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Hans Thyriot
flulfurtoerf Deuisches Ordensland.
Burma
(Nachdruck verboten »
40 Fortsetzung
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Die Schönheit der Rlpenwelt.
3n Kärnten und auf Bergwanderung in den Karawanken.
©adjoerftänirigen für Schriften auf und trug ihm den Fall vor. ,, , _,
„Dringen Sie mir die Akten, und ich sage Ihnen ein paar Stunden spater, wie alt di« Tinte aus den Blättern ist!" _
„Das möchte ich auch missen. Können Sie Herrn Kommissar Kammin verständigen, wenn er kommt?
„Machen wir." r . .
Mchel aß in einem Automatenrestaurant etwas im Stehen und kam mit wenig Verspätung ms Büro zurück. Den ganzen Nachmittag über, trieb er sich voller Unruhe herum und wartete sehnsüchtig auf dm Schluß der Arbeitszeit. Seine GeduD wurde auf eine harte Probe gestellt. Kobelt batte noch wichtige Briefe zu diktieren, die Aenne Dar« kow schrieb. Erst um einhalb sieben schloß fte Me Schreibmaschine und ging nach Hause. Michel stürzte in ihr Zimmer, nahm die Personalakte Darrow aus dem Schrank, verbarg sie unter seinem Jackett und beeilte sich, aus dem Hause zu kommen.
Aohruutz, em. Mitten Fcchv>
"Woher denn k
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Aus der Giadi Gießen.
»Hunde sehen dich an!*
Ich hatte heute einen Hundetag. Bitte, mißverstehen Si« das nicht! Es ging mir weder hundsmiserabel noch bin ich auf den Hund gekommen. Nur, daß dieser Tag merkwürdigerweise von Erlebnissen mit Hunden angefüllt zroar. Schon morgens lies ein süßer kleiner, hellbrauner Dackel ins Haus, der, leider gerade als ich mit ihm spielen wollte — oder er mit mir? — mit einem lauten „Hexe"
Das Eichenlaub zum Wfferfreuj.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 17. Ian. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wchrmacht hat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Oberst Jordan, Kommandeur eines Infanterieregiments: Oberst Specht, Kommandeur eines Infanterieregiments: Masor Frhr. v. Wolff, Bataillonskommandeur im einem Schützenregiment: Generalmajor Hube, Kommandeur einer Panzerdivision: Oberleutnant N o a k, Kompaniechef in einer Panzersägerabtei- lung und Hauptmann H e l b i g , Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, als 59. bis 64. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Ferner dem Oberstleut- nant Hitzfelb, Kommandeur eines Infanterie-Re' giments, als 65. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Das Ritterkreuz.
Berlin. 17.Januar. (DNB.) Der Führer und Oberst- Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Dort Oven, Kom- mcmdeur einer Infanteriedivision: Major von Petersdorfs, Dataillonskommandeur in einem Infanterieregiment; Hauptmann P r o e h l, Führer einer Panzerjägerabteilung: Leutnant R i e ch e r t, Kompaniesührer in einem Infanterieregiment: Oberfeldwebel Zuehlsdorf, Zugführer in einem Infanterieregiment und Oberfeldwebel Reinke, Zugführer in einem Infanterieregiment: ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Oberfeldwebel Hachtel, der als Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader im Kampf gegen England 30 000 Tonnen feindlichen Schiffsraums vernichtete, irn Nachtangriff einen Volltreffer auf eine Staatswerft erzielte und im Ostfeldzug im Tiefangriff 32 feindliche Panzer vernichtete.
Explosion in Raum 5
Roman von H.C. Hansen
Cepyrlfht by Prometheus-Verlaf Dr.Elchadter, Crfibenxefl b.MlnAe*
Menschen inmitten des Tanzlärms ihre Gläser hoben und auf das kommende Glück tranfen. Dann betrieben sie ihren Aufbruch hastig und fielen als fröhlicher Schwarm mit der überraschenden Kunde im Hause Kobelt ein, als die Eltern gerade im Begriff standen, schlafen zu gehen. Daraus wurde nun nichts, denn Vater Kobelt bestand darauf, in seinen Weinkeller zu steigen. Er machte kein Hehl daraus, daß ihm dieser Schwiegersohn ausgezeichnet gefalle. Der Mutter gegenüber war Theo galant. Er beugte sich weit genug, daß sie ihre Arme um seinen Hals legen konnte, wobei sie ihm zuflusterte, die Ueber- raschung sei für sie gar keine mehr gewesen.
