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Lavals Kabinett

nant Kobayashi, Subchef für Landesverteidi- floaten, die nacy gung, den Luftangriff. Verhältnismäßig schwache suchten, vorhanden Kräfte des Gegners wunden über weite Räume ver- > fames Ziel aber w

(Nachdruck verboten.)

9. Fortsetzung.

lichen Niederlagen erbitterte amerikanische Volk mit dem Trugbild von Großangriffen auf ganz Japan zu täuschen. Das zweite Ziel war vermutlich die Schwächung der Moral der japanischen Zivilbevöl­kerung. Das erkläre auch die Tatsache, weshalb

Oer Lustangriff auf Tokio.

Tokio, 18. April. (Europapreß.) Das Haupt­quartier für die Verteidigung Ostjapans gibt am Samstag bekannt:Die feindlichen Flugzeuge, die Japan angriffen, wurden von unserem Flugmelde­dienst so zeitig entdeckt, daß überall recht- z e i t i g A l m gegeben werden konnte. Dank dem tatkräftigen Eingreifen unserer Luftabwehr und Flakartillerie ist der a n g e r i ch t e t e Schaden sehr gering. Die feindlichen Flugzeuge warfen einige Sprengbomben ab, beschränkten sich aber hauptsächlich auf den Abwurf von Brand­bomben, die annähernd zwei Kilogramm wogen und nurunbedeutendeWirkung erzielten."

Als ein Experiment des Nervenkrieges, dem wei- tere derartige folgen mögen, bezeichnet Generalleut- fhi, Subchef für Landesverteidi'

übenvüegend Brandbomben kleinsten Kalibers ab­geworfen wurden, die in keiner Weife geeignet wa­ren, militärische Gebäude und die Kriegsindustrie ernstlich zu schädigen. Gleichfalls auf die Einschüch­terung der Zivilbevölkerung war die Beschießung von Zivilisten mit MG.-Feuer abgestellt. So wur­den auf die Kinder einer Schule in Tokio MG.- Schüsse abgegeben. Das Verhalten der Bevölkerung läßt erkennen, daß jede Spekulation auf eine Ent­mutigung des japanischen Volkes völlig verfehlt fei.

Ein halbes I<chr deutsche U-Boot-Waffe im Mittelmeer.

Hessen-Nassau grüßt den Führer

Gauleiter Sprenger sprach zur Alten Garde des Gaues.

Warnung aus Stendal

Roman von A. Lothar Philipp

haariger Bursche, mit dunklen Augen, dessen Augen­brauen über der Nase zusammengewachsen waren 1 und der braune, behaarte Hände hatte.

Krähe stieg die vier Stufen des Wohnwagens hm- t auf und stand jetzt hinter dem Manne.

Sind Sie Herr Barthold?" fragte er plötzlich.

Der Mann drehte sich erschrocken um.Wer smd < Sie? Wie kommen Sie in den Wagen?" fragte er. Es war eine rauhe, fast heisere Stimme, die mit einem gewissen Akzent sprach.

Krähe holte seine Marke vor und zeigte sie-ihm.

Kriminalpolizei!" sagte er,ich möchte mal Ihre Papiere sehen."

Der Mensch sah ihn von oben bis unten an, wandte ihm dann den Rücken und kramte in einer kleinen Kommode. Dann reichte er ihm einen alten, zerschlissenen Reisepaß.

Krähe trat zur Lampe und prüfte das Papier. Der Pah war am 4. Januar 1935 in München aus­gestellt und noch bis zum 5. Januar 1940 gültig. Er lautete auf Barthold, auf die Personalien des Ermordeten. Es war auch die Photographie des Er­mordeten drin, und Krähe mußte zugeben, daß man bei einigermaßen gutem Willen das Bild als die Aufnahme jenes Artisten ansehen konnte.

Wie heißen Sie?" fragte Krähe.

Das steht in diesem Paß", gab der Mann zur Antwort. ..

Ich möchte es gern von Ihnen Horen. Also?

