Oie Siege im Eismeer und am Don in der neuen Wochenschau.
Das hohe Lied von dem ungestümen Angriffsgeist des deutschen Soldaten erklingt in der neuen Wochenschau in den mit dramatischer Spannung erfüllten Bildberichten von der Vernichtung des britisch-amerikanischen Geleitzuges im Nördlichen Eismeer und der großen Durchbruchsschlacht am Don.
Fernaufklärer starten von einem deutschen Stützpunkt an der norwegischen Küste zum Flug über die endlosen Weiten des Eismeeres und entdecken den aus 38 Transportern bestehenden Geleitzug, der durch Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Zerstörer und Korvetten gesichert ist. Wie deutsche Strategie und deutscher Kampfgeist das Vernich- tunaswerk vollenden, das wird in diesem dokumentarischen Bildbericht mit großer Eindringlichkeit deutlich. Durch Funk werden aus Feindfahrt begriffene Unterseeboote aus allen Richtungen herbeibeordert. Admiral Dönitz übernimmt persönlich die Leitung ihres Einsatzes, während starke Kampfflugverbände des Generalobersten Stumpfs von der Luft her zum Angriff übergehen. Von Bomben und Torpedos getroffen sinkt ein Schiff nach dem anderen in die Tiefe, bis der ganze Geleitzug vernichtet ist und 260 000 BRT. mit riesigen Mengen von Panzern, Flugzeugen und Lebensmitteln auf dem Meeresgrund liegen. Besser als alle Worte es vermögen, kündet dieser Bildstreifen vom Heldenmut unserer U-Boot-Männer und Kampfflieger, zu
gleich ist er ein neuer Beleg für die vorbildliche Zusammenarbeit der einzelnen Waffengattungen.
Das gleiche gilt von dem großangelegten Bericht von der bedeutungsvollen Durchbruchsschlacht am Don. Während Stukas und Artillerie die feindlichen Stellungen zerschlagen, bereiten Sturm- aeschütze und Panzerkampfwagen der stürmenden Infanterie den Weg. Woronesch, das wichtige Industriezentrum, wird genommen, und am 11. Juli kann da^ Oberkommando der Wehrmacht melden, daß der Feind vernichtend geschlagen und der Don in einer Breite von 350 Kilometer erreicht sei. Packende Einzelszenen von höchstem kämpferischen Einsatz unserer Soldaten wechseln ab mit Bildern furchtbarer Verwüstung auf den Stätten der Schlacht und führen stets aufs neue vor Augen, mit welcher vernichtenden Wirkung das deutsche Schwert zuschlägt, wo' sich ihm der Feind entgegenstellt.
Berichte aus dem Führerhauptqaurtier, wo Gene- ralfeldmarschall v o n M a n st e i n , der Sieger von Sewastopol, sich zur Berichterstattung beim Führer meldet, vom Geburtstag Dr. H a cha s in Prag, den Studentischen Tagen deutscher Kunst in Salzburg, der Eröffnung der Großen Deutschen Ku n st- ausstellung 1942 in München, dem Einsatz deutscher Kampfflugzeuge an der Murman- Front und einem Seegefecht zwischen deutschen Minenräumbooten und sowjetischen Bombern im Finnischen Meerbusen runden das Bild, dieser Wochenschau ab. K. F.
Oie
iU:
anderung am Sonntag.
Gießen — Dutenhofen — Stoppelberg — Kirschenwäldchen —r Wehlar.
Um die belebte Landstraße nach' Dutenhofen zu vermeiden, beginnen wir die Wanderung zweckmäßig am Schlachthaus. Wir gehen an schönen Partien vorbei lahnabwärts bis zur Brücke, die wir überschreiten, um nach Dutenhofen zu gelangen. Hinter dem Bahnhofsgebäude stoßen wir auf den schwarzen Strich, der bis zum Schluß unser Wegzeichen bildet. Das Zeichen führt zunächst nach Münchholzhausen und später durch Feld und schöne Waldung nach dem 400 Meter hohen Stoppelberg, von dessen steinernem Turm man eine weite und herrliche Rundschau genießt. Das Zeichen leitet weiter über das Kirschenwäldchen nach unserem Endziel Wetzlar. Dauer der Wanderung 4Vi Stunden. Gießen — Schiffenberg — Annerod — Ganseburg—
Großen-Vnseck.
