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MEDÖPHARM II ' Arzneimittel II

22. August 1942.

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Das feilende Wundpflaster

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Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher!

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Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herz­lich

Karl Knaden

Isolde Knaden, geb. Frey.

Gießen, den 22. August 1942.

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Was hat das Gewitter damit zu tun

daß die Milch schneller sauer wird? Wahrscheinlich be­günstigen Temperatur und Spannung der Luft die Bil­dung von Milchsäurebakte­rien, die den Milchzucker in Milchsäure verwandeln. Wie dem auch sei: Wir verwen­den die saure Milch weiter zur Quarkbereitung. Lassen Sie die Milch an einem war­men Ort völlig dick werden und schütten Sie sie dann auf ein sauberes Tuch. Ist die Molke gut abgetropft, mi­schen Sie den Quark mit süßer Milch und Zucker. Sie können ihn dann als Süß­speise zu Obst oder Kompott reichen oder auch mit einer Puddingmasse aus Monda­minpuddingpulver mischen. Das schmeckt besonders gut

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ch die flüchtenden Kolonnen stauen.

Sian braucht nicht im einzelnen zu wissen, was

schichtlichen Museum. Das Haus gehörte damals der Metzgerfamilie Mohr. Zur Erinnerung an diesen Aufenthalt Mozarts hat der Derschönerungsverem eine Gedenktafel gestiftet, die der Bildhauer Richard Bieringer entworfen hat.

Line Briefmarkensammlung der Stadt München geschenkt.

Die Arbeitsgemeinschaft der Münchner Briefmar­tensammlervereine hat die aus einem Nachlaß an- gekaufte und schon bisher der Stadtbibliothek leih­weise überlassene zwölfbändige Briefmarken- und Fälschungssammlung der Stadtbibliothek Phila- telistische Bücherei als Schenkung übergeben. Die Sammlung soll dauernd in München bleiben und den Münchner Briefmarkensammlern für Prü- fungs- und Forschungszwecke zur Verfügung stehen.

23 Todesopfer bei ein?m Schiffsunglück.

Bei heftigem Sturm kenterte südlich des chileni­schen Hafens Dalparaifo an der Westküste Süd­amerikas der MotorleichterLibertad". Zwei Monn der Besatzung und 21 Fahrgäste fanden dabei den Tod.

und die Wissenschaft, sich ihrer Verpflichtung gegen­über dem Volksganzen bewußt sind. So ist es not­wendig, daß während des Krieges die naturwissen­schaftliche Grundlagenforschung in denjenigen Be­reichen besonders stark vorangetrieben wird, in denen militärisch verwertbare Ergeb­nisse in absehbarer Zeit zu erwarten sind. Trotz­dem wird auch während des Krieges z. B. von der Wehrmacht und vomVierjahresplan" großer Wert darauf gelegt, daß auch diejenige Grundlagen­forschung innerhalb weit gesteckter Grenzen laufend weiter betrieben wird, aus der solche für den Krieg und die totale Wehrfähigkeit wichtige Ergebnisse er st inzehnoderzwanzigJahrenvi el- leicht erwartet werden können. Deutschland fühlt sich auch auf diesem Gebiet schon während des Krieges für den Frieden Europas und feinen wei­teren Lebensraum verantwortlich. Die Erkenntnis dringt vor, daß es im Wettkampf der Völker und Kontinente nicht allein darauf ankommt, daß wis­se nschaftliche Forschung betrieben, sondern daß sie mit solcher Intensität und mit solchen Mitteln be­trieben wird, daß der deutsche Vorsprung gehalten, fremder Vorsprung wieder ein- geholt werden kann. Der Krieg als der harte

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Freudig begrüßen wir unser drittes Mädel

Kerstin Margltta

Gertrud Moll, geb. Schmidt Dr. jur. Adolf Noll, Oblt. der Luftwaffe.

Statt Karten!

Für die freundlichen Glück­wünsche u. Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung sagen wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlichen Dank

Heinz Barth, Oberleutnant

Lieselotte Barth, geb. Angermann

Gießen / Schwaningen (Warthegau), im August 1942

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Unsere Ingrid hat ein Schwesterchen bekommen!

