Oie Beseitigung Der Hauszinssteuer
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Opfer ermahnt, die durch die brutalen und heim- tückischen Luftangriffe der Briten auf die ■altert Kulturstätten Westdeutschlands geschädigt wurden. Es gibt Lichts, was diesen Opfern gleich käme. Geben wir darum mit Freimut und Bereitwilligkeit die denkbar größte Spende für das Kriegshilfswerk im Deutschen Roten Kreuz'.
Gießen-Wieseck.
Der Oberlademeister a. D. Karl Lotz wird heute bei bester Gesundheit 70 Jahre alt. Der Jubilar war über vier Jahrzehnte auf dem Güterbahnhof in Gießen tätig und hat sich in dieser langen Zeit einen großen Freundeskreis erworben. Ihm gilt
Mgrabung in der Sandhalle. Plötzlich setzte sich der Tand in Bewegung und stürzte mit dem Kinde in die Grube. Ein unterhalb der Halde arbeitender Mann sah das Unglück kommen, lief eilends heran und fing das Kind mit den Armen auf, so daß es wie durch ein Wunder vor dem Tode bewahrt wurde.
Kunst und Wissenschaft.
Der Lrwin-von-§leinbach'Preis für Alfred huggenberger.
Das Kuratorium für den Erwin-von-Steinbach- Preis hat mit Zustimmung des Rektors der Universität Freiburg beschlossen, den Preis dem Dichter Alfred Huggenberger zu verleihen. Die Verleihung des Preises findet in Konstanz statt. 1867 wurde der Dichter auf dem alten Bauernhof der huggenberger in Bewangen geboren. Da der Vater sruh starb, mußte Alfred Huggenberger bereits m Hingen Jahren das väterliche Erbe leiten, spater tauschte er den Bauernhof ein gegen ein.kleines Gut in Gerlikon im DHurgau. Verse vom Acker er- ichienen und von der Feierabendstunde. Em Jahr später brannte ihm sein Haus ab in der Nacht, als leine Frau ihm die einzigste Tochter schenkte. Zuversichtlich begann er von neuem, 1908 errichtete er sich ein schmuckes Häuschen, in dem seine schönsten Erzählungen und Romane geschrieben wurden. Seine Mundart hat eine leichte alemannische Oar- bunq er ist im Humorigen und Ethischen em Ver- mnd'ter der Hebel und Gotthelf; manchmal denkt man bei seinen zartgemalten landschaftlichen Hintergründen an Hans Thoma. Schon die Titel seiner besten Bücher sagen fast alles von ihm, etwa „Aus meinem Sommergarten", „Die Stille deer Felder , meinem Sommergarten", „Die «tille der Felder .Lebenstreue", „Die Frauen von Siebenacker , Heimat". „
Der Paracelsus-Film.
In dem neuen Bavaria-Film „Paracelsus" spielen | neben Werner Krauß in der Titelrolle Mathias INieman (Ulrich v. Hutten), Harald Kreutz- Iberq, Annelies Reinhold Harry Lange- ü misch, Fritz Rasp, Karl Skraup und Joses I Sieber. Regisseur ist G. W. P a b st. _______
durch Aufnahme eines entsprechenden Abgeltungsdorlehens abgeiöst werden. In beiden Fällen ist der Abgeltungsbetrag in einer Summe am das Finanzamt zu zahlen, und zwar entweder durch den Eigentümer selbst oder durch ein Kreditinstitut, das für den Eigentümer als Darlehensgeber in Vorlage tritt und seinerseits eine entsprechende Forderung mit den Vorzugsrechten einer öffentlichen Last gegen den Grundstückseigentümer er- hält. Mit der Zahlung des Abgeltungsbetrages durch eine Sparkasse, eine Hypothekenbank, ein Verstche- rngsunternehmen oder eine öffentlich-rechtliche Körperschaft gehen kraft Gesetzes die Rechte des Staates aus der öffentlichen Last auf den Darlehensgeber über, ohne daß es dazu einer besonderen Anregung bedarf. Beispielsweise wird also die Sparkasse mit ber Gewährung eines Abgeltungsdar- lehens Gläubiger dieser Last und erhält eine besondere Sicherung ihrer Forderung. An Stelle dieser Sicherung, die wohl den Regelfall darstellen wird, kann aber auch die Bestellung einer Hypothek verlangt werden. Im Falle der Eintragung einer Hypothek zur Sicherung des Abgeltungsdarlehens entstehen dem Hausbesitzer keinerlei Unkosten, da auf Grund der Durchführungsoerördnung Kosten für die Eintragung oder die Löschung einer Ab- geltungshypochek nicht erhoben roerben. Die Eintragung im Grundbuch erfolgt bei diesen Hypotheken allein auf den einseitigen Antrag des dar-
Aus der Stadt Gießen.
