Einzelbild herunterladen

nach einerZweiten Front" Genüge getan zu haben, hat man offenbar in Moskau ihm nicht als Abgeltung seines Versprechens angenommen. So blieb Churchill nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und wider die beffere Ein­sicht vieler seiner militärischen Berater den Befehl zum Start eines Landungsunternehmens an der Kanalküfte zu geben.

Daß dieses keineswegs im Stil von St. Nazaire und ähnlicher Dorftöße sich auf vorfühlende Auf­klärung mit eng begrenzten Zielen beschränken sollte, ist aus der Stärke der zur Landung be­stimmten Truppen und aus ihrer Ausrüstung mit schweren Waffen, vor allem auch mit Panzerwagen ersichtlich. Daß man auch Anhänger des Verräter- Generals de Gaulle dem Landungskorps einge­gliedert hatte, läßt auf die Absicht schließen, von dem Brückenkopf, den man bei Dieppe zu schaffen gedachte, weit ins Land hinein oorzustoßen, wobei man die de-Gaulle-Truppen offenbar als agitato­rische Tarnung benutzen wollte, um auf die fran­zösische Bevölkerung Eindruck zu machen. Die aus Dieppe und Vichy vorliegenden Meldungen spre- djen jedoch eine deutliche Sprache, was man in Frankreich von diesen Störenfrieden hält. Der Plan selbst scheint sorgsam vorbereitet gewesen zu sein. Vizeadmiral Lord Mountbatton, der von Churchill zum Spezialisten für solche Landungsunternehmen bestimmt war, hatte den Plan bis in alle Einzel­heiten ausgearbeitet, so daß er ihn nur aus der Schublade zu ziehen brauchte, als der Startbefehl des Premierministers kam. Auch an für diese Zwecke sorgfältig ausgebildeten Truppen hat es nicht gefehlt, denn schon seit vielen Monaten ist die britische Insel ebenso wie Nordirland ein ein­ziges Lager amerikanischer und kanadischer Ver­bände, deren Untätigkeit in der britischen Öffent­lichkeit schon manche Kritik hervorgerufen hatte. Auch Stalin wird wohl gefragt haben, worauf die hier konzentrierten Kräfte warten, wenn sie nicht eingesetzt werden in einem Augenblick, wo die Ost­front von schwerster Krisis bedroht ist. Dieser Stim­mung entspricht es, daß, wie es ja immer bezeich­nend für britische Aktionen ist, vorwiegend kana­dische und nordamerikanische Kontingente für das Landungsunternehmen herangezogen wurden und dann auch, wie die Zahl der gefangenen 60 kana­dischen Offiziere zeigt, die schwersten Opfer bringen mußten.

Der katastrophale Zusammenbruch dieses so wohl vorbereiteten Unternehmens starker Verbände her­vorragend ausgerüsteter Truppen nach kaum mehr als.zehn Stunden gibt den Pessimisten in London recht, die zögerten, sich nad) Dünkirchen, Narvik und Griechenland mit einem neuen Fiasko lächer­lich zu machen. Daß keineswegs nur ein Handstreich geplant war, bei dem manwertvolle Erfahrun­gen" für Landungsoperationeu Mit schweren Waffen |ammein wollte, wie Londoner Nachrichtenbüros nun kleinlaut der Welt einreden möchten, um den ungeheuren Eindruck der katastrophalen Niederlage zu vertuschen, liegt nach allem oben Gesagten klar auf der Hand. Aber wiederum hat die deutsche Wehrmacht den Briten gezeigt, daß sie jederzeit und an jeder Stelle des europäischen Kontinents in der Lage ist, das Wort des Führers wahr zu machen, daß der Brite geschlagen wird, wo auch immer er sich zeigt. Die eindrucksvollen Schilderungen der in den letzten Monaten fertiggestellten Verteidigungs­anlagen längs der Atlantikküste haben die Briten nicht abgehalten, den Versuch zu machen, den neuen Wall im Westen zu durchbrechen. Sie haben sich sehr schnell _ blutige Köpfe geholt, und was von ihnen und ihren Alliierten die englische Insel wieder er­reicht hat, mag drüben berichten, daß die deutsche Wehrmacht auch am Atlantik auf der Wacht ist, mögen noch so starke Kräfte an der Ostfront ein­gesetzt fein.

