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Direktor.

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die untersetzte Figur. Lanos lächelte ein wenig und

ELAST O^ORN^

Lustfel-post für die Ostfront

Genau die 10-Sramm-Sewichtogrenze einhalten!

Der seit kurzem eingerichtete Luftfeldpostüienst, der bekanntlich der rascheren Uebermittlung kurzer und wichtiger Nachrichten zwischen Ostfront und Heimat dienen soll, wurde allgemein freudig be­grüßt. Aber schon haben sich mancherlei Unstim­migkeiten ergeben, weil zahlreiche Briefe wegen Nichtbeachtung der Bestimmungen an die Absender wieder zurückgegeben werden muhten. Wie die zu­ständigen Stellen mitteilen, können etwa 25 v. H. aller Sendungen mit dem Flugdienst nicht befördert werden, weil sie schwerer sind als 10 Gramm. Das geringe Uebergewicht eines einzelnen Briefes würde an und für sich nichts bedeuten. Alle diese Ueber- gewichte zusammen aber ergeben bei den vielen Tausenden von Briefen ein großes Mehrgewicht. Dadurch würde die Durchführbarkeit des Luftfeld­postdienstes in Frage gestellt. Es ist deshalb keine pedantische Engherzigkeit der Postdienststellen, wenn Briefe selbst bei geringer Ueberschreitung des Höchst­gewichtes handele es sich auch nur um 1 Gramm! zurückgewiesen werden. Das Höchstgewicht darf, unter keinen Umständen überschritten werden.

Folgende Winke werden zur Beachtung beson­ders einpfohlen: Man verwende Postkarten, Karten­briefe, leichte Umschläge und möglichst dünnes Pa­pier. Es ist besser, wenn eine Flugpostsendung nur 8 Gramm wiegt, dann kann es nämlich nicht vor­kommen, daß beim Nachwiegen mit einer genauen Waage ein Gewicht von 11 Gramm festgestellt wird und der Brief zurückgewiesen werden muß. Die Postanstalten können auch nicht seden Brief vor dem Abstempeln nachwiegen. Für abgestempelte Mar­ken auf zu schweren Briefen kann auch kein Ersatz geleistet werden, weil die Postanstalten derartige Marken nicht besitzen. Es ist deshalb im eigensten Interesse der Absender geboten, sich genau an die Bestimmungen zu halten. Ebenso ist darauf zu achten, daß jeder Brief einwandfrei als Luftfeld­post zu kennzeichnen ist. Au diesem Zweck zieht man mit Rotstift diagonale Striche über den ganzen Brief, also von der linken unteren Ecke zur rechten oberen und von der linken oberen Ecke zur rechten unteren und unterstreicht die BezeichnungLuft­feldpost" über der Adresse ebenfalls mit Rotstift.

Sammlung wertvoller Feldpostbriefe.

Briefe von Angehörigen, aber auch von Freun­den, Arbeitskameraden und Kriegerkameradschafts­mitgliedern, die im Felde stehen, sind oft wichtig für eine Verwendung, die noch in diesem Kriege wie in späterer Zeit unserem Volke dienen soll. Der NS.« Reichskriegerbund ruft deshalb seine Mitglieder so­wie deren Familienangehörige auf, sich an einer großzügigen Sammlung von wertvollen Feldpost-

red ung.

Was haben die denn nur?

Wer?" rief Wenig ziemlich laut

Pst", machte Kräger,Lanos, der gesuchte Lanos, der Kerl steht da und tut, als sei er nur allein auf der Welt. Er steht den Willis zu und schlägt mit der Fußspitze den Takt."

Wenig verschwand und erschien in der entgegen­

los sein?"

Kräger rannte hinter der Bühne herum, um nachzusehen. Nach zwei Minuten stand er keuchend vor dem Direktor.

Nun?"

Der Teufel soll den Menschen holen", stieß er erregt hervor.Wissen Sie, wer da drüben in der Kulisse steht?"

Wer denn?" fragte Berthold.

Lanos!"

