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Lochschulnachrichten.

Gemeinnütziges Schassen im Frauenhilssdienff.

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in der Luftströmung. Da­

mit ist die Wunderlichkeit noch nicht zu Ende. Will

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(Nachdruck verboten.)

20. Fortsetzung.

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die Spinne zu ihrem Ausgangspunkt zurück, so klettert sie an dem Foden hinauf und wickelt ihn mit den Füßen zu einem Flöckchen zusammen.

Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.

Dem Gefreiten Ernst Mahr ous Gießen, Schanzenstraße 1, der in einem Artillerie-Regiment im Osten kämpft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.

Diel Löschsand viel Wasservorrat!

abilitierte sich 1936 in München und wurde dort 941 außerpl. Professor mit Lehrauftrag für Sport- nd Schulhygiene.. Am 19. August vollendet­er Grazer Philosoph Prof. Dr. Carl Siegel sein 0. Lebensjahr. Siegel promovierte 1894 -in Wien, abilitierte sich 1900 in Brünn und 1904 in Wien. 913 wurde er Extraordinarius und später Ordi- grius in Czernowitz. 1927 wurde er nach Graz entfen. 1937 wurde er wegen seiner Vorlesungen ber Fichte, in denen er die nationale Äugend be- eisterte, vorzeitig in den Ruhestand versetzt, aber äter in seine Lehrtätigkeit wieder eingesetzt. urz vor seinem 80. Geburtstage starb in Braun- weig der frühere Abteilungsvorsteher am phar- eutischen Institut der Technischen Hochschule, röf. Dr. phil. Karl Julius Tröger. Er war rekang Redakteur desJournals für praktische

Hernie". Am 19. August vollendete der erneut, üünarius der romanischen Philologie an der niversität Kiel, Prof. Dr. Georg Ebeling, fern ", Lebensjahr. Am 20. August vollendet der terit Professor für Geschichte an der Universität Sttingen Dr. Hugo Willrich, fein 75. Lebens-

. Der emerit. o. Professor an der Universität e D. Dr. Erich Klostermann beging sein oldenes Doktorjubiläum. Eine Abordnung über- ichte dem Jubilar, der noch als Herausgeber von egten zur spätantiken Religionsgeschichte tätig ist, os von der Kieler Philosophischen Fakultät er- euerte Doktordiplom. Der Dozent Dr. Rudost re d e ist zum a. o. Professor an der Universität traßburg für organische Chemie ernannt worden.

Dr. Schlemmer ist zum ordentlichen Pro-

lichen Ausstieg. v..

täglichen Arbeit sollen unsere Lehrgemeinschaften jedem Volksgenossen und jeder Volksgenossin hel­fen, die Arbeiten in den Betrieben und in den Büros zu fördern. Wenn Können und Verstehen sich gleichermaßen entwickeln, wird die Arbeit eines jeden ein froher und bejahender Dienst am Volks-

Er sah sie kurz an, dann neigte er zustimmend den Kopf und murmelte enttäuscht:Gute Nacht, Anna."

Niversität Leipzig. Der außerpl. Professor für makologie an der Universität Tübingen Dr.

. habil. Hermann Walbaum ist nach Er- eichung der Altersgrenze in den Ruhestand oer- tzt worden. Walbaum studierte in Göttingen, pro- vierte 1901 in Kiel, habilitierte sich 1913 in Ebingen. Von 1928 bis 1936 wirkte er an der N-Datsen-Universität in Kanton. Seit 1937 war wieder in Tübingen. Dr. Reinhard Tren- elenburg ist zum o. Professor an der Unb erfität München für allgemeine und angewandte lzkunde und Forstbenutzung ernannt worden, endelenburg wurde 1907 in Freiburg geboren, abilitierte sich in München 1935 und ist Leiter der olzforschungsstelle der TH. München. Dr. alter Schmidt-Lange, München, ist zum . o. Professor an der Universität Graz für Hygiene b Bakteriologie ernannt worden. Schmidt-Lange 1900 in Schleswig geboren, promovierte Kiel zum Dr. med. und Dr. phil., machte als chiffsarzt Reisen nach Amerika und Afrika, war ann Assistent in Dresden, Basel und München,

unterziehen sich zur Zeit der Aufgabe, alle Volks­genossen zur Teilnahme aufzufordern. Es sei hier zur Aufklärung noch einmal der Gang der Wunsch­äußerung in Verbindung mit einer Spende aus­einandergesetzt.