Im Londoner Nachrichtendienst hat man der Kommentierung der Moskauer Reise Churchills, die zu diesem neuen Dünkirchen der Briten der un­mittelbare Anlaß war, den geschmackvollen Vergleich gebraucht, die Verhandlungen Churchills in Wa­shington im Juni seien die Verlobung gewesen, nun werde in Moskau die Hochzeit gefeiert, und viele seien der Meinung, daß aus dieser Che viele Nachkommen hervorgehen würden. Die ersten Kin­der dieser höchst seltsamen Ehe sind nun also schon geboren. Es ist der Wechsel im Oberbefehl der britischen Nahostarmee und der Landungsversuch von Dieppe. Beide sind Fanale für die völlige Hilflosigkeit der britischen Kriegführung in den Händen eines Churchill. L.

30 Prozent der Schweren Kreuzer.

Die anglo-ameritanischen Verluste bei den Salomon-Inseln.

Lissabon, 20. August. (DNB. Funkspruch.) Reuter meldet, daß der australische KreuzerC a n- b e r ra" in der Schlacht bei den Salomon-Inseln verloren ging. Der schwere KreuzerCanberra", der 9850 Tonnen Wasserverdrängung hatte, war 1927 von Stapel gelaufen. Er hatte 680 Mavn Besatzung. Die Bewaffnung bestand aus acht 20,3-em- und acht 10,2-cm-Kanonen sowie vier 4,7-cm- und acht 4-cm-Flakgeschützen. Das Schiff hatte eine Flugzeugschleuder an Bord.

Unter den zahlreichen Kriegs- und Transport­schiffen, die die Angloamerikaner in der Seeschlacht bei den Salomon-Inseln verloren, fallen, wie der Sprecher einer japanischen Rundfunksendung am Mittwoch betonte, besonders die neun amerika­nischen bzw. englischen schweren Kreuzer ins Gewicht. Da den Amerikanern bei Beginn der Schlacht nur noch 20 und den Engländern eben­falls nur noch 20 schwere Kreuzer zur Verfügung gestanden hätten, seien also in den Kämpfen zwi­schen dem 7. und 9. August sicher 3 0 v. H. dieser Schiffsklasse versenkt worden, diese Tatsache zeige erneut, was das angloamerikanische Schlag­wort vomallgemeinen Angriff der Alliierten" in Wirklichkeit bedeute.

England gibt weitere Verluste bei der Geleitzugkatastrophe im Mittelmeer zu.

Stockholm, 19. Aug. (DNB.) London sieht sich jetzt genötigt, weitere Kriegsschiffsverluste bei der völligen Zerschlagung des nach Alexandria bestimm­ten (Zeleitzuges zuzugeben. Auf die überraschend schnellen Eingeständnisse der Versenkung des Flug­zeugträgersEagle" und des Großen Kreuzers Ma n d) e ft e r" folgt heute eine Reutermeldung, die den Untergang des Flugabwehrkreuzers C a i r o" und des ZerstörersF o r e f i g h t" be- tanrrtgibt. Ueber den Verlust von 15 mit wert­vollem Kriegsmaterial für die Aegyptenfront be­ladenen Handelsschiffen schweigt man sich in Lon­don allerdings nach wie vor aus.

*

Der FlakkreuzerCair o" hatte 4200 Tonnen Wasserverdrängung und eine Geschwindigkeit von 29 Knoten. Erst 1940 hatte das Schiff die Spezial-

bemaffnung von acht 10,2-am-Flakgeschützen und vier 4-cm-Flakgeschützen sowie vier Fla-Maschinen- aewehren erhalten. Gerade der Verlust eines Flugabwehrkreuzers trifft England schwer, da diese Kriegsschiffe für den Geleitzugdienst in küstennahen Gewässern besondere Bedeutung haben. Der ZerstörerForesight" war erst 1934 vom Stapel gelaufen und hatte 1350 Tonnen Was­serverdrängung. Seine Geschwindigkeit belief sich auf 36,7 Knoten. Er war bestückt mit vier 12-cm- Geschützen, acht Fla-MG.s und acht Torpedoaus- st'oßrohren in Vierlingsaufstellung. Die Friedens­besatzung betrug 145 Mann.

Schwedischer Dampfer torpediert.

