Aus -er Stadt Gießen
Das Bannfportfesi des Bannes Gießen 146
Die Großkundgebung
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überall im Großdeutschen. Reich die Jungen und
(Nachdruck verboten.)
13. Fortsetzung.
wieder verspielt, und Schulden macht er nicht. Da-
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Briefe in Bareiros Hand
Roman von Anna Elisabet Weirauch
Rechte durch Carl Duncker Verlag, Berlin \V 35.
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kleinste Jungmädel rpiißten auf dem- Platze, der ihnen angewiesen sei, ihre Pflicht tun, wie auch alle anderen gegenüber ihren. Eltern, in der Schule, im Beruf, in der HI. und im BDM. immer nur das Gebot der Pflichterfüllung kennen dürften Wepn die Jungens und Mädels ihre Aufgabe so erfüllten,
** Vom Gießener Konzert-Ring wird mitgeteilt, daß durch kriegsbedingte Verhältnisse und Krankheit die Durchführung der Konzerte von Elly Ney und Vasa Prihoda nicht möglich ist. Dafür findet am 25. Juni ein Konzert von Gisela Sott (Klavier), am 9. Juli ein Konzert von Roman Schimmer (Violine) statt.
Mädel der anderen Banne zu den sportlichen Wettkämpfen angetreten seien. Der Sport und insbesondere der Leistungssport der Hitler-Jugend habe einen gewaltigen Aufschwung genommen. Aber nicht nur auf diesem Gebiete habe die Hitler-Jugend ihre Aufgabe erfüllt, sondern auch auf allen übrigen
Borkmann hat seinen Platz schon wieder eingenommen und reibt sich die Hände in Erwartung der Karten, die Bareiro austeilt, als Gerd in ziemlich nachlässiger Haltung herankommt.
„Für Sie auch?" fragt Bareiro mit einem kurzen Aufblicken.
„Nein, danke, ich spiele nicht, ich werde mich heute aufs Kiebitzen beschränken."
„Wenn Sie nicht in den berühmten Schrei: ,Joi, vier Asse!' ausbrechen, wollen wir es ausnahmsweise gestatten",'knurrte Borkmann. „Uebrigens — warum wollen Sie nicht mitspielen? Hat Ihnen unsere schöne Katta ein Gelübde abgenommen?"
„Aus dem sehr triftigen Grunde, weil ich feinen Pfennig Geld in der Tasche habe!"
„Oh, mein Goldkind, bei Ihnen macht das nichts aus. Ich gebe Ihnen Kredit?"
„Ich spiele aber nicht auf Kredit."
„Stolz wie ein Spanier! Der junge Mann hat Charakter, selbst unsere Gesellschaft ■ hat ihn noch nicht- verderben können."
Eine Weile lehnt Gerd hinter einem Stuhl, die Hände in den Hosentaschen. Aber so amüsant das Spiel sein kann, so langweilig ist das Zusehen. Das Glück geht hin und her, Borkmann scheint eine Strähne zu haben, das Geld häuft sich vor ihm an.
„Eigentlich hätten Sie mir heute Revanche geben müssen!" sagt er, während er mischt, zu Gerd aussehend. „Ich scheine heute — toi, toi toi, meine Strähne zu haben; was haben Sie mit all dem Geld gemacht, das Sie mir neulich abgenommen haben, Poggenburg? Schon versoffen? Oder ein Sparkassenbuch gekauft?"
Versoffen, das wäre keine Beleidigung, aber ein Sparkassenbuch — diese Verdächtigung kann Gerd nicht auf sich sitzen lassen. — „Nein, einen Schmuck gekauft, bitte." Er wirft das Kästchen nachlässig auf den Tisch. „Sie können ihn haben — er ist von Ihrem eigenen Geld bezahlt!"
Borkmann ist neugierig genug, um die Karten für einen Moment aus der Hand zu legen: „Donnerwetter! Da also bleiben meine sauer erworbenen
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Weile bleibt er noch sitzen und sieht dem Spiel zu. Borkmanns Strähne hat nicht lange angehalten, die Geldhäufchen wandern von einer Tischecke zur andern, und schließlich gerät auch die Kette ins Wandern.
