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sinWchen en gllsch-japanischen Vündniffes drang b-le konservative Partei in England auf den verstärkten Ausbau der Festungswerke. Schon 1924 ließ aber die Arbeiterregierung Ramsay MacDonalds die wei­tere Befestigung als Überflüssig und kostspielig ein­stellen. Kaum waren die Konservativen wieder am Ruder, so setzten sie die Bewilligung von 5 Millio­nen Pfund für die Festung Singapur durch. Dieser Betrag ist vermutlich wegen des Anwachsens der la­tenten Spannung mit Japan stark überschritten wor­den. Die Werke sind so getarnt, daß ein Laienauge sie mit Ausnahme des. alten, nur noch zum Salut­schießen gebrauchten Forts Canning gar nicht er­kennt. Befestigt sind die Höhen, von denen die Stadt beherrscht wird, und mehrere der vielen kleinen In­seln innerhalb des engen Fahrwassers unmittelbar südlich der Stadt. Der eigentliche Kriegshafen liegt in der Durchfahrt zwischen der Insel Singapur und dem Festland.

Das äußere Bild Singapurs ist das einer großen und reichen, von wimmelndem Leben erfüllten, tro- pischen Handelsstadt. Die alte Reede hat nur einen freiliegenden Wellenbrecher gegen den von Osten kommenden Seegang, der neue Hasen dagegen, mit je einem Becken für Handels- und für Kriegsschiffe, ist bis auf die östliche und westliche Durchfahrt von Natur geschlossen. Es gibt mehrere große Trocken­docks und Schiffswerften, enorme Kohlenlager und Warenspeicher, in denen sich die Produkte Malak­kas, Niedetländisch-Indiens, Europas und Ameri­kas sammeln, um von hier aus die Wege zu weite­rer Verteilung anzutreten. Der Schiffsverkehr hat sich seit dem Weltkrieg zwischen 20 und 30 Millionen Registertonnen im Jahr bewegt. Vom Aequator ist

Singapur nur etwas Über einen Breitengrad ent­fernt. Dem entspricht das Klima. Die niedrigst ge- messene Temperatur beträgt 23 Celsiusgrade; die Regenhöhe ist mit über 2300 mm viermal so reich­lich wie in Deutschland. In den Kontoren und Wohnungen wird mit der jetzt elektrisch betriebenen Punkha ein kühlender Luftzug unterhalten. Früher wurde die an der Zimmerdecke aufgehängte Stange mit einem daran befestigten Stoff-Volant den gan­zen Tag durch Ziehschnure von jungen malaiischen Dienern bewegt.

Die Villen und Gärten in der Europäerstadt boten ein Bild kommerzieller Wohlhabenheit der Inhaber und Hauptvertreter englischer, deutscher, holländi- scher und amerikanischer Firmen. Der größte Reich­tum steckte im chinesischen Viertel, wo viele millio­nenschwere chinesische Kaufleute wohnen. Singapur ist ein Hauptplatz des chinesischen Großkapitals. Fürstlich ist das in einem prachtvollen Park gelegene Palais des Gouverneurs.

Die Stadt hat 400 000 Einwohner, davon noch nicht 10 000 Weiße. Chinesen und Malaien beherr­schen das Bevölkerungsbild. Ich habe Singapur vor und nach dem Weltkrieg besucht. Der äußere Eindruck hatte sich wenia verändert. Ein paar städtische Gebäude in klassizistischem Säulenstil waren neu erstanden, aber die Atmosphäre war in den dreißiger Jahren gegenüber der Vorkriegszeit merklich mit politischer Spannung geladen. Man spürte den aus der Ferne heraufziehenden Schatten Japans auch in den Gesprächen an Bord des hol­ländischen PrachtdampfersMarnix van Saint Aldegonde", mit dem ich von Singapur nach Ba­tavia fuhr.

Mr noch 40 Kilometer -ko Singapur.

