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Kleine psliiifche Nachrichten.

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Das Schicksal We-erlän-isch-Lndiens ein warnendes Beispiel für Australien.

Die japanischen Truppen haben die Säuberungs« aktionen gegen die Tschungking-Truppen in Nordost- Tschekiang abgeschlossen. Der Vorstoß begann Mitt- Februar und hatte den Zweck, die Waffen* transporte für Tschungking von der Nordkuste der Bucht von H a n g t s ch a u aus abzü« schneiden.

Im Innern Chinas soll eine Pestepidemie aus» gebrochen sein. Wie man hört, mutet die Seuche besonders heftig in den Provinzen Ningsia und Suiyuan, wo sie mit einer Geschwindigkeit von vier Kilometer täglich weiterwandert.

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Der bisherige Kommandant des dritten Marine- bereichs mit dem Amtssitz Neuyork, Konteradmiral Andrew s, wurde zum Kommandanten Der ge­samten Ostküste der Vereinigten Staaten ernannt Sein Nachfolger ist Konteradmiral Marquart.

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Nachdem vor kurzem die Ernennung von Vize­admiral Lay ton zum Oberbefehlshaber auf Cey­lon und Generalmajor J.H. D a l b i a e zum Ober­befehlshaber der dortigen Luftstreitkräfte bekannt­gegeben worden war, hat nunmehr der aus Singa» pur geflohene Generalleutnant P o w n a 11 den Be* W über die Landstreitkräfte auf Ceylon übertragen bekommen.

macht ... nur eins (wenn er das bemerken dürfe) gefalle ihm nicht: die Rücksichtslosigkeit, mit der er verdiente, langjährig bewährte alte Meister aus der Zeit vor der Uebernahme auf die Straße gesetzt habe.

,,Tia, unser Abbeg!" Der Generaldirektor lachte: "»ur ihn ist das alles ein Kalkül! Er rechnet mit oem Bleistift aus, wie er mit dem kleinsten Einsatz größte Wirkungen erzielen kann ..."

Fehr schoß es durch den Kopf, daß Abbeg selber das einmal in München wortwörtlich so ausgedrückt

' Unb wieder, wie damals, dachte er gering- '.chatzlg:Wenn man dies Prinzip aufs Menschliche Wettl^uge« n,dr5 öie elendste Sache von Der

Und wenn er das ausgerechnet hat, dann kümmern ihn Menschenschicksale einen Dreck. Dann rr- ükßr Leichen . 7. Na, uns kann's ja nur recht sein, wir haben den Vorteil dabei."

Ich wollte gerade bei Ihnen ein gutes Wort für meme alten Meister einlegen, Herr Schütte", sagte Fehr, indem er das Einglas ins Auge klemmte und den unbefangen kauenden Generaldirektor fixierte: Unsereins hat doch ein Herz für seine Leute Sie werden mich verstehen, das ist so Tradition in den alten, erbeingesessenen Familien, daß man niemanden auf die Straße wirft, einem Kalkül zu- liebe oder dem Profit zuliebe, bei uns gilt noch Treue um Treue ...

,Mee, nee, nee", lachte Schütte:Lassen Sie mich damit aus! Abbeg hat mir die Geschichte schon erzählt ... Alles private menschliche Mitgefühl in Ehren aber vom Standpunkt der Direktion muß ich Abbeg vollkommen decken ... Ja, Herr Baron was meinen Sie? Die Zeiten sind alles andere als rostg ... man muß höllisch sparen, sparen wo man kann ...

Verstehe. Aber wenn der zweite Ofen raucht, werden Sie doch mehr Leute einstellen müssen? Das wäre eine gute Gelegenheit ..."

Alles schon disponiert. Dazu schicken wir Fach­arbeiter aus einer unserer anderen Hütten, wo wir ohnehin eine Umstellung vornehmen 6e> Hat!

war auf dem Eßtisch ein kaltes Büfett arrangiert, das außerordentlich lecker aussah. Die Küche des HotelsLandskrone" in der Kreisstadt hatte das alles aufgefahren.

