Donnerstag, to. 8ebrvar 1942
i.O2 Uhr.
inen Kriegsziel festhielt, erhob man nun die
-aß der Krieg nicht zu gewinnen ist.
vie in bezug aus
lschau mit Pra-
Der Wortlaut des Dokuments
Einge-
Hollands Regierung intrigierte gegen das Reich.
Zusammenarbeit mit dem englischen Geheimdienst. — Ein aufschlußreiches Dokument.
andlungen von Sachverständigen und Ignoranten ist in den seither verstrichenen zwanzig Monaten nicht gelungen, eine Antwort zu finden, ja, es mag teufe manchem Engländer der Gedanke kommen.
schilderten Unterredung Mitteilung mache, erscheint es mir nützlich, darauf hinzuweisen, daß zu dieser Unterredung keine besondere Einladung erging, sie land vielmehr, wie die vorhergehende (vergl. meine Telegramme Nr. 276 und 281) im Rahmen der all« wöchentlichen Audienz des Ministers statt. Sie trug daher nicht den Charakter einer Mitteilung. Es ist
Berlin, 18. Febr. (DRV.) Unter den Handakten des ehemaligen französischen RUnislerpräsi- denten D a l a d i e r ist ein Bericht des französischen Gesandten im Haag, vitro lies, aufgesunden worden, der den authentischen Beweis dafür erbringt, daß die damalige Regierung der Riederlande ihren Reutralitätsbruch und ihre Soldnerpolitik mit einem beispiellosen Verbrechen krönen wollte. Der Bericht des französischen Gesandten, den dieser am.12. Oktober 1939 mit Kurier an Daladier sandte, bringt die Tatsache ans Licht, daß der frühere niederländische Außenminister van Kleffens Pläne für ein Attentat auf den Führer und den Reichsauhenminister betrieb, «
Um den Plan dieses Attentats, hkNter dem als Drahtzieher die englische Regierung und ihr Intelligence Service stand, Hand in Hand mit allen Feinden Deutschlands durchzuführen, suchte Kleffens sich der Mithilfe der französischen Regierung zu versichern. Die Mittäterschaft und Mithilfe des Präsidenten Roosevelt setzte er dabei als selbstverständlich voraus.
Aus dem Dokument ergibt sich ein sensationeller Zusammenhang zwischen den Plänen des holländischen Außenministers und dem bekannten Venlo- Zwischenfall, durch den seinerzeit die Umtriebe der im Haag stationierten Zentrale des britischen Intelligence Service enthüllt wurden. Diese Zentrale versuchte bekanntlich, in Deutschland Komplotte anzuzetteln und Anschläge zu organisieren und zu diesem Zwecke Verbindung mit vermeintlichen, in Wahrheit nicht existierenden revolutionären Organisationen herzustellen. Diese Umsturzpläne des englischen Intelligence Service im Haag waren der Reichsregierung natürlich bekannt. Um sie in all ihren Einzelheiten aufzudecken, erhielten damals Beamte des Sicherheitsdienstes der ff den Auftrag, sich als Mitglieder revolutionärer Organisationen in Deutschland auszugeben und in dieser Tarnung Verbindung mit der britischen Terror- und Revolutionszentrale im Haag aufzunehmen. Der Auftrag hatte, wie erinnerlich, den aufsehenerregenden Erfolg, daß der britische Intelligence Service in die ihm gestellte Falle hineinging, und daß sein Chef mitsamt seinen Komplicen, insbesondere mit dem ihn begleitenden an der deutsch-holländischen Grenze bei Venlo ver - holländischen General st absoffizier, hastet werden konnte.
ausgeschaltet seien; Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Regimes, das allein imstande sei, die Massen zusammenzuhalten, aber eines nationalsozialistischen Regimes, das verbessert und vermenschlicht sei.