Diese Wanderung, die in ihrem ersten Teil fast nur durch Wald führt, beginnt bei der Universitäts- Bibliothek. Wir gehen zunächst den blauen Keilen nach, die bei den Eisteichen den Schiffenberger Weg verlassen, um in den Watzenborner Weg, eine stille Waldschneise, einzubiegen. Nach einiger Zeit treffen wir gelbe Punkte und haben an dieser Stelle einen schönen Blick auf den Schiffenberg. Wir gehen nun
mehr diesem Zeichen nach auf den Schiffenberg. wo eine Rast am Platze ist. Das Zeichen führt uns weiter am Brauhofsberg vorbei durch prächtigen Laubwald bis zur Hohen Watte, von wo wir gelben Strichen nach Annerod folgen. Ohne Zeichen wandern wir nun zur Landstraße, die nach Grünberg führt, und auf dieser weiter an der Ganseburg vorüber bis zum ersten Feldweg links, der über einen mäßigen Höhenrücken mit hübschem Blick auf Großen-Buseck und den Hohen Berg nach dem Endziel Großen-Buseck führt. Wanderzeit insgesamt 4 Stunden.
Wandervorschlag des VhC. (Zweigverein Gießen).
Abmarsch Frankfurter Straße. An der Unterführung' nach Klein-Linden vorbei, sints des Bahnkörpers, weiter zur R o t e n - R i n g - Wegebezeichnung des DHC. Dieser über die Bahnbrücke folgend bis zur G e l b'e n - P u n k t - Markierung. Auf letzterer weiter über Allendorf nach Münchholzhausen (2 Stunden). Von hier auf der Wegebezeichnung schwarzer Strich nach dem Stoppelberg-Aussichtsturm. (IV- Stunden.) Auf dem Wegezeichen L (Lahnhöhenweg) über Kirschenwäldcken (Einkehr) weiter nach Wetzlar (1^ Stunden.) Gejamtwander- zeit 5 Stunden.
wurde. Der Versicherungsschein und die letzte Dei- tragsquittung werden als Nachweis dafür gebraucht, daß die Versicherung tatsächlich in Kraft ist. Um eine unnötige Verzögerung zu vermeiden, müssen alle diese Unterlagen umgehend eingeschickt werden. Anders ist die Regelung, wenn der Mann vom Truppenteil als „Vermißt" gemeldet wird. Zn solchen Fällen wird — hauptsächlich, wenn es sich um Mitglieder einer U-Boot-Besatzung oder um einen Soldaten an der Ostfront handelt — Nie Versicherungssumme von der Gesellschaft bis zu 10 000,— RM. ausgezahlt. Wenn die Summe höher liegt, sinden von Fall zu Fall Sonderregelungen statt.
Äst die Lebensversicherung ausgezahlt, muß die Kriegerwitwe reiflich überlegen, was mit dem Geld geschehen soll. Wie wird es am besten angelegt? Sie allein kann diese Frage entscheiden, denn sie kennt die für sich und ihre Familie gültigen Gegebenheiten. Vielleicht hat sie die Möglichkeit, sich an einem sicheren Geschäft zu beteiligen. Vielleicht ermöglicht ihr die Summe auch eine fachliche Ausbildung, mit deren Hilfe sie jederzeit sicher durchs Leben gehen kann.
Schließlich wirb sie neue Versicherungen abfchlie- ßen, da ihr die Lebensversicherung gezeigt hat, wie wichtig und lebensnotwendig diese Vorsorge ihres Mannes war. Die Mutter wirb dabei in erster Linie an die Zukunft ihrer Kinder denken. Der Tochter kann sie eine Ausstattungsversicherung zugutekommen lassen, die ihr bei der Verheiratung einen Aussteuerzuschuß sichert. Heiratet die Tochter nicht, wirb ihr die Summe bei Vollendung des 25. Lebensjahres ausgezahlt. Für den Jungen wird die Mutter zweckmäßig eine Ausbildungsversicherung (auch Berufskosten- und Stubiengeldoersicherung) abschließen.
In jedem Falle stehen ihr die verschiedensten Wege offen, die alle/das gleiche Ziel haben: die Zukunft der Kinder möglichst sorgenfrei zu gestalten. Sie muß in solchen Fällen daran denken, daß sie den Vater ersetzen und an seiner Stelle für die Kinder eintreten muß. Nur dann wird sie ohne Zukunftssorgen ihren Weg tapfer zu Ende gehen und den Anforderungen der Zeit mit Ruhe und Sicherheit nachkommen können.
Mieterschutz der Soldatenfrau.