Karl Barthold, geboren am 12. Juli 1905 m Ratibor." Das klang gut einstudiert.

Wo haben Sie diesen Pah her? Geklaut, was?

Ich habe ihn bei der Polizei in Mjinchen be­kommen", sagte der Artist. Dabei warf er auf den Kriminalsekretär einen scheuen Blick.

Dieser Pah gehört Ihnen doch nicht , sagte Krähe.Wo sind Ihre richtigen Papiere?"

Ich habe keine anderen. Das ist mein Pah.

Hm. Machen Sie sich fertig, ich muh Sie mtt- nehmen. Sie haben falsche Papiere, und wir muffen erst einmal prüfen, wer Sie wirklich sind."

Ich habe nichts Unrechtes getan, Herr, warum wollen Sie mich mitnehmen? Ich verliere mein Brot und meine Stellung, Herr, ich bin ein an­ständige^ Artist" m .

Das mag sein, aber Sie haben falsche Paprere

Die seit einigen Tagen schwebende französische Regierungsumbildung ist beendigt. Noch vor der Veröffentlichung der neuen Ministerliste wurde ein Gespräch des Staatschefs P e t a i n im Rundfunk verlesen, in dem es hieß:Die effektive Lei­tung der Innen- und Außenpolitik Frankreichs wind durchdenRegierungs- che f wahrgenommen, der durch den Staats­chef ernannt wird und ihm gegenüber verant­wortlich ist. Der Regierungschef schlägt dem Staats- ' chef die Minister zur Billigung vor und legt ihm Rechenschaft über seine Initiativen und seine Hand­lungen ab." Bisher war Marschall Petain -als Staatschef zugleich Regierungschef. Daher wur- den Laval (Juki bis Dezember 1940) und D a r ° l a n immer nur alsstellvertretende" Ministerprä­sidenten bezeichnet. Jetzt ist das Amt des Staats­chefs von dem des Regierungschefs geschieden und damit Lavalwirklicher" Ministerpräsident. Aus der sonstigen Gewaltenverteilung im französischen Staatswesen ist hervorzuheben, daß Admiral Dar» Ian, der als Nachfolger des Staatschefs bei einer Behinderung von Marschall Pötain in Aussicht ge­nommener Nachfolger bleibt, den Oberbefehl über Heer, Flotte und Luftwaffe übernimmt. Hier wird der Admiral zum Generalissimus der frangö- schen Wehrmacht. Außer Laval gibt es noch fünf Minister und zwölf Staatssekretäre. Den Minister­titel führen die Leiter der wichtigsten Fachministe- rien. Laval selbst vereinigt in seinen Händen die wichtigsten politischen Ministerien: das Innen-, das Jnformations- und das Außenministerium. In die­ser dreifachen Aufgabe stehen ihm vier Staatssekre­täre zur Seite: Benoist-Mechin, Marion, Admiral Platon und für die Vertretung bei den deutschen Besatzungsbehörden Fernand de Brinon.

Die Rückberufung Pierre Lavals in die Regie­rung hat in der französischen Oeffentlichkeit lebhaf­ten Eindruck gemacht und wird als Beginn einer neuen Aera in der französischen Politik, besonders hinsichtlich der Eingliederung Frankreichs in -das neue Europa, empfunden. So schreibt derMoni­teur", daß man von Laval und seinen Mitarbei­tern entschlossene Handlungen erwarten könne. Im Augenblick, wo sich in der ganzen Welt entscheidende Ereignisse vorbereiten, müsse auch Frankreich seine nationale Revolution mit Entschlossenheit durch­führen und freimütig den Blick auf Europa richten. Wenn man asto annehmen darf, daß die Er­nennung Lavals zum Ministerpräsidenten vom über­wiegenden Teil des französischen Volkes begrüßt wird, da er der Mann war, der nach dem Zusam- rnenbruch Frankreichs für den Gedanken einer Neu­ordnung Europas Verständnis aufbrachte und Front gegen oen Kommunismus machte, so ist es doch klar, daß Laval schwere Aufgaben erwarten und er gleichsam wieder von vorne anfangen muß. Das französische Volk erwartet innerpolitisch vor allem von ihm die Durchführung sozialer Reformen, die Reorganisation der Versorgung und der nationalen Produktion. Die innere Gesundung Frankreichs liegt im Interesse der Neuordnung Europas. Deshalb wird Deutschland dem neuen französischen Minister­präsidenten bei der Durchführung der innerpoAti- schen Reformen gewiß nicht im Wege sein.

