(Zulle, Musikal-Akt, humorvoll in guter Form. Für den Humor sorgte Karl Heinz Schneider, der von Anfang an die Verbindung mit den Verwundeten gut hergestellt hatte. Der Pianist Pietsch wurde seiner Aufgabe als Begleiter auf dem Flügel voll gerecht. Die gute Unterhaltung wurde mit überaus reichem Beifall belohnt.
Eine große Zahl Verwundeter folgte der Einladung des Inhabers der Gaststätte Cafe Wien, Herrn Wemhöner, zu einem Kaffee-Nachmittage. Der frohen Tafelrunde der Verwundeten vergingen die Stunden zu schnell. Verschiedene Kameraden eines hiesigen Truppenteils stellten sich mit einem bunten Programm zur Unterhaltung zur Verfügung. Der Zauberkünstler Bellini setzte jeden mit seinem Können in Erstaunen. Bini und Sizi brachten humorvoll einen guten Akrobatik-Akt. Eine besonders gute Nummer war der Schnellmaler Ouik. Ein Künstler spielte das Schifferklavier sehr gut. Besonders eifrig war Koko, der Humorist. Mit viel Humor sorgte er für die Verbindung des Programms. Die Hauskapelle Bick des Kaffeehauses Wien half mit, frohe Stunden zu bereiten. Feldwebel Wahl dankte im Namen der Verwundeten, welche diese schönen.Stunden in Erinnerung behalten werden.
In zwei Lazaretten wurde unter Motto „Eine Stunde Sonnenschein" ein fröliches Programm gebracht. Die Konzertsängerin Mimi Klingler erfreute mit eigenen Liedern. Die Vortragskünstlerin Paula Schmidt sorgte für frohe Stimmung. Erich Schmidt zeigte seine Kunst als Akkordion-Virtuose und setzte die Verwundeten durch seine verblüffenden Zauberkunststücke in Erstaunen. Dankbarkeit erbrachte viel Beifall für die schöne Unterhaltung.
Der Gesangverein Großen-Buseck erfreute ein Lazarett durch ein schönes Konzert. Unter Leitung von Chormeister N i c o l e i wurden Chöre, Dolks- und Soldatenlieder klangvoll zum Vortrag brachte. Starker Beifall dankte den Sängern.
An der Geburtstagsfeier für den Führer, von den Ortsgruppen der NSDAP, in der Aula veranstaltet, nahm eine große Anzahl Verwundeter teil.
Die Ortsgruppen in Freienseen und Lardenbach hatten in Verbindung mit Frauenschaft, Rotem Kreuz und NSKOV. am Sonntag eine Anzahl Verwundete zu Gast.
Aollsbank Gießen.
Die Volksbank Gießen hielt am Samstag im „Frankfurter Hof" ihre ordentliche Generalversammlung ab, die von 166 Genossen besucht war. Der Vorsitzer des Aufsichtsrates, Rechtsanwalt Zimmer, gedachte der verstorbenen Genossen und der großen Leistungen der deutschen Wehrmacht. Direktor Hartmann erstattete den Geschäftsbericht, der im „Gießener Anzeiger" Nr. 64 vom 17. März auszugsweise bereits veröffentlicht wurde. Die günstige Entwicklung des Geschäftsganges hält auch im Jahre 1942 an. Bilanz und Geschäftsbericht wurden einstimmig genehmigt. Aus dem Reingewinn von 14 462 RM. erhalten die Genossen 5 v. H. Dividende, während 8000 RM. den gesetzlichen Rücklagen zugeführt werden.. Der Vorsitzende berichtete über die Prüfungstätigkeit des Aufsichtsrates, die niemals zu Beanstandungen Anlaß gab. Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Verwaltungsmitglieder Zimmer, Metzger, Fritz und Sommer wurden wiedergewählt. Zum Schluß ermahnte der Vorsitzende die Mitglieder, auch im kommenden Jahre in jeder Hinsicht chre Pflicht zu erfüllen.____________________
Theater der Universitätsstadt Gießen.
Ludwig Thoma: „Sie kleinen Verwandten".