Tokio. 19. Ian. (DRV. Funkspruch.) Die japa- nischen Streitkräfte, die längs der Westküste der INalayen-Halblnsel über die Flüsse pantian und Vesar (40 Kilometer westlich von Johur-Bharu) vor- stoßen, sind mit den britischen Verteidigern an einer Stelle in Gefechtsberührung gekommen, die weniger als 40 Kilometer von Singa­pur entfernt ist. Die letzten von der TNalaya- Fronl eingetroffenen Berichte zeigen, daß die japa­nischen Truppen, die in drei Heeressäulen der Südspihe der Malayen-Halblnsel zustreben, gleichzeitig eine Operation zur Einkreisung der restlichen auf etwa 20 000 Mann geschätzten feindlichen Streitkräfte eingeleitet haben. Man nimmt an, daß es in der Gegend oon 3o- Hur-V haru. der Hauptstadt des Sultanats Jo- Hur, zu einem Entscheidungskampf kommen wird, da der Gegner zweifellos alles versuchen wird, um die letzten Verteidigungsstellungen an der Singapur gegenüberliegenden Küste zu halten oder wenigstens die Reste feiner Truppen nach der Jnselfesiung hin­überzuretten. Der Endkampf um die Herrschaft aus der Malayen-halbinsel und das Schicksal von Singa­pur hat damit begonnen.

Ltnaufhaltsamer Vormarsch.

Schanghai, 19. Januar. (DRV. Funkspruch.) Rach einem Frontbericht standen die japanischen Truppen am Sonntag ungefähr 60 Kilometer vor Singapur. Sie haben auch die noch vor wenigen Tagen von den Engländern alsunüber­windlich- bezeichnete Pownall-Llnle durch­stoßen. Die 45. indische Brigade, die am Süd­ufer des Flusses Muar äußersten Widerstand lei­sten sollte, hat kapituliert, und die als letzte Reserve frisch herangeführten Australier wur­den südlich Gemas ln die Flucht geschlagen.

Unterdessen hämmert die japanische Luftwaffe unablässig auf die letzten den Engländern noch verbliebenen Flughäfen Sembawan und Ten- ga h, die beide bereits auf der Insel Singapur selbst liegen. Den Angriffen am Samstag fielen 22 britische Flugzeuge zum Opfer, die zum größten Teil am Boden zerstört wurden. Von über 500 britischen Maschinen, die zu Beginn des Krieges in Singapur konzentriert waren, sind nach japani­schen Schätzungen weniger als 50 übriggeblieben, wenn auch englische Agitationsmeldungen von dem Einsatz holländischer Flugzeuge in Malaya spra­chen. Rach hier vorliegenden Berichten sinkt die

Stimmung in Singapur ständig. Weite Kreise sol­len sich für eine kampflose Uebergabe einsehen, damit unnötiges Blutvergießen unter der Bevölkerung von 600 000 Menschen vermieden wird. Ob sich die englischen Drahtzieher dazu jedoch be- reitfinden, erscheint höchst fraglich. Die britischen Behörden haben bereits die Benutzung des Dam­mes verboten, auf dem die Bewohner Singapurs unter Umständen noch auf malayisches Gebiet hät­ten flüchten können, wo für sie die Gefahr nicht so groß wäre wie bei einer Belagerung und Er­stürmung der Jnselfestung Singapur. Besonders trostlos gestaltet sich die Lage von hunderttausen­den der ärmeren Bevölkerung, für die schon gar kein Ausweg aus dieser Lage besteht. Dazu kommt noch der Mangel an Wasser und Lebensmitteln. Die Verwimng wird noch dadurch vergrößert, daß die britischen Behörden mit. der Zerstörung der wichtigsten Gebäude in Singapur begonnen haben. Rach der Eroberung des Hafens und Flug­platzes Vatu Pahat an der Westküste von Ma­laya steht nunmehr die gesamte Malakka­st raße unter der Kontrolle der japanischen Luft­waffe und Marine. Damit ist für die Engländer der Seeweg zwischen Indien und Singapur über diese wichtige Meerstraße abgeschnitken.

Oie Verteidigung Singapurs überrascht.