Von Hühneraugen befrei) Sie rasch die Elasiocorn- Pflasierbinde. Gleich nach dem Auflegen lassen die sie­chenden Schmerzen nach.

Die Ausbildungsbn'hilfe

Neufassung der Vorschriften.

entschuldigen, daß esoffensichtlich unmöglich" für England sei, ausreichende Stteitkräfte an jedem Punkt zur Verfügung zu stellen, und daß es ebenso wenig ratsam sei, den größten Teil der englischen Stteitkräfte in einem bestimmten Gebiet zu konzen­trieren, ehe Japan sein Hauptziel verraten habe. Wir müssen aushalten", so klagte Attlee, ,chis mir unsere Stärke in der Lust, auf dem Wasser und zu Lande wiedergewinnen können." Die verbündeten Nationen befänden sich augenblicklich in einer Art von Pause, bevor der Sommerfeldzug vollständig über sie hereinbreche. Wenn Attlee zum Schluß die ungeheuren Entfernungen zwischen Murmansk, Afrika und Ostasien unterstrich, die alle des Schut­zes durch Seestreitkräfte bedürften, und feststellte, daß jede Bewegung von Transportproblemen ab­hänge, so war dies für das Unterhaus wenig er­mutigend. Attlees gewundene Erklärungen veran­laßten denn auch die Interpellanten, die sich aus al­len Parteien, auch aus dem Lager der Konservati­ven, zusammensetzten, zu Enttüstungsstürmen gegen Churchill, von dem sie immer wieder lautrufend for­derten, er möge endlich vor dem Unterhaus

Lieber Herr Direktor", flüsterte Wenig,was Ihnen Ihre Vorstellung ist, das ist mir mein Fall. ! Ich bin verantwortlich, daß der Fall geklärt wird und kann da keine Rücksichten nehmen. Ich habe < Ihnen die Norodna gelassen, damit Sie Ihre Vor- I stellung durchführen können, ich meine, das ist i doch Rücksicht genug." :

So treten Sie wenigstens hinter mich , bat der Direktor,Damit die Norodna Sie nicht sieht, sonst wird sie noch ganz verrückt."

Wenig tat ihm den Gefallen.

Die drei Willis saßen jetzt auf Stuhllehnen, jeder mit einem Instrument bewaffnet, und produ­zierten sich als Musikal-Clowns, während die No- rodna tanzte.

Petersen hatte die Aufgabe, immer daneben zu spielen. Er spielte mitten im Stück plötzlich Läufe oder blies den tiefften Baß auf seinem Saxophon, und doch waren diese Variationen harmonisch und fügten sich in die Musik ein. Beim Finale stiegen sie polternd von den Stühlen herab, und diese Polterschritte -ersetzten die Pautenschläge des Or- chesters. , '

Während sie die Stühle fortraumten, verschwand die Norodna hinter einer spanischen Wand, die so beleuchtet war, daß man die Formen ihres Kör» pers durchschimmern sah. Welt und Willis bauten das Trampolin auf, während sich Petersen damit vergnügte, einige Saltos zu schlagen. Hierbei mußte das Orchester achtgeden, daß der Pauken­schlag immer dann kam, wenn Petersen mit den Füßen wieder zur Erde kam.

Jetzt hatten Welt und Willis den Aufbau voll­endet und steppten aufeinander zu, während Pe­tersen die Schießscheiben und Gegenstände für den Kunstschießakt der Norodna aufbaute. Die Norodna hatte ihre Toilette vollendet und trat hervor, um gleich darauf in wilden Wirbeln über die Bühne zu

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Ein' Tonzakt sollt- ii)ren Auftritt als Kunst- gesetzten Kulisse hin!« Lanos. Er sah von hinten schützin emleiten, während Petersen hinter di- die graumelierten Schlafen, das kräftige Kinn und Kulisse ging, um die Flinte zu holen. . «-»»«

Warnung aus Stendal

Roman von A.Lothar Philipp

. 34. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

3a um alles in der Welt", rief der Direktor,was hat sie denn verbrochen?"