Nun, Gerd kann es schließlich gleichgültig sein, wo sie zur Ruhe kommt — wenn es nicht an Kattas Hals ist. Und so oft er sich umdreht, Katta kommt nicht wieder an ihren Stammplatz zurück, sie steht auch nicht plötzlich hinter ihm, um ihm die Hand auf die Schulter zu legen, und Detlev ist überhaupt nicht erschienen, es ist ein langweiliger, verlorener, durch und durch mißglückter Abend. In dieser Er-^ kenntnis steht er auf und verabschiedet sich, ohne daß sein Gehen das Spiel länger als eine Sekunde aufhält. Er geht, tief und förmlich grüßend, an dem Tisch vorüber, an dem Katta mit ihren Bekannten sitzt. Sie lacht und plaudert und ist anscheinend in bester Laune.
16.
Dieser Schein trügt. Katta ist durchaus nicht in bester Laune. Aber ihre Verstimmung hat nichts mit Gerd und seinem unangebrachten Geschenk zu tun. Sie hat andere, tiefere Gründe.
Lieber Himmel, dieser Junge! Er hat es gut gemeint, und im Grunde tut es ihr leid, daß sie ihn gekränkt hat. Er hat ihr eine Freude machen wollen, und er konnte nicht wissen, daß er sich eine schlechte Stunde dafür ausgewählt hat. Den ganzen Tag hat sich Katta mit Fragen und Erwägungen herumgeguält — mit wichtigen und lebensentschei- denüen Fragen. Ihr Vertrag geht zu Ende, heute hät ihr die Direktion eine Verlängerung angeboten. Sie muß sich entschließen, ob sie unterschreiben will — einen Entschluß fassen, der über ihre ganze Zukunft entscheidet. Wie lange hat eine Tänzerin Zeit, wenn sie eine große Karriere machen will? Nicht sehr lange mehr ... wie lange hat eine Frau Zeit, wenn sie Kinder haben will? Etwas länger noch, aber auch nicht mehr sehr lange. Und was will sie nun? Zum mindesten das eine, wenn das andere nicht fein kann.
x (Fortsetzung folgt.)
Aus Oswaldsgarten fand dann am Sonntagmittag eine Großkundgebung statt. Die Einheiten des Bannes 116 und die Mädels des BDM. waren dazu in zwei großen, den weiten Platz füllenden Blocks aufmarschiert. Als Vertreter der Partei war an Stelle des erkrankten Kreisleiters Backhaus der Kreisleiter e. h. Oberbürgermeister Ritter erschienen, mit ihm der Stab der Kreisleitung, ferner waren zahlreiche Vertreter der Gliederungen der Partei, der Wehrmacht und der Behörden zugegen. Viele Männer und Frauen hatten sich rund um den Platz eingefunden, um an der eindrucksvollen Feier-, stunde teilzunehmen.
Nach dem Fahneneinmarsch meldete der K.-Führer des Bannes Gießen 116, Obergefolgschaftsführer Wolf, dem als Vertreter des Gebietsführers erschienenen Bannführer T a e s l e r, dem früheren Führer des Bannes 116, die angetretenen 7600 Junggenossen. Dann wurde bei dumpfem Trommelwirbel der für Deutschlands Freiheit und Größe gefallenen Kameraden gedacht. Fanfarenklängen folgten nun einige Vorsprüche von Hitler-Jungen. Hierauf sprach
Bannführer Taesler.
Er gab zunächst feiner Freude darüber Ausdruck, daß er als ehemaliger Führer des Bannes 116 in Vertretung des Gebietsführers zu den Kameraden und Kameradinnen des Bannes sprechen könne..
Das Bannsportfest 1942 des Bannes Gießen 116 nahm am Samstagnachmittag und am gestrigen Sonntag bei starker Anteilnahme der Bevölkerung einen außerordentlich spannenden und erfolgreichen Verlauf. Es wurde damit zu einem denkwürdigen Ereignis in der Arbeit unseres Bannes.