Tokio. 13.Jan. (Europapreß.) Immer mehr tmrt> es klar, daß die Führung des javanischen Hauptstoßes auf der malaiischen Halbinsel entlang der Westküste die Pläne des britischen Kommandos vollkommen durchkreuzte. In der Erwartung, daß eine japanische Landung an der Ostküste er­folgen werde, hatte die britische Truppenfüdrung o.ie Ostküste beiderseits Endau und südöstlich Kuan- tans mit zahlreichen Bunkern, ausgebauten Geschütz­stellungen und feldmäßigen Werken befestigt. Auch das unwegsame H ü g e l m a s s i v, das sich nach dem Landinnern hin anschließt, wurde mit Minensperren und Drahtverhauen befestigt. Die Japaner jedoch umgingen diese Zone und nahen sich jetzt Singapur durch den Südostteil der Provinz I oho re. Das Sultanat Iohore weist ein für mo­torisierte Truppen sehr vorteilhaftes Ge­lände auf. Die einzige Gelände er Hebung von Bedeutung ist der 1400 Meter hohe Ohio. Auch Dschungel fehlt in Iohore so gut wie gant. Das Straßennetz Johores ist gut und dicht. Die Anzahl der Brücken ist nur sehr gering, so daß Sprengun-

Federkiel und Degen.

Anekdoten von Karl Lütge.

Die Leutnantswette.

In Görlitz stand im Winter 1855/56 beim Schüt­zenregiment Leutnant v. Moser. Die Feste waren verrauscht; man ging aus Langeweile öfter als sonst ins Theater, das mit leichten Schwänken auswartete. Auch Leutnant v. Moser besuchte, da sichnichts besseres" anfangen ließ, um diese Zeit mit einem Schwarm Kameraden das Stadttheater. Zur neuen Berliner Posse erklärte v. Moser weawersend:So ein paar lustige Akte zusammenzuichmieren siebt nach wer weiß was aus! Wenn es verlangt roiro, schreibe ich auch solch ein Ding!"Ausgeschlossen! Ein ganzes Stück?" bohrten junge Leutnants.Wet- ten wir , rief v. Moser,daß ich sogar in einer Nacht ein Stück schreibe?"'In einer Nacht?" Einladend lockte derStrauß" am Marienplatz. Leutnant v. Moser wettete dort mit seinen Kame­raden, daß er in einer einzigen Nacht ein bühnen- fähiges Lustspiel schreiben könne. Dann zog man zur Wohnung des künftigen Dichters. Leutnant v. Moser bekam eine erschröckliche Menge Rotspon auf sein Zimmer geliefert und vollbrachte wirklich noch in der Nacht seine erste Einakter-Posse. Der lustige Erstling des angehenden Lustspieldichters ging in kürzester Frist über die Görlitzer Bühne und wurde auch im nahen Warmbrunn und in Bad Charlottenbrunn aufgeführt. Weit besser war der Start der weiteren Stücke von Moser,Der grüne Esel" undWie denken Sie über Rußland?" Don Liesen Erstlingen des Leutnants von Moser spricht jedoch kaum noch eine Literaturgeschichte. Meist werden nur seine erfolgreichen StückeDas Stif­tungsfest",Der Deilchensresser",Krieg im Frie­den",Der Registrator auf Reisen" u. a. erwähnt, die der später so bekannt gewordene Lustspieldichter Gustav o. Moser geschrieben hat Folgen einer übermütigen Leutnantswette ...

Das Rekordhonorar.