Es handelt sich um die Sache Lanos. Sie hat eine falsche Aussage gemacht und scheint nach den neuesten Ermittlungen mehr von der Sache zu wissen, als sie zugegeben hat. Bitte, kommen Sie.

Sie gingen durch die Korridore zum Buhnen­raum, wo sie sich an die Kulisse stellten und von dort den Auftritt der drei Willis gut beobachten konnten. ", an t u

Die Szene war in vollem Gange. Wenig beob- achtete, daß Willis ernst war, daß sich Welt mit gerunzelter Sticn auf seine Aufgaben zu konzen­trieren schien, während Petersen mit freundlichem Lächeln, frech, leicht und elegant wie immer, feine Späße machte. Die Norodna tänzelte in ihrem neuen Kostüm zwischen ihnen und fügte sich gut ein. Sah sie zum Publikum, so lächelte sie, drehte sie sich jedoch um, so warf sie Willis bedeutsame Blicke zu. Wenig glaubte gesehen zu haben wie sie Willis hin und wieder ein Wort zuslusterte. Und dann sah ihr Gesicht alt und häßlich aus und von den Mundwinkeln aus zogen sich tiefe galten nach abwärts. . .. _

Direktor Berthold sah Willis in ängstlicher Span­nung zu. Er fürchtete irgendeinen Zusammenbruch und erkannte recht gut, daß sie alle mit Aus­nahme vielleicht von Petersen unter irgend­einem Zwang arbeiteten und sich verzweifelt be­mühten, ihre Nummer durchzuhalten

Mein Gott", stöhnte er und wischte sich den Schweiß von der Stirn,wenn das nur gutgeht. Und gerade heute muß das kommen, wo wir un,ere Jubilaumsvorstellung haben. Hätten Sie nicht lieber morgen kommen können? fragte er vor­wurfsvoll den Kriminalrat.

der sprechen und handeln.

In dieser großen Zeit, die auch vom letzten von uns den ganzen Einsatz der Persönlichkeit fordert, gibt es keinen, der geringer an der Last zu tragen hätte. Aber es steht nicht jedem im Gesicht geschrie­ben, was er schon in diesem Kampf geopfert hat. Und wie viele sind unter ihnen, die den Mann, den Vater oder den Sohn für die Zukunft unseres Volkes hingegeben haben. Niemand weiß, wer ihm zur Seite geht.

Diese Tatsache zwingt uns zur Höflichkeit auch dort, wo sie uns übertrieben erscheint. Geben wir einen Schuß Liebe bei, dann wird sie immer ange­nehm empfunden werden.

Die Höflichkeit ist wie eine schmerzlindernde Me­dizin. Sie macht den, dem sie freundlich und unbe­tont dargebracht wird, froher und aufgeschlossener, sie ist wie ein kameradschaftlicher Händedruck. Denn das ist ja das Wesen einer gewinnenden Höflichkeit, daß sie aus dem Herzen kommt und zum Herzen sprechen soll. Auch die anerzogene! Denn sonst blerbt sie am Ende doch nurGalanterie", die im Grunde kalt läßt.

Anstandsregeln und Höflichkeitsformen kann man erlernen und, sofern man Talent dazu hat, auch da­mit glänzen. Mit Phrasen allein aber wird keine Freundschaft geschlossen. Die innere Bereitschaft und der gute Wille, sie beide erst geben der Höflichkeit den bereichernden Inhalt.

Der Unhöfliche verachtet, der Höfliche achtet. Und der Letztere wird geachtet! Tim.

Sprechstunde des Kreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Don­nerstag, dem 21. Mai 1942, von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Lonyfttaße 18, statt.

Amt für Agrarpolitik.

Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet am Donnerstag, dem 21. Mai 1942, von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Lonyfttaße 18, statt.