Stockholm, 19. Aug. (Curopapreß.) Die schwe­dische Presse veröffentlicht die Nachricht, daß wie­derum ein schwedisches Schiff von sowjetischen Unterseebooten in schwedischen Hoheitsge­wässern vor Verstervik torpediert wurde, wobei 33 Mitglieder der Besatzung den Tod fanden. Sämt­liche Stockholmer Morgenblätter veröffentlichen in schärfster Form gehaltene Leitartikel, in denen sich die Empörung der schwedischen Oeffentlichkeit spie­gelt und die energische Maßnahmen gegen die sow­jetischen Uebergriffe fordern. Anscheinend hätten, so schreibtSvenska Dagbladet", wiederholte Proteste der schwedischen Regierung in Kuibyschew nicht den geringsten Erfolg gehabt. Irgendein Zweifel daran, woher die Torpedos herrühren, könne nicht be­stehen, die schwedische Oeffentlichkeit verlange nun, daß die Regierung sich diesmal picht von der Sow­jetunion mit teeren Redensarten abfpeifen laste. Das Blatt verlangt volle Handlungsfreiheit für die schwedischen See- und Luftstreitkräfte bei der Be­kämpfung der sowjetischen U-Bootpiraten.

Was die Juden Katz jun, und Katz sen. mit ihrem Sowjetgeheimsender sich erfrechten, das leisten sich jetzt auch bolschewistische Unterseeboote und Bom­ber. Die beiden Juden sind von der schwedischen Polizei in Haft genommen worden. Gegen die an­deren Verletzer der schwedischen Neutralität stehen den Stockholmer Behörden keine solchen Maßnah­men zur Verfügung. Die Welt aber mag mit dem schwedischen Volke erkennen, daß all die Phrasen von Freiheit, Demokratie, Respektierung der Rechte fremder Volker für diejenigen, die vorgeben für diese Ideale Krieg zu führen, leeres Wortgeklingel sind. 9Befm es den Kriegsverbrechern in London, Washington und Moskau in den Kram paßt, respek­tieren sie keine fremden Rechte, keine Neutralität. Das müssen nun die Schweden an ihrem eigenen Leibe verspüren.

Neuer britischer Generalstabschef im Mittleren Osten.

Stockholm, 20. Aug. (Europapreß.) Im Zuge der Veränderungen im Oberkommando in Kairo ist auch der Posten des Generalstabschefs neu be­setzt worden. Der neue Generalstabschef ist General­major R. L. Maccreay. General Maccreay ist 44 Jahre alt. Er war während des Westfeldzuges Stabschef der Division, deren Kommandeur General Alexander, der neue Oberbefehlshaber im Mittleren Osten, war. In der letzten Zeit war Generalmajor Maccreay Berater des Odert omman-- dos in Kairo für Fragen der Panzerkriegführung.

Eine nordamerikanische Agenturmeldung besagt, Churchill habe die Umbesetzung im Mittelost­kommando Dorgenommen, als er bei seinem Flug nach Moskau in Kairo einen Zwischenaufenthalt nahm. Bei dieser Gelegenheit habe sich der Premier aus erster Quelle über die Gründe der Niederlage General Auchinlecks und der Unfähigkeit der 8. Ar­mee, Rommel mit seinen Streitkräften aus Aegyp­ten zu vertreiben, informiert. Ueber die künftige Verwendung Auchinlecks werde in dem Kommuni­que des War Office nichts bekanntgegeben. Man wisse nicht, ob er überhaupt für einen neuen Posten in Aussicht genommen worden sei.

Kleine politische Nachrichten.

Gandhis Sohn Devadas, der Hauptschriftleiter derHindustan Times", wurde auf Anordnung der britischen indischen Regierung in Haft genommen.

Als Vertreter Brasiliens in der brasilianisch­nordamerikanischen Verteidigungskommission sind Admiral Alvare, R. de Valroncelles und Oberst Vasco Alves Secco in Washington eingetroffen. Oberst Secco vertrit in diesem Ausschuß die brasi­lianische Luftwaffe.

*

In einer Reuter-Meldung aus Pretoria heißt es, daß die zweite Liste der südafrikanischen Verluste bei Tobruk 5000 Namen enthält. Hierdurch sei das Total der südafrikanischen Ver­luste auf 10000 Mann erhöht worden.

Trauerfeier

für Frau Ursula von Kornatzki.

