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wohl auf diese neuen Anzapfungen

Die jüdische Wurzel des USA.-Zmpenalismiis

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Das alliierte Regime im Nahen Osten

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neuesten Erläuterungen handelte es nur um eineDemonstration". Die werden kaum die Ueberzeugung

wird Churchill erwidern?

Nach seinen sich in Dieppe Bolschewisten

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Ankara, 21. Aug. (Europapreß.) Die rücksichts­losen Anforderungen der in den Ländern des Nahen Ostens stationierten britischen Truppen an die Lebensmittelbestände dieser Gebiete haben inSyrien und Libanon, in Palästina und Aegypten, besonders aber in Iran, zu immer neuen ernsten Krisen ge­führt. In der iranischen Stadt Buschehr kam es nach tagelangem Brotmangel zu einer Hunger- demonstration der Bevölkerung, die sich vor drei Warenlagern versammelte und sie zu stürmen

Abmahnungen nicht gewahrt wird, und er beschloß, es diesmal kurz zu machen.

Pallik, der mit den Inspektoren Takacs und Mol­nar und dem Amtsarzt Dr. Stetka bereits vor ihm angelangt war, stellte ihn den anwesenden Gästen vor und gab ihm eine kurze Schilderung des Falles. Das Festmahl hatte um halb Sechs begonnen (es war jetzt sieben Uhr vorbei) und es waren nur Herren anwesend, acht Herren, durchweg bekannte Philatelisten, deren Namen gelegentlich aller Ver­anstaltungen genannt wurden, die mit dem Sam­meln von Briefmarken zusammenhingen. Herrn Czikos war es gelungen, aus der aufgelösten Fer­rari-Sammlung einen prächtigen Satz gebrauchter Parale-Marken des Fürstentums Moldau aus dem Jahre 181)8 um 50 00 Pengö zu erwerben, ein Ge­legenheitskauf, der entsprechend gefeiert werden mußte.

Die Marken waren nach dem Essen rund um den Tisch herumgereicht worden. Feder der Gäste: Török, Szendy, Szasz, Szalay, Sip, Spolarits, Balogh und Posch, hatte die vier kostbaren Marken, die sich in einer Zellophanhülle befanden, in der Hand gehabt. Als Herr Balogh die Marken unver- sehrt an Czikos, den Hausherrn, zurückreichte, war plötzlich,das elektrische Licht erloschen, ein dumpfer, undeutlicher Lärm wurde vernehmbar, ein Fluch, das Geräusch eines Schlages, es klang, sagte Spolarits aus, als ob jemand mit einem Stock auf einen hohlen Kürbis geklopft hätte, eine Aus­sage, die in Anbetracht des durch einen Hieb auf den Schädel betäubten Aladar Czikos ehren un­angenehm zynischen Eindruck machte, worauf nach ein, zwei Minuten völliger Dunkelheit der Kammerdiener Bozaros auf die glorreiche Idee kam, das Licht wieder anzudrehen. Es würde fest- gestellt, daß Herr Czikos unter dem runden Tisch lag und die Moldau-Marken verschwunden waren. Neben dem Hausherrn log eine leere Champagner­slasche, und es konnte ohne weiteres angenommen werden, daß der Räuber dem guten Czikos mit der Flasche ein bißchen grob auf den harten, grauen

Churchills Abenteuer in Dieppe hat sich zu einer militärischen und politischen Katastrophe größten Ausmaßes entwickelt. Die Niederlage, die die Eng­länder und ihre Hilfsvölker erlitten haben, ist so vernichtend, daß man in London das Kind nicht einmal mehr beim richtigen Namen zu nennen wagt. Wenn die Agitätion so weiter geht, wird aus dem Unternehmen in den Berichten der Engländer schließlich nur noch ein Spähtruppunternehmen werden. In Wirklichkeit war es der Versuch, die zweite Front zu errichten. Dem entsprach der Ein­satz der Mittel und dem entsprechen auch die Ver­luste, die die Briten an Flugzeugen, an Schiffen, Menschen und Material davongetragen haben. Die­ser Versuch war ein Abenteuer. In deutschen Zei­tungen hätte Churchill im voraus nachlesen können, wie es ihm dabei ergehen würde. So hat Reichs­minister Dr. Goebbels genau vorausgesagt, was jetzt eingetreten ist. Churchill hat die Kata- stropbe also leichtfertig heraufbeschworen.