Fehr, neben Wulflam stehend, und mit ihm ein paar freundliche Worte über Ulla wechselnd, die noch immer in Dresden weilte, füllte sich seinen Teller mit guten Dingen, ergriff ein Glas Rotwein und kehrte ins Herrenzimmer zurück. An der ^chreibtifchuhr sah er, daß die neunte Stunde über- schritten war. Wo blieb Fontana?

Der Gedanke gab ihm einen solchen Ruck, daß er Glas und Teller auf das Rauchtischchen setzte und die Uhr aus der Westentasche nestelte.. Tatsächlich, neun Uhr vorüber! Wo blieb Fontana?

Forstmeister Koch saß plötzlich neben ihm, kauend hatte er allerlei Geschäftliches zu bereden. Fehr sagte:3a ... ja" undAch nee" undMeinet- hörte nicht recht hin. Alles das war io gleichgültig. Wichtig war nur, zu wissen, wo

AH zum Teufel, mochte er sein wo er wollte roenn er nur nicht im Schloß war und bei Ma- non! .. Er zankte sich selber aus, daß er so etwas öadjte, aber der Gedanke saß wie mit Widerhaken fest und ließ sich nicht einfach verwischen: daran hlCrf5m-l^ Grft' ®ie .t-ef sich in den letzten Wochen das Mißtrauen in ihn hineingefressen hatte.

Generaldirektor Schütte steuerte mit einem Teller und einem Halbliterglas dunklen Bieres durch den Raum. Als er Fehr erblickte, ließ er sich neben ihm Nieder und verwickelte ihn in eine Unterhaltung "ber das Thema: Sophienau einst und jetzt. Er lobte Abbegs Organisationstalent, aber er hielt da- °ei dse Hand vor dem Mund:Daß er's nicht hört!

, h . «M, °haehm schon für einen kleinen Na­poleon! Wissen Sie, Baron, unter uns gesagt uns lag an Ihrer Hütte gar nicht soviel. Wir haben sie nur auf Abbegs dringenden Wunsch gekauft er wollte ein Steckenpferd haben .. "

Fehr sagte höflich, Herr Abbeg habe ja wirklich aus der alten Hütte etwas Ungewöhnliches ge-

Athen, 18. März. (DNB.) Im Piräus lief ein chwedlscher Dampfer mit 7000 Tonnen Brotgetreide ür das griechische Volk ein. Die Sendung stellt einen Teil der vor längerer Zeit gekauften und bar bezahlten 70 000 Tonnen ^australischen G e - t r e i d e s bar. Zwischen der damaligen griechischen und der englischen Regierung war vereinbart wor­den, daß selbst im Falle einer Besetzung Griechen­lands durch die Achsenmächte England den Versand dieses Getreides nach Griechenland nicht verhindern wurde. Trotzdem hat sich England monatelang ge­weigert, die Weitersendung des in Alexandria und Haifa liegenden Getreides zuzulassen, es hat jetzt erst der Intervention der Internationalen Rotkreuz­mission und anderer Persönlichkeiten und Jnstitu- Uonen bedurft, um die erste Sendung für das grie- chlsche Volk freizubekommen. Die englische Agitation hat den Versuch unternommen, die Schuld für die Verzögerung der Lieferung auf die Achsenmächte zu schieben. Die griechische Regierung und das Ober­haupt ber griechischen Kirche haben jedoch diese Be­hauptungen als völlig unbegründet zuruckgewiesen.

gegen einen zahlen- und wafsenmäßlg überlegenen Gegner angespornt. Hauptmann C h r i st e l zeichn nete sich im nördlichen Abschnitt der Ostfront aus« Angriffe gegen die von ihm geführte Truppe wur­den unter hohen Verlusten für die Bolschewisten ab gewiesen. Hauptmann Christel ist im Verlauf dieser Kämpfe gefallen.

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Der Träger des Ritterkreuzes, Hermann Rup­pert, Staffelkapitän in einem Sturzkampfge­schwader, (jat im Ostfeldzug an ber Spitze seiner in zahlreichen Angriffen siegreichen Staffel den Flie- gertob gefunben. Bei Angriffen auf Schiffsziele im Schwarzen Meer war es ihm gelungen, trotz stärk­ster Abwehr fünf Kriegsschiffe, darunter einen Kreuzer, ferner vier Frachter von insgesamt 11000 BRT. zu versenken. Obwohl er bei einem dieser Angriffe abgeschossen wurde und mehrere Stunden im Schlauchboot trieb, war er bereits am nächsten Tage erneut gestartet.

