Einzelbild herunterladen

Ifefffe

in der

tr ei"

(Nachdruck verboten.)

19. Fortsetzung.

t

Die Abwehrschlacht im Osten

28 Sowjetpanzer zerstört, 51 Flugzeuge abgeschoffen.

fens mit seiner Kumpanei der höchsten Stellen in den Niederlanden der Totengräber der alten Nie­derlande geworden,- denn die Königin der Nieder­lande wußte um die Attentatsabsichten ihres Außen­ministers gegen den Führer und andere National­sozialisten! Die Nemesis hat prompt gearbeitet Die Weltgeschichte ist auch in diesem Falle das Welt­gericht.

Sie las den Brief gar nicht noch einmal durch, fügte einen Hundertmarkschein bei (den letzten au4 dem Bündel, das Fehr ihr in Wernigerode ge­geben), und schloß den Umschlag.Herrn Bankier von Brätel, Mainz, Hauptpostlagernd."

Der Pckrtier übernahm es, abermals gegen ein gutes Trinkgeld, dem drohenden Wetter zum Trotz, soglsich einen Boten nach Aanetendorf abzufer­tigen und den Brief auf dem Postamt einjchreiben zu lassen.

Mi d-r. S « nor.jugita) * mit Butter !, D« W» 4ti - ebenso Welchen mih) Hsrinerung nm ine beträufelt, gtz beim Drot, *n Mineralstoi j. und Phosck Havert so rid jammen mit beralsW me Mm, Kols! Suren und Ba1 fchie Sesundhc Mwichtigen ! rin laßt sich b siue und Karto * dm mii rt das ist der G Blatter in gut fchmecker

Men anderen b Waifyshinu.

-4

Einzelne britische Bomber unternahmen vergangenen Nacht wirkungslose Störangriffe aus

Der feurige Gfeu

Roman von Hans von hülsen

Motu

fen. Der Ministerpräsident wiederholte, daß der] Krieg er st jetzt begonnen habe, und for-1 derte die Japaner auf, ihre Anstrengungen auch» weiterhin mit denen Deutschlands und Italiens 5111 vereinen, bis die Feinde der Achsenmächte auf die» Knie gezwungen seien.

Zum zweiten Male in seiner RegierungszeitI dankte der japanische Kaiser persönlich für] die Huldigungen, die ihm von der Bevölkerung] entgegengebracht wurden. Am Mittwoch um 14 UhrV zeigte sich der Tenno den Massen, die in end-1 losem Zuge an seinem Palast vorbeizogen, um ihmg anläßlich der Einnahme Schinantos (bisher Singa-V pur) zu huldigen. Die Tokioter brachen in begeisterte! Banzairufe aus, als der Tenno auf seinem weißen! Lieblingspferd vor dem Palast erschien. Kurze Zeit! später traten auch die übrigen Mitglieder der tabl serlichen Familie vor das Schloß und wurden eben.] falls stürmisch gefeiert. Eine solche Zeremonie hall sich bisher erst ein einzigesmal ereignet, nämlich I nach der Eroberung Hankaus am 28. Oktober 1938.1

ßd gibt keine Kompromisse!"

Tokio, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Auf der! Gedenkkundgebung im Hibiya-Park nahm auch der! Sprecher der japanischen Marine, Kapitän Hi-I r a i d e, das Wort. Er betonte, daß es notwendig! sei, den Feind endgültig niederzuwerfen. In diesem 1 Kriege gebe es keine Kompromisse! Japan! werde sich durch die augenblickliche Untätigkeit des! Gegners nicht täuschen lassen. Die jahrhundertelange! englisch-nordamerikanische Vorherrschaft in Ostasienj müsse zusammenbrechen.

Indien nach dem Fall Singapurs.

Bangkok, 18. Febr. (DNB. Funkspruck.) Derj Fall Singapurs hat in Indien, besonders in den am Indischen Ozean gelegenen Städten,s Nervosität verursacht. In Madras werden von Donnerstag 14 Uhr bis Freitag mittag militärisch; < Hebungen abgehalten, die sich über verschiedene Stadtteile erstrecken. Der britische Gouverneur von Madras bezeichnete die Lage für Madras alij ernst und ersuchte alle Personen, die keine Be^ schäftigung haben, die Stadt bereits jetzt zu der«' lassen. Die Regierung von Ceylon hat Maß­nahmen getroffen, um ab 5. März alle Frauen unb1 Kinder aus Colombo zu evakuieren.