Allerdings war er nicht mehr Herr seiner Ent­schlüsse. Er mußte Stalin gehorchen. Die Bolsche­wisten hotten, wie der Sender Neuyork ausgeplau­dert hatte, den Briten für die Errichtung der zwei­ten Front ein Ultimatum gestellt. In seiner höchsten Not flog Churchill zu Stalin. Schon diese Reise war ein Vorbote der kommenden Katastrophe. Alle Welt weiß, daß Dünkirchen unmittelbar auf den Besuch Churchills im damaligen französischen Hauptquartier folgte, daß Hongkong fiel und damit der Eckpfosten der britischen Herrschaft in Ostasien ausbrach, unmittelbar nachdem Churchill bei Roosevelt gewesen war, und daß kurz nach dem zweiten Besuch Churchills in Washington den Eng­ländern Tobruk verlorengina uftd damit für die britische Front in Afrika und die gesamte Stellung der Engländer im Nahen und Mittleren Osten eine Katastrophe heraufbeschworen wurde, deren Aus­maß noch heute nicht voll abzusehen ist.

Churchills Besuche bei seinen Kumpanen haben diese Zusammenbrüche ihrer Fronten nicht etwa herbeigeführt. Das hieße Churchills Bedeutung zu hoch einschätzen. Die Katastrophen lagen vielmehr bereits in der Luft. Die Voraussetzungen dafür

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hatten die Waffen Deutschlands und seiner Ver­bündeten geschaffen. Im letzten Augenblick versuchte Churchill durch persönliches Eingreifen das größte Unglüct abzuwenden. In allen Fällen ist ihm das glänzend mißlungen. Heute schon erkennt man klar, daß auch sein Flug zu Stalin für Churchill und seine Kumpane unweigerlich Katastrophen im Ge­folge haben wird. Der Anfang davon ist Dieppe. Das Ende wollen wir nicht prophezeien. Wir wissen, daß Stalins verzweifelte Schreie nach der zweiten Front in den katastrophalen Niederlagen der Bol­schewisten ihren Ursprung hatten. Diese Schreie sind auch heute noch nicht verstummt. Der Moskauer Nachrichtendienst läßt sich durch die,Taß aus Neu­york berichten, daß auch in der USÄ.-Oeffentlichkeit die beschleunigte Errichtung der zweiten Front in Europa in verstärktem Maße gefordert werde. Was

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3m Raum von Drei.

Berlin, 21. Aug. (DNB.) Im Raum nördlich Orel, führte der deutsche Vorstoß zu hartnäckigen Kämpfen mit den sich in starken, tief gestaffelten Stellungen erbittert zur Wehr setzenden Bolsche­wisten. Die Schwere der Kämpfe wurde durch das von langen Regenfällen versumpfte Kampfgelände noch erhöht. Trotzdem brachen die' deutschen An­griffstruppen, von der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt, in die von breiten Minengürteln geschütz­ten und dicht mit Flammenwerfern bestückten feind­lichen Stellungen ein. Vergeblich versuchte der Feind seine wankende Kampffront durch Gegenangriffe mehrerer Panzerbrigaden zu entlasten. Der Ein­bruch in dem mehrere Kilometer tiefen, von Sümp­fen durchzogenen Kampffeld des Feindes wurde i n sehr schweren Waldgefechten erwei­tert und gewann in dem schluchtenreichen, durch Minenfelder, Baumsperren, Panzergräben, Bunker und Stützpunkte befesttgten Gelände weiter an Bo­den. In ungezählten Bunkern und Kampfständen mußten die Bolschewisten vernichtet werden, bis . Stück um Stück der feindlichen Stellungen bezwun­gen war. Die Einschließung und Vernichtung einer 5000 Mann starken feindlichen Kampfgruppe in einem Waldgelände war das Ergebnis hervorragen­der kämpferischer Einzelleistungen der deutschen In­fanterie.

Harte Kämpfe im Kaukasus.