Nie Eröffnung
fand am Samstagnachmittag in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht auf dem Universitätssportplatz statt, nachdem eine Kampfrichtersitzung vorausgegangen war. Fanfarenklänge schallten über den großen Platz. Etwa 500 Jungen und Mädel waren zum Wettkampf angetreten. Nach einem Kernspruch gingen die Flaggen an den Masten hoch. K.-Bannführer, Ober- gefolgschaftsführer Wolf, hielt dann eine kurze Ansprache, in der er hervorhob, daß jetzt der Tag gekommen sei, dem die einsatzfreudigen Vorbereitungen der Sportjugend gegolten hätten. Nunmehr fei zu beweisen, auf welcher Höhe die Leistungen
königlichen Gabe, armer Toggenburg? Dann sollten Sie erst recht mitspielen — ich rate Ihnen das gegen meine eigensten Interessen, Sie müssen heute ein phänomenales Glück entwickeln!"
„Ich habe Ihnen doch schon gesagt, daß ich kein Geld bei mir habe."
„Dann werde ich Ihnen Ihre Juwelen beleihen — ich nehme doch an, daß sie rechtmäßig erworben sind?"
„Bitte!" Gerd hält ihm lächelnd einen Zettel hin. „Wollen Sie die Rechnung sehen?"
„Großartig! Bezahlt und quittiert auch schon! Das vereinfacht die Sache, holen Sie sich einen Stuhl und setzen Sie sich her. Ich beleihe Ihnen Ihre Kette zu — sagen wir, zu zwei Dritteln ihres Wertes — respektive ihres Preises. Wenn Sie gewinnen, lösen Sie sie wieder aus. Abgemacht?"
„Meinetwegen." Mit einem Achselzucken gibt Gerd nach. Die Idee ist gar nicht so schlecht, auf diese Weise wird er wenigstens die unglückselige Kette los — er^verspielt nicht mehr als das gewonnene Geld, und es sieht nicht so aus, als ob er sich um die Revanche drücken wollte.
Im Anfang scheint es, als ob die alte Spielerregel sich bewahrheiten sollte, daß geliehenes Geld Glück bringt. Gerd gewinnt mehr als ihm lieb ist. Er spielt ohne jede Vorsicht, zerreißt die Paare, geht mit, wenn er vier neue kaufen muß — und gewinnt. Ganz kann er sich doch nicht gegen die Erregung wehren, die ihn gegen seinen Willen packt.
Aber das Blatt wendet -sich. Nach einer Stunde hat Borkmann alles wieder, was er Gerd geliehen hat. Und der leichte Rausch ist verflogen, Gerd denkt wieder klar und nüchtern.
„Aus — Schluß — abgelaufen!" sagt er fest, lehnt sich zurück und schiebt die Hände in die Hosentaschen. „Mir keine Karten mehr, bitte. Ich scheide aus."
Kein Zureden hilft. Niemand kann ihm nachsagen, daß er „kalte Füße" bekommen hat, als er im Gewinn war. Was er gewonnen hat, hat er
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dacht, daß man solche Reisefreuden auch-daheim ge« meßen könnte", versichert er immer wieder strahlend. Vater Müller aber schmunzelt sich eins: „Das hätten Sie schon öfter haben können." H. W. Sch.
Zehn deutsche Stadttore.
Am kommenden Samstag und Sonntag findet die erste Straßensammlung im Kriegshilfswerk für das Deut che Rote Kreuz statt. Von Angehörigen des Deut chen Roten Kreuzes und der Deutschen Ar- beits ront werden dabei zehn verschiedene Plaketten angeboten, die jeweils ein berühmtes deutsches Stadttor abgebildet tragen. Es handelt sich um das Rote Tor in Augsburg, das Krantor in Danzig, das Anklamer Tor in Friedland, das Wiener Tor in Hainburg, das Rödelseer Torin Iphofen, das Stargarder Tor in Neubrandenburg, das Brückentor in Prag, das Ostentor in Regensburg, das Osthoven- tor in Soest und das Klever Tor in Tanten, lieber 57 Millionen Abzeichen aus verschiedenem Material stehen mit diesen Toren zur Verfügung.
dann feien sie Mithelfer an dem großen Werk unseres Volkes und könnten einer großen Zukunft entgegengehen, die der Führer für unser Volk und für jeden einzelnen mit seinen Soldaten erkämpfe. Danach überbrachte der Redner die Grüße und besten Wünsche des Gebietsführers und eröffnete zugleich das Bannsportfest.
Nach einem Kernspruch und dem von den Jungen und Mädels gemeinsam gesungenen Liede „Deutschland, heiliges Wort" sand die Kundgebung mit dem Fahnenausmarsch ihren Abschluß.