Ludwig Thoma hat sich als scharfsichtig-unbestechlicher Kenner seines heimallichen Volkstums auf vorbildliche Weise in Romanen wie dem „Wittiber" und in Dramen wie der „Magdalene" erwiesen; in einer Reihe von Einaktern und kleineren Erzählungen kam es ihm minder auf das unwandelbar Gültige bäuerlicher Menschenschilderung als auf die komische Situation und die satirische Spitze an. So beispielsweise in den „Kleinen Verwandten", die wir in der achten Morgenveranstaltung zu sehen bekamen. Dies ist ein oberbayerisch-bürgerliches Familiendrama mit lustspielmäßig gutem Ausgang, mehr auf den Spaß als auf die Satire hin angelegt; es gibt weit schärfere und bösartigere Dinge von Thoma. Während die regierungsrätliche, städtisch- vornehme Familie Häßler den Verehrer der Tochter, Herrn Kaufmann Schmitt (Inhaber von Hugo Schmitts sel. Erben) zum Besuch erwartet, bei dem er sich „erklären" soll, platzt ganz unvorhergesehen und so störend wie möglich die Verwandtschaft vom Lande dazwischen. Da es nicht gelingt, sie rechtzeitig wieder hinauszukomplimentieren, gerät der hoffnungsvolle Freier in diesen trauten Familienkreis, und Thoma hat seinen Spaß daran, sich und uns die Verlogenheiten, Verlegenheiten und offenbaren Peinlichkeiten der fatalen Situation auszumalen: die mit Zündstoff gesättigte Atmosphäre entlädt sich in einem herzerfrischenden Krach, aber
Thoma war immerhin menschenfreundlich genug, die nach ungeschriebenen Gesetzen fällige und mit aller mütterlichen Regiekunst sorgfältig vorbereitete Verlobung nicht in Donnerworten und Tränenfluten untergehen zu lassen: so endet der Einakter vorschriftsmäßig nach tausendfältig erprobter Lustspielweise. —
Die Aufführung des harmlosen Spaßes, von Herrn Zeppenfeld mit Behagen und leicht karikierender Ueberbetonung in Szene gesetzt, bereitete den Zuschauern um so mehr Vergnügen, als die Darsteller sich ihrerseits merklich an den sehr menschlichen Schwächen der Fabel entzündet hatten. Hella H e n z k y und Herr Mayr machten aus dem ländlichen Ehepaar Bonholzer mit penetranter Treffsicherheit ein überaus komisches, auch mundartlich taktfestes Duett. Im bürgerlichen Lager war Annemarie Schwind, als die schneidend kampfbereite, huldvoll-mütterlich schmelzende Mama Häßler, die satirisch am schärfsten belichtete Figur. Herr Bergmann spielte mit Humor den Papa, Käte Jaenicke den erwartungsvoll aufgeregten Backfisch, Herr Ludwig, teils befangen, teils freudestrahlend, den Bewerber im feierlichen Besuchsrock. — Herr Löffler hatte die kreisstädtische gute Stube mit solider Behäbigkeit ausgestattet. — Es gab viel freundlichen Beifall. Hans Thyriot.
S.A.-'Spoti
Kußball-Meisterschastsspiele.
Hessen-Nassau.
KSG. Wiesbaden — TSVgg. 1860 Hanau 5:0, SV. 05 Wetzlar — FSV. Frankfurt 1:4.
Kriegs-Erin nerungspreis.
Kickers Offenbach — Hanau 93 5:3,
SV. 98 Darmstadt — RSG. Rotweiß Frankfurt 0:2.
VfB.-R. — Ehringshausen 2:1 (2:0).
Recht schwer hatte - auch der VfB.-R. gegen Ehringshausen zu kämpfen. VfB.-R. fand sich zuerst und konnte auch schon in den ersten Minuten durch Heß in Führung gehen. Die Gäste spielten sehr eifrig, aber der mitunter hilflos spielende Sturm konnte sich gegen die gute Hintermannschaft von VfB.-R., in der besonders Fleischhauer hervorragte, nicht durchsetzen. Noch vor der Pause fiel der zweite Treffer für VfB.-R. durch Keth. Ehringshausen gelang in der zweiten Halbzeit das verdiente Ehrentor.
Watzenborn-Steinberg — Luftwaffe 0:0.
Auch schon ein Unentschieden dürfte der Lufwaffe genügen, um Meister der Staffel 9 Gießen-Wetzlar zu werden, denn wir glauben nicht, daß in den beiden noch ausstehenden Heimspielen die Luftwaffe auch nur einen Punkt abgibt. Wie zu erwarten war, leistete Watzenborn-Steinberg hartnäckigen Widerstand. Obwohl die Luftwaffe ohne den gesperrten Spieler Rose antreten mußte, lieferte sie ein technisch gutes Spiel. Daß die Luftwaffe nicht zu Erfolgen
kam, ist in erster Linie das Verdienst von Burger und Fett, die alle Angriffe der Luftwaffe zunichte machten. Kurz vor Schluß hätte das Spiel noch zugunsten Watzenborn-Steinbergs entschieden werden können, aber der Halblinke schoß aus klarer Position daneben.
Fußball Italien - Spanien 4:0 (0:0)
Das 13. Fußball-Länderspiel zwischen Italien und Spanien gestaltete sich am Sonntag im Mailänder San-Siro-Stadion vor 55 000 Zuschauern zu einem wahren Volksfest. Der italienische Fußballsport bewies durch einen eindrucksvollen 4:0 (0:0)-Sieg, daß ersuch währenddes Krieges nichts an sein er'Klasse eingebüßt hat. Schon im ersten Spielabschnitt hatten die Italiener eine kleine, aber sichtbare 11 eberlegen« heit, die vorerst ihren Ausdruck jedoch nur in sechs ergebnislosen Eckbällen sand. Nach der Pause fielen dann durch Mazzola, Pietro Ferraris, Piola und Loich — in dieser Reihenfolge — die vier Tore.
Handball-Meistekschastsspiele.
Hessen-Rassau.
Polizei Frankfurt — TG. Dietzenbach 20:6,
Drei neue Handballmeister.