In dankbarer Freude Irmgard Stamm, geb. Felsing Dr. med. Ernst Stamm Ass.-Arzt, z. Z. ün Felde

Lieh, den 21. August 1942 z. Z. Unlv^Frauenklinik, Giefien

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Haupt,chriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Etellverttctcr bet Houptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Poiinl und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot (be­urlaubt); i. B. Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Drrtschast und Sport: Ernst Blumschein. m o

Druck und Verlag: Bruhlfche Umversitatädruckerei R. Longe K.G. Berlagsleitcr: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han« Deck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.__

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Churchill und seine Konsorten in Washington 'und Moskau denken sich alle paar Wochen etwas Mues aus, wie sie diesen Krieg gewinnen wollen. Erst hieß es 1942, jetzt wird der Sieg für 1943 geplant. Das Unglück will nur, daß die Deutschen 'immer schneller find. Unsere Divisionen im Kaukasus sind bedeutend schneller, als der Rückzug der bol- !schewistischen Verbände. Schneller -als sie ersetzt werden Emmen, vernichtet die Gewalt der deutschen iMsfen die feindlichen Panzer, und schneller als es die Werften schaffen, versenken unsere U-Boote die Mtbareii Handelsschiffe. Drüben wird lange kon- sferiert, während wir schnell handeln: Ob Dieppe ober Kaukasus das Tempo bestimmen wir.

Aus aller Welf.

Ihre Vermählung geben bekannt

Josef Schultheis Obergefreiter in einem Kampfgeschwader Marie Schultheis geb. Neeb

z. Z. im Felde Watzenborn-

Steinberg

und unerbittliche Wertmesser völkischer Leistungs- ähigkeit auf allen Gebieten hat aber auch die Er­kenntnis wieder unterstrichen, daß es nicht genügt, in einigen wenigen, mit allen Raffinessen ausge- totteten Großlaboratorien Forschung treiben zu lassen, sondern daß so viele Stellen und so mele wissenschaftlich befähigte Köpfe an die ungeheure Vielfalt der wissenschaftlichen Aufgaben eines Kriegs und der Lebensraumsicherung imtechnischen Zeit­alter" angesetzt werden müssen, wie es eben nur möglich ist. Deshall) ist mancher junge deutsche Wis- enschaftler, der viel lieber den grauen Rock träge, clbst während des Krieges verpflichtet, daheim am Mikroskop und am Labortrsch zu arbeiten. Welche Bedeutung naturwissenschaftliche Grundlagenfor- forschung für den Krieg und die künftige Lebens­raumsicherung hat, soll an wenigen Beispielen kurz verdeutlicht werden.

Die wehrhafte Bedeutung naturwissenschaftticher Grundlagenforschung ist im Bereich der exak­ten Naturwissenschaften am weitesten bekannt. Ob es sich um optische Instrumente, um Kampf- und Sprengstoffe, um Buna, Zellwolle oder dergleichen handelt, jeder Volksgenosse weiß heute, daß bei deren Entwicklung die Physik und Chemie die entscheidende Rolle gespielt haben. Eines der eindrucksvollsten geschichtlichen Beispiele für die kriegswichtige Bedeutung der chemischen Grund­lagenforschung ist die Gewinnung von gebundenem Stickstoff aus der Luft zu Beginn des Weltkrieges; ohne diese Möglichkeit hätte Deutschland damals nach wenigen Monaten den Krieg aus Munitions­mangel nicht weiteyführen können. Diese Großtat der chemischen Technik war jedoch in jenem Zeit­punkt nur möglich, weil ihr eine eingehende wissen­schaftliche Erforschung der beteiligten Reaktionen v 0 r a u s g e g a n g e n war, die zum größten Teil ohne jede Absicht aus technische Nutzanwendungen

deutschen Verein für Volkshygiene wurde Bumm zum Vorsitzenden gewählt. Er war ein^r der Grün­der des Kaiserin-Augusta-Diktoria-Hauses in Ber­lin als Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säug­lings- und Kleinkindersterblichkeit, Vorsitzender der deutschen Vereinigung für Säuglings- und Klein­kinderschutz, des Volksheilstättenvereins vom Roten Kreuz sowie des Verwaltungsrates des St.-Hedwig- Krankenhauses in Berlin. Bumm war Wirkl. Ge­heimer Oberregierungsrat, Inhaber der Preußischen Staatsmedaille für Verdienste um die Volksgesund­heit in Silber und der Goethe-Medaille.

Eine Mozart-Gedenktafel in Frankfurt.