Zu Ehren der verschiedenen Chefsekretärin und persönlichen Referentin "des Reichsmarschalls Goring, Frau Ursula v. Kornatzki, geb. Grundt- mann, fand in Berlin im Festsaal des Hauses der Flieger eine Trauerfeier statt, bei der der Führer durch ^-Brigadesührer Albrecht einen Kranz nie­derlegen ließ. In einer ergreifenden Gedächtnisrede würdigte der Reichsmarschall die hohen Persänlich- keitswerte und die unvergänglichen Verdienste der Verewigten. Mit tiefempfundenen Dankesworten nahm er Abschied von seiner unermüdlichen Mit­arbeiterin, deren Leben beispielhaft von selbstlosem Schassen, aufopfernder Pflichterfüllung und be­dingungsloser Treue ausgefüllt war. An der Feier­stunde, die von der Staatskapelle unter Leitung des Staatskapellmeisters Schüler durck) Musik aus dem Ave Verum" von Mozart und der Deutschland- Variation von Haydn umrahmt war, nahmen außer dem Gatten, den Eltern und nächsten Angehörigen der Verstorbenen teil Frau Emmy Göring mit den Verwandten ihres Hauses, und aus dem Ar- beits- und Freundeskreis der Verewigten Staats­sekretär Körner, General Bodenschatz und Staatsrat Dr. Gritzbach mit allen Angehörigen des Stabsamtes des Reichsmarschalls. Unter den zahlreichen Trauergästen erwiesen der Dahinge­schiedenen Generalfeldmarschall Milch, Generaloberst Daluege, Staatssekretär Dr. Freister, Staatsrat Generalintendant Tiedjen, Oberstjägermeister Scher- ping und viele Freunde aus Wehrmacht, Partei, Staat und Wissenschaft sowie die Fliegerkameraden des Majors von Kornatzki die letzte Ehre.

Kunst und Wissenschaft.

Otto Erich hartleben liefert eine Film-Idee.

In den Rosenhügel-Ateliers der Wien-Film ist ein empfindsames Spiel der Herzen im Entstehen, das auf eine liebenswürdige Novelle O. E. Hart­lebensDie S e r e n y i" zurückgeht und die

romanttschen Spannungen in der Begegnung zweier und O. W. Fischer anvertraut. Nach lang; Menschen, die sich für eine kurze Zeit des blühen- Pause werden wir die hochbegabte, dem, Ensembl

3m Kaukasus weiter nach Süden vor

Sinken von zwei weiteren schwer beschädigten br

Der Aufbau in der Ukraine

rjtrte Doti

Ro

5° komm

den Glückes finden, wieder verlieren, um bann end­gültig zusammenzukommen, in Bild und Wort überträgt. Erich Engel inszeniert diesen Film S o m m e r l i e b e". Die beiden Hauptrollen des um 1909 spielenden Films sind Winnie Markus

Wie lenkt man nun so ein kleines Wesen durch seine Kleinkinderzeit, damit es sich auch in willen- mäßiger und geistiger Hinsicht am besten entwickle? Was tut ein richtig erzogenes Kind z. B. mit zwei Jahren? Nach Untersuchungen an 600 Kleinkindern hat Dr. Benzin g (Kassel) einige Normen aufge« stellt, die nicht als starre Regeln gelten sollen, aber für die Eltern als ein ungefähres Maß gelten können. Ein richtig geführtes Kind wirb mit den Dingen feiner Umgebung fertig und Findet sich

bes Burgtheaters angehörenbe Susi Nicolet! wiedersehen. Auch für Siegfried Breuer hat de

neue Film eine scharf profilierte Rolle. Lotte ßant Hans Olden und Hedwig Bleibtreu sind weiterhi in der Spielgemeinfchaft.

ropa vom Bolschewismus zurückeroberken.Schmie« rigkeiten ergeben sich naturgemäß besonders beim Transport auch im Nahverkehr. Die bis­herigen ukrainischen Lieferungen an Europa dürften jedenfalls Erstaunen Hervorrufen, wenn sie bekanntgegeben würden. Es ist gelungen, über 500 000 ukrainische Arbeits­kräfte für die Kriegswirtschaft des Reiches frei zu machen. Damit hat die Ukraine das größte Kontingent alter im Reich tätigen ausländischen Arbeitskräfte gestellt. Ihre Zahl wird sich in den nächsten Wochen noch beträchtlich erhöhen.