Die Blockwalter überreichen einen gelben Pro­spekt, der alle Musik- und Gesangsstücke enthält, die gewünscht werden können. Auf einem anhän­genden, abtrennbaren Wunschzettel vermerkt der einzelne die von ihm gewünschte Programmnummer und übergibt dem Blockwalter diesen Wunschzettel und den dafür gespendeten Betrag gegen eine Quit­tung, die der Spender in dem Quittungsblock selbst einträgt und vom Blockwalter gegengezeichnet er­hält.

Es ist zu erwarten, daß sich alle Volksgenossen mit Wunsch und Spende einschalten. Der große Anklang, den die seitherigen Wunschkonzerte ge­funden haben, wird auch die Gießener Veranstal­tung zu einem vollen Erfolg werden lassen, zur Freude der Spender und Besucher und als ein Zeichen der freudigen Siche inschaltung für den guten Zweck. Es sei noch einmal vermerkt, daß für die Vorbereitung des Konzertes alle Wünsche bis zum 24. August 'eingegangen sein müssen.

Werbe-Veranstaltung der Lustwaffe.

Nur noch wenige Tage trennen uns von der sportlichen Werbeveranstaltung unserer Flieger. Ein umfangreiches Programm läßt spannende Kämpfe erwarten. Neben den leichtathletischen Hebungen muß ganz besonders das im Rahmen der Veranstaltung angesetzte Aufstiegspiel im Fuß­ball zwischen der Mannschaft des Luftwaffensport­vereins Gießen und der sehr guten Mannschaft des VfL. Neu-Isenburg hervorgehoben werden. Die Flieger haben wegen einiger notwendiger Umstel­lungen in den letzten Spielen zwar die gute Spiel­form zu Beginn der Serie nicht halten können, sind aber jetzt wieder dabei, eine starke Mannschaft zu werden. Ueber den bereits sicheren Anwärter für die Gauklasse Neu-Isenburg braucht nicht allzuviel gesagt zu werden; die Mannschaft ist als gut be­

kannt, und es ist deshalb mit einem sehr inter­essantem Spiel zu rechnen.

Den größten Teil des Programms nehmen natür» list die Laufwettbewerbe ein, über deren Umfang die Ausschreibung im heutigen Anzeigenteil Auf­klärung gibt. Wir werden noch eine Vorschau über die bevorstehenden Kämpfe bringen. Erwähnt fei schon jetzt, daß der Olympiakämpfer im 5000-Meter- Lauf, Becker, wieder am Start ist. Ebenso wird Hauptmann 2B agier, der Vorjahressieger über 100 und 200 Meter, wieder ernsthaft in den Kamps eingreifen. Sein stärkster Konkurrent wird der 100-Meter-Sieger vom Kreis-Turn- und Sporttag Uffz. Gram fein.

Wie stark der Leistungsstand unserer Flieger im Augenblick ist, bewiesen die am Dienstagabend durchgeführten Schwimmwettbewerbe, bei denen ausgezeichnete Zeiten geschwommen wurden.

Es sollte also keiner versäumen, am Sonntag bei unseren Fliegern zu sein.

Ducheckern-Sammlung im Herbst.

Im Herbst ist mit einer erheblichen Bucheckern­ernte zu rechnen. Bucheckern liefern bekanntlich ein ausgezeichnetes Speiseöl. Der Reichsminister für Er­nährung und Landwirtschaft wird daher im Einver­nehmen mit den zuständigen Stellen, insbesondere dem Reichsforstamt, dem Reichserziehungsministe- rium und der Reichsjugendführung Richtlinien über das Sammeln und die Verarbeitung von Bucheckern für die Oelgewinnung erlassen. Die Milch- und Fett- wirtschaftsverbände werden mit der Durchführung dieser Ausgaben in Zusammenarbeit mit den ört­lichen Stellen, insbesondere den Forstämtern, den Schulen und der HI. sowie den Kreis- und Orts- bauernschaften beauftragt. Die Einzelheiten werden zur gegebenen Zeit bekanntgegeben.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 20. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Wirsing, % kg 12 Rpf., Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12, Spinat 22, Römischkohl 12, Renekloden 35, Salat, das Stück 8 bis 10, Ober­kohlrabi 10 Rpf.

haben, verleiht jedem Volksgenossen für die fämpfung von Brandbomben die im Ernstfall bedingt erforderliche Ruhe, Besonnenheit Energie.