Berlin, 21. Aug. (DNB.) 3m Kaukasusge- biet wurde im weiteren Angriff, der die deutschen, rumänischen und slowakischen Trstppen tiefer ins Gebirge hineinführte, der feindliche Widerstand in harten Kämpfen gebrochen. Schwere Gefechte ent­wickelten sich an Straßensperren und um zur Verteidigung ausgebaute Stützpunkte. Bei mehreren örtlichen Gegenangriffen des Feindes, bei denen die Bolschewisten auch einen Panzerzug ein- fetzten, wurden drei feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen. Zerstörerflugzeuge unterstützten die südlich des unteren Kuban und im Nordwestteil des Kaukasus vordringenden Truppen.

Kleine politische Nachrichten.

Am 9. August 1942 fiel bei den Kämpfen im Osten Ritterkreuzträger Helmut Schreiber- D o l k e n i n g, Hauptmann im Stabe einer Pan­zerdivision. Er war einer der ersten Ritterkreuz­träger des Heeres. Ende Mai 1940 drang er in eine große, vorn Gegner zäh verteidigte holländische Stadt ein und hielt die gewonnene Stellung meh­rere Tage hindurch gegen starke feindliche Kräfte.

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Der Führer verlieh das Ritterkreuz an: Haupt­mann Kahl, Hauptmann F l e ch n e r und Haupt­mann Stof f regen, die Führer der Kampfge­schwader, die die Sprengung und Vernichtung des feindlichen Geleitzuges im Nördlichen Eismeer vom 4. bis 7. Juli durchführten.

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Roosevelt hat eine Zusammenkunft britischer und amerikanischer Befehlshaber ins Weiße Haus ein- berufen. Unter den Eingeladenen befinden sich Admiral Cunningham, Admiral King, Harry Hop­kins, General Burns und andere mit der Durch­führung des Pacht- und Leihgesetzes Beauftragte.

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Auf der Insel Makin, im Norden der frühe­ren englischen Gilbert-Inseln, stationierte japanische Truppen haben 200 Amerikaner, die auf der Insel landeten, zurückgeworfen. Die Gilbert-Inseln waren bei Beginn des Krieges in Ostasien von japanischen Truppen besetzt worden.

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tungen Großbritanniens im Nahen Osten sollen englische Kulturinstitute angegliedert werden. Ihre Aufgabe wird es fein, durch Stipendien Studenten zum Besuch britischer Lehranstalten in jenen Län­dern zu bewegen und durch englisches Schrifttum Stimmung für die britische Sache zu machen.

LlSA.-Truppen in Iran.

Ankara, 21. Aug. (Europapreß.) Wie aus Te« heran gemeldet wird, wurden in Basra gelandete nordamerikanische Truppen, die über Bagdad ge­kommen waren, in der Gegend von Kermanschah in Garnison gelegt. Da damit zum erstenmal nord- amerikanische Truppen auf iranischem Gebiet stehen, gab der nordamerikanische Gesandte in Teheran im iranischen Außenministerium ähnliche Erklärungen ab, wie seinerzeit der britische Botschafter, daß die Truppen nämlich als Freunde kämen, in keiner Weise die iranische Souveränität beeinträchtigen wollten, und ihre Anwesenheit befristet sei.

Willkies Reiseroute.

Lissabon, 22. Aug. (Europapreß.) Zu der geplanten Reise Wendel! Willkies nach Sowjet­rußland und dem Nahen Osten teilte Präsident Roosevelt mit, Willkie werde folgende Länder des Nahen Ostens besuchen: Aegypten, Saudi-Arabien, Palästina, Syrien, die Türkei, den Irak und Iran. Er werde Briefe von ihm nicht nur an verschiedene Amerikaner, sondern auch an die führenden Per­sönlichkeiten der genannten Länder (neben dem Brief an Stalin) überbringen.

Roosevelt kann keine Truppen nach Australien transportieren.

Gens, 22. Aug. (DNB. Funkspruch.) In dem Bericht einer nordamerikanischen Nachrichtenagentur heißt es: Eine Erklärung Roosevelts, er würde gern eine Million Soldaten nach Australien verlegen, sei jedoch nicht imstande, sie zu trans­portieren, unterstreicht den Ernst der Lage auf See. Der Seekrieg hat das gleiche Stadium wie im letzten Kriege erreicht, als der britische Admiral Jellicoe zugab:Sie werden den Krieg gewinnen, wenn wir nicht die Versenkungen verhindern kön­nen, und zwar schnell."