Don schriftstellerischen Leistungen erzählte der Ge­freite Schlucker in Ruhestellung mit Dorliebe. Doch unterließ er die Erwähnung, daß in den meisten Fällen die Leistungnach der Zeile" vergütet wird. Auf dieser Grundlage erstrebte auch er einst fein erstes Schrtftstellerhönorar. Er war eigens nach

Herrenalb gezogen, weil der Marne dieses Schwarz­waldortes so herausfordernd schneidig klang weshalb er übrigens ein ,Kurort der Frauen" ist. Gerade dieser letzte Umstand erwies sich für Josef Schlucker ausnehmend günstig. Denn nicht durch Verlage oder Schriftleitungen erlangte der der­zeitige Gefreite und damalserfolgreichste" Dichter ein Honorar man muh schon sagen: ein Rekord­honorar das ihn instand setzte, fortan ein von allen Honorarnöten freies Leben zu führen. Josef Schlucker schrieb zur Abkürzung der langwierigen und dornenvollen Schriftstellerlaufbahn nur zwei Zeilen. Die zwei Zeilen, die einHonorar" von je 50 000 Mark einbrachten, lauteten:Neigungs­heirat mit ansprechender junger Dame sucht ..."

Aus technischen Gründen".

Der um die Jahrhundertwende bekannte Lyriker Carl Busse konnte durch die fördernde Hand von Arno Holz verhältnismäßig frühzeitig für die Erst- linge seiner Muse einen Verleger finden. Dieser, der in einer kleinen Stadt in Sachsen wohnte, ging mit löblichem Eifer ans Werk. Busse wurde damals gerade Soldat und stand in der schönen Westfalen- Hauptstadt Münster in Garnison, wo er sich recht wohl fühlte. Nur der Gedichtband, der erscheinen sollte, beunruhigte ihn, denn der wackre Verleger schrieb beständig, daßaus technischen Gründen" die Hälfte der Gedichte Wegfällen mühte. Aus tech­nischen Gründen das hieß: er konnte das Ge­dichtwerk nur in dem bescheidenen Höchstumfang von fünf Druckbogen aus Mangel an Typen in seiner kleinen Druckerei herausbringen. Der junge Dichter und Soldat empfand berechtigten Stolz, als er dann endlich das reichlich schwachbrüstige erste eigene Buch in der Hand hielt. Doch er erblaßte jäh, wurde rot, las das aufgeschlagene Gedicht wie­derholt und warf das schöne, köstliche Buch zornig zu Boden.So eine booenlose Unverschämt­heit!" Er fand nämlich eine Anzahl der Gedichte vom Verleger mit beispielloser Verständnislosigkeit einfach verändert, .verbessert". Busse beruhigte sich erst etwas, als er feststellte, daß nur bei einigen Gedichten die ersten Zeilen geändert worden waren. An ihnen war allerdings arg gewütet worden. Der Dichter schrieb einen geharnischten Brief an den Ver­leger. Auf die Antwort war Busse sehr gespannt. Der Brief aus Sachsen brachte Aufklärung:Die Sache verhält sich ganz ettrfacy so, daß nämlich aus

kurze

o andere verzagten, da wuchs

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aber, unser Wille wird immer härter, entschkoffener

Berlin, 17. 3 an. (DRB.) Die britische Admira­lität glaubt die Berichterstattung der Achsenmächte über den Seekrieg durch die Behauptung Lügen strafen zu können, daß das deutsche und das italie­nische Oberkommando seit kriegsbeginn bis zum 31.Dezember 1941 hie Versenkung folgen­der britischer Kriegsschiffe bekanntge­geben hätte: 44 Schlachtschiffe, 20 Flugzeugträger, 158 Kreuzer, 183 Zerstörer, 95 Unterseeboote. Dem­gegenüber wird amtlich festgestellt, daß vom deutschen Oberkommando 2 Schlachtschiffe, 4 Flugzeugträger, 17 Kreuzer, 62 Zerstörer, 47 Unterseeboote; vom italienischen Ober­kommando 1 Schlachtschiff (als wahrscheinlich), 11 Kreuzer, 18 Zerstörer 42 Unterseeboote a l s versenkt gemeldet wurden.

des Führers Glaube an den Sieg."

Reichsminister Or. Frick auf dem Erinnerungstreffen von Lippe.

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Britische Lügenoffensive.

Oie Admiralität verdächtigt die deutsche Berichterstattung, um eigene Schiffsverluste zu vertuschen.

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Die britischen Lügen haben diesmal besonders Beine, well jeder sorgfältige Beobachter der

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Zeitschriften.