Die späteren Verhandlungen könnten, seiner Ansicht nach, folgende Punkte zum Gegenstand haben: Wiederherstellung Polens ohne die von den Russen annektierten und von Weißrussen und Ukrainern bewohnten Gebiete, die Polen im Jahre 1920 erhalten habe: Anschluß Danzigs und der „von dem Abenteurer Kvrfanty in Schlesien eroberten Gebiete" an das Reiche eine Volksabstimmung unter internationaler Kontrolle solle über das Schicksal
Der Bericht Vitrolles an Daladier, den das Auswärtige Amt hiermit der Weltöffentlichkeit zugänglich macht, beweist aufs neue die skrupellosen Mordpläne des Intelligence Service, zeigt aber auch zugleich, daß diese Pläne von dem damaligen holländischen Außenmini st e r persönlich auf das nachdrücklichste gefördert und betrieben wurden. Kleffens ließ den französischen Gesandten wissen, daß er in Beziehungen — wie er glaubte — zu „leitenden nationalsozialistischen Kreisen" stehe, denen er seine „guten Dienste" (!) angeboten habe. In Wahrheit handelte es sich bei diesen vermeintlichen Beziehungen zu „leitenden nationalsozialistischen Kreisen" um die von den Beauftragten des deutschen Sicherheitsdienstes zur Entlarvung der Haager Zentrale aufgenommene Verbindung mit dieser, die ihrerseits aufs engste mit maßgebenden holländischen Stellen und, wie sich jetzt zeigt, auch mit dem damaligen holländischen Außenminister zusammenarbeitete.
Kleffens knüpfte den Gedanken einer künftigen „Zusammenarbeit" mit Deutschland an die Voraussetzung, daß „der Reichskanzler Hitler und Herr von Ribbentrop auf die eine oder andere Art (!) von der Macht ausgeschlossen seien". Kleffens unterrichtete den französischen Gesandten weiter davon, daß er bereits einige ihm bekannte französische Persönlichkeiten mit seinen Attentatsplänen vertraut gemacht und diese auch schon an die belgische Regierung herangetragen habe.
Als der französische Gesandte enkgegenhielt, ein Friede mit jedem nationalsozialistischen Regime fei schwierig, da der Führer und fein Außenminister später doch wieder an die Macht gelangen könnten, erging sich van Kleffens, wie aus dem Schriftstück weiter erhellt, in unmißverständlichen Andeutungen, „als könnte diese Ausschaltung eine endgültige" (!) fein.
Diese Worte sind nichts anderes als eine völlig durchsichtige Umschreibung für einen in englischem Auftrag vorsätzlich geplanten politischen Mord, an dem die französische und die belgische Regierung Arm in Arm mit dem Hauptkriegsschuldigen Roosevelt aktive Mittäter fein wollten.
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stehen. Ihre Kampfkraft verschiebt das Verhältnis der Kräfte zur See weiterhin zu ungunsten der Angelsachsen.
Das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 18. Febr. Der Führer hat nachstehenden Offizieren das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernes Kreuzes verliehen: Generaloberst von K l e i st, Oberbefehlshaber einer Panzerarmee, als 72. Soldaten der deutschen Wehrmacht; General der Panzertruppen Reinhardt, Oberbefehlshaber einer Panzerarmee, als 73. Soldaten der deutschen Wehrmacht General der Panzertruppen Mod et, Oberbefehlshaber einer Armee, als 74. Soldaten der deutschen Wehrmacht; Generalmajor Frhr. von Langerrnann und Erlencamp, bisher Kommandeur einer Panzerdivision, als 75. Soldaten der deutschen Wehrmacht; Generalmajor Wessel, bisher Kommandeur eines Infanterieregiments (mot), als ^76. Soldaten der deutschen Wehrmacht; Oberstleutnant Hagen, Kommodore eines Sturzkampfgeschwaders, als 77. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Die Beliehenen erhielten folgendes Telegramm des Führers: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
eines traditionell so vorsichtigen Staates geglaubt hat. auch nur unmittelbar auf Fühler eingehen zu müssen, deren Ergebnis, wenn es sich überhaupt nicht lediglich um ein Theater handeln sollte, doch wenigstens in einer Palastrevolution in Deutschland zum Ausdruck käme. Eine derartige Kühnheit könnte, falls Gerüchte darüber zu Ohren der für unliebsam gehaltenen leitenden Persönlichkeiten gelangen sollten, nicht nur dem holländischen Minister oder seiner Regierung, sondern auch dem ganzen Lande teuer zu stehen kommen. Daß Herr van Kleffens auch nur die Möglichkeit hierzu in Betracht gezogen hat. erlaubt, den Grad der Beunruhigung zu er. messen, die hier durch die Gefahren eines totalen Umsturzes entstanden ist, den ein — ebenfalls totaler — Krieg nach sich ziehen würde.