Pilze sammeln — aber wie?
In der jetzigen Zeit, wo aus Mangel an Arbeitskräften der Markt nicht so gut wie früher mit Pilzen beschickt werden kann, ist mehr denn je in den einzelnen Familien der gute Wille da, Pilze selbst zu sammeln. Es bleibt auch nicht nur bei dem guten Willen: Der Sonntagsausflug und fo manche freie Stunde in der Woche führen hinaus in die Wälder und auf die Wiesen, um die reiche Ernte in der Natur auszunutzen und eine schmackhafte Pilzmahlzeit in den Küchenzettel einschieben zu können.
Aber keinem ist damit gedient, wenn Menschen, die nichts davon verstehen, nun auf einmal be- ainnen, Pilze zu sammeln. Unbedingte Voraussetzung dafür ist, daß dies unter fachkundiger Anleitung geschieht, damit der Sammler im eigenen Interesse davor bewahrt bleibt, ungenießbare ober gar giftige Sorten mitzunehmen, damit die Pilzpflanzen nicht geschädigt und die Wälder geschont werden.
Wie kann man sich nun diese nötigen Fachkennt- nisse aneignen, wenn man nicht in der glücklichen Lage ist, bei Freunden oder Bekannten die entsprechende Anleitung zu finden? Für diese Fälle sind besondere Pilzberatungsstellen eingerichtet worden, die durch Vorträge, Lichtbilder, Ausstellungen und vor allem durch gemeinsame Pilzwanderungen sehr wertvolle Aufklärungsarbeit leisten. Denn so nützlich Pilztafeln und Pilzbücher sind, das notwendige Rüstzeug für ein wirkliches Kennenlernen der Pilze kann man sich nur erwerben, wenn man sie an Ort und Stelle in Wald und Wiese finden lernt.
„Ich finde es leichtsinnig, alles offen zu lassen", nörgelte die Purgftoller. „Wer das nur wieder war! Ich bin immer unruhig, wenn die Parterre- enster nicht geschlossen sind. Es passiert doch noch einmal etwas. Gute Nacht!"
„Gute Nacht", erwiderte Anna gleichgültig. Die Abneigung der beiden Frauen beruhte entschieden auf Gegenseitigkeit. Sie ging hinter der anderen aus dem Sprechzimmer. Oben in ihrem Zimmer schluckte sie die zwei bitteren weißlichen Dinger mit Wasser und legte sich zu Bett. Dabei dachte sie gramvoll: Mein Gott und Herr, wohin gerate ich denn? Sie preßte die schmalen, mädchenhaften Knie zusammen und zitterte vor Kälte.
Hätte sie anders handeln sollen? Nein, nein. Kaspar Fender mußte aus dem Haus, mutzte weg, möglichst bald und möglichst weit. Dazu brauchte er Geld. Und Martin? Martin durfte natürlich nichts erfahren. Dafür war kein Preis zu hoch. Kein Mann erträgt, daß ber Stiefsohn der beliebte seiner Frau war! Ohne dieses Wissen war ihr Fehltritt zwar ein dunkler Punkt für Martin, aber kein vernichtender Schlag. Dunkle Punkte verblassen mit der Zeit ...
Anna hörte das DaoonroUen eines Autos. Das war Fenders Wagen, sie erkannte es sofort an dem Klappern der Motorhaube. Fender fuhr weg. Gott fei Dani! Vielleicht bewies ber hebe Gott jetzt endlich Einsicht und gönnte ihr Rude und ein bißchen Glück? Vielleicht wurde noch alles gut?