Als siebenjähriger Wunderknabe weilte Mozart mit seinem Vater kurze Zeit in Frankfurt. Er gab in dem einstigen Scharfschen Saal, Ecke Tönges- gasse und Liebfrauenberg, Konzerte. Einem von ihnen wohnte auch der junge Goethe bei. Gewohnt, hat die Familie Mozart im Hause Bendergasse 3 gegen den Dom zu. Ein Fenster, in das Vater Mozart die Tatsache dieses Aufenthaltes mit einem Brillantring eingeritzt hat, ist heute im Stadtge-

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von Heil- und Kräftigungsmitteln gewonnen: fogc viele Schulkinder -wissen schon, weshalb sie tt)i Vitaminpille" verabreicht bekommen.

Bei all diesen Forschungen findet nicht nur Line immer weitgehende Spezialisierung und Aufsplitte-

Der gegenwärtige Krieg läßt mit zunehmender Deutlichkeit an Stelle des Phantoms einer kapita­listisch-imperialistischen Weltwirtschaft Lebensgroß- räume als organisch gegliederte Wirtschaftsbereiche hervortreten, die sich auch als politische Großräume konstituieren. Im amerikanischen, , im grohostosiati- schen und im europäischen Großraum sind die po­litisch führenden Staaten nicht zufällig zu­gleich diejenigen, die in ihren Bereichen auch in den Naturwissenschaften und in der Technik führen. Auf vielen, wenn nicht den meisten Gebieten der Natur- wissenschaften war Deutschland während der letzten 100 Jahre in Europa das fiihrende Land, das Kraft- und Strahlungszentrum des Abendlandes. Von Deutschland und von Europa haben die bei­den anderen Großraummächte die entscheidenden Anregungen für die Entwicklung ihrer eigenen Na­turwissenschaft und Technik erhalten. Aus der Tat­sache, daß neben der politischen und biologischen Kraft der Völker die Beherrschung und Weiterent- wicklung der wissenschaftlich-technischen-Mittel heute die unabdingbare Voraussetzung für die Selbstbe­hauptung eines großen Volkes wie des deutschen und mit ihm der europäischen Lebensraumgemein- schäft ist, ergeben sich für das neue Deutschland besonders große Verantwortungen und Aufgaben auch im Bereich der naturwifsenschaftlichen Grund­lagenforschung.

Unter naturwissenschaftlicher Grundlagensorschung versteht man diezweckfreie, aber n i ch t zwecklose Forschung", die auf die Erkennt­nis des Weltalls und der Erde im ganzen, ebenso aber auch auf die Kenntnis der irdischen Natur bis zu den feinsten Zusammenhängen im Aufbau der Materie und ihrer Kräfte gerichtet ist, ohne daß von vornherein an eine technisch-wirtschaftliche Ver­wertbarkeit g^acht wird. Sie wird getragen von dem Streben nach Naturerkenntnis auch dann, wenn sie mit der Natur scheinbar nichts mehr zu tun hat und wie etwa ein Teil der organisch- chemischen Forschung zahlreiche chemische Verbin­dungen untersucht, die mit dem organischen Leben in keinem unmittelbaren Zusammenhang stehen, sondern ausschließlich ein Ergebnis der Experimen- tierkunst des Chemikers sind. Daß dabei oft Irr­wege beschritten worden sind und weiter beschritten werden müssen, ist ein notwendiges Schicksal aller Forschung: dies darf aber nicht darüber Hinweg­täuschen, daß die Grundlagenforschung der tiefe Born ist, aus dem immer wieder grundlegend wich­tige Anregungen und Erkenntnisse für die zweck­gerichtete angewandte Forschung und für die Technik herausfließen. Die Technik fetzt im wesentlichen Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung in eine Form um, die wirt­schaftlich, militärisch usw. brauchbar ist. Oft wird die prattische Bedeutung einzelner Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung freilich erst' nach Jahrzehnten sichtbar: so war es bei den elektromagnetischen Wellen, auf denen die Ent­wicklung des Radios und der Radioindustrie auf­baut, so bei den chemischen Umwandlungsprozessen, die aus Kohle und Kalk eine gummiartige Masse für den naturwissenschaftlichen Laien eine wissen- schafttiche Spielerei!, schließlich aber das hoch­wertige Buna werden ließen.

Dertotale Krieg" und darüber hinaus der Kampf um Lebensraum und Lebensficherung kann nur von einer Volksgemeinschaft geführt werden, in der alle Glieder und damit auch die Hochschule

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rung in einzelne Wissenschaftszweige statt, sondern auch immer wieder ein Hinübergreifen in benach­barte Fächer und deren Arbeitsmethoden, eine Zu- ammenfassung in und eine Neubildung von Grenz­wissenschaften. Die moderne Chemie ar- beitet weitgehend mit physikalischen Me­thoden und Ueberlegungen: die Neuerschließung von Stoffklassen wie der Carbonyle und bestimmter Fluoroerbindungsreihen gelang z. B. erst nach ein­gehenden energischen Ueberlegungen, Röntgenappa- ratur und Elektronenmikroskop gehören heute zum Handwerkszeug des modernen Chemikers, des Mine­ralogen, des Biologen usw.