Sodann rückten die Einheiten der Hitler-Jugend in einer langen Marschsäule, Block hinter Block, vom Oswaldsgarten zur Ludwigstraße ab, wo vor der Universität in vortrefflicher Haltung aller Einheiten ein Borbeimarsch vor dem Bannführer Taesler und dem Stellvertreter des Kreisleiters, Oberbürgermeister Ritter, stattfand.
Endkämpfe und Siegerehrung.
Zu den Endkämpsen und den Vorführungen, die am Sonntag um 13 Uhr auf dem Universitätssportplatz begannen, hatte sich eine riesige Zuschauermenge eingefunden, die nicht nur die Tribüne füllte, sondern auch das Sportfeld umsäumte. Die Entscheidungen in den verschiedenen Läufen und Staffeln, die den letzten Einsatz erforderten, wickelten sich flott ab und sanden ebenso großes Interesse wie die Vorführungen der Motor-HI., der Flieger- HI. und das Bodenturnen verschiedener Einheiten.
Nach Abschluß der Wettkämpfe meldete K.-Bcmn- führer Wolf dem Stellvertreter des erkrankten Kreisleiters, Oberbürgermeister Ritter, die zur Siegerehrung angetretene Jugend. Oberbürgermeister Ritter gab feiner Freude darüber Ausdruck, die Wettkämpfe unserer Jugend, ihre leuchtenden Augen, die stolze Begeisterung und Energie, mit der sie ihren Körper stählen und stärken, erlebt zu haben. Er überbrachte die Grüße des erkrankten Kreisleiters und wies bann auf den schweren Schicksalskampf hin, in dem auch Millionen von Männern, die aus den Reihen der Hitler-Jugend hervorgegangen sind, als deutschbewußte Kämpfer für Volk und Vaterland an der Front stehen. Der Führer blicke mit Stolz auf seine Jugend, sie besitze seine ganze Liebe und sei seine Hoffnung für die Zukunft. Nur durch restlosen Einsatz können wir bestehen. Der Gegner sei grausam, wir seien aber gewillt, ihm die Stirn zu bieten. Der Kampf sei hart, der Sieg aber werde unser sein.
Dann nahm Oberbürgermeister R i 11 e r in Gemeinschaft mit K.-Bannführer Wolf und Bann- rnädelführerin Inge Hack, die Siegerehrung vor.
Auszug aus der Giegertiste.
Hiller-Jugend klaffe A.
100-Meter-Lauf: 1. Hans Kirstein, Mot. 1, 11,9; 2. Rudolf Hainer, Jgst. l, 12,1; 3. Helmut Ketterer, Na. 2, 12,2. — 400-Meter-Lauf: 1. Werner Philipp, Gef. 4, 55,8; 2. Albert Seelbach, Bannstab, 56,4; 3.Otto Klein, Na.5, 57. — 80 0 » Meter-Lauf: 1. Hanno van Bentheim, Mot. 1, 2:10,2; 2. Otto Klein, Na. 5, 2:13,8; 3. Werner Krei-
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„Ich habe durchaus nicht die Verpflichtung, Ihnen Gefälligkeiten zu erweisen. Ich ersuche Sie, das Ding an sich zu nehmen." Er rührt sich nicht. „Meinetwegen kann es auch auf dem Tisch stehenbleiben. Ich trage jedenfalls nicht die Verantwortung, wenn es wegkommt."
Sie grüßt und winkt plötzlich an einen andern Tisch hinüber, sie hat keinen Blick mehr für die Kette noch für Gerd, und nach ein paar Sekunden steht sie auf mit einem flüchtigen „Sie entschuldigen mich wohl ..." Sie geht quer durch den Raum, noch größer, schlanker und aufrechter als sonst, sie wird mit freudigem Hallo begrüßt von Leuten, die Gerd gänzlich fremd sind, sie setzt sich wahrhaftig zu ihnen, plaudert und lacht, und scheint gar nicht daran zu denken, zurückzukommen.'
