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Nimm Deckung!"

Zeder Unfall im Betrieb ist ein Ausfall für die Front.

In den Betrieben der gewerblichen Wirtschaft werden in^den nächsten Wochen mehrere Millionen Hefte verteilt, die dem Ziel der Unfallverhütung in der Rüstungsschlacht und der allgemeinen Auf­klärung der Gefolgschaften auf diesem Gebiet dienen sollen.Nimm Deckung!" heißt die neue Pa­role an qlle in der Rüstungswirtschaft tätigen Volksgenossen.

General Thomas, der Chef des Rüstungs­amtes, ruft den Rüstunasarbeitern zu:Die Ar­beitskraft des deutschen Volkes ist das wertvollste Mittel der Krieasrüstung. Jede Stärkung der Ar­beitskraft verbessert die Rüstung und hilft mit zum Siege, Unfälle dagegen schwächen die Arbeitskraft und damit auch die Rüstung. Arbeiter der deutschen Rüstung, denkt daran, daß auch die Unfallverhütung mit zur Erringung des Sieges beiträgt."

Und der Reichsminister für Bewaffnung und Mu­nition Speer hat folgendes Geleitwort zur Ver­fügung gestellt:Das Vaterland braucht Eure ganze Kraft, denn Eure äußersten Anstrengungen in Hei» mat und Frontraum helfen entscheidend mit, dem Reich den endgültigen Steg zu erringen. Die Er­haltung Eures Lebens, Eurer Gesundheit und damit Eurer vollen Arbeitskraft ist daher oberstes Gebot

für jeden einzelnen von Euch. Schützt Euer Leben! Ihr schützt damit nicht nur Euch selbst und Eure Angehörigen, Ihr dient darüber hinaus Euren Kameraden an der Front und Eurem Volke."

Wie die Front nicht ohne Verluste fämp-ft, bringt auch die Millionenzahl der Schaffenden in der- stungsschlacht ihr Opfer an Leben und Gesundheit. Wie die Leistungskrost des Soldaten das höchste Gut der Truppe im Kampf bedeutet, so ist die Ar­beitskraft das wertvollste Gut, das der deutsche Mensch in die Rüstungsschlacht zum deutschen Siege einbringt. Jeder Unfall im Betriebe ist ein Ausfall für die Front, denn verlorene Arbeitsstunden be­deuten " verminderte Leistung. Daher ist es dem deutschen Techniker und Arbeiter im Rüstungsbetrieb mehr als Ehrgeiz, auch durch die Pflege seiner Ar­beitskraft die Leistung zu erhöhen. Das Streben nach unfollsicherer Arbeit erwächst aus dem stolzen Bewußtsein, auch, am Arbeitsplatz Soldat zu sein. So widmen alle Beauftragten für die Rüstungs­schlacht ihr ganges Bestreben im Verein mit der Wirtschaft und den gewerblichen Berufsgenossen­schaften dem Ziele, den Arbeitsunfall weitestgehend auszuschalten. Denn Unfälle gefährden den rei­bungslosen Nachschub.

Neue Schreibhefte nur gegen Vorlage der alten.

Der stellvertretende Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat mit Zustimmung des Reichswirt­schaftsministers eine Anordnung erlassen, die mit Wirkung vom 22. August 1942 den Verkauf von Schreibheften neu regelt. Danach darf der Einzel­handel Schulhefte aller Art nur noch gegen Vor­lage eines allen, mit dem Stempel der Schule ver­sehenen Schulheftes gleicher Art verkaufen. Die Abgabe des neuen Heftes wird in dem eingereichten alten vermerkt. Außerdem können Schulhefte gegen die Vorlage einer von einer Schule, einem haupt­beruflichen Privatlehrer oder einem Erziehungs­heim ausgestellten Bescheinigung, daß die Anschaf­fung des Heftes für Unterrichtszwecke erforderlich fei, abgegeben werden. Zuwiderhandlungen gegen sie Anordnung sind strafbar.

Gießener wochenmarktpreise.

* Gießen, 22. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 70, Wirsing, kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 22, misch - kohl 12, Bohnen, grün, 22 bis 25, gelb, 25 bis 28, Tomaten 35, Pflaumen 28, Zwetschen 32, Mirabellen 35, Renekloden 35, Salatgurken 30, Einmachgurken, das Stück 2 bis 6, Blumenkohl 20 bis 50, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich 8 bis 10 Rpf.

*

* * Die Hausbrand Versorgung. In einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte werden die Anordnungen über die Hausbrandoer- sorgung für den nächsten Winter veröffentlicht.

Verdunkelungszeit:

22. August von 21.34 bis 5.47 Uhr.

23. August von 2L32 bis 5.48 Uhr.

Aus der engeren Heimat.

Vorbildliche Eierablieferung.

