Ausgabe 
20.1.1942
 
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hat.

und Stelle. Das Arbeitsbuch forderte er von Herrn

dieser Handlung veranlaßte. Der ^Sachverständige

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(Nachdruck verboten.)

U. Fortsetzung

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setzen.

(Fortsetzung folgt.)

Es'enthielt keinen Aufschluß. Die fraglichen zwei Jahre lagen vor dem Zeitpunkt, an dem die Ar­beitsbücher eingeführt worden waren, und nannten daher keine Einzelfirma. Die Eintragung der Be- schäftigungsart lautete auf Stenotypistin und Kor-

Gießen Verwundeten eines Lazarettes selbstge­bastelte Spiele, Flieger und etwas Gebäck, was gern angenommen wurde. Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede überbrachten die Ortsfrauenfchaften Ober- und Nieder-Befsingen, Nonnenroth und Röthges eine reiche Kuchenspende, die den hiesigen Lazaretten zugeführt wurde.

Das interessiert die Hausfrau

Oelverteilung im ersten Kalendervierteljahr 1942.

»lioilligr mpflichtung )ei der Er- Waffen-ff» che 10, Te­stens Mein Hindenburg-

Gerichte und chseln, M

Freiwillige für die Fallschirmspringer.

Wie der Reichsminister der Lustsahrl und Ober- besehlshaber der Luftwaffe mitteilt, sind Me^dum aen zum freiwilligen Eintritt in die Fallschirm­trupp- fortlausend möglich. Es können sich in erster Linie Kriegssreiwillige, dann langerdienende Frei- willige (Bewerber für die Unterossizierslaufbahn

dieser Handlung veranta^ ^er Kaspar an, der verwund/r.e Augen machte und

sprach ausdrücklich von höchsten, mer ms pmrsuna w' Ein Verdacht gegen

A ftS !°in° Sekretärin vorlieg-. Darauf erhielt er nur sem, seit die AenLenmg der «kmr gefcheyen Antworten und ließ sich von dem

vor drei Monaten ereignete sich die ^xMston. P^kuristen einen ganzen Stoß Arbeitsbücher schlk- Gut, ausgezeichnet, erkannte Doktor Ball an. £ QU5 ben,en cr ba9 der Barkow heraussuchte.

Ganz meine Auffassung. Ich wollte nur Horen, nv t keinen Aufschluß. Die fraglichen zwei

Sie folgerichtig Ihre Ächsusse Mhen. Nur nHnem lagen vor dem Zeitpunkt, an dem die Ar-

schon naib matlazarett jur Truppt t kaum ver- rn.

iie Sowjets ich de» 31. hutzen- und 'n an. Mit ppenfiihrer unerschüt» m sind es, übertragen, it jur seine , wie groj ,reichen Ab- i auf ihren die Freude jedoch dem t Sicherheit tönner vev

Explosion in Raum 5

Roman von H.G. Hansen

CepydfM by Prometheu ►Verlöt Dr.Eldwdier, Grtibemefl b.Mlntfie#

stimme Ich K Ihnen nicht überein: In unmittel- barem Zusammenhang stehen die Dinge, die sich in der auf Blatt 4 bezeichneten Stellung ereigneten, nicht mit den Vorfällen, die vor wenigen Monaten zu der Aenderung geführt haben. Das Mädchen hat alles ganz schlau begannen. Sie machte nur den winzigen Fehler, die Numerierung der Zeugnis­abschriften zu übersehen."