Verduvkelungszeit:

20. Mai von 22.18 bis 4.48 Uhr.

briefen zu beteiligen. Es kommen Briefe aus allen Feldzügen feit 1939 in Betracht, also auch noch Briefe vom Polen feldzug, vom Westwall, aus Nor- wegen, Frankreich, Afrika, vom Balkan, aus der Sowjetunion und selbstverständlich auch vom See- und Luftkrieg. Von besonderem Interesse für die Sammlung sind solche Briefe, die lebendige und an- schädliche Schilderungen des gesamten Lebens an und hinter der Front, auch auf dem Transport, im Quartier und im Lazarett, enthalten. Der Nachdruck soll dabei nicht so sehr auf eigentlichen Kampfhand­lungen, als vielmehr auf dem menschlichen Erlebnis liegen. Besonders ist auch an Feldpostbriefe ge­dacht, aus denen ganz allgemein die vorbildliche Haltung eines tapferen und soldatischen Geistes oder die Verbundenheit der Väter und Söhne im gegen­wärtigen Kriege spricht. Auch ein Auszug eines Briefes kann wichtig fein. Die Briefe sollen mög­lichst in Abschrift eingesandt werden. Wo das nicht möglich ist, gehen die Originale dem Einsender wie­der zu. Die Einsendungen werden erbeten: An die Feldbriefsammlüng derReichskriegerzeitung", Ber­lin \V 30.

Handels-und Sewerbebank e.S.m.b.H. Gießen.

Die Bank hielt am gestrigen Dienstagabend un­ter Leitung ihres Aufsichtsratsoorsitzenden, Amts­gerichtsrat Gros, ihre 83. ordentliche General­versammlung ab. Der Vorsitzende streifte einleitend die politischen und wirtschaftlichen Geschehnisse des abgelaufenen Jahres und stellte die günstige Ent­wicklung der Genossenschaft fest. Er hob die Lei­stungen der Gefolgschaft hervor und dankte für ihre treue Mitarbeit.

Direktor Arnold erstattete den Geschäftsbericht.

Im März 1938 verwirklichte die Reichsregierung ein soziales Vorhaben von säkularer Bedeutung: die Ausbildungsbeihilfe für kinderreiche Familien, dis die Eltern der Sorge enthob, daß die Kosten einer kinderreichen Familie die Mittel für die Ausbildung der Kinder aufzehren und die Kinder deshalb gegen­über den Söhnen und Töchtern wenia kinderreicher Eltern ins Hintertreffen geraten lassen könnten. Durch die Einrichtung der Ausbildungsbeihilfe ist schon viel Segen gestiftet worden. Der Krieg hat die Neufassung der Vorschriften erforderlich gemacht.

Im Reichssteuerblatt Nr. 23 ist nun die Verord­nung in neuer Fassung erschienen. Diese neue Fas­sung tritt an die Stelle der Richtlinien vom März 1938 und auch an die Stelle der Etnzelerlasse/ die zur Auslegung der damaligen Vorschriften bis heute erlassen worden sind, so daß für die Ausbildungs­beihilfe jetzt nur noch der neue Erlaß Gültigkeit be­sitzt.

Als Grundsatz für die Ausbildungs'beihilfe bleibt die Vorschrift aus dem Jahre 1938 bestehen, daß nur an Familien mit vier und mehr mit zu zählen­den Kindern die Ausbildunasbeihilfe gewährt wird, und zwar für alle beihilfefähigen Kinder, wobei das Einkommen und das Vermögen des Anttagftellers und der Kinder für die Gewährung der Ausbil­dungsbeihilfe ohne Bedeutung sind. Ferner ist der Grundsatz erhalten geblieben, daß die Beihilfe nur zum Schulbesuch gewährt wird, nicht aber für die praktische Berufsausbildung. Als Schul ausbildung gilt auch die Hochschule, ja selbst die Kosten für die Doktorprüfung, wenn diese als ein Teil der Aus­bildung gilt, wie es z. B. bei den Medizinern der Fall ist.

haben die denn nur?" stöhnte Kräger, gehen sie alle so weit vor? Sie Haven doch hinten genug Platz!"