Sehr enttäuscht und verdrießlich mutz er sich endlich doch entschließen, das verschmähte Geschenk wieder an sich zu nehmen. Was soll er nun damck beginnen? Er hat keinen Menschen, dem er damit eine Freude machen könnte, nicht einmal Irmela. Und in der Wut irgendeinem kleinen Mädchen schenken, was für Katta bestimmt war — nein, Das ist eine Entweihung, lieber auf dem Heimweg das Ding in einem Fleet versinken lassen.
„Na, Toggenburg,. Ihr Rendezvous schon abgelaufen?" Borkmann taucht neben ihm aus, mit einem gutmütig-höhnischen Grmsen. „Wenn Sie sicy langweilen — an unserem Tisch ist noch em Platz frei"
Gerd schlendert mit ihm hinüber, alles ist besser, als so allein zu sitzen und abzuwarten ob die Gnädige vielleicht in der Laune ist, ^uruckzukommen. Er hat das unbegründete Gefühl, daß alle -lugen schadenfroh ober urtf-ii-ig auf ihn gerichtet sind.
Arbeitsgebieten habe sie mit jugendlichem Schwung ihre Pflicht getan- und sei ihren Aufgaben gerecht geworden. Als Beweis dafür führte Bannführer Taesler die großen kulturellen Veranstaltungen der Hitler-Jugend, den Ernteeinsatz der Jungen und Mädel, das Wirken der Spielscharen für unsere Verwundeten und in Feindesland stehenden Soldaten, die Arbeit in den Wehr e r tü chti g u n gs la ge r n usw. an, die allesamt Zeugen für die gewaltige Kraft und Stärke der Hitler-Jugend seien. Nach einfm kurzen Hinweis auf die kleinen Anfänge der Hitler- Jugend in der Kampfzeit erinnerte der Redner an die Schaffung der größten Jugendorganisation der Welt in der Zeit nach der Machtübernahme durch den Führer und an die vom Führer der Hitler- Jugend gestellte Aufgabe, neben der Erziehung der Jugend in Elternhaus und Schule als Erziehungsfaktor an den, jungen deutschen Menschen mitzuwirken. Seine Aufgabe in den Reihen der Hitler- Jugend allezeit treu und ganz zu erfüllen, sei die größte Verpflichtung jedes Jungen und jsdes Mädels, die das große Glück hätten, in einer so gewaltigen Zeit wie der unfrigen zu leben, den größten Führer und Menschen an der Spitze des Volkes zu besitzen und Zeuge des Werdens eines großen Reiches mit reicher Zukunft zu sein. Darum gebe es für die Jugend immer nur eine Forderung: jederzeit ihre Pflicht zu tun und sich dadurch dankbar zu erweisen für das gewaltige Opfer, das ihre Väter und Brüder draußen 'vor dem Feinde für das Groß
des Bannes 116 stünden, und es sei Gelegenheit zu weiterer Leistungssteigerung gegeben. Er forderte dann die Jungen und Mädchen zu sportlicher Durchführung des Wettkampfes und zu vollem Einsatz auf.
Nach der Verpflichtung der Wettkämpfer und Wettkämpferinnen begannnen sofort die Vorkämpfe in Lauf, Wurf und Sprung. Schon in den ersten Kämpfen wurden sehr gute Leistungen erzielt, die in den Zwischen- und teilweise am Samstag schon durchgeführten Endkäm^fen noch gesteigert werden konnten.
Oer Verlauf des Sonntags.
Am Sonntagmorgen um 8 Uhr begann auf dem Unioersitätssportplatz die Fortsetzung der Wettkämpfe (Zwischenrunden und Entscheidungen). Um 9 Uhr fand mit einer Kranzniederlegung an dem 116er-Eyrenmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz eine kurze, würdige Ehrung der Gefallenen des ersten Weltkrieges, des jetzigen Krieges und der gefallenen Kämpfer der Bewegung statt.