Zn einer Schlinge muß sich feder Verbrecher saugen. Wo kämen wir sonst hin?" Theo Kammin schlug sich klatschend auf die KnieAber ich bm erschlagen, daß wir ihr auf den Leim gegangen

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aumen, inen, die «l wpfen. Der freilich auch erem Sinne yzinger-°er gliche * iit das.erste

Der Kommissar setzte sich sofort telephonisch mit der Berliner Fahndungsstelle in Verbindung und bat darum, am anderen Morgen beim Reichsver- sicherungsamt Erkundigungen darüber emzuziehen, ob in den fraglichen zwei Jahren Versicherungs- Marken für die Barkow geklebt worden seien. Der Bescheid wurde ihm für spätestens Mittag zuge- sagt. Dann beschloß er noch, Michel zu beauftragen, in das Arbeitsbuch des Mädchens Einsicht zu neh­men und begab sich zum Schluß ins Meldeamt, um den genauen Wohnsitz der Barkow in den be^ den Jahren festzustellen, in denen wahrscheinlich

Der Apparat der Polizei arbeitete schnell und m>iA»i l-ot, di- Akten lorasam an Ort

ljpknma. Beide- fußend auf streng fachlichen Er. printnilfen der Wissen,chaft, ohne dah der Arzt L iU feinem Heil gezwungen ist, feine Ent- «üiie in Worte zu fasten und ,chon gar nicht sie 2. Ö-sf-ntlichkeit kundzutun Und trotzdem wissen ,lr wieviel Idealismus in der Aerzte,chaft steckt nt- mit welch künstlerischer, ja genialer Begabung , motzen Mediziner ihren Berus ausuben. Für ,n Kranken ist es aber ganz gleichgültig, ob er I, Heilmethode, der er unterzogen wird, wissen- baftlich begreift, ab ihm die Formel des Rezeptes Mas lagt oder ob er den Sinn und die Notwend,g- >it der Operation voll ersaht hat Oft sagt ihm er Arzt aus guten Gründen gar nicht, wie es um ßn steht. Das Wesentliche für ihn ist, daß ihm ^Auch" der Soldat kennt die physikalischen und

Nico Oosiat dirigiert.

Operetten-Aben» mit »Kraft durch Freude^ im Gloria-Palast.

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Teil tX ^mischen Formeln nicht, nach denen Wisienschaft- !Nh M .,«h Konstrukteur ihm Watten liefern. Für Ion

sind." . . ..

Man lernt nie aus, lieber Kammin , bemerkte Doktor Ball gelassen.Sie, Crusius, legen morgen früh noch bevor die Barkow zum Dienst kommt, die Akte' wieder an Ort und Stelle. Dann kommen zurück, weil ich Sie bei der Ueberwachung ersetzen will. Und Sie, Herr Kammin, setzen o,ort alle He­bel in Bewegung, damit wir moglich't.schnell erfah­ren, wo die BarIow m den fast zwei Jahren be, schäftigt war, die aus den. Akten verschwunden sind.

Mit diesen Instruktionen entließ er seine Be-

Von der Gießener Lazarettbetreuung.

Im Laufe der vorigen Woche wurden durch die . NS.'Gememschaft .Kraft, durch Freude" im Auf- trage des Oberkommandos der Wehrmacht folgende Veranstaltungen in den Gießener Lazaretten durch­geführt: In zwei Lazaretten wurden die Wochen­schau und der FilmLieselotte von der Pfalz" ge­zeigt. Am Mittwoch veranstaltete das Kammer­musikduo Meta und Willn Heuser ein sehr an- sprechendes Konzert für Klavier und Violine. In reicher Folge, die mit dem Teufelstriller von Tar- tini begann, wechselten Menuette, Gavotten, Ro- manzen großer deutscher Meister. Die Künstler fan­den für ihre ausgezeichneten Leistungen größten Beifall. Ein buntes Programm unter dem Motto Zwei frohe Stunden" erfreute die Verwundeten in zwei Lazaretten. Ilse Holle (Tänzerin), Mira R o s e t t i (Sängerin), B i l a n o (Jongleur), Helma Keß (Akkordeon) und dasDuo Gerard" als Stepptänzer zeigten ihre Künste. Die verbindenden Worte sprach Herr H ö p f n e r , der mit einer Part- nerin noch die verschiedensten Zaubereien vorfuhrte. Der Pianist Zörgiebel sorgte für die musikalische Untermalung. Stürmischer Beifall dankte den Künst­lern. In zwei Lazaretten sprach Lehrer S p a n g aus Mainz im Auftrage des Landesfremdenver- kehrsverbandes Rhein-Main mit schönen Licht­bildern überTaunus, Rheinhessen und Rheingau". Die schönen Gegenden wurden manchem Verwunde­ten dadurch nähergebracht. Die Gießener Musik- erzieher veranstalteten mit einem Teil ihrer Schüler und Schülerinnen in einem Lazarett ein Konzert mit guter Vorttagssolge. Es waren Teile des früher veranstalteten Mozart-Gedächtniskonzertes in der Aula. Dabei spielte Herr Otto Walter das Adagio aus dem ^-ciur-Konzert für Klarinette. Reicher Bei- fall dankte Herrn Dr. Rose und den Mitwirken- den für ihre guten Leistungen. Unter Führung der Kindergärtnerinnen Frl. H u tz e r a t b und Frl. Knapp überbrachten Kinder des NSV.-Hortes