Gefährliche Rumpelkammern.

höben entweder völlig leer oder weitestgehend ent­rümpelt waren. Für die Entleerung und Ent­rümpelung ist grundsätzlich derjenige verantwortlich, der die Bodenräume, sei es als Eigentümer, Mie­ter, Pächter ufw., benutzt. Nicht entrümpelte Dach­böden sind also die gefährlichsten Rumpelkammern. Darum nochmals: es liegt nur im Interesse jedes einzelnen, wenn ganz allgemein die Losung im Reich heißt: Jedes Haus, aber auch jedes, muß abwehrbereit sein!

Anerkennung der Volksbildungsstätte Gießen der7!SG.-,,KrastdurchFreude^

Dr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klöpffer

Das Reichsamt Deutsches Volksbildungswerk teilt mit: Die Volksbildungsstätte Gießen führt künftig in ihren Arbeitsplänen den Vermerk:Vom Reichsamt Deutsches Volksbildungswerk als Volks- bildungsstätte anerkannt", und bemerkt hierzu, daß diese Anerkennung ausnahmsweise wegen des er­freulichen Äufbaues, den die Dolksbildungsstcitte Gießen genommen hat, stattfindet. Im allgemeinen werden während des Krieges Anerkennungen Volksbrldungsstätten sonst nicht ausgesprochen.

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Die Erfahrungen haben gezeigt, daß die fämpfung von Bränden, die durch Luftangriffe her- oorgerufen wurden, mit den einfachsten Mitteln überall dort zum Erfolg geführt hat, wo die Dach-

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ganzen fein.

Das Berufserziohungswerk der Deutschen Arbeits­front, Kreiswaltung Wetterau, Schanzenstraße 18, ist jederzeit bereit, jeden Volksgenossen und jede Volksgenossin beruflich zu beraten.

Froher Dienst am Volksganzen

Denke an deine berufliche Weiterbildung!

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Das Bewußtsein, biete Forderungen erfüllt zu

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Leder wünscht und spendet zum Gießener Wunschkonzert.

In der Reihe der von der NSG.Kraft durch Freude" durchgeführten Wunschkonzerte, die seither zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes und nun­mehr zugunsten des Kriegswinterhilfswerkes des Deutschen Volkes in unserem Kreisgebiet veran­staltet werden, erwartet nun auch unsere Stadt am 30. August eine große Veranstaltung. Die Vorbe­reitungen sind in vollem Gange. Die Blockwalter

10.

Anna schloß die Schlafzimmertür, knipste das Licht an, schaltete es wieder aus, denn es war über­flüssig. Von der Festwiese herüber kam blaues, kaltes Schein werfer licht durch die Fenster und über­schwemmte die Kronen ber Parkbäume mit Silber.

Anna streifte mit einem scheuen Blick bas aufge- beckte zweite Bett. Armer Martin! bachte sie. Dann entfleibete sie sich langsam. Zerstreut unb tief in Gebauten ging sie zum Toilettentisch, tröbelte zwischen ben Bürsten, ben Kämmen unb Flaschen unb warf schließlich einen prüfenben Blick in ben Spiegel. Das Glas reflektierte ihre wohlgeformten Beine, ihre hochangesetzten Hüften, ein bekümmer­tes Gesicht unb traurige Augen. Anna seufzte brei- mal so recht aus tiefstem Herzensgrunb ünb bachte: Martin kann mich natürlich nicht verstehen, was er wohl von mir denken wird?