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Stockholm, 17. Februar 1942.
Zwei Fragen haben in England von den irften Tagen des Krieges an und in den 23 er- iiirigten Staaten etwas später im Vordergrund der Erörterungen gestanden: die Frage nach en Kriegszielen und die Frage nach der festen Methode, den Krieg zu gewinnen.
Churchill machte der Diskussion über die Kriegsziele i®r einfach dadurch ein Ende, daß er erklärte, er labe nur e i n Kriegsziel, und das sei, den Krieg tu gewinnen. Diese Formulierung errang auch großen Beifall in einem Augenblick, als nach der Katastrophe von Dünkirchen den Engländern das 'Lasser bis an den Mund stand. Sobald die Drohung Iss Unterganges jedoch ein wenig in den Hintergrund rückte, lebte die alte Lust zum Debattieren BÜeber auf. Weil Churchill aber an seinem
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taufe des Winters Italien aus dem Krieg „hin- «■- r.-uiimJU53ubojen". Als dieser Vorschlag während des Re Behandlung lllrückzuges aus der Cyrenaika Schiffbruch erlitt, ; ’ u-g UH| am man auf den Gedanken, die Moral der beut» Tiere. Für den jh e n Zivilbevölkerung durch Luftangriffe ~:i m "= zu erschüttern. Bald war es der Luftkrieg,
Weltstrategen schon großzügig bekannt. Sie oer» chweigen dagegen, welche Pläne sie für die Aufrechterhaltung ihrer S e e v e r b i n d u n ° g e n in den nächsten drei Jahren gemacht haben. Leicht wäre diese Aufgabe nie gewesen, da durch den Eintritt Japans in den Krieg die Ausdehnung der schutzbedürftigen Seeverbindungen mehr als verdoppelt wurde. Aber durch den Schlag gegen Pearl Harbour wurde der amerikanische Traum von einer Zwei-Ozean-Flotte noch traumhafter und ihre Seemacht vorläufig auf eine „Halb- Ozean-Flotte" reduziert. e
Einen noch empfindlicheren Schlag versetzte aber der britischen Seemacht das deutsche Geschwader, das vor einigen Tagen im Kanal, vor der englischen „Vordertür" bei den Kreidefelsen von Dover vorüberfuhr. Zwar traten hier keine nennenswerten britischen Schiffsverluste ein, aber das Prestige der Briten erlitt einen harten Stoß. Doch betrachtet man den deutschen Erfolg in England nicht nur als Prestigeoerluft. Die deutschen Schlachtschiffe, die man durch britische Bomben gelähmt und für die Kriegsdauer an einen Hafen fern der Heimat gefesselt glaubte, sind unversehrt i n ihre neuen Stützpunkte eingelaufen, wo sie für weitere Unternehmungen zur Verfügung
toMen, bQi präge, w i e und w o man den Krieg am besten )netes Tiennot». gewinnen könne. Trotz zahlloser Aufsätze und Ab- * °m ---------- ------X -----------
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ene Zuchkbewer« 'Ratlosigkeit, aber schon im Herbst wurde der erste t gebracht habe, tjorschlag einer Patentlösung gemacht. Es galt, im . I i n g (Oifflpn) OO iwlrtvr 4- rt f t A n Allff Sah. Pi i m -
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Jedenfalls sind in der Zwischenzeit so ziemlich ile Möglichkeiten erörtert worden. Es begann im ■pmmer von Dünkirchen zunächst mit einer großen
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Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.