refpondentin.

Aber dabei kam Michel auf eine neue Idee. Die Barkow mochte die ihr zugänglichen Perlonalakten fälschen. An die Archive des Arbeitsamtes kam sie nicht heran. Wo war das Buch ausgestellt? In Leipzig. Dann mußte beim Arbeitsamt Leipzig der Fragebogen liegen, den der Empfänger eines Arbeitsbuches auszufüllen hatte. Und darauf stan­den die einzelnen Stellen verzeichnet.

Hochbefriedigt von seinem glücklichen Gedanken, kam Michel zu Kammin zurück und hörte, in Berlin sei einwandfrei festgestellt worden, daß mit 21us= nähme von zwei Monaten für die Barkow feit Be­ginn ihrer Berufstätigkeit Versicherungsmarken ge­klebt worden waren. Die vorliegenden Karten be- wiesen das. Eine freiwillige Weiterverstcherung lag nicht vor.

*

Michel machte seinen Vorschlag, das Leipziger Arbeitsamt zu befragen. Zu seiner Enttäuschung antwortete der Kommissar, er sei neugierig ge­wesen, ob der Kriminalassistent Crusius so ge­scheit wäre, diese Feststellung in dem Arbeitsbuche zu machen. Ein neuer Gedanke war es mithin für ihn nicht Sofort rief er in Leipzig beim Polizei- präfibium an und liefe stch mit der zuständigen Stelle- verbinden, die umgehende Ermittlung ver­sprach.

Rauchend und plaudernd faßen die beiden Be­amten dann zusammen. Die Spannung mar Jo protz, datz sie in der ffiartefrift feine ander- la- tigkeit vernünftig ausführen konnten. 91 od) ein­einviertel Stunden kam das Antwortgesprach aus Leipzig. Kammin stenographierte mit und dankte.

Das hätten wir. Zwei Stellungen sind auf dem

blättern", hatte mit dem SchlagerIch bin ver- liebt" ausClivia" und vor allem mit dem Kolo- raturfor eine ausgesprochene Paradenummer, deren verblüffend mühelos ausgehaltener Ziergesang na­türlich sofort wiederholt werden mußte. Zarter in der Wirkung, ganz auf weiche Stimmung hin ge­sungen, klangen im zweiten Teil das Wiegenlied und das durch den Funk überaus populär gewor­dene Heimatlied ausMonika". Joop de Dries erfreute u. a. mit dem wohllautend temperierten VortrageMärchentraum der Liebe" aus derUn­garischen Hochzeit" und zeigte sich als geschmack­voller Partner von Lillie Claus in Duetten aus derVielgeliebten", derUngarischen Hochzeit" und Monika". Die sehr muntere Soubrette Charlotte Schütze und Joe E i b i n g e r , der die Qualitäten eines Spieltenors und eines Exzentrikers in sich vereinigt, bildeten das für die Operette obligate zweite Paar; mit den äußerst effektvoll oorgetrage- nen TanHduettenEinmal rechtsum, einmal links- um",Mit dir auf Reisen" undKleine Etelka" erzielten sie stürmisch applaudierte Publikums­erfolge. Das kleine Potpourri ausClivia" ver­einigte die vier Solisten und ergab das schwung­volle Finale des für alle Mitwirkenden ungemein er­folgreichen Abends. Dirigent, Gesangskräfte und Orchester dursten sich immer wieder für ausdauernde Beifallskundgebungen bedanken.