schub um' kleinere, stark gesicherte Geleitzüge und um Einzelfahrer, denen die Vorteile kurzer Küften- fahrten zugute kommen. Trotzdem haben unsere U-Boote 20 Transporter mit zusammen 83 500 BRT. und sechs Küstensegler versenkt und zehn Handels­schiffe beschädigt. Es sind nicht so hohe Tonnage­zahlen, wie sie von der amerikanischen Küste ge­meldet werden, aber die Mittelmeer-Tonne wiegt schwerer. Denn die Ankunft eines eige­nen Transporters in einem nordafrikanischen Hasen erhält den Lebensnerv der Soldaten Rommels. Die Ankunft eines einzigen Tankers ermöglicht wochen­lange Luftangriffe. Schon der Untergang eines ein­zelnen feindlichen Dampfers aber ist für den Feind um so einschneidender, als die Fracht den langen Seeweg von 11000 Seemeilen um das Kap der Guten Hoffnung herum bereits hinter sich haben muß, bevor sie auf die kleinen Fahrzeuge umge- lcrden wird. Jeder Schiffsverlust auf der kurzen Strecke bedeutet also für den Feind die nutzlose Ver­schwendung von Schiffsraum zugleich in dem langen Uederseeverkehr, in dem 300 Schiffe dauernd gebun­den sind, von denen jedes die lange Fahrt nur dreimal im Jahr machen kann.

NSG. Der Gau Hessen-Nassau beging mit den Feiern des Führergeburtstages das Gedenken des 20jährigen Bestehens der Partei im Rhein-Main-Gebiet. In Mitgliederappellen sämt­licher Ortsgruppen wurde die geniale Persönlichkeit des Führers gefeiert und dabei mit berechtigtem Stolz der 20jährigen Gefolgschaft des Gaues gedacht. Ein Gauappell der Alten'Garde im Pal- mengarten in Frankfurt am Main, auf welchem sich Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger an seine alten Kampfgefährten wandte, stand im Mit­telpunkt der Versammlungen.

In mitreißender Rede entwickelte Gauleiter Sprest- ger vor seinen alten Kameraden den Lebensweg, die überragende Persönlichkeit und die unvergleich­lichen Erfolge Wolf Hitlers. In prägnanter Weise erstand vor den Zuhörern der Kampf des Führers gegen alle Widerstände, die ihm das Schicksal über­reichlich entgegenstellte, um die politische Einheit des deutschen Volkes. Anschaulich stellte die Rede das Werden des Führers zum politischen Kämpfer dar. Sein Streben nach großdeutscher Einheit, die Be­deutung seines Fronterlebnisses für sein politisches Handeln, sein Widerstand gegen das System des Unterganges und endlich sein Marsch in die Frei­heit unseres Volkes an der Spitze der Partei fan­den eine hervorragende Würdigung.Der beste Stahl, der je gehämmert wurde, den hämmerten die Schläge des Schicksals in unserem Führer Adolf HiUer", so folgerte der Gauleiter nach diesem Ueber- blick über den mühevollen, aber von einem die Schicks alsschläge an Härte übertreffenden Willen sieghaft gestalteten Weg des größten Sohnes unse­res Volkes.An feinem Geburtstag sind wir uns bewußt", so führte der Gauleiter aus, ,Aaß die Siege unseres gegenwärtigen Freiheitskampfes in der überragenden genialen Gestalt des größten Füh­rers der Deutschen aller Zeiten begründet sind."