Hilferuf an Australien.

Professor Strakonitz wischte sich den Schweiß von der wulstigen Stirn und zog den weißen Mantel aus. Dabei fiel ihm die Karte ein, die er vorhin, im Begriff, in den Operationssaal zu gehen, in Ge­danken schon ganz mit demFall" beschäftigt, acht­los in die Tasche gesteckt.

Ulla!" rief er durch die Tür. Ulla sterilisierte nebenan mit einer anderen Schwester Instrumente.

Höre, Ulla: im Sprechzimmer sitzt ein Besuch. Hab' ihn total vergessen. Faust-Zitat: .Der arme Knabe wartet lange, der kann nicht ungetroster gehn. Bescheide ihn gütigst, daß er sich gedulden muß, bis ich meine Visiten absolviert habe. An­sonsten nach Belieben.-

Ulla ging den blendend weißen Korridor entlang. Die Knie wankten ihr ein wenig. Dieser Tag wat anstrengend gewesen, hatte ausnahmsweise schon um sechs Uhr früh mit einer dringenden Operation begonnen: jetzt sank draußen bereits die Dämmerung

(FoMtzun- folgt,)

Mi Ms*. fe,s $ü ra einem LLfw® ,

fei«, Kitten d->

fela*eln(

"'n

L1I5 wWj Em leh- 9' Ei tonn, M t/ etwas jußlld E* «iic»!

nordwestdeutsches Küstengebiet.

Weitere bolschewistische Verbände eingeschloffen.

Berlin, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Außer der im Mittwochbericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemeldeten Vernichtung einer bolsche­wistischen Kampfgruppe in der Mitte der Ostfront ist die Einschließung weiterer bolsche - wistischer Verbände und ihre Vernich­tung im Fortschreiten. Am 16.2. wurde im mitt­leren Frontabschnitt der Ring um bolschewistische Kräfte, die schon seit mehreren Tagen eingeschlossen sind, weiter verengt, wobei unter schweren feind­lichen Verlusten der verzweifelte Widerstand der eingeschlossenen Bolschewisten niedergekämpft wurde. Von mehreren Seiten her drangen in den Kämp­fen des 15. und 16. 2. deutsche Stoßtrupps mit Un­terstützung durch Sturmgeschütze in den Einscblie- ßungsraum vor und vernichteten zahlreiche bolsche­wistische Stellungen und Widerstandsnester, so daß der Feind zu weiterem verlustreichen Zurückweichen auf die Kesselmitte gezwungen wurde.

Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe griffen am Dienstag gleichfalls mit gutem Erfolg in die Erdkämpf^ ein und belegten feindliche Angriffsvor- bereitungen, Artilleriestellungen und Infanterie­kolonnen wirksam mit Bomben aller Kaliber. In der Mitte der Ostfront wurden wiederum 89 be­spannte Schlitten, 94 Lastkraftwagen, mehrere Flakgeschütze, drei Panzerkampfwagen, 183 Fahr­zeuge verschiedener Art und fünf Lokomotiven des Feindes durch gutgezielte Bombenwürfe vollständig vernichtet.

Ich verstehe nichts von alledem, was du sagst, Papa!"

-Nie werd' ich den Tag vergessen, Marion! Als er zu mir kam ins Privatkontor. Er hatte deinen Brief in der Hand, immerfort schlug er mit der flachen Hand darauf so'., seine Augen gingen, als wär' er irrsinnig. War's wohl auch. Und er schrie mich an:Jetzt ist die Rücksichtnahme zu Ende, Brakel, jetzt sehn Sie sich vor! Ich höre noch heute, wie seine Stimme überkippte ..."

Sie dachte einen Augenblick nach.

lut mir leid, Papa. Aber auch wenn ich's hätte vo'raussehen können, ich hätte nicht anders gehan- freit. Dies mußte einmal zu Ende sein. Es war so unwürdig geworden. Direkt schmutzig kam ich mir vor. Vergiß nicht, daß ich wußte ..."