Von den Maßnahmen für die ukrainische Beoölke« rung in der kurzen Jahresfrist erwähnte der Reichs, fommiffar die Agrarordnung, mit der bas sowjetische Kolchossystem beseitigt wurde, und vor ollem die Aufbaumaßnahmen auf dem Gebiet bes geistigen Ledens in der Ukraine. Eines fei natürlich klar: Die Ukrainer müßten durch fleißige Mitarbeit und Pflichterfüllung beweisen, baß ihnen der Kampf gegen den Bolschewismus keine Phrase fei. Im Sinne der Bemühungen, die ukrainische Bevolke« rung gesund zu erhalten, werden ukrainische Selb st Hilfswerke gegrünbet werden, die 6c» sondere Aufgaben der Gesundheitspflege durchführen werden. Mit großer Anerkennung sprach der Reichs« fommiffar auch übtfr die Leistungen der Volks­deutschen und kündigte eine Verordnung an, die alle wirtschaftlichen Schäden, die ihnen durch den Bolschewismus zugefügt wurden, wiedergutmachen soll.

Wolchow führte der Feind vergebliche örtliche Angriffe. ,

3m Mittelmeer versenkte ein deutsches Utu terseeboot einen Transportsegler.

Bei Tageseinflügen britischer Flugzeuge nai Nordwestdeutschland und in die besetzten Westge. biete hatte die Zivilbevölkerung durch einzelne Sprengbomben geringe Verluste. Dabei wurden sieben und in der Nacht bei Störangriffen im Rau« der Deutschen und Kieler Bucht ein britisches Flug­zeug abgeschossen.

Planlose Störflüge einer Anzahl von Sowjet« flugzeuge lösten in der vergangenen Nacht in Off- und Weslpreußen Fliegeralarm aus. Auch hier ent- standen durch vereinzelte Bombenwürfe geringe Verluste unter der Zivilbevölkerung sowie leichke Gebäudeschäden. Der Feind verlor zwei Flugzeuge» Die Luftwaffe bombardierte nach lagesan- griffen leichter deutscher Kampfflugzeuge auf mili­tärische Ziele an der englischen S ü d k ü st e i» Verlaufe der letzten Nacht wehrwirtschaftliche An­lagen der Stadt Norwich. Es entstanden anhul« tende Brände.

3m Kanal griffen in der Nacht vom 17. zu» 18. August zahlreiche britische Torpedo- und fta« nonenschnellboote wiederholt einen burdf Vor. posteöboote gesicherten deutschen Geleitzug erfob los an. 3m Verlause des Seegefechts, das zui i

Mburq f 'Dr. Sch ff an de

Wann sagen wir im Leben zum erstenmal Nein? Diese Kundgebung eines eigenen Willens wirb bei einzelnen Menschen zumeist um bie Wenbe des ersten Lebensjahres ausgelöst. Es ist ber erste Versuch «unsere eigene Meinung burchzusetzen. Damit beginnt ein neuer Lebensabschnitt, wir haben das Säugbingsstadium verlassen und sind nach heu­tiger Anschauung Kleinkinder geworben. Früher gab es keine Kleinkinder. Die Menschen kamen zwar auch in ber sogenannten guten alten Zeit nicht gleich erwachsen zur Welt, sie blieben sogar so lange Säugling bis man mit fortschreiten­dem Wachstum schließlich nicht mehr umhin konnte, sie als Kinder zu bezeichnen. Heute wissen wir, daß das unnatürliche Ausdehnen ber Säuglingszeit ebenso ungesunb ist wie bie übermäßige Abkürzung und ebenso das Märchen von bem Riesen, der da­durch so außergewöhnlich stark wurde, daß er sieben Jahre lang Muttermilch trank, wirklich nur em Märchen ist. Das Kleinkinderstadium, bas die Säuglingszeit abschließt, ist also keine künstlich geschaffene Einteilung der Wissenschaft, sondern ein d o n ber N a für selbst eingeleiteter Lebensab­schnitt, der für bie weitere Entwicklung des Men­schen von großer Bedeutung ist.