Kurssturz für indische Aktien.

Stockholm, 22. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Folgen der indischen Unruhen machen sich für Eng- land in steigendem Maße auch auf wirtschaftlichem Gebiet bemerkbar. Die Kursstürze für indische Werte griffen jetzt auch auf die Londoner Börse über. Den größten Rückgang zeigten die Eisenbahn- werte von Rohilkund und Kumaon, die um fünf Punkte fielen. Auch die bengalischen Eisenbahnwerte gaben um 3V2 Punkte nach. Von dem Sturz sind ferner die Hafenanleihen von Kalkutta betroffen. Teeaktien gingen ebenfalls zurück.

Oie militärische Lage.

Wenige Stunden nur lärmte der Kampf um Dieppe, dann ging das Leben wieder seinen ge­wohnten Gang.' Auf die bombastische Ankündigung derTimes", die am Morgen des 20. 8. verkündete,. die Stunde der großen Opfer habe geschlagen, folgte einen Tag später im Reich die nüchterne Fest­stellung : 10 Stunden zweite Front. Wozu das? fragt man sich Unwillkürlich. Geschah es Stalin zuliebe? oder um die mahnenden Stimmen in England selbst zum Schweigen zu bringen? Wo­zu das? werden sich auch die 1506 Kanadier fragen, die nun das Völkergemisch der deutschen Gefangenenlager vermehren. Niemand außer Churchill kann diese Frage beantworten. Kurz war sein Traum von der Invasion, die nun nach­träglich gar keine gewesen sein soll.Ein Augen- blick gelebt im Paradies wird nicht zu teuer mit dem Tod gebüßt." Uns hat der Tag von Dieppe den Beweis erbracht, daß unsere Küstenab- wehr auf der Hut und stark genug ist, solche dilettantenhaften Versuche aus eigener Kraft zu be­reinigen. Sehnlichst haben alle die Posten und Wa­chen, die Besatzungen der Batterien und Stützpunkte, des ewigen Wartens leid, auf diesen Tag gewartet, an dem der Engländer käme, und voller Neid blicken die vielen anderen auf die Kameraden von Dieppe, die den Beweis ihrer Wachsamkeit und ihres Kampf­geistes erbringen durften. Man habe Erfahrungen sammeln wollen, behauptet nach dem Scheitern des Versuchs die Londoner Presse. Eine Erfahrung brachte man bestimmt nach Haus: daß mit der deutschen Küstenverteidigung nicht gut Kirschen essen ist.

Die Welt aber blickt nach diesem kurzen Zwischen­spiel wieder nach dem Osten. Mit der unserer schnellebigen Zeit eigentümlichen Selbstverständlich' feit haben wir uns daran gewöhnt, im Wehrmacht­bericht vom Kaukasus zu lesen. In wenigen

Narren aus sich machen! Sie werden die Zello­phanhülse mit den Marken in einer der leeren Flaschen auf dem Seroierbrett finden. In dec schwarzen Magenbjtterflasche? Ja? Sehr gut! Den Rest des Getränkes hat er wahrscheinlich schon früfjer in einen Champagnerkübel gegossen. Eine einfache Sache, Pallik: da keine Fingerabdrücke an der Champagnerflasche zu finden waren, mit der Herr Czikos niedergeschlagen wurde, mußte es ein Diener gewesen fein. Denn nur die Diener trugen während der Mahlzeit Handschuhe an den Händen. Und es war anzunehmen, daß der Kerl sobald wie möglich trachten würde, seinen Raub in Sicherheit zu bringen."

Juzbafzics murmelte ein paar Worte vor sich hin, aus denen zu entnehmen war, daß er sich zum Teufel wünschte, weil er so dumm gewesen mar, das Servierbrett mit der Magenbitterflasche unter anderem Geschirr sofort in den Speiseaufzug zu stellen:Wenn ich gewartet hätte ... Sie hätten mir nichts nachweisen können. Bozaros und Kletzel trugen ja^auch Handschuhe an den Händen."