Was wußtest du?"

Daß alles mit deinem Wissen geschah. Daß er mich sozusagen gekauft hatte. Oder vielmehr: daß ich für dich bezahlte .. ."

Marion! Um Gottes willen, was redest du?^! Weil du das glaubtest, ging'ft du weg? Marion?

Wär's nicht Grund genug gewesen? Aber soviel anderes kam hinzu ..."

Der Vater antwortete nichts. Sein Ton war ruhig, als er endlich sagte:Du weißt also nicht, wo Abbeg ist?"

Nein. Ich weiß nichts mehr von ihm « das Vergangene vergangen sein, Papa. Es ist oas beste. /

Vergangen?" schrie er ihr ins Gesicht.Aber das ist ja das Furchtbare, daß es nicht vergangen ist und nie vergeht! Und dafür muß er büßen * da flibt's kein Pardon!"

Oer Wehrmachiberichi.

DNB. Mus bem Föhrerhauptquarlier, 18. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m mittleren AbschuiitAr Ostfront wurde eine weitere Kräftegruppe o« Gegners von ihren Verbindungen abgeschnitten und vernichtet. Zahlreiche Gefangene, elf Geschütze, viele Maschinen­gewehre und große Mengen an sonstigem Kriegs­material fielen in unsere Hand. Mehr als 1000 Tote des Feindes wurden auf dem Gefechtsfeld gezählt.

Die Luftwaffe setzte zur Unterstützung des Heeres vor allem im Mittel- und Nordab­schnitt der Ostfront starke Verbände von Kampf-, Sturzkampf- und Jagdflugzeugen ein. Sie zersprengte mehrere feindliche Kolonnen und ver­nichtete große Mengen an rollendem Material.

Bei den gestrigen Kämpfen wurden 2 8 feind­liche Panzer vernichtet und 51 Flugzeuge des Gegners abgeschoffen.

Vor der englischen Ostküste beschädigten Kampfflugzeuge am Tage ein kleineres Handels­schiff. Weitere Lustangriffe richteten sich gegen Ver­sorgungsanlagen des Hafens Great Yarmouth.

In Nordafrika Mufflärungstätigteif im Raum südostwärts LI Mechili. Zehn britische Pan- zerspähwagen wurden abgeschossen. Verbände bet deutschen unb italienischen Luftwaffe bombarbierten Tobruk sowie einen britischen Flugplatz unb griffen feinbliche Kolonnen mit Bomben unb Bord- roeffen an.

In ben Gewässern um Kreta würbe ein briti­sches Unterseeboot wahrscheinlich versenkt.

Für dich gibt's nur einen Weg. Zu Mama. Mag sie dir vergeben ich hab' es längst getan. Willst du zu ihr?"

Ich kann nicht! Ich kann nicht ich hab' ja nicht einmal das Reisegeld nach Olberville", fügte er zynisch auflachend hinzu.

Marion ließ ihn los. Lies zu dem kleinen Maha­gonisekretär, sperrte ihn auf. In diesem Augen­blick schlug die Pendeluhr in der Nische die vierte Stunde.

Hier hier hast du! Nimm's, nimm's, mach dir keine Gedanken, brauchst es mir nie zurückzu­geben! Fahr zu Mama, fang neu an, ein neues Leben! Aber fang's nicht mit Rachegedanken an! Und laß mich ... Gott im Himmel, nein, laß mich nie wieder von dir hören!"

Sie brachte ihn die Treppe hinunter. Schloß die Haustür auf. Kein Wort sprachen sie mehr mitein­ander. Durch die Glasscheibe sah sie ihn in der Dämmerung schwanken Schrittes, davongehen.

Marion riß sich hoch, das Zimmer lag im Halb- dunkel. Um Himmels willen. Fehr konnte ja um­gekehrt fein, mußte ja umgekehrt fein bei diesem pihen Wetterumschlag! Jeden Augenblick konnte er eintreten!

Rasch, rasch handeln!