Theater der Llm'versitätsstadt Gießen
Morgenfeier der Kammertanzgruppe.
Der Ansang der nächsten Woche brachte Miche Crusius zum erstenmal einen entscheidenden Schritt vorwärts, obwohl sich aus seinen Wahrnehmungen immer noch kein schlüssiger Beweis, der für einen Prozeß genügte, ziehen ließ. Nachdem mittags alle Angestellten das Haus verlassen hatten, machte er sich daran, die Personalakten einer genauen Durchsicht zu unterziehen, und entnahm dem Schrank zuerst den schmalen Akt, der den Namen Aenne Barkow trug. . r M ...
Mel versprach er sich nicht von biefer Jßrnjhing. Natürlich würde nichts Belastendes über das Mädchen in den Papieren stehen. Aber er wollte sich mv ben Aufzeichnungen über die Personen vertraut machen, die .zu dem engeren und etwas erweiterten Kreis der möglich Schuldigen ^horten In Gegenwart der Sekretärin konnte er das schlecht tun, benn es wäre ihr sofort aufgefallen, daß der bett! bs fremde Volontär nicht etwa nur die Form und Ln- laae der Personalakten studiere, sondern auch deren Inhalt selbst. Irgendein berechtigtes ^teresie daran konnte er beim besten Willen nicht glaubhaft ma ^Das erste Blatt enthielt auf vorgedrucktem Schema die Angaben über Geburt, Geburtsort Eintritt, Stellung. Gceialt, frühere Stellungen. Das alles war Michel länast bekannt. Es folgten ihr ferner» bungsschreiben, das sie an die Firma Kafvar Wond & Kobelt vor ihrem Eintritt gerichtet hatte. Es ent dielt eine gut formulierte Schilderung ihrer Schul zett und ihres beruflichen Werdeganges. Dahinter folgten Zeugnisabschriften. Michel las sie flüchtig Durch. S'e iitteressterten ihn nicht sonderlich. Dann
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Sein Finger glitt die Reihe der Limen hirmnter. Da stand die auf Blatt 3 der Zeugnisabschriften angegebene Firma und Stellung. In der nach ten Reche war angegeben: Außer BerufsMtigkelt. Die Zeit war hinzugefügt und stimmte mit dem Austrittsdatum aus der vorhergehenden Stellung und dem Einttittsdottlm in die nächste überein. Das wer wenig auffallend. Genau den gleichen Inhalt zeigte das Bewerbungsschreiben. Es verzeichnete sorgsam alle Stellungen, die auf den Zeugnissen anqefleben worsn, uttb erttärte, fie 1 '
nicht berufstätig gewesen, weil Fanulienverhalt. nisse, unter anderem die Erkrankung chres Vaters, sie daran gehindert hätten.
Michel saß eine Viertelstunde nachdenklich da. Alles das war durchaus möglich und keineswegs ungewöhnlich. Merkwürdig blieb nur die Nume- rierung ber Zeugnisabschriften. Das erste ^tt enthielt ein Abgangszeugnis aus dem Lyzeum öns zweite ein Zeugnis der Handelsschule, das dritte die erste Stellung Aenne Barkows und das werte, mit Nmmner 5 bezeichnet, ein Zeugnis über die angeblich zweite Stellung. Daß Blatt 4 fehlte, konnte einfacher Schreibfehler sein. Genau so gut konnte auch mehr dahinter stecken.
Michel sah auf die Uhr und stelltt fest, daß die Zeit noch ausreichte, um zum Präsidium zu fahren. Er verließ sofort das Haus und nahm sich eine Taxe. Kammin war nicht da. Wo er im Augenblick steckte wußte niemand. Auch Doktor Ball war be- reits gegangen. Kurzerhand suchte Michel selbst den
blühen. Ein Bild vom Sonnenaufgang hinterläßt den stärksten Eindruck.