Dann ließ sie sich auf den Bettrand fallen und. vertauschte ihre Schuhe mit den hellblauen Atlas- pantoffeln, die denen ber Montespcm nachgebilbet waren unb von Martin stammten. Hierauf schlüpfte sie in ben Schlafrock unb warf sich auf bas Bett. __ Noch ein wenig nachbenken unb bann schlafen, nur schlafen! nahm sie sich vor. Sie zog bas Kopfkissen des Nachbarbettes zu sich heran, legte die Wange darauf unb hielt flüsternd eine Ansprache, der niemand zuhörte:

Sieh mal, du Guter, ich konnte ja nicht anders, "warst du sehr enttäuscht? Schau, du mußt das verstehen, ich kann dich heute nicht brauchen, fieute da der andere im Weg ist und mir jede Sekunde vergiftet. Nein, ich wäre heute eine schlechte (Beliebte Martin, ich bin dir ja so dankbar für alles' Daß du immer gut zu mir bist, daß du mich aus der dumpfen Enge unb aus jener Stabt ber bchen Erinnerungen weggeholt hat m dem grünes

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elbftanöig m der Welt zurecht. So soll ein zwei- öhriges.Kind alle Speisen mit dem Löffel zum Aund Wen, ohne fremde Hilfe trinken. Ein drei- -jhriges Kmd sich selbständig mit ber Bürste die jänbe waschen und abtrocknen, es putzt sich geschickt »je Zähne, kennt die Reihenfolge seiner Kleibungs- ciicke, es zieht selbst seine Schuhe an und schnürt sie ii, nur die Schleife kann es noch nicht binden, ritt viermhnges Kmd kann feinen Mantel anziehen, .ch die Hüare bürsten und z.B. ein Butterbrot pichen. Em fünfjähriges Kind soll schon Geschirr btrotfnen, die Stube ausfegen und Botengänge nit zwei verschiedenen Aufträgen erledigen können.

Es wurde auch ermittelt, welche körperlichen jnforberungen cm Kleinkind erfüllen kann So juft ein fünfjähriges Kind 50 Meter in li bis 5 Sekunden, em dreijähriges in 15 bis 23 Se- unben. Ein fünfjähriges wirft einen Tennisball bis 8 Meter weit, ein dreijähriger Junge 3 bis Meter. Gerade bei körperlichen Hebungen kann t jedoch nie darauf ankommen, unzeitgemäße Lei­tungen heranzubilden, denn jedes Kind wird mit tn Entwicklungsreizen bas anfangen, was feinen Inlagen am besten entspricht. Rolf Burk.

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s mogü istfor an ber Universität Straßburg für Pharma- cühzM Mtifche Chemie ernannt worben.

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Station immer in Ordnung hält und mit Hand anlegt bei der Krankenpflege. Als besondere An­erkennung für den .zweijährigen Einsatz erhält bas Frauenhilfsdienstmäbel im Falle der Verheiratung 500 RM. Sie sind sozusagen das Hochzsitsgeschenk, das das Mädel für feinen Ehrendienst vom Deut­schen Frauenwerk erhält.

Selbstverständlich ist, daß für den Frauenhilfs­dienst nur Mädel in Betracht kommen, die minde­stens 18 Jahre alt sind, denn dieser Einsatz verlangt einen verantwortungsbewußten Menschen. Ost führt er das Mädel ganz in einen sozialen oder pflegerischen Frauenberuf. Pflegen zu können und helfen zu dürfen ist besondere Freude jeder Frau. Deshalb erfreut sich der Frauenhilfsdienst stets steigender Beliebtheit bei den jungen Menschen.

Nähere Auskunft über den Frauenhilfsdienst er­teilen die Dienststellen des Deutschen Frauenwerkes unseres Gaues.

zuviel getrunfen? Anna hörte, wie er die Haus­tür schloß, wie er die Treppe emporstieg, wie seine Schritte vor ihrer Tür zauderten unb wie sie bann boch weitergingen in ben zweiten Stock, wo bie Frembenzimmer tagen. Annas Kehle wurde eng vor Mitleid. Sie stand noch immer am Fenster unb starrte in bie Nacht. Hingerl räumte polternb bie Maßkrüge auf, klappte Stühle zusammen unb sang babei falsch vor sich hin. Zum Schluß schaltete er die Bogenlampe ab, unb ein jähes Dunkel stürzte über bie Wiese her. Dann war es still, auch im Haus, Martin im Zimmer über ihr, hatte sich schlafen gelegt.