Abschied von Robert Bosch.

S t u t t g a r t, 18. März. (DNB.) Bei dem Staats­akt für Robert Bosch in der König-Karl-Halle des Landesgewerbemuseums waren außer Reichsminister Funk als Vertreter des Führers, Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley und Gauleiter Reichsstatthalter Murr, Männer aus Partei, Wirtschaft, Technik und Wissenschaft erschienen. Reichsminister Funk hielt die Gedächtnisrede.Dem großen deutschen Wirtschastsführer, dem hervorragenden Techniker und Kaufmann, dem vorbildlichen Betriebsführer dem Pionier der Arbeit", so sagte er,entbiete ich den letzten Gruß des Führers und des Reichsmar­schalls. Die Motorisierung verdankt dem Verstor­benen einen wesentlichen Teil ihres gigantischen Aufschwungs. Aus kleinsten Anfängen entstand ein weltumspannendes Unternehmen. Bosch war sich stets bewußt, daß die Leistung eines Werkes wesent­lich bestimmt wird durch das Verhältnis zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft. Er war ein Mann aus dem Volke, ein echter Sozialist, der für die Gemeinschaft lebte und fest in ihr verwurzelt war. Im Alter ist Robert Bosch wieder zurückgekehrt zur Scholle und hat auch hier als Landwirt Muster­gültiges geschaffen. Das Vorbild großer Männer gibt uns die Kraft zur Ueberwindung der Schwie­rigkeiten im eigenen Lebenskämpfe. So möge es auch hier sein. Wir wollen ihm danken für all das Große und Bleibende, das er uns hinterläßt, und geloben, in feinem Sinne und Geiste zu leben und die deutsche Zukunft zu gestalten."

Der Betriebsführer der Robert-Bosch-Werke G. m. b. H., Direktor Hans Walz, feierte den Ent­schlafenen als einen großen Menschen und über­ragenden Wirtschaftsführer. Die Fahnen senkten sich und unter dem Lied vom guten Kameraden legte Reichsminister Funk als letzten Gruß des Führers einen Kranz an der Bahre nieder und ebenso einen Kranz des Reichsmarschalls.

Landeseigene Verwaltung im Ostland.

Berlin, 18. März. (DNB.) Ein Erlaß für bas Reichskommissariat Ostkand regelt die Verwaltung in den Generalbezirken Litauen, Lettland und E st l a n d, insbesondere die eigenverantwort­liche Mitarbeit der jeweiligen Landesbehörden. Die deutsche Hoheitsgewalt und die politische Führung liegen unter der Gesamtleitung des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete in Händen des Reichs­kommissars für das Ostland bzw. dessen nachgeord» neten Dienststellen. Der jeweilige Generalkommissar fuhrt die Aufsicht über die gesamte Landesverwal» tung und ist befugt, diejenigen Maßnahmen zu treffen, die zu ihrer Ordnung notwendig sind. Dieses gilt insbesondere von der Wirtschaftsverwaltung soweit es nach den kriegswirtschaftlichen Erforder­nissen geboten ist.

Die Landesverwaltung wird durch litauische, let- tische und estnische Organe wahrgenommen. Die oberste Landesbehörde bilden in Litauen die Ge­neralräte, in Lettland die Generaldirektoren, in Est­land die Landesdirektoren. Nachgeordnete Dienst­stellen der landeseigenen Verwaltung sind die Selbst­verwaltungskörperschaften der Kreise mit einem Kreis- altesten an der Spitze, der eine dem Landrat ver­gleichbare Stellung hat. Die Amtssprache im Ver­kehr mit der deutschen Zivilverwaltung ist deutsch, innerhalb der landeseigenen Verwaltung deittsch und die jeweilige Landessprache.