Bilder von einer Burg auf steiler Höhe — der Aufstieg geht in vielen Windungen durch vierzehn an den Berg angebaute Torbogen — vermittelten den Hörern einen gewaltigen Eindruck von einstigen Geschlechtern. s.
Am Schluß vergaß der Vortragende nicht von seiner schönen und erholsamen Reise ins Kärntnerland wieder heimzukehren und rasch noch einige farbige Bilder von Gießen zu zeigen, und wie er seine Schreibversprechen am Briefkasten einlöst.
Herzlicher Beifall für den gutgelungenen Dor- trag belohnte den Redner und der Vorsitzende sprach mit seinen Dankesworten die Hoffnung aus, daß es Dr. Kaufmann gelingen möge, auch in diesem Jahre wieder eine solche Reise zu unternehmen und die Mitglieder des Deutschen Alpenvereins und seine Gäste mit einem neuen Dorttag zu erfreuen.
Kameradschaft ehemaliger 116er.
Arn Sarntagabend hielt, die Kameradschaft ehemaliger 116er in Gießen unter Leitung des Karne- radschaftsführers Bill im „Pfälzer Hof" ihren IahreShauptappell ab. Kameradschaftsftchrer B111 kannte nach der Ehrung der Gefallenen uno der Verstorbenen neben den in großer Anzahl erjdrene« nen Kameraden noch als Vertreter der Kreiskrieger- führung die Kameraden Kreispropagandawart Die. f e l und Kreisschießwart M e rl a u , ferner ew? Anzahl aus dem Felde auf Urlaub weilende Kameraden mit dem Kameraden Hauptmann Lorenz Ei- fort an der Spitze besonders herzlich begrüßen. In seinem Jahresbericht über das abgelaufene Jahr konnte Kameradschaftsführer Bill die erfreu- liebe Feststellung machen, daß die Kameradschaft ehe- maliger 116er auch im verflossenen Jahre wieder einen sehr starken Zuwachs an Mitgliedern erfahren hat und auf allen Gebieten der Pflege der Tradition und des alten Soldatentums gute Arbeit leisten konnte. Ferner brachte er die Feier des 30iahrigen Bestehens der Kameradschaft im verflossenen Jahre
von der Sttaße her gerufen wurde, woraufhin er ( sich so rasch auf den Rückweg begab, daß er j umfiel. Dabei mußte ich lebhaft an den Hund der « Tante Eukarestie denken, den Waldemar Dönsels so \ hübsch beschreibt: „Da er mit den Vorderbeinen nur ■ traben und mit den Hinterbeinen nur galoppieren ' tonnte, geriet er bei rascher Fortbewegung häufig , ins Schleudern, so daß er mit der Kehrseite dort , an kam, wohin er gehofft hatte mit der Nase zu ; gelangen."
Das war also die erste Hundebegnung. Ms ich dann eintaufen ging, war ein, diesmal schwarzer, Dackel im Laden, der mich schwanzwedelnd empfing uni) aus schwarzen Knopfaugen tteuherzig ansah. Er war zum Schluß so oft um Frauchen, das eifrig einkaufte, herum gelaufen, daß sie gewickelt wie eine Mumie aussah. Nachmittags auf einem Spaziergang mit meiner Tochter begegnete uns ein Ehepaar, das einen grauen, schmalen und sehr hochbeinigen, windhundähnlichen Vierbeiner stolz an der Leine führte. „Mutti!" sagte Brigitte und gab mir einen unvorschriftsmäßigen Stupser, „gud* mal: wie ’ne Giraffe!" Woraufhin uns die Dame, die es lei- der gehört hatte, wütend ansah, der Herr aber lachen mußte. Der Giraffenhund aber hatte anschei- nenb nichts gehört und tänzelte seelenruhig weiter. Auf dem Nachhauseweg mußten wir sehr lachen: Da standen zwei graue struppige Rattenpinscher neben einem Kohlenwagen und bellten mit Inbrunst und Ausdauer die imponierend dicken Hinterteile der beiden mächtigen Pferde an, die dieses laute Treiben mit noch keinem Ohrwackeln beantwortt^n, was die beiden Hündchen fürchterlich zu ärgern schien.