Durch das Kriegsnotrecht ist der Mieterschutz auch auf Untermietverhältnisse teilweise ausgedehnt worden, bei möblierten Zimmern aber unter der Voraussetzung, daß der Untermieter darin mit seiner Familie eine selbständige Wirtschaft oder Haushaltung führt. Aenderungen des Familienstandes können von Bedeutung sein. Die „Deutsche Justiz" veröffentlicht zu dieser Frage eine beachtliche Entscheidung des Landgerichts Berlin. Das Amtsgericht hatte eine Soldatenfrau zur Räumung des möblierten Zimmers mit Küchenbenutzung verurteilt, weil sie nach dem Tode ihres Ehemannes nicht mehr darin mit Familie eine selbständige Wirtschaft führe. Das Landgericht hat diese Entscheidung aufgehoben. An und für sich entspreche das Urteil des Amtsgerichts dem geschriebenen Recht, so heißt es in der Entscheidung des Landgerichts, über diesem geschriebenen Recht aber ständemdie Grundgesetze der völkischen Lebensordnuäg und das gesunde Volksempfinden. Nach den höheren Gesetzen der Gemeinschaft sei es nicht angängig, die Soldatenwitwe einem anderen Alleingebliebenen gleichzustellen. Es entspreche nicht dem Sinn des Kriegsnotrechts, den Heldentod des Ehemannes als ein Ereignis anzusehen, das den Mieterschutz in Wegfall bringt. Die Soldatenwitwe' dürfe durch den Heldentod ihres Mannes mietrechtlich keineswegs schlechter gestellt werden. Die Soldatenwjtwe behalte deshalb ihren. Mieterschutz.
Erleichterungen im Gütervrrsand.
Das Reichswirtschaftsministerium teilt mit: Anfang Juni d. I. mußten Versandverbote erlassen werden, durch die der Transport nicht unmittelbar lebenswichtiger. Güter auf begrenzte Zeit zurückgestellt wurde. Sie sind inzwischen bereits zum größten Teil abgelaufen. Soweit das nicht der Fall ist, sind diese Verbote nunmehr bis auf weiteres außer Kraft gesetzt worden. Diese. Erleichterung für den Wirtschaftsverkehr kann aber nur dann aufrechterhalten bleiben, wenn vermeidbare Transporte unterlassen und allgemein die kürzesten Transportwege gewählt werden. Außerdem muß die Wirtschaft nach wie vor einen schnellen Wagenumlauf mit allen Mitteln unterstützen und durch Zusammenlegung verschiedener Sendungen auf volle Auslastung der Güterwagen bedacht sein. Kein Laderaum darf unnötig in Anspruch genommen werden.
*
** Ausgabe von Tri nkb ra n n t w e i n. Dom Montag bis einfchl. Freitag nächster Woche wird in den hiesigen Einzelhandelsgeschäften, in denen die Anmeldung erfolgt ist, Trinkbranntwein ausgegebe^n. Die Ausgabe erfolgt in Flaschen, bei deren Entgegennahme die Hergabe einer leeren Flasche erwünscht ist.
** Preissenkung für Brüh - und Soße n w ür f e l. In Verfolg der. Preissenkungsbe
strebungen hat der Reichskommissar für die Preisbildung für einzelne Artikel der Suppenindustrie eine 15- bis 20prozentige Preissenkung angeordnet. Im Preise gesenkt werden Brühwürfel, Soßenwürfel, Suppenpasten und gekörnte Brühe. Die Preissenkung wird für den Verbraucher mit Beginn des Monats September wirksam werden.
*♦ Reichssportabzeichen. Die Prüfungen in Leichtathletik, Schwimmen und Radfahren zur Erlangung des Reichssportabzeichens finden am morgigen Samstag und am Mittwoch nächster Woche statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich.
Kreis Alsfeld.
—.— Homberg (O h m), 15. Juli. Auf Einladung der hiesigen Jugend gruppe statteten am Sonntag Verwundete und Kranke eines Lazaretts unserer Stadt einen Besuch ab. Die Gäste wurden von Mitgliedern der Jugendgruppe bereits in Nieder-Gemünden am Bahnhof empfangen und hierher geleitet, wo sie von der Leiterin der Jugendgruppe, Frau Geißer, herzlich begrüßt wurden. Nach einem Frühstück wurde ein Spaziergang durch die herrlichen Waldungen um Homberg unternommen, anschließend vereinigte man sich zum Mittagessen. Der Nachmittag war mit einem Spaziergang durch unser Städtchen mit anschließendem kameradschaftlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und guter Unterhaltung ausgefüllt. Bei dieser Gelegenheit richtete Bürgermeister Geißer herzliche Gruß- und Dankesworte an die Soldaten. Nach dem Abendessen kehrten die hier gern begrüßten Besucher zu ihrem Lazarett * zurück.