Hans Thynot

3. Äugenverletzungen: Beide Augen, auch das unverletzte, zubinden. Eingedrungene Fremdkörper nicht entfernen. Bei Verätzung Auge sofort mit viel Wasser ausschwemmen. Schnell zum Augenarzt.

4. Verbrennungen: Brandblasen nicht off­nen. Brandbinde auflegen, darüber Verband. Kein Pulver, kein Oel.

5. Innere Verletzungen: Sofort Arzt zuziehen. Nichts zu essen und zu trinken geben.

6. Brüche: Schienung des Gliedes durch Schie­nen, Brettchen, starke Pappe u. ä., benachbarte Ge­lenke mit feststellen. Am gebrochenen Glied weder ziehen noch versuchen, es einzurenken.

7. Gasvergiftungen: Frische Lust schaf­fen. Arzt holen. Bei nicht lungenschädigenden Gasen (Blut-, Nerven-, narkotische Gifte, Kohlenoxyd, Blausäure, Aether, Cloroform, Benzin- und Benzol­dämpfe usw.) Oberkörper des Vergifteten entkleiden, in Decken einhüllen. Bewußtlosen keine Flüssigkeit einflößen. Handflächen und Fußsohlen bürsten oder reiben. Wenn der Vergiftete nicht atmet, Wieder­belebung. Bei lungenschädigenden Reizgasen (Chlor, Phosgen, nitrose Gase, Schwefeldioxyd usw.) den Vergifteten entkleiden. Die vergasten Kleider ent- fernen, ihn in Decken elnhüllen. Den Gaskranken völlig ruhig halten, flach auf den Rücken legen. Künstliche Ätmung ist verboten.

8. Ertrinken: Mund von Sand und Schlamm reinigen. Künstliches Gebiß entfernen. Den Verun­glückten auf den Bauch Ie<yn, ihn beiderseits in der unteren Rippengegend umfaßen und hochheben, so daß Körper und Kopf nach unten hängen. Wieder-

ftällen darf er gar nichts darüber wissen.

Es ließe sich die Reihe der Beispiele beliebig ver- ijnqern, in denen Menschen das Werk anderer ver­senden, ohne dessenRezept" zu kennen. Niemand iber findet etwas Besonderes daran, niemand wird jkritik üben, wenn der Erfolg da ist.

