacht übertrug. Als einer der engsten militärischen Mit­arbeiter des Führers hatte der am 1. 11. 1938 zum Generalobersten Beförderte maßgeblichen Ein­fluß auf den Einsatz her deutschen Wehrmacht bei der Aufrichtung des Großdeutschen Reiches. Der Führer zeichnete Generaloberst Keitel nach dem Polenfeldzug mit dem Ritterkreuz aus und beför­derte ihn, nachdem er in Compiegne den Waffenstill­stand mit Frankreich abgeschlossen hatte, zum General­feldmarschall. Auch im weiteren Kampf um die Freiheit und Größe unseres Volkes steht General­feldmarschall Keitel als treuer Gefolgsmann an der Seite seines Führers.

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___Helmscherode bei Gandersheim. Er begann seine Soldatenlaufbahn 1901 nach der Reifeprüfung als Fahnenjunker im niedersächsischen Feldartillerie­regiment Nr. 46 in Wolfenbüttel. Als Regiments­adjutant rückte er 1,914 in den Weltkrieg, erhielt für seinen Einsatz in der Marneschlacht das E. K. I und wurde bei Reims verwundet. Als Hauptmann

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ihre praktische Durchführung vorzubereiten. Die Be­zeichnungNationales Erdölinstitut" stellt nicht eine der üblichen Redewendungen auf diesem Gebiete dar. Vielmehr betont sie mit Bewußtsein, daß es sich hier um eine Angelegenheit der Nation handelt, bei der auch eine ausländische Beteiligung auf finanziellem Gebiete unbedingt erwünscht ist. Deshalb ist vorgesehen, daß sich die bereits bestehen­den ober noch zu begründenden Unternehmungen der Erdölindustrie kapital- und personenmäßig z u 75 v. H. in rumänischer Hand befinden. Um der privaten Betätigung möglichst viel Anreiz zu geben, sind weitgehende Vergünstigungen in bezug auf Steuern, Abgaben und Taxen vorgesehen. Da­mit erscheint ihr nationaler Charakter, der auch noch durch eine starke Beteiligung des Staates unter­strichen wird, ausgiebig gesichert. Bei der Tatkraft der beteiligten Persönlichkeiten ist anzunehmen, daß die rumänische Erdölindustrie sich bald wieder auf die aufsteigende Linie begeben wird, wie es das Interesse der jungen Nationen in Europa fordert. Denn man darf nicht übersehen, daß Rumänien in

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Das Kubangebiet gehört klimatisch zum Schwarzen Meer, das Terekgebiet zum Kaspischen Meer. So gegensätzlich die Landschaft ist, so verschieden ist die Art des Stromes, der ihm den Namen gegeben hat. Wie der Kuban an der Nordseite des Elbrus, so entspringt der Terek aus den Gletschern des Kasbek-Massivs, tost bann burch eine berühmte Ena- schlucht unb erreicht bei Wladikawkas-Ordschonikidse eine Hochebene. Aber noch einmal winbet er sich durch ein enges Tal, um die Hügelkette der Sun- schaberae zu durchbrechen und dann bei Jekaterino- gradskaia jäh nach Osten abzubiegen. Hier wird er zum Steppenfluß. Hinter Mosdok, das an dem Nordufer noch 140 Meter hoch liegt und das, ge­stützt auf die Eisenbahn RostowDerbent, ein Han­delsplatz für die Steppenbewohner ist, wird sein Lauf träge, bis er in einem Delta in das Kaspische Meer mündet. Seine Mündung wäre noch ver­sumpfter, wenn, sie nicht durch Dämme über dem Niveau der umliegenden Städte gehalten würde.

Oer Webrmachiberichi.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 21. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am Terek wurden nach Aeberwindung schwie­rigen und verminten Geländes die wichttgen vom Gegner zäh verteidigten Städte Terek und Wla- dimirowskij im Sturm genommen.