Vielleicht gab es ein Gesetz der Serie, nach dem auf viel Unglück endlich das Glück folgen mußte? Vielleicht kehrte Fender nie mehr nach Trettau zurück. Er konnte ein Unglück mit dem Wagen haben, er tonnte krank werden und sterben. Anna erschauerte vor ihren eigenen Gedanken. Unruhig warf sie sich noch eine Weile umher, Tränen strömten über ihr kaltes Gesicht, dann endlich erlöste sie der Schlaf.
(Fortsetzung folgt.
Nun soll dadurch, daß auf diese Schwierigkeiten aufmerksam gemacht wird, niemand, der gern Pilze sammeln möchte, zurückgeschreckt werden, im Gegenteil. Es gibt in jeder Gegend eine ganze Reihe von Pilzen, die man sehr bald unterscheiden kann, wenn erst einmal der Anfang gemacht ist. Beim Sammeln ist darauf zu achten, daß die Pilze orgfam abgedreht ober abgeschnitten werden. Nur ) i e Pilze werden mitgenommen, die als unzwei- elhast eßbar bekannt sind. Alle anderen lasse man unversehrt stehen. Die Pilze sollen gesammelt werden, solange sie jung und kernig sind. Ganz junge Vilze mitzunehmen, ist Raubbau. Alte Pilze sollen ehenbleiben, da sie Sporen ausstreuen und dadurch ür Nachwuchs sorgen. Verschimmelte und madige Pilze werden ebenfalls unberührt gelassen.
Als Sammelgefäße sind Spankörbe am besten geeignet, man kann auch eine starke Tüte in ein Netz stellen und die Netzränder mit Zweigen auseinanderhalten. Die Pilze dürfen nicht gequetscht und nicht zu hoch aufeinandergeschchtet werden. Sie verderben dadurch leicht. Der Rucksack ist kein geeigneter Sayimelbehälter, weil sich die Körperwärme ungünstig auswirkt. Die Pilze werden noch im Wald von Erde befreit und zu Hause möglichst ofort verwertet. Will man sie bis zum nächsten Tag aufheben, so müssen sie an kühlem Ort luftig ausgebreitet werden.
Da Pilze oft jahrelang an der gleichen Stelle wachsen, erleichtert eine gewisse Standortkenntnis das Sammeln sehr. Bei Regenwetter und starkem Taufall soll nicht gesammelt werden. Nach Frost und Reif darf ebenfalls nicht gesammelt werden, da gefrorene Pilze zu Erkrankungen führen können.
Noch ein Wort über die Giftigkeit ber Pilze. Es gibt dafür keine allgemeingültigen Merkmale, und sämtliche Regeln über angebliche Kennzeichen ber Giftpilze, wie Geschmack und Verfärbung, sind nicht stichhaltig. Genaue Artkenntnis der Pilze allein schützt vor Vergiftung. Daneben muß allerdings darauf geachtet werden, daß die Pilze nicht verdorben sind. Pilzgerichte dürfen nicht aufgeroarmt ober gar mehrere Tage lang aufgehoben werden. Gehen Gläser mit sterilisierten Pilzen aus, so mutz ber Inhalt fortgeschüttet werden, auch wenn er nicht
ijfo Staffelkapitän in dem von Major Gollob ge- flhrten Jagdgeschwader, seinen 125. Abschuß. Oberleutnant Ludwig Becker, Staffelkapitän in einem Hichtjagdgeschwader, errang in der Nacht zum j8. 8. seinen 30. Nachtjagdsieg.
Das „Hauptquartier des amerikanischen Expe- iWnskorps in Europa" gibt bekannt, daß seit einiger Zeit nord amerikanische Offiziere tsii Stab des Chefs der kombinierten Operationen titben.
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Fewmarfchall Sir John Dill, ber britische Vertreter im anglo-amerikanischen Stabs-Komitee, ist iii London eingetröffen. lieber den Zweck feiner Steife ist noch nichts bekannt.