Sie sehen dauernd nach der anderen Kulisse', flüsterte Wenig von hinten,was mag denn da

Und das war es, was Petersen gesehen tyaite, als er hinter die Kulisse gegangen war, um Irenes Flinte zu holen.

Mein Gott", stammelte er,was machst du denn hier? Das hat uns noch gefehlt? Weißt du denn nicht, daß du gesucht wirft?"

Hier werden sie mich nicht suchen", sagte Lanos ganz ruhig,geh nur wieder auf die Bühne und versäume Deine Takte nicht."

UndLanos steht an der Kulisse!" flüsterte Petersen Willis zu, Willis gab es weiter an Welt und fügte leise hinzu:

Weiter vor, damit die Norodna ihn nicht sieht. Jetzt kommt ihr Schießakt, da muß sie ruhige Ner­ven haben."

Und so kam es, daß sie weiter vortraten und Irene zwangen, ihren Tanz nach vorn zu ver­legen.

Sie zerbrach sich während des Tanzes vergeblich den Kopf über das sonderbare Benehmen ihrer Partner. Als sie Petersen etwas nahe kam, flüsterte sie:

Warum so weit vorn?"

Dann drehte sie sich wieder um und warf ihm im Umdrehen einen fragenden Blick zu.

Er zuckte die Achseln.

Die Musik spielte das Finale des Tanzes.

Willis trat weiter vor und drängte dadurch Irene von der Kulisse, an der Lanos stand, ab.

Jetzt stand sie in der Schluß-Stellung.

Petersen trat vor und reichte ihr die Flinte.

Willis sprang nach hinten und riß das Trampo­lin etwas nach vorn, um Irene daran zu hin­dern, Lanos zu sehen.

Bist zu verrückt?" flüsterte sie ihm zu.

Willis vermied es, sie an,zublicken. Er war bleich und spannte seine Gedanken auf das eine Ziel, den Auftritt ohne Zwischenfall zu beenden -nb Irene davon abzuhalten, Lanos zu sehe'

(Fortsetzung folgt.)

Au« der Stadt Gießen.

Kameraden des Alltags.

Man glaubt manchmal, höflich gewesen zu fein, und gerade das Gegenteil ist der Fall. Dann wieder tut man irgend etwas, was einem als Selbstver­ständlichkeit erscheint, und ist überrascht, wenn einem gesagt wird, daß man höflich gewesen sei. Dieser Zwiespalt erklärt sich daraus, daß man einmal be­wußt, das andere Mal unbewußt gehandelt hat. Höflichkeit ist nämlich zweierlei: sie kann angeboren, aus dem Herzen kommend, also natürlich sein, sie kann aber auch anerzogen, das heißt nur ein Be­weis der Formbeherrschung sein. Höflichkeit, wie sie gefordert wird, ist im Grunde nichts anderes als die Anwendung der Anstandsgesetzebei Hose". Das jedenfalls ist der ursprüngliche Sinn dieses Wortes.

Die andere Höflichkeit, die des Herzens, kann man nicht fordern, sie ist vorhanden oder nicht. Sie aller­dings ist als Wesenszug des charakterfesten, wert­vollen Menschen gewiß die schönere. (Womit nicht gesagt sein soll, daß nicht auch wertvolle Menschen zuweilen Musterbeispiele der Unhöflichkeit sein können. In dieser Hinsicht sollten sie uns gewöhn­lichen Sterblichen aber nicht als Vorbild dienen.) Aber auch die anerzogene Höflichkeit kann so ver­feinert werden, daß sie mehr als nur eine gute Sitte wird.