Das Erlebnis des Winters in der Malerei" ist das Thema eines Aufsatzes in der Zeitschrift .Kunst dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wien) , mit Bildern von Brueghel, Boucher, Preller, C. D. Friedrich und andern. Ueberhaupt ist das vorzüglich reproduzierte reichhaltige Anschauung-- material dieser Monatsschrift immer wieder zu rüh­men; es vermag gerade heute eine ausgezeichnete kunsterzieherische Wirkung auszuüben. Sehr schöne, auch farbig wohlqelungene Wiedergaben findet man ferner zu den BeitragenDeutsche Maler des 19. Jahrhunderts" undMeisterwerke der Bildnis- malerei". H. Ranzoni erzählt amüsante Geschichten von Wiener Künstler-Originalen der siebziger und achtziger Jahrs.

harrten das Mädchen und ihr Bräutigam noch im­mer vor dem Apparat und fragten, warum der Mann denn plötzlich dcwongelaufen fei.

Es handelte sich um einen der Polizei bereits be­kannten Dieb, der erfahren hatte, daß der Photo­graph verreist war, und dies benutzen wollte, ihm das Haus auszuräumen. Er war mit Hilfe eines Dietrichs in das Atelier eingedrungen, und er hatte schon Held, Silberzeug und photographische Platten zusammengetragen, als das junge Paar kam, um sich photoaraphieren zu lassen und er sich nicht anders Helsen zu können glaubte, als daß er selbst den Photograpyen spielte. Er hatte keine Ahnung, wie er mit dem Avparat umzugehen hatte, aber da er unter dem Tnche steckte, hatte er nicht bemerkt, daß er von der Pförtnerin beobachtet worden war, und so hatte er zu spät die Flucht ergriffen. C K.

amtlichen deutschen Kriegsmeldungen den Schwindel sofort aufzudecken in der Lage ist. Daß die britische Admiralität in einem verklausulierten Nebensatz zu erkennen gibt, daß sie bei ihrer Phantasierechnung auchbeschädigt" gemeldete Schiffe mitgezählt habe, macht die Betrugsabsicht ihrerErklärung" nur noch deutlicher. Daß bei der^ast 2 >4 jährigen Dauer des Krieges manche, besonders schwere Einheiten der britischen Marine mehrmals beschädigt wer­den und dann in monutelangen Dockreparaturen wieder verwendungsfähig' gemacht werden konnten, ist jedem Laien klar. Der Versuch der britischen Ad­miralität, Versenkungen und Beschädigungen zusam- menzurechnen, ist ein elender Taschenspielertrick. Fest steht, daß unsere Meldungen über die Vernich­tung britischer Kriegsschiffe ebenso klar wie zutref­fend sind, während die britische Admiralität über die Verluste der englischen Flotte insbesondere bei den mittleren Einheiten nur berichtet, was sie nicht verschweigen kann.

»Bitte recht freundlich?"

Die Pförtnerin eines Hauses in der Via Lome!- lina in Mailand hatte gesehen, wie ein junges Paar vom Lande die Treppen hinauf zum photo­graphischen Atelier Traverso ging, das im ersten Stock des Hauses lag; erst nach einigen Minuten erinnerte sie sich, daß der Photograph verreist war, und ie fragte sich verwundert, wo das Paar geblieben ei, wenn die Werkstatt dock geschlossen war. Sie ging nach und blieb ganz erstarrt stehen, als sie sah, daß die Tür geöffnet war, und noch mehr staunte sie, als sie näher hinzutrat und wahr- nahm, daß der junge Mann und das Mädchen Hand in Hand, zärtlich einander in die Augen blickend vor dem Apparat standen, wie man eben steht, wenn das üblicheBitte, recht freundlich!" ertönt. Dor ihnen, oon dem schwarzen Tuch über dem Apparat so verdeckt, daß nur noch Rücken und Beine zu sehen waren, und eifrig daran drehend, stand der Photograph. Das Objekt schien dem jungen Paar nicht recht geneigt zu sein, vielleicht hatten die beiden kein Photographiergesicht, denn dem Photographen wollte es durchaus nicht ge­lingen, die richtige Haltung und Beleuchtung zu finden, er brummelte unverständliche Worte, die das wartende Paar jedoch augenjcheinlich in ihrem Glück nicht störten.