Krieg einschneidende Maßnahmen bringt, hinter denen die privaten Wünsche zurückstehen müssen, darüber sind wir uns wohl alle - klar", meinte er dann. „Warum soll aber die Urlaubsfreude weniger groß fein, wenn man nicht unbedingt einige hundert Kilometer mit der Eisenbahn reisen kann? Gibt es nicht in unserer unmittelbaren Nähe lohnende Ziele zur Genüge? Haben Sie überhaupt schon unsere engere Heimat einmal richtig durchwandert, Herr Krause?" Es erwies sich, daß Herr Krause Die.an ihn gerichtete Frage verneinen mußte, er habe immer wenig Zeit gehabt. „Sehen Sie", trumpfte 'Vater Muller auf, „nun sollten Sie sich in Ihrem Urlaub endlich» mal die Zeit nehmen und alles Schöne mit Muße betrachten, was die Heimat bietet." /
„Ab^r die Vorfreude, Herr Müller, mit der ist es doch eryeblich schlechter bestellt", beharrte der Zimmerherr. Doch Vater Müller war nicht zu schlagen. „Machen wir es wie früher und gehen wir ans Plänemachen", antwortete er gemütlich, „ich will Ihnen schon allerlei Hübsches vorschlagen." Und so geschah es. Seit einigen Tagen sitzt Vater Müller nun in den Abendstunden mit seinem Zimmerherrn über Landkarte^,. Stadtplänen und Heimatbeschrei- bungen. Der Zimmerherr notiert nur und ist nachgerade in Begeisterung geraten. „Ich hätte nie ge-
Dann wies er darauf hin, daß zur gleichen Zeit । deutsche Reich und damit für die deutsche Jugend h,.. »>> täglich bringen. Auch der kleinste Pinmpf und das
Jteifefreuben daheim.
„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen", meinte Der alte Matthias Claudius. Wenn aber jemand eine Reise vorhat, dann schmiedet er Pläne. Und das Pläneschmieden ist gewiß nicht nur eine wichtige, es ist vor allem auch eine genußreiche Sache. Man holte sich in früheren Zeiten zu diesem Zweck einen Berg bunter Faltblätter ins Haus und gab sich mit Hochgefühlen dem Studium hin. Da zeigten sich in lockenden Bildern die reizvollsten Reiseziele. Seebäder priesen sich an. und Gebirgsorte, Almgasthöfe und elegante Hotels. Man konnte in Pensionen wohnen oder sich selbst verpflegen, es ließen sich märchenhafte Autofahrten oder vielversprechende Rucksackwanderungen arrangieren. Ein wesentlicher Teil der Urlaubsfreude bestand bereits darin, sich mit all diesen Dingen zu beschäftigen und zu Haufe und im Bekanntenkreise immer wieder das Thema anzuschneiden. Die Reise warf im wahrsten ©inne des Wortes ihre Vorfreuden voraus.
„Und eben darum macht der Urlaub doch jetzt eigentlich gar keinen rechten Spaß", sagte kürzlich Müllers Zimmerherr, als man von dieser Sache sprach. Vater Müller runzelte indessen die Stirn und zeigte sich keineswegs einverstanden. „Daß der
die dem Feind vor jedem neuen Atemholen die Luft abschnürten.
Schon in den ersten Wochen bestand Der Deutsche SolDat Die Probe auf die moralischen und technischen Kräfte. Vor Den Deutschen Panzern türmten sich überlegene, gewaltige Rüstungen, öffnete sich ein Raum, Der ohne Grenzen und ohne EnDe schien. Und dennoch verband sich Die Kühnheit Der deutschen Führung mit jedem einzelnen Soldaten. Der Soldat wuchs über sich selbst hinaus. Das Unmögliche wurde möglich, die kühnen Planungen wurden zur Tat!
Die Regenzeit kam mit Wasser und Schlamm,' mit frühen Nachtfrösten und vereinzelten Schneefällen. Wege und Straßen wurden morastige Sümpfe, die Räder malten in grundloser Erde, Pferde versackten, Stiefel versanken und Motoren arbeiteten sich müde. Fünf lange Wochen warteten Millionen auf gutes Wetter, fünf Wochen lang zogen sich die Regen- fdmürc vom Himmel zur Erde. Nun hatten die Sowjets Zeit, ihre versprengten Kräfte zu sammeln, in überstürzter Eile neue Divisionen aus dem Osten nach Westen zu werfen und (Einberufungen älterer Jahrgänge vorzunehmen. Mit ungewöhnlicher Härte überfiel der Winter Das LcmD, und bas Kriegsgeschehen mußte sich erneut Den Naturgewalten beugen. Die Deutschen Fronten wurDen Den Gegebenheiten Des Winters angepaßt.