Sie holte den Briefblock aus dem Koffer, schraubte den Füllfederhalter auf, schrieb:

Papa, ich sende dir, was ich geben kann es ist nicht mein Geld. Aber ich beschwöre dich bei meinem Leben, mir nie, nie wieder zu schrei- ben. Meine Bühnenlaufbahn hat ein jähes Ende gefunden, es ist alles ganz anders, als du denkst. Ich bin so froh, daß ein edler Mann mich aus dem großen Schiffbruch gerettet hat, und daß ich m wenigen Wochen feine Frau fein werde. Er weiß nichts von dir, und von allem, was einmal gewesen ist, und wüßte ers, er müßte jetzt noch zurucktreten. Darum nochmals: ich beschwöre dich, vergiß, daß Liu eine Achter HM schreib« mir M Da wurdest^

Nationalhelden der Vereinigten Staaten, am 22. Fe­bruar soll in diesem Jahr nicht gefeiert wer­den. Donald Nelson, der Leiter des Kriegspro- duktionsamtes, hat nach einer Meldung- aus Wa­shington alle Fabriken ersucht, am Geburtstag Georg Washingtons zu arbeiten.Die Ver­einigten Staaten kämpfen um ihr Le- b e n", erklärte Nelson.Wenn wir die Erzeugungs- schlacht verlieren, verlieren wir den Krieg."

Auf Cripps'Spuren...

AuchBansittart als Schrittmacher Moskaus.

Berlin, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Den täg­lichen englischen Haßausbrüchen von Cripps bis John Bull" rehte sich eine Rede würdig an, die der britische Staatssekretär Sir Robert Vansit- t a r t am Mittwoch in London hielt. Das über das zusammen geraubte Empire hereinbrechende Ver­hängnis hat den Themseplutokraten noch einmal die Zunge gelockert, und in ohnmächtiger Wut geifern sie ihre finsteren Pläne heraus. Auch Vansittarts Wunschträume, die bezeichnenderweise von der Moskauer Taß in großer Aufmachung ver­breitet werden, gipfelten in der Feststellung, daß es nach dem Kriegeeine Besetzung ganz Deutschlands von Seiten Englands und der Sowjetunion geben" werde. Deutschla md, so meinte Vansittart weiter, werde vollständig vernichtet werden. Die deut­schen Rüftungsfirmen müßten völlig zerstört und alle Deutschen unbewaffnet gehalten werden, damit die Abrüstung nicht wiedereine Farce" (!) würde. Der Staatssekretär schloß seinen echt britischen Haß- Ömit dem anmaßenden Hinweis, fraß die )enneu erzogen" werden müßten.

Wenn auch angesichts der militärischen Tatsachen solche Ausflüsse skrupellosen britischen Vernichtungs­willens nur noch lächerlich wirken können, so ist es doch immer wieder erschütternd, mit ansehen zu müssen, wie das einst weltbeherrschende England nach dem militärischen nun auch Den politi­schen Verstand verloren hat.

Oie Geburt eines neuen Asiens."

Tojo über den Fall von Singapur.

Tokio, 18. Febr. (DNB.) Auf einer Massen­versammlung im Hibiya-Park anläßlich der Feier des Falles von Singapur hielt Minister­präsident Tojo eine Ansprache, in der er be­tonte, daß die nationalen Anstrengungen für die Weiterführung des Krieges und die Schaffung eines neuen und größeren Ostafiens auch weiterhin durch-

des Erdöles vertraut. Aus dieser Zeit stammen wohl auch feine Beziehungen zum englischen Secret Service, der feit 1587 im Interesse Englands Mord- anschläge gegen alle Bekämpfer der britischen Machtopposition durchführte und dessen Untaten wäh­rend des Krieges nicht nur arabische Politiker und ägyptische Generäle mit Mord und Vergiftung trafen, sondern in aller Welt ihre giftigen Spuren hinterließen.

