Vorbereitung für die Reifeprüfung
Sonderkurse durch KdF.
In die Kurse werden ausgenommen Volksgenossen und Volksgenossinnen im Alter von 18 bis 35 Jahren, die bereits im Berufsleben stehen. Bedingung für die Aufnahme ist ein mindestens gutes Ab- aangszeugnis der Volksschule und das Bestehen einer Aufnahmeprüfung. Dann werden die Betreffenden in vier Jahre umfassenden Abendkursen in allen Unterrichtsfächern der höheren Schule unterrichtet. Ein einjähriger Vorkursus soll den wesentlichen Unterrichtsstoff der Mittelstufe einer Oberschule behandeln, die drei weiteren Jahre dienen der Erlernung des Unterrichtsstoffes, der auf der Oberstufe einer höheren Schule verlangt wird.
Die Lehrfächer sind: Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Englisch und Latein. Dabei wird es möglich sein, Hörer, die in einzelnen Fächern schon Vorkenntnisse besitzen, vom Belegen dieser Fächer zu befreien. Am Ende jedes Lehrganges finden Jahresabschlußprüfungen statt, deren Bestehen Voraussetzung für das Belegen des Faches im nächsten Jahr ist. Will jemand in einen späteren Lehrgang eintreten, so hat er die Abschlußprüfung, die vorhergeht, mitzumachen. Hat der Teilnehmer die letzte Jahresabschluhprüfung bestanden, dann wird er zum Ablegen der Reifeprüfung als Nichtschüler gemeldet. Nach bestandener Reifeprüfung wird er für sein weiteres Studium in jeder Weise gefördert.
Die Kurse, die im Rahmen des Volksbildungswerkes der NSG. Kraft durch Freude" zunächst nur in Gießen laufen, sollen im April beginnen. Für die Anmeldung und jede weitere Auskunft wende man sich an die „NSG. „Kraft durch Freude", Gießen, Schanzenstraße 18.
in mehreren Kreisstädten durchgeführt wurden/ haben gezeigt, daß nur der gesunde und in jeder Hinsicht vorbildliche Hitlerjunge mit dem festen Willen zum Land ausgenommen werden kann. Begeistert erwarten die Jungen ihren Einsatz, und selbst die ängstlichen Einwände mancher besorgter Eltern konnten im Rahmen der Beratungen widerlegt werden. Sie wissen, daß ihre Kinder den rech» ten Beruf erwählt haben. Wer sich heute noch nicht entschieden hat, der soll so schnell wie' möglich seinen Entschluß fassen und die Anmeldung zum Landdienst beim Arbeitsamt oder beim zuständigen HJ.-Bann abgeben. Noch ist es Zeit!
Die Volksschulen in Hessen.
Aus Anordnung des Reichsmimsteriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wurde für das Schuljahr 1940/41 eine allgemeine Erhebung über die Volksschulen im Deutschen Reich durchgeführt, deren Einzelergebnisse jetzt vom Statistischen Reichsamt veröffentlicht werden. Danach waren im Lande Hessen 961 Schulen mit 157 246 Schulkindern vorhanden. Es entfielen auf die einzelnen Stadt- und Landkreise:
Stadtkreise: Darmstadt 15 Schulen (3885 Jungen, 3923 Mädchen), Gießen 5 Schulen (1691 I., 1731 M.), Mainz 21 (6961 I., 6745 M.), Offenbach 12 (3632 I., 3545 M.), Worms 7 (2599 I., 2584 M.).
Landkreise: Alsfeld 83 (2748 I., 2792 M.), Alzey 60 (3218 I., 3217 M.), Bergstraße 89 (6585 I., 6583 M.), Dingen 38 (3386 I., 3272 M), Büdingen 97 (3813 I., 3641 M ), Darmstadt 35 (3295 I., 3330 M.), Dieburg 51 (4205 I., 4130 M ), Erbach 82 (3082 I., 3022 M), Friedberg 71 (5027 I., 4939 M.), G i e ß e n 82 (4222 I., 4206 M ), Groß- Gerau 30 (4350 I., 4329 M), Lauterbach 68 (2170 I., 2123 M.), Mainz 39 (3249 I., 3281 M.), Offenbach 31 (5456 I., 5629 M.), Worms 45 (5409 I., 5241 M.). ________________
Hausgehilfinnenpriifung in Gießen.