Einen, erwachsenen Menschen kann man seinem Körperbau, seinem Temperament entsprechend einem bestimmten Menschentyp zuordnen. Wenn auch diese Einteilung bei der Kompliziertheit des menschlichen Wesens keinen Anspruch auf Vollstän­digkeit erheben kann, so hat doch das praktische Leben die Zweckmäßigkeit einer solchen Einteilung gelehrt. So ist z. B. ber eine Typ gegen eine be­stimmte Krankheit anfälliger als ber anbere, ober er arbeitet sich im Berufsleben schneller in eine neue Sache ein, ermüdet vielleicht aber rascher und ist dafür nicht so zäh wie ber andere.

Mit dieser Einteilung in bestimmte Typen, die es uns erleichtert, den einzelnen wiederum besser zu verstehen und entsprechend zu behandeln, kann schon beim Kleinkind begonnen werden. Mancher wird sich vielleicht fragen/ ob dies nicht zu verfrüht ist, da ein so kleines Kind doch noch ein ganz unpersönliches Wesen, eben ein kleines Kind sei, das schreit, wenn es Hunger hat und böse ist, wenn man ihm etwas wegnimmt, und das lacht, wenn man es schaukelt. Wer aber schon mehrere Kleinkinder gleichen Alters nebeneinander beob­achtet hat, wird mit Erstaunen wahrgenommen haben, wie groß der Unterschied zwischen ihnen ist. Für eine Mutter, die mehrere Kinder hat, ist das nichts Neues; die Nutzanwendung aus dieser Er-

a' Ss

?S?j

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 19. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Kaukasus haben deutsche und slowakische Truppen in unübersichtlichem Gebirgsgelände zahl­reiche Straßen- und Minensperren überwunden und stoßennach Süden weitervor. Die Häfen der Schwarzmeerküste wurden erneut von der Luftwaffe angegriffen und dabei vier Küstenfahrzeuge versenkt sowie e i n Sowjet-Zer st örer, sechs Transportschiffe und acht Küstenfahrzeuge schwer beschädigt.

3m großen Don-Bogen wurden bei der Säuberung des Geländes zersprengte feindliche Kräfte vernichtet.

3m Raum von Woronesch nur geringe ört­liche Kampftätigkeit. Bei den harten und erfolg­reichen Abwehrkämpfen in der Zeit vom 11. bis 17 August verlor der Feind 2 5 6 1 Gefangene, 501 Panzerkampfwagen. 31 Geschütze und 25 0 Maschinengewehre und Granat­werfer. Die blutigen Verluste der wiederholt in dichten Massen angreifenden Bolschewisten waren außergewöhnlich hoch.

Ostwärts Wjasma und bei Rschew, wo sich das westfälische 3nfanterieregiment 58 während der schweren Kämpfe ganz besonders ausgezeichnet hat, wurden erneut starke Angriffe des Feindes in uner- müdlichem Einsatz der deutschen 3nsanterie- und Panzerdivisionen unter Mitwirkung der Luftwaffe zerschlagen und dabei 25 Panzer vernichtet.

Südostwärts des Ilmensees und am

Jr fyl H 9ehP

zug erreichte ohne Beschädigung seinen Vestim« mungshafen.

»Kmde Nten 5 'Ögers

Musik

Zwischen 3 und 4 Jahren.

Das sichtigeSäuglings^-Alter. - Leistung und Entwicklungsreife.

Da sind zunächst die Kleinkinder, bie man als JJJ? "Zappelphilippe" bezeichnen konnte. Ihr un« ruhiges Wesen bedingt, baß sie meist etwas mager sind- Ihre Muskulatur ist dabei oft schon frühzeitig gut entwickelt. Sehr bald zeigt sich bei ihnen eine ge Che rasche Auffassungsgabe. Ehe man diese Kinder zu emer Beschäftigung bringt, bie Ruhe und etwas Aufmerksamkeit erfordert, muß man ihrem Be» roegungstrieb entgegenkommen und sie aus« !°b en lasse n Auch der zweite Kleinkind» typ besitzt eine lebhafte Konstitution und unterfteM» in gewissem Sinne hauptsächlich der Herrschaft des Wbeh Nervensystems, aber es ist im allgemeinen be> habiger, sein Lebensmotor läuft mit etwas niebri- < 's. gerer Tourenzahl. Kinder von biefem zweiten Typus können sich im allgemeinen leichter in eine Sache vertiefen und sind vor allem beim Spiel gebub biger als bie Kinber, bie bem ersten Typ ange= Horen.