Ach, Sie armseliger Dummkopf, ich hätte doch nur nachforschen zu lassen brauchen, wer von Ihnen dreien Briefmarken sammelt. Sie, mein Lieber, jammeln ... nicht wahr? Menschen, die niemals Briefmarken gefammelt haben, verstehen gar nicht, roie man sich für diese bunten Papierchen überhaupt mtereffieren kann. Sie halten, wenn auch irrtüm­lich, Briefmarken für wertlosen Plunder. Nur lei­denschaftliche Sammler können darüber zu Narren und Verbrechern werden. Ab mit dem Jungen, Pallik!"

Inspektor Pällik und der Kriminalrat betrachteten ftch eine Minute lang die vier Marken unter dem durchsichtigen Zellophan! 27, 54, 81 und 108 Parole. Rosablaugrunschwarz in der Farbe! 50 000 Pengö! Die Zeichnung: ein Posthorn ... darüber ein Ochsenkopf! Inspektor Pallik strich seinen grauen, buschigen Schnurrbart. Seine respekllose Rand- und Schlußbemerkung zur Affäry Czikos zeugte von gänzlichem Unverständnis für die Reize, Freuden und Leiden der Philatelie

Churchills blutige Katastrophenpolitik

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Oie Moldau-Marken.

Bon Edmund Finke.

Die Margareten-Jnsel ist ein recht stilles Billen- Viertel Budapests, den Sommer und die Sonntage natürlich ausgenommen. Schriftsteller, die es zu einem Bankkonto und einiger Berühmtheit gebracht haben, schildern die Insel als den Inbegriff der Vornehmheit Budapests, während das Volk be­hauptet, sie wäre eigentlich nur eine Art Rummel­platz mit den dazugehörigen Flüsteralleen, wo, nebst Palmkatzerln" an den Weidenbüschen, im Frühling auch die verschiedensten Arten, Ab- und Unarten der Liebe gedeihen.

Herr Mezaros, der berühmte Kriminalrat von der Polizeidirektion am Franz-Josephs-Platz, saß im Spielzimmer der Frau Karlovszky ikaukasische Eiche das Spielzimmer selbstverständlich: Frau Kar- looszky glich eher kühn geschweiftem Ahorn) und sagte soeben drei Ssnsatout an, als die Zofe herein­stürzte und Herrn Mezaros zum Fernsprecher rief. Er wurde durch diesen Anruf des Aergers ent­hoben, wieder einmal Frau Karlovfzkys irrefüh­rende Ansagerei tadeln zu müssen, die mit König, Zehner und drei Kleinen ein Pik angesagt hatte, was die drei Sansatout des Herrn Mezaros glatt­weg zum Einsturz gebracht hätte.

Mezaros hob den Hörer ab. Inspektor Pallik teilte ihm mit, daß in der Derek utca am Fuße des Sonnenbergs in Ofen-Tabän mährend eines Herren- diners^ein frecher Raub verübt worden war.Neh­men Sie, bitte sehr, ein Taxi, Herr Kriminalrat. Wir sind in zehn Minuten dort."

Als Mezaros in der Derek utca eintraf und ver­sonnen die fade, klafsizistifche Fassade des kleinen Palais des Herrn Aladar Czikos betrachtete, das zwischen Naphegy und Gellert hegy eingebettet lag wie ein gelbgrün gestrichenes Puppenhaus, ver­wünschte er seinen Beruf, den Beruf des Jägers, der unentwegt auf dem Anstand steht, der von all den schweren und leichten Jungen trotz häufiger

liebe. Von Jahrhundert zu Jahrhundert habe Pa­lästina nach Gottes Willen das Land der Ver­heißung sein müssen. Aber Vie Juden und Palästina allein hätten nicht das Königreich des Himmels hier auf Erden erbauen können. Das fei erst, nachdem Röm und Großbritannien sich als Grundlage eines jüdischen Himmelreiches auf Erden als ungeeignet erwiesen hätten, nunmehr in Amerika möglich. Dieses Amerika sei eigens zu diesem Zwecke vom lieben Gott ausersehen worden. In Amerika habe das -geistige Wesen des Judentums schließlich seinen Ausdruck finden müssen.