Auch ich muß jetzt schlafen, bachte Anna zornig. Woher nehme ich sonst morgen bie Kraft für neue Schläge, bie bas Schicksal womöglich für mich be­reithält? Herrgott, wenn ich nur ein Schlafmittel hätte'!

Sie raffte ihren Schlafrock über ber Brust zu­sammen, öffnete vorsichtig bie Tür unb lauschte in ben Korribor hinaus. Nichts! Sie nahm eine Taschenlampe unb geisterte auf Zehenspitzen bie Treppe hinab, bis eine feuchte Hunbeschnauze an ihr Knie stieß. Der Boxer beschnupperte sie unb machte fragenbe Augen. Sie scheuchte Cyrus mit einem geflüsterten Befehl in seinen Korb in ber Diele. Enblich stand sie vor dem Sprechzimmer. Wahrscheinlich verwahrte Martin dort seine Schlaf­tabletten. Sie öffnete geräuschlos bie Tür.

Das Fenster war offen unb ber Mond schien schwach ins Zimmer. Am Schreibtisch kauerte ein Mensch unb schrieb. Fender! Als er Anna entbetfte, entspannte sich sein verzerrtes Gesicht.

Du hier, Anna?" lächelte er höhnisch und mit schiefen Lippen. Der erlittene Schreck schwang in seinen Worten nach Es schien, als ob er auch ein wenig betrunken märe.Ich bin nicht schlecht er­schrocken."

Was tun Sie noch hier?" fragte sie streng.

Das siehst du, ich schreibe. Ich fülle einen Scheck aus. Ich brauche nämlich Geld."

(Fortsetzung folgt.

Das Berufserziehungswerk gibt in diesen Tagen an alle Ortswaltungen und Betriebe seine Arbeits- pläne für bas Winterhalbjahr 1942/43 hinaus. Es ist beabsichtigt, eine Reihe von Lehrgängen wie in den letzten Jahren durchzuführen, die zur Weiter- bildung im Beruf dienen sollen. Die Teilnahme an diesen Lehrgängen wird nicht nur den Jugend­lichen empfohlen, sondern es ist ebenso dringend notwendig, daß sich auch Erwachsene für bie Weiter­bildung.in ihrem Beruf interessieren, denn im wachsenden Deutschland ist für jede Befähigung Raum, und einzig bas Können entscheidet. Die Ar­beitspläne geben jedem Anregungen und Hinweise grundlegender und fachlicher Art. Die Beteiligung

Lehrgängen eröffnet den Weg zum beruf» Aufstieg. In engster Verbundenheit mit der'

Wo kommt Fender so plötzlich her? fragte sich ___ Warum ist er nicht fort, wie er es mir erfprochen hat? Bekomme ich denn nie mehr e? __ Sie sah gequält ins Leere, bann zog

fremde Gewalt ihre Blicke mieber hin zu dem erhaßten Menschen. Sie Manb ihre Finger aus ggers Hand und nahm bas Schullertuch enger.

Die Musik hatte aufgehört zu spielen, aber Fenber noch ein paar anbre klatschten so lange, bis ber Schneider Meggle das Stück wieberhotte. Es hieß Drei leberne Strümpf" unb mar eine Nationa ^..z ber Trettauer. Kaspar Fenber stießi einen iuhschrei aus und riß seine Partnerin an sich w

einer Umarmung.

Auch Brügger hatte jetzt den Stiefsohn bemerkt s war ihm gar nicht recht, daß sich der Junge s MfäUig benahm, so ohne Scham und Hemmung, fräs mochte bei Bauernburschen angehen.

Ser Lausbvb!" murmelte er sich hm. . Ich möchte ins Haus gehen. JDlartin, >mr N IXt", sagte Anna in einem Ton, der leben Weder iiruch ausschloß.

,Selbstverständlich. Sah ich nicht eher daran. ge­lacht habe!" entschuldigte er sich. Dann reutte er 'itterlich ben Arm.Komm, wir empfehlen un, <uf französisch. Es wird nicht allzusehr ouffallen. llus der Hausschwel^e sagte sie:

Ich gehe gleich nach oben. Das Kopfweh meldet '<h wieder. Es ist ein Kreuz mit nur. Ich bitte d-Ü, Sartin, lah unsere Gäste nicht im stich. Uno Mn noch eines" sie streichelte (eine panb i, l-gte sie an ihre Wange,du wirst mir böse sein.

