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,n hie fii; Der Dichter unb Schriftsteller Anton Schnack, aus Rieneck in Unterfranfen aebürtia, jetzt in Frank-

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nter Fih eordnet« ttors be. auf Gin' rMland- Dietrich Empfang, von Pai'

Aus -em Reich.

Oie Ablieferungsprämien.

Aus aller Welt.

Vollstreckte Todesurteile.

In einem Lazarett hielt Pg. Dr. Klein einen in« tereffanten Vortrag über das ThemaDeutscher Kampf im Osten". Der Rödner verstand es, seinen Zuhörern ein Bild von dem Auf und Ab des Kamp­fes der Deutschen im Osten im Laufe der Geschichte zu geben.

Im Auftrage der Kreisbildstelle führte Lehrer Appelmann in zwei Lazaretten Filme aus der Vo­gelwelt und einen Sportfilm vor, die den Verwun­deten gut gefielen.

Die Musikabteilungen von Wehrmachtsteilen ga, den in den Lazaretten Konzerte, die gerne gehört wurden und den Musikern viel Beifall brachten.

Am Mittwoch hatte die Kreisamtsleitung Wet> ter au der NSV. eine größere Zahl Verwundeter in das Kaffee Wien eingeladen. Der Lazarettbe­treuer der NSKOV. Gravelius begrüßte die Ver­wundeten und einige Vertreterinnen der NS.- Frauenschaft. Bei Kaffee, Kuchen und einem Glas Wein vergingen bei flotter' musikalischer Unterhal­tung der Hauskapelle die Nachmittagsstunden schnell. Einem Teil der Verwundeten eines Lazarettes wurde durch die Kreisamtsleitung der NSV. Ge­legenheit gegeben, einen Ausflug mit einem stadti-

In Anwesenheit des Militärbefehlshabers im Ge- ^ouvernement, General der Kavallerie Freiherr " , und des Generals der Flieger Somme,

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der bene- ' traf ii rechen w* ihrer An- ; i Trupp» *

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Anion Schnack.

Zum 50. Geburtstage am 21. Juli.

ann ist man verlobt?

Wie der Gesetzgeber das Verlöbnis sieht.

Aus der Stadt Gießen.

Kinder Ferien.

Kinder in den Ferien bei schlechtem Wetter das kann ein Problem für die Familie werden, wenn Mutter nicht einen einfallsreichen Kopf und beach- i tenswerte Geduld hat. $

Der schlimmste aller dieser Fälle, nämlichxauf der i Sommerreise in einer Pension mit unzureichenden i Zimmern, bleibt uns ja erspart. Wir verleben die i Ferien zuhause, und da gibt es wenigstens einen < zuverlässigen Helfer in solcher fatalen Lage das i Spielzeug. Immerhin, nach ein paar verregneten | Tagen werden die Kinder seiner überdrüssig, und es muß Abwechslung geschaffen werden, wenn die un- ruhigen Kinderköpfe nicht in Versuche kommen sol­len, gar zu viel Phantasie zu entfalten und sich die Zeit auf eine Art und Weise zu vertreiben, die i nachher die Mutter einer Ohnmacht nahebringt. Es gibt da Fälle! Bemalte Tapeten in Vaters Ar- 1 beitszimmer, Schnitzereien am Eßtisch, Puppenklei- der aus Mutters besten Kleiderflicken und solche Sachen mehr, die strahlend ob der Leistung von den Kindern vorgewiesen werden.

Nein, da ist es schon besser, Mutter denkt sich etwas aus. Sie zeigt das Spiel, tut eine Weile mit, setzt ein paar Preise aus und zieht sich dann zu­rück, um ein wenig selbst Ferien zu machen.