Welchen Ursprung die Höflichkeit auch immer haben mag, ihre Stärke schöpft sie allein aus der Achtung vor der Mitwelt. Nur wo sie vorhanden ist, wird die Höflichkeit mit Anerkennung und Dank- barfeit entgegengenommen werden. Wer in seinem Nachbarn den Kameraden des Alltags sieht, wir in ihm den Mitkämpfer an einem gemeinsamen Schick­sal) erblickt, wird ihm auch mit der ihm gebührenden achtungsvollen Höflichkeit begegnen. Diese Achtung fußt nicht auf dem Wissen um Standes- und Ver­mögensverhältnisse, sondern sie entspringt einfach dem natürlichen Zusammengehörigkeitsgefühl. Wer das nicht in sich trägt, dem wird es schwerfallen, dem an­dern höflich zu begegnen. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist der Mangel an Höflichkeit nicht nur das Zeichen schlechter Erziehung und Selbstsucht, sondern er kann auch der Beweis dafür sein, daß sich der Unhöfliche als außerhalb der schicksalsgebundenen Gemeinschaft stehend betrachtet. Das mag hart klin­gen, wie aber wollte man es sonst erklären, daß die Unhöflichkeit oft nicht einmal vor den am meisten vom Leid geprüften Volksgenossen Haltmacht?

Viele glauben auch, sie stünden mit ihren Sorgen und Kümmernissen allein; sie fühlen sich vom Ge­schick betrogen und von den Mttmenschen belächelt. Das macht sie bitter und ungerecht. Würden sie nur einmal erfahren, was der Nachbar zur Rechten oder Linken erduldet hat, sie würden melleicht doch an-

Die Ausbildungsbeihilfe kann aber auch gewährt werden ohne Rücksicht auf die Kinderzahl an alle beihilfefähigen Kinder alleinstehender Frauen (Wit. wen, geschiedene oder dauernd von ihrem Ehemann getrennt lebende Frauen und auch an ledige Frauen, sofern der Vater Des unehelichen Kindes bekannt ist). Ferner wird die Bechilfe an Vollwaisen ge- währt.

Darüber hinaus hat der Krieg die Ausweitung Der Bestimmungen der Ausbildungsbeihilfe erfor­derlich gemacht. Praktisch erhalten alle Kriegsver­sehrten, einschließlich der durch Flieaerschäden Ver­sehrten, sofern sie darauf angewiesen sind, ihren Lebensunterhalt überwiegend durch die ihnen ge­währte Rente zu bestreiten, die Ausbildungsbeihilfe für ihre Kinder. In der Verordnung find die einzel­nen Fülle aenau aufgezählt, auf die wir hier ver­weisen möchten.

Wichtig zu wissen ist ferner, daß Pflegekinder, die von alleinstehenden Frauen, sei es als eheliche oder uneheliche Kinder, in Pflege gegeben werden, Den Kindern der Pflegeeltern hiyzugerechnet werden, so daß eip Pflegeelternpaar, Das drei eigene Kinder hat, durch die Annahme eines Pflegekindes die Aus­bildungsbeihilfe für alle Kinder in Anspruch nehmen kann.

Grundsätzlich werden in die Gesamtzahl Der bei­hilfefähigen Kinder nur die zur Zeit Der Aistrag- ftellung lebenden gezählt, und zwar auch bann, wenn für sie die Beihilfe nicht mehr in Frage kommt, weil sie schon selbst im Beruf stehen oder gar verheiratet sind. Darüber hinaus werden aber jetzt auch nach der Neufassung der Vorschriften ge. fallens Söhne oder durch Luftangriffe ums Leben gekommene Kinder mitgezählt.

*

Wie amtlich in London mitgeteilt wurde, wird Admiral Sir Andrew Cunningham, der Ober­befehlshaber der Mittelmeerflotte, demnächst in amt­licher Mission nach Washington reisen. Admiral H a r w o o d , der Nachfolger Cunninghams, ist be­reits in Alexandria ein getroffen.

scheinen.

Aus dem Reich.

Oie Höhere Schule im Kriege.

