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Der geschotterte Invasionsversuch auf -em europäischen Kontinent.
atastrophale Niederlage des britisch-amerikanischen Expeditionskorps an der Kanalküste bei Dieppe. — Kein bewaffneter
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42. Jahrgang Nr. zys G Donnerstag, 20. August M2
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Feind mehr auf dem Festland
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Versuchs an der französischen Küste nahm in der Stadt Dieppe das Leben wieder feinen gewohnten
seht werden, sobald es der ersten Landungswelle gelungen war, einen Brückenkopf um den Hafen von Dieppe zu bilden.
Dazu kam es nicht. Der gelandete Feind wurde im Rahkampf überall aufgerieben und ins Rleer geworfen. Von den gelandeten und später vernichteten Panzerkampf- wogen find bisher 28 gezählt. Alle Stützpunkte wurden von der tapferen Küftenbefahung gehalten. Ueber 1 5 0 0 Gefangene befinden sich in deutscher Hand, darunter 60 kanadische Offiziere. Die blutigen Verluste des Feindes find fehr hoch. Durch Artilleriefeuer wurden drei Zerstörer, zwei Torpedoboote und zwei Transporter versenkt. Die Luftwaffe schoß 83 feindliche Flugzeuge ab, versenkte zwei Spezial- Truppentransporter und ein Schnellboot und beschädigte fünf Kreuzer oder grohe Zerstörer sowie zwei Transporter durch schwere Bombentreffer.
Der Feind hat bei diesem, nur politischen Zwecken dienenden, aber jeder militärischen Vernunft hohnsprechenden Landungsversuch eine vernichtende Riederlage erlitten. Die deutsche Wacht im Westen hat dem dilettantenhaften Unternehmen die gebührende Abfuhr erteilt. Sie sieht im übrigen allen weiteren Versuchen dieses Gegners mit der Ruhe und Kraft einer Wehrmacht entgegen, die in Hunderten von Schlachten den Sieg an ihre Fahnen geheftet hat.
Churchill bereitet -er alliierten Krieg führung ein neues Dünkirchen.
Berlin, 19. Aug. (DRB.) Zu der vom Oberkommando der Wehrmacht bekanntgegebenen kata- ftrophalen Riederlage des englisch-amerikanischen Expeditionskorps bei seinem ITttväsiönsveksuch auf dem europäischen Kontinent wird von amtlicher deutscher Seite festgestellt:
Am 22. Juli stellte Stalin angesichts des Zusammenbruchs seiner Südfront in London und Washington durch feine Botschafter Alaisky und Litwinow bei der englischen Regierung in ultimativer Form die Forderung auf sofortige Errichtung der zweiten Front. Dieses Ultimatum war auf eine Zeit von 12 Tagen befristet. Bekanntlich hat übrigens der Sender Reuyork am 3. August ausdrücklich bestätigt, „dah die Regierung der UdSSR, an die Regierung der Vereinigten Staaten offiziell die Forderung nach der sofortigen Eröffnung einer zweiten Front gerichtet hat".
In den ersten Tagen des August sah sich der englische Premierminister E h u r ch i l l unter diesen Umständen gezwungen, beschleunigt über Kairo— Teheran n ach Moskau zu fliegen. Lr traf mit
DRV. Aus dem Führerhauptguartier, fl.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt nanut:
Line groß angelegte Landung englischer, ^»erikanischer, kanadischer und de-Gaulle-Truppen b der Stärke etwa einer Division als erste Welle, le in den heutigen Morgenstunden gegen die französische Kanalküste bei Dieppe later dem Schuh starker See- und Luststreitkräfte |rtb unter Einsatz von gelandeten panzern geführt lurbe, ist durch die im Küstenschutz eingeseHlen putschen Kräfte unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner zusammen- ^ebrochen. Seit 16 Uhr befindet fich kein be- baffneter Feind mehr auf dem Fest- |d n d. Dieser grohe Erfolg wurde erzielt, ohne dah k überhaupt auch nur des Einsatzes irgendwie «nnenswerter Reserven der höheren Führung be- urfte. Wie aus den Truppenmeldungen und Ge- lingenenvernehmungen hervorgeht, spielte sich die Landungsoperation folgendermahen ab:
Die er st e Welle der Landungstruppen burde heute früh auf hoher See von Transportern jarch 300 bis 400 Landungsboote übernommen und »reichte um 6.05 Uhr die Küste, geschützt von 13 bis |=) Kreuzern, Zerstörern und starken Jagdstreitkräf- jn. Dahinter stand eine schwimmende Reserve von Ichs Transportern und drei Frachtern und weiter lärdtich eine Gruppe von 26 Transportern als ope- plive Reserve, wahrscheinlich das Gros der tandungsstreitkräfte. Dieses sollte einge-
im Kremt ein, um dort Stalin persönlich die Schwierigkeiten der Errichtung einer zwei- len Front klarzumachen. Stalin hat sich -- trotz aller Ueberredungsversuche Churchills — mit den gewundenen Erklärungen des englischen Premierministers nicht zufriedengegeben, sondern zur Entlastung seiner katastrophalen Lage kategorisch die Errichtung einer zweiten Front verlangt, und zwar innerhalb kürzester Frist.