Da sind die zahlreichen Schreibspiele für die grö­ßeren Kinder. Äe weißen Ränder der Zeitung wer, den abgeschnitten, jeder bekommt eine Zeitung und nun müssen nach gewissen Gesetzen Wörter ausge­schrieben werden: dreisilbige Flüsse oder Sternbil­der ober Blumen, die mit einem B oder T anfan­gen ober viersilbige Musiker ober derartiges. Man kann auch ein Wort nehmen, beispielsweiseHei­zung", mit dessen Buchstabenvorrat nun neue Worte gebildet werden müssen (Geiz, Zug, Zunge, Gig, Zeug usw.). Die Kleinen sind oft selig über Farb- sttfte und ein Modenheft, das sie bunt ausmalen dürfen. Auch kann man ihnen aus alten Papier­servietten (sie entgehen darum doch nicht der Alt­papier-Sammlung) ein paar Puppen, Tierchen oder gar eine ganze Flotte zurechtkniffen und falten, wo­mit sie sich dann stundenlang unterhalten können.

An keinem Regentag aber sollte man es unter­lassen, mit den Kindern zusammen regendicht an­gezogen einen längeren Spaziergang zu unterneh­men. Kommt man nach Haufe, zieht man sich um; und beim Hagebuttentee rund um den Tisch fühlt man sich bann wunderbar behaglich. G. W.

Zurücknahme von Angestellten- und Invalidenverficherungsmarlen.

Zur Entrichtung der »Beiträge für die Renten­versicherung werden im allgemeinen keine Beitrags­marken mehr verwendet. Versicherte und Arbeit­geber haben zum Teil noch Marken in Händen, die sie nicht mehr verkleben können. Die Aemter und Amtsstellen der Deutschen Reichspost werden des­halb unverdorbene Angestellten- und Invaliden­versicherungsmarken gegen Erstattung des Darbe- trages bis zum 31. August 1942 kostenlos zurück- nehmen. Die Bestimmungen über den Umtausch un­verdorbener Angestellten- und Invalidenversiche­rungsmarken gegen andere Marken der gleichen Art bleiben unberührt.

Für unsere Verwundeten.

Die NSG.Straft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkom­mandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat .Truppenbetreuung" im : Reichs Ministerium für Volksausklärung und Propa­ganda in hiesigen Lazaretten folgende Deranstal- ttmgen durch:

Die Mitglieder des Wiesbadener Streichquartettes Albert Nocke (1. Violine), August Mayer (2. Dio- ; (ine), Fritz Fink (Viola) und Anton Hoigt (Diolon- cello) spieltenThema und Variationen aus dem Streichquartett in A-dur, op. 18,5" von L. v. Beet- i Hoven und Serenaden oon^Hugo Wolf unb Josef : Haydn. Die Sopranistin Margot Ebersbach sang - Lieder von Franz Schubert und zwei Arien aus iFigaros Hochzeit" von W. A. Mozart. Reicher Bei­fall dankte den Künstlern. ,

Immer wieder kann man sich imKleinen Lese­buche" amLiebesbrief aus Würzburg" freuen unb an derWidmung für einen Landbriefkasten"; wer, außer ihm, vermöchte im Duft, der von einem kleinstädtischen Spezereiladen ausgeht, auf wenigen Seiten das berauschende Aroma der weiten Welt einzufangen: wem wurde, wie ihm, in der träu­merischen Erinnerung an die rosig unb purpurn glühenden Gläser und die steinernen Töpfe mit dem Eingemachten im Elternhause, die ganze Kinderzeit, der hohe. Sommer unb ber gesegnete Herbst der Heimat am Main lebendig? Ein alter Reisekoffer und ein entflogener, roter Kinderluftballon konnten seine Einbildungskraft so sehr gefangennehmen unb beflügeln wie das asiatisch starre unb grausame Bildnis eines in Gold unb gelber Seide prunkenden chinesischen Marschalls. Den Fahrten des Konradm und des Weltumseglers Kolumbus, den verschollenen Schicksalen eines hessischen Goldgräbers aus der Wetterau und eines bayrischen Ulanen Anno 1814, ber Erinnerung an den alten Schulatlas, an die fränkischen Fischer und Flößer und Holzfäller, an den Main und an die selige Heimkehr nach Franken sind seine schönsten Gedichte gewidmet. Ihrer unb mancher anberen unvergessenen Lieblingsstücke aus Anton Schnacks Büchern werben am heutigen Tage viele seiner Freunde und Leser dankbar und mit guten Wünschen für die kommenden Jahrzehnte ge­denken. hth-