Die Zahl der Handballmeister wurde am Sonntag bei den Meisterschaftsspielen um drei neue Titelträger bereichert, so daß jetzt insgesamt bereits 19 Meister feststehen. In Sachsen holte sich der LSV. Wurzen in Dresden beim dritten Kampf gegen die
BWG. Zeiß Ikon Dresden mit 8:7 (3:2) den Titel» Die Ordnungspolizei Litzmannstadt wurde Meister des Gaues Wartheland durch den 8:4- (4:2)° Sieg im dritten Kampf gegen die Ordnungspolizei Pofen und HuS. Marienwerder bekam kampflos in D a n z i g - W e st p r e u ß e n die Würde zugesprochen. Die Meisterschaft der Frauen sicherte sich in Berlin-Mark Brandenburg der Karlshorster TV., der den fünfmaligen Titelträger TJB. mit 8:3 (3:1) klar besiegen konnte.
Das ,7leue Palais" im Besitz der Stadt Darmstadt.
Lpd. Darmstadt, 19. April. Das auf der Westseite des Wjlhelminenplatzes gelegene, in den Jahren 1863 bis 1866 nach den Plänen von Konrad Thaddäus Kraus (Mainz) von dem späteren Großherzog Ludwig IV. erbaute sog. „91 e u‘e Palai s" ist mit einem Teil der wertvollen Inneneinrichtungen und seinem schönen Garten durch Kauf in das Eigen- tum der Stadt Darm ft a ö t übergegangen, lieber die endgültige Verwertung des Neuen Palais, in dem sich zur Zeit verschiedene Behörden usw. befinden, wird die Entscheidung nach dem Kriege fallen.
Mit den Baulichkeiten des Neuen Palais befindet sich auch der rund 21000 qm große Palaisgarten in städtischem Besitz. Das Gelände für diesen schönen Garten stellte Großherzog Ludwig III. im Jahre 1848 bei seinem Regierungsantritt mit den vorhandenen Gewächshäusern unter Vorbehalt seines Eigentumsrechtes für die Zwecke eines Botanischen Gartens zur Verfügung. Ende des Jahres 1862 wurde der Garten für die Erbauung des Neuen Palais zurückverlangt und ist feit dieser Zeit Bestand des zum Neuen Palais gelangen Geländes. Der Oberbürgermeister beabsichtigt, den Garten so bald als möglich der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen.
$tdnffurfer Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 18. April. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark:.Ochsen a) 45,50 bis 46,50, b) 40 bis 42,50, c) 37,50; Bullen a) 44 bis 44,50, b) 40 bis 40,50,'c) 35,50; Kühe a) 43,50 bis 44,50, b) 37 bis 40,50, c) 28 bis 34,50, d) 16 bis 25; Färsen a) 44,50 bis 45,50, b) 40 bis 41,50, c) *36 bis 36,50; Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 45 bis 50, d) 25 bis 40; beste Mastlämmer 50 bis 53; mittlere Mastlänimer und ältere Masthämmel 40 bis 44: Schafe a) 45, b) 38 bis 40, c) 18 bis 32; Schweine a) 63,50, bl) 63,50, b2) 63,50, c) 62,50, d) 58,50, e) und f) 56,50, gl) 63,50. Marktverlauf: alles zugeteilt.
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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter dei Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politst und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirt!ckast und Sport: Ernst Blumschein.
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[Bö® Für die zahlreichen Beweise herzlicherTeil-' nähme an dem schweren Verlust, den wir durch den Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Cousins Heinrich Seth, Gefr. in einem Panzerjäger-Regiment', erlitten haben, sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. Ferner danken wir Herrn Pfarrer Schmidt für seine trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier.
In tiefer Trauer: Gg. Seth u. Fran Marie, geb. Pempfer and alle Angehörigen.
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Für die zahlreiche erwiesene Teilnahme zum Heimgange unseres lieben, guten Entschlafenen
Christian Weeg v bitten wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank entgegenzunehmen
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z.Z. Niederweisel bei Butzbach Johanniterkrankenhaus
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Hiermit werden die Mitglieder des Goethe-Bundes
Corinna Luchaire, Giorgio Rigato Maria Denis, Camillo Pilotto
Das tragische Schicksal eines liebenden Frauenherzens, das alles Glück und alles Leid durchkostet - von Corinna Luchaire ergreifend lebenswahr dargestellt - steht im Mittelpunkt dieses spannenden, dramatischen Films.
REGIE: MARIO MATTOLI
Öffentliche Vorträge der Universität
Professor Dr. Hermann Glöckner „Goelhes Farbenlelire“ MitVorlührang flerwidiliesl. Versuche Mittwoch, 22. April, 6. und 20. Mai, 31 und 17. Juni, 1. und 15. Juli, jeweils von 20 bis 21% Uhr im Hörsaal 45 der Universität
Grillparzer-Stunde
in der Neuen Aula (Eintritt frei) und der Aufführung
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im Stadttheater freundlichst eingeladen. — Kartenverkauf an der Kasse des Stadttheaters, Johannes-
Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darnm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BießenerAngeiger | Kaufgesuche |
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