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bald die Invasion des Kontinents, dann wieder tie Blockade und schließlich die Dampfwalze der rowjets. Als auch diese nicht die erhofften Er- olge brachte, als auch der zweite Versuch in Rord- frifa scheiterte, da rief man in London schließlich .ach dem Kriegseintritt der Vereinigen Staaten, selbst wenn dieser nur über Ost- cjien zu erreichen fein sollte.
Während dieses englischen Suchens nach dem Allheilmittel für die siegreiche Beendigung des krieges ist allerdings eine Erkenntnis, die vor allem Churchill immer wieder seinen Zuhörern einzu- lörnmern bemüht war, mehr und mehr im Be- rußtsein der Engländer verwurzelt: die Erkennt-
s, daß die S ch l a ch t a u f d e m Atlant ick von allen Schlachten die wichtigste sei. Ihr Verlust be= leutet für England den Verlust des Krieges. Hinzu kommt, daß der maritim denkende Engländer dos Wesen großer Schlachten zu Lande, wie sie in Frankreich und vor allem in der Sowjetunion aus« gkkämpft werden, nur schwer zu erfassen vermag.
So ist es begreiflich, daß die Frage, ob die veeherrschaft durch den technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte und besonders durch die Entwicklung der Flugzeuge in ihrem Wesen verändert oder gar aufgehoben worden sei, nirgends m t so allgemeiner Teilnahme diskutiert worden ist. Die in England. Die ersten 2)4 Jahre des Krieges haben nicht vermocht, an dem englischen Glauben IN die überragende Bedeutung der „Sea Power" m rütteln. Die Argumentation der Engländer ist ehr einfach. Sie lautet etwa folgendermaßen: Unsere Herrschaftsgebiete sind die Meere, und unsere Kolonien und Dominions sind nichts anderes als die Begrenzung dieses Herrschaftsgebietes. Selbst das Mutterland ist nichts weiter als ein gewaltiger Stützpunkt für die Ausübung der Seeherrschaft. Beherrscht werden kann das Meer aber nur durch Griffe. Die Soldaten haben nur Wert, soweit sie vom Lande her die Seeherrschaft stützen oder
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Eichener Anzeiger
der Tschecho-Slowakei und Oesterreichs entscheiden.
Auf Grund der Aeußerungen des Herrn van Kleffens entspricht der entworfene Plan der Ansicht führender nationalsozialistischer Kreise, die über Deutschlands Zukunft beunruhigt seien.
Wenn die Angaben des Ministers den Tatsachen entsprechen, könnte man daraus tatsächlich auf eine Stimmung und eine Erregung schließen, deren Symptome Beachtung verdienen.
Außerdem sei zu bedenken, daß, so ungewiß derartige Perspektiven auch seien, ffe doch durch ihren Charakter bei verschiedenen Neutralen den Wunsch nährten, eine Ausrichtung der Entwicklung des derzeitigen Konfliktes im Sinne eines politischen Kompromisses zu erleichtern.
Von einem solchen Wunsche getrieben, könnten diese Neutralen dazu verleitet werden, verschiedene Intrigen — ohne Zweifel im guten Glauben — zu fördern, deren Fäden nicht alle auf der anderen Seite der Schranken zusammenliefen. Der Minister schloß mit der Eröffnung, daß er verschiedenen französischen Persönlichkeiten, zu denen er persönliche Beziehunaen unterhalte, davon Mitteilung gemacht habe. Er habe auch die allfältige Mitwirkung der belgischen Regierung bei der gemeinsamen Weiterleitung der von ihm aus Berlin erwarteten Antwort erbeten; diese Antwort beziehe sich auf Vorschläge, in denen er gewissermaßen die Gesichtspunkte seiner Gewährsmänner konkretisiert und die er ihnen zur Genehmigung vorgelegt habe. Er glaubte, auch gegebenenfalls auf die Mitwirkung des Präsidenten Roosevelt zählen zu dürfen, der „im Hinblick auf seine weit zurückliegende Abstammung zur Zeit eine tatsächliche Sympathie für die Niederlande bekunde."