».Ich werde dir nicht böse sein, 2(nna. Laß mich heute nacht allein, Martin, bette.

NSG. Der Frauenhilfsdienst für Wohlfahrts­und Krankenpflege wurde vor einigen Jahren von der Reichsfrausnführerin geschaffen, um Wohl- fahrtsemrichtungen und Pflegeanstalten eine Ent­lastung zu bringen. Frauenhilfsdienst ist Ehren­dienst und muß stets als solcher betrachtet werden.

Wenn ein Mädel sich hier zwei Jahre zur Ver­fügung stellt, so muß sie wissen,' ob sie nun den verwundeten Soldaten im Lazarett Hilfen, ob sie im Kindergarten der NSV. für die Kleinen sor- aen, oder ob sie in der Küche des Krankenhauses für die richtige Verpflegung sorgen helfen will. Das alles find Arbeiten, die gleich wichtig sind, und die den ausgebildeten Kräften dieser Anstalten eine große Hilfe bedeuten.

In Alters- und Erholungsheimen sind Frauen­hilfsdienstmäbel eingesetzt, und die NSV.-Schwe- fter in der Gemeinde weiß dem Mädel besonderen Dank, bas ihr manchen Gang abnimmt, die kleine

Von der Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführuna bei ber Kreiswaltung Wetterau ber Deutschen Arbeitsfront wirb uns geschrieben:

Unser Volk steht im schwersten Kampf um sein Recht und seine Existenz. Neben den Kämpfern an ben Fronten müssen auch die Soldaten der Arbeit in den heimatlichen Betrieben ihr Aeußerstes her­geben, um die Feinde vereint zu schlagen. Der Fleiß und das berufliche Können sind scharfe Waffen der Heimat, mit denen höchste berufliche Leistungen er­kämpft werden. Die Gemeinschaft braucht die ge­steigerte Leistungskraft eines jeden. Es ist daher jedes Mitglied dieser Gemeinschaft gerade in der jetzigen Zeit verpflichtet, alle in ihm steckenden Kraftreserven zu mobilisieren und zur Entfaltung zu bringen, damit die gesamte Leistung unseres Volkes gesteigert wird. Jeder muß an sich arbeiten, um etwaige Leistungslücken auszufüllen unb bie Ent­wicklung ber vorhandenen Leistungskraft zu förbern. Arbeit unb Leistungen sind aber auch im wesent­lichen die Grundlagen für eine lebensfrohe Zukunft, unb bas Können, welches zur Leistung führt, muß erarbeitet und ernyrben werden. Nicht der behag­liche Genuß einer sorgenfreien Existenz gibt bauernde Befriedigung, sondern nur bie uneigen­nützige Arbeit für ein ideales Ziel.

Aus ber Stadt Gießen.

Altweibersommer.

Das Kartoffelkraut beginnt jetzt sachte zu dörren. Die Getreidefelder werden leer. Im dunklen Laub blauen die Pflaumen und lachen die Aepfel. Wir sind in der zweiten Hälfte des Jahres: an ihrem schonen Beginn. Nun kommt auch wieder die Zeit, da die jungen Spinnen die fliegenden Fäden über Heide und Wiese ziehen. Der Altweibersommer hat den Ruf, ein guter Sommer zu fein. Wenigstens ein guter Spätsommer, der die Früchte süßt und die Trauben reif macht, ber guch Kartoffeln und Zuckerrüben wohltut. Dieser Ruf ist nicht unver- bient. Aber sehr natürlich. Denn die jungen Spinnen spinnen nur bei gutem Wetter. Wenn das feine weiße Gewebe kleiner Feldspinnen in ber Luft umher fliegt, ist also gutes Wetter. Dieses Ba­rometer ist genau so zutreffenb, wie wenn ein netter Vater einen gemalten Esel mit einem Stück Bindfaden als Schwanz an die Außenwand hängt und seinen kleinsten Sprößlingen die erhabene Weisheit vorträgt, daß es regnet, wenn des Esels Schwanz naß wird. So einfach ist der Tatbestand. Frühere Jahrhunderte wußten mit den zarten spätsommerlichen Geweben sie tauchen manch­mal auch schon im Frühjahr auf nichts anzu­fangen unb hielten sie für ein Gespinnst ber Schick­sal sgöttinnen. Nach bem Einzug des Christentums wurden sie Mariengarn dber Marienfaden genannt. Volkstümlicher waren sie schlicht und recht das Ab­zeichen des Altweibersommers, den die wackeren SchwabenWitwensömmerli" nennen. Am inter­essantesten ist im Grunde, wie und warum diese Fäden entstehen. Sie sind ein Beförderungs­mittel. Die junge Spinne kriecht auf einen erhöhten Punkt, reckt den Hinterleib kräftig in die Höhe, schießt einen ober mehrere Fäden aus ben