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Die beiden Botschafter Nomura und Kurusu sowie ifrer 1400 japanische Staatsangehörige aus verfchie- tznen Ländern Amerikas trafen an Bord der Eva- tiverungsschiffe „Asama Maru" und „Conte Verde" i« Hafen von Yokohama ein. Die Botschafter Nomura und Kurusu sowie der frühere Botschafter in Brasilien, Jshii, trafen im Kraftwagen in Tokio ein, mo sie sich sdsort in die Amtswohnung des Außenministers Togo begaben.
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Der chilenische Staatspräsident Rios ist jetzt auch ron den Regierungen Mexikos, Panamas und Pe- ras eingeladen worden, auf der Rückreise aus den Bereinigten Staaten diese Länder zu besuchen. Der Ms-ident hat die Einladungen angenommen.
Dr. Brüggers P atientin Roman von Walter Klöpffer
i 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Anna trat einen Schritt auf den Schreibtisch
! zu und hielt die Taschenlampe so, daß chr Schem I auf die Platte fiel. Fender hatte das aufgeschlagem Scheckbuch Brüggers vor sich.
„Weiß Martin davon? ~
„’Rein, er weih nicht-, bu ^nunfl»oUer Enget, iacbte der junge Mensch spöttisch.
„Tann her mit bem Buch! Sie werben doch keme Fälschung begehen wollen. Sie haben ja ferne M£ttÄ0efium. Die UnterJdjrrft ist * * cht. Blankoscheck, oerstehst bu? Der alte ^rrist Teldsachen nämhch rührend soralos. selbst YM' nur Datum und Betrag -lngesetzt. W e du siehst
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I Mher war er bet weitem mcht so schwierig. Xna“ schwieg unb sah an F-nber vorbei in den
I bu das gewünscht, Anna/ jraaii tQnn ^ch I es gibt keinen anderen Weg. 3 ) Ausland I nicht von der Lust leben, wenn ich ms liu^ian
Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Dr phil. Richard Schorr aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die astronomische Wissenschaft unb um den Aufbau der Hamburger Sternwarte die Goethe-Mehaille für Kunst unb Wissenschaft verliehen.
Aus aller Wett.
Hinrichtung eines gefährlichen Gewohnheitsverbrechers. --
Am 19. August ist der am 27. Mai 1889 in Gelnhaar, Kreis Büdingen, geborene Karl Wagner hingerichtet worden, den das Sondergericht Kassel c(5 gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt hat. Wagner hat seit vielen Jahren an mehr als 30 Frauen gewerbsmäßig Abtreibungen vorgenommen. Eine der Frauen ist an den Folgen gestorben.
Aus zehn TNeter höhe abgestürzt und aufgefangen.
Als eine Frau mit zwei Kindern bei Claustal im Harz vom Beerensammeln zurückkam, lief eines der Kinder an den Rand einer 10 Meter hohen
pflichtung. ,
Da ein großer Teil der Hausbesitzer den Abgeltungsbetrag wohl nicht aus eigenen Mitteln aufbringen kann, ist vorgesehen, daß diese Hausbesitzer sich den Betrag ober einen Teil der Abgeltungsschuld durch Aufnahme eines Abgeltungsdarlehens bei Sparkassen, Hypothekenbanken, Versicherungsunternehmungen und öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten beschaffen können. Grundsätzlich soll das Abgeltungsdarlehen von dem Institut eingeräumt werden, dessen Hypothek ober Grunbschuld auf dem Grundstück den besten Rang innehat; die- es Geldinstitut gilt als das berufene. Wenn em Hausbesitzer eine Hypothek von anderer Stelle bekommen hat, kann ihm von der Sparkasse, einer Hypothekenbank usw. ebenfalls ein Ab- geltungsdarlehen gewährt werden, wenn auf dem Grundstück nur P r i v a t h y p o t h e k e n ruhen, oder wenn es auch unbelastet ist. Dabei spielt hie Hohe der hypothekarischen Belastung keine Rolle. Grundsätzlich ist z. B. die Sparkasse bereit, auf Antrag Abgeltungsdarlehen zu bewilligen, jedoch mit Ausnahme solcher Fälle, in denen der Grundstückseigentümer eine Hypothek ober Grunbschuld von einer Hypothekenbank, von einem Versicherungsunternehmen oder von einer öffentlich-rechtlichen Kreditanstalt erhalten hat. In diesen Fällen gelten diese Jnstttute als die zur Gewährung von Abgeltungsdarlehen berufenen Darlehensgeber.