L; 2 ober 5 ober 8 Rpf. je Kilogramm Milch bzw. von S.N qr 1,5 unb 2,4 Rpf. je Fetteinheit. Bei Land - ,0et. tu. h p r beträat die Prämie 1.20 RM. ie Kilo-

Mittliche Marktleistung hinausgeht. Diese durch- sittliche Marktleistung ergibt sich aus ber Jahres- lsstung an Milch je Hektar landwirtschaftlich ge- bS» mtzter Fläche aller Lieferanten des Einzugsgebie­ten te> jeder Molkerei. Der Einzelhof erhält je nach fei» A t mr Ablieferung gestaffelte Leistungszuschläge von

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fchen Omnibus nach dem Gleiberg zu machen. Auf der Fahrt nach und von dem Gleiberg sowie durch die günstige Fernsicht auf ber Burg war den Ver­wundeten Gelegenheit gegeben, unsere Gegend ken- nenzulernen. Nach den eingenommenen Erfrischun­gen klangen frohe Soldaten« und Volkslieder durch das Burgzimmer. Fräulein Wämser hatte sich in dankenswerter Weise mit einem Akkordeon für die Unterhaltung zur Verfügung gestellt. Der Dank an die Gastgeber bezeugte, daß den Kameraden der Ausflug gefallen hatte. .

Verschiedene Ortsgruppen der NSDAP, mit ehren Gliederungen hatten am Sonntag Verwundete als Gäste eingeladen. In Freienseen, Göbelnrod, Klein- Eichen und Oberbessingen waren Verwundete zu Besuch. Während der Vormittag und die Mahlzei­ten bei den Gastgebern verbracht wurden, bot ber Nachmittag eine gemeinschaftliche Veranstaltung. Mit guter Stimmung kehrten die Verwundeten dankbar zurück.

Zu ihrem Mitgliederappell chatte am Sonntag die Kameradschaft 1874 Gießen des NS.-Reichskrieger- bundes wie gestern bereits berichtet eine grö­ßere Anzahl Verwundeter in die GaststätteBurg-

aus Rieneck in Unterfranken gebürtig, jetzt in Frank­furt am Main ansässig, wird am 21. Juli 50 Jahre alt. Da fein Name den ßefern des Gießener An­zeigers feit langen Jahren aus ungezählten Bei­trägen bekannt ist, ziemt es sich wohl, ihm auch ap dieser Stelle zur Vollendung eines halben Jahrhun­derts gelebten Lebens Gruß und Glückwunsch zu entbieten. Schnacks literarische Persönlichkeit ist so ausgeprägt, daß fein Stil unverwechselbar genannt verden darf. Er ist ein Romantiker; im innersten Wesen lyrisch gestimmt, hat er eine Form ber klei­nen Prosa entwickelt, die außerordentlich anziehend virkt. Er schrieb kurze Erzählungen unb blitzenbe Milletons von künstlerischer Haltung unb Rundung; feiner spitzen Feder, deren Schrift wie Vogelspuren im Schnee anzusehen ist, entstammen Erinnerungs- bfötter von unverwelklichem Duft, Aquarellbilder