* Hunge n, 22. Aug. Die Eierkennzeich- n u n g s ft e l l e S t e i n h e i m teilt uns mit: Nach­dem die Eiererfäffung in unserem Bezirk mit dem am 30. September zu Ende gehenden Lieferjahre soweit abgeschlossen ist, kann jetzt schon festgeftellt werden, daß die Ablieferung zum großen Teile hundertprozentig erfüllt wurde. Die Verwaltung der Genossenschaft hat deshalb be­

schlossen, an ihre Mitglieder, die ihr Liefersoll voll erfüllt haben, als Anerkennung neben der chnen AufaUenben Reichs Prämie eine Nachzahlung für alle abgelieferten Eier zu vergüten, deren Höhe nach Abschluß des Lieferjahres fest­gesetzt werden soll. Den in ihrem Liefersoll noch rückständigen Hühnerhaltern ist von jetzt bis zum 30. September noch Gelegenheit geboten, ihre Pflichtlieseruna durchguführen und sich diese Neben- einnahme zu sichern.

Vom Alsfelder Heimatmuseum.

Lpd. Alsfeld, 21. Aug. Im Kreise der hes­sischen Heimatmuseen nimmt das Museum des Alsfelder Gefchichts - und Altertums­vereins, das in dem herrlichen Renaissancebau des von 1565 bis 1571 errichteten Älsfelder Hoch­zeitshauses untergebracht ist, eine der markantesten und hervorragendsten Stellen ein. Das Museum stellt eine der schönsten und umfassendsten heimat­geschichtlichen Sammlungen dar und bildet neben dem altehrwürdigen Alsfelder Rathaus, einem

der schönsten Fachwerkbauten Deutschlands, * und dem Hochzeitshaus einen glänzenden ge­schichtlichen Mittelpunkt der Stadt Alsfeld. Die Schätze des Museums sind im Laufe der Jähre durch zahlreiche neue Stiftungen und viele weitere geschichtliche Funde ganz erheblich angewachsen, so daß es nicht mehr zu umgehen ist, eine weitgehende Umgestaltung und Neugruppierung in den reichen Museumsschätzen unter rationellster Ausnutzung der Räumlichkeiten durchzuführen. Dabei soll auch erstrebt werden, im Zuge der Neuordnung einen geschlossenen sachlichen Aufbau der Museumsschätze zwecks Herbeiführung größerer Uebersichtlichkeit über die Bestände und die darin zum Ausdruck kommende geschichtliche Entwicklung der Stadt und ihrer Land­schaft vorzunehmen. An der interessanten musealen und heimatgeschichtlichen Aufgabe wird bereits gearbeitet.

Landkreis Gieße«.

* Dilling en, 22. Aug. Der Landwirt Otto Müller I. von hier stürzte am gestrigen Freitag­

abend beim Einfahren von Roggen von dem hochbeladenen Erntewagen. Der bedau­ernswerte Mann erlitt dabei einen komplizierten Unterschenkelbruch. Die Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes verbrachte den Verun­glückten nach Gießen in die Chirurgische Klinik.

Ein viertes Todesopfer

der Hanauer Pilzvergiftung.

Lpd. H,anau 21.Aug. Die folgenschwere Pilz­vergiftung einer Hanauer Familie hat noch ein oiertes Todesopfer gefordert. Nachdem ein 39jähriger Mann und zwei Mädchen im Alter von 17 und 13 Jahren der verhängnisvollen Pilzmahl- zell erlegen waren, ist nunmehr als viertes Opfer

Helft Waldbrände verhüten!

Rauchen im Walde ist verboten!

der Tod eines neunjährigen Mädchens zu beklagen. Bei der Mutter besteht keine Lebensgefahr mehr, sie befindet sich auf dem Wege der Besserung. Bei dem jüngsten Kind der Familie wurden erfreulicher­weise keine Vergiftungserscheinungen festgestellt: es hatte von dem Mahl nichts oder kaum etwas ge­nossen.

Treue eines Schäferhundes.

Lpd. Marburg, 21. Aug. Don der Treue eines Schäferhundes wirD aus dem Dorfe Roßdorf bei Kirctchain berichtet. Dort hatte ein Schäfer seinen Hund an einen Interessenten aus dem Westfälischen verkauft, und das Tier wurde auf dem Bahnhof Kirchhain nach Brilon verladen. Kurze Zeit darauf kam der Hund zu seinem einstigen Herrn zurück; er hatte die über 150 km lange Strecke in etwas mehr als 30 Stunden zurückgelegt.

Fußball in Oaubringen.

Am kommenden Sonntag trägt die 1. Jugend von Dolllningen ein Freundschaftsspiel gegen die gleiche von Alten-Buseck aus. Da beide Mannschaften als gleich spielstark anzusehen sind, ist mit einem span­nenden Spiel zu rechnen.

Sieger des am vergangenen Sonntag durchge­führten Fußball-Turniers wurde Gießen-Wi^seck, das Daubringen im Endspiel nach Verlängerung 2:1 schlug, nachdem in der Vorrunde Gießen-Wie- seck gegen 1900 Gießen 4:0 gewann und Daubrin­gen den Bannmeister Leihgestern mit 2:0 besiegt hatte.

ßü^wfleilquelle Kaiislprutfe

tfe Bronnenverwaltang Biskircbeo * Ruf 44 - ertäHlicK

sparsam anwenden

Um eine möglichst gleich­mäßige Verteilung gu errei­chen, werden die Heumann- Heilmittel nur noch direkt in den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldüber* Weisung. Schriftliche Bestel­lungen müssen daher leider Unberücksichtigt bleiben.

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1$tras$ensammlung22./23,august B.2O

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