Kein anderer als der Vertreter des Präsidenten hat hier die jüdische Wurzel des USA.-Welttmperia- lismus vor aller Welt bloßgelegt. Roosevelts Politik entspringt dem jüdischen Missionsgedanken, der auf dem Boden des zu religiöser Hysterie neigenden Amerikanismus besonders gute Nahrung findet. Daß Mr.Wallace diese Gedanken unverblümt äußern kann, beweist, welchen Umfang die jüdischen Anschauungen in der USA.-Regierung sowohl wie in der führen­den Clique des politischen Nordamerika angenom­men haben. Man hat durch das Zeugnis von Wal­lace nunmehr ein neues Beispiel dafür in der Hand, weshalb Roosevelt die Unterstützung und das Lob des Weltjudentums so freigebig und uneinge­schränkt einstreichen kann. Er besorgt getreu ihr jü­disches Geschäft. Er trieb zu ihrem Krieg, er sucht die Leitung der Strategie dieses Krieges in seine Hände zu bringen. Er vollzieht den Willen der Weltbrandstifter! Und wird mit ihnen untergehen.

Kopf geklopft hatte. Zur Beruhigung aller kon­statierte Dr. Steka sofort, daß kein Schädelgrund- bruch vorlag, und daß Herr Czikos, der jetzt in seinem Schlafzimmer lag, wahrscheinlich sehr bald aus seiner Ohnmacht erwachen werde.

Mezaros sah sich aufmerksam die Anwesenden an. Da waren zuerst einmal die acht Herren, die zur Moldaumarkenfeier eingeladen worden waren. Sie standen aufgeregt wispernd im Speisezimmer herum (Herr Czikos war Junggeselle), rauchten und schüt­teten Weinbrand in die Kehle, offenbar zu dem einzigen Zweck, um die aufgeregten Gemüter zu beruhigen. Der Kammerdiener und zwei Lohn­diener, welch letztere nur für den heutigen Abend aufgenommen worden waren, (Hemer Juzbafzics und Gyula Kletzel, standen an der Wand bei dem gewaltigen Buffet aus schwarzer Eiche.

Mezaros wies auf die ominöse Flasche, die noch immer hinter dem Sessel des Hausherrn auf dem Boden lag: der Beamte des Fingerabdruckbüros, der mit dem Inspektor Pallik in die Derek utca ge­kommen war, nahm an Ort und Stelle die üblichen Manipulationen vor, es fand sich jedoch auf dem dunkelgrünen Flafchenglas, dessen glatte Fläche Fingerabdrücke am allerdeutlichsten aufbewahrt, nicht die geringste Spur eines Abdruckes vor. Me- zaros nickte zufrieden mit dem Kopfe, wandte sich sehr höflich an die anwesenden Gäste und sagte kurz:Meine Herren, Sie können nach Hause gehen."

Die Gäste starrten den Kriminalrat einen Augen­blick lang entgeistert an, um sodann laut auf- atmend zur Tür zu drängen, die hinaus in die Halle führte. Der Kammerdiener und Kletzel, der ältere Lohndiener, schlossen sich den Herren an, um ihnen in die UeberHeiber zu helfen. Juzbafzics hin­gegen nahm ein Servierbrett mit Flaschen und Glä­sern auf und stellte es in den kleinen, elektrischen Aufzug, der die im Erdgeschoß liegende Küche mit dem Speisezimmer verband.

Mezaros hob nachlässig die Hand und zeigte auf Juzbafzics:Los, Pallik, schnappen Sie den Bur­schen! Was doch Menschen manchmal für einen

versuchte. Nachdem die Polizei mit Steinen bewor­fen wurde, nnftde englisches Militär herbeigerufen, das zahlreiche Verhaftungen vornahm. Im Hafen von Basra weigerten sich Hafenarbeiter,' eine für englische Truppen bestimmte Lebensmittelfendung umzuladen, bevor ihnen der Lohn in Gestalt von Lebensmitteln ausgezahlt wurde.