sticht ihre niedlichen Zungen. In witziger Gesell­schaft, wo die Bälle ber Worte hin- und herfliegen, fiihlen sie sich wohl. Sie sind mit Mutterwitz be­schenkt, kühle Schlagfertigkeit mildern sie durch An­mut und Liebenswürdigkeit. Sie lassen sich nicht leicht verblüffen unb können manchmal den besten Rechtsanwalt zum Schweigen bringen. Zu ihren geistigen Genüssen gehört der Theaterbesuch, wo sie Konversationsstücke bevorzugen, besonders die blitzenden Aphorismen, die in die Spulen von drei amüsanten Akten gewebt sind. Man trifft nicht immer geistreiche, aber fast immer recht gesprächige Sophien, besonders wenn sie aus den gesprächigen Landschaften Sachsen ober Thüringen stammen. Dort würben Mädchen gern auf den Namen Sophie getauft. Er war ein in protestantischen Kreisen beliebter Name, wahrscheinlich angeregt durch Schwärmerei für die Frauen der einst in diesen Landschaften herrschenden Dynastien. Heute sind diese fürstlichen Dynastien nicht mehr tonangebend, unb ber Name Sophie ist etwas stumpf und mübe geworden und anderen beliebteren Namen gewichen: denn auch die Namen haben ihre Blütezeit unb ihren Herbst. *

Sophie hat Spiel- ober Koseformen nur im nie­derdeutschen Sprachgebiet hervorgebracht Fiek- chen, Fiele, Fyche sind kleine Splitter davon. Die knappe Sprache ber Friesen lockt noch mit dem winzigen Vye. Am schärfsten hat sich Sophie bei den Letten verwandelt: Sappe unb Wike sind die fremden Schößlinge. Eitel ist Sappe, wenn sie beim Kuh- ober Gänsehüten in den Wind singt, der über die Ebene fährt, wo Hin^nel unb Erde sich ringsum berühren:

Reitet, Knaben, überall, auf allen Wegen, Nur zur Weibe reitet nicht!

Denn dort steh' ich arm und schlicht, Nicht im Sonntagskleid so rounberbar.

Und ber Oftwind hat zerzaust mein Haar."

Liebesgeschichte einer Sophie.

Sophie T. hatte ben blühenden und von üppigem Rot getränkten Mund einer Nymphe, überreif in einem edlen Gesicht. Dieser Mund mar eine herrische ungestüme Flamme, ein Feuer, bas gelöscht fein wollte. Er war der gierige Mund einer Bacchantin. In den Lippen schliefen Trunkenheit, Märchen, Blumen, heimliche Schmausereien, Iubelschreie, Feuchtigkeit ' unb zauberische Tränke. Wenn ber Mund sich öffnete, glitzerte eine Kette wunderbarer Zähne, wie Perlen, makellos und rein, als wären sie nie von einer gewöhnlichen Speise berührt morden.

C hie war eine holbe schlanke Schönheit von

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Wie Staatssekretär B a cke in seiner gestern ver- osentlichten Rebe angekündigt hat, wird zur För- M jxrung der Ablieferung von Mi1chder Milcherzeu« A?® neben der üblichen Milchgeldauszahlung einen ieii mS Üristungs zuschlag für Milch- und Landbut- j B temenge erhalten, die über eine bestimmte durch- ftnittliche Marktleistung hinausgeht. Diese durch-

Verwandte und Bekannte sind durch Anzeige un­terrichtet, daß man einen neuen Lebensabschnitt be­ginnen will. Die Ringe sind auch gekauft, so daß rein äußerlich der neue Lebensstand nunmehr doku­mentiert wird. Viele Menschen sind noch ber Mei­nung, daß Anzeige und Rinae erforderlich sind, um eine gültige Verlobung zu schließen. Das ist nicht ber Fall. Die Verlobung ober wie es ber Gesetz­geber nennt bas Verlöbnis ist formlos gültig, ja es braucht nicht einmal erklärt zu werden.Sie" hat ich Geld gespart und kauft mitseinem" Eimver- tändnis eine Kücheneinrichtung. Hierin kann schon eine Verlobung gesehen werden, und dabei braucht das WortVerlobung" überhaupt nicht gefallen zu ein. Selbst das Verlöbnis ist nicht erforderlich, um eine Ehe miteinander schließen zu können. Die Ver­lobung ist zwar allgemein üblich, jedoch niemals Bedingung für eine künftige Eheschließung. Nur wegen ber Ueblichkeit des Derlobungsstandes hat der Gesetzgeber besondere Bestimmungen geschaffen.