gfs. Am 13. und 14. März herrschte in den Räumen der Mädchenberufsschule reges Leben. Zwölf hauswirtschaftliche Lehrlinge und eine' Hausgehilfin mit mehrjähriger Praxis wollten in einer Prüfung beweisen, was sie im Haushalt gelernt haben. Es war eine Freude, den Mädchen bei der Arbeit zuzusehen. Es wurde gekocht und gebacken, gebügelt, gestopft und geflickt. In einer Niederschrift zeigten die Mädchen, daß sie über die Arbeit im Haushalt auch nachdenken und ihr Tun begriffen haben. Außerdem lösten sie einfache Rechenaufgaben aus dem Gebiet der Hauswirtschaft. Unter dem Vorsitz der Rektorin wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenwerk die Prüfung von der Mädchenberufsschule durchgeführt. Die hauswirtschaftlichen Lehrlinge waren während ihrer zweijährigen Lehrzeit in Familienhaushaltungen untergebracht, die vom Deutschen Frauenwerk als Lehrhaushalt anerkannt find. Zum Prüfungsausschuß gehört auch eine erfahrene Hausgehilfin, die der Fachgruppe Hausgehilfin in der DAF. angehört. Alle Prüflinge haben die Prüfung bestanden. Die meisten Mädel haben den Wunsch, weiter in der Hauswirtschaft zu arbeiten, und man darf hoffen, daß sie tüchtige und einsatzbereite Hausgehilfinnen werden, an denen die kinderreiche Mutter eine gute Stütze hat, und die später im eigenen Haushalt einmal die Arbeit als Hausfrau gut meistern werden.
Die Schlüsselabgabe bei der Reise.
Wenn jemand verreisen muß, entsteht im Hinblick auf die notwendigen Luftschutzmaßnahmen die Frage der Uebergabe der Wohnungsschlüssel an den Luftschutzwart. In der „Sirene" wird die häufig aufgetauchte Frage behandelt, wer den Schaden ersetzt, der infolge einer solchen Schlüsselabgabe in der Wohnung z. B. dadurch entsteht, daß etwas abhanden kommt. Wird es während des Flieger
Die NSG. „Kraft durch Freude, Abt. Dolksbil- dungswerk, in Gießen beabsichtigt, ähnlich wie dies in anderen größeren Städten des Reiches bereits in Angriff genommen wurde, Sonderkurse zur Vorbereitung für die Reifeprüfung einzurichten. Diesem Plan liegt der Gedanke zugrunde, daß nach diesem Krieg eine größere Lücke eintreten wird in dem Bedarf an leistungsfähigen Köpfen, denen die beste Schulung zuteil wurde. Alle in Frage kommenden Stellen sind aufgerufen, Mittel und Wege zu ersinnen, um den Zustrom zur Universität zu verstärken. Diesem Ziel sollen auch die geplanten Kurse dienen. Es ist zweifellos in allen Schichten unserer berufstätigen Bevölkerung noch kraftvolle Jntelli- genr vorhanden, auf die im Sinne der geschilderten Ziele nicht verzichtet werden kann und die für die Sonderkurse in Betracht kommen. Es gilt in diesen Kursen, der Universität aus den Kreisen der aufstiegwilligen berufstätigen Männer und Frauen hochwertigen Nachwuchs zuzuführen.
Die Kurse wollen wirklich begabten Volksgenossen, denen aus irgendeinem Grunde keine ihren Anlagen entsprechende.Bildung zuteil werden konnte, zu einer vertieften Ausbildung ihres Geistes verhelfen. Es sollen sich daher nur solche Volksgenossen melden, die den festen Vorsatz haben, in steter Einsatzbereitschaft wirklich ernste Arbeit zu leisten. Die Kurse wollen nicht denen einen Ersatz bieten, die einst auf der Schule das Ziel nicht erreicht haben. Jeder, der sich meldet, muß sich innerlich selbst prüfen, ob er den ernsten Willen und die nötige Kraft zum Durchhalten aufbringen wird. Dann aber winkt ihm auch das schöne Ziel, ausgenommen zu werden in die Reche führender schaffender deutscher Menschen.
alarms notwendig, die verlassens Wohnung zu betreten, und ereignet sich bei dieser Gelegenheit ein Diebstahl oder eine Sachbeschädigung, dann hat der Geschädigte nach der Kriegssachschädenverordnung einen Entschädigungsanspruch an das Reich. Liegen die Voraussetzunaen dieser Verordnung nicht vor, dann kann der Geschädigte sich nur an diejenigen halten, die ihm auf Grund des Bürgerlichen Gesetzbuches zum Schadenersatz verpflichtet sind, also an den Täter, wenn er ihn ausfindig machen kann, oder an den Verwahrer der Wohnungsschlüssel, der deren mißbräuchliche Benutzung durch eigenes Verschulden ermöglicht hat. Wenn also jemand seine Wohnungsschlüssel vor der Abreise abgeben will, was aus Erfahrungsgründen sehr zweckmäßig ist, so tut er gut, den Empfänger darauf hinzuweisen, daß er mit den Schlüsseln sehr sorgfältig umgehen solle. Am besten ist es, die Schlüssel im verschlossenen Briefumschlag abzugeben, damit sie tatsächlich nur im Ernstfall benutzt werden.