Schweiuemarkl in Homberg.
—.— Homberg (Ohm), 15. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 82 Ferkel zum Verkauf gestellt. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 RM, 10 bis 12 Wochen alte 30 bis 35 RM. pro Stück. Nach schleppendem Handel verblieb Ueber- stand.
G. A-Sport.
Gebietsmeisterschasten im Gtraßenfahre«
mit vier Gießener hJ.-Fahrern am Start.
Eine für die Zeitverhältnisse recht glanzvolle Besetzung haben die Gebietsmeisterschaften im Straßenfahren, die am Sonntagvormittag mit Start und Ziel am Schützenhaus in Gießen ausgetragen werden. Die Rennstrecke führt über Steinbach, Lich, Nieder-Bessingen, Münster, Grünberg, Lindenstruth zurück nach Gießen, ist 52 Kilometer lang und wird von der Klasse A zweimal durchf^ren. Ein „Erster Schritt", eine Nachwuchsprüfung^sahrl auf der Landstraße Klasse B über 30 Kilometer, wird auf der Strecke Gießen—Reiskirchen—Lindenstruth und zurück durchgeführt. An den Titelkämpfen um die Gebietsmeisterschaft nehmen in jedem Wettbewerb der Bannmeister und der nächstfolgende Bannbeste teil. Die Startliste trägt die Namen von sechzig Fahrern aus elf Bannen. Vertreten sind die Banne 80 (Wiesbaden) mit neun, 81 (Frankfurt) mit zwölf, 88 (Wetzlar) mit vier, 98 (Mittelbuchen, Langen- selbold, Bergen) mit vier, 115 (Darmstadt) mit acht,
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M.Au II Juli. Da Kanal:
117 (Mainz) mit vier, 118 (Worms) mit mer, 166 (Friedrichsdorf, Kelkheim, Bad Soden, Oberliederbach) mit vier, 287 (Offenbach, Mühlheim und Langen) mit fünf und 772 (Esch und Anspach) mit zwei Fahrern. Der Gießener Bann 116 hat je zwei Fahrer aus der RadfahreEereinigung Gie. ßen 1885 und ohne Vercinszugehörigkeit gemeldet. In der Gebietsentscheidung „Erster Schritt" HJ.° Klasse B (30 Kilometer) bewerben sich zwanzig Fahrer einschließlich Adolf Deibel (Nachr- HI. 116), Gießen, Heinz und Rolf Uhl aus Wetzlar. Der Titelkampf im gleichen Wettbewerb Klasse A (50 Kilometer) sieht achtzehn Fahrer ohne Beteiligung von der Lahn am Start. Im 50-Kilo- meter-Sttaßenfahren der HI. Klasse B wollen neun Bewerber einschließlich Hans Werner (Strei- sendienst 116), Gießen, sowie Wilhelm Grau und Hans Engel aus Wetzlar Gebietsmeister werden. Der Titelkampf im 100-Kilometer-Straßen- fahren der HJ.-Klasse A wird von vierzehn Fahrern bestritten, unter denen aus Gießen Hans Goß (M o t o r - H I. 11 6) anzutreffen ist. Goß und Werner sind keine Neulinge mehr im Sttaßenfahren und dürften, wenn auch die Gegnerschaft stark und fchnell ist, gute Plätze erkämpfen. Die Veranstalkung wird durch Gebietsfachwart Jak. Burkhardt (Frank« furt) mit Unterstützung durch Kreisfachwart August Deibel (Gießen) durchgeführt.
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Höchstpreise für Bauland.
Auf Grund des Erlasses über den sozialen Wohnungsbau hatte der Reichskommissar für die Preisbildung die Festsetzung" von Richtpreisen für Bauland angeordnet. Auf Grund der dabei gemach« ten Erfahrungen gibt der Reichskommissar nun ergänzende Anweisungen, Die Maßnahmen dienen dazu, die Stoppreise des Jahres 1936 für Baulandgenau festzuhalten und jeder Bodenspekulation einen Riegel vorzuschieben. Die festgesetzten Höchstpreise sollen künftig in Stadtplänen eingetragen und öffentlich ausgelegt werden, so daß für Käufer und Verkäufer eine klare und einfache Orientie- rungsmöglichkeit geschaffen ist.