Aber unsere.Hundebegegnungen waren hiermit noch nicht zu Ende. Uns entgegen kam, würdevoll, ein graubrauner Pudel, der unversehens von einem kleinen, weißen Scotch-Terrier angefallen wurde. Nun war es mit der Würde vorbei und es gab viel Gejage, Gekläffe und dazwischen angstvolles Rufen, bis der Terrier eingefangen und angeleint war. Da klirrte ein Fenster, ein Kopf erschien, und langge- dehnt ertönte es von oben: „Des is aber en ganz Beeser!" EL. St.
Sorneflxen.
Theater der Universitätsstadt Gießen.
Das Dramaturgische Büro schreibt: Das am Mitt- woch, 21. Januar, zur Erstaufführung gelangende Schauspiel „Christian de Wet" von Arnold Krieger schildert den Aufstand des großen Burenführers gegen feinen einstigen Waffengefährten, den südafrikanischen Premierminister Botha, und dessen 1 unter englischem Druck erfolgten Angriff gegen Deutsch-Sübwesttfrika bei Ausbruch des Weltkne- ' qes 1914. Den Titelhelden spielt Leopold Fischer; in 1 weiteren Rollen: Frechen, Kneip; Bergmann, i Vosny, Funke, Köchling, Kratz, Lendrich, Ludwig, r Roux, Seitz, Dolck, Zeppenfeld. Inszenierung: Carl ' Maria Zeppenfeld; Bühnenbild: Karl Löffler.
Vorläufig feine Winter- und Sommerschlußverkäufe mehr.
Die Frage der Abhaltung von Saisonschlußverkäufen war im Kriege bisher von Fall zu Fall geregelt worden. Der Reichswirtschaftsminister, hat nunmehr eine endgültige Regelung in dem Sinne getroffen, daß Verkäufe zur Wende eines Derbrauchsabschnitts (Sommer- und Winterschlußverkäufe) bis auf weiteres nicht mehr stattfinden.
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♦♦ Eine Neunzigjährige. Am heuttgen Montag, 19. Januar, wird Frau Luise Decker, geb. Möhl, Bahnhofstraße 16 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische 90 Jahre alt. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar.
*♦ 75 Jahre alt. Unser Mitbürger Heinrich Hebell, Hinter den Schießgärten 22, kann am heutigen Montag, 19. Januar, in geistiger und kor- perlicher Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch.
Danzig, 17. Ian.' (DNB.) . Zur Uebernahme des Ehrenschutzes über das Kulturwerk Deutsches Oibensland war Reichsminister Dr. Goebbels in Danzig. In der Halle des Artus-Hofes sprach Gauleiter Forster dem Minister seinen Dank für den Besuch aus. Die Schaffung des Kulturwerkes solle atitnüpfen an die großen Kulturleistungen der Ver- aangenheit. Pflicht aller Träger des Kulturwerkes fei es, jjafür zu sorgen, daß es der kulturelle Mittelpunkt der Stadt werde. Reichsminister Dr. Goebbels würdigte die kulturelle Aufbauarbeit des Gaues Danzig-Westpreußen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Begründung des Kulturwerkes Deutsches Ordensland der Beginn einer hohen kulturellen Blütezeit des ganzen deutschen Ostens sein werde. Dr. Goebbels benutzte seinen Besuch in Dan- zig auch dazu, um zu tzen Politischen Leitern zu sprechen.
Der deutsche Alpenverein, Zweig Gießen-Ober- hessen, hatte für den gestrigen Sonntagnachmlttag zu einem Lichtbildervortrag in das Gasthaus „Hindenburg" eingeladen. Der Vorsitzende, Direktor Wrede, konnte zahlreiche Zuhörer, Mitglieder und Gäste, begrüßen. .
Dann begann der Vortragende, Dr. Kaufmann, mit seinen Ausführungen über das Thema: ,Zn Kärnten und auf Bergwanderung in den Karawanken". Er machte seine Hörer bekannt mit Land und Leuten in Kärnten, wies auf Den Kärntner Freiheitskampf hin und bezeichnete Kärnten als „das Land der Berge, Seen und Lieder".