Die vor kurzem von Eurer Exzellenz gehaltene Rundfunkansprache an das französische Volk habe übrigens feinen lebhaften Beifall befunden; jedoch entsprechend dem, was Präsident Colijn in dem in meinem Telegramm Nr. 301 genannten Artikel erwähnt habe, weise er nachdrücklich auf das Interesse hin, das daran bestehe. Näheres über dis konkrete Beschaffenheit der Garantien zu erfahren, die die französische und englische Regierung von Deutschland übereinstimmend fordern wollten, bevor sie sich in irgendwelche Verhandlungen einließen; er fügte hinzu, daß er im Falle der Unmöglichkeit einer öffentlichen Behandlung dieser Garantien in der Lage sei, sie streng vertraulich an feine deutschen Gewährsmänner weiterzuleiten.
Als ich ihm schließlich von dem Mißtrauen Mitteilung machte, das Unterhandlungen mit den führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus jederzeit wecken würden, da — bei einem Weiterbestand des nationalsozialistischen Regimes — Hitler und sein Außenminister, die nur von der Macht ausgeschaltet seien, später wieder zur Macht gelangen könnten, erklärte er mir, er wisse nicht, wi e diese Ausschließung durchgeführt werden solle, und schien zu glauben, daß fie eine befenitioe sein könnte.
Indem ich Euerer Exzellenz von der oben ge-
2m Solde Englands.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Die Veröffentlichung aus den Handakten des früheren französischen Ministerpräsidenten Daladier beweist eindeutig das Bestehen nicht nur einer englischen, sondern einer freimaurerisch-internationalen Mörderbande, der.die höchsten Spitzen sogenannter neutraler Regierungen angehörten. Der französische Gesandte in den Niederlanden, Vitrolles, berichtete aus dem Haag am 12. Oktober 1939 über eine Unterredung mit dem damaligen Außenminister der Niederlande, E. N. K l e f f e n s , der heute noch als sogenannter „Außenminister" der niederländischen Emigrantenregierung eine Rolle spielt. In dieser Unterredung hat sich Kleffens eindeutig zu dem Plane bekannt, Adolf Hitler und den Reichsaußenminister von Ribbentrop durch ein Attentat aus dem Wege räumen zu lassen?
Kleffens war nach seinem ganzen Werdegang für die englische Mordabsicht gewonnen. Dieser Freimaurer war, bevor er als Außenminister am 9. Juli 1939 in die neugebildete niederländische Regierung De Geer eintrat, Schriftführer des Schiedsgerichts für die Interpretation des Dawes- und Poungplanes, er war ferner Mitglied des Sekretariats des jüdisch-freimaurerischen Genfer Vereins und hatte in London einige Zeit im Sekretariat der Direktion der Royal Dutch Shell gearbeitet, war also mit den Schlichen und Praktiken der Tyrannen
92. Jahrgang nr. 42 ßrubettit täglich, außer tzonntnns und feiertags
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von den Schiffen her die Küsten erobern können. Ebenso haben Flugzeuge — und das ist der Kernsatz der heutigen englischen Auffassung — nur &crt, wenn sie den Schiffen in der Ausübung der Eeeherrschaft beiftehen oder zu ihrer Verteidigung und Bewachung eingesetzt werden. Seeherrschaft ist Ober nicht Selbstzweck, sonderw dient dem Vorteil derjenigen, die unter ihr leben. So verfolgt die britische Seeherrschaft vor allem den Zweck, die 23 e r ■ horgun g der Briten in der ganzen Welt zu chern. In Kriegszeiten ist ihre vornehmste Aus- hibe die Sicherung des wichtigsten Stützpunktes, er Heimatinsel.