Man kann nicht behaupten, daß die Verlobung ein Vertrag ist, und trotzdem kommen die allgemei­nen Vorschriften über Verträge zur Anwendung. Das zeigt sich insbesondere in folgenden Fällen: Eine Verlobung kann wegen Betrugs ober wegen Irrtums angefochten werden (z.B. der Verlobte behauptet, eine auskömmliche Lebensstellung zu ha­ben, fo baß er feine zukünftige Frau auch ernähren kann; der Vater muß aber feftfteüen, baß feine Tochter in der Ehe hungern müßte. Ober der Ver­lobte behauptet, er sei ein ehrenwerter Mann; lei« ber wird aber festgestellt, daß er schon vorbestraft ist. Ober bei ber Verlobten wird Morphiumsucht fest- gestellt). In solchen Fällen kann die Verlobung an­gefochten werden. Auch ein Eheverbot zwischen den Verlobten macht das Verlöbnis nichtig, weil es nicht zur Ehe führen kann (z.B. Ehe zwischen Ariern und Juden).

Die Vertragsähnlichkeit des Verlöbnisses sieht man auch im folgenden: das gültig abgeschlossene Ver­löbnis zeigt Rechtswirkungen. Durch die Verlobung wird ein familienrechtliches Verhältnis eigener Art begründet. Die Verlobten find Angehörige (wichtig 'für Zeugenaussagen); sie sind den Eheleuten gleich­gestellt, soweit es sich um den Abschluß von Ehe- unb Erbverträgen handelt. Dagegen können Ver­lobte noch fein gemeinschaftliches Testament machen. Die Verlobung begründet die beiderseitige Vervflich- tung zur Eheschließung, aber nicht fo, daß auf Ein­gehung ber Ehe geklagt werden kann, fonbern nur fo, daß im Falle des Rücktritts des einen Teils der andere Teil schadenerfatzpflichtig wird unter beson­deren Voraussetzungen.

Tritt ein Verlobter vom Verlöbnis zurück, so hat er dem anderen Verlobten und dessen Eltern und ben Personen, die an Stelle der Eltern ge­handelt haben (z.B. der Vormund ober der sagen-

Sophie.

Bon Anton Schnack.

Die Wurzel bieses Namens ist das griechische Wortsophia, die Weisheit. Den Namen So­phie haben viele vornehme und fürstliche Mädchen und Frauen getragen, und ber Name hat sich mit ber Wesensart gebeckt: Sophie, Kurfürstin von Hannover, war eine Freundin des Philosophen Leibniz: Sophie Charlotte, Königin von Preußen, wurde diephilosophische Königin" geheißen; So­phie, die Großherzogin von Sachsen-Weimar, war für Kunst und Wissenschaft begeistert und förderte sie gerecht und mit schenkender Geste; Sophie La Roche, die Großmutter der Bettina, war die Ju­gendfreundin des Dichters Wieland, und die sieb­zehnjährige Griechin Sophia heiratete ben 47jähri- gen Heinrich Schliemann, unb grub mit ihm aus Sem Schlaf mythischer Erbe ben großartigen Schatz des Priamus, Königs von Troja, aus. Im geheim­nisvollen Glanz vorgeschichtlicher Zeit leuchtete ber ans Licht gebrachte Goldreif ber schonen Helena auf dem dunklen Haare ber jungen Sophia.