Nach einem Bild von der Gießener Hütte zeigte der Vortragende eine Reihe von farbigen Lichtbildern vorn Weißen-See, zunächst vom Boot aus nach allen Richtungen, dann von Spaziergängen am Ufer und aus der näheren Umgebung, und flocht in feine Erklärungen etliche launige Bemerkungen und wichtige Hinweife ein.
Rings von Bergen umgeben, bietet diese herrucye Seelandschaft dankbare Motive für einen Photo- graphen, der auf feinen Wanderungen die Landschaft nicht nur sieht, sondern auch erlebt und sein Erlebnis im Bild festzuhalten versteht. Es wurde zu weit führen, im einzelnen auf die Bilder em- zugehen. Von der, flimmernden Sonne auf dem sanft gekräuselten See, vom schweren Abendschat- ten, vom sattgelben Kornfeld, von bläulichen Ber- gen in der Ferne, vom Gebirgsdorf, von der Blumenwiese bekamen die Hörer eine Reihe ausge» .zeichneter Bilder zu sehen, deren Farblgkett alle Reize dieser malerischen Landschaft lieber gab.
Dann zeigte Dr. Kaufmann mehrere Bilder von einer Bergwanderung in den Karawanken, dem steil aufragenben Gebirgszug, in dem sich die Kärntner ober Komischen Alpen nach Osten fort« setzen, mit nackten unb wilben Gipfeln bis ZU 2200 Meter Höhe. Auch biese Bilder, gleich«alis farbig und von mehreren Höhenvunkten aus auf» genommen, zeigten ben Hörern wunbervolle Ausblicke auf liebliche Täler und ferne Gebirgszuge und vermittelten, burch erläuternbe Worte unter- stützt, bas ganze Erlebnis einer Bergbesteigung bis zu bem Augenblick, wo man auf bem Gipfel steht, runbum schaut unb bie Natur in ihrer Gewalt auf sich wirken läßt. Da in ber Nacht mit einem Wett terftun Neuschnee fällt, kann ber Vortragende auch Bilder von ben frisch verschneiten Höhen zeigen, währenb im Tal noch Sommer ist, die ^iime noch ihr Laub tragen unb in ben Garten die Blumen
lief mürbe er vlötzlich MM D-> .tonnte etoas rW iimmen. Blatt 1. 2 uni) 3 waren vorharkden. Statt 4 ■efjlte. Statt 5 bildete den Abschluß. - Fr sah nach ben Daten und stellte fest, daß auf Blatt 4 ein Zeugnis üirr eine fast zweijährige Tätigkeit ge- tauben haben mußte, wenn sie nicht in dieser lan- gen Zeit aus bem Berufsleben ausgeschieden war. Sofort blätterte er zurück und suchte dm Personal- boqen daraufhin nach. Er trug Ine gleiche Hani). Art ff wie das Bewerbungsschreiben, war also van der Barkow ausgefüllt worden. Ehe er werterlas entnahm Michel dem Schrank mehrere Akten und stellte.in ihnen fest, dah alle Aufzeichnungen. ber letztes Jahre von der Sekretärin des Fabrikanten stamrrtten. Allo mußte sie natürlich auch ihren eigenen Personalbogen ausfüllen.
Im Präsidium warteten Kriminaldirektor Doktor Ball und Kommissar Kammin auf Mchel. Er legte die Akte auf den Tisch und erstattete Bericht. Alle waren sich einig, daß es sich zwar um einen ganz unbedeutenden Fehler handeln, daß aber auch Wichtiges dahinterstecken könne. Um die Wartezeit ms zur Erledigung der chemischen Un verkürzen, lud Doktor Ball seine beiden Unterge denen zu e-iner Partie Billard ein, die sie ln einem nahegelegenen Restaurant spletten. Mchel w bei so von feinen beruflichen. Theo Kammii derart von rosenfarbenen Gedanken erfüllt, daß si , Ball wiederholt Gelegenheit zu energif^nl Stra predigten gaben; denn es machte wenig Freuds nut solchen Stümpern eine Partie auszuttagen. Trotz dem verharrten sie folgsam die beiden Stunden, die der Sachverständige als Frist gesetzt hatte, und gingen dann erst zum Präsidium jwd.