In einzelnen Stadtteilen von Stalingrad das der Feind unter Zuführung neuer Kräfte ver­zweifelt zu halten versucht, sind noch erbitterte Stra­ßenkämpfe im Gange. Erneute Entlastungsangriffe gegen die Riegelstellung nördlich der Stadl brachen verlustreich zusammen. Bei Saratow warf die Luftwaffe Tanklager an der Wolga in Brand.

Nordwestlich Woronesch scheiterten wieder mehrere feindliche Angrifte.

Auch südostwärts des Ilmensees und südlich des Ladogasees wurden wiederholte Angriffe der Sowjets durch zusammengefahtes Feuer aller Waffen unter schweren blutigen Verlusten zer­schlagen.

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Da die Neuordnung tzer Verhältnisse ganz wefenl- kch von einer Steigerung d er Bohr tätig- ke-i t und diese wieder von der ^Beteiligung 'des Kapitals bei der Anlage langfristiger Un- rshmungen abhängt, ruft das neue G^tz em .Nationales Erdölinstitut ms Leben, b?m die Aufgabe zufällt, die wissenschaftliche Erd- I fr-formung und Erdöltechnik Z» fördern und sarntt lche mit der Erdölwirtschaft m Verbindung stehende i fragen allgemeiner Natur zu untersuchen und für

Monatlich.... .RM.1.80 LustellgebÜör... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Ssvrechauschlrrß 2251 tanschrift: ,Llnzeiger" check 11688 s-rankf./M.

Der Tag der Erinnerung an die Machtergreifung durch den Marschall Antonescu vor zwei Jahren sowie der Besuch des deutschen Reichswirtschafts- ministers Funk geben Veranlassung, die große Wandlung zu überprüfen, in der sich Rumänien seit

Kammern des europäischen Südostens. Wekzen und Mais sind die wichtigsten Feldfrüchte, deren Ertrag weit über den Bedarf des Landes hinaus- geht. Daraus ergibt sich eine bedeutende Ausfuhr, welche die Handelsbilanz des Landes von vornherein auf die aktive Seite einstellt. Natürlich ist der Er­trag des Bodens in hohem Maße von der Witterung des Jahres abhängig. Die beiden letzten Jahre lagen in dieser Beziehung ausgesprochen ungünstig, und erst dieses zeigt wieder ein freundlicheres Gesicht. Not ist nun nicht immer ein Unglück, vielmehr oft ein Erziehungsfaktor ersten Ranges im Leben des einzelnen wie eines ganzen Volkes. Das hat Ru- jnänien in diesen beiden Jahren bewiesen. Im allge­meinen waren die reichen Ernten hier mehr ein Geschenk des Himmels als das Ergebnis einer plan­vollen und einsatzbewußten Arbeit. Die Not Zwang nun, das Versäumte nachzuholen. Dabei trat der Vorteil des politischen Anschlusses an die Achsen­mächte wie des Ausgleichs mit Ungarn in fein rech­tes Licht: die befreundeten Mächte hielten es für Ihre vörnehmste Pflicht, dem leidenden Bundes­genossen mit Rat und Tat beizuspringen, zumal bie , Regierung Antonescu keinen Augenblick zögerte, tm Sommer 1941 mit in den Befreiungskampf Europas neben den Bolschewismus einzutreten.

Besonders mit deutscher Unterstützung begann tn Rumänien eine Inte nsivi er ung der Land» wirtschaft, die in diesem Jahre verspricht, die

Rumänien im Mrschiritt der jungen Rationen x Von unserem Dr.-Berichterstatter.

Vrühftche UmoersttStrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen SWtWT-»

Berlin, 21. Sept. (DNB.) Arn T e r e f stürmten Panzertruppen nach fünfstündigem Kampf die für die Fortsetzung des Kampfes wichtige Ortschaft Wladimirowskij, ostwärts des Terekflusses an d e r Bahnlinie Maiskij Ordshoni- k i d s e. Trotz hartnäckigen Widerstandes in zum Teil tiefgegliederten und durch zahlreiche Minen verseuch­ten Geländen war der Feind in feinen gesicherten und stark ausgebauten Stellungen der stürmenden deutschen Infanterie nicht gewachsen. In diesen Kämpfen wurden allein im Abschnitt einer Division über 1000 Minen ausgenommen. Nach Durchbruch durch diese Stellungen und Ueberwindung ejnes Sumpfgeländes stießen die deutschen Truppen weiter nach Süden vor und erstürmten die St a d t T e r e k am Ostufer des Terek.