Berglanb. Ich liebe dich, wie eine Frau ihren Mann nur lieben kann, auf tiefster Seele, aus ganzem Herzen,, für immerdar. Gott ist mein Zeuge!"

Durch bas offene Fenster wehte ber Atem ber Berge. Der halbe Mond stand in schwierigem Licht. Die Sterne waren wie Apfelblüten in bas Dunkel­blau ber Nacht gestreut. Nur am äußersten Ranbe bes Himmels trieb sich versprengtes Gewölk herum. Von ber erleuchteten Wiese her klang Lachen, Ge­kreisch unb Gejauchze. Des Schneiders freche Klari­nette hob sich aus bem Chor ber anberen Instru­mente, es war eine gefährliche, aufftadjelnbe Musik für bie Buben unb Mäbel.

Anna sprang gereizt auf unb ging, bas Fenster zu schließen. Ueber bie Kieswege wanbeite, knirschenb ein Pärchen, eng umschlungen, Schulter an Schul­ter. Anna blickte ihm neidisch nach. Dann zog sie ihren Schlafanzug an, tastete sich zurück zum Bett. Sie versuchte einzuschlummern, aber immer wieder farfien neue Gedanken. Bis sie nach München kam, hatte sie gemeint, Lehrerin zu sein, fülle einen Menschen bis zum Rande aus. Welcher Irrtum! Auch sie war genau so verliebt, wie andere junge Mädchen. Heiratete, wenn es ging, unb wurde eine alte Jungfer, wenn es nicht ging. Aber lieber nicht nachdenken! Schlafen! Anna zählte gewissenhaft die Röschen auf ber Biedermeiertapete, eine Uhr schlug. Weshalb war Fenber nicht weggefahren? Er hatte es doch versprochen. Wieder schlug bie Uhr.

Die Musikanten spielten jetzt einen Galopp, und noch einmal schäumte die Lust hoch auf. Lachen, Ge­stampf, Stimmen, heiteres Gezänk erfüllten die Nacht. Dann legte sich der Lärm. Das Fest war zu Ende, und auch bie Unentwegtesten machten sich auf ben Heimweg. 2Itpia warf mit einem Ruck bie Beine über ben Bettranb, fischte nach den Pan­töffelchen und huschte ans Fenster, bas sie zu schlie­ßen vergessen hatte. Sie hatte vertraute Schritte vernommen. Sie spähte hinter bem Vorhang nach unten. Dr. Brügger kam langsam auf bas Haus zu. Etwas unsicher, wie es schien, und mit hängenden Schultern. War er nachbenklich, müde, ober hatte er

Am 22. August vollendet der emerit. Professor an <r Universität Frankfurt Dr. Heinrich v. Met­en heim sein 75. Lebensjahr. In Schwerin ge­stern promovierte er 1893 in Straßburg unb hat ck bann als Kinderarzt in Frankfurt niederge- affen. Bei ber Uninerfitätsgrünbung wurde er außerordentlicher Professor der Kinderheilkunde ,nb 1920 ordentlicher Professor. Der Forst­meister Dr. Alfred Webst ist zum ordentlichen 1 Zrofessor an der Hochschule Dresden für Forst- inrichtung ernannt worden. Webst studierte in Frei- . j »rg, Leipzig und Gießen und an 1 ~ '

15 Hochschule Tharandt. 1922 promovierte i. ...

<n. Er war dann Forstassessor, Oberförster und Biftmeifter im sächsischen Staatsdienst und erhielt t>38 einen Lehrauftrag für Forstwirtschaft an der