Mit dieser Neuordnung ist den drei baltischen Volkern nicht nur die Gelegenheit zur tätigen Mit­arbeit an der Gestaltung ihres Daseins gegeben, son- oern auch weitgehende Eigenverantwortlichkeit. Wenn der zum Ostland gehörige Generalbezirk Weißruthenien nicht einbezogen worden ist, o liegt der Grund darin, daß hier im altsowjeti- chen Gebiet infolge der lang andauernden Herr- Ichaft der Bolschewisten die Voraussetzungen orga­nisatorischer und personeller Art noch fehlen. Nach Der neuen Agrarordnung stellt dieser Erlaß einen ^eren Schritt zur Beseitigung der bolschewisti- schen Erbschaft und zur Entfaltung der auf bau- willigen Kräfte des Ostens dar.

Das Ritterkreuz.

Diese Aeußerung kennzeichnete der japanische Sprecher als einen Beweis dafür, daß nicht einmal der niederländisch-indische Generalgouverneur im Stande gewesen sei, dem Druck Großbritanniens und der USA. zu widerstehen, durch den die holländische Kolonie gegen ihren eigenen Willen zu einem Angriffskrieg gegen Japan gezwungen wor­den sei. Vor der Kapitulation Javas hätten englische und amerikanische Amtsstellen und die ihnen dienstbare Presse Holländisch-Indien zum äußersten Widerstand aufgefordert, weil es ihnen als das letzte Bollwerk" gegen Japan im Südpazifik er­schien. Jetzt sagten die gleichen Leute, Australien sei das' letzte Bollwerk. Man müsse es um jeden Preis verteidigen. Die Alliierten hätten so viele letzte Bollwerke", die hinterher trotz der vielge­rühmten Hilfe nicht zu halten gewesen seien. Des­halb sollten die Auslassungen des früheren nieder­ländisch-indischen Generalgouverneurs besonders Australien eine Warnung sein, weil es das Schick­sal Niederländisch-Jndiens teilen würde, wenn es weiterhin Großbritannien und den USA. Gehör schenke.

Japanischer Lustangriff auf Port Moresby.

Tokio, 18. März. (Europapreß.) Ein Luftan­griff japanischer Marinebomber auf Port Mo­resby, den Haupthafen des australischen Terri­toriumsPapua" auf dem südöstlichen, dem austra­lischen Kontinent zugekehrten Teil Neu Guineas, wurde angeordnet, weil der Feind Flugzeugverstär­kungen dorthin entsandt hatte, um einer völligen Vernichtung dieses wichtigen Stützpunktes- vorzu­beugen, darüber hinaus aber von hier aus zu mehr offensiven Lustvorstößen vorwärtszuschreiten. Die japanische Marineluftwaffe setzte für den Angriff einen neuen Jägertyp ein. Elf LockheaD-Bomber wurden im Augenblick, da sie auffteigen wollten, m Port Moresby zerstört. Die Horn'-Insel an der Nordspitze der Halbinsel Port an der Torres- Straße, wo elf feindliche Jäger im Luftkampf ah- geschossen und zwei weitere am Boden zerstört wor­den sind, ist der einzige voll ausgerüstete feindliche Flughafen im Gebiet der Halbinsel Port. Ebenso wie hier sind auch in Port Moresby die Bodenan­lagen schwer beschädigt worden. Ferner wurden Bombenangriffe auf Stützpunkte des Gegners auf den Saloikion -, den Florida- und Wana- wann- Inseln ausgtzsührt, die das Korallenmeer nordöstlich Aulstraliens begrenzen.

Oie Ernennung Mc. Arthurs.

® ch 0." ghai, 18. März. (Europapreß.) Austra­liens ständig offensichtlicher werdende Selbständig­keit gegenüber dem britischen Empire bestätigt sich erneut durch die Art, wie es über Churchills Kops hinweg die Ernennung des USA.-Gene- sols MacArthur zum Oberkommandierenden m Australien verlangte. Wie der australische Mi­nisterpräsident Curt in bei der Bekanntgabe der Flucht und der Ernennung MacArthurs erklärte, sei der nordamerikanische General auf Wunsch Australiens ernannt worden. Man habe dann Chur­chill von dem Wunsch der australischen Regierung in Kenntnis gesetzt". Bei seiner Ankunft in Äustra- tten wurde MacArthur von dem australischen Der- : teiDigungsminifter Forde mit den Worten begrüßt, i Die australische Regierung rechne mit schweren i Kämpfen um Australien. Man erwartet, daß Mac : Arthurs erste Maßnahmen in Australien darin be- i stehen werden, die Verteidigung Moresbys zu . vollenden. Es wird vermutet, daß die Japaner i gleichzeitig mit einem Angriff auf Port Moresby i einen Schlag gegen Port Darwin führen i werden. (