Sophien sind launenhafte Geschöpfe. Spöttln-

' Der Reichserziehun gsminister hat wiederum einen sechsmonatigen Sammellehrgang in Berlin fir Kriegsversehrte aus dem ganzen Reichsgebiet eingerichtet, der auf die Reifeprüfung vorbereitet. Reibungen sind unter Beifügung der erforder- lihen Unterlagen bis 15. August an den Stadtprä- Renten der Reichshauptstadt Berlin, Abteilung für höheres Schulwesen, zu richten. Kriegsversehrte, die Md) nicht aus dem Wehrdienst entlassen sind, kön- iun nur bann ausgenommen werden, wenn ihnen von ihrer militärischen Dienststelle ein Urlaub von sechs Monaten erteilt wird. Im Bedarfsfälle können Beihilfen zu den Kosten des Sonderlehrgangs be»

M »ährend sich ber Dampfer noch auf hoher See be« MW feib, wurde Timor von britischen unb nieberlän»

* dich-indischen Truppen unb später von den Ia- Eutschtz pcnern besetzt, fo baß er sein Ziel nicht erreichen

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Wt £ Malaouvern beihs von Ginasth,«------- v- ----

Dechps eröffnete Generalgouverneur Reichsminister ben. Fonk die AusstellungDer Wettkampf

Mlfchewismus unb Plutokratie".

fen 8 RM., für Mager ganfe 4 RM., für Hühner mb Enten 3 RM. und für Hähnchen 1 RM. Beim berThur« Honig wird die Ablieferungsprämie denjenigen > stratch Intern gezahlt, die ihr Ablieferungssoll in der Son. Fraktion ber Reichsfachgruppe Imker überschreiten. Weltkri« jje Prämie beträgt für jedes Kilogramm Honig, timoc« -es über die Minbestablieferungsmenge von 2 Kilo- amm je Volk hinaus geliefert wird, 2 RM. Die erbraucherpreife werben durch die Ablie-

{ butter beträgt die Prämie 1,20 RM. je Kilo- ,Je «jfr gramtn der über das festgesetzte Ablieferungssoll ^ausgehenden Menge. Bei E'iern beträgt die - ouli Mmie 4 Rpf. je Ei für alle (Eier, die über die ,nO' je Huhn und Jahr festgesetzte Ablieferunysmenge Din 60 Eiern ober, soweit eine solche nicht fest- mu2i| «'letzt ist, aus der für den Eigenverbrauch freige» rur° laftnen Menge abgeliesert werden. Bei Schlacht- s Gefühl, ge flüg el von einem beftimipten Mindestoi-/ ? aus di, ^trägt die Prämie für schlachtreife Gänse unb Pu- W nod z RM., für Mageraänse 4 RM., für Hühner ren. 7 --- ' ........ '

unwiderstehlicher Macht. Einem verliebten Detter hatte sie schnell unb unüberlegt, im Einfall der Laune ihr Jawort gegeben. Kurze Zeit danach be­gegnete ihr auf Schloß H. der junge Graf H. Liebe auf den ersten Blick trieb die beiden jungen Men­schen zueinander. Sie wurde nun die Braut des Grafen, und ihr erster Verlobter ebschoß sich in einem Waldwinkel. Keine Mien^ veränderte sich in ihrem Gesicht, als man ihr die Nachricht brachte. Ihr Lachen war wie sonst: leicht, unberührt und berückend. Aus ihm war herauszuhören, daß es eine Dummheit fei, der Liebe wegen zu sterben.

Namenstag.

Mitten im Mai, am 15., ist, wie im Kalender steht, der Tag chres Namens. Ringsherum blüht ber rote unb weiße' Flieder unb hüllt den Namen in eine Wolke von Wohlgeruch. Man denkt, Sophie müsse vor soviel Huldigung und Blumenfteude zu- jrieben fein, strahlen unb leuchten und herzliche Wärme verbreiten; aber dem launenhaften Wesen beliebt es, um diese Zeit recht kalt unb frostig zu werden die Bauern nennen sie deswegen die kalte Sophie". Die schwäbischen Gärtner holen noch einmal ben Winterwams aus der Truhe und sprechen mit bebenklichem Stirnrunzeln, wobei sie an ihre Weinberge, Salatköpfe unb blühenden Apfelbäume denken, abfällig vomIswibli , vom dveimal verteufeltenCisweible".