In Der Reichsschule Des NSLB. in Donndorf bei Bayreuth fand eine Arbeitstagung der Gaufach- schaftsleiter 2 (Höhere Schulen) statt, die unter Lei­tung des Reichsfachschaftsleiters Frank besonders Stellung zu Der Oberschule für Mädchen, hinsichtlich ihrer Spaltung in Die hauswirtschaft­liche und sprachliche Form nahm. Bei Erörterung des vielumstrittenen Problems Der Fremdsprachen kam man zu dem Ergebnis, daß Die derzeitige Sprachfolge Der Oberschule Englisch Latein auch nach Dem Kriege zweckmäßig beibeh alten würde. Ein Dertteter Der Wehrmacht legte Die Forderung Dar, Die Die Wehrmacht an Die Höheren Schulen zu stellen hat. Weiter wurden Fragen der Schulgesetzgebung und Dje Möglichkeit einer Lei­stungssteigerung Der Höheren Schulen trotz aller Behinderungen Des jetzigen Schulbetriebes behan­delt.

, Kleine politische Nachrichten.

In Der Cyrenaika wurden starke feindliche Spähtrupps zurückgeworfen. Eine feindliche Abtei­lung wurde südöstlich von El Mechili gefangen ge­nommen.

*

Der Duce erklärte vor Dem Nationaldirektorium der faschistischen Partei: Das Ergebnis der letzten Anleihe hat die vorherige um 4 Milliarden Lire überstiegen. Der italieniscye Sparer hat hiermit deullich sein Vertrauen in Die Währung, in die Staatsführung und Den siegreichen Abschluß dieses Krieges zum Ausdruck gebracht.

*

Ministerpräsident Vidkun Quisling erklärte nach einem Besuch an Der Ostfront, er fei besonders stolz, zu wissen, daß Die norwegischen Frei­willigen im Regiment Nordland Der Waffen--- und in Der norwegischen Legion überall ihren Mann stehen. Alle Befehlshaber hätten nur lobende Worte zu sagen. Quisling forderte alle Norweger auf, sich als Freiwillige für Die Ostfront zu melden.

*

Der Reichsarbeitsminister hat den Reichstreuhän­der der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Thüringen, Dr. Wiefel, zum Sondertteuhänder für das Gast­stätten- und Veherbergungswefen bestellt, um nach- zuprüfen, inwieweit eine einheitliche Regelung der Arbeitsbedingungen möglich ist.

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Der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, Reichsleiter Rosenberg, befindet sich auf feiner ersten Dienstbesichtigung im Reichskommissariat Ost- land. In Riga wurde er von Reichskommissar Gau- leiter Lohse, dem Befehlshaber Des rückwärtigen Ar- meegebiets, empfangen. Auf einem Empfang Der General- und Gebietskommissare, dem auch Dertteter Der lettischen landeseigenen Verwaltung und des lettischen Wirtschafts- und Kulturlebens erschienen waren, hielt Rosenberg eine Ansprache.

*

Nach mehrjähriger schwerer Krankheit ist Admiral a.D. Olde ko p im Alter von 64 Jahren geftor- ben. Admiral Oldekop, Der als Stabschef Des Ad­mirals von Reuter Die Ehre Der deutschen Flotte m Soapa Flow nach Beendigung des Weltkrieges ret- ten half, war nach Dem Weltkriege bis 1931 Flotten­chef. ___

,Zch schwitze Blut und Wasser", flüsterte er ihm zu,voryin hat die Norodna drei Takte ausge-1 lassen, als sie bei Willis stand. Jetzt tft Petersen weg und kommt nicht wieder, er ist schon seit vier Takten überfällig"

Wenig hob sich auf Zehenspitzen, um Dem Re­gisseur über die Schulter zu sehen.

Petersen kam jetzt mit der Flinte, trat zu Willis und flüsterte ihm etwas zu. Willis wandte mit einem Ruck den Kopf zur entgegengesetzten Ku­lisse, wurde bleich und rief Welt ein Wort zu.

Dann traten sie alle etwas vor und zwangen da­durch Die Norodna, ihren Tanz etwas weiter nach vorn zu verlegen. Sie schaute verwundert zu Willis, Denn das war ganz gegen Die 'Derad-

Kräger, Der Regisseur, stand jetzt neben Dem schien mit Augen und Ohren nur bei Dem Austritt irektor. Der Drei Willis zu sein.

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