Allerdings nimmt der Richter eine Sonderstellung Im öffentlichen Leben ein, und zwar deshalb, weil leine Entscheidung in aller Oeftentlichkeit verkündet -jnb begründet wird, und er daher auch gezwungen ist seine Tätigkeit mit Gesetzesstellen zu belegen urtb in Worten zu erklären. Die Oeftentlichkeit des Verfahrens hatte zu allen Zeiten und auch heute «ne sehr ernste politische Bedeutung und sich stets bewährt: Dem Volke das Gefühl der Rechtssicher­heit zu geben. Dieser Grundsatz der Oeftentlichkeit ilelit einen der wesentlichen Unterschiede zu den Erfahren anderer staatlicher Stellen bar, die im gemeinen ihr Verfahren nicht vor aller Welt trflaren und erläutern. Deshalb glaubt auch man- her, gerade den Richter leichthin beurteilen zu Ionnen und nicht nur das, sondern das richterliche ^indwerk sogar besser zu verstehen. Mag sein, daß letzteres bei wenigen Auserwählten zutrifft, bei der Mehrzahl der Kritiker bestimmt nicht. Daraus, daß der Jurist seinRezept" in Worten erklärt, folgt keineswegs, baß es jeder versteht. Auch dazu gehört eine gewisse Auffassungsgabe, wenn schon nicht Fachkenntnis. Der Richter muß sich im all­gemeinen an das Gesetz halten, und das hat nicht tr geschaffen, sondern der Gesetzgeber, zum Teil in >iner ganz anderen Zeit und unter anderen Der- daltnissen, als es der Richter anzuwenden hat. Welche Handhabe es ihm bietet, welcheMedika- mente" ihm also zur Verfügung stehen, kann nur der Gesetzeskundige beurteilen. Es ist hier wie beim Mediziner oder Soldaten die Hauptsache, daß das Fezept" hilft, daß also die gesetzlich richtige Ent- cheidung auch nach dem gesunden Volksempfinden richtig ist; baß dagegen ihre Begrünbung populär ist, ist wohl sehr wünschenswert und sehr erstrebens­wert, aber nicht entscheidend. Es ist gewiß eine Aufgabe des Richters, auch die Urteilsbegründung so zu fassen, baß sie jedem Volksgenossen mit nor- inilem Verstände begreiflich ist. Wo es sich aber dabei um Gesetzesstellen handelt,_ um feststehenbe Fachausdrücke unb wo sich die höhere Instanz in der Urteilsbegründung mit der unteren Instanz m'seinanderfetzt, also Juristen unter sich sprechen, sind Fachausdrücke und fachmännische Darstellung nicht zu vermeiden. Zudem wird auch eine solche Erörterung den Volksgenossen noch wesentlich ver- itaMcher sein, als der Inbast etwa eines ärztlichen Sonfitiums oder eine fachliche Unterhaltung von Vallistikern. Die Forderung zur Gemeinverständ­lichkeit in Urteilsspruch und Begründung haben die Nechtswahrer des nationalsozialistischen Deutschs lcmds begriffen und kommen ihr auch, sowei mcht aus den angeführten Gründen eine Einschränkung erfolgen muß, weitgehend nach.

Wenn aber da und dort unter her Million Zivil- urteile, die jährlich mindestens ergehen, gründ- legende Irrtümer auftreten, haben wir auch da 'wieder einRezept" geschaffen, dessen Wesen viel­leicht auch nicht allen Volksgenossen einleuchtet, das tfber seine Eianung zu helfen bereits erwiesen Hut, das vom Führer erlassene Staatsanwaltsgesetz in Zivilsachen. Wir glauben damit auch die Doiraus- setzung für ein gesteigertes Verständnis geschaffen zu haben, nämlich dafür, daß auch die ^usontat der Justiz sich vom Führer herleitet, und daß daher jeder Volksgenosse diese Autorität zu respektieren

bei zwölfjähriger Dienstverpflichtung) melden. Vor­aussetzungen für die Einstellung sind die gleichen wie für alle anderen Waffengattungen. Einstel- lungsalter: vollendetes 17. bis vollendetes 30. Le­bensjahr. Als Unterlage sind jedem Bewerbungs- gesuch ein handgeschriebener, ausführlicher Lebens­lauf und eine amtlich beglaubigte Einwilligungs­erklärung des gesetzlichen Vertreters beizufügen. Der Lebenslauf muß enthalten: Geburtstag, Schulbe­such, Beruf, sportliche Betätigung sowie gegebenen­falls Zugehörigkeit zu einer Gliederung der NSDAP. Bewerber, die sich schon zum fliegenden Personal ^gemeldet haben oder sich noch melden wollen, kommen für die Einstellung in die Fall­schirmtruppe nicht in Betracht. Bewerbungen sind nur an das für den dauernden Wohnsitz zuständige Wehrbezirkskommando einzureichen.