Was weitsichttge Forscher schon zu Beginn des Jahrhunderts gefordert haben, hat erst der Natio­nalsozialismus als Rassegedanken in den Mittelpunkt unserer Weltanschauung gestellt und in seinen Gesetzen zur Rasse- und Erbpflege in 'Anwendung gebracht. Eine volle Auswirkung wird sich erst in den nächsten Generationen zeigen: auf ihnen beruht zum guten Teil die Gewißheit von der großen Zukunft unseres Volkes. Die spezielle menschliche Erblehre erhält dabei ihre dauernde Befruchtung und die Ausweitung ihrer Grundlagen aus den Erkenntnissen der experimentellen Forschung an Pflanze und Tier: die M u t a t i 0 n s f 0 r - s ch u n g z. B. weist unmittelbar Wege zur Ver­ringerung der Gefahr mutatioer Schädigungen des Erbgutes.

Die Vererbungsforschung ist auch die Grundlage für die großen Erfolge der Pflanzenzüch­tung. Die reine Auslesezüchtung ist ergänzt worden durch die Kombinationszüchtung. Die Erkenntnis z. B., daß eine bestimmte Eigenschaft wie etwa der (Ertrag durch verschiedene Erbanlagen bestimmt sein kann, führte durch Kombination zweier Sorten mit gleichem Ertrag zu einer Sorte höheren Er­trags (Transgressionszüchtung). Durch Züchtung von krankheits- und frostwiderstandsfähigen Sorten konnte vielfach die Sicherheit des Ertrages erhöht werden. Durch Eingriffe in die Zahl der Chromo­somen, jener im Zellkern sich findenden fähigen Erb- träger, können Eigenschaften der Pflanzen ver­ändert, ja, vielfach kann ein Riesenwuchs hervor­gerufen werden: entsprechend lassen sich' an Stelle steriler Kreuzungen fertile Bastarde etwa aus Weizen und Roggen: ein alter Wunsch erzeugen. Da Erbanlagen gelegentlich mutieren, können ge­legentlich Pflanzenaus der Art" schlagen und dabei für uns wertvolle Eigenschaften vorweisen: so war es bei der Süßlupine, die aus den drei bitter­stofffreien Lupinen unter zwei Millionen unter­suchten Pflanzen eine Glanzleistung der Züch­tungsforschung unter Erwin Baur entwickelt wurde und bereits heute wegen ihres großen Nah­rungswertes außerordentlich große volkswirtschaft­liche Bedeutung erlangt hat. Heute versucht man, solche Mutation experimentell auszulösen: welche Bedeutung ihre Ergebnisse für unsere Nahrungs- freiheit und Wehrkraft Haden können, läßt sich noch gar nicht abschätzen.

Die organische Chemie, die stch als Wis­senschaft mit dem Bauplan der Ko y len st off - Verbindungen und den Gesetzmäßigkeiten ihrer Umwandlung, befaßt, kennt heute saft eine Halde Million solcher z. T. künstlicher, d. h. der Natur unbekannter Verbindungen. Diele von ihnen sind wie zahlreiche Treib- und Werkstoffe zu entscheiden- >den Faktoren unseres nationalen Lebens geworden (Benzin- und Kautschuksynthese, Zellwolle u. a.). Die Erfahrungen einer zwangsläufige Autarkisierung während des Weltkrieges find feit 1933 mit beson­derer Energie vorangetrieben worden. Hierbei ist heroorzuheben, daß bei den synthetischen Paukten vielfach eine breite Variierbarkeit der Qualitäten für die verschiedensten Spezialzwecke möglich ist, wie sie mit Naturprodukten nicht erreicht werden kann: in den Kunststoffen sind überhaupt völlig neuartige Materialien entstanden, die mit ihren, zum Teil bis­her unbekannten Eigenschaften ganz neue technische, auch wehrtechnische, Anwendungsgebiete erschlossen haben Die Vitamin- und Hormonsor- schung der letzten anderthalb Jahrzehnte hat im Kriege besondere Bedeutung durch die Herstellung

Grundlagenforschung und Zweckforschung

Bon Dr. Georg Niemeier, Professor an der Universität Straßburg.