»erbe Typen bereiten beim Essen häufig Schwie- rigkeiten, im Gegensatz zu bem dritten, bem Blndegewebstyp , der i.» yuil0tll Wuchs gebrungener wirkt. Diese Kinber sind die ruhigen Vertreter unter den drei Typen. Während man früher, um kerngesunde Kinder heranzuziehen, sie z. B. vielfach mit Koltkoafferwaschun-gen u. dgl. abzuhärten versuchte, sieht sich heute ber Arzt ein Äino sehr genau an, ehe er entsprechende Ratschläge erteilt. Während ber Bindegewebstyp solche Ab- härtungs- unb Stärkungsreize sehr gut verträgt, ja sogar einen gelegentlichen Klimawechsel geradezu braucht, muß mit dem ersten, dem nervösen Typus vorsichtiger umgegangen werden, da solche Kinder schon auf schwächere äußere Reize weit stärker reagieren, als bie anderen Typen. Gegen zu starke, länger bauernde Sonnenbestrahlung z. B. sind sie sehr empfindlich, schlafen daraufhin schlecht unb werben noch unruhiger.

Teil auf eine Entfernung von 150 Meter ffalffanfc Jftmeiftcr wurden zwei feindliche Boole vernichtet. Mit bei ) 1

chung der -t worden, silierte 19l Singen. V w-Msen-1 wieder in ilenbur iftfät Mür hkunde u Wdelenbui Werte si shsorschunc älter Sch o. Professl i Bakteric ffbe 1900 Kiel zum Marzt s nn Assiste Wierte s A\ aufjerpl ) Schulh $ Grazer ! Lebensjc Eierte s ;13 wurde irius in ( mfen. 19- nr Fichte, Arte, do iter in sc vor se iueig der Wischen Or. f Hing R :imie". üinarius mrsitcit S i Lebensjc mit. Pros Engen E fr. - Der eße D.Dr ffnes Dc $e dem : Hn zur ! != von de

f llinoerft ,heim I1 «n, Prom? j bann al :frorbentli ) 1920 o ftr Dr. * an chtung ei L Leipzic -schule II

fenntms haben jedoch die Aerzte gezogen, indem fle systematisch Hunderte von Kleinkindern auf ihr Verhalten hin beobachteten und untersuchten.

Rowno, 19.Aug. (DNB.) Der Reichskommissar für die Ukraine, Gauleiter Erich K o ch , wies in einer Unterreduna anläßlich des Jahrestages seines Amtsan­tritts darauf hin, daß die Ernährung des kämp­fenden F r o n t h e e r e s gesichert und ein möglich hoher und rascher Zuschuß für bie Ernährungs- und Rohstoffversor - gung ber Heimat habe erreicht werden müs­sen. Weiterhin habe das Reichskommissariat so be­friedet werden müssen, daß ein rei b un gs Io fer Nachschub für die Front im Osten gewährleistet gewesen sei. Darüber hinaus sei es wichtig ge­wesen, Arbeitskräfte der Ukraine an Stelle der zum Wehrdienst einrückenden Deutschen nach Großdeutschland zu schicken.

Nachdem im Herbst trotz der Kriegsereignisse die Ernte fast v o l l st ä n d i g geborgen werden konnte, kam alles aus die. Frühjahrsbestel- lun g an. Das Wetter begünstigte uns nicht überall. Es fehlte an allem, an Traktoren für bie großen Flächen, an Dieselöl und an Gespannen. Unsere Männer haben es dank der Mithilfe der Bevölke­rung geschafft, daß die ukrainische Erde teilweise bis zu 9 0 v.H. ber auch von den Bolschewisten bebauten Fläche bestellt werden konnte.

Dank dieses Einsatzes und dank des Mit­gehens der ukrainischen Bevölkerung ist mit einer zufriedenstellenden Ernte zu rechnen. Das deutsche Volk wird Zuschüsse zu seiner Ernährung erhalten, auf die es ein Anrecht hat. Es darf nicht vergessen werden, daß es in erster Linie deutsche Sol­daten waren, die den ukrainischen Boden für-Eu-

in seinem ganzen ü M ein e Kindev finh die r^Oer gj

j. oer I )fei qu S Um M 8tu, St

wN« ! S «Usfct

«iir iic- ZV 'mi 6-u

JmitW 'S? ft ®eti (litt. ®e SJS Jagen om

8 einen I

... yerfität L

tischen Booten kann gerechnet werden. Der Gelei« jrmafolog d. habil