An die 20jährige Gefolgschaft Hessen-Nassaus zu Adolf Hitler erinnernd, gab der Gauleiter dann ein eingehendes, historisches Bild der Kampfzeit der Bewegung im Rhein-Main-Ge­biet. Er schilderte die Situation des Jahres 1922, wo auch in unserer Heimat in einer Welt des all­gemeinen Pessimismus und de§ nationalen Nieder­ganges einzelne Grüppchen und Gruppen von Front­soldaten, die nach einem Ausweg aus dem Chaos ' '' ' 1 _.i waren. Ein eigentliches gemein-

war ihnen bei allem guten Willen,

auf ihn setzte, ein dritter wieder machte den doppel­ten Salto in der Luft.

Neben Krähe saßen zwei junge Mädchen, die an­scheinend mit diesen Amateurkünstlern bekannt waren. ' ,

Das ist Karl", flüsterte die eine zu ihrer Nach­barin",er will zum Varietö gehen, aber er muß erst noch zum Arbeitsdienst und zu den Preußen, aber er sagt, hier kann er gut üben und bekommt außerdem noch eine Mark pro Abend. Es ist ja nicht wegen des Geldes, weißt du, aber er kann dann jederzeit sagen, daß er im Zirkus Brommund schon ein Engagement gehabt hat."

Weiß denn sein Meister, daß er hier auftritt? fragte die andere.

Ach wo, Karl sagt immer, er muß zum Kursus gehen, und das glaubt ihm der Meister. Was ver­steht denn so ein Klempner! Karl will eben Artist werden. Weißt du, dann machen wir Reisen, nach Paris und London und Wien, und ich fahre dann immer mit." _

Ruhe da vorn!" zischte em älterer Mann.

Die Amateurartisten erhielten ihren Beifall, be­sonders von den beiden Mädchen, die sich die Hände rot klatschten.

Jetzt mußte Barthold kommen.

Und er kam.

Ein entsetzlich angemalter Clown, von dem man weder Gesicht noch Figur erkennen konnte, der zu­nächst einige Tierstimmen imitierte, von der Lerche bis zum Ferkel. Dann folgten einige Zaubereien, die Krähe" zum Teil von seinem Stammtisch her kannte, und einige andere, die ganz verblüffend waren, so daß er sich noch vier Wochen später den Kopf dar­über zerbrach.

Als Krähe merkte, daß die Nummer sich ihrem Ende näherte, stand er auf und ging hinaus. Er schlich sich um das Zelt herum und stand nun am Eingang für die Artisten. Dort versteckte er sich hinter einem Wohnwagen.

Er brauchte nicht lange zu warten. Der Artist kam heraus, strich sich die Hände ab und ging lang­sam zu einem Wohnwagen. Krähe schlich ihm nach. Der Mann brannte eine Petroleumlampe an und begann sich abzuschminken und umzuziehen. Aus dem grotesken Clown wurde ein schlanker, schwarz-

den sie aufbrachten, nicht zu eigen. Hier war es dann das Wort des Führers, von einzelnen Studenten und durch Zeitungen auch in den Gau Hessen-Nassau getragen, das diesem Träumen und Suchen Form und Organisation gab. In Frankfurt am Main erfuhr es am 18. April 1922 mit der Gründung der ersten Ortsgruppe unse­res Gaues das Echo der Bereitschaft. Vor den alten Mitkämpfern des Gauleiters erstand dann noch ein­mal, mit sprühend launigen Erinnerungen durch­setzt, jene Zeit, da die Bewegung noch im Ringen um ihre eigene innere Festigkeit zugleich den An­griff in die Reihen ihrer Gegner trug. Es waren stolze Erinnerungen, die der Gauleiter, dessen ener­gischer und zielbewußter Führung das festgefügte, allen Schwierigkeiten trotzende organisatorische und ideelle Fundament der Bewegung im Rhein-Main- Gebiet allein zu verdanken ist, den Zuhörern noch­mals nahebrachte. Was an Glaubenskraft, an Opfer­freudigkeit, Mut und Treue in diesen Jahren von der Gefolgschaft des Führers gefordert und erbracht wurde, fand seine ebenso schlichte Darstellung wie dankbare Würdigung.