In Stalingrad gewannen die Angrifsstruppen gegen hartnäckigen Widerstand weiter Boden. Beim Räumen einer starken, 200 m langen Minensperre ge­lang es einer Pionierkompanie trotz unausgesetzten heftigen Beschüsses in 36 Stunden 1500 Minen der Bolschewisten unschädlich zu machen, wobei ohne größere Verluste eine Gasse geschaffen würde für die vordringenden Infanteristen und Panzer. Gegen die R i e g e l ft e 11 n n g nördlich von Stalingrad rannten die Bolschewisten mit starken Kräften weiter an. Die Entlastungsangriffe wurden in erbitterten Kämpfen abgeschlagen.

Das Terekgebiet.

Das Terekgebiet, in dem jetzt lebhafte Kämpfe stattfinden, teilt mit dem Kubangebiet zwei Eigen­tümlichkeiten: es wird erdkundlich durch den Fluß Terek bestimmt, wie das Kubangebiet durch den Fluß Kuban; und d'e Landschaft, die nicht ganz jo groß ist wie Bayern, vereint auf verhältnismäßig beschränktem Raum die schroffsten Gegensätze. Da gibt es Steppe, da gibt es ein Mittelgebirge, das in manchen Abschnitten an die Sudeten oder den Schwarzwald erinnert, und im Süden türmt sich schließlich die schmale, aber jäh .emporsteigende Kette der kaukasischen Hochgipfel auf. Der Gegensatz zwischen dem Kuban- und Terekaebiet besteht darin, daß das westliche Kübangebiet sehr viel mehr Niederschläge empfängt als das öfttiche Terekgebiet.

Die Lufkwafte versenkte auf dem Ladogasee ein Frachtschiff, ein weiteres Zchift wurde beschä­digt und ein Bewacher in Brand geworfen.

Deutsche Kampfflugzeuge bekämpften gestern in der Dwina-Bucht bei Archangelsk trotz be­sonders schwieriger Wetterlage die Reste des britisch- amerikanischen Großgeleits. Drei Handelsschiffe wur­den mehrmals getroffen.

In Rordafrika griffen Verbände der deut­schen Luftwaffe feindliche Kräfte an der El-Ala- mein - Front und im südlichen Düftengebiet mit Bomben und Bordwaffen an. Vier britische Jäger wurden in Luftkämpsen abgeschossen.

In der Zeit vom 9. bis 20. September verlor die britische Luftwaffe 189 Flugzeuge, davqn 46 über dem RMtelmeer und in Rordasrika. Wäh­rend der gleichen Zeil gingen im Kampf gegen Großbritannien 22 eigene Flugzeuge verloren.

In den Kämpfen im Raum von Stalingrad schoß eine pommerisch-westpreußische motorisierte In- fanteriedivision bei der erfolgreichen Abwehr starker Entlastungsangrifte des Feindes an einem Tage 129 Sowjet-Panzerkampfwagen ab.

London windet sich.

Stockholm, 22. Sept. (Europapreß.) Die schweren Tonnageoerluste bei der Geleitzugkata­strophe im Nordmeer sind bisher in England tot­geschwiegen worden. Erst am Montagabend wurde Pressevertretern von der brittschen Admiraki-

tessrist unter den erschwerenden Verhältnissen des Krieges, der einen großen Teil der männlichen Be­völkerung zur Front rief. Aber gerade dieser Um­stund behob in manchen Gegenden die Schwierig- ' leiten, die sich sonst der Einführung landwirtschaft­licher Maschinen wie der Durchführung bestimmter Arbeitsmethoden und der Anwendung künstlicher Düngemittel entgegengestellt hätten. Ein guter An­ima ist nun gemacht. Man gewinnt in diesem Kahre den Eindruck, daß die Entwicklung auf dem testen Wege ist, einen organisatorischen Fortschritt »u nehmen. .. f .