Um den peinlichen Eindruck, den die' verstärkte 1 Amerikanisierung Australiens, die durch die Ernen- ! nung Mac Arthurs deutlich in Erscheinung tritt 1 m der britischen Öffentlichkeit auslösen 'muß, zu I verwischen, ist Reuter bemüht, diesen Schritt Roo e- l velts als mit den britischen Plänen in Uebereinftinv

Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter be*i Haupt) chttslletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Dr. Fr. W. Lange; für daZ Feuilleton: Dr. HanS Thyriotx sür Stadt Gieiren, Provinz, Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein. «Druck und Verlag: Brühls che Universstätsdmckeret R. Lange K. tz. Verlags!etter: Dr.-Ing. Erich Hamann,- Anzeigenletter: Hans BeL AnzeigenprelSliste Nr. 6.

Eine technische lleberraschung." Französische Generale im Riom-Prozetz über den Westfeldzug.

. 19. März. (Europapreß.) Der als Zeug,

im Riorn-Prozeß vernommene General Mittel- Hauser bestätigte als ehemaliger Inspekteur der französischen Befestigungen gegen die italienische Grenze die Angaben der Generale Besson urtb Blanchard über die Mißstände in der französi« scheu Landesverteidigung. Die Luftwaffe sei unzu» reichend und nicht für Zusammenarbeit mit der Ar- geschult gewesen. Die Armee habe mit den ihr Zur Verfügung stehenden Tanks mangels geeigneter Ausbildung nichts anfangen können, und schließlich seien keine genügenden Tank- und Flugzeugabwehr­waffen zur Verfügung gewesen. General Game« lin wandte sich gegen eine Behauptung Mittel» Hausers über einen Mangel an Offizieren und stellte sest, bie französische Armee habe zu Beginn des Krieges 4000 Offiziere mehr besessen als die deutsche. Mittelhauser erklärte dann:Dieser Krieg war M uns eine technische Ueb er ra schung." Die Schaffung eines selbständigen Luftfahrtministeriums durch Luftfahrtminister Cot sei kein Vorteil gewesen. Die Einteilung Frankreichs in Luftregionen sei lediglich ein Bluff gewesen. Zu einer Zusammen­arbeit der Luftwaffe mit der Armee sei es über­haupt nicht gekommen. General Re quin sagte aus, in den letzten zehn Jahren vor dem Kriege habe sich der Kommunismus in der Armee verheerend ausgewirkt. Bei einem Soldatenaufruhr in Bordeaux 1936 habe er sich geschämt, daß eine Derartige Meuterei in der französischen Armee statt- finden konnte. General Francois erklärte, 1918 seien deutsche Tankangriffe im Sperrfeuer der fran= Zofischen Batterien zusammengebrochen, und der Himmel sei mit französischen Flugzeugen angefüllt gewesen. 1939 aber sei der Himmel mit deutschen Maschinen angefüllt gewesen und Frankreich habe keine Artillerie gehabt, um den Sturm der deut­schen Panzerdivisionen zu brechen.

Ihnen Abbeg das nicht gesagt? Es stand von vorn­herein fest..."

Und der Generaldirektor erhob sich, um Glas und Teller von neuem zu füllen.

Auutenlang blieb Fehr allein. Er spürte seinen Fehlschlag. Er sah die Herren in den vollgequalni- ten Zimmern hin und her gehen- Koch in grünem langschößigem Uniformrock Demblin Wulf- Ollendahl. Wo blieb Fontana?

Wo blieb Fontana?

Plötzlich fühlte er, wie ihm eine Hand kalt ans Qriff, wie sie sein Herz gewalttätig zwischen me Finger nahm und preßte. Die Bewegung war fa. stark, daß er für einen Augenblick die Augen schloß und das Blut in den Schläfen sieden hörte.

Wo blieb Fontana?