34000 Studentei» im KnegSeinsah.
Aus dem Reich.
Oie Ostmedaille.
Die Bedingungen für die Verleihung der Ostmedaille bestehen in einer mindestens vierz eintägigen Teilnahme an Gefechten, für fliegendes Personal der Luftwaffe in Feindflügen an dreißig Tagen. Die Bedingungen sind ferner erfüllt bei Verwundung, für die das Verwundetenabzeichen verliehen wurde, bei Bewährung in einem sonstigen ununterbrochen nen Einsatz von mindestens 60 Tagen. Die Voraus- ■ fetzungen müssen zwischen dem 15. November 1941 und 15. April 1942 erfüllt sein. Die Verleihung wird ihn Wehrpaß eingetragen. Die Eintragung berechtigt zum späteren Empfang der Ostmedaille.
Im vorigen Jahr haben jnsgesamt 33 985 Stuben« ten und Studentinnen im Kriegseinsatz gestanden. Davon waren 15 500 als ungelernte und 3900 als gelernte Kräfte im Rüstungseinsatz, also weit mehr als die Hälfte der Studenten. 2000 Studentinnen lösten erholungsbedürftige Arbeiterinnen am Arbeitsplatz ab, 1500 Studenten standen im Ostein- satz, 2750 halfen in Kliniken und Lazaretten. Die übrigen verteilen sich auf den Westeinsatz, auf den chemischen Einsatz im Bergbau, auf den Einsatz bei der Organisation Todt, bei der Reichsbahn und Reichspost, auf die Erntehilfe, auf die ärztliche Hilfe bei der Kinderlandverschickung, auf die Hilfe beim Roten Kreuz usw.
Aufbau eines frauenberuflichen Schulwesens.
Der Reichserzichungsminister hat das frauenberufliche Schulwesen neu geordnet. Das Ergebnis wird für das ganze Reich ein einheitliches und organisch aufgebautes Schulsystem fein, das alle Bil» dungswege für die mittleren und gehobenen spezifischen Frauenberufe umfaßt. Sie lassen sich in drei Gruppen zusammenfassen: Hauswirtschaft, Sozialpädagogik und Frauengewerbe. Allen gemeinsam ist, daß die pflegerischen, pädagogischen und gestaltenden - Ausgaben im Mittelpunkt der Erziehung stehen. Die Ausbildungsstätten können als Einzelschulen errichtet oder auch unter Zusammenfassung der Berufsausbildungsgänge verwandter Richtungen zu größeren Schulgebilden zusammengeschlossen werden. Die Errichtung von frauenberuflichen Schulen ist 2Iuf« • gäbe öffentlicher Träger.
Hauptschrtstleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschrislleiters: Ernst Blumschetn. Berantwottlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotk 8 für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. ,
Druck und Verlag: Brühlsche Univerfttätsdruckeret R. Lange K. G. Lerlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann,- Anzeigenleiter: Hans Beck.
Anzeigenpreisliste Nr. 6.
3m 5Üb He Verl ir Achtung iihnlini Hingt ab lünellcn V Hinke des iki 3nfanl «Endliche Di Mengt n Ä! versucl i Verluste WC ufl IpN die ünbe und M ju weil
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möblierte
Wissenschaftliche Werke
Sondergebiet der
Bekanntmachung.
Betr.: Reichssportabzeichen;
hier: Leichtathletik, Schwimmen und^Radfahren.
Am Samstag, dem 18. Juli 1942 ab 17 Uhr wird die Prüfung im Schwimmen in der Müller- schen Badeanstalt abgenormnen. Ab 19 Uhr können die vorgeschriebenen Hebungen in Leichtathletik auf dem MTV-Platz am Schiffenberger Weg abgelegt werden.
Am Mittwoch, dem 22. Juli 1942 kann die Prüfung im Radfahren abgelegt werden. Start
zugleich für den Oberbürgermeister der StadtGießen - Dr. Lob.
' Heute vormittag 6% Uhr verschied sanft nach langer, schwerer Krankheit meine treue Lebensgefährtin, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Schwägerin und Tante
Frau Mary Ramge, geb. Calleja.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Hofrat Ludwig Ramge, Kanzler i.R.
Nidda, den 16. Juli 1942.