Das Abgeltungsdarlehen ist ab 1. Januar 1943 jährlich mit 4,5 v. H. zu verzinsen.und jährlich nut 4 v. H. des ursprünglichen Darlehensbetrags, zuzüglich ersparter Zinsen, zu tilgen. Die Tilgung wird jährlich verrechnet. Kommt ein Schuldner eines Abgeltungsdarlehens im Laufe ber nächsten Jahre in den Besitz größerer Mittel, der ihm die schnellere Tilgung der Darlehensschuld wünschenswert macht, so kann er das Abgeltungsdarlehen mit einer Frist von 6 Monaten, erstmals am 31. Dezember 1943, und später zum Ende eines Kalendervierteljahres kundigen. Entsprechendes gilt auch für Teil- rückzahlungen. Dem Antrag auf Gewährung eines Abgeltungsbarlehens ist zweckmäßig ber Steuerbescheid des Finanzamtes über die Hohe des Abgeltungsbetrages, der bis zum 30. November 1942 ausgefertigt und zugeteilt jein muß, beizufügen. Jedoch kann der Antrag auf Gewährung des Abgeltungsdarlehens auch zchon vor der Zustellung des Steuerbescheids gestellt werden.
Der Abgeltungsbetrag ist, wie die Steuer selbst, eine öffentliche Last des Grundstücks mit der bevor- zugten Stellung bei der Zwangsversteigerung. Diese öffentliche Last kann durch eigene Barzahlung ober
Die Anordnung ber Reichsregierung, ab 1. Januar 1943 die H a u s z i n s ft e u e r, die in Hessen Sonbergebäudesteuer genannt wird, nicht mehr zu erheben unb dafür einen einmaligen Abgeltungsbetrag in Hohe des Zehnfachen des bisherigen Jahresbetrags der Hauszins- (Sonbcrgebäube=) Steuer von den Steuerpflichtigen einzuziehen, hat zahlreiche Hausbesitzer zu vielfachen Anfragen bei den an der Abgeltungsregelung beteiligten Geldinstituten veranlaßt. Im Hinblick darauf stellt uns ber derzeitige Leiter der Bezirkssparkasse Gießen, stellv. Direktor Dietrich, die nachstehenden Ausführungen zur Verfügung.
Die Hauszinssteuer, die wir in Hessen unter der Bezeichnung Sonbergebäudesteuer kennen, hotte ihre Grundlage in den Vorteilen der Abwer- tung ber Belastungen durch die Inflation und in ber wertbeständigen Erhaltung des Grundbesitzes für den Hausbesitzer. Durch die Verordnung vom 31. Juli 1942 wird die Hauszinssteuer (Sondergebäudesteuer) ab 1. Januar 1943 aufgehoben, gleichzeitig aber der steuerpflichtige Grundstückseigentümer zur Zahlung eines Abgeltungsbetrages in Höhe des Zehnfachen des bisherigen jährlichen Betrages der Sonbergebäudesteuer verpflichtet. Bei dieser Ablösung handelt es sich nicht um eine freiwillige, sondern um eine gesetzliche Abgeltungsver-
21. August von 21.36 bis 5.45 Uhr.
geh?" Er dtückle^ruggers Arztstempel neben die Interschrift und riß das Blatt aus dem Scheckbuch, trocknete es ab und steckte es in die Innentasche
eines Jacketts.
Anna erwachte aus ihrer Erstarrung. „Und wenn er es merkt?" stöhnte sie gequält.