Angesichts solcher Fälle halten es die Alliierten für angebracht, ihre Agitation in diesen Gebieten zu verstärken. Sämtlichen diplomatischen Vertre-

Die Fabel, die sich in der ausschließlich amerikani­schen Ansicht, Gottes eigenes Land zu fein, aus» drückt, lenkt unmittelbar auf die Psychose hin, aus der heraus die Regierung der Bereinigten Staaten von Nordamerika die moralische Begründung ihrer Beteiligung am Kriege zieht. Dieser Krieg wird von Amerika aus gesehen geführt aus rein imperialisti­schen Gründen. Roosevelt will durch ihn über das Erbe Großbritanniens zur Weltherrschaft au ffteigen. Als Herrscher in Gottes eigenem Lande fühlt er sich hierzu aus der alttestamentarischen Ueber­zeugung heraus, den Willen einer überirdischen Ge­walt rechtmäßig vollziehen zu müssen, berufen. Er und seine Regierung wie die in Nordamerika Po­litik und Leben bestimmenden Kräfte sehen sich als das Werkzeug Jehovas. Der USA.-Präsident und seine Mitarbeiter scheinen geradezu besessen zu fein von einem Missionsgedanken, hinter dem die nackte jüdische Forderung auf Beherrschung der Welt steht.

Dafür hat in einer Rede anläßlich der Verleihung einer Plakette der Zeitschrift der englischen Hoch­kirche an Roosevelt der USA.-Vizepräsident Wal­lace ein besonders eindringliches Zeugnis abge­legt. In einem Vortrag, den er bezeichnenderweise unter das ThemaWarum schuf Gott Amerika?" stellte, spricht er davon, daß die Weltgeschichte bis zum heutigen Tage nur ein Vorspiel zu einer groß­artigen Weltsymphonie zu sein scheine. In biefem Thema seien viele Präludien gespielt worden. Ein wundervolles Thema, so unterstreicht Wallace wei­ter seine Hinweise, sei, wie der Herrgott, Jehova, seine auserwählte Rasse, die Juden, besonders

haben, daß ihnen mit Demonstrationen vor der französischen Küste gedient ist. Churchill aber weiß, daß er mehr als in Dieppe überhaupt nicht zustande bekommt. Immer wieder berufen sich die amtlichen englischen Stellen darauf, daß sie jetzt wenigstens kostbare Erfahrungen gesammelt hättbn. Kostspielig wäre richtiger als kostbar. Allerdings haben sie erfahren, wie es ihnen ergeht, wenn sie gegen den eisernen Wall anrennen, mit denen Deutschland Europa vor Ueb ergriffen Fremder schützt, die auf dem Kontinent nichts zu suchen Haden. Sollte Churchill Lust verspüren, wettere Befehle Stalins in ähnlicher Form wie bei Dieppe auszuführen, bann weiß er jetzt, was ihm oder besser gesagt den von ihm ins Verderben geschickten Soldaten blüht. Jeder Fähnrich hätte dem Stra­tegen Churchill erzählen können, was bei einem Landungsversuch in Frankreich herauskommt. Aber Churchill Hot, wie in so vielen entscheidenden Augen­blicken seines Lebens, alle Ueberfegungen beiseite geschoben und seine Zuflucht zur blutigen Katastro- phenpolitik genommen.

bedroht oder eingeengt sind, müssen den Traum der Erneuerung einer universalen Seeherrschaft be­graben. Der Erdteil Europa, im Besitz dieser weit­reichenden Machtmittel, geführt durch Deutschland Italien, ist im Begriff, sich zur Einheit zu schließen und erhebt seinen Gegenanspruch auf einen Anteil an der Seeherrschaft. Ostasien, geführt durch Japan, beendet die Periode irnperialisttscher Einfluß- und Ausbeutungszonen und ergänzt die reoolutionäre Wandlung. Das Bild einer Drei­teilung der Großräume erhält fein Gegenstück in einer Dreiteilung der Seemacht, diesmal nicht verkörpert durch USA., England, Japan, son­dern durch Amerika, Europa und O st a s i e n.

Die heutigen Formen dieser Seemacht mögen zeitbedingt sein: gegen die Beherrschung der See­wege haben die zu ihrer Bekämpfung geeigneten Mittel zu dienen. Für die künftige Aufrechterhal­tung des Gleichgewichts zur See werden die erforderlichen Flottenformen gefunden werden, auch die eines Europas, das fremde Seemacht, ein­schließlich der englischen, von seinen Küsten und Außenposten abgeschüttelt haben wird. Dieses Gleichgewicht wird sich von derbalance of power" zugunsten einer dritten Macht tief unter­scheiden: es wird seiner Natur nach echt sein.

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