Jetzt glaubten Die Sowjets ihre StunDe gekommen. Jetzt sah Stalin seine große Chance. Und es begann ein Kampf, Der alles menschliche Vorstellungsvermögen überschreitet und ohne Beispiel in Der Weltgeschichte eingehen wirD. Es war nicht nur Der Kampf gegen Menschen und Waffen, sondern vor allem auch gegen Schnee und Kälte. Das war etwas Neues für Den Deutschen Soldaten, der das Vorwärtsstürmen gewöhnt war. Die Front erstarrte. Stellungskrieg, wachsames Warten, tagelang, wochenlang, monatelang. Und doch gab es keine Ruhe, keine Kampfpause. Alle Menschlichkeit mißachtend, warf die sowjetische Führung ihre Massen in einen sinnlosen Kampf.
Angriff und Abwehr wechselten einander ab. Immer wieder rannte der' Feind gegen Die Deutschen Stellungen, die Doch nur kümmerliche, armselige Löcher waren. Hier und Da gelangen örtliche Einbrüche, Die Den Sowjets nur zum Verhängnis wurden. Zu unzähligen TausenDen häuften sich Die frosterstarrten Leichenberge vor Den deutschen Linien. Zu Hekatomben türmtdn sich Die Opfer wahnsinniger Kämpfe. UnD wieDer zwang Die Deutsche Führung dem Gegner das Gesetz des Handelns auf, und es prägte sich das Wort von der offensiven Verteidigung.
Aber so hart die Angriffe der Bolschewisten die deutschen Armeen auch zu packen versuchten, ein viel größerer und grausamerer Feind war Der Winter. Trotzdem lernten Die Soldaten, härter sein als Der Winter; Schnee und Kälte konnten sie nicht bezwingen. Das spürte man auch auf der Gegenseite, Denn wütender wurden die Angriffe, immer schonungsloser und brutaler warfen die bolschewistischen Machthaber ihre Massen nach vorn, wo sie im Abwehrfeuer der deutschen Front verbluteten.
Allmählich mußte es auch der Welt zu Bewußtsein roerben, daß Stalins angebliche Chance in Wirklichkeit gar keine war, denn die Kräfte der Sowjets reichten nicht aus, die Deutsche Front ins Wanken zu bringen. Stalin wurde bezwungen und mit ihm fein größter Verbündeter, der Winter.
Der deutsche Soldat hat in diesem übermenschlichen Winterringen das Gefühl der Ueberlegenheit . erneut gespürt. Der Geist, Der ihn vor einem Jahr beseelte, ist erhalten geblieben.
Wir wissen er, und die Welt ahnt es, daß Die künftigen Schlachten im Osten Die Entscheidung bringen werden. Wir Soldaten sind um Den Endsieg nicht besorgt und marschieren unbeirrt, weil jeder Schritt nach Osten ein Schritt näher zur Heimat ist!
Schon haben Die ersten Schlachten dieses Jahres im Osten gewaltige Erfolge gebracht. In wenigen Tagen wurden wie im vergangenen Jahr ganze Armeen zertrümmert und ihre Angriffskraft gebrochen. Sp und nicht anders haben Die deutschen Soldaten die Kämpfe dieses Jahres vorausgesehen, so und nicht anders wird auch der Ausgang dieses gewaltigen Feldzuges sein.
Noch fehlt der nötige Abstand, um die Leistungen unserer Soldaten in ihrer ganzen Große würdigen zu können. Aber eines steht fest: Der deutsche Soldat hat sich geschlagen wie nie zuvor!
In dieser Stunde, in der unsere Gedanken rückwärts wandern, gedenken wir auch in tiefer Dankbarkeit der Opfer dieses gewaltigen Ringens. Kein Opfer ist umsonst gebracht, weil es dazu beitrug, einem Volk im Kampf ums Dasein bas Leben zu sichern. Sie alle, bie wir in frembe Erbe betteten, starben für neues Werben. Und das macht sie unsterblich. Kämpfen können andere auch. Der deutsche Soldat aber wird zum Siegen erzogen! Seine Kraft ist ungebrochen, sein Glaube unerschüttert!
Groschen! Echt scheint es auch noch, wenn es von wieder verspielt, und Schulden macht er nicht. Da- Grotjahn ist. Hat man Sic sitzenlassen mit Ihrer zu luiinen ihn auch keine Neckereien bewegen. Eine