„Fassung, liebes Kind! Ich sage dir, er wird es nicht so rasch merken, namentlich wenn du klug bist. Vielleicht kommt er nie dahinter. Ihr habt dock jetzt alle Augenblicke eine andere Zahlung 3u (elften mit dieser Bauerei. Bisher hat das Purgstaller besorgt. Von morgen an übernimm einfach du seine Korrespondenz. In Gelddingen ist er ja so harmlos. Wenn dir daran liegt, kannst du es leicht vertuschen. Na — unb schlimmstenfalls, wenn er es wirklich merkt, bann ist das Unglück mich nicht so groß. Bis dahin bin ich über alle Berge. Morgen hebe ich das Geld in München aus der Bank ab. Quittieren tue ich mit einem falschen Namen, da mich niemand auf der Bank kennt Bei einem Überbringerscheck geht das leicht- Bis übermorgen allerdings bars er nichts erfahren, sonst sperrt er mir womöglich noch t>en «check. Sarin Wie ich mich auf dich Hörst du? Stehe doch nicht so begossen do! Du host keine Nerven. Hebe- Kind —“ _ „
„Sage nicht immer liebes Kind!" fuhr Anna ihn Q'\a schon, beruhige dich nur! Und (eifer bitte, sonst hort uns noch jemand. Also, wie gesagt arg orotz wird der Schaden nie werden.
find wir doch verwandt, er und ich Ich glaube kaum daß er es zu einem Skandal kommen lassen wird Und nun sprich, bitte, einen Ton. Das ist £ nicht zum Aushalten. Gib wenigstens zu, daß ich mich wie ein Kavalier dir gegenüber benommen habe."
Wie — ein — Kavalier?
"fta ja, ich tue doch alles, um hier aus dem Hause zu kommen."
„Ach so". meinte sie bitter.
schlecht riecht.
Es würde zu weit führen, auf tue verschiedenen Pilzgerichte einzugehen. Bei der Zubereitung ist vor allem darauf zu achten, daß die Pilze am besten mit wenig Flüssigkeit und nach Möglichkeit mit etwas Fett gedünstet werden. Sie sind in 10 big 15 Minuten gar. Durch längeres Erhitzen wer- den sie hart und sind dann nicht bekömmlich. Man kann das Pilzgericht nach Belieben mit etwas an- gerührtem Mehl dicken und mit gehackten Krautern würzen. , . ,
Hinsichtlich der Haltbarmachung sei außer auf da« Sterilisieren, soweit Gläser vorhanden sind, auch auf das Trocknen hingewiesen. Die Pilze werden gesäubert, geschnitten unb an der Lust ober im Ofen — sür gute Entlüftung muß gesorgt werden — getrocknet, bis sie innen nicht mehr feucht sind.
Verdimkelungrzett:
3m Opfern nicht zurückstehen!
NSG. Am 22. und 23. August sammeln DRK., Hitler-Jugend, NSKOV. und NS.-Reichskriegerbund anläßlich der 2. Straßensammlung für das Deutsche Rote Kreuz. Mit jedem Sammler, der uns.auf der Straße mit der Sammelbüchse in der Hand entgegentritt, werden mir zur Besinnung angeregt, an die Leistungen und Taten derjenigen zu denken, die an den Fronten im Osten kämpfen unb unver- gleichliche Siege erringen. Wir im Gau Hessen- Nassau werben aber auch durch die mutige unb zuversichtliche Haltung ber Bevölkerung jener Stabte besonbers eindringlich an unsere Verpflichtung zum
„Ober soll ich ein gehorsamer Sohn sein und bleiben?" fragte er höhnisch.
Sie schüttelte verzweifelt den Kopf.
„Ihr zwei mit eurer Ehrpußlichkeit paßt vortrefflich zusammen. Kriege ich eine Hand zum Abschied? Nein? Auch recht. Ich bin untröstlich dar- über. Seid ihr zwei Spießer! Geht zum Teufel alle beide!"
Er schritt zum Fenster, schwang sich hinaus und verschwand hinter den Fliederbuschen. Endlich strich sie sich mit einer wirren Gebärde über die Stirn — Womit habe ich das verdient, womit? Warum werbe ich immer tiefer hineingerissen m Schuld und Schmutz und Dinge, vor denen mir graut? —
Niemand gab ihr Antwort. Sie schleppte sich zum Schreibtisch und hob mechanisch das Scheckbuch auf, ihre schmale Knie zitterten ein bißchen.
Plötzlich strich ein Luftzug durch das Zimmer, unb die Deckenbeleuchtung flammte aus. Der spa- henbe Kops der Purastaller erschien m der Tur- ipalt. Anna klappte das Scheckbuch zu und ließ es rasch in die offene Schreibtischlade gleiten.