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Die Explosion, bei der der Ingenieur Wand ums Leden kam, ereignete sich am 11. Mai, also vor gut drei Monaten. Das muß ich vorausschicken. Die Barforo hat bei ihrer Bewerbung vor drei Jahren und neun Monaten eine vollständige Uebersicht über ihre Berufstätigkeit gegeben. Nach den Personalak­ten zog Herr Kaspar nur von ihren letzten Stellun­gen eine Referenz ein, die gut ausgefallen ist. Jahrelang haben die richtigen Originalpapiere m der Mappe gelegen. Dann trat vor längstens fünf Monaten ein Ereignis ein, auf ®runb beffen die Barkow eine genaue Nachprüfung ihrer Vergangen­heit befürchten mußte, ©ie vernichtete bas bungsschreiben und den Personalbogen und fch^u beides neu. Das war leicht zu machen, wcu beides ihre Handschrift trug. In den Papieren ließ sie die auf Blatt 4 der Zeugnisabschriften angegebene Stri- lung aus, weil sie etwbs zu verbergen hat. steht das in unmittelbarem Ereignis, das sie vor län«

Fragebogen angegeben. Die eine kennen wir, die zweite ist die fehlende. Es handelt sich um eine Firma in Leipzig, Marbes und Kompanie, die vor vier Jahren liquidiert worden ist."

Schade", sagte Michel.

Warum, junger Freund? Irgendwer wird noch leben, der uns Auskunft geben kann. Man muß nur Geduld haben, auch wenn sich die Losung immer wieder verzögert. Die Auskunft paßt zu den Ermittlungen des Meldeamtes. Die Bartow hat in diesen Jahren in Leipzig gewohnt." .

Dann wird wohl am besten jemand nach Leip­zig fahren?" meinte Michel.

Jawohl, und zwar ich. Jetzt wollen wir den Herrn Kriminaldirektor benachrichtigen." S« gingen durch den Korridor und traten auf das herein!" ein. Kammin erstattete Bericht und be­kam sofort den Auftrag, nach Leipzig zu reifen.

Fräulein Barkow darf unter keinen Umstan­den erfahren, daß wir eine neue Untersuchung gegen sie durchführen", mahnte Ball.Dorläuftg haben wir keinerlei Beweise, sondern nur Mut­maßungen, mit denen sich praktisch nichts begtn* nen läßt. Von einer Verhaftung unb Vernehmung verspreche ich mir bei ihrer Gewandtheit uno Sicherheit nichts."

Kammin rief eilig Karla an und teilte ihr be­trübt mit, er müsse leider dienstlich verreistn und wisse nicht genau, wann er zurückkomme, ifaus er Glück habe, dauere es nur ein bis zwei Tage; es könne aber auch eine ganze Woche m nehmen. Sie sagte ihm durchs Te ephon efti paar liebe Worte und fragte plötzlich, mit welchem Zuge "Bann komme ich zum Bahnhof. Telephonisch, Abschiede sind scheußlich."

Du Liebes", raunte er dankbar.

Michel hatte inzwischen seine Anstruktwnen emp. fangen und erklärte dem verblüfften ftrimbrnt. direkter, dafe eine private Überwachung der Bar kow durch seinen Schwager immer noch tm Gang, & ßr mußte genau barlegen, welche Erwägungen dazu geführt hatten, und steckte »rötend ein dicke, Lob ein Mit dem Versprechen, dafe er sem Beste, tun werde, ging er aus dem E-baude und stürmte zu Bärbels Wohnung, um fie in Kenntnis zu

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Bei der Luftwaffe: für Fliegertruppe (als Flugzeugführer, Bombenschütze, Bordschutze, Fallschirmschütze); ,

Luftnachrichtentruppe (als Bordfunker, Flieger­schütze). Höchstalter 28 Jahre.

2. Längerdienende Freiwillige: vom vollendeten 17. bis 25. Lebensjahr für alle Wehrmachtteile und alle Waffengattungen. Meldung hat in jedem Falle bei dem für den Aufenthaltsort des freiwilligen zuständiges Wehrbezirkskommando zu erfolgen. Weitere Auskünfte über den Eintritt als Freiwil­liger erteilt auf Anfrage jedes Wehrbezirkskom­mando und Wehrmeldeamt. .... .