Das Sophien kraut.

Das Sophienkraut ober der rundblätterige Son­nentau ein fast unscheinbares, niedliches Pflänz­chen, das auf Moorboden und Torfstrichen wächst. Es ist sehr merkwürdig, fast von satanischem Wesen: es ftißt Fleisch. Seine klebrigen Drüsenhaare fan­gen kleine Insekten ein, schließen sich zu einem Wer­ter zusammen und' verzehren die geflügelten Gäste.

Manche mögen dieses langgestielte Gewächs mit einer schlanken Sophie vergleichen, der verliebte Männer auf den Leim gehen. Alte Kräuterbücher berichten Geheimnisvolles vom Sonnentau er habe die zauberische Macht, Kraft zu nehmen und Kraft zu geben; die mittelalterlichen Goldmacher mischten die von ber Pflanze ausgeschwitzten Hellen Tröpfchen ihren Mixturen bei, und in, Italien trintt man noch heute den aus Sonnentau gebrann­ten LikörRosoglio", eine Goldwasserart, die von dem Quacksalber Arnoldus de Dillanvva erfunden unb von ihm als Universalmittel gegen viele Krank- Heiken verkauft wurde.

Ist eine hübsche unb liebenswürdige Sophie nicht auch ein Allheilmittel, bas wirksam gegen die Lei­ben ber Seele ist? Ein Kuß von schönen Mädchen­lippen ober ein Schluck aus einer Flasche immer lind es Elixiere gegen Griesgram, Trauer, schlechte 2aune unb Trübsal.

haste reiche Onkel) den Schaden zu ersetzen, der daraus entstanden ist, baß sie für die bevorstehende Eheschließung Aufwendungen gemacht haben (z. B. Ausrichtung eines Festes) oder Verbindlichkeiten eingegangen find (z. B. Aufnahme eines Darlehns). Es ist auch ganz allgemein der Schaden zu ersetzen, der das Vermögen oder die Erwerbsftellung des einen Verlobten betrifft Beispiele: Die Verlobte hat in Ansehung der Ehe ein ihr gehöriges Grundstück unter Preis verkauft, weil die Ehegatten nach einem anderen Teil Deutschlands ziehen wollten. Oder die Braut hat wegen ber bevorstehenben Ehe eine gut­bezahlte Stellung aufgegeben und muß nach Auf- löfung der Verlobung eine weniger gut bezahlte Stelle annehmen.

Die an sich so einfach erscheinenden Bestimmun­gen geben meist Anlaß zu Streitigkeiten, die besser vermieden werden sollten. Im einzelnen wollen wir uns folgendes merken: Der Verlobte ist fchadens- erfatzpflichtig, der ohne wichtigen Grund felbft vom Verlöbnis zurücktritt ober dem anderen Verlobten einen Grund zum Rücktritt gibt (und der andere auch bann tatsächlich aus diesem Grunde zurücktritt). Ein mid)tiger Grund ist immer dann gegeben, wenn die Fortsetzung der Verlobung ober die Eingehung ber Ehe bem anberen Teil nid)t zugemutet werden kann.

Beispiele: Tser eine Verlobte will nun doch nicht heiraten, weil er glaubt, allein besser auszukom­men ober weil er einen anderen Menschen kennen­gelernt hat, der ihm besser gefällt = grundloser Rücktritt, wenn ber andere Verlobungsteil nicht mit ber Auslosung einverstanden ist. Der Bräuttgam fängt plötzlich an zu trinken, die Braut tritt zurück. Die Braut hat sich ber Untreue schuldig gemacht, ber Bräutigam tritt zurück. Hier hat ber eine Teil bem anberen einen wichtigen Grund gegeben, von der Verlobung zurückzutreten. Die Schadenserfatz- ansprüche verjähren in zwei Jahren von ber Aus­lösung des Verlöbnisses an gerechnet.