Für unseren Gau", so schloß der Gauleiter,ist der 20jährige erfolgreiche Einsatz für Adolf Hitler und seine Idee ein st o l z e s Ergebnis, das wir ihm zu seinem 53. Geburtstag zur Verfügung stellen können. In der bisher gezeigten Bewährung wird der Gau auch die kommenden Anforderungen zu meistern wissen, wie schwer und hart sie immer sein mögen. Der Kampfruf der Partei ist heute das Losungswort des ganzen deutschen Volkes geworden und lautet:Sieg um jeden Preis!" Dieser Sieg aber wird Deutschland einen für alle Zeiten gesicherten Frieden, Europa die lebensnotwendige Neuordnung und der Welt das von den jungen, aufstrebenden, der Ordnung und dem Aufbau ver­pflichteten Völker gestaltete Antlitz bringen."

In der festen Zuversicht und Gewißheit dieses Sieges und mit dem Appell, alles zu seiner Er­ringung einzusetzen, beendete der Gauleiter die Ge­denkstunde mit dem begeistert aufgenommenen Gruß an den Führer. In. allen Ortsgruppen des Gaues fand im Anschluß an die Mitgliederappelle die E i n- reihung derZehnjährigenindas Deutsche Jungvolk statt. Im Gauqebiet Hessen-Nassau wurden 23 000 Pimpfe in die Reihen der Bewegung auf­genommen.

Aussehen verleiht.

Um d.iefe Zeit ist es verlockend, in die Anlagen zu gehen, und sei es auch nur auf einen Sprung. Man vermag es vielleicht mit der Einsparung eini­ger Minuten von der Mittagspause oder mit Hilfe eines kleinen Umweges auf dem Geschäftsgang. Auf alle Fülle trägt man einen Gewinn davon, denn es ist in der Tat ein schätzenswerter Gewinn, dem Frühling dort zu begegnen, wo er am sinnfällig­sten am Werke ist. Schon sprossen die Gräser, noch sind es zwar einzelne Hälmchen nur, aber gerade das hoffnungsvolle Grün dieser Spitzen erscheint wie ein Fanal des neu erstandenen Ledens. Amseln und Stare stolzieren über die Rabatten, während in den Bäumen Finken und Meisen ihre Lieder üben. In dem Strauchwerk des Flieders und Hol­lunders zeigen sich pralle grüne Knospen, und wenn man etwa einen sonnenbeschienenen Kastanienzweig näher betrachtet, bann offenbart sich einem bas Wunder des Frühlings in den glänzenden braunen Knospenspitzen noch deutlicher.

Die Anlagen haben jetzt viel Besuch, vor allem in den Mittagsstunden. Junge Mütter fahren ihre Kleinen- spazieren, und zwischen den Zivilisten tau­chen die Uniformen der Soldaten auf. Die Sonne hat alle hergelockt, und alle staunen über die lenz- lichen Zeichen rings umher. Mutige lassen sich sogar chon auf den Bänken nieber, um mit größerem Genuß die Szenerie zu betrachten, die der Fühling eifrig aufbaut. UeberaU ist er am Werke, inmitten der Stadt läßt er grüne Inseln erstehen, auf denen uns in der nächsten Zeit noch manche angenehme Ueberraschung erwarten wird. H. w. Sch.

Für unsere Verwundeten.

Im Auftrage des Oberkommandos der Wehr­macht und in Zusammenarbeit mit dem Sonder­referatTruppenbetreuung" im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda führte im Laufe der vergangenen Woche die NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude" in den hiesigen Lazaretten verschiedene Veranstaltungen durch.

In einem Lazarett wurde unter dem Motto Schöne Melodien" ein Konzert gegeben. Erna Stoll fang mit guter Altstimme Lieder von Beet­hoven, Schubert und Dvorak. Maria Bergmann hatte die Begleitung am Klavier übernommen und spielte mit Franz Engert (Cello) Konzertstücke von Schubert, Schumann und Dimitrescu. ReichR^MLi- fall dankte den Künstlern.