Dem englischen Premierminister blieb nunmehr kein anderer Ausweg, als entgegen allen Bedenken seiner militärischen Sachverständigen unverzüglich an der französischen Küste eine Grohlandung anzuordnen. Dieser wie immer unter Voranslellung der Hilfstruppen mit erheblichen Kräften aller Waffengattungen unternommene Verzweiflungsschritt des Amateurstrategen Churchill ist i n wenigen Stunden jämmerlich zusammengebrochen. Churchill hat damit der alliierten Kriegführung in gewohnter Weife e i n neues Dünkirchen bereitet.
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I DNB.....19. August.
IKZK.) Die zweite Front |i von den Engländern Mieder und wieder ange- Mndigt worden, heute Ikrsuchten sie ernst damit |li machen. Auf dem Gc- Mchtsstand verlief die »acht wie Viele andere. Mann aber — zwischen Macht und Tag — wech- Me die Ruhe der Bc- Irütschaft von einer Mi- Ißute zur anderen in Höch- Mr Spannung. Erste llieldung: Englische Itz ch i f f e nähern sich der Manzöistschen Küste: starke Muststreitkräftebe- Meiten sie. Und dann: Rlnglische Seestreitkräfte «eschießen Dieppe, ■Wit Landungsbooten sto- Än Tommies gegen die Miste vor, fassen zu bei= pn Seiten von Dieppe E Feuer des deutschen istenschutzes an dem rande Fuß, stoßen an »r teilküste entlang ge- dtn die Stadt vor und itszen sich in einigen häu- jrm fest.
Meldung um Meldung sviegelt den Verlauf der iimpfe wider, die jetzt nsetzen. heftig sind diese ämpfe in der Glut der lrißen August-Mittags- lnne! Auch Panzer
ikingen die Briten an Sand. Aber noch d>c die Mittagsstunde angebro- m ist, liegt der größte
ihre Landungsboote, liegen zum grotzen Teil verbrannt am Strand. Das war das Werk der Luftwaffe Sie finden den Weg nicht zuruck, zuruck zu den Schiffen, die sie herüberbrachten. Die Engländer ergeben sich.
Es ist um 13 Uhr. Die Situation ist klar. Der Kampf ist entschieden. Was jetzt noch an Bnten bei Dieppe kämpft, wird bald erledigt sein. Zu groß waren ihre blutigen Verluste. Die Zahl der Gefangenen wächst ständig. Die leichten Kampfflugzeuge versenken und beschädigen mehrere weitere Kriegsschiffe. Dann verfolgen sie die fliehenden Transporter, packen sie südlich von Brighton, stürzen sich auf sie, lösen ihre Bomben und versenken zwei von ihnen, beide fassen 3000 Tonnen, beide sind mit Truppen voll beladen. Die letzte abschließende Meldung wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Da betritt der 2. E. den Gefechtsstand Er meldet dem Oberst die letzten Nachrichten. Er schließt mit einem knappen Satz mit drei inhaltsschweren Worten: Lage wieder herge- stellt!
Das Leben in Dieppe wieder in vollem Sang.
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„Lage wieder hergestelli!"
Von Kriegsberichter Robert Bär.
S t o ck h o l m, 20. Aug. (Europapreß.) An dem schon nach einigen Stunden kläglich zusammengebrochenen alliierten Großlandungsversuch bei Dieppe hat der Chef der britischen kombinierten Operationen (Chief of combined operations), Vizeadmiral Lord Louis Mountbatten, zehn Monate lang (!) gearbeitet, wie in London am Mittwochabend von Reutter bekanntgegeben wurde. Moutbatten — übrigens ein Vetter des englischen Königs — sei, so heißt es in der Meldung weiter, ein äußerst kühner und angriffslustiger Mann, der an Nelson erinnere. Er sei direkt Churchill verantwortlich. Zwecks Vor, bereitung des Landungsversuchs an der französischen Küste sei er vor drei Monaten nach den USA. und Kanada geflogen, um mit den dortigen Generalstabschefs alle Einzelheiten zu besprechen.