Die Verbindung der früheren höchsten Stellen der Niederlande mit dieser Mörderzentrale ist ubri- gens schon am 29. März 1940 bewiesen worden als der deutsche Reichsminister des Innern an Hand des uns in die Hände gefallenen Matenals nach­wies daß der Vertrauensmann der holländischen Königin, der Polizeikommissar van t'Sant in Rotterdam, gleichzeitig Vertrauter des holländischen Prinzgemahls, der zu seinem kostspieligen Leben das Geld des englischen Nachrichtendienstes ge­brauchte, die holländische Organisation des Secret Service aufgezogen hatte. Der Reichsmimster des Innern kam damals zu der Feststellung:Das eng­lische System kann nur wirksam arbeiten, weil es die restlose Unterstützung und Billigung seiner Ar­beit maßgeblichster amtlicher, militärischer und poli^ tischer Stellen Hollands und Belgiens genießt. Eine Unzahl von mit Namen aufgeführten Per- fönlichkeiten kennzeichnete die Verästelungen dieser Mordorganisation Englands mit amtlichen nieder­ländischen und belgischen Stellen. Unter anderem wurde bewiesen, daß der Leiter des holländischen Nachrichtendienstes, der Angehörige des holländi­schen Generalstabes von O o r s ch o t, für den bri­tischen Geheimdienst im Haag die Agentennummer 930 führte. Die Vertreter Englands in dieser hol­ländischen Geheimorganisation waren die Briten Major Stevens und Kapitän Best. Sie liefen im November 1939 dem Sicherheitsdienst un erer ji in die Hände und wurden an der deutsch-hollän­dischen Grenze bei Venlo verhaftet. Wie jetzt be­kannt wird, wurde pamals auch ein die beiden Mordagenten begleitender holländischer General­stabsoffizier dingfest gemacht.

Vor dieser Verhaftung also äußerte sich, wie der französische Gesandte Vitro lles seinem Mmister- Präsidenten Daladier berichtete, der niederländische Außenminister K l e f s e n s am 12. Oktober 1939 ihm gegenüber, er habe persönliche Beziehungen zu füh­renden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus und habe sich veranlaßt gesehen, diesen seine Dienste anzubieten. Dieseführenden Persönlichkeiten" hat­ten im Haag, um die Schurken aus ihrer Dunkel- fammer hervorzulocken, erzählt, in Deutschland sei Mißstimmung gegen den Führer. Man werde den Nationalsozialismus gewissermaßen reformieren müssen. Durch diesen Trick gelangten wir In den Besitz aller Attentatspläne der Mörderorganisation. Der niederländische Außenminister Kleffens ver­sicherte dem französischen Gesandten Vitrolles, wie dieser berichtet, er habe den betreffenden National­sozialistenseine Dienste angeboten", für den Fall, daßder Reichskanzler Hitler und Herr von Ribben­trop auf die eine oder andere Art von der Macht ausgeschaltet feien". Der Kleffensfche Ausdruck:auf die eine oder andere Art" sagt alles. Kleffens hat weiter erzählt, er fördere verschiedene Intrigen und rechne auch auf die Mitwirkung des Präsidenten R o o f e v e l t. Auf die Frage des französischen Ge- sandten Vitrolles, ob nicht Hitler und Ribbentrop später wieder zur Macht kommen könnten, habe Kleffens erklärt, er wisse nicht, wie diese Aus­schließung durchgeführt werden könnte, aber er 'glaube,fraß sie eine definitive sein könnte". Nach englisch-niederländischer Ansicht ist aber die Aus­schließung eines politischen Gegners eine definitive nur, wenn der Betreffende ober die Betreffenden aus der Reihe der Lebenden gestrichen werden!

Der französische Diplomat muß über diese Er­öffnungen der niederländischen Regierung geradezu sprachlos gewesen fein, denn er verhehlt in feinem Schreiben an feinen Ministerpräsidenten Daladier nicht, eine derartige Palastrevolution in Deutsch­land würde, wenn die Unterlagen dafür der deut­schen Regierung zu Ohren kämen,nicht nur dem holländischen Minister oder feiner Regierung, son­dern auch dem ganzen Lande teuer zu stehen kom­men." Diese Ahnung hat den französischen Diplo­maten nicht getrogen. Die Verhaftung bei Venlo enthüllte diese Umsturzpläne, und der Bericht des französischen Gesandten im Haag an Daladier wirft einen Strahlenkegel in die Dunkelkammer, in der der holländische Außenminister Kleffens mit Per- fönlichkeiten der englischen Mordorganisation den Dolch geschliffen hatte.