Landkreis Gießen.
# Mainzlar, 18. März. Bei Gastwirt Müller fand die Jahresschlußversammlung unseres G e - sangvereins statt. Nach der Totenehrung erstattete Vereinsführer Ludwig Fuchs den Jahresbericht und an Stelle des verhinderten Rechners Wilhelm Sommer die Rechnungsablage. Die Kassenlage geht in Ordnung, dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der gesamte Vorstand blieb im Amt.
* Treis a. b. Lumda, 19. März. Im Laufe des gestrigen Tages gelang es, die kleine Elisabeth Göbel, die beim Spielen in einen Wassergraben gefallen und von dem Wasser in den unmittelbar bei der Unfallstelle beginnenden 120 Meter langen Abflußrohrkanal gedrückt worden war, aus der Rohrleitung zu bergen. Der tragische Tod des Kindes sollte allen Eltern eine erneute Mahnung sein, ihre Kinder vor dem Spielen an Wasserläufen, auf Fahrbahnen usw. eindringlich zu warnen.
£ Holzheim , 19. März. Am Freitag, 20. März, können die Eheleute Wilhelm Friedrich Laux und Frau Dorochea, geb. Laux, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Jubilar ist 71 Jahre, seine Frau 69 Jahre alt. Beide sind noch sehr rüstig und helfen ihren Kindern eifrig in der Landwirtschaft mit. Wir gratulieren recht herzlich.
Von einem vorüberfahrenden Güterzug erfaßt.
LPD. Limburg, 18. März. Ein seit acht Tagen im PosthilfSdienst beschäftigter älterer Mann wurde auf dem Bahnhof Villmar von einem vorüberfahrenden Güterzug gestreift und am Kopfe er. heblich. verletzt. Ferner erlitt er einen Beinbruch. Man brachte' den Verletzten ins Krankenhaus, wo er nach wenigen Stunden verstarb.
Verdunkelungszeit:
19. März von 20.32 bis 6.56 Uhr.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
217.100, Gießen. Der Vertrag über die Annahme an Kindes Statt kann wie jedes andere Rechtsgeschäft angefochten werden (Irrtum, arglistige Täuschung usw.). Außerdem kann er durch Vertrag zwischen dem Annehmenden und dem 'angenommenen Kinde jederzeit aufgehoben werden (§ 1768 des Bürgerlichen Gesetzbuches). Das Gesetz vorn 12. April 1938 über die Aenderung und Ergänzung familienrechtlicher Vorschriften gibt weiterhin die Möglichkeit, das durch die Annahme an Kindes Statt begründete Rechtsverhältnis durch gerichtliche Entscheidung aufheben zu lassen, wenn wichtige Gründe in der Person des Annehmenden oder des Kindes die Aufrechterhaltung des Annahmeverhältnisses sittlich nicht mehr gerechtfertigt erscheinen lassen. Ob in Ihrem Falle insbesondere die letztere Möglichkeit gegeben ist, läßt sich ohne Kenntnis der näheren Einzelheiten nicht beurteilen.
Aus der Giadi Gießen.
Säuglinge.
Im Entbindungsheim liegen die Wöchnerinnen hier, die Säuglinge dort. Wenn es Zeit ist für die kleinen Dälglein, genährt zu werden, so daß sie schwellen, quellen und gedeihen können, dann geht die Schwester und holt aus der Kinderei das Kind, bringt es der Mutter und überläßt es ihr. Nachher wird das Kind wieder abgeholt und kommt in die Kinderei zurück.
Es sind ihrer viele, die dort liegen. Können sie nicht verwechselt werden? Das können sie nicht, denn sie haben ihre Namen. Der Name steht auf einem Schild über dem Bettchen, außerdem ist ihnen ein Namensschild auf den Bauch gebunden.
Da liegen sie nun, meist schlafend, alle noch sehr zart, sozusagen quallenhaft atmend, und trotzdem sind sie schon... Sie fmi) Meyer, Kowalik, Hotten- rodt, Bieneberg, sogar Schulze sind sie. Säugling Schulze!