Einstellung in die Wehrmacht erfolgt jeweils nach Durchführung der Annahme als Freiwilliger.

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Aus der Giadi Gießen.

Erste Hilfe bei Unglücksfällen.

1. Wunden: nicht berühren ober auswaschen. Bei oberflächlichen Wunden klastischen Pflasterver­band, bei anderen Wunden Verbandpäckchen auf­legen. Keine blutstillende Watte.

2. Blutungen: Nur bei spritzenden Schlaa- aderblutungen Abbinden des Gliedes, sonst Hoch- lagerung und 2luflegen von Verbandpäckchen. Ab­bindung nach einer Stunde lockern.

NSG. Im ersten Kalendervierteljahr 1942, also in der Zeit vom 1. Januar bis zum Ende der 34. Zutettungsperiode (5. 4.1942), wird Speiseöl an Verbraucher nicht verabfolgt. Als Ersatz für Speise­öl kommt ausschließlich Margarine zur Verteilung. Es kommt demzufolge während der fraglichen Zeit der wahlweise Bezug von Margarine oder Speise- öl in Wegfall Soweit Kleinverteiler noch geringe Bestände von Speiseöl am Lager haben, kann selbst, verständlich bis zum Aufbrauch dieser Menge Speise- .öl verabreicht werden.

Bedarfsdeckung der Verbraucher durch Kalbfleisch.

NSG. In der Woche vom 18. bis 25. Januar wird es auffallen, daß In den Metzgereibetrieben kein Rind- oder Ochsenfleisch erhältlich ist. Der Dieh- wirtschaftsverband, dem die Ueberwachung der Durchführung der Marktordnung obliegt, hat im Einvernehmen mit anderen zuständigen Behörden eine Bedarfslenkung unb Derbrauchslenkung durch­zuführen. Wenn nun einmal die Schlachtungen von Ochsen und Rindern ausfallen, um dementsprechend mehr an Schweinen und Kälbern zur Versorgung zu bringen, so ist dies keine willkürliche Handhabe, sondern eine überaus wichtige Maßnahme, deren Auswirkung wiederum den Derbraucherkreisen zu- gute kommt, und zwar in Gestalt von Milch und Butter. Es werden also in besonders hohem Maße Kälber abgeschlachtet, um die Milch, die für Auf- zücht bzw. Mästung erforderlich wäre, für die Ver- forgung der Bevölkerung und zur Herstellung von Butter freizumachen. Es wird daher ein Appell an die Verbraucher gerichtet, ihren Fleischbedarf in erster Linie in Kalbfleisch zu decken. Wer dieses vorübergehende Zeitgebot befolgt, trägt dazu bei, kriegswirtschaftliche Ziele schneller und besser zu erreichen.

Testament ohne Unterschrift ungültig.

Eine Frau hatte einen Umschlag mit einem SchriftstückMeine letzten Bestimmungen" hinter­lassen. Weder das Schriftstück selbst, noch der Um- chlag wies ihre Unterschrift auf, und ihr Name kam auch im Inhalt ihrer letztwilligen Anordnung nicht vor. Dieser durchgreifende Formmangel führte dazu, daß das Schriftstück nicht als Testament an- erkannt wurde und die darin bedachten zwei Haupt­erben ihr Erbe in der geplanten Weise nicht an-

fahr ab: _ , w K

a) beim Heer: für Jnf.-Rgt., Jnf.-Rgt. (mot) unb Gebirgsjäger, Panzertruppe (Panzer-Rgt.), Schutzen-Bll., Nachrichtenttuppe (nur für Funkdienst).

b) Bei ber Kriegsmarine: für Küstendienst (See c)

betebung.