Alle Folgen, die das niederländische Volk fetzt erdulden muh, der Verlust seiner ostasiatischen Ko­lonien, Hunger und Elend, Verarmung usw. sind die Auswirkungen dieser Kleffensschen Gemeinheit und Niedertracht, mit denen er Hollands Schicksal an das der englischen Plutokratie fesselte. Wie Churchill der Totengräber Englands ist, so ist Klef-

Stockholm, 18. Febr. (Europapreß.) Nicht fc Australien, sondern Niederländisch-Jn^ dien sei die Vertei-digungslinie, die es ifn PazifilA zu halten gelte, erklärt die niederländisch-indischsl^ Regierung in einem Hilferuf anAustralie njj wie der Londoner Korrespondent vonNya DagligiAl Allchanda" berichtet. Australien solle nicht nur alle« seine Mittel mobilisieren unb alles EntbehrlichsW an Menschen und Material für die Verteidig gung Javas zur Verfügung stellen, sondern auch eine bindende Versicherung abgeben, daß es die niederländisch-indischen Besitzungen bis zum letzten verteidigen wolle. In Sumatra, so er­klärt die niederländisch-indische Regierung weiter, werde von den niederländisch-indischen Truppen erbittert darum gekämpft, soviel Zeit wie möglich zu gewinnen, um die Invasion der Japaner solange wie irgend denkbar hincmszuzögem.

Australiens Ministerpräsident (Eurtin mußth wie Reuter meldet, wegen einer Magenverstimmung das Krankenhaus aufsuchen und konnte darum nicht nach Canberra zurückkehren. Churchills jäm' merlicheErfolgsbilanz" ist Curttn anscheinenli mächttg auf den Magen geschlagen. Er hat es --

alles zerstören, was das Geschick mir nach foolej Katastrophen gnädig noch einmal gönnt. Und noch eins: gib um Hinzmelswillen deine Rachepläns gegen Abbeg auf, du würdest nur dich selbst und uns alle ins Unglück bringen! Ueberlaß es dem! L Schicksal, ihn zur Verantwortung zu ziehen. Frei^ lief), wenn es ein gerechtes Schicksal gibt, so mu| ich lebenslang zittern. Marion.

Du wirst dich nur noch unglücklicher machen. Dich und Mama."

Und wenn schon! Marion, ich habe furchtbar viel Zeit gehabt, über alles nachzudenken. Glaub' mir, ich habe immerfort gesucht ... nach irgend etwas, bas ihn entschuldigen könnte. Ich habe nichts gefunden. Nichts. Er hat ohne jede Notwendigkeit gehandelt. Sogar gegen das klare Interesse des eigenen Vaters und der Firma. Nur um seiner Rache willen!"

Rache dafür daß ich ihn verließ?"

Um das Gefühl der Macht auszukosten! Der Macht, die er über mich besaß! Um sich selbst und der Welt zu beweisen, daß er mich in der Hand hatte mich den großen Bankier. Die ganze Zett über hat er mich das fühlen lassen. Es war ein Martyrium, sage ich dir! ... Ach, Marion, was habe ich alles aufgeboten, ihm die Waffeaus der Hand zu schlagen! Du weißt das nicht

Doch", jagte sie hart:.Ich weiß es. Mich hast du aufgeboten. Wie trostlos muß es in dir aus- sehen, daß du vorhin fragen konntest, ob ich dich nicht umarmen wolle! Wozu kommst du?", fragte sie schließlich, um ein Ende zu machen.

Er starrte sie an, mit Augen, die sie ängstigten:

Hilf mir, Marion! Bei dem einzigen, was wich­tig ist!"

Höre, Papa: einmal habe ich mich von dir zu einer Gemeinheit mißbrauchen lassen. Es wird dir nicht zum zweitenmal gelingen. Ich bin heute kein sechzehnjähriges Mädel mehr. Wenn du nichts anderes willst, dann .. /

Verstehst du denn nicht, zum Teufel, daß ich mich rächen muh? An dem, der uns alle ins Unglück gebracht hat?" _

Er?! Allzu bequem, Papa, die Schuld auf ihn zu wälzen! Laß dir das eine gesagt sein: treffe ich Abbeg noch einmal im Leben so werde ich ihn eher vor dir warnen!" , .