Das wissen sie noch nicht. Sie werden es erst später zu wissen bekommen, wenn sie aufgerufen werden, sei es in der Schule, sei es auf dem Wehrbezirkskommando ... Meyer, Kowalik, Hottenrodt, Bieneberg, Schulze I, Schulze II.
Davon ahnen sie jetzt nichts. Sie liegen nur und schlafen. Ihnen macht es nichts aus, daß sie von der Behörde (denn das ist das Entbindungsheim) als Meyer usw. behandelt werden. Jenseits dieser Einteilung sind sie Bubis, Püppchen, Ottchen, Die- terchen und Schnuckis. Sie gucken unsagbar vertrauensvoll auf die Welt, viele lächeln sogar. Wogegen dann freilich nichts hilft. Also —? Du nickst ihnen zu und sagst nichts mehr.
Alle, wie sie daliegen, sind Tatsachen, und sie werden einmal groß werden. Alsdann schaffen s i e Tatsachen! Sie! Diese da, die Gewickelten! Meyer, Kowalik, Hottenrodt, Bieneberg, Schulze I, Schulze II. Du aber, der du heute dies denkst und ihnen vielleicht ein Hottepserd ober einen Baubau schenken möchtest, oder neue Windeln, da der Verbrauch rasend ist, du bist alsdann alt.
Felix Riemkasten.
HHemeinM M firaft öutffl Me
SdF.-Sporlkurs:
„Fröhliche Gymnastik und Spiele" für Frauen
jeden Donnerstag, von 20.00 bis 21.00 Uhr Schillerslhule, Schillerstraße. 956D
Oie Wertscheine
für das Kriegs-WHW. 1941/42.
Der Reichsbeauftragte für das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 gibt folgendes bekannt: Die Gültigkeitsdauer der Wertscheine für das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 wird bis zum 30.4. verlängert, der Betreute kann die Wertscheine auch noch im Monat April in Zahlung geben. Gleichzeitig werden die Einlösungsfristen der Wertscheine wie folgt geändert: 1. Bis zum 31.5.42 Einlösung der Wertscheine durch den Einzelhandel bei den Banken. 2. Bis zum 15. 6.42 Abgabe der Wertscheine durch die Banken bei ihren Zentralstellen. 3. Bis zum 30. 6. 42 Abrechnung der Wertscheine durch die Zentralstellen beim Reichsbeauftragten für das WHW.'
»pflüg mit, Kamerad!-
NSG. In den letzten Wochen und Monaten wurde eine intensive Nachwerbung für den Landdienst der Hitler-Jugend durchgeführt. Tausende von Jungen und Mädeln im Reich haben sich für diese vorbildliche ErM)Ungsgemeinschaft bereits gemeldet. Auch in unserem Gebiet wartet eine große Zahl von Anwärtern auf die Einberufung zum Vorschulungslehr- gang, der der Einweisung in die Landdienstlager vorausgeht. Die Mustcrungsappelle, die inzwischen
Die Seinen geborgen zu wissen
stärkt den Willen zur Tat — Erfolgreiche Männer haben ihr Leben versichert!
SYlarika SR.ökk
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[ ß^wflellqueHe Karisl'pruttel
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IRIN ER AL MÜNCHEN J 27/547
Im Vorprogramm: Die Deutsche Wochenschau
Heute Donnerstag Wiederaufführung
Lichtspielhaus
Tägl. 2.30,4.45,7.30 So. 2.00,4.30, 7.30 Uhr
Jugendl. unter 18 Jahren haben keinen Zutritt
Kora
Terry
mit Josef Sieber, Will Quadllieg, Will Dohm, Flocklna v. Pisten, Herbert Hübner, Hans Leibeit, Ursula Herklng, Franz Schafheltlln SPIELLEITUNG: GEORG JACOBY
SMlWs Bow Wen
Ab sofort sind die
Wannen' unö WeOMteUungen
Freitags und Samstags von 10 bis 19 Uhr durchgebend geöffnet.
Kassenschlutz eine halbe Stunde vorher. __958 d
tinh Diihtriiinhö unterrichten Sie sich am besten mit den allgemeinverständlichen Büchern des llPplf 2iütUn®UB UIW ♦lüiuriunpc Hugo Bermühler Verlages, Derlin-Lichterfelde. Ditte verlangen Sie noch heut« von Ihrem Gießener Buchhändler da, ausführlich bebilderte Werbeblatt Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher"
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