Im Auftrage der Kreisbildstelle zeigte Ley«r Appelmann verschiedene Filme überIsland mit belehrendem Inhalt.

In zwei Lazaretten zeigte das Variete Stricker seine Kunst. Helga Berus tanzte Csardas, Spitzen­tanz und akrobatische Tänze. Der Tenor Eugen Schleich erfreute mit Liedern und Operettenmelo- dien. Hohe Schule der Artistik zeigteOriginal-Cbar. lott" mit erstaunlichen Leistungen. Eine vorzügliche Nummer bildete auch das Auftreten von Gulle-

Ziele unmöglich machte. So wurden die Industrie- Zentren Nagoya und Kobe nur durch zwei Flug­zeuge mit wenigen leichten Bomben angegriffen. Der Zweck war offenbar, das über die unaufhör-

Konteradmiral C o lli n e t, der das 4.französische Geschwader in Dakar befehligte, hat das Oberkom­mando der MarMestreitkräste in Französisch-West- afrifa übernommen. Collinet war Kommandant der Straßburg" bei Mers el Kedir, die er durch ge­schicktes Manövrieren für fein Land zu retten ver­stand.

Aus der Siaöi Gießen.

Lockende Frühlingssonne.

Nunmehr läßt die Sonne ihr goldenes Feuer -leuchten, als fei bereits die unwirtliche Jahreszeit völlig überwunden. Die Strahlenbündel huschen durch die Enge der Straßen, bringen durch die Fensterscheiben in die Werkstätten und Büros, fah­ren hier einem jungen Lehrling über den blonden Haarschopf und Zeichnen dort blitzende Reflexe auf den gläsernen Aufsatz eines Ladentisches, daß die Verkäuferinnen sehnsüchtige Augen bekommen. Die Straßenpassanten verlieren ihre Hast, wenden die Gesicher der Sonne zu und trachten danach, mög­lichst die Schattenseiten der Häuser zu vermeiden. Es ist, als sei ein Zauberstab wirksam, der dem Leben der Stadt mit einem Schlage ein anderes

Es sind meine richtigen Papiere, mehr kann ich nicht sagen, ich bin Barthold, Karl, geboren*

3a, Das haben Sie schon mal gesagt, es wird dadurch aber auch nicht wahrer. Los, machen Sie sich fertig und kommen Sie mit."

Der Mann sagte nichts mehr. Er trat zum Spie­gel und band sich seine Krawatte, setzte bann eine blaue Mütze auf und verließ mit Krähe den Wagen.

Krähe brachte ihn zum Innsbrucker Platz, nahm sich von dort aus eine Taxe und lieferte den Mann noch am selben Abend beim Polizeigefängnis am Alexanderplatz ein.

Die drei Willis verbeugten sich am Rande der Bühne. Es war ihr erstes Auftreten im Eispalast gewesen. Vom Parkett tönte lauter Beifall zu ihnen herauf, über den sich besonders der große Wett freute. Denn er hatte ein schlechtes Gewissen, weil nicht alles, so geklappt hatte, wie es wünschenswert gewesen wäre. ir .

Der Direktor des Eispalastes, Herr Berthold, stank» neben dem Regisseur in der Kulisse.

Sie sind nicht schlecht", sagte er zu dem Regis­seur,aber es ist etwas an der Nummer, was un­befriedigt läßt. Sind Sie schon dahintergekommen, Krüger?" -. ,

3a, ich habe sie mir genau angesehen. Einmal hat der Welt versagt eine Nummer wie die der Willis kann ein Spitzenleistung sein, aber sie ver­langt durchaus musikalische Menschen, ich mochte sagen: Menschen, die bis an die Fußspitzen musi­kalisch empfinden. Und das ist bei Wett nicht der Fall. Und dann ja, Herr Direktor, mit solchen Nummern ist es immer eine Sache, sbie Feinheiten, die sie haben, verstehen viele Leute nicht, denn diese Nummer setzt auch beim Publikum musikalisches Empfinden voraus. And für diejenigen Zuschauer, die das nicht haben, muß etwas geboten werden, was ihnen einen Ersatz für die fehlende musikalische "Aufnahmefähigkeit bietet, also etwas fürs Auge. Sie sehen nur drei Artisten, die ganz abgezirkelte Bewegungen machen, nichts weiter. Die Truppe müßte ein paar hübsche Mädchen haben, bann, qiaube ich, könnte man sie als letzte des ersten Teiles einschieben. Aber so, wie sie jetzt ist, nicht.