9. Erfrierungen: Die erstarrten Glieder vor­sichtig mit Schnee ober kaltem Wasser reiben. Den Erfrorenen nicht in warmen Raum bringen. Lang­same Erwärmung herdefführen.

10. Hitz schlag ober Sonnenstich: Kleidung off­nen. Stiefel und Strumpfe ausziehen. An schattigen Ort lagern. Bei blaurotem Gesicht Kopst hochlegen, bei blassem Gesicht Kopf tieslegen. Mit kühlem Was- ser besprengen. Wenn keine Atmung, Wiederbe­lebung.

Einstellung von Freiwilligen in die Wehrmacht.

In die Wehrmacht werden laufend Kriegssreiwil- lige und längerbienenbe Freiwillige, die sich für eine zwölfjährige Dienstzeit verpflichten wollen, eingestellt. Es können sich melden:

1. Kriegsfreiwillige: vom vollendeten 17. Lebens-

Sind Sie Ihrer Sache absolut sicher?"

,^a", sagte der Beamte,unbedingt. Wie die Rapiere ergeben, ist die Barkow vor drei Jahren unb sieben Monaten bei ihrer jetzigen Firma em- fletreten. Das Datum des Bewerbungsschreibens liegt um weitere zwei Monate zurück. Es soll also »or nahezu vier Jahren geschrieben worden sein. Das -st ein so gewaltiger Unterschied gegenüber meiner Feststellung, daß ich mich unmöglich irren kann."

Danke", erklärte Doktor Ball.Bitte, bringen Sie Ihren Befund zu Papier, und geben Sie ihn mir in mein Zimmer!"

Sie stiegen zu dritt die Treppen hinaus und be­traten bas Arbeitszimmer des Kriminaldirektors. Nehmen Sie Platz, meine Herren! Und Sie, Herr Trufius, tragen nun einmal vor, welche Schlüsie Sie «ms Ihren Entbeckungen ziehen!"

Nico D o st a l, aus ber jüngeren, an Lehärs Tra­dition anknüpfenden Komponistengeneration einer der erfolgreichsten unb populärsten, gab gestern abend im vollbesetzten Gloria-Palast, eigene Werke diriaierend, ein Gastspiel mit dem Rhein-Mainischen Lanoesorchester. Die Vortragsfolge bot einen farben­reichen Ausschnitt aus Dostals beliebtesten, auf der Bühne wie im Funk immer wieder gespielten Ope­retten von derUngarischen Hochzeit" bis zur Fahrt ins Glück", vonClivia" bisMonika", von denExtrablättern" und derVielgeliebten" bis zur Prinzessin Nofretete". Das Rhein-Mainische Lan­desorchester, das bei uns erst vor kurzem unter Abendroth seine bedeutenden Qualitäten in seriösen Programmen erwiesen hatte, zeigte, mit schöner, ausgeglichener Klangfülle beschwingt und locker musizierend, unter Dostals Führung seine Eignung auch für die minder anspruchsvollen Gaben der leich­ten Muse. Der Komponist, naturgemäß ber beste Interpret seiner Melobien, birigierte auswendia, mit viel Temperament, nuancenreich unb auf zündende Wirkung bedacht. Der Marsch aus derUngarischen Hochzeit", Ballettmusik unb Walzerintermezzo aus Nofretete" unb die Melodien ausClivia" erwie­sen sich als besonders dankbare Stücke aus der Fülle seiner Partituren.

Die ergiebige Vortrags folge wurde durch die Mitwirkung bewährter Solisten gesanglich bereichert. Lillie Claus, ein Heller, schlanker Koloratursopran, begann mit dem Alt-Wiener Lied aus denExtra-

««uh unb Konstrukteur ihm Waffen liefern. Für iyn sovch °' st die Hauptsache, daß sein Zielgerät genau arbeitet Q9 h uni) die Waffe gut schießt. Nach welchen wissen- MtänbZ gastlichen Erkenntnissen sie gebaut ist, mag ihn j Interessieren, wesentlich ist es nicht, und in vielen