Sie stand auf, ging zu ihm, Me ihn bei hesden SMtMi

geführt werden müßten. Die Einnahme von Singa» pur, das 220 Jahre lang als Basis für die britisch» Beherrschung der Asiaten gedient habe, bedeute die Geburt eines neuen Asiens und einen

Das Ritterkreuz

für Kapttänleuknant Hardegen.

Berlin, 18. Febr. (DNB.) Der Führer ver­lieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral R a e d e r, das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänleut­nant Hardegen.

Kapitänleutnant Hardegen versenkte als Komman­dant eines Unterseebootes bisher insgesamt 16 be­waffnete feindliche Handelsschiffe mit 105 500 BRT. Hiervon versenkte er allein 8 Schiffe mit 53 OOO BRT. dicht vor der nordamerikanischen Küste. Har­degen ist ein vorbildlicher Kommandant, der sich durch Kühnheit und Draufgängertum bei seinen ge­schickt angesetzten Angriffen auszeichnet.

Explosion im Kongreß."

Ern Bericht derTimes".

Lissabon, 19. Febr. (Europapreß.) Die Son- dersitzung im Weißen Hause, an der in Gegenwart des Präsidenten Roosevelt Feldmarschall John Dill, Generalleutnant Colville W e m y ß , Luft- marschall A.T. Harris und Admiral Sir Char­les Litt le sowie Henry Hopkins, der Leiter des Produktionsausschusses, teilnahmen, hatte, wie der Washingtoner Korrespondent der Londoner Times" mitteilt, die erfolgreiche Durchfahrt der deutschen Marine st reitkräste durch die Sttaße von Dover zum Anlaß. Dieser neue Er­folg der Achsenmächte zusammen mit den Ereignissen in Oftafien habe zu einerExplosion im Kon­greß" geführt. Senator T y d i n $ s (Maryland) nannte die UDA.-Regierung eineüberlebte Mon­strosität". Senator Byrd (Virginia) erklärte, daß Verwirrung,. Eifersucht und Bürokratismus" die Amerikaner den Krieg verlieren lassen würden. Hinzu komme die schlechte Nachrichtenpolitik, an der die allzu vielen Abteilungen, die sich mit der Herausgabe von Nachrichten befassen, frte Schuld trügen, sowie der unangebrachte Optimismus in den Überschriften der Zeitungen. Der neue USA.-Bot- schafter in der Sowjetunion, Standleyn, er­klärte rundheraus, daß Amerika auf die Knie ge­bracht werden könne".

Der Geburtstag Georg Washingtons, des

wie schon öfter in solchen Fällen vorgezoger^ sich ins Bett zu legen, um sich der Rechenschaft zu entziehen, die man von ihm in Canberra fordern wird.

Wie der australische Verkehrsminister Ashley bekanntgab, hat das Kriegskabinett beschlossen, alle Radio- und Telephonverbindungek( nach USA. und Niederländisch-Jndien ab Samstag' im Interesse der nationalen Sicherheit e i n 3 u 4 stellen. Nur noch bestimmte, besonders genehmigte Rundfunksendungen werden in Zukunft als Aus< nähme gestattet. J

Wendepunkt der Weltaeschichte. Tojo unterstrich, daß Japan erst die Waffen ausgenommen habe, nachdem der englisch-nordamerikanische Druck uner- t z , träglich geworden war. Als aber Japan einmal < 5

aufaestanden sei, seien alle Stützpunkte englischer unfr "L n noroamerikqnischer Eingriffe in Oftafien in kurzer Zeit in japanische Hände gefallen. Die Entwicklung j des Krieges im Pazifik enthülle die großen Fehler ! der englischen und nordamerikanischen Regieren-^ den, welche die wirkliche Macht Japans unterschätzt s hätten und die versuchten, Japan durch Wirtschafts-! blockade und bewaffnete Einkreisung zu unterroer-l