War es nicht möglich Herrgott Im Himmel! -7 öaß er die Gelegenheit benutzte diese Abend­stunden, da er Marion allein wußte?

Bei dem Gedanken stand Fehr entschlossen aus pem Sessel auf. Telephonieren? Marion unter rrgenbemem Vorwand ans Telephon rufen? ... Das hatte keinen Sinn. War Fontana im Schloß, Dann mar alles klar vor allem das eine klar, daß sie ihm es nicht erzählen würde! Und also!

Ein geheimer Instinkt flüsterte ihm zu, daß er handeln müsse. Daß die Gelegenheit,zuzupacken » nie wieder so günstig käme ...

Er trank sein Glas aus, setzte es hin und ging guer durch das Zimmer auf Abbeg zu, der, dis Zigarre zwischen den Fingern, mit dem Landrat sprach:

,r2ch werde mich leider heimlich drücken müssen, lieber Herr Abbeg", sagte er leise, indem er ihn beiseite nahm:Weiß der Kuckuck, ich bin heute gar nicht gut in Form ... Habe schon bett ganzen Tag nut dem Herzen zu tun ... Eigentlich hätte 'ch gar nicht kommen sollen ... Nehmen Sie mit Dem guten Willen vorlieb. Ich verschwinde ganz leise,, ist Ia um diese Stunde noch keine Gefahr, daß es einen allgemeinen Aufbruch gibt

(Fortsetzimg fügt)

Der feurige Ofen

Noman von Hans von Hülsen

43. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Donnerwetter!" machte Fehr und sah in die­sem Auaenblick, daß Forstmeister Koch In seiner grünen Uniform den bereits ziemlich vollgequalm- ten Raum betraf:Gleich drei Jahre allerhand! Oer warum mußte Der Schöps auch auf den Jäger schießen! Und Nummer zwei, Herr Landrat?"

Abbeg trat hinzu und stützte sich lauernd auf die Lehne von Fehrs Klubsessel.

Nummer zwei? Sozusagen dienstlich. Die Guts- dezlrkskommission tritt am 22. zusammen. Mittwoch gestern in einer Woche. Vier Uhr nachmittags, im ßanbratsämt Bitte, vergessen Sie es nicht' Sie kriegen natürlich noch schriftliche Einladung."^

Der Forstmeister kam, um seinen Chef zu be­grüßen und sich mit Generaldirektor <5d)ütte be­kanntmachen zu lassen.

Sind wir jetzt komplett?" fragte Fehr, den Kopf zuruckbeugend zu Abbeg hinüber:Mehr gehen ja in Ihr Schmuckkästchen gar nicht 'rein! Uebriqens hub'ch gelungen. Der Bau, ich gratuliere!"

Zlbbeg hatte Die Augen über die Anwesenden gleiten laßen.

Soweit ich sehe, fehlt nur noch Herr Fontana. Na, die Herren Künstler nehmen's nicht so genau. Ich persönlich habe Hunger wie ein Wolf'"

Und er faßte Fehr vertraulich-unterm Arm und zog ihn durchs Zimmer auf die breite Schiebetür Zu, die sich eben wie von Zauberhand öffnete. , Ver­gessen Sie übrigens nicht, mit dem Generaldirektor m Ihrer Sache zu reden. Wenn diese Potentaten gut gegessen und getrunken haben, sind sie zu allem fähig!" Und er machte Front gegen seine Gäste, klatschte in die Hände und rief:Meine Herren die sieben fetten Jahre finden nebenan statt!"

Nebenan das hieß im Speisezimmer. Dort

Irlands Verteidignngsbereitschast.