(Fortsetzung folgt.)

Berlin, 18. April. (DNB.) Die deutsche U-Boot- roaffe hat die ersten Unterseeboote vor sechs Mo­naten in das Mittelmeer geschickt, um die feindlichen Sicherungsstreitkräfte zu schwächen, den eigenen Nachschub für die Panzerarmee Afrika gegen Be­drohungen zu sichern und den britischen Nachschub nach Tobruk und kleineren Küstenplätzen zu stören. In diesen sechs Monaten haben unsere U-Boote bas SchlachtschiffBarham", den FlugzeugträgerArk Royal", drei Kreuzer, sieben Zerstörer, vier Kano­nenboote sowie fünf U-Bootjäger versenkt, das SchlachtschiffMalaya" beschädigt, ferner einen Kreuzer und stöben Zerstörer torpediert, die, soweit ie nicht untergingen, ebenfalls für längere Zeit außer Gefecht gefetzt wurden.

Für den Angriff gegen den Nachschubverkehr des Feindes fanden unsere U-Boote gegenüber der At­lantikschlacht neuartige Verhältnisse vor. Schon die Enge des Seeraumes bedingt einen schnellen 21blauf der Kampfhandlungen. Starke feindliche Luftüber­wachung von der Küste her erfordert /attische Ein­fühlung in überraschende Situationen, Entschlußkraft, Einsatzbereitschaft und Können. Im Vergleich zu der Atlantikschlacht handelt es sich bei dem Küstennach-

Die kleinen Mädchen hatten ihren Auftritt beendet und liefen nun mit einem Teller durch die Reihen, um einzusammelm Diese Sammlung brachte mit­unter mehr ein als die Kasse. Krähe legte scheu ein Zweimarkstück unter die Messing- und Kupfer- ftücke und tat so, als habe er bas nicht gemerkt. Das kleine Mädchen machte große Augen, griff blitzschnell nach dem Geldstück und versteckte es unter den an­deren Geldstücken.

Dann mußte er Tränen lachen, als sein Freund, der Schlangenmensch, auftrat. Er trug einen aus vielen bunten Stoffstücken zusammengesetzten engen Anzug und eine Schellenmütze auf dem Kopf, die ihn noch länger machte, als er so schon war. Dazu Schuhe, die viel zu lang und zu weit waren und lange, weiße Handschuhe, bei denen die Finger­spitzen durchschauten. Er machte seine Verrenkungen mit einer tieftraurigen Miene, und gerade das reizte die Zuschauer zum Lachen. Und als er am Schluß wie eine Spinne mit über dem Kopf ge­kreuzten Beinen auf den Händen durch die Arena lief, wollte das Lachen kein Ende nehmen.

Die nächste Nummer also sollte Herrn Barthold, der als sezierter Leichnam in der Hannoverschen Straße lag, bringen. Krähe war sehr gespannt darauf.

Jetzt trat der Herr Direktor Brommund auf und erklärte denverehrten Herrschaften", daß eine Ein­lage komme, und zwar einige Amateur-Artisten aus der Umgebung, welche ihre akrobatischen Kunststücke zeigen wollten.

Es waren junge Burschen, anscheinend Lehrlinge aus irgendwelchen Betrieben ober von Handwerken, die im Sportanzug auftraten. Ihre Requisiten waren denkbar einfach, sie bestanden nur aus Stühlen. Da war einer, der mehrfach aus dem Stand über einen Stuhl sprang, ein anderer legte sich mit Nacken und Fersen auf zwei Stühle, während ein anderer sich