Bisher ist nur von Aufwendungen und Verbind­lichkeiten gesprochen worden. Was wird aber mit ben Geschenken, die sich die Verlobten gegenseitig gemacht haben? Unterbleibt aus irgendeinem Grunde die Eheschließung (es braucht also kein schuldhafter Rücktritt des einen Teils vorzuliegen) beide Verlobte haben erkennen müffen, daß sie zu­einander nicht paffen, fo kann jeder Verlobte von bem anderen die Geschenke -urückoerlangen (Brautgeschenke, Derlobungsringe usw). Ist das Verlöbnis durch ben Tod des einen Verlobten auf­gelöst, dann ist im Zweifel die Rückforderung ber Geschenke ausgeschlossen. Das Rücksorberungsrecht besteht auch nicht für den Verlobten, der ohne wich­tigen Grund vorn Verlöbnis zurücktritt ober dem anderen Teil einen Grund zum Rücktritt gegeben hat. Dr.Tw.

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Die Grunbkräfte seines Wefens entspringen feiner fränkischen Heimat, die zu den anmutigsten deutschen Landschaften gehört; ihr Gegenpol ist die weite Welt, bk Schnack m seinen Wanderjahren bereist unb feit feinen Knabentagen in schwermütigen und sehnsüch­tigen Träumen umkreist hat: der Mensch, der in ben Beinen Städten, in den Dörfern, Wäldern und Wein­bergen am Main zuhause war, hat immer wieber die heftige Lockung der Ferne, der unbekannten Lüsten und südlichen Eilande, der fernen Länder \ unb ihrer Abenteuer erfahren und mit einer oft erstaunlichen Kraft der Vision unb der Einfühlungs­gabe zu beschworen vermocht. Diese beiden Elemente in Schnacks dichterischem Wesen kommen in ihrem Merspiel unb ihrer inneren Beziehung am über­zeugendsten in dem GedichtbucheDie Flaschenpost und in der ProsasammlungDie bunte Hauspoftille Dm Ausdruck. Schnack schrieb auch einen leiden- schaftstchen, in düsteren warben funkelnden, non großartigen Abenteuern bewegten Seeräuber-Ro- Mn2>er finstere Franz"; er beschrieb die merk- Mrbigen Lebensläufe und erregenden Schick|ale der .Fünfzehn Abenteurer"; feine schweifende Phantasie imb seine romantische Erzählergabe spiegeln sich wie in derHauspostille" in den schmaleren Banden derBegegnungen am Abend", desKleinen Lese­buches" und derKalender-Kantate", in der er auf (Wie bezaubernde Weise die Charakterbilder der "rölf Monate zum Jahresring rundete.

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.Am Samstaa ist die 1877 in Essen geborene Deodora Hufnagel, geb. Eifeler, hingerichtet »rben, die das Sondergericht in Kassel als ge­fährliche Gewohnheitsverbrecherin wegen gewerbs- Mßiger Abtreibung zum Tode verurteilt hatte. Sie Dor schon oft und schwer wegen Abtreibung vorbe- I! flraft und hatte sich doch wieder als gewerbs- Mßige Abtreiberin betätigt. Ferner ist ber 1925 rfjiaef in Kassel geborene Kurt Fiskal hingerichtet worden, ben das Reichsgericht als jugendlichen

Schwerverbrecher wegen Mordes zum Tode ver- utteilt hatte. Fiskal war schon mehrmals in Gar­tenhäuser eingebrochen. Einen Gärtner, der ihn dabei überraschte, hatte er ermordet.

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>n militi- frungsprämien nicht berührt.

~ SnegSversehrte werden auf die Zreife- prüfung vorbereitet.