Als die deutsche See- und Luftkriegführung unter 6er englischen Flotte aufzuräumen begann, fühlten Jie Engländer sich ernstlich bedroht, und es ist kein Husall, daß auf dem atlantischen Schlachtfeld die omerikanische Hilfe zuerst eingesetzt wurde. Allerdings mußte England für fünfzig Zerstörer, die es §ch im Spätsommer 1940 als Geleitschutz ferner vrachtschiste erhandelte, teuer bezahlen. Trotzdem zeigte sich bald, daß diese Hilfe nicht reichen würde, toeil immer schneller di e britischen 6 d) i f f e in den Tiefen des Atlantik verschwanden. So kam es zu der Ueberlassung emerikanischer Handelsschiffe unter dem Pacht- und Leihgesetz, zu der Beteiligung amerikanischer Kriegsschiffe an den Atlantikpatrouillen und schließlich zu dem Schießbefehl Roosevelts.
Heute sind die Amerikaner im Kriege. Sie erste Folge dieses von Churchill im Interesse Einer gemeinsamen Seestrategie so sehnsüchtig erwarteten Zustandes ist aber nicht eine Verbesserung ?r angelsächsischen Position auf dem atlantischen Schlachtfeld, sondern eine ft arte Zunahme der (chiffsversenkungen. Die Weltstrategen in Washington und London versuchen allerdings, diese Erscheinung als eine Art Kinderkrankheit zu besuchten^ welche die amerikanische Seekriegführung Ebenso durchzumachen habe wie die britische, und Welche nach einigen Monaten verschwinden würde. Eine weitere Zukunftshoffnung ist die sogenannte Amerikanische Zwei-Ozean-Flotte, die allerdings nach I ^n optimistischen Schätzungen kaum vor 1945 fertig - werden kann. Was bann geschehen soll, geben die
Abschrift.
Französische Gesandtschaft in den Niederlanden.
Durch Kurier Den Haag, 12.10.1939.
Handschriftliche Bemerkung:
Eingelaufen Paris, den 14.10., abends. Herr Vitrolles wurde nach Paris berufen. Wurde am 18. vom Ministerpräsidenten empfangen.
Geheim!
Der Außenminister teilte mir soeben seine Befürchtungen hinsichtlich der raschen Bolschewisie- rung Deutschlands und der von der Kommunistischen Partei in allen Teilen der Niederlande entfalteten Aktivität mit. Die zersetzende Tätigkeit dieser Partei wird, feiner Ansicht nach, durch die Entwicklung der Wirtschaftskrise begünstigt, die sich in den neutralen Ländern auszubreiten beginnt, und ebenso durch die Arbeitslosigkeit und die sozialen Schwierigkeiten, die sich aus dieser Krise notwendigerweise ergeben. Alle Informationen, die er aus Deutschland erhalten hat, stimmen überein. Wenn der Krieg nicht rasch zum Abschluß gebracht werde und es nicht einer autoritären Regierung gelingen sollte, die Nachfolge der jetzigen Regierung anzutreten, so würde man mit der Gefahr des Ausbruchs einer schweren Krise im Reich zu rechnen haben.
Er hat mir auch nicht vorenthalten, daß diese Ansicht nicht nur die seiner Gewährsmänner sei, sondern daß sie sich auch mit brr verschiedener führender nationalsozialistischer Persönlichkeiten decke, die der sich ankündigenden Krise mit steigender Desürch-
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tung entgegensähen. Ich brachte ihn zum ständnis, daß er persönliche Beziehungen zu den erwähnten führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus unterhalte, daß er sich veranlaßt gesehen habe, ihnen seine Dienste an- aubieten und daß er ihre Antwort erwarte. Mit den Gedankengängen seiner Gewährsmänner vertraut, glaubte er. daß die Verhandlungen sich auf etwa folgender Basis abspielen könnten, ohne daß er jedoch vor dem Eintreffen genauerer Informationen diesbezüglich eine definitive Zusage machen könne: Einstellung der Feindseligkeiten und Abrüstung der sich gegenüberstehenden Parteien, Verhandlungen zwischen den früheren Gegnern und den . .... ________
interessierten Neutralen auf dem Fuß vollständiger^ündes ungewöhnlich, daß der Chef der Diplomatie Gleichberechtigung, sobald der Reichskanzler Hitler und Herr von Ribbentrop auf die eine oder andere Art (!) von der Macht