Größere Schwierigkeiten bereitet die Ausbeute der nationalen Bodenschätze,'insbesondere des Erd­öls. Hier kann sich der Rumäne noch nicht so chnell von seiner Vergangenheit losen, wie das wünschenswert wäre. Er ist von Haus aus nach einer Veranlagung und Neigung Bauer. Alles, was tüt Technik und Industrie zusammenhangt, hat er dicht gerade ungern den Fremden überlassen. Hur trachte sich der Einfluß der Landeshauptstadt Bu- tarest bemerkbar, die sich darin gefiel, als o|t= fichster Vorposten westeuropäischer Zivilisation zu feiten, und deshalb ihretraditionellen' Beziehun- cen zu Paris gern unterstrich. Was allerdings nicht linderte, daß England als derBundesgenosse Frankreichs die Ausdeutung des rumänischen Crd- rls vornahm. Dieser Zustand bestand dis vor an- terthalb Jahren. Er bewirkte durch das Bergbau- seseh von 1937, daß die rumänische ErdEorderung ton 8,7 Millionen Tonnen im Jahre 1936 aus 5,1 Millionen Tonnen 1941 zurückgmg. Die .Meutung einer solchen Entwicklung für die Kriegführung kraucht nicht hervorgehoben zu werden, wenn man s eht, in welchem Maße die Motorisierung m allen Waffengattungen Platz greift.

Eine solche Sachlage verlangt natürlich eine erundlegende Aenderung der Verhältnisse, -ter ru- nänische Wirtschaftsminister Marine scu hat tiefer Aufgabe, gleich von seinem Eintritt m die Regierung Antonescu an, die größte Slufmertfam» leit geschenkt. Er hat am 17. Juli ein E r d o l g e s etz teroffentlicht, das die besondere Bedeutung des po- Ittsch wichtigsten nationalen Gutes herausstellt und tiefes aus der allgemeinen bergbaulichen Gesetz­gebung herausnimmt. Eine E r d ö ld ir e r 11 o n ijt eingerichtet worden, deren. Leitung Ende August Dr.

Preda, Generalsekretär im Wirttchastsrnmiste- f.um, übernommen hat. Es kann natürlich nicht er- vartet werden, daß die rumänische Erdolmdustne nm gewissermaßen über Nacht eine grunblia)e Ser; cnderpng erfährt. Die angelaufenen Maßnabmen nüffen aus den Hemmungen des Bergbaugesetzes ton 1937, die vor allem die Schürfungsrechte und ihre Ausnutzung betrafen, gelöst werden, damit sie . sch doch noch -p-irtschosttich wertvoll auswirken kon-

Vernichteie Gtalinhilfe.

Die Kämpfe gegen die Geleitzüge nach Murmansks und Archangelsk haben sich seit Februar sehr oerf schärft. Der größte Erfolg der deurlchen Kampf­flieger und U-Boote war bis vor kurzem die Ver­nichtung des großen Gelettzugs in der Zeit vom 2. bis zum 7. Juli. Am 8. Juli konnte die Versenkung von 33 feindlichen Schiffen von insgesamt 38 ge­meldet werden. Am 10. Juli wurde noch nacbge- tragen, daß von den verbliebenen sechs Dampfern weitere drei versenkt wurden.