An zuständiger Stelle in London wird erklärt, daß der Hauptzweck des Vorstoßes gegen Dieppe das „Sammeln von Erfahrungen" gewesen und daß von vornhinein ein bestimmtes Maß an Verlusten einkalkuliert worden sei. Die Operationen hätten jedoch besondere Bedeutung, weil auch Tanks gelandet wurden. Am Mittwochabend meldete London dann, daß ein Teil der Soldaten, die an dem Angriff auf Dieppe teilnahmen, im Laufe des Mittwochnachmittag zurück- ge kehrt fei. Das Schicksal des anderen Teils wird mit dem Hinweis auf schwere D e r l u st e lediglich angedeutet. — Die Engländer hatten es gar nicht nötig, „Erfahrungen" zu sammlen, da sie im Verlauf dieses Krieges ja die Schlagkraft der deutschen Armee schon mehr als einmal kennenlernen konnten. Die Londoner Auslegung kann also nur als faule Ausrede angesichts der katastrophalen Niederlage gewertet werden.
Das Echo in Vichy.
Vichy, 20. Aug. (Europapreß.) Die englische Landung bei Dieppe wird in hiesigen amtlichen Kreisen mit größter Ruhe ausgenommen. Man bezeichnet das Unternehmen als einen h a n d - streich, der von vornherein zum Schei- tern verurteilt war. Zum erstenmal seit dem
wieder geöffnet und die Einwohner von Dieppe tätigten wie jeden Tag ihre Einkäufe, als ob nichts gefchehen wäre. Die Haltung der franzöfifchen Bevölkerung während des letzten Tages ließ von Anfang an erkennen, daß sie voll st es vertrauen in die deutsche Besatzung hatte und die englische Aktion lediglich als eine lästige Störung ihres Tagesablaufs betrachtete.
London verständigt Moskau.
B e r l i n , 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) Noch nie ist eine Meldung in derartiger Rekordzeit von London nach Moskau übermittelt worden, wie die über das Landungsunternehmen bei Dieppe. Noch am Mittwoch gab der Moskauer Nachrichtendienst folgende vom 19. August aus London datierte Meldung: „Im Zuge der Kriegsoperationen wurde heute, ganz früh, eine Landung im Abschnitt von Dieppe in der besetzten Zone durchgeführt. Die Operationen sind noch im Gange."
Mit dieser Meldung sollte ganz offensichtlich das sowjetische Volk geblufft werden: denn schon die Aufmachung zeigt deutlich^ daß man bei den Sowjets den Eindruck erwecken wollte, als ob die von Churchill in Moskau noch einmal versprochene zweite,Front nun in vollem Gange sei. Man hat also bewußt diesen frühen Termin für die Uebermittlung.der Meldung gewählt, da naturgemäß zu diesem Zeitpunkt noch nichts über den Ausgang der Unternehmung abzusehen war. Man wird mit Recht bezweifeln, ob London den Kreml auch ebenso schnell von der vernichtenden Niederlage bei Dieppe verständigen wird.________________
Die Katastrophe.