Die Trauerfeier findet im Sinne der Entschlafenen in Gießen in der Stille statt.
Von Blumenspcnden und Beileidsbesuchen wird gebeten, Abstand zu nehmen.
03407
I-Mm-M«,
"jt Küche ober
Die Schulungstagung für Juli findet Sonntag, den 19. Juli 1942, 16Ulir,imStadtteilKlein-Linden,
und Ziel: Gasthaus Feldschlötzchen an der Straße nach Heuchelheim. Abfahrt 20 Uhr.
Bewerber können sich vor der jeweiligen Prüfung melden. Urkundenhefte mit Lichtbild und beglaubigter Unterschrift sind mitzubringen.
Gießen, den 16. Juli 1942. 2210D
Der Landrat des Landkreises Gießen
Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach und Gießen sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen.
Betr: Warenabgabe auf Nährmittelkarten.
Der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat angeordnet, daß bis auf Widerruf auf die Nährmittelkarten em besonderes Weizenmehl der Tnpe 1050, das für diese Zwecke her gestellt wird und ein durchgemahlenes Mehl darstellt, verteilt wird.
Außerdem werden die Bestände an Hiilsen- früchten und Reis,1 die noch beim Einzelhandel vorhanden sind, zur Belieferung der Nährmittelrationen freigegeben. Bei den Hülsenfrüchten werden ferner noch Bestände des Großhandels herangezogen werden.
Dem Verbraucher wird kein Anspruch auf Belieferung der von ihm eingereichten Abschnitte mit Mehl, Reis ober Hülsenfrüchten eingeräumt. Eine gerechte Verteilung der vorhandenen Waren durch den Einzelhandel iit sichergestellt. 2209V
Gießen, den 15. Juli 1942.
Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach und den Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
Der Landrat des Landkreises Gießen.
Dr. Lob.
Obst-nnd Garlentaeron Meßen. I I
Suche ab 1. Aug.
Wirtschaft „Zum Strümpfchen", Wetzlarer Weg, statt. . 28hd Uji Küche ober Tagesordnung
1. Verwendung des Wirtschafte^ < »glich in.
_______________ düngers. 2. Herbstarbeit im ' -riM 7 Hürnrniimp *unb Gartenbau. 3. Verschiedenc-^p^'Nk av)te an L UUIUIUUIUI, 4 Weitere Bestellungen von OlMe und WtosNeder ---------------- vart.,in.Heizung bäumen und Sträuchern bis aufl* Perm Lt.vtegvv Brühi'schen Druckerei vermiet, loam 1. August 1942. . .heute nda6 Orh
urucKerei BakmboNtr. 4öJ Junker, Vereinsleitek gele9erJrg.8tr.il.
Für die uns anläßlich unsererVer- mählung in so überaus großem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir auf diesem Wege recht herzlich
Otto Schaeffer und Frau Elli, geb. Brenk
Restaurant zur Pils-Klause Gießen, den 16. Juli 1942 \ 03408/
Bekanntmachung.
Ausgabe von Trinkbranntwein.
Mit der Ausgabe des Trinkbranntweins wird am Montag, dem 20. Juli ds. Js. begonnen und zwar für die Buchstaben
A—F Montag, 20. Juli
G—K Dienstag, 21. Juli
L—R Mittwoch, 22. Juli
S Donnerstag, 23. Juli
_ T—z Freitag, 24. Juli.
Zur Ausgabe gelangen ie Inhaber des -Bezugsausweises für Trinkbranntwein 0,7 Liter bei bem Einzelhändler, bei dem die Vorbestellung vorgenommen wurde.
Der Trinkbranntwein kommt auf Flaschen gefüllt zur Ausgabe. Die Hingabe einer leeren Flaiche bei.Aushändigung des Trinkbranntweins Nt erivunscht.
Die Ein-zelhändler haben bei der Ausgabe den Abfchnltt U des Bezugsausweises abzutrennen und aufgeklebt zu ie 50 Stück bis zum 15. August ds. Js. gegen eine schriftliche Enivfangsbestätigung bei dem Ernährungsamt, Zimmer 4, einzureichen. Die Emvfangsbestätigung hat der Einzelhändler bis spätestens den 1. September ds. Js. der Abteilung A des Landesernährungsamtes Hessen in Frankfurt a. M. einzusenden, lieber verbleibende Restbestände darf der Einzelhändler nicht frei verfugen. 2212V
Gießen, den 15. Juli 1942.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt Abtl. B.
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