Dublin, 18. März. (DNB.) Am Sf. Pafricks- fag. dem Namenstag des irischen Nationalheiligen erklärte Ministerpräsident d e Valera, daß ein gemaltiaer Kampf vor sich gehe, dessen Ausgang das Leben vieler Menschen in vielen Ländern, ja vielleicht für Jahrhunderte bestimmen werde. Wel­ches Geschick diese Zeit Irland bringen werde, könne kein Mensch sagen. Aber die Zukunft werde so sein, wie sie das irische Volk durch Mut und Klugheit, Weitsicht und Tatkraft sich selbst gestalten. werde. Erne Natton, die am Leben bleiben wolle, müsse sich mit Härte und eiserner Disziplin wappnen, um Opfer bringen zu können. Niemand könne die Ir­land drohende Gefahren verkennen.Wir haben den Willen, uns im Falle eines Angriffes zu ver­teidigen. Wir sind es unseren Kindern schuldig, das zu erhalten, was mir gewonnen haben." De Valera betonte, er könne nicht umhin, jene verhängnisvolle Teilung Irlands zu bedauern, Die Die Ge­filde von St. Patrick und Die Stätten seines Wir­kens von dem Hauptteil des Volkes trenne. Diese unnatürliche Verstümmelung stehe der wirksamen Verteidigung der irischen Insel als auch freund- chaftlichen Beziehungen zu dem Volk der benach­barten Insel entgegen.

Die bolschewistische lleberfluiung Irans

Adan a 19. März. (DNB. Funkspruch.) Im Iran etzen die Bolschewisten ihren Vormarsch über die vertraglich festgelegte Demarkationslinie Urmia- SeeElburs-Meschhed hinaus immer weiter fort. Sie Sowjetregierung hat den Engländern denVor- chlag" gemacht, den Sowjets eine neue Linie Disful Isfahan Yet-Schar Jbal afgha- nifche Grenze einzuräumen. Sowjettsche Truppen, denen bolschewistische Agitatoren vorausgingen, sind bereits^,im Kurdengebiet zwischen Sulei- manya-Chamakin eingetroffen. Im Choramscha (Muhammera am Schatt el Arab) ist eine siebzig- köpfige sowjetische Abordnung eingetroffen. Die Sowjets bereiten bereits die militärische Besetzung des gesamten westlichen CanDgebietes des Irans bis zum Persischen Golf vor.

Brotgetreide für das griechische Volk.

mung zu bezeichnen.Die Ernennung Mac Ar­thurs", so sagt Reuter,wird in Australien als gleichbedeutend mit einer Annahme der Vorschläge Australiens und Neuseelands hinsichtlich des zukünf­tigen Sitzes des Pazi f ik-Kr i egsr a tes ange­sehen, seine Verlegung nach Washington wird von der austtalischen Regieruna betrieben." Reuter versucht Diesen neuen Vorstoß Roosevelts dadurch abzumildern, daß er Der britischen Öffent­lichkeit vor Augen führt, daß, da doch die Kämpfe in diesem Raum von Australien und Den USA. ge­führt würden, esunpraktisch" sei, die Beratungen dieses Kriegsrates in London abzuhalten. Um das Maß Der bitteren Pillen, die Das englische Volk schlucken muß, voll zu machen, muß Reuter jetzt auch die Ernennung des USA.-Generals George H. Brett zum stellvertretenden Oberbefehlshaber im Südwest­pazifik bekanntgeben. Brett befehligte bisher Die USA.- Truppen in Australien. Ihm wurde auch das Kom­mando über Die Luftwaffe in diesem Gebiet über­tragen.

Tokio, 18. März. (Europapreß.) Der Sprecher der japanischen Regierung richtete an Australien eine neue Warnung. Er nahm Bezug auf eine Aeußerung des früheren Generalgouverneurs au: Java, Starkenborg, der in einem Presseinter- oiem am ,17. März erklärt hatte, daß, wenn er nach seinen eigenen Wünschen hätte handeln können, das Mißgeschick Niederländisch-Jndiens zu vermeid en gewesen wäre. Eine friedliche Lösung der schweben­den Probleme mit Japan hätte gefunden werden können.

r 1?- März. (DNB.) Der Führer ver­

lieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz an Kapitänleutnant sauer, der als Unterseebootskommandant bisher insgesamt 18 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 101 000 BRT, Darunter neun Schiffe von 52 000 vor der amerikanischen Küste versenkte: ser- ner an Oberst K o s z m a l a, Regimentskommandeur und Hcmptmann Christel, Kompanieführer in einem Baubataillon. Oberst Koßmala hat eine Infanteristen bei Der Verteidigung eines l Stutzpunktes im Raume südlich des Ilmensees trotz schwerer Entbehrungen zu zähestem Widerstand