Churchills Besuch in Moskau hatte die nervöse Stimmung in der britischen Oeffentlichkeit aus den Höhepunkt getrieben. Man wußte in London, daß Stalin nach dem Zusammenbruch seiner Hoffnungen auf das Gelingen einer eigenen Offenpve und die Unmöglichkeit vor Augen, dem siegreichen Vormarsch der deutschen Armee auf Kaukasus und untere Wolga halt zu gebieten, seinem britischen Gast die kategorische Forderung unterbreiten werde, nun endlich mit dem vielen Gerede um die Zweite Front" Schluß zu machen und mit aller Energie zur Tat zu schreiten. Stalins Botschafter in London und Wafhington hatten für diese Forderung agitatorisch den Boden vorbereitet. Aber zumindest in London war in den Kreisen der Regierung und bei den leitenden Militärs nach den trüben Erfahrungen mit Aktionen, wie Stalin sie forderte, nicht allzuviel Neigung, ein Unternehmen übers Knie zu brechen, das man wohl einleiten konnte, zu dessen Weiterführung jedoch die Schiffe fehlten. Aber Stalin hatte keine Zeit mehr; er konnte nicht warten auf die Fertigstellung von Programmen und Plänen, deren gigantische Zahlen in weitester Zukunft liegen. Ihm brannte die Not auf den Nägeln. Er wird deshalb die Bedenken, die Churchill und sein Generalstabschef Sir Allan Brooke gegen die Errichtung einer .Zweiten Front" fchon in diesem Sommer geltend gemacht haben, mit dem Hinweis abgefertigt haben, daß jeder spätere Entlastungs- oersuch der Alliierten den Sowjetarmeen nichts mehr nützen werde. Die Terrorangriffe der britischen Luftwaffe auf nord- und westdeutsche Städte, mit denen Churchill wohl gemeint hatte, der Forderung Stalins
vorigen Weltkrieg sei auf europäischem Boden ame- rikanisches Blut geflossen, und Hunderte von ameri- konischen Soldaten seien in deutsche Gefangenschaft geraten. Das sei diesmal im Auftrag Stalins geschehen. Dieses Unternehmen, das der Moskauer Reise Churchills auf dem Fuße folgte, verrate die verzweifelte Lage der Sowjets. Es beweise zugleich, daß Stalin eine sofortige Aktion von Churchill verlangt haben müsse.
Die USA. erwarten rauschende Siegesmeldungen.
Berlin, 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) „Das ist großartig — das sind vorzügliche Nachrichten!" — diesen Kommentar zu dem Landungsunternehmen bei Dieppe gab nach einer Agenturmeldung aus den USA. — niemand anderes als Wendest Willkie. Seine Stellungnahme zu der Katastrophe von Dieppe liegt leider nicht vor. Nach Meldungen nordamerikanischer Nachrichtenagenturen hat das Landungsunternehmen bei Dieppe in den USA. „ungeheures Interesse und großen Jubel" hervorgerufen. Diese Nachricht, so heißt es in den Meldungen, stellte alle anderen Kriegsnachrichteln, selbst die Berichte über die kritische Lüge an der Sowjetfront, in den Schatten. Besonders heroorgehoben wird, daß der Angriff aus die französische Küste unmittelbar nach der Rückkehr Churchills aus Moskau erfolgte. „American Journal" brachte auf der ersten Seite in großen Buchstaben die Ueberschrift: „W i r und die Briten dringen in Frankreich ein!" — ob das Blatt heute die Ueberschrift wählt: „Wir und die Briten wurden aus Frankreich hinausgeworfen"? — Reuter meldet, „die ganzen Vereinigten Staaten waren am Mittwoch durch die Nachrichten aus London begeistert, daß amerikanische Verbände zusammen mit britischen und de-Gaulle-Truppen an dem ausgedehnten Angriff auf Dieppe teilnahmen". Die „Begeisterung in den USA." dürfte sich inzwischen wohl gelegt haben.
Strande, ist die Situation ernst geworden fu, ' e gelandeten Tommies. nII(,r ;
Sie mögen nur kommen! war der Wunsch aller, ic die Wacht am Kanal halten, als draußen au dir Insel so viel Lärm wegen der zweiten Fron! imacht wurde. Nun sind sie ba^ ch $ ith/Stunden sind te da, und schon bereiten ।
Ire Schiffe ein. Aber was nutzt es ihnen!
Ler der Jagdflugzeuge und ^ Leichten Äampl^ Aa,euae gingen die Landungsboate der tommies '» Stemmen au-f. Die Transporter versuchen 6 fee zu gewinnen. Aber auch bei chnen smd die sichten Kampfflugzeuge; und Zufammen mN i) en feeren Brüdern Do 217 «nh Ju88 l^teflen |ie feinere Lücken in die kostbare Tannuge der Briten.
Bei Dieppe aber wird die Lage ernster etnfter für die Tommies. Es nutzt ihnen nichts B ttglifche Luftstreitkräfte die hohe von Dieppe m Bomben belegen. Die öi
»(impfraum gehört ben deutschen ^gern. d l ch inmer wieder den angreifenden Tommies enrges^ terfen. Die Briten haben ihre ^"^inen Nach- iinen um den anderen — unä erhalten khub' und verlieren im Feuer bßr ^Hen franzö- ; »v Flugzeug. Auf dem heißumkampften^ftanzo^ J [leben Boden c.--- . «
(feiner der Gefahr »U entziehen.
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