Der Pförtnerin schien bei dieser Szene nicht aller in Ordnung zu sein, sie zog sich leise zurück und ging, ihrem Mann die Sache zu erzählen. Wer war der Photograph, da doch Traverso abwesend war? Schnell riefen die beiden das nächste Poltzeikom- miffariat an, das auch sofort zwei Beamte schickte. Während sie noch auf der Treppe standen und die Pförtnerin näher befragten, kam der geheimnisvolle Photograph aus dem Atelier, mit gesenktem Kopf, >

In Detmold nahm Reichsorganisationsleiter D r. L e y am Sonntag am traditionellen Erinnerungs­treffen teil. Wiederum sind zunächst im Rathaus und bann im DetmolderKrug" die alten Mit­streiter des lippischen Wahlkampfes 1933 und mit ihnen zahlreiche Vertreter der Wehrmacht um Dr. Ley versammelt.Vor neun Jahren", so sagte Dr. Ley,war dieser Wahlsieg hier im kleinen Land für das große Reich wertmäßig entscheidend. Es war ein Sieg der Ideale, ein Sieg des Willens, der Opfer und des persönlichen Einsatzes. Kurz vorher hatten die Gegner noch triumphieren ton­nen. In ihren vermeintlichen Triumphen ließen sie sich zu den ausschweifendsten Phantasiegebilden in ihrer Propaganda hinreißen. Es war genau wie heute. Der Führer sah sich das aufgeregte Ge­baren der Gegner an und befahl den Angriff und den Gegenstoß, wo ihm Ort und Zeitpunkt geeignet erschienen. Die Tage von Lippe machen uns klar, daß das Schicksal dem entschlossensten Kampfein- satz auch den eindeutigsten Sieg folgen läßt. Der beste Kamerad seiner Soldaten ist Wolf Hitler, auch der zuverlässigste Kamerad jedes einzelnen Menschen in der Heimat. Sein Glaube ist unser Glaube. Aus seiner Siegeszuversicht damals uni) heute strömt unsere Kraft zum Kampf bis zum erfolgreichen Ende."

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Lemgo, 18. Januar. (DNB.) Mtt besonderer Freude empfing die Bevölkerung der kleinen Han- feftabt Lemgo am Samstag Reichsinn enminister Dr. Frick, der auch in diesem Jahre an dem Eh­rentag der alten Lippe-Kämpfer teilnahm. Dr. Frick umriß die Bedeutung der letzten Wahlen vor der Machtergreifung und unterstrich, daß dieser Erfolg nur die Frucht eines harten und zähen Kampfes war, der,ost von Rückschlägen begleitet wurde, dank dem unerschütter-lichen Glauben des Führers an den Endsieg aber dock zum vollen Erfolg führte.Wo andere verzagten", so rief der Minister aus,ba wuchs die Kraft des Füh­rers und fein Glaube an den Sieg der nationalso- ziulistischen Idee." Mit Stolz und Bewunderung ging der Redner dann in großen Zügen auf die ge­waltigen Erfolge der deutschen Wehrmacht ander Ostfront ein. Größter Dank gebühre dem deut­schen Soldaten, der die deutsche Heimat beschütze und sie vor den Schrecken eines bolschewistischen Einfalls bewahrt hat. Mr ständen in einem harten, zähen Kampf gegen einen verbissenen und vertier­ten Gegner, mit dem kein Kompromiß mög­lich sei. Die Heimat danke dem deutschen Solda- ten am besten durch die Tat, indem feder an seiner Stelle seine Pflicht erfülle. Für jene aber, die heute verzagen wollten, gelte die Mahnung, den Blick auf die Front zu richten; dann werde jeder wohl ermessen, wie unbedeutend fein eigenes Entbehren sei. Der Minister schloß:Voraussetzung für den Sieg tst der Glaube an den Sieg. Dieser Glaube ist unerschütterlich. Wie lange der Krieg dauern wird,- wissen wir nicht; wir wissen

ihre Handgranaten auf die feindlichen Fahrzeuge und zerschmetterten eins nach dem andern. Zwei­hundert Briten blieben bei den zerstörten Fahr­zeugen liegen.