„Na, was haben Sie herausgekriegt? fragte Dob Sterenante Dinge. Da» Bewerbungsschreiben und der Personalbogen, lautend auf ^en Namen Aenne Barkow, sind frühestens vor vier bis fünf Monaten geschrieben worden. Der Zustand der Tmt- beweist das einwandfrei.
(Fortsetzung folgt)
„Um Gottes willen!" stöhnte bas Mäbchen unb mußte jetzt lächeln. „Sie wären dazu imstande. Können Sie benn nicht ein bißchen liebevoller sein?
„Und wie, Karla!" sagte er verhalten. „Ich werde Sie wie meinen Augapfel behüten, mich mit meiner breiten Brust jedem Wind entgegenstellen, . damit Sie geschützt sind. Ich werde au Hause ber iehorsamste, liebevollste und aufmerksamste Mann ein, den Sie sich nur denken können. Karla, ich habe ich lieb. Es ist nicht so einfach, das zu sagen. Ich liebe Sie doch, bas mässen Sie fühlen."
„Ich möchte hinaus an bie Luft", sagte sie ganz leise unb roanbte sich ber Türe zu. Er folgte ihr. Etwas Besseres hätte sie gar nicht vorschlagen können. Draußen war es fast bunkel. Die beiden gingen nebeneinander, ohne ein Wort zu sagen, bis sie das Ende der Bäume erreicht hatten und vor einem weiten Ackerfelde standen. Er drehte sich ihr zu, schlang beide Arme behutsam um sie, als fürchte er, sie zu erdrücken, suchte bann ihren Mund unb küßte ihn lange unb zärtlich.
„Liebes bu, meine liebe, kleine Frau!
Sie fand noch keine Antwort, schmiegte sich aber fester an ihn. .Hast bu mich auch lieb?" fragte er.
„Ja", antwortete sie unb zitterte habet, als ob sie friere. r , , .
Unb bann begann ein flüsterndes Gespräch, bei bem Theo Kammin hauptsächlich den Frager spielte unb Karla Kobelt antworten mußte. Sie bekannte zögernb, baß er ihr vom ersten Tage bes Kennen- lernens an gut gefallen hatte, baß sie aber noch gezögert habe, eine Entscheibung herbeizuführen, weil sie sich erst so kurze Zeit kennen mürben Er küßte bie Bedenken weg unb erlangte bie (jrlaubms, den anderen ihr Glück sofort mitzuteilen. Sie schlenderten zu bem Saal zurück und machten so feierlich- lachende Gesichter, daß zumindest die anwesenden Damen Wichtiges errieten.
Die erste Feier bestand darin, daß acht junge
mutig raumfüllendes Bild; tänzerisch schien sich hier wie in ber einleitenden Komposition nach Corelli eine der unmittelbarsten und selbständigsten Be. gabungen der Gruppe zu äußern.
Die übrigen Nummern ber Dorttagsfolae haben wir schon bei früheren Gelegenheiten zu sehen be. kommen: das Ständchen aus „Don Pasquale (Dost pert), elegant, spritzig^und spielerisch; die Tanze aus de Fallas Ballett „Der Dreispitz (Dolpert, Krock) bikden hübsche Beispiele moderner Formen urtter andeutungsweiser Verwendung nationalspanischer Motive (Torero, Kastagnetten, Talon); ungarischer Tanz von Brahms (E. Stoll), ein malerisches Bild mit reizvollem Tempowechsel. Schumanns „-^au» merci", von Brigitte Dietz auf Spitze getanzt, uno „Fürchtemachen" (Dietz, Stoll) und ber ^trauhsche Walzer (Krock, Volpert) bestätigten in erster Lime die technische Beherrschung klassischer Ausbrucks- formen. Sehr akkurat ber argentinische Tango (Dietz, Volpert), doch sollte hier auf die Zusammenstellung der Kostümfarben geachtet werden: die Kombination von Violett und Rostrot erscheint wenig harmonisch. Den Beschluß bildete die Mozartsche Rokokosuite zu Goethes Iugendgedicht „Kleine Blumen, kleine Blatter", eine in Bewegung umgesetzte galante Schäferszene, welche von A. Volpert, E. Stoll und B. Dietz in graziös pantomimischem Zusammenspiel vorgeführt wurde. — Earl Willy Hahn war em aufmerksamer, verläßliche Hilfen gebender Partner am — - _ Die zahlreiche Tanzgemeinde folgte inter« md spendete sehr freundlichen Beifall.