Wochen des Vormarsches haben unsere Truppen Mine erreicht, von denen auch die kühnsten Dpti= Den vor kurzer Zeit nur in Zukunftsphantasien 1 irtd)en zu dürfen glaubten, und die letzten Mel- Men des OKW. sprechen von weiterem Vorstoß jiiferer im Kaukasus kämpfenden Verbände.

I Leit dem Fall von Rostow konzentrierte die Füh- knfl der Sowjets den Widerstand im D 0 n - logen und dem Raum westlich Stal in - ;rat). Bei dem Versuch, die entscheidenden Don- jihen zu behaupten, verblutete eine Sowjetarmee ,1 Raume von Kalatsch, ohne das Ver- Mnis aufhalten zu können. Seit Tagen schon I das gesamte Don-Becken fest in unserer Hand 1111h der Kamps geht bereits um die starken Stel- ingssystem südlich Stalingrad. Genau so, wie die Boöjeta zum Schutze der Landenge zwischen Don inb Wolga ungeachtet der riesigen Verluste immer on neuem mit Massen von Panzern gegen die ipwen der deutschen Armeen anrennen, so opfern t bei Woronesch und Rschew tagaus, tagein ihre langer für vergebliche Versuche, die deutsche Front mizustoßen, um den tödlichen Druck des rechten fclltschen Flügels zu vermindern.

Die Stärke unserer Führung besteht nicht zuletzt in ihrer Elastizität. Sie bewies im vergangenen $r ihre Meisterschaft in den gewaltigen Kessel- chlachten, die sich auch im Frühjahr 1942 wieder­holten. Heute erleben wir die dramatische Wucht einer Verfolgung, die sich nicht minder eindeutig lie Vernichtung des Gegners zum Ziel fetzt. Gegen- ibtr der Unerbittlichkeit des deutschen Druckes ver- ogen alle Versuche des Gegners, der sich zunächst im Vertrauen auf die Weite des Raumes in einem tlastif ch en Wider st and versuchte, um dann als es zu spät war einen Wider st and zis zum letzten zu befehlen. Panzer und moto- hsierte Vorausabteilungen jagen gemeinsam mit Wiegern, die einen erbarmungslosen Kampf gegen -ieRückzugswege führen, die Bolschewisten gegen die fetröme und Höhen des Kaukasusgebietes, vor denen

Gießen, den 20. August 1942.

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| Sängerbundesführer Albert Meister gestorben, f Albert Meister, Oberbürgermeister von Herne in

Westfalen, der seit dem Jahre 1934 die Geschicke des deutschen Sängerbundes leitete und in dessen Amts­tätigkeit die Durchführung des Sänaerfeftes in Aeslau im Jahre 1937 fiel, ist im Alter von 47 Jahren gestorben.

Geheimrat Franz Bumm gestorben.

I Im Alter von 81. Jahren starb der frühere Prä­sident des Reichsgesundheitsamtes . und langjährige Vorsitzende des Reichsgesundhetts- 'states Dr. jur., Dr. med. h. c Dr. med. vet. h. c Ge- Iheimrat Franz Bumm. .Im WürMrg als Sohn Ieines Taubstummenlehrers geboren, studierte er iQura und wurde 1892 im Reichsamt des Innern Bearbeiter der Angelegenheiten der Volksgesundheit. Nit großem Verständnis meisterte der Jurist die vorwiegend ärztlichen Gebiete, so daß er 190o Prä­sident des Reichsgesundheitsamtes wurde In enger Zusammenarbeit mit der Aerzteschaft setzte er sich I doü allem für planmäßige Tuberknlosebekampfung sowie Säuglings- und Mutterschutz ein. Im Zenttal- fomitee zur Bekämpfung der Tuberkutoso und im

Herr Churchill alles in Moskau besprochen hat. Seine Sorgen kennen wir. In vier Sommerwochen hat die deutsche Wehrmacht in ihrem Angriff au jonez und Don einen Raum besetzt, der etwa so groß ist, wie das besetzte Frankreich, ein Gebiet, das ondwirtschaftlich wie industriell von größter Be­deutung für die Sowjets ist. Zwei Millionen Hek­tar des in Deutscher Hand befindlichen Gebiets allein tragen die für die Speiseölverforgung der Sowjets unentbehrlichen Sonnenblumenkulturen, und was der Verlust der verschiedenen Erdölgebiete für die Lolschewisten bedeutet, bedarf keiner besonderen Er-

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