Der Ministerpräsident von Burma verhaftet.

Stockholm, 19.Jan. (DNB.-Fun-tspruch.) Der Premierminister der britischen Kolonie Burma, S u S a w, ist von den Engländern v er h a f t e t wor­den. Er forderte Anfang November in London das Dominienftatut für sein Land. Als die engländischen Imperialisten vage Versprechungen für die Zeit nach dem Kriege gaben, äußerte Su Saw freimütig seine Empörung über die britische Hinterhältigkeit. Er reifte dann ab und befand sich im Augenblick des Kriegs-ausbruches auf Honolulu. Nach seiner Rück­kehr wurde er von den Engländern festgenommen, die behaupten, er habe mit Japan im Einverständ­nis gestanden. Die Verhaftung beweist, daß Eng­land jedes Mittel recht ist, wenn es gilt, die Ein-

technifchen Gründen die Aenderungen vorgenom­men werden mußten, und Sie müssen doch zugeben, daß die Initialen der Anfangsbuchstaben sehr sckon aussehen? Weil nun aber nicht genug großew" bei uns vorhanden waren, mußten ein paar Ge­dickte eben mit einemA* anfangen, von welch selvigen wir genug vorrätig haben ..."

DerM i t a r b e i t e r".

Ein Arbeiter-Dichter, wie es im Weltkriege hieß, und dessen Name nichts zur Sache tut, hatte schwer um Anerkennung zu kämpfen. Eines Tages kam im Kreise von Kameraden das Gespräch auf eine Zeitschrift.Kennst du das Blatt näher?" fragte einer den Dichter.Gewiß, sehr gut!"Bist Du da etwa Mitarbeiter?" ,Hm und wieoer!" Was du nicht sagst?! Bei diesem großen Blatt?! Alle Achtung!"Ja, hin und wieoer? Ich schicke meine'Gedichte hin, und die Leute schicken sie mir wieder!"

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und unbeugsamer werden. Geschlossener denn je ß Kat d steht das deutsche Volk hinter seinem Führer. Die I Parole heißt: Wir können siegen, wir müssen siegen, p \ und wir werden siegen!^

gen, die einen wesentlichen Aufenthalt tm Vor­marsch bedeuten konnten, kaum in Betracht kommen.

Die schwerste Aufgabe wahrend des bisherigen japanischen Vormarsches fiel der japanischen Infanterie zu, die von Kuantan aus durch das dichte Dschungel des Staates Pahang den An- griff durcyzuführen hatte. Eine Ueberrafchung des Gegners war höchstens bei Nacht möglich, bei knie­tiefem Waten durch den zähen Sumpfboden und mühsamem Durchdringen des pfadlosen, von Lianen durchwachsenen Urwaldes. Einer japanischen Ab- teihrng aber, die durch Mitteilungen freundlich ge­sinnter Malayen über die Stellungen des Gegners unterrichtet wurde, gelang es trotz aller dieser Schwierigkeiten, in Den Rücken der Briten zu gelangen. Nach mühsamem Vordringen hatte die Abteilung schließlich die Landstraße erreicht, an welcher der an seiner Front angegriffene Gegner zurückmarschieren mußte. Nach stundenlangem Warten erschienen fünf britische Panzer und mehrere Lastwagen, mit Mannschaften besetzt. Von den Baumkronen herab warfen die japanischen Soldaten

als ob er noch immer unter dem Dunkeltuch steckte, und versuchte, die Flucht zu ergreifen. Es war zu "D Qoth

spät, die Polizisten nahmen ihn schnell feft. Ganz JW« jetzt

verdutzt und ohne zu verstehen, was geschah, ver-