Ein ganz ähnliches Exempel erleben wir in diesen Tagen. Der Geleitzug, der auf der Fahrt nach der Nordküste der Sowjetunion gewesen ist, war aber wesentlich stärker. Er zählte gar 45 Schiffe, die ent­sprechend gesichert waren. In den schweren Der- olgungskämpfen vom 13. bis 19. September wurden davon 38 Schiffe mit 270 000 BRT. erledigt: Am 21. September konnte der Wehrmachtbericht wieder­um einen Nachtrag liefern: deutsche Kampfflugzeuge, trafen am Sonntag in der Dwina-Bucht bei Ar­changelsk trotz besonders schwieriger Wetterlage von den Resten des britisch-amerikanischen Geleits drei Handelsschiffe. Die Dwina ist der größte Fluß Nordrußlands und mündet bei Archangelsk, einer seit altersher berühmten Handels- und Hafenstadt, in das. Weiße Meer. Archangelsk liegt ziemlich seitab, während Murmansk, nahe der nordfinnischen Grenze, verhältnismäßig leicht zu erreichen ist. Der britisch­amerikanische Geleitzug hat den Umweg vorgezogen, um den deutschen Fliegern zu entgehen, es hat ihm nichts genutzt.

Die Kämpfe im Nordmeer sind kein örtliches Er­eignis. Sie stehen in einer ganz unmittelbaren, ur­sächlichen Beziehung zu den Kämpfen um S t a lin g-r a b. Für Engländer und Amerikaner gibt es nur zwei Zufahrtswege nach der Sowjet­union. Den einen über Murmansk oder Archangelsk, den anderen über Iran. Vom Iran führt der Weg über das Kaspische Meer die Wolga aufwärts an Stalingrad vorbei. Der Weg über Iran (Persien) ist sehr langwierig und insbesondere für die Be­förderung von Massengut wenig geeignet. Die transiranische Bahn ist wenig leistungsfähig und muß Höhen von über 2500 Meter überwinden. Dann kommt die Umladung auf die Kaspisee- Dampfer und schließlich der Transport in der Sow­jetunion selbst. Daher suchen Engländer und Ame­rikaner immer wieder durch das Nördliche Eismeer durchzubrechen. Sie laufen hier ein weitaus höheres Kriegsrisiko als bei der Fahrt durch den Persischen Golf. Der Weg von. England nach Murmansk ist be­trächtlich kürzer als die Route um Südafrika herum, und zweitens bieten die doppelgleisigen sowjetischen Nordbahnen für die schnelle Verfrachtung von Mas­senmaterial ganz ungleich bessere Möglichkeiten als die eingleisige transiranische Bahn mit ihrem Zottelbetrieb.

Eine große amerikanische Nachrichtenagentur be­richtet, Churchill mache zur Zeitdie stärkste psy­chische Belastung" durch, weil er Stalins Hilfeforde­rungen nicht entsprechen könne. Die Hoffnungen, irgendwann einmal einezweije Front" zu eröffnen, hängen vollkommen in der Luft. Der englische See­lord Alexander hat am Sonntag denn auch in einer Rede in Sheffield erklärt, man tue ja alles, was möglich fei, aber es fei keine Hilfe für die Sowjets, wenn man eine Aktion unternehme, die zueiner katastrophalen Niederlage der eigenen Streitkräfte führen könne". Lord Winfter schreibt denn auch in derTimes", die englische Manier, die Schiffsversenkungsverluste nicht zu veröffentlichen, sei dahin zu korrigieren, daß im August allein zwölf Millionen BRT. Schiffsraum für militärische Zwecke gefehlt hätten! So ist der letzte große Schlag gegen den Nordmeer-Geleitzug mehr als eine verlorene Schlacht. Deshalb ist es, wie dieNew York Times" schreibt, auchzu einem offenen Konflikt zwischen Moskau und den Alliierten gekommen". Das Blatt schreibt:Wenn auch Männer und Frauen in den Straßen Stalingrads für die USA. kämpfen, so berechtigt doch nichts zur Forderung auf die Errich­tung einer zweiten Front, solange die Vorbereitun­gen nicht beendet sind. Es bedeutet keine Hilfe für die Sowjets, wenn die Demokratien im Westen ge­schlagen würden." Folglich läßt man die Sowjets geschlagen werden und hat für Salin nur den schwachen Trost, man bewundere die Tapferkeit der Sowjets, und einst werdedie Erinnerung an Sta­lingrad" fortleben! Damit wird auch der innere Zusammenhang zwischen der zweiten Front und den Kämpfen auf dem Meere klar.

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