.^Verzeihung, ich glaubte vorhin ein Geräusch zu hören unb wunderte mich darüber", begann die Hausdame. „Ich hatte oben nämüd) jnein Fenster o-ffen Es liegt genau über dem Sprechzimmer. Deshalb bin ich hinunter, um nachzusehen, was es ^Nichts gibt es. Ich suche Tabletten, ich kann nämlich nicht einschlafen", murmelte Anna unsicher.
So" sagte die Purgstaller, und es mar schwer zu' entscheiden, ob sie es glaubte ober nichts „Das Tablettenzeug bewahren mir im schrank auf. Was soll es denn fein? Deronal, Phanodrom, Allional?
„Geben Sie irgend etwas, zwei Tabletten werden genügen. Danke", sagte Anna knapp, fast hochmütig Dann schritt sie zum Fenster und schloß es.
lehensgebenden Instituts.
Die fmanzfelle Auswirkung ber Aufnahme eines Abgeltungsdarlehens für den Hausbesitzer stellt sich wie folgt dar: Nimmt der Hausbesitzer ein Darlehen in voller Höhe der Abgeltungsschuld in An- sprach, so beläuft sich ber Schulbendrenst auf 85 v. H. ber bisherigen jährlichen Steuerleistung. Beispiel: Ein Hausbesitzer hat jährlich 1000 RM. Sonbergebäudesteuer zu zahlen. Mithin schulbet er einen Abgeltungsbetrag von 10 000 RM. Dieser Betrag ist mit 4,5 v. H. zu verzinsen unb mit 4 o. H. zu tilgen. Somit beträgt die jährliche Leistung des Hausbesitzers vom Jahre 1943 ab bei einem Abgeltungsdarlehen von 10 000 RM. 850 RM., d. h. 85 v.H. ber bisherigen jährlichen Sondergebäudesteuer von 1000 RM., d. h. ber Hausbesitzer hat in biesem Falle jährlich 150 RM. weniger aufzubringen als in den Vorjahren. Es ist ihm außerdem ein erheblicher Steuervorteil ein- geräumt worben.
Nimmt ber Hausbesitzer fein Abgeltungsdarlehen auf, so darf er die Hälfte des Abgettungsbetrages mit je '/s in ber Steuererklärung für die Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer ber Jahre 1943 bis 1947 absetzen. Damit ist ein beachtlicher Anreiz für die Bezahlung aus eigenen Mitteln geschaffen worden.
Hat ber Hausbesitzer ein Abgeltungsdarlehen in Anspruch genommen, so darf er neben den Schuld- zinsen auch die Tilgungsbeträge für fünf Jahre, ebenfalls verteilt auf die Jahre 1943 bis 1947, von feinen Einkünften ab ziehen.
Bei Zahlungen aus eigenen Mitteln und aus einem Abgeltungsdarlehen können diese Steuervor- teile auch anteilmäßig geltend gemacht werden. Beispiel: Schuldet der Hausbesitzer einen Abgettungs- b et rag von 10 000 RM., und kann er beispielsweise 5000 RM. aus eigenen Mitteln aufbringen, während er 5000 RM. als Abgeltungsdarlehen bei der Sparkasse aufnimmt, so kann er die Hälfte des Ab- geltungsbetrages, also 2500 RM., verteilt über fünf Jahre, bei der Ermittlung feiner Einkünfte in ber Einkommensteuererklärung abziehen und außerdem die Zinsen in Hohe von 4’A: v. H. und die Tilgungsrate in Hohe von 4 v.H. für das Abgeltungsdarlehen von 5000 RM. — mithin 2125 RM. — zu je Vs in jedem Jahre ebenfalls als abzugsfähige Einkünfte in der Einkommensteuererklärung absetzen. Für einen Zeitraum von fünf Jahren bebeu« tet bi es also, bei diesem Beispiel, in jedem Jahre 925 RM. Zu berücksichtigen ist allerdings noch, baß ber Hauseigentümer selbstverständlich die Zinsen, die er seither z.B. für ein Sparguthaben von 5000 RM. gehabt hat, verliert.