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,ie6orenenbeoötterung Burmas unter der Knute zu halten.
Dreister englischer Lleberfall auf spanischen Hafen.
Berlin, 18. Jan. (DNB.) Englische Seestreit- fräste überfielen am 14. Januar 1942 ben spanischen kaen Santa Isabel auf Fernando Poo und Lrifen im Hafen liegende deutsche nnb Halte- nii dje Hanbelsschiffe an. Die Insel Fer- nanbo Poo, bie zusammen mit einigen kleineren In- Mn unb bem gegenüberliegenden Festland bie Ko- Lnie Spanisch-Guinea bildet, liegt an der westafrikanischen Küste in unmittelbarer Höbe der deutschen Kolonie Kamerun. Die Hafen- labt Santa Isabel zählt etwa 8600 Einwohner. Die oanische Regierung hat ber englischen Regierung mrd) ben spanischen Botschafter in Lonbon eine energische Protestnote überreichen lassen. Das par« eiamtliche spanische Blatt „Arriba" weist barau bin daß dieser Ueberfaü nur deshalb durchgeführt werden konnte, weil die spanischen Verteidigungsmittel an dieser Stelle äußerst unzureichend waren. Niemand soll daran zweifeln", so schreibt bie Zest tung „baß bie Freibeuter gespürt hätten, wie hart die spanischen Waffen zuschlagen, wenn bie_ not- wenigen Mittel zur Verfügung gewesen waren.
Solibaribab Nacwnal" schreibt, Spanien erhebe einen Protestschrei gegen bie Verletzung bes internationalen Rechts unb gegen bas Verbrechen gegen bie Menschlichkeit. Spanien zittere vor Entrüstung unb verpflichte sich feierlich vor ber Welt, bis zum lohten Blutstropfen zu verhinbem, baß derartige Angriffe ungestraft verwirklicht werden konnten.
- Die Kammertanzgruppe — Andreas Volvert, Brigitte Dietz, Katja K r ö ck, Edith Stoll; Lei- tung und Choreographie: Ballettmeister V o 1. pert — bestritt bas Programm der gestrigen Morgenfeier mit einer Zusammenstellung von bereits lezeigten Einzel- und Gruppentänzen und einigen Neuigkeiten. Unter diesen erwies sich als die interessanteste und künstlerisch ergiebigste eine Komposition „Der König unb drei Frauen" nach einer Idee von Andreas Volpert zur Musik von Corelli: bie tänzerische Erfindung entsprach der technischen Reife und Entwicklung der individuellen Anlagen aller Ausführenden. Die stellenweise sehr ausdrucksvolle Gebärdensprache und pantominische „Handlungsführung" formte sich nach dem Vorbilde mittelalterlicher Figuren in einem gehaltenen Bewegungsrhythmus im Sinne altertümlicher Tanzreihert, wobei nur die gelegentliche Einbeziehung ftilfremder Ballett-Elemente die Einheitlichkeit des Gesamtbildes störend unterbrach. (Im ganzen scheinen sich aus der Weiterbildung derartiger Tanz- formen, wie sie Haaß-Berkow vor Jahren zuerst gestaltete, dankbare Aufgaben für die kleine Arbeitsgemeinschaft der Kammertanzgruppe zu ergeben.) Von den neuen Stücken ber Dorttagsfolge sind ferner das Regersche Duett „Puck und Nymphe" zu nennen, ein von E. Stoll und A. Volpert in heiterer Spiellaune getanztes groteskes Scherzo von augenfälliger Publikumswirkung, unb em . Walzer von Mackeben, den Katja K r ö ck zeigte: sehr Flügel. - r- M
locker bewegt, einigermaßen abseits vom herkomm- essiert und spendete sehr freundlichen B-ifalb lichen Schema, mit bem blauen Blumenstrauß ein an- nans -
fpruch.) Der Burma, 6u lstet mar« London dar ngländischen jie Zeit nach imütig feine WM Er inenbliik der (einer Rück« [(genommen, Einverstand- t, daß Eng' itt^die Ein. ie nicht aller
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